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Philosophy

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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

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3, Prof.Berger, 2016

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Der Goldschatz wurde von jemandem zufällig auf dem Acker des Bauern vergraben. Also haben demnach eine Kette von Ursachen den Bauern zu dem zufällig empfundenen Finden des Goldschatzes auf seinem Acker geführt. Ähnliche Darstellungen des fatum finden sich laut Regen bei Demokrit, Vertretern der Gaios-Schule, Alexander von Aphrodisias und Amonios. (vgl. Regen 2001, S.42)

Das 1. Gedicht des 5. Buches veranschaulicht den Gedanken verschiedener Ursachenketten mit einer Metapher. So wie Euphrat und Tigris einem gemeinsamen Quell entspringen, auseinandertreten und wieder zusammenfließen, so entspringen auch Ursachenketten einer einzigen Quelle. Beim Auseinandertreten und Zusammenfließen soll der Kausalnexxus gewahrt bleiben. Der Zufall existiert somit nicht, oder wie Gruber meint: ordo und lex lassen keinen Zufall zu. (vgl. Gruber 1978, S.382)

Bei der Eröterung zum Verhältnis zwischen arbitrii libertas und praescientia Dei zeigt Boethius Nähe zur christlichen Theologie, da das fatum ausgeschlossen wurde und beginnend mit der 2. Prosa die Ausführungen der Philosophie sich auf das Verhältnis zwischen arbitrii libertas und praescientia Dei konzentrieren. (vgl. Regen 2001, S.40)


Das Verhältnis von Willensfreiheit und göttlichem Vorauswissen



Boethius pflegt die damalig vorherrschende Kultur, betreffend der Darstellung der göttlichen Vorsehung als eine einheitliche aber auf verschiedenen Weisen wirkende Kraft, die sowohl oberhalb als auch unterhalb des Mondes waltet. Sie ist aber nicht als Ursache aller Dinge zu denken, sondern weil etwas geschehe, muss es notwendigerweise von der Vorsehung vorausgewusst werden.

Mit dieser Umkehrung bleibt die Freiheit des Menschen gewahrt. (vgl. Huber 1976, S.30) Dieser Weg zur Lösung des Boethius entspricht dem des Neuplatoniker Proklos, von dem sich Boethius in weiterer Folge differenzieren wird. (vgl. Huber 1976, S.34) Boethius erkennt, dass die Vorsehung und das Vorhergewusste ein Verhältnis auf verschiedenen Weisen eingehen. Nämlich was wirklich vorausgewusst wird, wird notwendig eintreten und was wirklich zukünftig eintreten wird, wird notwendig vorausgewusst. (vgl. Huber 1976, S.34) Damit entstehen aber weitere Schwierigkeiten.

Zum einen bietet sich kaum noch Platz für die Willensfreiheit und zum anderen entsteht der Eindruck, dass das Zeitliche das Ewige bestimme. (vgl. Huber 1976, S.35) Boethius entkräftet diese Einwände indem er der Vorsehung ein eigenes zeitliches Maß anhaftet. Die Vorsehung umfasst in ihrer Gegenwärtigkeit alle zeitliche Veränderung. (vgl. Huber 1976, S.35) Die Freiheit bleibt gewahrt, da die Vorsehung nur das von .....[read full text]

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Diese Annäherung wird in vier Phasen unterschieden. Die vom Körper getrennte Seele, die den göttlichen Geist betrachtet, ist die höchste Stufe der Willensfreiheit. Regen deutet auf Verweise zu Platons Phaidros und Plotin. (vgl. Regen 2001, S.44)

Darunter befindet sich die in den Körper entglittene Seele. (vgl. Gruber 1978, S.383)

Gruber vermutet eine Art Zwischenstufe körperlicher Existenz, den er Astralleib nennt. (vgl. Gruber 1978, S.384) Die nächste Stufe ist die mit den irdischen Gliedern verbundene Seele und auf der untersten Stufe steht die von der Vernunft getrennte Seele. (vgl. Regen 2001, S.44) Die Menschen der untersten Stufe sind den Lastern verfallen und sie werden nicht mehr als rational denkende Wesen angesehen, sie sind Knechte ihrer Laster. (vgl. Boethius 1971, S.130f)

Am Ende der 2. Prosa und im 3. Gedicht bedient sich Boethius einer Lichtmetapher, die die höchste Wahrheit darstellt und laut Regen einen Hinweis auf das Höhlengleichnis von Platon gibt. Auch bei Plotin findet sich diese Lichtmetaphorik. (vgl. Regen 2001, S.45) Besonders bemerkenswert ist ein Satz im 3. Gedicht, der die von Boethius angestrebte Lösung vorausahnen lässt.

