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Bachelor thesis
Philosophy

University, School

Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

Grade, Teacher, Year

2014, Grabner-Haider, Note: 1

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Text by Anna L. ©
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Staatslehre bei Plato und Konfuzius

Ein philosophisches Vergleich

Bachelorarbeit

Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung


Es ist interessant, wie in verschiedenen Brennpunkten der menschlichen Kultur religiöse und geistlich-philisophische Strömungen sozusagen gleichzeitig, mit ca. 80 jährigen Unterschied, zwischen 6. und 4. Jh. v. Ch. auftauchen.

Vor Ihnen liegt meine Bachelorarbeit, die zwei große Denker des 6. bis 4. Jh. v. Ch., aus ganz anderen Teilen der Welt, als Thema hat. Das sind Plato und Konfuzius, beide noch immer respektierte Denker der Philosophie und Reformatoren ihrer Zeit.

In Griechenland war im 5. und 4. Jh. v. Ch. Plato als Lehrer tätig, der einer der wichtigsten abendländischen Philosophen war und wessen Werke den Grund aller weiteren Philosophie darstellen. Er war Schuler von Sokrates, was ihn und sein Denken stark beeinflüsste.
Konfuzius aber war einer der wichtigsten Denker der östlichen Philosophie, seine Lehren beeinflüsste viele Denker.
Manche sagen, dass sie noch heutzutage im chinesischen kulturellen Raum zu spüren sind.

Was ich mir also als Aufgabe gestellt habe, ist folgendes:
Ich möchte erläutern, wie die zwei großen Denker aus verschiedenen Teilen der Welt auf, ziemlich ähnliche Überlegungen kamen. Ob das so ist, werde ich durch Recherche und Auseinandersetzungen mit beiden Lehren auch herausfinden. Dazu möchte ich noch sehen, inwiefern beide ihre Kultur prägten und auf welchen Niveaus die Lehren von beiden Denker ähnlich sind und wo sie sich unterscheiden.

Meine Arbeit ist in drei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil beschreibe ich das Denken, die Staatslehre und die Ideale von Plato.
Im zweiten Teil gebe ich die gleichwertige Beschreibung von Konfuzius, sein Denken, seine Staatslehre und seine Ideale.
Die beiden Teile werden mit Hilfe der Sekundärliteratur und natürlich durch das Studium der Originaltexte zusammengesetzt.
Im dritten Teil befindet sich der Vergleich von beiden Denker, dabei werden Ähnlichkeiten und Unterschiede herausgearbeitet.

2. Staatslehre bei Plato


2.1. Über Platos Leben und Werke


Plato wurde vermutlich zwischen März und Juli 427 v.Ch. in Athen oder Aigina geboren. Sein Vater war Ariston und seine Mutter Perikitione. Väterlicherseits ist nicht viel bekannt. Alles, was wir über Platos Herkunft wissen, ist das, was über die Familie seiner Mutter bekannt ist. A. Graeser schreibt, dass Plato schon in früherer Jugend von antidemokratischen Gedanken geprägt wird1, weil nämlich sein Onkel zweiten Grades, Critias und sein Onkel ersten Grades, Charmides, beide zur Gruppe der dreißig Tyrannen2 gehörten.

In seiner Jugend war er als Dichter tätig. Ein sehr wichtiger Punkt seines Lebens war die Reise nach Sizilien, die zw. 390 und 389 oder 388 und 387 stattgefunden hatte. Da kam er unter den Enfluss des Pythagoräers Archytas von Tarent; und in Syrakus lernte er Dion kennen, der Schwager des tyrannisches Herrschers Dionys I. war. Nach der Rückkehr nach Athen gründete er dort eine Schule, die Akademie.

