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Szenenanalyse von „Studierzimmer II“. Faust I von Goethe.

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German studies

Faust Studierzimmer 2

University, School

NRW Essen

Grade, Teacher, Year

1,3, Erb, 2017

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Szenenanalyse: Faust 1, Studierzimmer 2; Nacht (V.355-482) Aufgabe 1 Das Drama Faust I, geschrieben von Johann Wolfgang von Goethe, ist im Jahr 1808 erschienen und spielt im 16. Jahrhundert. Es greift die Geschichte des historischen Doktor Faustus auf. In dem Drama geht es um den Wissenschaftler Faust, welcher verzweifelt nach dem Sinn seines Lebens sucht, bis er den Teufel Mephisto trifft, mit dem er einen Pakt eingeht. Mephisto hat zuvor mit Gott um Fausts Seele gewettet. Er verspricht Faust im Gegenzug für dessen Seele seine Knechtschaft. Die Szene Studierzimmer II ist wichtig für den weiteren Verlauf des Dramas, da die entscheidende Handlung der Paktschließung hier stattfindet. Sie spielt, wie der Name schon sagt, in Fausts Studierzimmer. In der Szene treten nur Faust selbst, Mephisto und ein Schüler auf. Zunächst findet ein Dialog zwischen Faust und Mephisto statt. Faust klagt Mephisto sein Leid und scheint an seiner Wissenschaft zu zerbrechen (Was kann die Welt mir wohl gewähren? Entbehren sollst du! Sollst entbehren!, V.1548f.). Mephistos Absicht ist, wie schon im Prolog im Himmel klar wird, Fausts Seele zu gewinnen. Ein unsichtbarer Geisterchor erkennt Fausts unbewussten Lebenswillen, schmeichelt ihm mit seinem Gesang und gibt ihm neuen Lebensmut (Vgl. V.1607ff.). Diese Gelegenheit nutzt Mephisto und schlägt Faust einen Pakt vor: Zu Fausts Lebzeiten verspricht er ihm seine

Mögliche Lösung zur Szenenanalyse von „Studierzimmer II“


Aufgabenstellung: Analysiere die Szene „Studierzimmer II“ unter besonderer Berücksichtigung des Verhaltens von Faust und Mephisto während der Paktschließung.


Die im Folgenden analysierte Szene „Studierzimmer II“ stammt aus dem Drama „Faust – Der Tragödie erster Teil“ von Johann Wolfgang von Goethe.

Das Drama erschien 1808, noch zu Goethes Lebzeiten, nachdem dieser 36 Jahre lang daran gearbeitet hatte. „Faust I“ kann somit nicht nur als Lebenswerk Goethes, sondern auch als eines der bedeutensten Dramen deutscher Literaturgeschichte bezeichnet werden.

Die Szene „Studierzimmer II“ soll unter dem Schwerpunkt des Verhaltens der beiden Charaktere Faust und Mephisto während der Paktschließung betrachtet werden.

In der Szene „Studierzimmer II“ besucht Mephisto, der Teufel, Faust in seinem Studierzimmer und beide schließen einen Pakt. Faust verlangt von Mephisto, dass er ihm die Antworten auf all seine Fragen gibt. Mephisto ist bereit, Faust diese Antworten zu geben, möchte ihm aber im Gegenzug die schönen Seiten des Lebens zeigen. Sollte Faust in seinem Streben nach höherem Wissen innehalten, wäre der Pakt beendet und Faust müsste Mephisto bis in Jenseits hinein dienen.

Im Gesamtverlauf der Handlung stellt diese Szene die Wendung für Faust dar, der zu diesem Zeitpunkt am Tiefpunkt seiner Verzweiflung angelangt ist.

Faust ist ein Gelehrter, der diverse Studienfächer abgeschlossen hat und wegen seines großen Wissens ein besonderes Ansehen in der Bevölkerung hat. Faust selber allerdings ist in seinem Leben an einem Punkt angelangt, an dem er höchst unzufrieden mit sich selber ist. Ihm scheint all sein Wissen nichts zu nützen, da er wissen möchte „was die Welt im Innersten zusammenhält“ (V.382 f.).

Dieses Wissen scheint sich ihm aber nicht aus Büchern zu erschließen, sondern es bedarf einer übermenschlichen Erfahrung. Nach einigen Versuchen, die menschlichen Grenzen zu überschreiten, an denen Faust kläglich scheitert, scheint nun nur noch der Teufel höchst persönlich Fausts Anforderungen erfüllen zu können. Mephisto verjüngt Faust mithilfe einer Hexe im Anschluss an die Szene und geht mit ihm auf Weltreise, wo er Faust unter anderem mit Gretchen verkuppelt.

Wenn er Faust die Freuden der Liebe erfüllen kann, so glaubt Mephisto, würde sein Streben nach Höherem endlich aufhören und Mephisto hätte seine Wette gegen den Herrn, die im Prolog des Dramas ge.....[read full text]

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V.1651 ff.), da Faust bewusst ist, dass er sich auf einen Vertrag mit dem Teufel einlässt. An Mephistos Antwort kann man erneut seine Hinterlist erkennen. Mephisto sagt „Ich will mich hier zu Deinem Dienst verbinden [ .] Wenn wir uns drüben wiederfinden, so sollst du mir das Gleiche tun.“ (V.1656 ff.). Das Wörtchen „wenn“ (V.1658) erfüllt hier nicht den von Mephist intendierten temporalen Sinn, sondern durchaus einen konditionalen Sinn.

Das bedeutet, die „lange Frist“ (V.1650), die Mephisto andeutet, kann bei Fausts kleinster Schwäche sehr schnell zu einer kurzen Frist werden. Dem ist sich Mephisto natürlich bewusst, Faust jedoch scheint in seiner verzweifelten Lage gar nicht darüber nachzudenken. Daher drängt Mephisto dann auch auf den Vertrag („Verbinde dich [ .]“, V.1671). Faust betont noch einmal seine Selbstsicherheit, dass Mephisto ihm nichts Schönes im Leben zeigen könne, da er doch der Teufel sei und der Teufel nic.....

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