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Werkbesprechung: Krambambuli von Ebner-Eschenbach

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German studies

University, School

Universität Wien - Alma Mater Rudolphina

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Marie von Ebner-Eschenbac­h Das Gemeindekind Personen · Martin Holub­ Trunkenbold; Wegen Totschlag des Pfarrers erhängt · Barbara Holub­ Martins Frau; Schuldig Totschlag des Pfarrers à Kerker · Pavel ­ Sohn von Martin; Wird nirgends aufgenommen, Lebt beim Gemeindehirten · Milanda­ (Schwester von Pavel)Lebt bei der Gutsfrau · Virigl (Gemeindehirt)&­shy Trunkenbold; Nimmt Pavel auf · Virgilova (Frau von Virgil) Böse und Heimtückisch · Vinska­ (Tochter des Gemeindehirts)H­übs­ch · Peter­ ( Sohn des Bürgermeisters)­…
Identität: Analytischer Teil „Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.“ Dieser Satz, verfasst von Marie von Ebner-Eschenbac­h, soll in erster Linie zum Denken über sich selbst anregen. Er sagt vor allem aus, dass allein der Glaube an sich selbst viel bewirken kann. Jedoch muss man auch ein Ziel vor Augen haben, welches einen immer wieder daran erinnert, was man erreichen will. Dieser Spruch handelt von dem Glauben, welcher möglicherweise einige Menschen nicht besitzen: Nämlich…

Werkbesprechung

 „Krambambuli“ (1883) von Marie von Ebner-Eschenbach:


1.)      Autor und Epoche

2.)      Entstehung des Werkes

3.)      Quelle / Inspiration

4.)      Inhalt

5.)      Charakteristik

6.)      Aufbau

7.)      Sprache

8.)      Aktualität

9.)      Intention des Autors

(1.)

Marie von Ebner-Eschenbach wurde am 13. September 1830 bei Kremsier in Mähren geboren (gestorben 1916). Nach dem frühen Tod ihrer Mutter, wurde sie von ihrer ersten Stiefmutter, der später eine zweite folgte, aufgezogen; zu beiden hatte sie eine innige Beziehung. Ebner-Eschenbach heiratete später ihren Cousin, der ebenso hochgebildet war wie sie und sie in ihrem Schriftstellerdrang unterstützte.

Nach dem Umzug nach Wien, absolvierte sie eine Uhr-macherausbildung, wandte sich aber später wieder ganz der Literatur zu. Als die Erfolge als Dramatikerin ausblieben, begann sie Romane, Erzählungen und Novellen zu verfassen, womit sie besonders erfolgreich war und bis heute als eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts gilt. Zu ihren wichtigsten Werken zählen „Božena“, „Aphorismen“, „Dorf- und Schlossgeschichten“, sowie ihre späteren Werke „Ohne Liebe“ und „Am Ende“.

Sie gilt als eine der Wegbereiterinnen des Naturalismus und schrieb im Spätrealismus, der in Öster-reich die Rolle des Naturalismus übernahm.

(2.)

Die Erzählung „Krambambuli“ – unter Ebner-Eschenbachs Erzählungen womöglich die bekannteste – wurde 1883 im Rahmen der Textsammlung „Dorf- und Schlossgeschichten“ publiziert.

(3.)

Marie von Ebner-Eschenbach nahm sich vermutlich eine wahre Begebenheit zur Vorlage für ihre Erzählung „Krambambuli“. Ihr Bruder nämlich rettete einem Hund das Leben, da ein Zigeuner – dessen Herr – diesen totschlagen oder zumindest misshandeln wollte. Der Hund konnte ihn allerdings nicht als Herr akzeptieren; als sich einmal jener Zigeuner wieder in der Stadt aufhielt und er ihn roch, lief er davon.

Dies und persönliche Gründe veranlasste Ebner-Eschenbach wahrscheinlich dazu, diese Geschichte niederzuschreiben. Persönliche Gründe deshalb, weil sie durch den Verlust ihrer Mutter und ihrer ersten Stiefmutter die Bedeutung von Treue – womit sich die Erzählung hauptsächlich beschäftigt – einzuschätzen weiß („Die Treue ist etwas so Heiliges, dass sie sogar einem unrechtmäßigen Verhältnisse verleiht.“)

(4.)

