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Final thesis
Pedagogy

University, School

Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

Grade, Teacher, Year

1, Steger SS09

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Wie heimlich ist denn der „heimliche Lehrplan“ noch?

 

Niemand ist verantwortlich, und doch sind alle verantwortlich”

Philip W. Jackson

 

An sich ist die Idee eines heimlichen Lehrplanes eigentlich nicht schlecht. Allerdings bin ich der Meinung, dass dieser so „heimlich“ heute doch gar nicht mehr ist. Wenn als „unausgesprochene Lernziele, die im offiziellen Lehrplan nicht erwähnt sind und teilweise in Widerspruch zu diesem stehen“ (Dreeben, Jackson 1968) gemeint sind dass wir uns vorhandener Muster bedienen um,  unbewusst zu lernen, wie wir uns in gewissen Situationen zu verhalten zu haben um an ein Ziel zu kommen ist das ja nicht zwangsläufig schlecht.

 

Man darf nicht vergessen, dass von der Schule erwartet wird, dass sie der Übergang von Familie zur Gesellschaft ist. Und genau hier greift der „heimliche Lehrplan“ den Eltern wollen ja dass aus ihren Kindern schließlich irgendwann etwas wird. Daher Schule legitimiert ihre Existenz also eigentlich durch diesen heimlichen lehrplan, da die Eltern heutzutage meistens weniger gut wissen als Lehrer welche Talente und Fähigleiten ihre Kinder eigentlich haben.

Daher wäre es auch unlogische das Selektionsverfahren ihnen zu überlassen. Daher ist es Aufgabe der Schule zu bestimmen welchen Weg das Kind nach vollzogener Ausbildung einschlagen sollte.

 

 

DER HEIMLICHE LEHRPLAN

 

Der heimliche Lehrplan, als ein Ausdruck der in den späten 1960er und 1970er Jahren als Gegenstück zum offiziellen Lehrplan in die pädagogische Diskussion der Schule eingeführt wurde, birgt zahlreiche Facetten in sich. Robert Dreebens beschreibt in seinem Buch On What Is Learned in School (1968), dass die Erziehung in der Schule nicht ausschließlich nur dazu bestimmt ist Lerninhalte zu vermitteln sondern viel eher (oder unter anderem) die Formen zu vermitteln in denen dies geschieht.

Durch den heimlichen oder unausgesprochenen Lehrplan lernen Schüler durch gegenseitige Beobachtung (das gegenseitige beobachten) wie man es am Besten bewerkstelligt sein eigenes Unwissen so gut wie möglich zu kaschieren bzw. herauszufinden wer die größten Erfolge beim Lehrer erzielt und vor allem wie. Das „hidden curriculum“ wie Dreebens es nennt (wahrscheinlich inspiriert von Phillip W. Jacksons Werk „Life in classroom“,1968) lehrt den Schüler außerdem den Klassenverband als solches zu akzeptieren und sich dementsprechend unterzuordnen.

Dieser erste Kontakt von Kindern mit Hierarchie lehrt den Schüler(n) sich miteinander zu vergleichen und aufgrund der Bewertung einer Autorität, in diesem Fall der Notengebung der Lehrer, in (einen) Konkurrenzkampf miteinander zu treten.

 

Die Frage die sich mir nun stellt ist, wie sich dieser Umstand nun auf die Entwicklung von Jugendlichen auswirkt, wenn sie denn schon in frühem Kindesalter darauf „konditioniert“ werden sich vor den Augen einer Autorität (in diesem Falle des Lehrers) mit direkten Mit-Konkurrenten zu vergleichen, folgedessen auch immer besser sein zu wollen und darauf angewiesen zu sein von dieser Autorität gesagt zu bekommen was „richtig“ u.....[read full text]

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Diese Entwicklung lässt sich auch im einfachen Leben leicht nachvollziehen. Vor 50 Jahren hätte sich wahrscheinlich niemand vorstellen können auf der Umkleidegarderobe eines großen Bekleidungsgeschäftes einen Aufkleber mit der Aufschrift „Achtung, dieser Bereich ist Kameraüberwacht“ zu finden und die Vorstellung ganz normal zu finden, dass eine fremde Person (ein so genannter Sicherheitsbeauftragter!) einem beim an- und ausziehen zu sieht (Heute ist dies bereits so normal das die Aufkleber nicht einmal mehr auffallen).

 

Deutlich sichtbar wird das Konzept der Kontrolle auch in der Arbeitswelt und zwar in den großen Konzernen (was ja eigentlich nur ein Synonym für Foucaults ausführlich analysiertem Beispiel der Fabrik ist) für die bereits ein Grossteil der Menschen schon gegenwärtig arbeitet. In naher Zukunft wird diese Art des Kollektiven Arbeitgebers noch viel umfassendere Ausmaße annehmen wird, da dann wie ich schätze die meisten Menschen für eine Form von Konzern arbeiten werden (Einzelunternehmen sind nicht mehr lukrativ siehe- Tod des „Tante-Emma-Ladens“)  In diesen Konzernen wird in faktischen „Kosten-Nutzen Rechungen“ gedacht; es wird fast ausschließlich miteinander und untereinander verglichen und derjenige ausselektiert der dem nicht standhält.

Ein Mitarbeiter in einem solchen Konzern wird nicht nur ständig kontrolliert und bewertet, er muss auch immer besser sein als seine anderen Mitstreiter bzw. Mitarbeiter.

