Examination questions

Szenenanalyse von „Studierzimmer II“. Faust I von Goethe.

1.274 Words / ~3½ pages
<
>
swopdoc logo
Download
a) trade for free
b) buy for 2.58 $
Document category

Examination questions
German studies

Faust Studierzimmer 2

University, School

NRW Essen

Grade, Teacher, Year

1,3, Erb, 2017

Author / Copyright
Text by Hilde T. ©
Format: PDF
Size: 0.07 Mb
Without copy protection
Rating [details]

Rating 5.0 of 5.0 (1)
Live Chat
Chat Room
Networking:
1/0|75.0[-0.5]|3/26







More documents
Faust – Studierzimmer I Analyse Je nach Atmosphäre, Geschehen und Charakter setzt Goethe die Sprache differenziert ein. So verändert er den Rhythmus und Klang der Sprache, um die innere Gemütslage einer Figur zu unterstreichen. Indem sich die Reimschemen abwechseln und ineinander übergehen, ist es möglich Kontraste sichtbar zu machen. Ein weiteres Beispiel ist der Monolog Fausts zu Beginn der Szene Studierzimmer: Das Hin und Her zwischen positiver und betrübter Stimmung ist nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich und…

Mögliche Lösung zur Szenenanalyse von „Studierzimmer II“

Aufgabenstellung: Analysiere die Szene „Studierzimmer II“ unter besonderer Berücksichtigung des Verhaltens von Faust und Mephisto während der Paktschließung.

Die im Folgenden analysierte Szene „Studierzimmer II“ stammt aus dem Drama „Faust – Der Tragödie erster Teil“ von Johann Wolfgang von Goethe. Das Drama erschien 1808, noch zu Goethes Lebzeiten, nachdem dieser 36 Jahre lang daran gearbeitet hatte. „Faust I“ kann somit nicht nur als Lebenswerk Goethes, sondern auch als eines der bedeutensten Dramen deutscher Literaturgeschichte bezeichnet werden.

Die Szene „Studierzimmer II“ soll unter dem Schwerpunkt des Verhaltens der beiden Charaktere Faust und Mephisto während der Paktschließung betrachtet werden. In der Szene „Studierzimmer II“ besucht Mephisto, der Teufel, Faust in seinem Studierzimmer und beide schließen einen Pakt.

Faust verlangt von Mephisto, dass er ihm die Antworten auf all seine Fragen gibt. Mephisto ist bereit, Faust diese Antworten zu geben, möchte ihm aber im Gegenzug die schönen Seiten des Lebens zeigen. Sollte Faust in seinem Streben nach höherem Wissen innehalten, wäre der Pakt beendet und Faust müsste Mephisto bis in Jenseits hinein dienen.

Im Gesamtverlauf der Handlung stellt diese Szene die Wendung für Faust dar, der zu diesem Zeitpunkt am Tiefpunkt seiner Verzweiflung angelangt ist. Faust ist ein Gelehrter, der diverse Studienfächer abgeschlossen hat und wegen seines großen Wissens ein besonderes Ansehen in der Bevölkerung hat.

Faust selber allerdings ist in seinem Leben an einem Punkt angelangt, an dem er höchst unzufrieden mit sich selber ist. Ihm scheint all sein Wissen nichts zu nützen, da er wissen möchte „was die Welt im Innersten zusammenhält“ (V.382 f.). Dieses Wissen scheint sich ihm aber nicht aus Büchern zu erschließen, sondern es bedarf einer übermenschlichen Erfahrung.

Nach einigen Versuchen, die menschlichen Grenzen zu überschreiten, an denen Faust kläglich scheitert, scheint nun nur noch der Teufel höchst persönlich Fausts Anforderungen erfüllen zu können. Mephisto verjüngt Faust mithilfe einer Hexe im Anschluss an die Szene und geht mit ihm auf Weltreise, wo er Faust unter anderem mi.....[read full text]

Download Szenenanalyse von „Studierzimmer II“. Faust I von Goethe.
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis
This page(s) are not visible in the preview.
Please click on download.
Download Szenenanalyse von „Studierzimmer II“. Faust I von Goethe.
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis

Der Begriff des „Pakts“ wird in „Studierzimmer II“ nicht noch einmal wiederholt. Lediglich Mephistos Angebote an Faust ( .“So will ich mich gerne bequemen, Dein zu sein, auf der Stelle. Ich bin Dein Geselle, Und mach dir’s recht, bin ich Dein Diener, bin Dein Knecht!“, V.1644 ff.) lassen den Leser vermuten, dass eine Art Vertrag abgeschlossen werden soll.