Er reiste noch zweimal nach Sizilien, zw. 366 und 365 und zw. 361 und 360. Er war vom neuen Herrscher Dionys II. fasziniert, denn Dion nahm an, dass er die Anlage zum Philosophen-König habe. Und Plato dachte danach, Dionys II. könnte seine philosophische Gedanken in die Tat einsetzen. Aber das geschah nicht.3

Plato schrieb mehrere Briefe und Dialoge. Manche Historiker glauben, er schrieb nur Dialoge, da die Authentizität der Briefe fraglich ist. Der Hauptdarsteller in seinen Dialogen ist Sokrates, der Gespräche mit anderen Denkern führt. Doch im späteren Verlauf drohte „das Dialogische zur bloßen Form zu erstarren, und im Gespräch über die Gesetze ist Sokrates nicht mehr mit von der Partie“4.

Es gibt 34 platonische Dialoge, einige davon wurden bereits in der Antike als unecht erkannt und viele wurden immer wieder bezweifelt. Die Forschung zeigte auch, dass die Werke „Gesetze“ und „Brief VII.“ wahrscheinlich unecht sind. Vom Inhalt aus kann man auch behaupten, dass die frühen sokratischen Dialoge erst nach dem Tod von Sokrates geschrieben wurden5.

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Diese dort sitzenden Menschen haben in ihrem gesamten Leben nichts anderes gesehen als Schatten, so dass für sie die Schatten wohl das einzig Wahre sind. Doch man könnte sie »heilen«, wenn man einen von ihnen losmachen würde und ihn dann zwingen würde, sich umzudrehen und ins Licht zu blicken. Angeblich würde dieser Mensch erst einmal geblendet sein und niemals glauben können, dass alles, was er vorher gesehen hatte, nur ein Abbild dessen sei, was er jetzt sieht.

Doch er würde lernen, wenn er stiegenauf gehen müsste und die Sonne sehen würde, dass eigentlich die Sonne das ist, was alles beleuchtet. So leuchtet auch die Idee des moralisch Guten.
Plato beschreibt also mit dieser Höhle eigentlich unsere Welt und oben befindet sich die Welt der ewigen Ideen. Ich verstehe dieses Licht in der Höhle als das Sonnenlicht und die Sonne wird in der Welt der Ideen als die Idee des Guten gemeint.

Dieser Mensch, der von Illusionen losgelassen wird und lernt, damit er danach weiß, was eigentlich wahr ist (die Ideen), genau dieser kann der wahre Philosoph und König sein und somit der wahre und absolut gute Herrscher.

2.3.1 Die Gerechtigkeit

Schon im ersten Buch der ‚Politeia‘ gibt es einen Dialog mit dem Sophisten Thrasymachus, der das Thema der Gerechtigkeit behandelt. Thrasymachus vertritt die These, dass „gerecht sei, was dem Stärkeren nütze“12. So wird der Sophist als Vertreter der Position eines Tyranen dargestellt.
Man kann sagen, dass Plato im Charakter des Thrasymachus eine Verbindung zwischen dem sophistischen Relativismus, dem natürlichen Nihilismus und der politischen Gewaltherrschaft herstellt.

Nämlich der Stärkere entwürft eine Ideologie, ihm steht die Repression zur Verfügung, seine Herrschaft ist die des eigensinnigen Willens, ist die Laune des Stärksten. Wenn die Menschen gegen seine Gesetze handeln, wirken sie ungerecht.
Diese These wird von Plato abgelehnt, denn Gerechtigkeit ist für ihn eine Tugend und sollte auch im Interesse von anderen und nicht nur im Eigeninteresse ausgeübt werden.13
Die Bedeutung der Gerechtigkeit für ein erfolgreiches Staatsmodell zeigt sich in zwei Charakteristiken:14 an gewissen anthropologischen Voraussetzungen, die in der Form eines Mythos gezeigt wurden; und in der Verkörperung der Strukturen, die raum- und zeitlos vorgegeben ist.

Sie spiegelt die Idee der Gerechtigkeit und dazu gehören noch drei Teile der Seele, die hierarchich gestuft sind.
Der erzählte Mythos ist als Metall-Mythos bzw. als Mythos über Erdgeborenen15 bekannt: Es gibt eine Annahme, dass es drei unterschiedlich wertvolle Arten von Menschen gibt. Alle diese Menschen sind Brüder, denn sie haben eine gemeinsame Mutter, die Erde.

