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Wie geht Kinder und Jugendliteratur mit Angst um?

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German studies

University, School

PH Ludwigsburg

Grade, Teacher, Year

2012, Note 2

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Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz Kinder- und Jugendliteratur Christine Nöstlinger Inhaltsverzeich­nis 1. Definition 1.1. Literatur 1.2. Kinder- und Jugendliteratur 2. Person – Christine Nöstlinger 2.1. Didaktische Ansätze – Vorstellen eines Autors / einer Autorin 2.1.1. Interview 3. Literatur von Christine Nöstlinger 3.1. Die feuerrote Friederike 3.1.1. Inhalt 3.1.2. Hintergrund 3.1.3. Eigene Meinung 3.2. Didaktische Ansätze 3.2.1. Lesedidaktik 3.2.2. Sprechen 3.2.3. Verfassen von Texten 4. Interview mit Christine Nöstlinger 1. Definition 1.1. Literatur Unter Literatur (lat. Buchstabe, Sprachkunst, Grammatik) im Allgemeinen, versteht man die Summe aller schriftlichen  Aufzeichnungen. An und für sich wird dieser Begriff aber nur für geistesgeschich­tli­ch bedeutende oder stilistisch hochstehende Schriftwerke verwendet. Weiters unterscheidet man zwischen: · hoher Literatur      ­   ­        ­         z.B. Bacchus von Franz Schubert · schöner Literatur      ­   ­        ­     Dramen, Romane und Gedichte · schöngeistiger Literatur          Dramen, Romane und Gedichte · Unterhaltungsli­ter­atur             z.B. Erotikromane, Rätselromane (Agatha Christie) · Trivialliteratu­r  ­        ­             „Kitsch-„ bzw. „Schundliteratu­r“ (Themen: Liebe, Tod,             Krieg,.) · Gebrauchslitera­tur­        ­          
Der Umgang mit Vergewaltigung in Kinder- und Jugendliteratur anhand des Beispiels „Kurzer Rock“ von Christina Wahldén Inhaltsverzeich­nis 1. Einleitung 2. Das Literaturbeispi­el „Kurzer Rock“ von Christina Wahlden 3. Umgang mit Vergewaltigung in dem Buch 4. Zum Umgang mit den Lesererfahrunge­n 5. Schlussbemerkun­g 1. Einleitung in das Thema Meine Seminarfacharbe­it beschäftigt sich im Folgenden mit dem Thema „Der Umgang mit Vergewaltigung in Kinder- und Jugendliteratur­“­. Vergewaltigung ist ein schwieriges und oftmals gemiedenes Thema, wenn es darum geht es Kindern und Jugendlichen näher zubringen. Jedoch möchte ich in dieser Arbeit auf die Literatur eingehen, welche einen ausdrucksstarke­n Einblick bietet. Dazu werde ich mich dem Buch „Kurzer Rock“ von Christina Wahldén widmen, welches von einem Mädchen erzählt, das von zwei Schulkameraden vergewaltigt wurde. Das Buch ist für Jugendliche ab 14 Jahren geschrieben und eignet sich somit für mein Thema. Des Weiteren ist die Autorin, Christina Wahldén, Kriminalreporte­rin und setzt sich überwiegend mit Gewaltverbreche­n an Frauen und Kindern auseinander. Im Allgemeinen ist die Auswahl an Büchern die eine solche Grenzerfahrung behandeln rar. Der Beruf der Autorin hat mich bei der Wahl des Buches sehr positiv beeinflusst, da sich Christina Wahldén als Kriminalreporte­rin somit auch außerhalb des Schreibens

011 Inhaltsverzeichnis 2

Wie geht Kinder- und Jugendliteratur mit dem Thema Angst um?
Erläutert am Beispiel der Angst vor dem Tod und dessen Darstellung in der neueren Kinderliteratur

