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German studies

University, School

Studienseminar Lüneburg

Grade, Teacher, Year

3,0, 2016

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Buchprojekt Gottfried Keller Kleider machen Leute Inhaltsverzeich­nis 1 Zusammenfassung­. 1 2 Analyse. 2 2.1 Gattung/Aufbau. 2 2.2 Die Figuren. 2 2.3 Erzählperspekti­ve­. 4 2.4 Sprache des Textes 5 2.5 Eigene Ansätze und Fragestellungen­. 5 3 Interpretation. 5 3.1 Zentrale Problemstellung und Kernaussage. 5 3.2 Erklärungsansät­z­e gemäß der Sekundärliterat­ur 6 4 Textbeispiel mit Interpretation. 7 5 Hintergrund und Merkmale der Epoche. 8 5.1 Begriff und Gesellschaft 8 5.2 Historischer Hintergrund. 8 5.3 Merkmale realistischer…
Portfolio Gottfried Keller: Kleider machen Leute Thema: Novelle Inhaltsverzeich­nis Textteil Kontext Inhalt Protagonistinne­n und Protagonisten Erzähltechnik und Erzählhaltung Aufbau Sprache Anliegen und Aussage Persönliche Stellungnahme Rezension Literaturverzei­chn­is Abbildungsverze­ich­nis Textteil Kontext Gottfried Keller wurde am 19. Juli 1819 in Zürich geboren. Er besuchte die Armenschule, später die kantonale Industrieschule­, von der er 1834 wegen eines Schülerstreichs verwiesen wurde. 1837-1838…

Thema der Unterrichtseinheit

Erstlektüre einer Novelle – „Kleider machen Leute“ von Gottfried Keller


Thema der Unterrichtsstunde

Strapinskis innere Einstellung zu seinem Aufstieg und Fall als polnischer Graf


1 Bild der Lerngruppe

Die 16 Schülerinnen und 5 Schüler der Klasse 8F begleite ich seit dem 29.09. 2016 im Ausbildungsunterricht bei StR’ Wehmeyer im Fach Deutsch. Darüber hinaus unterrichte ich die Lerngruppe seit Beginn des Schuljahres im Fach Kunst. Die Lernbereitschaft der Klasse ist geteilt: Auf der einen Seite gibt es eine breite, engagierte und leistungsstarke Spitze (ca. 9 Personen, darunter 2 Schüler), die über intensive Arbeitsphasen hinweg die Konzentration hält und deren Fragen und Beiträge sich auf einander beziehen und häufiger im AFB III angesiedelt sind.

Dieser Spitze stehen ca. 6 – 8 SuS gegenüber, die sich selten bis gar nicht beteiligen und auch ihre Hausaufgaben (HA) in der Regel nicht erledigen. Auf meine Erklärungen zur Bedeutung der HA und Versuche, die Unbeteiligten durch einfache Fragen und Aufgaben ins Gespräch einzubinden, reagieren die SuS häufig passiv. Die Lernatmosphäre in der Klasse wird vom intrinsischen Interesse der sehr guten bis guten SuS und der wenigen SuS im Mittelfeld gestaltet.

Letztere beteiligen sich ebenfalls am Unterrichtsgespräch; die leistungsschwachen SuS tragen in gewisser Weise auch zur guten Atmosphäre bei, da sie nicht stören. Das Lernen wird insgesamt durch ein angenehmes soziales Klima unterstützt, beispielsweise unterhalten SuS einen verlässlichen Klassenchat, in dem alle wichtigen Dokumente und Hausaufgaben zum Abruf gespeichert werden.

Die SuS sind hilfsbereit, kooperativ und gehen rücksichtsvoll und freundlich miteinander um. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist das Engagement der SuS bei der Integration zweier geflüchteter Mädchen aus Afghanistan, die seit diesem Schuljahr Teil der Klassengemeinschaft sind. Beide Mädchen sprechen noch nicht gut Deutsch und haben daher teilweise Schwierigkeiten dem Unterrichtsgespräch zu folgen.

Aus diesem Grund gibt es Patinnen unter den SuS, die den Mädchen flüsternd helfen.


2 Lernvoraussetzungen und Einbettung in den Unterrichtszusammenhang

Die heutige Unterrichtsstunde ist Teil der Unterrichtseinheit „Erstlektüre einer Novelle – „Kleider machen Leute“ von Gottfried Keller“. Die Novelle ist, wie der Titel der Unterrichtseinheit kenntlich macht, die erste Lektüre klassischer Literatur für die SuS. Diese war – und ist nach wie vor – gekennzeichnet durch die Konfrontation mit dem historischen Sprachgebrauch und Ausdrucksweisen, die den SuS fremd sind, was ihren Textzugriff wiederkehrend beeinträchtigt.

