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Interpretation von Pflichtlektüren zum Abitur: Schülerwerke zu Faust I, Iphigenie auf Tauris, Die Leiden des jungen Werthers (Pflichlektüren, Band 3)
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Interpretation
German studies

University, School

Pädagogium Bonn - Otto-Kühne-Schule Päda/Paeda

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Johan Wolfgang von Goethe Iphigenie auf Tauris Szenenanalyse 3. Aufzug, 3. Auftritt Aufgabe: Analysiere den Szenenausschnit­t 3. Aufzug, 3. Auftritt unter besondere Berücksichtigu­ng der seelischen Verfassung der drei Figuren. Beziehe dabei auch die Art der Gesprächsführ­ung ein. Das Werk
Hausaufgabe 04.10.2011 Der Textauszug , V.220-306 (erster Aufzug, dritter Auftritt), aus dem Drama „Iphigeni­e auf Tauris“, geschrieben von Johann Wolfgang von Goethe handelt von einem Dialog zwischen Iphigenie, Tochter des Agamemnon und Thoas, dem König von Tauris, in welchem
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Szenenanalyse: Iphigenie auf Tauris

Akt II, Szene 1 (V.680-761)


Ausschnitt aus Akt II, Szene 1 (V.680-761)

  1. Ordnen Sie die Textstelle in den Handlungszusammenhand ein (auch nach der Theorie des Dramas nach Gustav Freytag).
  2. Erarbeiten Sie am Text, wie Orest und Pylades jeweils ihre Abhängigkeit von den Göttern definieren und erläutern Sie den Satz "Du mehrst das Übel/und nimmst das Amt der Furien auf dich" (V. 756).
  3. Ergänzen Sie Iphigenies Position zwischen Determination und Freiheit bezogen auf ihre Handlungsoptionen bis einschließlich Akt III.

1) Einorden der Textstelle

Der vorliegende Ausschnitt aus dem 1. Auftritt des 2.Aufzugs aus Johann Wolfgang von Goethes Drama „Iphigenie auf Tauris“ (1786) welcher der Epoche der Weimarer Klassik zuzuordnen ist, stellt einen Dialog zwischen Orest und Pylades dar, in welche Pylades versucht Orest von seinem Fluchtplan zu überzeugen.

Die beiden waren kurz zuvor am Ende des 1. Aufzugs, der die Exposition darstellt, auf Tauris angekommen und sollen nun, wie es das Gesetz vorschreibt, der Göttin Diane geopfert werden. Im 1. Auftritt des 2. Aufzugs, der der steigenden Handlung zuzuordnen ist, möchte Orest in seinem Wahnsinn schon den bevorstehenden Tod akzeptieren, da er den Willen der Götter, für unausweichlich hält, wohingegen Pylades an ihre Rettung glaubt.

Darauf trifft Pylades im 2. Auftritt auf Iphigenie und appelliert an ihr Mitgefühl um sie dazu zu bewegen ihnen bei ihrer Flucht zu helfen, wobei er seine und Orest’s wahre Identität nicht preisgibt, was ebenfalls zur steigenden Handlung gehört.


2) Im Folgenden werde ich die unterschiedliche Einstellung Pylades’ und Orest’s zu den Göttern analysieren.

Der Ausschnitt beginnt damit, dass Pylades Orest daran erinnert, was die Götter durch ihn schon alles getan haben,  und er sich glücklich schätzen solle („Allein, o Jüngling, danke du den Göttern, dass sie so früh durch dich so viel getan“ V.699-700), was mittels einer Anapher („so […] so[…]) betont wird und auf eine optimistische .....[read full text]

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3) Iphigenies Handlungsoptionen am Ende des 3.Aufzugs bestehen in der gemeinsamen Flucht mit Orest und Pylades oder in deren Opferung.

Die beiden Möglichkeiten repräsentieren dabei Freiheit und Determination, da die Opferung der beiden eine Handlung nach dem Willen der Götter wäre, wohingegen sie selbstbestimmt handelt, wenn sie mit den beiden flüchtet. Jedoch ist auch hier die Frage, inwiefern sie autonom handelt oder doch von Pylades beeinflusst ist. Am besten wird Iphigenies Position verdeutlicht, als sie Diane um Orests Rettung durch sich selbst anfleht („Willst du mir durch ihn und ihm durch mich die sel’ge Hülfe geben“ V. 1329-1330).

Sie glaubt also nicht an ein aktives eigenes Eingreifen der Göttin, sondern ist vielmehr von einem Handeln der Göttin durch sich selbst überzeugt. Dies entspräche dem Bild des klassischen Humanismus, demnach das Göttlich im Menschen ist, also keine vom Menschen losgelöste Instanz, und der .....

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