Alles, was ist, was gewesen, was kommt, sieht er in einem Strahle des Geistes; maßen er alles als einziger fasset, magst du ihn heißen, die wirkliche Sonne“ (Boethius 1971, S.151)

Gott sieht demnach alle Zeiten mit einem Blick. Der Mensch ist nicht imstande Erkenntnisse dieser Art zu fassen. Für Huber unterscheidet Boethius zwischen einer ratio humana und einer intelligentia divina. Wobei die intelligentia divina der ratio humana überlegen ist, sodass es zur Aufgabe der ratio humana wird, nach der intelligentia divina zu streben. (vgl. Huber 1976, S.44)

Somit hat Boethius die erste Frage beantwortet. Er schreibt der Vorsehung ein sicheres Wissen über zukünftige freie Handlungen zu, denn die Vorsehung erkennt zukünftiges, gegenwärtiges und vergangenes in einem Blick. Der freie Wille bleibt unangetastet sofern er nach dem Göttlichen strebt. Es bleibt die zweite Frage zu klären.



D.....


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Denn wenn jemand sitzt, muß die Meinung, die vermutet, daß er sitzt, wahr sein, und umgekehrt wiederum: wenn betreffs jemandes die Meinung wahr ist, daß er sitzt, so muß er notwendig sitzen“ (Boethius 1971, S.152)

In beiden Fällen besteht eine Notwendigkeit die Boethius in Folge mit dem Vorauswissen vergleicht und zu dem Schluss kommt, dass Gott die künftigen mit Notwendigkeit voraussieht und das von ihm Vorausgesehene tritt mit Notwendigkeit ein. (vgl. Regen 2001, S.52) Deshalb bleibe laut Boethius kein Raum für die Willensfreiheit und die Verantwortung für jegliche Taten wäre ohne Sinn.

Am Ende der 3. Prosa beschreibt Boethius die Verbindung zwischen Gott und Mensch, die aus Gebet und Gnade besteht. Dieser Gedanke wurde bereits von zahlreichen Vorläufern wie z.B. in der alten Stoa, Cicero, Alexander von Aphrodisias, Augustin u.v.a.m. gehegt. (vgl. Regen 2001, S.56) Im anschließenden 3. Gedicht wird der Zwiespalt zwischen Vorsehung und Willensfreiheit hervorgehoben und ein Lösungsansatz vorbereitet, der schon im ersten Buch erwähnt wurde.

Wenn Vorsehung und Willensfreiheit mit Sicherheit angenommen werden können, muss nach der Ursache des Zwiespaltes gefragt werden. (vgl. Gruber 1978, S.393)

Die Lösung im Sinne der Anamnesis liegt laut Gruber in der letzten Frage des Gedichtes, die im übertragenen Sinne lautet: ob die Vernunft schon erkenne was sie zu erkennen suche?. (vgl. Gruber 1978, S.394) (vgl. Regen 1978, S.56) Beide Autoren verweisen hierzu auf Platons Menon. Die Lösung des Boethius lautet ähnlich der des Platon, dass die Seele weder wissend noch unwissend sei. (vgl. Regen 2001, S.56) Der ausführliche Beweis wird bis zum Ende des 5. Buches erbracht.

Zu Beginn der 4. Prosa erinnert Boethius an das Alter dieser Problematik und erwähnt dabei Cicero explicit. Ebenso wird angedeutet, dass Boethius selbst sich diesem Problem schon länger zuwende. (vgl. Regen 2001, S.57) Die Philosophie lässt den Lösungsweg in folgende Richtung verlaufen. „Die Menschen können göttliche Vorsehung und Willensfreiheit sich deswegen nicht gleichzeitig existierend vorstellen, weil sie mit ihrem Denkvermögen nicht zur Einfachheit des göttlichen Vorwissens hindurchdringen.“ (vgl. Gruber 1978, S.395) Der Mensch ist an die Erkenntnismöglichkeiten seiner Sinne gebunden. „Denn die Erkenntnis ist nicht im Erkannten, sondern im Erkennenden.“ schrieb hierzu auch Proklos. (vgl. Regen 2001, S.60) Die Weisen der Erkenntnis werden abermals anhand eines Stufenmodelles veranschaulicht.

Die Sinneskraft, als unterste Stufe gedacht, welche nur den Eindruck der körperlichen Figur erkennt, unterliegt der Vorstellungskraft, welche Gestalt ohne Materie erkennt. Die höchste Stufe wird von der Einsicht oder Einbildungskraft begleitet, die sowohl Gestalt als auch Idee unmittelbar betrachtet. (vgl. Regen 2001, S.61) Gruber deutet auf eine mögliche Quelle bei Aristoteles hin. (vg.....