Wissenschaftliche Hausarbeit zum Seminar

Literatur und Medien für Kinder und Jugendliche

Inhaltsverzeichnis


1Einleitung

Kinder und Jugendliche sind mit einer Vielzahl von Ängsten konfrontiert, wobei die größte Angst sicherlich diejenige vor Verlust und Tod ist. Heutzutage ist jedoch die Tendenz zu beobachten, dass Ängste geradezu aus dem Leben ausgegrenzt werden.1 Laut Hinderer und Kroth sind viele Erwachsene der Ansicht, „dass sie [die Kinder] noch zu klein oder vielleicht auch zu „unschuldig“ sind und dass sie von solchen schweren Themen [Themen, die Ängste hervorrufen] verschont bleiben sollen – frei nach dem Motto: „Das Leben ist später noch hart genug““.2

Dennoch kann kein Erwachsener verhindern, dass Kinder und Jugendliche sich mit Ängsten verschiedener Art auseinandersetzen. In der Tat sind Ängste lebensnotwendige Reaktionen, denn sie dienen als Schutzmechanismus.3 Aufgabe der Erwachsenen und somit auch des Schulunterrichts sollte es deshalb sein, die Kinder und Jugendlichen bei ihrer Konfrontation mit Ängsten konstruktiv zu unterstützen.

Denn Tatsache ist, dass sich die kindlichen Ängste vor dem Tod nur wenig von dem der Erwachsenen unterscheiden.4 Damit Kinder aber konstruktiv mit der Angst vor Tod und Verlust umgehen lernen, ist es notwendig, dass ihnen Erwachsene zur Seite stehen, die ihre Fragen offen, kindgerecht und unbeschönigt beantworten. Dies sollte auch von pädagogischen Lehrkräften im Rahmen des Grundschulunterrichts geleistet werden.

Deshalb soll es in dieser Arbeit um die Frage gehen, wie insbesondere die neuere Kinderliteratur mit der Angst vor dem Tod umgeht und wie diese Literatur innerhalb des Schulunterrichts didaktisch eingesetzt werden kann. Diese Frage soll deshalb exemplarisch am Beispiel der Angst vor dem Tod und dem Verlust erläutert werden.

Denn Kinder machen sich bereits früh ernsthafte Gedanken um den Tod und versuchen, Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. In der Tat werden Kinder und Jugendliche heutzutage schon früh, durch die Medien und die Gesellschaft, mit Themen wie Tod und Trauer konfrontiert.

Von der Seite der Erwachsenen her werden Kinder meist unterschätzt, wenn sie der Ansicht sind, dass sie den Tod noch nicht verstehen können und daher eine eher unkonkrete Angst vor dem Tod haben. Tatsächlich jedoch trauern Kinder ähnlich wie Erwachsene. Jedoch ist es den Kindern leichter möglich, sich dem „normalen“ Leben wieder zuzuwenden.


Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht deshalb die Analyse der Kinderbücher „Abschied von Rune“ von Wenche Øyen und Marit Kaldhol5 sowie das Buch „Hat Opa einen Anzug an?“ von Amelie Fried und Jacky Gleich.6 Diese Bücher erscheinen für eine Untersuchung des Themas „Umgang mit Angst vor dem Tod im neueren Kinderbuch“ geeignet, zumal sie den Tod und die Trauer kindgerecht und realitätsnah darstellen.

Des Weiteren eignen sich diese Bücher gut, um Kindern im Grundschulalter mit diesen T.....[read full text]

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Zunächst ist auch wichtig zu erwähnen, dass der kindliche Trauerprozess nicht linear verläuft. Im Gegensatz zu Erwachsenen leben Kinder ihre Trauer spontan aus und sind in der Lage ihre Trauer zeitweise auszublenden. So können sie sich auch in ihrer Trauerphase immer wieder dem gewöhnlichen Alltagsleben zuwenden. Mit anderen Worten, da die Kinder noch in einer ganzheitlichen und gefühlsorientierten Welt leben, können sie ihre Ängste und Trauer „abschalten“ und am Leben teilnehmen.11


Kinder werden jedoch häufig von ihren Ängsten überwältigt und befinden sich dann in einem Gefühlschaos. Aus diesem Grund folgt auch der kindliche Trauerprozess keinem bestimmten Muster. Dennoch kann man sagen, dass am Beginn eines kindlichen Trauerprozesses meist die Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens und des Verdrängens steht.

