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Specialised paper
Pedagogy

University, School

Universität Leipzig

Grade, Teacher, Year

1, Unbenannt, 2014

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Die Planenden können nicht über alle Parameter informiert sein und falsche (ineffiziente) Entscheidungen treffen. Nicht jeder Bedarf kann bei der Planung erkannt werden, Mangel oder Überschuss des Gutes sind die Folge. Dies würde im Vergleich zu einer Marktwirtschaft­, wo solche Probleme nach Hayeks Meinung nicht oder weniger auftreten, eine Verschwendung von Ressourcen und Arbeitskraft zur Folge haben. 6.2.2.1.2. Mangel an Flexibilität Es bestehe nur eine geringe Flexibilität, da „in einer solchen Wirtschaft Anweisungen und Planvorgaben der staatlichen Planungsbehörde­n verbindlich sind und keine oder nur ganz geringe Entscheidungssp­iel­räume bestehen.“ Damit würden die Dynamik und Innovationsfähi­gk­eit von Unternehmen, welche das Rückgrat einer freien Wirtschaft seien, künstlich ausgeschaltet. Technologische Rückständigkeit und damit verbunden ein geringer Lebensstandard seien somit vorherbestimmt. 6.2.2.1.3. Mangel an Marktpreisen Nach dem liberalen Wirtschaftswiss­ens­chaftler Ludwig von Mises (1881–1973) macht die Planwirtschaft „jegliche Wirtschaftsrech­nun­g“ unmöglich, da es „ohne Privatbesitz an den Produktionsmitt­eln­“ „keine Marktpreise für diese Faktoren geben“ könne. Ohne sie gebe es „keinen Anhalt darauf“, „ob die Verwirklichung eines bestimmten Projekts tatsächlich das materielle
Was ist Musik? wie wird sie in Gehirn und Ohr wahrgenommen? Inhaltsverzeich­nis 1.        ­ ­   Einleitung  2 1.1.        Hinführung zum Thema  2 1.2.        Differenzierung des Themas  2 1.3.        Zielsetzung der Arbeit 2 1.4.        Überblick über den Aufbau der Arbeit 2 1.5.        Schwierigkeiten bei der Bearbeitung der Aufgabe  3 2.        ­ ­   Was ist Musik  4 2.1.        Welche Bedeutung hat Musik auf sozialer Ebene  7 2.2.        Welche Bedeutung hat Musik für den einzelnen Menschen  9 3.        ­ ­   Vom Ohr zum Gehirn  10 3.1.        Verarbeitung von Musik im Gehirn  12 3.2.        Die Elektroenzephal­ogr­afie: Allgemeine Durchführung  12 3.3.        Aufbau des Gehirns  15 3.3.1.    Untersuchung der Gehirnaktivität bei auditiven Einflüssen  15 3.3.2.    Untersuchung der Gehirnaktivität bei auditiven und visuellen Einflüssen  17 4.        ­ ­   Befragung zur individuellen Rezeption der Verknüpfung von auditiven und visuellen Reizen  18 4.1.        Aufbau der Befragung  18 4.2.        Ergebnis und Auswertung  19 5.        ­ ­   Quellenangaben: 23 1. Einleitung 1.1. Hinführung zum Thema Jeder Mensch hört Musik oder musiziert selber. Doch was
Tierphysiologie Grundfragen: Wie funktionieren Tiere (Menschen)? Wie sind innere Vorgänge an die Erfordernisse der Umwelt angepasst? Wie sind die Mechanismen in der Evolution entstanden? Konzepte & Geschichte 3 Konzepte: Schmidt-Nielsen­: Sauerstoff ( Atmung, Blut, Kreislauf) Nahrung (Nahrung, Stoffwechsel, Temperatur) Wasser (Osmoregulation­, Exkretion) Bewegung (Muskeln, Bewegung) Integration (Nerven, Hormone, Sinne) Eckert: Prinzipien ( Moleküle, Membranen, Transport) Prozesse (Botenstoffe, Nerven, Muskeln, Verhalten) Integration (Herz& Kreislauf, Gas, Ionen, Ernährung, Energie) Penzlin: Energetik (Thermodynamik, Biokatalyse, Membran) Kommunikation (Hormone, Nervenzelle) Stoff & Energiestrom (Ernährung, Atmung, Exkretion, Ionen, Abwehr) Informationsstr­om: ( Sinne, Muskeln, Verhalten) Wir bedienen uns einer Mischform (vegetative /animalische Tphy.): Räumliche und zeitliche Grenzen von Methoden (von Millisekunde bis Stunden/Tage) Verhalten -> System & Bahnen -> Zentrale & lokale Kreise -> Neuronen -> Mikroneuronen -> Synapsen -> Membran & Moleküle Griechen Philosophen Beschreiben Gehirn & Seele -> 15/16 Nervensystem u. Gehirn unabhängiger Mechanismus von Seele -> 17/18 elek. NS -> 19 chem. Synapsen -> 1960 Neurointeraktio­nen -> 70 DNA/Protein -> 80 Computer/neue Modelle NS und Funktion ( Vision/Sprache/­Eri­nnerung/­Logik) 1. Atmung A Vegetative