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Der Mensch behauptet, es könne nur vorausgewusst werden, was einen bestimmten und notwendigen Ausgang hat. Es entzieht sich der Vernunft des Menschen, dass Dinge die einen unbestimmten Ausgang haben, mit Sicherheit vorausgesagt werden können. Diese Fähigkeit spricht Boethius alleine der göttlichen Einsicht zu. Das Vorauswissen Gottes ist unbegrenzte Einfachheit höchsten Wissens.

Es ist eine vollkommene Einheit, die sich in den tieferen Stufen entfaltet und in Einzelereignissen zum Vorschein kommt. (vgl. Regen 2001, S.67) Für den Menschen ist diese Einsicht nicht fassbar. Was dem Menschen bleibt ist ein Streben nach göttlicher Einsicht, dem die Philosophie als Mittel zum Zweck dienlich ist. (vgl. Gruber 1978, S.405)

Huber betont in diesem Zusammenhang die Abweichungen des Boethius zu Ammonios. Während Ammonios göttliches Wissen als ein einheitliches und bestimmtes Wissen ansieht, dass in zeitloser Ewigkeit verharrt, kommt bei Boethius der Gegenwärtigkeit des göttlichen Wissens eine vorrangige Bedeutung zu. Gott hat einen ontologischen Stand, der Zukünftiges und Vergangenes in einer ewigen Gegenwart vereint. (vgl. Huber 1976, S.47) Diese Art der Lösung der Vorsehungsproblematik, die dem Gegenwärtigem Ewigkeit zuspricht, findet sich laut Huber auch bei Plotin. (vgl. Huber 1976, S.48)

Wenn man überhaupt göttliche und menschliche Gegenwart vergleichen darf, dann erkennt Gott die ganze Wirklichkeit (omnia) in seiner ewigen Gegenwart genau so, wie die Menschen einen Teil der Wirklichkeit (quidam) in zeitlicher Gegenwart erkennen.“ (vgl. Huber 1976, S.49) Die Lösung steht somit kurz bevor, denn das Problem des Vorauswissens ist damit geklärt. Es ist kein Vorauswissen, sondern ein gegenwärtiges Wissen.

Mit dem 5. Gedicht plädiert Boethius für die Verantwortung der Menschen ihren Blick zum Göttlichen zu richten, begründet durch das aufrechte Gehen der Menschen. Gruber verweist an dieser Stelle auf Platon und Xenophon, die den aufrechten Gang der Menschen als Indiz hielten, Verbindungen mit dem Göttlichen eingehen zu können. (vgl. Regen 2001, S.68)


Ewigkeit und Notwendigkeit


In der 6. Prosa werden die letzten Zweifel des „Prisoners“ beseitigt und somit der Konflikt zwischen Willensfreiheit und göttlicher Vorsehung aufgelöst. Bei dieser Auflösung beginnt die Philosophie nach der Ewigkeit und ihrer Bedeutung zu fragen, denn sie ist der Schlüssel zum Verständnis der göttlichen Natur. (vgl. Regen 2001, S.69)

Gott ist ewig. Sein Wesen ist außerhalb der in der Zeit verweilenden Welt. Gott erfasst vergangenes, zukünftiges und gegenwärtiges mit einem Blick. Somit auch alle Taten der Menschen. Boethius erwähnt Platon um auf dessen Darstellung der Welt als ewig hinzuweisen, dass es sich bei Gott nicht um dieselbe Ewigkeit handle. Gottes Ewigkeit stehe aber für Boethius vor de.....

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Bedingt ist die Notwendigkeit deswegen, weil sie auf einer Relation zwischen mehreren Seienden beruht, zwischen Erkenntnis-Subjekt und Erkenntnis-Objekt. (vgl. Regen 2001, S.78) Wenn wir wissen, dass jemand geht, ist es logisch notwendig, dass er geht. Dies zieht aber keine physische Notwendigkeit mit sich.

Insofern die bedingte Notwendigkeit aber bedingt ist, macht sie das Erkannte nicht innerlich notwendig, sondern läßt es in der Möglichkeit und Freiheit bestehen, die ihm von seiner Natur her zukommt.“ (vgl. Gruber 1978, S.413)

Das göttliche Eine geht allen tieferen Formen voraus. Alle tieferen Formen sind somit bereits im Einen angelegt. Eine Rückwirkung der Vielheit auf das Eine ist ausgeschlossen. (vgl. Regen 2001, S.80) Dies wird auf das Wissen übertragen und festgestellt, dass ein Wissen von freiem Tun möglich ist. Der Mensch kann sich frei entscheiden, denn seine Entscheidung hat keinen Einfluss auf das im göttlichen Einen bereits Festgelegte.

