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Specialised paper
Political Studies

University, School

Lise Meitner Gymnasium

Grade, Teacher, Year

11, Gleißner, 2015

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Text by Kamma Q. ©
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Wie verläuft das Leben von Flüchtlingskindern vor, während und nach ihrer Reise nach Deutschland?


1.Einleitung

In dem folgenden Bericht werde ich darauf eingehen, wie das Leben von Flüchtlingskindern in Deutschland aussieht, wie der deutsche „Wohlfahrtsstaat“ und seine Gesellschaft mit Flüchtlingskindern umgeht und welche Integrationsmöglichkeiten und Chance Flüchtlingskinder in Deutschland haben.

Dabei werde ich schrittweise den Weg vom Heimatland und der Situation Vorort bis nach Deutschland erläutern. Woraufhin ich dann die Situation in Deutschland selbst schildere.

Der Bericht soll veranschaulichen, dass Flüchtlingskinder verstärkt Unterstützung und Aufmerksamkeit benötigen, da sie vom Staat oft übersehen und nicht beachtet werden.

Obwohl das Kindeswohl in Deutschland hochrangig ge- und versprochen wird, werden diese Kinder eindeutig nicht Kindergerecht behandelt.


2.Was sind Flüchtlingskinder?

Als Flüchtlingskinder werden Minderjährige Asylbewerber, die aus ihrem Land mit und ohne Begleitung geflüchtet sind, bezeichnet. In Deutschland leben nach Schätzungen rund 65.000 Flüchtlingskinder1 mit unsicherem Aufenthaltsstatus. Diese Kinder werden in weiten Teilen von der Öffentlichkeit kaum beachtet oder wahrgenommen.

Aufgrund ihrer Lebenssituation bedarf es diesen Kinder an besonderer Unterstützung des Deutschen Staates. Dieser Spricht jedoch nur laut Rechten und Gesetzten2 den Kindern Hilfe zu. Wirkliche und praktische Unterstützung bekommen nur die wenigsten.


1 Die Gesamtzahl setzt sich zusammen aus ca. 25.000 Kindern und Jugendlichen, die zum Stichtag 31.12.2013 mit Duldung in Deutschland leben und 40.00 Kindern und Jugendlichen, die sich laut Ausländerzentralregister zum 31.12.2013 als Asylsuchende in Deutschland aufgehalten haben.

2 Art. 24 (2) GRC: „Bei allen Kinder betreffenden Maßnahmen öffentlicher oder privater Einrichtungen muss das Wohl des Kindes eine vorrangige Erwägung sein.



2.1 Herkunftsländer

Die meisten erwachsenen Flüchtlinge, sowie auch Kinderflüchtlinge kommen aus den Krisengebieten Syrien, gefolgt von Albanien und dem Kosovo 3.

Die meisten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge kommen hingegen aus Afghanistan.


2.2 Situation im Herkunftsland

Die Gründe für Familien und ihrer Kinder ihr Heimatland zu verlassen sind vielfältig. Von Bürgerkriegen, Diskriminierungen, militärischer und oder politischer Gewalt bis hin zur Verfolgung und Sklaverei. Bei vielen Familien ist der Schutz der Kinder die ausschlaggebende Veranlassung sich auf die Flucht zu begeben.

In vielen Länder werden Kinder heutzutage immer noch Zwangsbeschnitten und Verheiratet. Andere werden zu Kindersoldaten ausgebildet und wieder andere haben keine Möglichkeit sich bilden zu lassen, noch irgendwelche Rechte.

3 Im Jahr 2015 (Stand bis Oktober) haben 100.248 Personen aus Syrien Asyl in Deutschland beantragt. Im Jahr 2015 sind bislang insgesamt 362.153 Asylanträge in Deutschland (Anzahl der Asylanträge) gestellt worden.

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Neben den 331.226 Erstanträgen wurden insgesamt 30.927 Folgeanträge gestellt. (Quelle : hauptherkunftslaender-von-asylbewerbern/)


Die Ursachen für die Flucht sind nachvollziehbar, jedoch für uns unvorstellbar.

Unzumutbar ist auch, was die Kinder während dieser Zeit erleben. Hunger, mangelnde Hygiene,Krankheiten aber auch psychische Belastungen.

Tag täglich sehen sie Gewalt, Ermordungen und müssen oft, aufgrund eines Sterbefalls mehrere Rollen in der Familie übernehmen.


2.3 Warum lassen Eltern ihre Kinder diese Reise alleine antreten?

Unter den 65.000 Flüchtlingskindern, gibt es auch minderjährige die sich alleine auf den weg nach Deutschland gemacht haben. Aber kann das wirklich gerechtfertigt sein, Kinder auf eine Monate lange, gefährliche und unberechenbare Reise zu schicken?

Für viele Familien scheint das der einzige Ausweg4, die einzige Möglichkeit und die einzige Perspektive zu sein, ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen.