Diese Schwierigkeit aufgreifend, ist die Unterrichtseinheit gekennzeichnet durch eine engmaschige analytische Textarbeit. So wurden seit Beginn elaborierte Lesestrategien angewandt, wie etwa die Formulierung von Leseerwartungen, die kategoriengeleitete Markierung und Strukturierung des Texts, das Nachschlagen unbekannter Wörter, die Artikulation von Fragen und die Visualisierung .....[read full text]

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Die Stunde im Kontext ihrer Sequenz bildet einen weiteren Baustein zur Vertiefung der Kompetenzen der SuS im Umgang mit literarischen Texten und zur Ausbildung einer am Text begründeten Haltung. Der Neuigkeitsgehalt der Stunde besteht in der Erkenntnis der SuS, dass sich durch eine vertiefte textanalytische Arbeit ihr bisheriges (weitgehend positives) Urteil über den Protagonisten differenzieren und verändern kann.


3 Sachanalyse

Die Textstelle, die im Zentrum der Stunde steht, ist charakteristisch für die innere Einstellung des Protagonisten hinsichtlich seines Aufstiegs zum Grafen und der anschließenden Enttarnung. Dargestellt werden die Gedanken und Gefühle Strapinskis nach dem Höhepunkt im Handlungsverlauf – nämlich der Entlarvung durch die Seldwyler, angestiftet durch Melcher Böhni, auf der Verlobungsfeier von Strapinski und Nettchen.

Diese Einschätzung ist gekennzeichnet von einer Gemengelage aus Gefühlen, Rechtfertigungsstrategien und vermeintlicher Ursachenforschung. Die Gefühle bewegen sich zwischen „ungeheurer Schande“ (S. 44, Z. 21) als Synonym für den Verlust von Ansehen und Ehre, Selbsthass und Verachtung (S. 44, Z. 36) und Selbstmitleid („ .er weinte auch über sich und seine unglückliche Verirrung“, S. 45) und lassen sich anhand zentraler Signalwörter analysieren, die im folgenden Text als Zitate gekennzeichnet sind.

Diese Gefühlswelt wird durch zwei Vergleiche weiter differenziert: Strapinski setzt sich in Analogie zu „wirkliche[n] Mann von Rang und Ansehen“ (S. 44, Z. 21), dem ein Unglück wiederfahren ist und kommt sich dann aber wie ein Kind vor, das zu einem Streich überredet wurde (S. 44, Z. 34). Während die erste Gleichsetzung mit dem ehrenhaften Mann deutlich macht, wie sehr er sich inzwischen mit seiner Rolle identifiziert hat, so dass er sich nicht wie ein Betrüger, sondern eben als „Mann von Rang und Ansehen“ fühlt, hat die zweite vor allem den Effekt, die eigentliche Tat, nämlich Hochstapelei und die Täuschung anderer, herunterzuspielen, indem sie mit einem Kinderstreich verglichen wird.

Bekräftigt wird dies zusätzlich durch das assoziierte Bild der kindlichen Unschuld. Hier kommt jedoch auch wieder die „kindliche“ Eingeschränktheit (Passivität) an Handlungsstrategien im Repertoire des Schneiders zum Ausdruck, die sich auch an anderen Stellen im Handlungsverlauf zeigt, etwa wenn er sich auf die Toilette bringen lässt und dort einschließt, anstatt aus der sich anbahnenden Verwechslungssituation auszusteigen oder schweigt als sich der Wir.....

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Die inhaltlichen Bezüge zur Lebenswelt der SuS und die Gegenwartsbedeutung4 der in der Erzählung aufgeworfenen Problematiken für die SuS ergeben sich vor allem aus den vielfältigen Fragen und Themen, in der Novelle angesprochen werden. So gehört die Frage nach „angemessener“ Kleidung und nach der damit verbundenen Repräsentationsthematik („Wer will ich sein?“ und „Wie will ich scheinen?“) zu einer grundlegenden Herausforderung, mit der sich SuS dieser Altersgruppe beschäftigen; die Frage nach Sein und Schein ist dabei geknüpft an moralische Fragen, wie etwa: „Muss ich nach außen repräsentieren, wer ich (innerlich) bin oder darf ich auch etwas repräsentieren, das ich nicht bin?“ und „Bis zu welchem Grad ist dies moralisch vertretbar?“; dies steht stets im Zusammenhang mit der Frage „Wer bin ich denn nun – meine äußere oder innere Repräsentation?“.

