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Literature

University, School

Universität Sarajevo

Grade, Teacher, Year

1, Naser Secerovic, 2012

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Sophokles – Antigone Verse, Personen und Inhalt V1-161 Antigone, Ismene, Chor Antigone hat erfahren, das Kreon es verboten hat, Polyneikes (Ihr Bruder) zu begraben, falls es jemand doch tut, so droht diesem der Tod durch Steinigung. Sie erzählt es Ismene und will sich dem König, Kreon widersetzen. Dies führt zum Streit zwischen den beiden Schwestern. Antigone will ihren Bruder beerdigen, da es ihre Pflicht im Dienste der Götter sei. Ismene will es auch, aber hat Angst vor den Konsequenzen. Der Chor taucht auf und freut sich über den…
Nach dieser Aussage klingt Hazels Antwort spöttisch, da sie ja schon krank ist, und man sieht die Trauer in ihrem Gesicht und Mrs. Lancasters Fassungslosigke­it macht sich auch in ihrer Mimik deutlich und dem Zusammensacken ihrer Schultern. 25 Somit wird deutlich, dass Gefühle nicht nur durch Mimik und Gestik, sondern auch durch Stimmlage und Körperhaltung, ausgedrückt werden. 5.2 Gedanken In Büchern können die Gedanken der Figuren, je nach Erzählperspekti­ve­, einfach niedergeschrieb­en und somit dem Leser begreiflich gemacht…

Philosophische Fakultät Sarajevo  - Abteilung für Germanistik

Lehrverantaltung: Einführung in die Literaturwissenschaft


SEMINARARBEIT:

Vergleich von Sophokles „Antigone“ und Molieres „Don Juan“ Im Hinblick auf Figurenkonzeption und Figurencharakterisierung


Inhaltsverzeichnis

0.      Einleitung

1.      Theoretischer Hintergrund

1.1. Die Tragödie und Sophokles

1.2. Die Komödie und Molière

1.3. Die Figur

1.4. Figurenkonzeption

1.5. Figurencharakterisierung

2.      Antigone und Don Juan

2.1. Figurenkonzeption

2.2. Gemeinsamkeiten

2.3. Ähnlichkeiten

2.4. Figurencharakterisierung und Unterschiede

3.      Anhang

4.      Schlußbemerkung

5.      Literaturverzeichnis


0.      Einleitung

       Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich von zwei der bekanntesten Dramen überhaupt, mit dem Vergleich von Sophokles Antigone und Molières Don Juan. Für die Arbeit wurden grundsätzlich literaturwissenschaftliche Werke der deutschen Autoren benutzt. Der Vergleich der Dramen wird anhand Manfred Pfisters Kapitel Personal und Figur analysiert.


       Die Arbeit ist wie folgt aufgebaut: Erstens wird allgemeines und konkretes über den theoretischen Hintergrund der Tragödie und Komödie gesagt, dann folgt die Analyse der untersuchenden Figuren. Diese Ergebnisse werden verglichen und es wird auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede hingewiesen.


       Zwischen dem Scheiben dieser zwei Dramen sind viele Jahrhunderte vergangen, eines ist eine Tragödie und das andere eine Komödie, die Heldin ist die Antigone und der Bösewicht der Don Juan, jedoch gibt es auch Gemeinsamkeiten. Ich möchte herausarbeiten, in welchen Aspekten der Figurenkonzeption und Figurencharakterisierung sich die beiden Figuren ähnlich sind, ob vielleicht außer den offensichtlichen noch versteckte Unterschiede bestehen.


1.     Theoretischer Hintergrund

1.1. Tragödie und Sophokles


      Die Tragödie unterscheidet sich von anderen Gattungen vor allem dadurch, dass sie nur in bestimmten Epochen vorkommt. Als Erstes kam sie in der Antike vor, und zwar bei Sophokles (496 – 406 v. Chr.), Homer (750 – 650 v. Chr.), Aischylos (525 – 456 v. Chr.) und Euripides (480 – 406 v. Chr.). Seitdem sind 2200 Jahre vergangen bis wieder in der Renaissance (1500 – 1600) Shakespeares Hamlet, Macbeth, König Lear und Othello als Tragödien erschienen sind.