Somit stellt Verdrängung ein Mechanismus bzw. eine Bewältigungsstrategie dar, wie Kinder mit ihrer Angst umgehen.12 Das Verdrängen kann deshalb auch als ein Schutzmechanismus verstanden werden, da das Kind sonst von seinen Ängsten überwältigt werden würde. Die verdrängende Haltung des Kindes dient als Aufschub sich mit dem Geschehen und somit auch mit der Angst auseinandersetzen zu müssen.

Diese Abwehr löst sich jedoch mit der Zeit auf. Ein weiterer Schutzmechanismus im Angesicht der Verlustangst ist das Auftreten von Wut und Zorn ob des Todes eines nahe stehenden Menschen.13

Im Laufe des Trauerprozesses und der Verarbeitung der Verlustängste werden Kinder auch häufig von Schuldgefühlen heimgesucht. Denn es ist oftmals der Fall, dass sie sich einen Teil der Schuld am Tod eines Menschen geben.14 Kinder, die einen Verlust erfahren haben, reagieren darauf meist mit Ängstlichkeit. Dies geschieht vor allem, wenn ihre Gefühle und Ängste unausgesprochen bleiben und die Erwachsenen ihnen ausweichen.

3Darstellung der Angst vor dem Tod in der Kinderliteratur

3.1Darstellung des Todes

Es ist zu beobachten, dass sich in der Kinderliteratur der früheren Jahrhunderte bis heute eine vollkommen andere Umgangsweise mit dem Thema der Ängste und insbesondere der Verlustangst findet. In Bezug auf die Darstellung und den Umgang mit dem Tod kann man sagen, dass diese in der Kinderliteratur der früheren Jahrhunderte zumeist verfälscht dargestellt, indem die Todeswirklichkeit nicht realistisch aufgegriffen wurde.

Vielmehr erschien der Tod in Wahngeschichten. Denn er trat meist als Folge von ungehörigem Verhalten ein.15 Dies sollte eine erzieherische Wirkung ausüben und die Kinder dazu anhalten, sich wünschenswert zu verhalten. Tatsächlich leistet eine solche Darstellung der kindlichen Ängste und Unsicherhe.....

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Sie dienen nämlich als Gesprächsanlass und unterstützen das Kind, seine Gefühle und Ängste auszudrücken.

Zu betonen ist, dass vor allem das Medium des Bilderbuchs ein Identifikations- sowie auch ein Distanzangebot beinhaltet. Dies ermöglicht dem kindlichen Leser, sich einerseits mit den Ängsten des Protagonisten zu identifizieren, aber andererseits auch, sich von ihm zu distanzieren. Somit kann man sagen, dass Kinder durch Bilderbücher ihre eigenen Gefühle und Ängste in anderen Figuren erleben können und auf diese Weise eine Sprache für ihre eigenen Regungen finden.19

Auch die zu behandelnden Kinderbücher „Abschied von Rune“ und „Hat Opa einen Anzug an?“ sind Bilderbücher und ermöglichen dem kindlichen Leser sich mit den Protagonisten zu identifizieren und zu vergleichen. Das Kind kann zusammen mit den Protagonisten trauern, Ängste bestehen und getröstet werden. Durch die Identifikation mit den Protagonisten wird sich das Kind seiner eigenen Gefühle und Ängste bewusst und lernt, diese zu verstehen und mit ihnen umzugehen.

4Didaktische Vorüberlegungen

Grundsätzlich ist es notwendig, die thematischen Inhalte des Unterrichts mit der Lebenswelt der Kinder zu verknüpfen. Jedoch sollte in diesem Zusammenhang ein aktuelles Todesereignis nur in Ausnahmefällen den Ansatzpunkt für den Einstieg in eine Unterrichtseinheit zum Thema Umgang mit Angst vor Tod und Verlust bilden.

Ein zeitlicher Abstand zu einer Verlusterfahrung und den damit verbundenen Ängsten ist generell notwendig, um mit den Kindern ruhig und sachlich über ihre Ängste sprechen zu können.