Bewusst wählt Mephisto hier das Wort des Dieners (V.1648), womit er sich selber scheinheilig herabstuft und ein für einen Pakt eigentlich unabkömmliches Partnerschaftsverhältnis verlässt. So macht er sein Angebot noch verlockender für Faust. Auch Faust selber merkt sofort, dass es nun um den Vertrag geht und fragt „Und was soll ich dagegen Dir erfüllen?“ (V.1649).

Mephisto spielt eine Ansprüche weiter herunter und lässt Faust im Glauben, sein Einsatz würde noch in weiter Fern liegen (vgl. V.1650). Ganz so naiv ist Faust allerdings nicht und bittet Mephisto erneut, seine Bedingung klar und deutlich zu formulieren (vgl. V.1651 ff.), da Faust bewusst ist, dass er sich auf einen Vertrag mit dem Teufel einlässt.

An Mephistos Antwort kann man erneut seine Hinterlist erkennen. Mephisto sagt „Ich will mich hier zu Deinem Dienst verbinden [ .] Wenn wir uns drüben wiederfinden, so sollst du mir das Gleiche tun.“ (V.1656 ff.). Das Wörtchen „wenn“ (V.1658) erfüllt hier nicht den von Mephist intendierten temporalen Sinn, sondern durchaus einen konditionalen Sinn.

Das bedeutet, die „lange Frist“ (V.1650), die Mephisto andeutet, kann bei Fausts kleinster Schwäche sehr schnell zu einer kurzen Frist werden. Dem ist sich Mephisto natürlich bewusst, Faust jedoch scheint in seiner verzweifelten Lage gar nicht darüber nachzudenken.

Daher drängt Mephisto dann auch auf den Vertrag („Verbinde dich [ .]“, V.1671). Faust betont noch einmal seine Selbstsicherheit, dass Mephisto ihm nichts Schönes im Leben zeigen könne, da er doch der Teufel sei und der Teufel nichts Gutes bringe (vgl. V.1675).

Außerdem erläutert weiterhin, dass er glaubt, immer unglücklich zu bleiben und wird mit seinem Unmut schließlich selber zur treibenden Kraft zum Handschlag zur Besiegelung des Vertrages („Und Schlag auf Schlag!“, V.1699). Allerdings bezeichnet Faust selber den Vertrag im letzten Moment als „Wette“ (V.1697), worauf sich Mephisto prompt einlässt: .....

Download Szenenanalyse von „Studierzimmer II“. Faust I von Goethe.
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis
This page(s) are not visible in the preview.
Please click on download.

Dann fordert er Faust auf, sich für die gemeinsame Reise fertig zu machen.

Mephisto schafft es also durch eine Arglist, Faust genau dahin zu bekommen, wo er ihn haben will. Indem er sich selber herunterspielt, gibt er Faust das Gefühl, Kontrolle über die Situation zu haben, weshalb es zum Wettabschluss kommt. Die Voraussetzung dafür ist aber immer auch Fausts Verzweiflung, in die Mephisto den Gelehrten durch ein paar spitze Worte immer tiefer hineintreibt.

Dabei geht Mephisto so geschickt vor, dass Faust nicht erkennt, dass er selber zur treibenden Kraft wird.

In psychologischen Deutungsansätzen des Dramas wird behauptet, dass der Teufel ein Teil des Menschen ist und durch bestimmte Triebe hervorgerufen wird. Diese Szene bildet die Grundsteinlegung für das Auftreten teuflischer Züge in Faust, welche in der folgenden Gretchentragödie zum Vorschein kommen.

Man könnte Mephisto also als Alter .....

Download Szenenanalyse von „Studierzimmer II“. Faust I von Goethe.
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis

Legal info - Data privacy - Contact - Terms-Authors - Terms-Customers -
Swap+your+documents