Nachdem kam sie in der französischen Klassik bei Racine ( 1639 – 1699) und in der deutschen Klassik bei Lessing (1729 – 1781), Goethe (1749 – 1832), Schiller (1759 – 1805) und Kleist (1777 – 1811) vor.

      Aristoteles hat in seiner Poetik als Erster Tragödien beschrieben, wo er immer als Mustergattung Sophokles König Ödipus anführt. Unter anderem sagt Aristoteles, dass Sophokles die Menschen, bzw. Figuren darstellt, wie sie sein sollen, dass heißt er stellt Menschen dar, die immer das Aufrichtige tun:

„Antigone ist Operateur und Opfer zugleich, wenn sie sich selbst dadurch zum Tode verurteilt, daß sie sich zu ihren Brüdern bekennt und sie bestattet, um so den Fluch auf dem Hause des Oidipus zu heilen.“[1]

      Nach Aristoteles ist die Tragödie Nachahmung einer guten und in sich geschlossenen Handlung, dass heißt die Handlung soll Anfang, Mitte und Ende haben, wobei die Mitte dem Anfang folgen muss. Die Tragödie versucht sich innerhalb eines Sonnenumlaufs zu halten, genauer innerhalb eines Tages – die Spielzeit und die r.....[read full text]

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Muster1: Über die Art, die Don Juan nutzt, um zwei Dorfmädchen zu betrügen und beide zu heiraten, wird gelacht, weil sich die Rezipienten den Dorfmädchen überlegen fühlen. Und warum fühlt sich der Rezipient so? Weil Molière auf geschickte Weise die Dorfmädchen der Heuchelei und Einbildungskraft Don Juans gegenüber blind macht, während die Rezipienten sie gut erkennen.

Falls der Rezipient mehr weis als einige Figuren, erhält der Rezipient das Gefühl der überlegenen Einsicht. Darum gilt auch Don Juan als komisch, obgleich das, was gezeigt wird im Grunde beunruhigend und tragisch ist: der Ruin eines Adligen und das grausame Ende eines Ungläubigen. Am Ende der Komödie erwachen Furcht und Mitleid im Rezipienten, er fühlt sich betroffen und unbehaglich.

In diesem Augenblick kommt der Auftritt von Saraganell, der plötzlich durch etwas Komisches oder Lächerliches diese Beunruhigung aufhebt.

Oder einfach wie Geiner: „Für das Publikum des 17. Jahrhunderts wie für Molière selbst war das Stück aber eindeutig eine Komödie“ (Die Komödie, S.).


1.3. Figur

Eine dramatische Figur, wie sie in dieser Arbeit behandelt wird, ist nach Manfred Pfister eine Figur, die von ihrem Kontext nicht abzulösen ist, also sie existiert nur in diesem Kontext als eine fiktive Gestallt (Das Drama, S. 221). Mit dem Begriff der Figur meint Asmuth einen Menschen, jedoch keine reale Person aus der Wirklichkeit, sondern nur als Gestallt eines Autors, als Kunstperson (Dramenanalyse, S. 90).

1.4. Figurenkonzeption

Nach Manfred Pfister wird unter Figurenkonzeption folgendes verstanden: das antropologische Modell einer dramatischen Figur und die Konvetion seiner Fiktionalisierung (Das Drama, S. 240), (sozial Kategorie der Figuren, Menschenbilder dieser Zeit und alles was explizit bestimmt werden kann).

Dabei spielen einige Faktoren große Rolle, die in einer Tabelle von eingeschrieben ist (siehe Tabelle 1 im Anhang).


1.5. Figurencharakterisierung

Unter Figurencharakterisierung meint Pfister die formalen Techniken der Informationsvergabe, durch die die dramatische Figur präsentiert ist (Das Drama, S.240).