Andere sind anfangs zusammen ausgewandert, wurden dann aber während der Flucht, von ihren Eltern getrennt. Bei wieder anderen wurden die Eltern während der Flucht ermordet5


2.4 Der Weg nach Deutschland

Für den Anritt zur Flucht bezahlen bzw. benötigen die Familien sehr viel Geld. Wenn sie jedoch zu arm sind um die „Reisekosten“ zu finanzieren, müssen schon kleine Kinder schwere körperliche Arbeit6 voll richten..

Angekommen in Südeuropa, arbeiten diese Jugendlichen für ihre Weiterreise auf Gemüsefarmen.


4 Ausweg aus der momentanen Lebenssituation (siehe „Situation im Herkunftsland“)

5 z.B bei Auseinandersetzungen an Grenzen

6 z.B Feldarbeit,Fabrikarbeit, Reparaturarbeit

7 (umgangssprachlich,meist abwertend) jemand, der Flüchtlinge, Asylsuchende, Arbeitskräfte gegen Bezahlung illegal von einem Land in ein Anderes bringt (- Definition Duden)


2.4 Situation von Flüchtlingskinder in Deutschland

Wenn die Kinder mit oder ohne Familie diesen hürdenreichen Weg hinter sich gelegt haben, folgt meistens ein jahrelanges Asylbewerbungsverfahren. Während dieser Zeit haben die Flüchtlinge die minimale Anzahl an Rechten und müssen aufgrund des unsicheren Aufenthaltstitels in der Angst leben wieder abgeschoben zu werden.

Oft leben sie mit mit bis zu 1000 anderen Flüchtlingen in einem Raum. Keineswegs ist dieser Kindergerecht eingerichtet und auch an Privatsphäre mangelt es.


3.Verarbeitung des Geschehenen

Da viele Kinder aufgrund von mehreren Geschwistern in der Familie und wenig Unterstützung vom Staat meistens auf sich allein gestellt sind, müssen sie lernen mit ihren traumatischen Erlebnissen, die sie im Herkunftsland erfahren haben und der Situation auf der Flucht selbst umzugehen.

Sie leiden besonders an dem Trauma der Trennung, herausgerissen aus allem, was ihnen vertraut ist: der gewohnten Umgebung, der Obhut von Mutter und Vater, der Schule und Gemeinschaft und ihrem kulturellen und sozialen Umfeld.Viele tragen in Folge dessen nicht nur nicht behandelte Krankheiten sondern auch erhebliche psychische und physische Schäden mit sich.


Unteranderem leidet jeder fünfte8 junge Flüchtling unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Weitere haben eine erhöhtes Risiko, diese noch zu entwickeln. Doch die Hoffnung in Deutschland medizinische Hilfe und psychologische Beratung zu bekommen bleibt meistens eine Illusion, da es zu wenig arabisch sprachige Fachkräfte auf diesem Gebiet gibt, sodass die Kinder am Ende allein mit ihren Problemen gelassen werden.

Ein weitere Herausforderung stellt die Aufklärung von allgemein möglichen psychischen Störungen dar. Es fehlt an offen zugänglichen Beratungsstellen für Flüchtlingskinder und ihre Familien. Weshalb viele Flüchtlingskinder gar nicht wissen, dass sie eventuelle Anzeichen einer psychischen Störung aufweisen.



4. Das Leben in Deutschland

Laut dem deutschen Kinder- und Jugendhilferecht stehen Flüchtlingskindern unter 18 Jahren besondere Unterstützung zu. Obwohl ihnen rechtlich zusteht, dass sie kindergerecht untergebracht werden, einen Vormund erhalten und psychologisch beraten werden, werden unbegleitete minderjährige Flüchtlinge unter Berufung auf das Ausländerrecht oft schon mit 16 Jahren wie Erwachsene behandelt.

Woraus folgt, dass sie keine Unterstützung bei ihrem Asylverfahren bekommen und in nicht geeigneten Wohngruppen aufgenommen werden.

Dies erschwert den Kinder und Jugendlichen das Leben in Deutschland gravierend, da sie feste Ansprechpartner brauchen, die ihnen helfen, ihr Leben in Deutschland zu meistern und um ihre Interessen vertreten zu können.


Bei der Schulpflicht der jungen Flüchtlinge gibt es Unstimmigkeiten. Während in einigen Bundesländer auch Minderjährige Flüchtlinge der Schulpflicht betroffen sind, gibt es in den meisten Bundesländern jedoch nur ein Schulrecht. Dieses gewährleistet nur denjenigen Kinder und Jugendlichen den Schulbesuch, die von sich aus einen Platz einfordern.

Dies präsentiert auch, wie sich die Behörde um die Jugendlichen kümmert, wenn sie Schwierigkeiten in oder mit der Schule haben.