Dies ist eine Frage, die sich auch im Hinblick auf den Protagonisten der Novelle stellt und ebenfalls im gewählten Stundenzitat zum Ausdruck kommt, wenn deutlich wird, wie sehr sich dieser, seiner Kleidung und seinem neu gewonnenen und entwickelten Habitus entsprechend „wie ein Mann von Rang und Ansehen“ fühlt und Schwierigkeiten hat, diese Rolle zu verlassen, selbst nachdem er enttarnt wurde.

In diesem beschriebenen thematischen Kontext bewegt sich die heutige Unterrichtsstunde mit einem Schwerpunkt auf der komplexen Gedanken- und Gefühlswelt von Strapinski. Hieraus ergibt sich die Frage nach der moralischen Bewertung des Verhaltens von Strapinski, der die SuS seit der Vorstunde nachgehen. Um eine solche Einschätzung differenziert vornehmen zu können, ist eine Analyse der Gedanken- und Gefühlswelt des Protagonisten und seiner inneren Einstellung zu den Geschehnissen notwendig.

Diese wird exemplarisch anhand einer Textstelle, die aus personaler Erzählperspektive ein vielschichtiges Bild der Gedankenwelt des Schneiders preisgibt, durchgeführt. Die Textstelle ist auf der einen Seite komplex in ihren Aussagen und ihrer rhetorischen Gestaltung und wird daher von Achtklässlern bei der Erstlektüre vermutlich gern überlesen. Gleichzeitig bietet sich die Stelle für eine nähergehende Untersuchung sehr gut an, denn sie enthält zahlreiche „Signalwörter“ und Begriffe, die den Gefühlszustand und Gedanken des Schneiders veranschaulichen und auch von schwächeren SuS identifiziert und möglicherweise interpretiert werden können.

Diese Signalwörter ergeben zusammengenommen ein deutliches Bild der Einstellung Strapinskis, die abweicht vom bislang nach wie vor oberflächlichen Bild der SuS eines „anständigen Charakters“ des Protagonisten und mit dem weitergearbeitet werden kann. Zur Vorentlastung wurde den SuS als Hausaufgabe aufgetragen, die Textstelle der Stunde zu lesen, unbekannte Begriffe und Ausdrücke zu recherchieren, da sie nach wie vor sprachliche Verständnisschwierigkeiten haben, sowie den Inhalt und Geschehenszusammenhang des Auszugs wiederzugeben.

Als vereinfachter Stundeneinstieg wurde anstelle eines Zitats eine bildliche Darstellung eines Mannes in denkender Pose gewählt, der als Strapinski identifiziert werden könnte. Dieses Bild wird von den SuS beschrieben, um dann aus den geäußerten Antworten die Stundenfrage „Welche innere Einstellung Strapinskis hinsichtlich der Geschehnisse wird sicht.....

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  • und ordnen diese in den Gesamtzusammenhang ein. (AFB I/II)

  • Die SuS

    1. benennen Signalwörter, die auf die innere Einstellung des Protagonisten hindeuten

    2. und erläutern die innere Einstellung des Protagonisten anhand dieser Signalwörter sowie anhand der gezogenen Vergleiche (AFB II/III).

  • Die SuS bewerten die innere Einstellung Strapinskis auf Basis der in TLZ (2) erläuterten Textbelege. (AFB II/III)

    Didaktische Reserve:

    1. Die SuS vergleichen die innere Einstellung des Protagonisten in Beziehung zu seinem gezeigten Verhalten. (AFB II/III)


    Hausaufgabe zur Stunde:

    1. Lest folgende Textstelle: S. S.44, Z.19 – S.45, Z.2

    2. Gebt ihren Inhalt schriftlich wieder und ordnet die Textstelle in das Handlungsgeschehen ein.


    6 Geplanter Stundenverlauf

    Geplantes Lehrerverhalten

    Geplantes Schülerverhalten

    Einstieg

    L Guten Morgen! Ich begrüße auch die Fachleiter und Referendare!


    L projiziert Bild eines Mannes in einer Denkerpose über den Beamer.


    L Beschreibt, was ihr auf dem Bild seht!



    Ggf. HI: In welcher Verfassung befindet sich Strapinski?









    Ggf. HI: Was könnte eine Frage sein, mit der wir uns heute befassen?




    TA Welche innere Einstellung Strapinskis hinsichtlich der Geschehnisse wird sichtbar? (Stundenleitfrage)


    L Bitte notiert euch die Leitfrage!








    LSG


    EA:

    • Es könnte sich um Strapinski handeln.