Somit ist die Willensfreiheit gerettet. Der Mensch ist für seine Handlungen selbstverantwortlich. Huber schreibt, dass es Boethius somit gelungen ist, die Paradoxie der neuplatonischen Lösung zu überwinden und einen Konsens zwischen der aristotelischen Logik und der platonischen Ideenlehre zu finden. (vgl. Huber 1976, S.50)

Zum Abschluss der Consolatio verweist die Philosophie auf eine Notwendigkeit hin, die im rechtschaffenen Handeln der Menschen liegt. Der Mensch hat die sittliche Verpflichtung sich den Lastern abzuwenden und Tugenden zu pflegen, denn er kann sich den richtenden Augen Gottes nicht entziehen. (vgl. Gruber 1978, S.415)

Dieser Schluss scheint Gruber zu abrupt. Er verweist auf Gigon, der die Vermutung hegt, dass Boethius durch äußere Umstände zu einem unerwarteten und hastigen Ende gezwungen wurde, oder dass das Manuskript gar nicht von Boethius zu Ende geführt wurde und der Schluss vom Herausgeber selbst hinzugefügt wurde. (vgl. Regen 2001, S.82). Ein weiteres Indiz für diese Vermutungen ist das Fehlen des abschließenden Gedichtes, das sich in allen vorhergegangenen Büchern finden lsst.

Sowohl Huber als auch Regen sind sich einig, dass die Stärke der Theorie des Boethius in der Gegenwärtigkeit der göttlichen Vorsehung zu finden ist, die für Huber die maßgebliche Neuerung und Originalität der Theorie des Boethius gegenüber den bereits bestehenden Theorien der Neuplatonikern Proklos und Ammonios darstellt.....

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Was bleibt, ist die Aufforderung „sapere aude“. Der Mensch wird nicht nur aufgefordert, sondern unterliegt der moralischen Verpflichtung die Schau des Göttlichen zu hegen und das Göttliche nicht nur an den Dingen oder der Natur, sondern auch an sich selbst zu erkennen. Was auch immer man als das Göttlichen angesehen hat, es lässt zu viele Möglichkeiten für den Menschen im Verborgenen.

Wir sind nicht in der Lage zu erkennen. Dies wusste bereits Platon und ließ uns seine Einsicht durch das Höhlengleichnis offenbar werden. Im Grunde hat Boethius keine wesentlichen Erkenntnisse zu der Problematik der Willensfreiheit erbracht. Die Grundzüge sind bereits bei seinen Vorläufern zu finden. Doch wie Gegenschatz betont, ist Boethius eine hervorragende Zusammenschau und das Hinzufügen eines Teilaspektes gelungen. (vgl. Gegenschatz in Boethius 1984, S. 349)

Die nachhaltige Einflussnahme der Consolatio Philosophiae sind Zeugnis der Bedeutsamkeit dieses Werkes. Der Umstand, dass die Frage nach der Willensfreiheit bis heute ein Mysterium ist, wie Malebranche meinen würde, verleiht Boethius einen Hauch von immerwährender Aktualität.


Bibliographie


Boethius, Anicius Manlius Severinus (1971), Trost der Philosophie, Übers. u. hg. v. Karl Büchner, Reclam, Stuttgart


Dilman, Ilham (1999), Free Will, Routledge, London


Düsing, Edith und Klaus; Klein, Hans-Dieter (2006), Geist und Willensfreiheit, Königshausen & Neumann, Würzburg


Fuhrmann, Manfred u. Gruber Joachim (1984), Boethius, in Wege der Forschung, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt


Gegenschatz, Ernst und Gigon, Olof (1998), Boethius: Trost der Philosophie. Consolatio philosophiae. Lat. u. dt. Hg. u. übers., Artemis & Winkler, Düsseldorf u. Zürich


Gehlen, Arnold (1933), Theorie der Willensfreiheit, Junker und Dunnhaupt Verlag, Berlin


Gothein, Eberhard (1949), Boethius, Trost der Philosophie, Lat. u. dt. , Artemis Verlag, Zürich


Gruber, Joachim (2011), Boethius. Eine Einführung, Hiersemann, Stuttgart


Gruber, Joachim (1978), Kommentar zu Boethius De consolatione philosophiae, de Gruyter, Berlin u. New York


Heiden, Uwe an der; Schneider, Helmut. (2007), Hat der Mensch einen freien Willen?. Die Antworten der großen Philosophen, Philipp Reclam jun., Stuttgart


Hoffmann, Thomas (2013), Wille und Entwicklung, Problemfelder – Konzepte – Pädagogisch-psychologische Perspektiven, Springer .....

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