In einigen Großsdten mit vielen Flüchtlingen wie Hamburg und Berlin, werden den Flüchtlingskindern Deutsch Intensivkurse angeboten, um den einstieg ins richtige Schulleben in Deutschland zu erleichtern.

Eine weitere Schwierigkeit bei dem Umgang mit Flüchtlingskindern und ihrer schulischen Laufbahn, stellt der Sinn des Schulbesuchs dar. Viele Flüchtlinge verlieren noch vor dem Schulabschluss ihren Aufenthaltstitel. Andere können nach dem Abschluss nicht arbeiten, da Asylbewerber ein Grundsätzliches Arbeitsverbot9 haben. Damit wird natürlich die Motivation und Hoffnung auf einen Ausbildungsplatz oder Job nach der Schule zunichte gemacht.

9 Weisung des Bundesministerium (Allerdings halten sich einige Bundesländer nicht an diese Weisung und ermöglichen zumindest eine Ausbildungen)


4.2 Die Wohnsituation

Den unbegleiteten Flüchtlingskindern steht eine Aufnahme in einem Jugendwohnheim o.ä. zu. Mit dem angefangenen 16. Lebensjahr müssen sie diese Unterkunft jedoch verlassen und in ein Wohnheim mit Erwachsenen ziehen.

Platz für Privatsphäre oder die individuelle Entfaltung und Entwicklung der Kinder gibt es dort nicht.


5. rderungs- und Integrationsprogramme

Dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nach, steht in § 45 Satz 2 Aufenthaltsgesetz geschrieben, dass die Vielfalt der Integrationsangebote von Bund, Ländern, Kommunen und privaten Trägern erfasst und strukturiert werden sollen.

Hierbei soll vor allem die Sprachliche, Berufliche und Gesellschaftliche Integration, sowie die Bildung der Flüchtlinge erfasst und gefördert werden.

Da aber grade die Wichtigkeit von solchen Integrationsprogrammen bei Kindern vom Staat übersehen wird oder einfach das Angebot des Staates nicht ausreicht, gründen sich private Organisationen die diese Aufgabe übernehmen.


Eine dieser Organisationen nennt sich Children for Tomorrow. Durch eine gemeinnützige Stiftung möchten sie Kinder und Familien, die Opfer von Krieg, Verfolgung und organisierter Gewalt geworden sind, unterstützen. Die von Stefanie Graf 1998 ins Leben gerufenen Stiftung bietet Kindern, Hilfe beim seelischen Wiederaufbau durch die Finanzierung von z.B der „Flüchtlingsambulanz für Kinder und Jugendliche“ im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, wo den Kindern Fachkräfte zu Seite stehen.


6. Interview : „Unbegleiteter Minderjähriger Flüchtling in Deutschland“


Jamal, 17 Jahre alt aus Afganistan,

  • Wie alt warst du als du dich auf den Weg nach Deutschland gemacht hast und wie lange hat deine Reise gedauert?

  • Wieso hast du dich entschlossen deine Familie zurück zu lassen und dich alleine auf den weg nach Deutschland gemacht?

M: Meine Eltern wollten mir ein besseres Leben ermöglichen. Aber wir hatten nicht die finanziellen Möglichkeiten um die ganze Familie hier her zu holen. Deshalb musste ich alleine los. Aber im Endeffekt war ich ja auch nicht so alleine. Mein Cousin Amar ist mit mir gekommen. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und uns Kraft gegeben.

  • Wie bist du hierher gekommen?

M: Die meiste Zeit sind wir zu Fuß gelaufen. Wir starteten in Afghanistan und gingen zu Fuß bis nach Iran. In Teheran haben uns Schlepper auf einen Lastwagen gesetzt und wir sind bis nach Istanbul gekommen. Dort wurden wir jedoch zurück nach Teheran geschickt. Wir gaben aber nicht auf und versuchten es noch einmal. Beim zweiten mal gelange es uns in Istanbul die Fähre nach Athen zu nehmen und von dort aus sind wir teils zu Fuß teils mit Bussen und Zügen weiter bis nach Österreich.

  • Gab es Situationen wo du zurück wolltest?

M: Sicherlich gab es einige viele Momente in denen ich dachte, dass wir es nicht schaffen würden und dass der weg nach Hause kürzer und einfacher ist.

  • Wieso bist du am Ball geblieben?

M: Ich denke das lang vor allem daran das ich nicht alleine war. Amar, der etwas älter ist als ich, hat oft auf mich eingeredet und mir Halt gegeben.

  • Gab es Menschen die dir geholfen haben?

M: Ja, einige haben mir wirklich geholfen. In Österreich zum Beispiel bot mir jemand sein Handy an, damit ich meine Verwandten in Deutschland anrufen konnte. Ohne diesen Menschen wäre ich wahrscheinlich jetzt nicht hier. Ich bin sehr dankbar.


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