    • Das Bild zeigt, wie Strapinski mit seinem Schicksal hadert.

    • Es geht um Strapinskis Inneres, seine Gedanken


    ES: die SuS kommen nicht auf die Begriffe Einstellung oder Haltung


    EA: wir beschäftigen uns heute mit der Einstellung Strapinskis?




    Teillernziel 1 erreicht

    Erarbeitung


    L Diese Frage, die wir jetzt entwickelt haben, überprüfen wir nun an einem Zitat


    L legt Zitat auf den OHP und liest es vor.


    Das erste deutliche Gefühl, dessen er innewurde, war dasjenige einer ungeheuren Schande, gleichwie, wenn er ein wirklicher Mann von Rang und Ansehen gewesen und nun infam geworden wäre durch Hereinbrechen irgendeines verhängnisvollen Unglückes. Dann löste sich dieses Gefühl aber auf in eine Art Bewusstsein erlittenen Unrechtes; er hatte sich bis zu seinem glorreichen Einzug in die verwünschte Stadt nie ein Vergehen zuschulden kommen lassen; soweit seine Gedanken in die Kindheit zurückreichten, war ihm nicht erinnerlich, dass er je wegen einer Lüge oder einer Täuschung gestraft oder gescholten worden wäre, und nun war er ein Betrüger geworden dadurch, dass die Torheit der Welt ihn in einem unbewachten und sozusagen wehrlosen Augenblicke überfallen und ihn zu ihrem Spielgesellen gemacht hatte. Er kam sich wie ein Kind vor, welches ein anderes boshaftes Kind überredet hat, von einem Altare den Kelch zu stehlen; er hasste und verachtete sich jetzt, aber er weinte auch über sich und seine unglückliche Verirrung.“ (S.44, Z.19 – S.45, Z.2)


    L: Gebt den Inhalt der Textstelle wieder!



    L: Ordnet das Zitat in den Gesamtzusammenhang der Handlung ein!













    Fazit: Es handelt sich um eine Art Gespräch Strapinskis mit sich selbst, indem er mit seinem Schicksal hadert.






































    LSG


    EA:

    • Es wird deutlich, dass es Strapinski schlecht geht,

    • Er ist unglücklich über seine Situation

    • Das Zitat spiegelt Strapinskis Gedanken wieder nachdem er als Schneider entlarvt wurde

    • Strapinski liegt im Schnee und wird kurz darauf von Nettchen entdeckt

    • Er fragt sich, wie es soweit kommen konnte, dass er aufflog

    • Das Zitat beschreibt die Gefühle Strapinskis, wie Schande und Selbsthass, nachdem er entlarvt wurde.

    Teillernziel 2 erreicht

    AA/ OHP (siehe Anhang) : Lest euch die Stelle noch einmal in Partnerarbeit durch und charakterisiert Strapinskis innere Einstellung zur Situation in der er sich befindet, indem ihr Signalworte dafür unterstreicht. Ihr habt dafür 5 min Zeit.

    L schreibt Uhrzeit und Aufgabe an Tafel

    (evtl., 10min, falls die Zeit nicht reicht)


    Auswertung der PA/Sicherung


    L: Benennt die Signalworte zu Strapinskis innerer Einstellung, die ihr herausgesucht habt


    L markiert die Signalworte in roter Farbe


    L: Was bedeuten das Signalwort jeweils?













    L: Inwiefern geben diese Signalworte Einblick in die innere Einstellung Strapinskis hinsichtlich der Geschehnisse?


    L notiert Begründungen/Interpretationen am Rand der Folie









    ggf. HI: Welche Vergleiche zieht Strapinski in seinem Dialog mit sich selbst?


    L markiert die Textstellen (Vergleiche) in blauer Farbe


    L: Interpretiert die Aussage dieser Vergleiche!







    L: Formuliert ein Fazit: Wie bewertet Strapinski die Geschehnisse und welche innere Einstellung wird dabei sichtbar?


    L schreibt Fazit unter die Folie

    Mögliches Fazit:

    Strapinski sieht sich als Opfer unglücklicher Umstände („erlittenes Unrecht“, „Torheit der Welt“, unglückliche Verirrung“) und spielt seine aktive Rolle im Geschehen herunter, indem er sein Verhalten mit einem Kinderstreich vergleicht.

    SuS bearbeiten die Textstelle in PA











    Methode: Meldekette

    EA: SuS benennen Signalworte, die die Einstellung Strapinskis charakterisieren:

    • Ungeheure Schande

    • Unglück

    • Lüge

    • Erlittenes Unrecht

    • Betrüger

    • Mann von Rang und Ansehen

    • verhängnisvoll

    • Verwünschte Stadt

    • Torheit der Welt

    • Spielgesellen

    • Verirrung

    • Kind

    • Er hasste und verachtete sich

    • Wehrlosen Augenblicke

    • überfallen, .