Doch der Schöpfer der Erde mischte jedem dieser Menschen ein bestimmtes Metall in die Seele. Einigen mischte er Gold ein, den anderen Silber und den dritten Eisen. Diejenigen, die in der Seele Gold bekommen haben, wurden für die Herrscher bestimmt. Diejenige mit Silber sollten die Helfer der Herrscher sein. Und diejenige, die Eisen als Element der Seele haben, wurden zu Handwerker, zu Hirten oder zu Bauern bestimmt.

Weiter besagt der Mythos, dass die Kinder normalerweise dasselbe Metall in der Seele tragen, wie die Eltern, es kann aber geschehen, dass die Kinder von Herrschern auch Eisen in der Seele tragen können und dass die Kinder der unteren sozialen Schichten manchmal auch Gold oder Silber in der Seele tragen. Dann sollten sie zum richtigen Stand zugeordnet werden.
Die menschliche Seele ist auch in drei Teile unterteilt, wir haben einen vernünftigen, einen affektiven und einen treibhaften Seelenteil.

Alle diese Seelenteile sollten zueinander in einem Verhältnis stehen, wo die niedrigen Teile den höheren Teilen untergeordnet sind. Wenn das der Fall ist, dann ist ein Mensch gerecht.16 Genauso ist es mit dem Staat. Die Stände und Ränge im Staat sollten parallel zum Metall-Mythos und zu den Seelenteilen verlaufen. Die niedrigeren Stände sollten den höheren Ränge untergeordnet sein.
Auch im platonischen Staat .....

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Wenn dieses Konzept auf der Staat übertragen wird, geschieht das gleiche. Wenn die richtigen Menschen an richtigen Positionen sind, ergibt sich ein gerechter Staat, der wie ein perpetuum mobile ohne Reibungen funktioniert und gerecht ist. Daraus ergibt sich, wenn die Menschen in der Polis gerecht sind, wird auch die Polis gerecht. So wie es in der Polis keine Exzesse und Defizite geben darf, darf es auch in der Seele des einzelnen keine Exzesse und keine Defizite geben.23

Es müssen die richtigen Menschen die für sie richtigen Positionen im Staat besetzen, damit ein Staat gerecht ist. Das kann ich am besten mit einem Diagramm zeigen:


Körperteil

Seelenteil

Stand

Tugend

Kopf

Vernunft

Herrscher24

Weisheit

Herz

Mut

Wächter

Tapferkeit

Bauch

Begierde

Handwerker, Bauern

Besonnenheit

Abb.1

2.3.3 Das Gute und die Ideenlehre

Die Frage: „Was ist das Gute?” war schon immer ein zentrales Thema in der Philosophie. Für Plato ist die Idee des Guten die höchste und wichtigste aller Ideen. Sie ist identisch mit der Idee des Einen und stellt die „Sonne” des Ideenhimmels dar, welche alle anderen Ideen beleuchtet und ihnen ihren Ort zuweist.25

Damals nämlich, als Sokrates26 und Plato wirkten, war Athen ein Stadtstaat, wo die Sophisten die Lehrer der traditionellen Moral waren. Die Begriffe innerhalb der traditionellen Moral waren aber nicht deutlich ausgearbeitet, sie waren von aufrichtigen Absichten der Einzelnen abhängig.
Plato
meinte, dass die Gegenstände in unserer Welt eher die Schatten der Urformen sind.27
An der Stelle ist es sehr wichtig, zwischen der Erkenntnis (noesis) und der Meinung (doxa) zu unterscheiden.

Das Meinen ist immer weniger klar als das Wissen. Am besten kann man das mit einer Allegorie zeigen, und zwar mit der Liniengleichnis:

Sokrates sagte zu Glaukon, er solle eine Linie zeichnen und sie an zwei ungleiche Teile teilen. Ein Teil der Linie steht für die Meinung und der andere Teil steht für die Erkenntnis. Die unterschiedliche Größe beider Teile zeigt, wie Meinung und Erkenntnis auch von der Klarheit her und den damit verbundenen Objekten unterschiedlich sind. Wir wissen nicht ganz genau, welcher Teil größer ist.28 Die ganze Linie hat fünf Punkte, von A bis E. Die Linie ist in zwei Hauptteile geteilt, ein Teil ist der Teil der Meinung, das ist die Welt der Sinneserfahrungen (A bis C); und der andere Teil ist die Erkenntnis, das ist der denkenden Welt (C bis E).