Die Erzählung könnte man in vier Abschnitte gliedern. Zuerst wird man in einer Einleitung über den Gegenstand der Geschichte aufgeklärt, ohne dass Ebner-Eschenbach jedoch zu viel verrät. Der Einstieg geschieht somit relativ einleitend mit einer zunächst scheinbar allge-meinen Aussage darüber, wie es sich mit der Liebe verhält; ein paar Zeilen weiter stellt sich heraus, dass dies die Meinung des Revierjägers Hopp ist, der damit sogleich in d.....[read full text]

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Wutentbrannt erschießt Hopp darauf seinen Konkurrenten, dessen Schuss Hopp nur deswegen verfehlt, weil Krambambuli an ihm hoch springt. Mit dem Hund hat Hopp Erbarmen („Wer könnte ein Geschöpf niederknallen, das einen so ansieht?“), der nach dem Tod seines ersten Herrn ein Vagabundenleben führt und schließlich an Hopps Treppenschwelle („den Kopf an die Schwelle gepresst, die zu überschreiten er nicht mehr gewagt hatte.“) verendet.

(5.)

Die bedeutendsten Hauptdarsteller dieser Erzählung sind mit Sicherheit Krambambuli und Hopp, da sich alles um die Beziehung zwischen ihnen dreht; sie sind somit als Protagonisten zu bezeichnen. Auch der „Gelbe“ hat eine relativ wichtige Stellung, da er der erste Herr Krambambulis ist und er unter anderem den Ausgang der Geschichte (mit)bestimmt.

Äußerlich wird Krambambuli ziemlich genau und in lebendiger Sprache beschrieben; so wird zum Beispiel ein Vergleich zwischen dem weißen Strich auf Krambambulis Stirn und Nadeln an einem Tannenreis gezogen, welcher in einer oberflächlichen Beschreibung sicherlich wenig Platz gefunden hätte. Im Großen und Ganzen wird der Hund zwar als verwahrlost, aber dennoch makellos beschrieben.

Zu Krambambulis Wesen kann man sagen, dass er mit Sicherheit ein ziemlich intelligenter Hund sein muss (und wenn dies nicht zutreffen sollte, dann verbindet ihn zumindest etwas Besonderes zu Hopp), da davon die Rede ist, dass sein Herr täglich mit ihm Unterredungen führt („´Dem fehlt nur die Sprache´, heißt es von anderen intelligenten Hunden – dem Krambambuli .....

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Weiters erkennt Hopp Krambambulis wahre Schönheit (diese Erkenntnis bleibt dem ersten Herrn wohl wegen des Alkohols verwehrt), bewundert ihn, weiß ihn zu schätzen, ist ihm genauso treu, wie der Hund es selbst ist, respektiert ihn als jemand Gleichwertiges und unterdrückt ihn nicht. Er scheint auch viel Vertrauen in die Beständigkeit der Beziehung zwischen seinem Hund und ihm selbst zu haben, da er ihn auf die Probe stellt und sich keine Sorgen macht, dass er ihn bald wieder bei sich hat.

Als sich Krambambuli in der Schlüsselszene des Werks für den „Gelben“ entscheidet, wird Hopp offensichtlich sehr enttäuscht und verletzt, so sehr, dass er sich von ihm abwendet und ihn sogar erschießen möchte. Hopp fordert also von Krambambuli, auch wenn dies nicht direkt ausgesprochen wird, absolute Treue, wie auch durch die Aussage „- dann ist er mir nichts mehr wert.“, die das mögliche Misslingen der Probe betrifft, herauskommt.

Obwohl es zu diesem Bruch zwischen den beiden kommt, verschmerzt Hopp seinen liebsten Hund nie, wie berichtet wird. Man könnte meinen, die Geschichte hätte ein trauriges Ende, hat sie auch, wenn man so will – schließlich stirbt Krambambuli. Doch mit Hopps letzten Worten („Schad um den Hund!“) vergisst er all die Enttäuschung und der Bruch wird somit für nichtig erklärt.

Alleine die Absicht, Krambambuli suchen zu gehen, zeigt, dass er seine Meinung geändert hat. Und auch Krambambuli erkennt, wohin er wirklich gehört und kommt vermutlich deswegen wieder zurück. Auch wenn seine Kräfte nicht mehr ausreichen, findet doch eine erneute Vereinigung beider statt.