    EA:

    • Strapinski gibt sich nicht die Schuld dafür, dass er in diese Situation hineingeraten ist.

    • Er macht glaubhaft, dass er sich noch nie etwas in seinem Leben zu Schulden kommen lassen hat

    • Er bedauert seine Situation, dass er nun alles verloren hat

    • Er sagt, die verwunschene Stadt und die Torheit der Welt seien Schuld an seinem Unglück


    EA: Der Schneider vergleicht sich mit einem Mann von Rang und Ansehen, der ein Unglück erlebt hat und dadurch infam geworden ist.



    EA: Strapinski vergleicht sich mit einem Kind, das durch ein anderes Kind zu einem Streich angestiftet hat.


    EA: Strapinski vergleicht seine Taten mit denen eines Kindes, dem ein Streich gespielt wurde.


    EA: Strapinski sieht sich als Opfer unglücklicher Umstände und weist die Schuld von sich, indem er sich mit einem Kind vergleicht


    Teillernziel 3 erreicht

    Vertiefung:

    L: Wie bewertet ihr denn die in dieser Textstelle deutlich gewordene Einstellung Strapinskis nach Euren Maßstäben?


    HI: Strapinski beschreibt auf S. 52 seine „Sehnsucht nach einem würdigen Dasein“.



    HI: Das kann man in Frage stellen, auf S. 23 sagt Strapinski: „ . den Schaden sollten die zudringlichen und törichten Herren an sich selbst behalten.“ (S.23, Z. 10-11)






    EA: Die innere Haltung von Strapinski ist egoistisch, weil er kein Schuldbewusstsein zeigt.


    EA: Er täuscht nicht nur die anderen, sondern auch sich selbst.


    EA: Strapinski ist dennoch ein netter Mensch, er will den anderen ja nichts Böses!


    EA: Ich kann Strapinskis Einstellung verstehen. Er ist ein armer Schneider, der das Bedürfnis hat, aufzusteigen. Das ist doch nicht verwerflich!


    Teillernziel 4 erreicht

    Didaktische Reserve:


    L: Inwiefern steht die eben herausgearbeitete Einstellung Strapinskis in einem Zusammenhang mit seinem Verhalten?


    L: Welches Fazit können wir zum Zusammenhang seiner Einstellung mit seinem Verhalten formulieren?



    EA: es könnte sein, dass seine Einstellung auch sein Verhalten beeinflusst hat, und er deshalb nichts dafür getan hat, die Verwechslung aufzudecken


    Teillernziel 5 erreicht

    Auftrag für die Folgestunde:

    Schreibt eine Anklage- und Verteidigungsschrift, in der ihr Strapinskis Handeln und seine innere Einstellung für moralisch verwerflich oder gut befindet.


    Hausaufgabe:

    Lest die Textstelle von S. 21, Z. 34 bis S. 22, Z. 27 und gebt ihren Inhalt schriftlich wieder.


    Anhang:

    1. Einstiegsbild


  • 2. Tafelanschrieb:

    1. Leitfrage der Stunde: Welche innere Einstellung Strapinskis hinsichtlich der Geschehnisse wird sichtbar?

    2. Zusammenfassung des Inhalts: Es handelt sich um eine Art Gespräch Strapinskis mit sich selbst, indem er mit s.....

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    Dawidowsi, Christian: Literaturdidaktik Deutsch. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2016.

    Ehlers, Swantje: Studienbuch zur Analyse und Didaktik literarischer Text. Baltmannsweiler 2010.

    Klafki, Wolfgang: Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Weinheim 1985.

    Leubner, Martin, Saupe, Anja, Richter, Matthias: Literaturdidaktik, Berlin 2010.


    1  Nds. Kerncurriculum
für das Gymnasium Schuljahrgänge 5-10, Fach Deutsch (2015), S. 23

    2 Nds. Kerncurriculum
für das Gymnasium Schuljahrgänge 5-10, Fach Deutsch (2015), S. 23

    3 Empfehlungen zu literarischen Texten und Filmen im Deutschunterricht für das Gymnasium Klasse 5-10
    des Nds. Kultusministeriums, abgerufen am 4.12.2016

    4  Vgl. Klafki, Wolfgang: Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Weinheim 1985.


    5  Nds. Kerncurriculum
für das Gymnasium Schuljahrgänge 5-10, Fach Deutsch (2015), S. 23

    .....



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