 

Insofern mag man meinen, dass der „heimliche Lehrplan“ doch durchaus nützlich sein könnte für die Entwicklung von Strategien die man dann im späteren Leben auch aktiv anwenden kann. Allerdings wird dieser „konditionierte“ Mensch wahrscheinlich später – ganz dieser Prägung folgend- auch wenn es gar nicht notwendig oder sogar nicht erwünscht ist, immer den Vergleich mit anderen suchen.

Wer sich daran gewöhnt hat immer gelobt oder getadelt zu werden von einer dritten Person und dies dann auch als einzige Lösung (als „richtig“ oder „falsch“) akzeptiert, wird es wahrscheinlich sehr schwer haben wenn es sich einmal herausstellt, dass das „falsche“ richtig ist und das „richtige“ in manchen Situationen einfach falsch.

 

Daher empfinde ich am „heimlichen Lehrplan“ nur eines wirklich angsteinflößend; seine un- und unterbewusste Natur. Wenn Inhalte einseitig ausgewählt werden (und das sind sie zwangsläufig, da sie ja von Individuen mit gewissen Meinungen ausgewählt werden) und wenn das Abbilden gewisser gesellschaftlicher und sozialer Strukturen (z.B. in Lehrbüchern) als Norm dargestellt wird, werden die Schüler gravierend in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt sich selbstständig zu entwickeln und ihre eigenen sozialen Strukturen zu finden (- und das alles ge.....

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" . sich öffentlich beurteilen zu lassen und diese Urteile über die eigene Leistung als Maßstab dafür zu nehmen, dass man als Person normal ist und Selbstachtung zeigen darf.“ (Dreeben 1980)

 

Selbstachtung als einen Lerninhalt anzusehen, der von Lehren beurteilt und für „Gut“ bzw. „Schlecht“ befunden werden kann, also das könnte einem (Lehrer wie Schüler) doch ziemlich viel Angst machen.

 

Außerdem darf man nicht außer Acht lassen, dass für Kinder die Schule der erste Ort ist an dem sie lernen über Geschlechterrollen und Unterschiede bezüglich Herkunft und „Stand“ von Mitschülern nachzudenken. Ich weiß nicht, ob es den Lernerfolg von Schülern aus anderen Kulturen wirklich fördert, ihnen nur das Weltbild der europäischen Kultur beizubringen wenn doch in der Familie – also zuhause- eine ganz andere Kultur vorgelebt wird.

 

Auch hier greift Deleuzes Theorie der Kontrollgesellschaft wieder. Wenn wir (als Lehrer) es schaffen bereits die Kinder unserer ausländischen Mitbürger so zu prägen, dass sie wenn sie dann später „funktionierende“ Mitglieder der Gesellschaft sind nicht mehr so „unkontrollierbar“ (weil anders) sind, dann hat die Schule das getan was der Gesellschaft dienlich ist: Zuweisungen zu unterschiedlichen Schul- und Berufslaufbahnen. (Holzkamp, 1992).

Und wir wissen welche Rollen Schulen bis dato ausländischen Schül.....

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Wird es auch uns Lehrern so ergehen, wie heute den meisten aufstrebenden, motivierten Arbeitnehmern, die alles tun um den Anforderungen zu entsprechen und dann natürlich auch dementsprechend entlohnt werden.

 

Ich stelle mir da ein Konzept vor das „heimlich“ durchgeführt werden müsste, da sie ja, falls Schulen weiterhin staatliche Institutionen blieben, auch indirekt subventioniert vom Steuerzahler sein würden. Und zwar, dass Lehrer in Zukunft entlohnt werden je nachdem wie viele ihre Schüler zu einem guten Abschluss der Ausbildung und vielleicht sogar gleich zu einer guten Arbeitsstelle kommen.

Man würde Prämien für diejenigen Lehrer einführen die die Klassen mit den meisten Abschlüssen mit „ausgezeichneten Erfolg“ leiten. Also einen Bonus für jeden Schüler der am ehesten dem entspricht was dann in weiterer Folge in z.B. einer FH zur Perfektion getrieben werden kann.

 

Ich denke der „heimliche Lehrplan“ der Zukunft könnte so aussehen, dass Lehrer den Schülern glaubwürdig erklären müssten warum ihnen bei Eintritt in die Schule schon kleine Mikrochips implantiert werden um immer zu wissen wann sie sich wo befinden (dadurch kann man natürlich auch Schulschwänzen verhindern) und ihnen beizubringen, dass das ganz normal wäre und am Besten auch noch das es zu ihrem Besten sei.

Bei den Eltern könnte man auf alle Fälle diesbezüglich mit dem Stichwort „Sicherheit“ punkten.  Man müsste die Schüler darauf vorbereiten, dass es gewisse „Zahlen oder Punkte“ gibt die man erreichen müsse, um die Wirtschaftlichkeit der Schule zu rechtfertigen und ihnen erklären, dass die Schule wahrscheinlich ohne das Erfüllen dieser Kriterien nicht bestehen könne und das jeder ein wichtiges Zahnrad in dieser Gemeinschaft ist um .....

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Literaturverzeichnis:

 

Brecht, Bertolt (1961): Flüchtlingsgespräche. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

 

Dreeben, Robert (1968): On what is learned in school <dt.> Was wir in der Schule lernen / Robert Dreeben. Frankfurt am Main: Suhrkamp1980. 

 

Deleuze, Gilles (1990): Postskriptum über die Kontrollgesellschaften.
L'autre journal, Nr. I, Mai 1990.

[

 

 

Foucault, Michel (orig. 1977): Überwachen und Strafen.

[

 

 

Holzkamp, Klaus (1991): Die Fiktion administrativer Planbarkeit schulischer Lernprozesse.

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