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Literaturanalysen zur Neuen Sachlichkeit: Die Abitur & Hausaufgabenhilfe: Interpretationen zu Erich Kästner, Joseph Roth, Irmgard Keun, Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky (Textanalysen, Band 2)
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Interpretation
German studies

University, School

Borg Linz

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3; 2014

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Vergleichende Gedichtinterpre­tat­ion: Im Winter von Trakl und Winternacht von Joseph von Eichendorff Vergleichende Gedichtinterpre­tat­ion Das erste Gedicht „Im Winter“ von Georg Trakl handelt, wie der Titel schon verrät vom Winter. Es lässt sich kein universal gültiges Metrum für dieses Gedicht finden da es Zeilenweise wechselt. Dennoch lässt sich allgemein sagen, dass der Autor in umschlingenden Reimen schreibt, die aber nicht alle Reime rein sind. Schon beim ersten überfliegen des Gedichtes, ohne sich weitere…
Gedichtsanalyse „Der Herbst des Einsamen“, Georg Trakl Das 1915 erschienene Gedicht „Der Herbst des Einsamen“ von Georg Trakl besteht aus drei Strophen mit jeweils sechs Versen, die im (teils unreinen) Kreuzreim verfasst sind (ababab, cdcdcd, efefef). Für ein regelmäßiges Metrum sorgen ein fünfhebiger Jambus und ausschließlich weibliche Kadenzen. Beim Beschreiben der Atmosphäre, die der Herbst nach dem Sommer mit sich bringt, bedient sich der Autor vieler sprachlicher Mittel. Um, wie der Titel bereits vermuten lässt, Einsamkeit…

Vergleichende Gedichtinterpretation

„Herbstabend“ von Mascha Kaleko und

„Der Herbst des Einsamen“ von Georg Trakl


Das erste Gedicht „Herbstabend“ von Mascha Kaleko wurde 1945 veröffentlicht. Es ist der Stilepoche der neuen Sachlichkeit einzuordnen. Typisch für Gedichte dieser Zeit ist eine nüchterne, bilderlose Sprache, die kaum Adjektive aufweist.

In Mascha Kalekos Gedicht ist dies nicht gänzlich nachweisbar. Die einzigen Adjektive sind „goldne September“ (V.2) und „herbstliches Haus“ (V.3).

In jeder Strophe wird vor allem Einsamkeit, aber auch der Herbst und die Jahreszeit thematisiert. 1945 ist Einsamkeit ein vorrangiges Thema: Viele Menschen starben und ihre Angehörigen blieben alleine zurück. Von den Verszeilen 1 bis 10 beschreibt das lyrische Ich die Natur, um dann auf die eigenen Gefühle einzugehen.

In der ersten Strophe ist das lyrische Ich alleine „im herbstlichen Hause“ (V. 3). Das Jahr neigt sich dem Ende zu und der „goldene Herbst entwich“ (V.2). Übrig geblieben seien nur das lyrische Ich und seine Schwermut. (V.4) Dies könnte bedeuten, dass das lyrische Ich alles im 2. Weltkrieg verloren hat.

Die zweite Strophe handelt davon, dass die Wiese, der Weiher und der See menschenleer zurückgeblieben sind. Die einzigen Lebewesen sind Wildgänse & Geier und diese verkünden den kommenden Schnee (V. 5-8). Den Geier kann man mit dem Tod assoziieren und diesen wiederum mit der Farbe schwarz. Als Antithese dazu kommt der weiße Schnee vor.

In der dritten Strophe „rüttelt der Wind an der Scheune“ (V.9) und ein Vogel schreit im Dunkeln auf. Durch ihn bekommt die Szene etwas Unheimliches. Man erfährt, dass das lyrische Ich alleine Wein trinkt (V.11) und sich die Jahreszeit vertreibt (V.12).

Womöglich trinkt das lyrische Ich um die Situation, alleine zu sein, zu ertragen oder zu vergessen.

Als nächstes „verlischt eine Kerze“ (V.13) im Gasthaus, und jemand spielt ein trauriges Stück am Klavier. Das lyrische Ich vergleicht seine eigenen Gefühle mit dem Stück: beiden ist „bange ums Herze“ (V.15).