Universität Leipzig - Philologische Fakultät


Hausarbeit

Die Kontroverse der Geschlechter im 18. Jahrhundert
oder Autorinnen mit starken Überzeugungen

Seminar: Ob die Weiber Menschen sind


Inhaltsverzeichnis

1.      Einleitung

2.      Ob Frauen Menschen sind?

         Die Stellung der Frau im 18. Jahrhundert in Deutschland        

3.      Philosophische Grundlagen zur Stellung der Frau zu dieser Zeit                      

4.      Frauen zwischen Vormundschaft, Anpassung und Selbstverwirklichung

5.      Die Einführung der  Allgemeinen Schulpflicht in Deutschland 1919, für wen?

6.      Die unterschiedlichen Bilder von Frauen des Adelsgeschlechts 

7.      Die gesellschaftliche Norm contra Eigenständigkeit der Frau

8.      Schreibende Frauen als Saloniéren mit neuen literarischen Profilen

9.      Sophie La Roche, eine deutsche Symbolfigur der schreibenden und reisenden

         Frauen in Deutschland ab dem 18. Jahrhundert

10.     Der Blickwinkel der Männerwelt auf reisende Frauen

11.     Reisende Frauen außerhalb Deutschlands

12      Schlussbetrachtung

           Literaturnachweise

         


1.    Einleitung

Schaut man in die Vergangenheit, so erweckt es den Eindruck, als würde die Gesellschaft keine bewanderten, scharfsinnigen, kreativen, lebensklugen, gelehrten und wie all diese positiven Attribute heißen mögen, hervorgebracht haben.

Oberflächlich könnte man behaupten, Frauen haben sich nicht veranlasst gesehen, danach zu streben. War dem denn so? Wo waren die Ansatzpunkte und die gesellschaftliche Hindernisse, dass Frauen überhaupt an die Öffentlichkeit treten konnten? Und, wenn sie die Schwierigkeiten überwunden hatten, womit hätten Frauen die Gesellschaft interessieren können? Diesen Fragen soll in folgenden Abschnitten nachgegangen werden.

Ziel der Hausarbeit ist es, eine Perspektive zu schaffen, die nachvollziehen lässt, welchen Bedingungen die Frauen des 18. Jahrhunderts Herr zu werden bemüht waren.


2.     Ob Frauen Menschen sind?

        Die Stellung der Frau im 18. Jahrhundert in Deutschland

Jeder kennt wenigstens einen der großen Philosophen, Thales, Sokrates, Platon. Wer nennt Sappho, Aspasia von Milet, Hypathia, Hildegard von Bingen oder Mechthild von Magdeburg? Jeder weiß den Namen Christopher Columbus, James Cook oder Alexander von Humboldt  etwas zuzuordnen. Wo sortiert man die Namen Gertrude Bell und Mary Kingsley ein? Bei den Welterforschern? Ja, ist die richtige Antwort.

Schon jetzt und ganz sicher durch eine Reihe von Gegenüberstellungen x-beliebiger Bereiche aus Wissenschaft, Technik, Kunst und des sozialen Lebens, kann die Frage aufkommen: Warum wissen wir so wenig über die Errungenschaften durch Frauen? Warum sind es wenige, die bedeutsam hervortreten? Wollten sie nicht, weil sie andere Interessen hatten?