Dabei soll klargestellt werden, ob die Information die eine Charakterbeschreibung enthält nur eine Figur zum Sender hat, oder ob sie allein auf die Position des impliziten Autors als ihr Aussage - Subjetk bezogen werden kann. Danach ist es wichtig, ob die Informationsvergabe explizit oder implizit erfolgt. Demnach bestehen vier Technikern der Figurencharakterisierung:


explizit – figural

explizit - auktorial

implizit – figural

implizit - auktorial

2.     Antigone und Don Juan

2.1.                    Figurenkonzeption

2.2.                    Gemeinsamkeiten


      Antigone ist eine statisch konzipierte Figur, die sich treu an ihre Meinung und Handlung hält. Wieso treu und nicht nur gleich? Es hat sich herausgestellt, das Antigone von Anfang der Tragödie recht hat, und versucht nur das Beste zu tun. Dieses sehen wir an Hand eines Eigenkommentars von Antigone im Dialog mit Ismene: „Ich bin überall nicht so
Empfindsam, daß ich sollt unschönen Todes sterben“ (1-i), wo erkennbar ist, dass Antigone zu ihrem Vorhaben steht, komme was wolle.

Dieses begründet auch Kreon in einem Fremdkommentar über Antigone, wenn er sagt: „Und das ist noch die zweite Frechheit, da
Sie es getan, daß dessen sie sich rühmt und lacht, Daß sie's getan“ (2-i), Kreon sieht hier Antigones Willen, aber auch Starrheit und obwohl viele in der Audience des Königs still sein würden, steht Antigone zu ihrem Vorhaben und spricht: „Man ehrt doch wohl die Menschen eines Fleisches“ (2-i), und begründet dies wiederum mit einem Eigenkommentar: „Dennoch hat solch Gesetz die To.....

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„O mir! bedenke, Schwester, wie der Vater
Von uns verhaßt und ruhmlos untergangen
Nach selbstverschuldeten Verirrungen,
Da er sein Augenpaar mit eigner Hand zerstochen.
Und dann die Mutter, Ehefrau zugleich,
Ein doppelt Leiden, mit gewundnen Stricken
Verstümmelte das Leben sie. Zum dritten
Die beiden Brüder, die an
einem
Tage
Verwandten Tod mit Gegnershand bewirket.“ (1-i),

erfahren wir von Antigones Herkunft und Vergangenheit. Antigone glaubt den Göttern mehr, als dem sterblichen König Kreon und sie will nicht von der Götterinstitution abweichen, ob wenn es auch bedeutet, dass sie die staatlichen Institutionen ignorieren muss:

„Darum.
Mein
Zeus berichtete mir's nicht;
Noch hier im Haus das Recht der Todesgötter,
Die unter Menschen das Gesetz begrenzet;
Auch dacht ich nicht, es sei dein Ausgebot so sehr viel,
Daß eins, das sterben muß, die ungeschriebnen drüber,
Die festen Satzungen im Himmel brechen sollte.
Nicht heut und gestern nur, die leben immer,
Und niemand weiß, woher sie sind gekommen.“ (2-i),

dies ist ihre Ideologie, mit der Antigone auch stirbt. Sie repräsentiert nicht nur sich selbst, sondern auch die Realität, z. B. das Verhältnis zwischen Mutter und Kind: „Denn treulos fängt man mich nicht“ (1-i), sie ist also sehr loyal ihrer Familie hingegen, oder sie repräsentiert das Volk Tebens und Kreons zerstörerische Herrschaft:

„Obwohl, woher hätt ich wohllautenderen Ruhm,
Als wenn ich in das Grab den Bruder lege.
Denn daß es wohlgefall all diesen da,
Gestände, sperrete die Zunge nur die Furcht nicht.
Das Königtum ist aber überall
Geistreich und tut und sagt, was ihm beliebet.“ (2-i).

Im dritten Akt erscheint eine neue Information über Antigone durch den Chor: „Verderbend trifft dich Krankheit nicht“ (3-ii), was Antigone als eine sehr normale und positive Figur hingegen zur ihrer Umgebung darstellt.

Da Manfred Pfister einen Teil für „zwischenmenschliche Beziehungen“ (Dramenanalyse, S.244.) widmet, wird auch hier darauf angewiesen.

Antigone – Ismene: Antigone versucht mit Ismene zu manipulieren, um Hilfe für die Bestattung des Bruders zu bekommen: „Und gleich wirst du beweisen,
Ob gutgeboren, ob die Böse du der Guten“ (1-i). Dennoch will Ismene ihr nicht helfen und bildet eine gegnerische Opposition zu Antigone. Sie ist jedoch zu Ismene sehr kalt und will nichts von ihr mehr hören: „Magst du so etwas sagen, haß ich dich,
Haßt auch dich der Gestorbene mit Recht“ (1-i).