Obwohl wir über den „Gelben“, wie er erst später genannt wird, nicht allzu viel wissen, stellt er eine wichtige Person dar. Es handelt sich bei ihm um einen arbeitslosen Forstgehilfen. Es liegt nahe, dass er alkoholabhängig ist, da er für zwölf Flaschen Alkohol seinen Hund tauscht und es ihm nicht gerade leicht fällt („Die Hände zitterten ihm so sehr, als er dem Tier die Leine um den Hals legte, dass es schien, er werde mit dieser Manipulation nimmermehr zurechtkommen.“).

Seine „Vorliebe“ für Alkohol wird auch im Namen seines Hundes ersichtlich, der nach einem Kirschbranntwein benannt wurde. Später findet er den Weg in die Kriminalität, ist für Wild- und Waldschäden und einen Mord verantwortlich. Über den Charakter des „Gelben“ sagt die Erzählung kaum etwas aus. Man könnte ihm natürlich zuschreiben, dass er ein rücksichtsloser, egoistischer Mensch ist, den das Leid anderer nicht kümmert, doch unter der Berücksichtigung, dass er womöglich unter andauerndem Einfluss von Alkohol steht, kann man im Grunde nichts G.....

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An der Sprache in der Erzählung „Krambambuli“ kann man erkennen, dass Ebner-Eschen-bach eine gebildete Frau war und mehrere Sprachen, unter anderem Deutsch, Französisch und Tschechisch beherrschte, wobei Französisch ihre Muttersprache war. Die Beschreibung Krambambulis zum Beispiel bestätigt ihre überragende Fähigkeit zu beschreiben, was sie im Übrigen teils sehr genau, aber immer in äußerst lebendiger und ausdrucksstarker Sprache tut.

Weiters verwendet sie überaus viele veraltete Ausdrücke und Lehnwörter, die ihren Ursprung in den verschiedensten Sprachen haben (was möglicherweise nicht unbedingt ihre Absicht war, da einfach zu viel Zeit vergangen ist und man manches nicht mehr verwendet). Zum Beispiel bezeichnet Hopp Krambambuli als Kanaille, was ursprünglich aus dem Lateinischen (canis = Hund) stammt und für „Schuft“ steht.

Es werden auch noch zahlreiche andere Wörter, die mittlerweile Fremdwörter sind, benützt. Obwohl die Erzählung großteils er-zählend und aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschrieben ist, kommen direkte Reden vor (z.B. als Hopp Krambambuli töten will). Besonders ist außerdem der Zeitwechsel vom Präteritum ins Präsens, nachdem der Oberförster ermordet wird und Hopps Hund merkt, dass sein ehemaliger Herr in der Nähe ist, indem er die Leiche umschnüffelt.

Dieser Zeitwechsel kündigt die Wende an. Ab diesem Zeitpunkt nämlich nimmt Hopp mit Krambambuli an der Suche nach dem „Gelben“ teil, was den Verlauf der Geschichte maßgeblich beeinflusst. Hätten die beiden dies nicht getan, wären sie möglicherweise dem „Gelben“ nie begegnet und hätten ein anderes Schicksal erfahren. An derselben, zuvor genannten Stelle findet man außerdem außergewöhnlicherweise eine direkte Rede, in der Krambambuli selbst zu Hopp spricht.

Dies soll vermutlich nachdrücklich betonen, dass es sich bei diesem Hund um einen besonders intelligenten Hund handelt.

(8.)

Ich denke, das Thema der Erzählung besitzt seit jeher Aktualität und wird immer aktuell sein, da Treue uns als Menschen eigen ist und das auch bei manchen Tieren der Fall ist, vor allem bei jenen, die dem Menschen nahe sind (wie z.B. Hunde).

(9.)

Meiner Meinung nach lag die Intention Ebner-Eschenbachs darin, persönliche Erlebnisse zu verarbeiten, darüber hinaus auch die Wichtigkeit von Treue aufzuzeigen sowie die Geschichte ihres Bruders niederzuschreiben. Dadurch, dass sie schon im frühen Alter ihre Mutter und später auch ihre erste Stiefmutter verloren hat, wurde sie schon früh mit diese.....

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