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Art / Design / History of Art

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Ramkhamhaeng University Bangkok

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Techniken der Gestaltung: Winfried Nerdinger

Elemente künstlerischer Gestaltung.

Eine Kunstgeschichte in Einzelinterpretationen


Winfried Nerdinger beschreibt in seinem Buch Elemente künstlerischer Gestaltung verschiedene Gestaltungstechniken. Der Text Gliedert sich in drei große Abschnitte, Mal-, Zeichen- und Drucktechnik, mit Unterpunkten zu spezifischen Techniken bzw. Materialien.


Der erste große Abschnitt thematisiert Maltechniken, hier werden sechs verschiedene aufgezählt und beschrieben.

1. Temperamalerei (lat. Temperare = mischen). Mit Tempera werden Farben bezeichnet, deren Pigmente durch eine wässrige und nicht-wässrige Flüssigkeit zu einer Emulsion gebunden werden, diese trocknen matt und deckend, sie sind im Nachhinein wasserfest. Diese Technik gehört zu den ältesten Maltechniken. Man unterscheidet zwei Arten der Tempera:

a)      „fette“ Öltempera, hier überwiegt der Anteil aus trocknendem Öl.

b)      „magere“ Tempera hier überwiegt der Anteil an wässriger Flüssigkeit.

Die klassische Tempera in der Tafelmalerei (die Eitempera) benutz als Bindemittel wasserverdünntes Eigelb (auch: Kasein-, Leim-, Gummitempera), da sich der Farbton beim Trocknen verändert wird das Dreitonsystem verwendet um diese Farbänderung zu vermeiden.

2. Ölmalerei. In der Ölmalerei benutz man Farben, die aus Pigmenten und einem trocknendem Öl (z.B. Lein-, Nuss-, oder Mohnöl) als Bindemittel bestehen, die auf einen grundierten Untergrund aufgetragen werden. Die Ursprünge dieser Maltechnik sind unbekannt.

Man ging lange davon aus, dass sie ihren Ursprung im 12. und 13. Jahrhundert habe, jedoch widerlegen dies neuere Erkenntnisse und datieren den Ursprung auf einen früheren Zeitraum.

Man unterscheidet zwei Techniken der Ölmalerei:

a)      Schichtentechnik (das schichtweise Auftragen der Farbe)

b)      Prima-Malerei (Auftragen der Farbe an der richtigen Stelle ohne späteres Retuschieren oder Auswischen, ein Arbeitsschritt)

3. Aquarellmalerei (lat. Aqua = Wasser). Aquarellmalerei ist eine Lasiertechnik mit wasserlöslichen Farben, hier träg der hindurchschimmernde Malgrund zur Gestaltung der Farbgebung und -Wirkung bei. Durch die Verwendung besonders feiner Farbpigmente lässt sich der Malgrund einfärben und ein „duftiger“ Effekt entsteht.

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Die Aquarellmalerei wurde bereits im zweiten Jahrtausend vor Christus im alten Ägypten angewandt. Im Spätmittelalter benutze man die Technik zum kolorieren von Umrisszeichnungen und Drucken. Erst Albrecht Dürer entdeckte in privaten Studien die Möglichkeiten der Aquarellfarben für die Malerei.

4. Acrylmalerei. Acrylfarben sind Kunstharzfarben aus Polymeren der Acrylsäure) , die Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden. Diese Farbe hat den „Vorgängern“ gegenüber einige überlege Vorteile. Sie kann aquarellartig wasserverdünnt, aber auch deckend aufgetragen werden .Ihre Trocknungszeit ist sehr gering, danach wird sie wasserunlöslich und die Gefahr des „Schrumpfens“, „Runzelns„ oder der Rissbildung ist sehr niedrig.

Weiterhin ist Acrylfarbe sehr alterungsbeständig, hochelastisch gut haftbar und lichtecht. Jedoch besitzt sie auch Nachteile da die Trocknung „mit Spannung“ auf dem Malgrund zu einer Verzerrung führen kann und die schnelle Trocknungszeit eine Nass-in-Nassmalerei verhindert.

a)      Das echte Fresko („fresco buono“), hier handelt es sich um das malen auf frischem Putz. Begonnen wird mit der einfarbigen Pinselvorzeichnung auf frischen Unterputz. Auf diese Vorzeichnungen wird soviel Putz aufgetragen wie der Künstler an einem Tag bearbeiten kann (Tageschicht).

Unmittelbar nach dem Auftragen der Tagesschicht muss das Malen begonnen und vor dem Anbinden des Gips beendet werden. Dies erfordert ein schnelles und sicheres Arbeiten mit den nur in Wassergelösten Farbpigmenten ohne Bindemitteln.

b)      Die Secco-Malerei bei der die Farbe auf den trockenen Putz aufgetragen werden kann (siehe Tempera Malerei).

c)      In der Fresco-Secco-Malerei wird eine Kalkmilchschlämme auf den trockenen Putz aufgetragen und weiterhin gehandhabt wie bei dem echten Fresko.

6. Glasmalerei (musivische Glasmalerei). Als Glasmalerei bezeichnet man Fenster die durch verschiedenfarbige Gläser figürliche oder ornamentale Motive darstellen, die als leuchtendes malerisches Bild von Innen wahrgenommen werden sollten. Schon in der Romanik trat diese Technik in Sakralbauten auf, fand ihren Höhepunkt jedoch erst in der Gotik, als durch neue Bautechniken größere Fenster eingebracht werden konnten.

Die Bilder sind betont flächig und ohne Perspektive, da kein reelles Bild durch Plastizität erzeugt werden sondern, sondern etwas heiliges, göttliches erlebbar machen sollte.