Hält man sich Platons (*428v.Chr., † 3478v.Chr.) Politeia vor Augen, so wird festgehalten, dass Männer und Frauen gleiche Aufgaben zu erfüllen haben. Damit dies gelingen kann, ist es erforderlich, dass sie eine gleiche geistige und körperliche Erziehung durchlaufen müssen.

Die Frau müsse also dem Manne gleich, in den Krieg ziehen und ihre Kriegsausbildung dafür erhalten. Ihr Einsatz im Krieg werde aber so berücksichtigt sein, dass dieser ihrer Schwäche entspräche.1 „(…) Im Staat daheim und im Kriege draußen müssen die Frauen zusammen mit den Männern jagen wie Hunde (…).“ Obgleich Platon keine frauenfeindliche Grundhaltung hatte, gibt er die Aufgaben für Frau und Mann bekannt.

Er ordnet sie in einem Harmonie-Prinzip ein, welches Schwäche und Stärke ausbalanciert. Frauen schreibt er die Fähigkeiten zu, Tätigkeiten im Herrscherstand ausüben zu können. Alle Möglichkeiten wären dafür einzuräumen, da es nach seinem Verständnis kein Vorhandensein männlicher und weiblicher Tugend gibt, sondern für alle Menschen die gleiche sei.Und doch lassen angesehene griechische Philosophen verlauten, die Frauen seien dem Manne untergeordnet, ärmer an Verstand un.....[read full text]

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Nimmt man sich Die Metaphysik der Sitten von Kant zur Hand, so folgte er in seiner sogenannten Beweisführung einer natürlichen Unterlegenheit der Frau und war sich dessen

bewusst, welchen meinungsbildenden Einfluss er damit ausübte. Damit glaubte man, dass



4   Schleiermacher, Ernst Daniel Aus: Predigten über den christlichen Hausstand. zitiert nach Stopczyk,

     Annegret: Was Philosophen über Frauen denken. München 1980. S.162.

5   Russel, Bertrand: Denker des Abendlandes. Eine Geschichte der Philosophie. Hamburg

     2012. S. 315.


5

es kein Widerspruch im Gleichheitsprinzip ist, welches besagt: "er soll der Herr (er der befehlende, sie der gehorchende Teil) sein.6   Rechtlich wurde dies unterstützt durch das

Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten, welches festhält:" Der Mann ist das Oberhaupt der ehelichen Gesellschaft; und sein Entschluss gibt in gemeinschaftlichen Angelegenheiten den Ausschlag".7


4.    Frauen zwischen Vormundschaft, Anpassung und Selbstverwirklichung


In solch einer Atmosphäre, bezogen auf die Deklassierung der Frau, hatte jene sich ihrem Schicksal zu fügen und sich zu arrangieren.

Den Menschen ist es ein Bedürfnis, die Welt in ihrer denkbaren Ferne zu erforschen, zu verstehen und zu beherrschen. Dabei ergaben sich Entdeckungen und Neuerungen, welche jenseits aller vormaligen Vorstellungen lagen. Erinnert sei an die einst unbekannten Kontinente und Kulturen. Den Entdeckungen im 17. und 18. Jahrhundert der Bereiche Wissenschaft und Technik und dem zu dieser Zeit aufkommenden Wirtschaftsliberalismus.

Überliefert ist, dass ausschließlich Männer solche Expeditionen und Forschungen starteten. Im Rahmen der Lehre und in Vorbereitung auf das geschäftliche und gesellschaftliche Leben, war es jungen Männern vergönnt, diese noch unbekannten Gebiete für Ent.....

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So auch für Johanna Schopenhauer (*1766, †1838). In beeindruckender Weise schreibt sie als gebildete und schreibende Frau nieder, wie sie als Kind ihr Wissen  erlangen konnte und welche Begeisterung Bücher in ihr auslösten. "In einem alten Schranke meines Vaters fand ich eine ziemlich holperige Übersetzung von Rollins römischer Geschichte und unterlag, trotz meiner sehr moralischen Gesinnung, der Versuchung, dem Beispiele des spartanischen Knaben zu folgen und sie mir heimlich zuzueignen.