Antigone sieht in Ismene nur eine gewöhnliche Sterbliche, die zu keinem großen und wichtigen Ereignis bestimmt ist: „Dein Teil ist ja das Leben, meines Tod“ und „Doch so wollt ic.....

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Don Juan – Sganarell: Don Juan sagt nur Sganarell, was er denkt und wer er wirklich ist. Er nutzt Sganarell aus, denn Sganarel muss ihm eine Diener, ein Freund und wenn Don Juans Leben in Gefahr ist, muss Sganarell selbst Don Juan sein.

Don Juan – Don Lui: Gegenüber seinem Vater hat Don Juan auch keine Achtung und lügt ihn nur an. Er sagt: „Stirb Vater, jeder soll der Reihe nach gehen“ (4-vi).


      Antigone ist eine explizit-geschlossene Figur, welcher Eigenkommentar im Dialog zur Ismene alle Informationen über Antigone erfahren: „Mit diesem hat das Meine nichts zu tun“ (1.i). Das Meine bezieht sich auf die Verantwortung einer Schwester zu ihrem Bruder und einer Tochter zu ihren Eltern. Mit diesem bezieht sich auf Kreon und seiner Entscheidung einen Bruder nicht zu bestatten.

Folgend heißt das als ein Ganzes, dass Antigone ihrer Verantwortung bewusst ist, jedoch ordnet sie ihre Prioritäten am Prinzip einer Heiligen.

      Don Juan ist jedoch eine implizit-geschlossene Figur. Seine Handlungen sind explizit dargestellt und nur in einem Fall ist eine Interpretation notwendig. Don Juan erfährt von einem Bettler den richtigen Weg durch den Wald. Er missachtet den Bettler und will ihm ein Geld für die Hilfe geben. Jedoch wenn Don Juan sieht, dass der Bettler aufrichtig ist und das er nicht alles für Geld tun würde, gibt ihm Don Juan es doch.

Jedoch warum er es getan hat, sagt er nichts, dieses ist hier ein impliziter Eigenkommentar.



2.4.  Figurencharakter.....

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Hiermit sagt er, dass Antigone recht hat, und dass das Göttergesetz vor dem Staatsgesetz kommt.

Die epische durchaus und nur explizite Charakterisierung sagt: „Gehst du bekannt doch und geleitet mit Lob“ und „Forttreibend bis zur Scheide der Kühnheit, Bis auf die Höhe des Rechts“ (3-ii), womit nicht nur der Weg vom Pallast zum Todesplatz Antigones gemeint wird, sondern auch ihr gesamter Lebensweg.

      Don Juan ist im Gegensatz zu Antigone sehr taktisch mit seinen Eigenkommentaren. Er sagt zur Sganarell: „Ein Herr weiß genau, was er tut“ (2-ii), da er Scharlotte gesehen hat und ihr auch sagen will, dass er ein Herr ist. Don Juan denkt, dass er sehr gut mit jedem umgeht, aber das bleibt auch nur seine Einbildung (3-vi).

Dona Elviras und Don Luis Verhalten zu Don Juan mit viel Emotionen und durch Affekt. Sie sehen ein, was Don Juan in Wirklichkeit und wollen dass er sich verändert. Sie versuchen es mit vielen expliziten Fremdkommentaren, wo sie ihn auch einen Lügner und unwürdiger Sohn (4-vi) nennen.

In einem Fremdkommentar (1-i) von Sganarell, vor dem ersten Auftritt von Don Juan, sagt er viele Abscheuliches und Grässliches von Don Juan. Jedoch können die Rezipienten noch nichts damit anfangen, da sie Don Juan noch nicht gesehen haben.

Sganarell führt sich sehr taktisch gegenüber seinem Herren auf. In seiner Abwesenheit sagt er, Don Juan sei ein Schurke (2-vi), doch wenn Sganarell seine Anwesenheit bemerkt, sagt er, Don Juan sei ein aufrichtiger Mann(2-vii).

Im Vergleich zu Antigone, die selbst aufrichtig ist, wird sie ohne Lügen behandelt, jedoch Don Juan, der selber nur Lügen und nichts Gutes verbreitet, bekommt das Gleiche zurück.