Beide Teile sind noch in Unterteile geteilt und es geht dabei um eine ontologische und epistemische Hierarchie. Der erste Unterteil (A bis B) heißt auf der epistemologischen Ebene ekasia29. Diese ist ontologisch auf die Schatten und Spiegelbilder gerichtet, also auf alle Objekte, die nur durch die Vermutung wahrgenommen werden können, dass es .....

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Die Idee des Guten ermöglicht (ontologisch gesehen) alles, was in der Welt der ewigen Ideen lebt, so wie die Sonne das in der sinnlichen Welt ermöglicht.

Nach Plato sind unsere Begriffe nicht nur Abstraktionen der konkreten Dinge, sondern Abbildungen von höheren Wahrheiten, die »Ideen« benannt werden. Sie sind die Archetypen von allem, was in der sinnlichen Welt lebt. Sie sind außerhalb von Zeit und Raum. Wir können die Ideen nicht wahrnehmen, sondern nur denken. Sie sind nicht geschaffen, sondern unzerbrechlich, unveränderlich und somit ewig.

Sie sind aber auch nicht absolut wahr, denn sie sind immer noch ein Teil von etwas, was Plato als das »Gute« nennt und zwar auf gleiche Weise, wie sinnliche Dinge von der Sonne abhängig sind. Also das Gute ist sozusagen die höchste Idee, die Idee aller anderen Ideen, das absolute Wert, die ganze Wahrheit.

Aber wie kann die Welt der ewigen Ideen von uns Menschen wahrgenommen werden? Nur so, dass die Vernunft im Ganzen die Sinne transzendiert, die für die Welt der Entstehung d.h. sinnliche Welt, verantwortlich sind. Die Welt des Werdens verhielt sich feindlich zur Welt des Seins.34

Was im Höhlengleichnis die Höhle ist, ist an der gezeichneten Linie und in der Wahrheit35 die sinnliche Welt. Und was im Höhlengleichnis die Welt ausserhalb der Höhle ist, ist an der Linie und in der Wahrheit die intelligible Welt. Was in der Höhle das Feuer ist, ist die Sonne in unserer Welt36. Und was im Höhlengleichnis die Sonne ist, das ist in der Wahrheit die Idee des Guten.

Die Idee des Guten ist der Urgrund der Gerechtigkeit, der Schönheit und der Wahrheit. Ohne die Erfassung der Idee des Guten ist es unmöglich, die Wahrheit anzuschauen.

Derjenige, der den Staat führen wird, soll die Idee des Guten erkennen. Zum Vergleich, wie der sich fühlt, der zum ersten Mal die Welt der Ideen sieht, zeigt Plato, wie sich derjenige fühlt, der zum ersten Mal aus der Höhle kommt.

Das Gute ist also der Schlüsselreiz der Ideenlehre und der ganzen Staatsphilosophie da ohne das Erkennen dieser Idee kein Philosoph König sein kann und auch kein König als Philosoph wirken kann. Somit kann keine Polis und auch kein Mensch v.....

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Sie sind mit der Situation am Schiff unzufrieden. Aber sie sind in der Minderheit und werden von anderen »Himmelgucker« benannt und als überflüssig bewertet. Das sind dann die Philosophen. Doch sie seien die Einzigen, die den Staat führen könnten, meint Plato. So wie der Kapitän eine Menge theoretisches Wissen besitzen muss, um das Schiff erfolgreich zu lenken, so muss auch der Regent im Staat über verschiedene Arten von Erfahrungen, Wissen und Kenntnissen relevanter Fakten verfügen.39

Deshalb wäre es wichtig, dass die Führenden im Staat tatsächlich Philosophen wären und keine Sophisten. Die philosophischen Lehren der Sophisten hielt Plato nämlich für gefährlich und er wollte sie unterdrücken.40