Sonntags nachmittags und in jeder anderen freien Stunde, . , verbarg ich mich damit in abgelegene Winkel, oft auf dem Boden oben unter dem Dache. . Mit welchem Eifer, mit welchem unbeschreiblichen Interesse habe ich sie gelesen, .".9

Ihre bittere Erfahrung sollte sie machen, als sie ihrem Vater vortrug, eine Malerin werden zu wollen. Ihr Vorbild war die in Italien lebende Malerin Angelika Kaufmann (*1741, †1807). Sie bat daraufhin ihren Vater, er möge sie von Leipzig nach Berlin bringen, damit sie dort eine Lehre an einer Malerschule beginnen kann. "Mein bei aller ihm eigenen Heftigkeit, dennoch gegen Unerfahrenheit und Unverstand seiner Kinder sonst so nachsichtiger Vater, - ich erkannte ihn nicht wieder. .

Alle waren empört, dass ein zu ihrer Familie gehörendes Kind auf den erniedrigenden Gedanken hatte verfallen können, gewissermaßen ein Handwerk treiben zu wollen. Sogar mein Onkel Lehmann, auf den ich doch stets gebaut hatte, nahm sich meiner nicht an, sondern schüttelte nur schweigend den Kopf"".10  Johanna Schopenhauer, ihr Los sollte kein Einzelfall für Frauen allgemein sein.


  9    Schopenhauer, Johanna: Jugendleben und Wanderbild. Danzig 1922, S.73.

10    [ebenda] S. 107.


7

5.     Die Einführung der  Allgemeinen Schulpflicht in Deutschland 1919, für wen?


Im deutschen Sprachraum wurde zu unterschiedlichen Zeiten eine Allgemeine Schulpflicht eingeführt. 1592 führte das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, 1642 Sachsen-Gotha, 1647 Braunschweig-enbüttel, 1649 Württemberg, 1717 Preußen und schließlich 1835 Sachsen, die Allgemeine Schulpflicht ein.

Die Weimarer Verfassung hatte 1919 für ganz Deutschland die Allgemeine Schulpflicht festgehalten. Es formte sich daraus ein Bildungssystem, welches grundsätzlich für Knaben vorgesehen war. Für Mädchen war die vorgesehene Ausbildung eine Angelegenheit des privaten Bereiches und wurde organisiert durch die Mütter, nahestehende weibliche Verwandte oder  Pastorenehefrauen.

Die zu vermittelnden Fähigkeiten und Fertigkeiten bezogen sich auf Handarbeiten. Dabei wurden in Übungsstunden Mustertücher mit Buchstaben und Zahlen gestickt, welche nicht als bloße Schreibübungen zu deuten waren, sondern der Beweis dafür sein sollte, ob die jungen und heiratsfähigen Frauen eine W.....

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Briefeschreiben hatte den Nutzen, einen Kontakt zu Familienmitgliedern, Freunden und Vertretern der Gesellschaft, aufrecht zu halten. So waren die Briefe jene Möglichkeit, in welcher Ansichten, Befindlichkeiten und Denkweisen übertragen werden konnten. Somit war es den Gattinnen durch das Medium Brief möglich, beispielsweise ihrem Gatten ihre innige Zuneigung zu bestätigen, ihn herbeizusehnen, ihn gegenwärtig zu machen, ihn gesund zu wähnen, gerade dann, wenn Territorien vom Krieg heimgesucht waren.12



6.     Die unterschiedlichen Bilder von Frauen des Adelsgeschlechts


Vorab war erwähnt worden, dass sich Gruppierungen von Adeligen und Frauen des gehobenen Bürgertums ergeben haben. Adlige Frauen umfassten Landadlige und die Frau am Hof. Nicht unerwähnt soll jene Gruppe von Frauen sein, die der sozialen Unterschicht angehörten.

Wenn für Frauen des gehobenen Bürgerstandes im 18. Jahrhundert das Lesen und Schreiben ohnehin auf Monogrammstickereien beschränkt gewesen war, darf die Vorstellung, dass Frauen der sozialen Unter- und Mittelschicht das Lesen und Schreiben ausübten, als beinahe absurd bezeichnet werden. Erst mit dem Aufstieg des Bildungsbürgertums, einer verbesserten Mädchenbildung, den allgemeinen ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen bezüglich der Produktions- und Publikationsbedingungen, konnten Autorinnen aus der Mittelschicht zum Ende des 19.