Ein aktuelles Todesereignis bedarf einer besonderen Zugangsweise. In diesem Fall muss es zunächst darum gehen, das Kind seelsorgerisch zu begleiten und seine Angst und Trauer über den Verlust auch in der Klasse zur Sprache zu bringen. Dem Kind soll das Gefühl vermittelt werden, von der Klasse unterstützt zu werden. Der Lehrer sollte dem Kind die Möglichkeit geben, mit ihm alleine sprechen zu können, ihm aber ebenso Distanzierungs.....

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Der Leser wird aber mit Saras Reaktion, Ängsten und Gefühlen konfrontiert, als sie den leblosen Körper ihres Freundes entdeckt, der „zwischen den großen Steinen (…) liegt (…) mit dem Gesicht im Wasser“ (S. 9).20 Das dazugehörige Bild auf dieser Seite veranschaulicht das traumatische Geschehen. Sara reagiert geschockt, als Rune nicht auf ihr Rufen antwortet und sich nicht bewegt.

Diese Gefühle veranschaulicht das Bild auf Seite 10, da hier Saras Gesicht sowie ihr Ausdruck fokussiert werden. Sara versteht, dass etwas Schreckliches geschehen ist. Sie wendet sich an ihre Mutter, um Aufklärung über Runes Zustand zu erhalten. Die Mutter versucht ihr daraufhin die Umstände von Runes Tod kindgerecht und ehrlich zu erklären (S. 13).

Der Beginn von Saras Trauerprozess zeigt sich zunächst daran, dass sie Runes Tod nicht wahrhaben möchte und ihn verdrängt. Auf diese Weise versucht sie, ihre Angst vor der neuen Situation zu bewältigen. Sie ist noch nicht bereit zu akzeptieren, dass Rune nicht mehr lebt. Ihre Ungläubigkeit zeigt sich beispielsweise in ihrer Frage an die Mutter: „Sehe ich ihn wirklich nie, nie mehr wieder?“ (S. 13).

Ihre Mutter begegnet ihr daraufhin mit der ehrlichen Antwort, dass sie Rune nicht wieder sehen wird (ebd.). Dennoch spendet die Mutter Sara wesentlichen Trost und Zuversicht in ihrer Trauer um Rune, womit sie ihr auch die Verlustangst zu nehmen versucht. Denn sie bestärkt Sara in der Ansicht, dass Rune in ihren Gedanken und in ihrem Herzen weiterleben wird. So ist Rune „trotzdem nicht ganz fort“, „denn wenn wir an ihn denken, können wir ihn ja in uns drin sehen“ (S. 13).

Sara gelingt es, sich glücklich an Rune zu erinnern und „[s]ie sieht, dass er lächelt und er ist genauso wie früher“ (S. 13).

Obwohl Sara Rune in guter Erinnerung behält, ist es ihr nicht möglich, der Realität vollständig ins Auge zu sehen. Sie zeigt stattdessen die typische kindliche Trauerreaktion sich in eine Traumwelt zu flüchten, um den eigenen Ängsten und Unsicherheiten zu entkommen. Als sie beispielsweise die Trauerfeier nicht mehr aushält, „mac.....

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Saras Trauerprozess ist durchaus realistisch geschildert und entspricht im Ganzen dem typischen kindlichen Trauerverhalten. Zunächst will sie den Tod ihres Freundes nicht wahrhaben, doch sie beginnt sich zunehmend emotional von ihm zu trennen, indem sie ihn in ihren Gedanken und in ihrer Erinnerung leben lässt. Ihr Gefühlsausbruch und der Rückschlag, den sie an Runes Grab erleidet, zeigen bereits, dass sie sich von Rune gefühlsmäßig trennt.

Schließlich akzeptiert Sara den Tod ihres Freundes und kann sich glücklich an ihn erinnern.


Es ist jedoch auffällig, dass Sara offenbar keine Schuldgefühle an Runes Tod plagen. Es ist häufig der Fall, dass Kinder sich die Schuld an dem Tod einer Person geben oder sich zumindest teilweise an dem Tod schuldig fühlen. Sara hätte sich vorwerfen können, den Tod Runes mitverursacht zu haben, da sie ihn allein gelassen hat, um Handschuhe von zu Hause zu holen.