Im zweiten Abschnitt führt Winfried Nerdinger verschiedene Zeichentechniken bzw. die benötigten Stifte auf. Zunächst die Weichzeichnenden :

1. Kohle. Die Kohle gilt als ältestes Zeichenmittel, sie war an jeder Feuerstelle zu beliebigen Mengen verfügbar. Eine besondere Bedeutung erhielt die Kohle als Entwurfsmittel, da sie durch Wischen leicht korrigierbar war. Jedoch war sie dadurch nicht für eigenständige Kunstwerke brauchbar bis man im 15. jahrhundert Möglichkeiten zur Fixierung fand.

3. Pastell. Als Pastell bezeichnet man Lampenruß der durch Bindemittel zu künstlichen schwarzen Kreidestiften verarbeitet wurden (ab 16. Jahrhundert). Diese Stifte besitzen einen weichen, aber satten und tiefschwarze Strich. Diese Zeichentechnik nähert sich der Malerei am weitesten an und wurde im 18. jahrhundert sogar zu einer eigenen Kunstgattung.

Weiterhin werden im zweiten Teil des zweiten großen Abschnitts Stifte vorgestellt, deren Strich etwas härter erscheint:

1. Silberstift. Der Silberstift benötigt einen rauen Malgrund um Abrieb zu erzeugen. Man erreicht durch ihn zarte, gleichmäßige, graue Linien die nach einiger Zeit einen bräunlichen Ton durch Oxydierung erhalten. Eine Korrektur ist nur durch Rasur zu bewerkstelligen.

2. Bleigriffel. Durch den Bleigriffel erhält man einen etwas weicheren grauen Farbstrich, der sich (durch Brotkrumen, später Radiergummi) leicht korrigieren ließ. Heute sind nur wenige Zeichnungen erhalten; man vermutet, dass er überwiegend als Vorzeichenmittel verwendet wurde.


Der Dritte Abschnitt beschäftigt sich mit druckgraphischen Techniken:

1. Holzschnitt. Als Holzschnitt bezeichnet man ein manuelles Hochdruckverfahren bei dem reliefartig Linien und Flächen aus einem Holzstock geschnitten werden. Dabei erscheinen nach dem Druck die herausgearbeiteten Flächen/Linien hell(unbedruckt) und die stehen gelassenen dunkel.

Man muss beachten die Zeichnung spiegelverkehrt herauszuarbeiten. Die wichtigsten Holzschnitt-Techniken sind:

a)      Der Schwarzlinienschnitt. Hier wird das Holz um die Zeichnung entfernt. Das entstehende Bild besteht aus schwarzen Linien auf hellem/unbedrucktem Grund.

b)      Der Weißlinienschnitt. Die Linien der Zeichnung werden herausgeschnitten, das entstehende Bild besteht aus weißen/unbedruckten Linien mit schwarzem (bedruckten) Grund.

1.)    Auf den fertigen Druckstock werden mit dem Pinsel verschiene Farben aufgetragen (nur ein Druck). Dies ist zeitintensiv und umständlich.

2.) Es werden mehrere Druckstöcke für jeweils eine Farbe angelegt, die sich beim übereinander drucken passgenau angleichen müssen. Dies ist eine zeitraubende und schwierige Methode, da sich das Papier beim trocknen verziehen kann.

3.) Die Eliminationstechnik, bei der ein Druckstock schrittweise verändert wird. Die jeweiligen Zustandformen werden mit unterschiedlicher Farbe übereinander gedruckt.

4.) Der clair-obscur-Schnitt (Chiaroscuro-Schnitt) entspricht mehreren Schwarzlinienschnitten, die mit verschiedenen Tönen übereinander gedruckt werden, sodass eine fast malerische Lichtwirkung entsteht.


2. Linolschnitt. Der Linolschnitt ist ein Hochdruckverfahren mit dem auf die selbe Weise gearbeitet werden kann wie beim Holzschnitt, allerdings ist das Material billiger und leichter zu bearbeiten.

4. Gipsschnitt. Der Gipsschnitt ist ebenso mit dem Holzschnitt zu vergleichen. Der Unterschied liegt hier in der Herstellung des Druckstocks, es wird Gipsbrei in ein Holzgestell auf einer ebenen Fläche gegossen und während dem Anbinden bearbeitet um das Bild herauszuarbeiten.

5. Kupferstich. Die Bezeichnung Kupferstich beschreibt ein manuelles Tiefdruckverfahren, bei dem die Linien der Zeichnung in eine Kupferplatte „gestochen“ werden. Die Kupferplatte wird dann eingefärbt und die Flächen gereinigt. Nach dem Drucken/Pressen bleiben die eingestochenen Linien als dunkle Zeichnung auf dem Papier zurück.

6. Radierung (lat. Radere = schaben, kratzen). Die Radierung ist nahe verwandt mit dem Kupferstich, hier werden drei Formen unterschieden:

a) Kaltnadelradierung. Zeichenlinien werden in einen Hartgrund eingeritzt.

c) Vernis mou. Zeichenlinien werden auf einen Weichgrund „eingeätzt“.

7. Aquatinta. Aquatinta bezeichnet eine malerische Tiefdrucktechnik mit tonigen Abstufungen; es werden allerdings keine fließenden Übergänge erreicht.

8. Schabkunst (Mezzotinti). In der Schabkunst wird eine Kupferplatte auf ihrer Oberfläche gleichmäßig angeraut (mit Pfeile, Kaltnadel, Granierwalze oder Wiegemesser). Danach können helle Stellen herausgearbeitet werden indem man sie mehr oder weniger poliert.

9. Lithographie (altgriech.: lithos, = Stein, graphein = schreiben). Dies ist das älteste Flachdruckverfahren, es ist sehr wirtschaftlich, da viele Kopien billig und schnell erzeugt werden können.


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