Jahrhunderts heraustreten. Kurz genannt werden: Marie Nathusius, Isolde Kurz,


12   J. C. Gottsched: Briefwechsel unter Einschluss des Briefwechsels von L. A. V. Gottsched. Band 3: 1734--

       1735. Hrsg. und bearb. von D. Döring, R. Otto und M. Schlott unter Mitarbe.....

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kleidet, und damit in den Vorraths-Kammern, bald in Küche und Keller herumstreichet, und darinnen alle ihre Verrichtungen mit einem edlen Muth und anständigen Wesen verrichentet".13  

Demgegenüber stand das höfische Ideal, wie eine Frau zu sein hatte. Die Etikette, das Zur-Schau-Stellen der Besitztümer, geistreiche Konversationen, den Gestus, dies repräsentieren zu Können erforderte dementsprechende Kenntnisse. Nebst solchen Auflagen, gab es Intrigen, Rangstreitigkeiten, Affären, die zusätzliche Herausforderungen darstellten, weil es Emotionalitäten zu unterdrücken galt.

Es standen sich die praktischen Fähigkeiten der Landadligen und die psychisch-geistigen Fähigkeiten der Frau am Hof gegenüber. Von Frauen des Hofes war erwartet worden, dass sie über Geist und Bildung verfügten.

Je besser sie ihr Handwerk beherrschten, desto höher war ihr Prestige am Hof. Solch eine Lebensform strebte das wohlhabende Bürgertum an, denn es stellte das Einflussvermögen und die finanzielle Situation zur Schau. Insofern liegt auch begründet, warum junge Mädchen des niederen Adels (Landadel) und der wohlhabenden Familien des Bürgertums durch die Elternhäuser gezielt geschult wurden.

Natürlich war die Beschulung der jungen Mädchen daran geknüpft, dass sie künftig eine geistreiche Konversation führen können. Damit sollten sie auch der geistreiche Gegenpol

der Gatten werden. Aber in keinem Fall war die Absicht einer Beschulung, dass sie


13  Leon, Johann Michael von: Der Adel. Ulm 1752. S.135-136.


10

zukünftig vor die Gesellschaft treten und ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Gedanken nach

außen offenbaren. Ihre Kenntnisse und das damit verbundene Prestige, waren für die eigenen vier Wände bestimmt und nicht für ein Zur-Schau-Stellen vor der Öffentlichkeit.


7.    Die gesellschaftliche Norm contra Eigenständigkeit der Frau


Als vollkommen unmöglich zu denken galt, dass Frauen mit Ihren Fähigkeiten eine beruflich eigenständige Karriere haben sollten und könnten. Dagegen sprach das Allgemeine Landrecht Preußischer Staaten in einem §195. "Wider den Willen des Mannes darf sie für sich selbst kein besonderes Gewerbe treiben".14

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14  Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten, Zweiter Teil, Erster Titel Von der Ehe, 4. Abschnitt,                                         

      Von den Rechten und Pflichten der Eheleute, in Bezug auf ihre Personen, §195, 01.06.1794.


11

8.     Schreibende Frauen als Saloniéren mit neuen literarischen Profilen


Im Zuge der Aufklärung wurden durch Theoretiker und Mediziner Attribute von Frauen und Männer festgelegt. Dabei erhält die Frau die Wesenseigenschaften passiv, emotional und duldend zu sein.

Ihr Aufgabenbereich wäre daraus schlussfolgernd, den Haushalt zu bewirtschaften, sich der Kindererziehung zu widmen und ihre Fürsorge dem Gatten bereitzustellen. Der Mann sei aktiv, rational und mit Durchsetzungsvermögen. Daraus resultieren seine Aufgabengebiete in Politik, Wissenschaft und allgemeinem Erwerbsleben. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war das bürgerliche Frauenbild von Moralischen Wochenschriften beeinflusst und zielte auf die Umsetzung eines Ideals, der "vernünftigen Frau", ab.

Zur Jahrhundertmitte wechselte das Frauenbild. Das folgende Idealbild einer Frau war: die Empfindsame, die Tugendhafte sowie die Passive zu sein. Ihre Bestimmung war die Unterordnung unter den Mann und ihre religiös begründete Minderwertigkeit.

Frauen waren lange Zeit davon betroffen, nicht schreiben zu können. Mit dem einsetzenden Trend, sich  eine gebildete Frau (sich) zu formen, wurde schreiben für sie möglich.

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