In der letzten Strophe „poltert und knackt“ es „im Kamin“ (V.18) und „der Abend ist voller Gespenster“(V.17). Das lyrische Ich schließt die Fensterläden und „nimmt die Schlafmedizin“ (V.20) ein. Mit dem Verschließen der Fenster könnte die Autorin meinen, dass sich das lyrische ich vor der Welt versc.....[read full text]

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Außerdem kommen auch bei Trakl viele Farben vor. Es werden mehrmals die Farben Blau und Schwarz erwähnt, aber auch Rot kommt vor. Blau ist eine positive Farbe. Sie steht für Unschuld und Reinheit. Aber selbst Bilder, die normal positiv wirken, wie zum Beispiel „Glanz“ (V.2) oder „Sterne“ (V.13) vermitteln eher ein bedrückendes Gefühl im Kontext des Gedichts.

Rot bedeutet bei Trakl oftmals Gewalt und Aggression. In Zusammenhang könnte sie aber auch einfach für die prächtige Farbpalette des Waldes stehen („roter Wald“ (V.8)). Und Schwarz ist die Farbe des Todes.

Der Titel „Der Herbst des Einsamen“ könnte man so verstehen, dass der „Einsame“ den Herbst auf die geschilderte Weiser erlebt. Es könnte aber auch auf die Lebenszeit des „Einsamen“ anspielen. Dieser hat die schönen Tage hinter sich und nähert sich seinem Ende.

In der ersten Strophe ist von der reichen Ernte im Herbst die Rede: „Der dunkle Herbst kehrt ein voll Frucht und Fülle“ (V.1), „Gekeltert ist der Wein“ (V.5). Daneben vergehen die Dinge. Die „schönen Sommertage“ verstreichen (V.2) und der „Flug der Vögel“ (V.4) lässt den Zug der Vögel in den Süden erahnen.

Das zweite und vorletzte Wort der Strophe ist identisch. Der „dunkle Herbst“ (V.1) ist von den leisen Antworten „dunkler Fragen“ (V.6) erfüllt. Das Wort „dunkel“ rahmt somit diese Strophe ein. Die dritte Verszeile könnte auf die Tageszeit verweisen. „Ein reines Blau tritt aus verfallner Hülle“ (V.3) könnte für die momentan noch blaue Atmosphäre stehen.

Diese verdunkelt sich im Laufe des Gedichts.

Die ersten sechs Verszeilen beinhalten drei Alliterationen: „voll Frucht und Fülle“ (V.1), „schönen Sommertagen“ (V.2) und „Flug der Vögel“ (V.4).

In der zweiten Strophe erfährt man, dass auf dem „ödem Hügel“ (V.7) ein Kreuz steht. Das Kreuz kann als Symbol für Erlösung aber auch für den Tod gesehen werden. „Wolken wandern über Weiherspiegel“ (V.9) kann wieder eine Assoziation mit d.....

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„Der Herbst des Einsamen“ besteht aus drei Strophen zu je sechs Verszeilen. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus, der immer akatalektisch endet. Das Gedicht ist im Kreuzreim verfass, wobei dieser in der ersten und zweiten Strophe eine unreine Stelle aufweist: Fülle – Hülle – Stille; Hügel – Weiherspiegel – Flügel.


Vergleicht man die beiden Werke, stellt man fest, dass bei beiden das Motiv des Herbstes und des Abends vorrangig ist. Der Herbst steht für die Vergänglichkeit. In Trakls Gedicht wird es stets dunkler, in Kalekos ist es bereits finster.

Weitere gemeinsame Bilder sind der Wein, die Vögel, der Erlösungsgedanke und das negative Ende. Bei Kaleko werden die Wildgans, der Geier und das Nachtkäuzen (V.7; 10) dezidiert genannt, wohingegen bei Trakl vom „Flug der Vögel“ (V.4) allgemein die Rede ist.

Sowohl die Wildgans, als auch der Flug erinnern wieder an den Herbst. Der Erlösungsgedanke kommt insofern vor, indem  das lyrische Ich in „Herbstabend“ in einen traumlosen Schlaf von der Wirklichkeit flüchtet und bei „Der Herbst des Einsamen“ werden Engeln erwähnt (V.15).

Das Gedicht von Georg Trakl ist eindeutig dem Reihungsstil zuzuordnen. Beinahe in jeder Verszeile wird ein eigener Punkt behandelt und jeder Satz hat ein eigenes Subjekt. Außerdem folgen die Bilder rasch aufeinander und es gibt kaum Zeilensprünge.

In „Herbstabend“ von Mascha Kaleko kommt ebenfalls fast in jeder Zeile ein neues Subjekt vor, der Inhalt hä.....

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