Des Weiteren fällt es auf, dass sie die Möglichkeit des Sterbens nie auf ihre eigene Existenz oder die eines nahe stehenden Menschen bezieht. Diese Möglichkeit bleibt gänzlich ausgeklammert und findet somit keine Erwähnung. Es ist normalerweise der Fall, dass Kinder den Tod auch auf sich selbst und auf Personen aus ihrem Umfeld beziehen.21

5.2„Hat Opa einen Anzug an?“ von Amelie Fried und Jacky Gleich

Im Gegensatz zu „Abschied von Rune“ erlebt der junge Bruno nicht den Tod eines gleichaltrigen Spielkameraden, sondern den Tod seines Großvaters. Auf diese Weise wird hier der Tod eines älteren Menschen gewählt und das Sterben in den traditionellen Familienkontext gerückt. Der kindliche Protagonist wird jedoch auch in diesem Zusammenhang mit Ängsten vor Verlust eines geliebten Menschen konfrontiert. Ähnlich wie auch Sara reagiert Bruno auf den Tod seines Großvaters zunächst mit typischen Kinderfragen, um sich Aufschluss über den Zustand seines Großvaters zu verschaffen.

So versteht Bruno zunächst die Worte nicht, was es mit „Opa ist von uns gegangen“ (S.1)22 auf sich hat. Er glaubt, dass der Großvater schläft und erhält keine Aufklärung von Seiten der Erwachsenen. Man könnte jedoch zunächst auch anmerken, dass der Junge sich seines Verlustes noch nicht bewusst ist, sondern diese Bewusstheit erst im Laufe des .....

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Erst durch seinen Kameraden Xaver, der für Bruno jedoch eine unsichere Quelle darstellt, da er ihn schon einmal angeschwindelt hat, erfährt Bruno, dass der Großvater nicht mehr aufwachen wird. Auf diese Weise verängstigt Xaver seinen Freund durch seine Aussage. Bruno ist daraufhin nämlich verunsichert und verwirrt, da er nicht weiß, ob der Xaver in diesem Fall Glauben schenken oder ihm misstrauen soll (S. 7).

Auch die Mutter erweist sich nicht als sehr hilfreich für Brunos Begreifen und der Beschwichtigung seiner Ängste. Sie vertröstet ihn nämlich mit den Worten, dass er den Tod noch nicht verstehen kann und gibt ihm nur widerstrebend Antworten auf seine Fragen (S. 14).

Ähnlich wie bei Sara, zeigen sich auch bei Bruno der typische kindliche Trauerprozess und die damit verbundene Angst vor einem Verlust. Auch er reagiert in einer frühen Phase seiner Trauer mit Wut und Zorn ob des Todes seines geliebten Großvaters. Bruno versteht nicht, weshalb der Großvater ihn allein lassen konnte, da er ihm doch versprochen hatte, das Angeln beizubringen (S. 19).

Brunos Angst zeigt sich hier also primär in seiner Unsicherheit, die Situation richtig einschätzen zu können. Diese kindliche Wut ist als Zeichen dafür anzusehen, dass Bruno den Tod seines Großvaters noch nicht wahrhaben will und ihn deshalb verdrängt.

Auf diese Phase des „Nicht-Wahrhaben-Wollens“ erfolgt wie auch bei Sara eine stille Trauerphase, in der die Ängste vor dem Tod verarbeitet zu werden scheinen. Bei Bruno klingt die Trauer innerhalb eines Jahres weitgehend ab und er erfährt offenbar auch keinen Rückschlag. Im Gegensatz zu Sara scheint Bruno innerhalb eines Jahres die Trauer um den Tod seines Großvaters überwunden zu haben.

Dies wird auch daran sichtbar, dass die Trauer auch in seinem Umfeld abnimmt und das Leben weitergeht. Schließlich bekommt seine Tante Mizzi ein Kind und es wird angedeutet, dass sich damit der Kreis des Lebens geschlossen hat (S. 27). Denn die Familie erhält ein neues Familienmitglied für das von ihnen gegangene Mitglied. Auf diese Weise wird die Angst vor dem Tod und im Allgemeinen die Verlustangst beschwichtigt, denn es wird gezeigt, dass es stets einen „Ersatz“ oder zumindest einen Ausglei.....

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