3.      Anhang

Tabelle 1.

(vgl. Pfister 1977, S.241-250)

Statisch oder dynamisch?

statische F.

·         bleibt sich während des ganzen Textes gleich

·         verändert sich nicht

·         allerdings: kann sich Eindruck der Figur auf den Zuschauer verändern

·         in Komödie recht häufig, um Komik bei zu flexiblem Verhalten unfähigen Figuren zu erzeugen

·         Nebenfiguren häufig statisch konzipiert

·         Beispiele: Rechtsanwalt Helmer (IbsenNora), Mutter Courage (Brecht)

dynamische F.

·         verändert sich kontinuierlich oder sprunghaft

·         in Tragödie recht häufig - wenngleich meist zu spät eintretende Verhaltensänderung

·         Hauptfiguren oft dynamisch konzipiert

·         Beispiele: Nora (Ibsen), Maria Stuart (Schiller)


Ein- oder mehrdimensional? 

eindimensionale F.

·         Figur besitzt wenige Merkmale (Extremfall: Figur, die zur Karikatur wird)

·         alle Eigenschaften einer Figur sind in sich stimmig und verweisen auf eine bestimmte Charaktereigenschaft

·         Beispiele: Harpagon (Der Geizige, Moliere),Patriarch (Nathan der WeiseLessing)

mehrdimensionale F.

·         durch eine Vielzahl von Merkmalen bestimmt, die auf unterschiedlichen Ebenen liegen 

·         Ebenen z.B.: biographischer Hintergrund, psychische Disposition. zwischenmenschliches Verhalten gegenüber anderen Figuren, Reaktionen auf verschiedene Situationen, ideologische Orientierungen

·         Beispiele: Minna (Minna von Barnhelm, Lessing)


Personifikation - Typ - Individuum ?

Personifikation

Typ

Individuum

sehr wenig Informationen über eine Figur; zielt auf Illustration eines abstrakten Begriff, einer einzigen Eigenschaft  (z.B. Personifikationen eines Lasters wie Hochmut )

Zusammenfügen bestimmter soziologischer oder psychologischer Merkmale, die einen Typ bestimmen 
entweder mit zeitgenössischen Bezügen oder aus Dramentradition stammend (z.B. der Gelehrte, der Höfling etc.)

Fülle von charakterisierenden Details; verschiedene Ebenen: Aussehen, Sprache, Verhalten, Biographie etc.
(z.B. weit verbreitet in der Literaturepoche des Naturalismus, dagegen in der Klassik keine wirklich individualisierende F. wegen des funktionalen Bezugs der Figuren


Geschlossen oder offen?

gesch.....

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      Im Rahmen dieser Seminararbeit sind die wichtigsten Figurenähnlichkeiten und Figurenunterschiede präzise aus Antigone und Don Juan herausgearbeitet.


      Der wesentliche Unterschied zwischen Antigone und Don Juan ist die Grundlage der tragischen- und Komödienfigur, jedoch übt dieses keinen Einfluss auf das Weltbild von Sophokles und Molière an, da dieses Weltbild immer gleich bleibt und nur die Art der Informationsvergabe an den Rezipienten anders ist.


5.      Literaturverzeichnis


Pfister, Manfred (2011): Das Drama. Theorie und Analyse, Bd.3., 11. Aufl. München: Wilhelm Fink Verlag.

Asmuth, Bernhard (): Dramenanalyse.

Esslin, Martin (1978): Was ist ein Drama? Eine Einführung. München: R. Piper & Co. Verlag.

Greiner, (): Die Komödie.

Gelfert, Hans-Dieter (1995): Die Tragödie: Theorie und Geschichte. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht.

Aristoteles: Poetik. . Datum: 21.12.2012.

Lessing, Gotthold Ephraim: Über das Trauerspiel an Nicolai. . Datum: 21.12.2012.

Lessing, Gotthold Ephraim: Hamburgische Dramaturgie. . Datum: 21.12.2012.




[1] Gelfert, Hans-Dieter (1995): Die Tragödie: Theorie und Geschichte. Göttigen: Vandenhoeck und Ruprecht; S. 37.

[2] .....

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