Die Philosophen-Könige sind nun diejenigen, die die Gesetze, denen die Wirklichkeit unterworfen ist, erkennen. Das sind diejenigen, die die wahre Einsicht haben und die volle Erkenntnis besitzen. Sie sind in ihren Entscheidungen von den bisherigen Gesetzen unabhängig, weil sie ihrer höchsten Einsicht folgen und das, was mit dem letzten Staatszweck nicht vereinbart werden kann, ablehnen.41

Diese Philosophen-Könige sind diejenigen, die im Höhlengleichnis aus der Höhle kommen und langsam erlernen, wie man die Sonne, die Metapher für die Idee des Guten ist, schauen kann. Sie kennen die wahren Gegestände und nicht nur die Schatten davon.
Um Philosophen-Könige richtig zu erziehen, benötigt Plato die richtige Ausbildung. Dem Nachwuchs der Herrschaftsschicht soll das erforderliche Wissen vermittelt werden.

Das Fundament bilden Mathematik und Philosophie, darunter vor allem die Ideenlehre. Die zukünftigen Herrscher bilden sich zusammen mit den zukünftigen Wächtern auch in der Musik und Gymnastik aus. Später werden sie von denen separiert und ihnen wird nur noch das Herrschaftswissen übermittelt. Somit entsteht eine Geistesaristokratie, die das ganze Leben dem Studium der ewigen Ideen und Regieren widmet.42 Diese Ausbildung ist gleich für beide Geschlechter, also man kann Philosoph und König werden, egal ob Mann oder Frau ist.

Das begründet Plato mit einem Bild, wo er Hündinnen und Hunde vergleicht. Er sagt, dass die Hündin gleiche Aufgaben wie ein Hund erfühlen kann, außer wenn sie Welpen hat. Also haben auch ein Mann und eine Frau das gleiche Gemüt und deshalb werden Frauen den Männern in der Philosophie gleichgestellt und in gleichen Bereichen erzogen und geübt.


2.3.4 Die Erziehun.....

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Die Dialektik in ihrem reinen Sinn hat immer die Idee des Guten im Ziel. Somit ist gerade die Dialektik die Anleitung zum Aufstieg zur höchsten Idee des Guten.

Sie steht an der Spitze von Platos Erziehungsprogramm, da sie für ihn auch als die höchste aller Wissenschaften ist. Sie ist die notwendige Wissenschaft für die Wahrnehmung der Idee des Guten.

Diese Idee ist notwendig für die ultimative Sittlichkeit der Philosophen und als Vorbild setzt Plato den Sokrates. Damit zeigt er auch, dass ein philosophisch erzogener und ausgebildeter Mensch48 die Fähigkeit besitzt, anderen (die noch nicht „aus der Höhle gekommen sind“) mit Erziehung zu helfen, wie das Sokrates gemacht hat.

3. Staatslehre bei Konfuzius


3.1 Gründe seiner Lehre: Über Konfuzius' Leben und die Welt in seiner Zeit


Konfuzius wurde im 551 v. Ch. in der Provinz Schandong im Fürstentum Lu geboren.49Ursprünglich war sein Name Kong Qiu oder Kong Zhongni und erst später bekam er den Namen oder den Titel, nach welchem er bekannter wurde: Kong Zi. Das bedeutet Meister Kong. Dieser Titel wurde von jesuitischen Missionaren in Europa und somit in der westlichen Welt als Confucius latinisiert.
Meister Kongs Vater war ein erfahrener Feldherr im Fürstentum Lu.

Er starb, als Konfuzius drei Jahre und seine Mutter 18 Jahre alt waren. Seit dem lebten beide in großer Armut.50Konfuzius zeigte sehr früh Interesse für verschiedene Riten. Mit fünfzehn Jahren begann er sein Lernen an der Kriegerschule und hörte damit nie auf.
„Als ich fünfzehn war, war mein ganzer Wille auf das Lernen gerichtet. Mit dreißig stand ich fest.

Mit vierzig hatte ich keine Zweifel mehr. Mit fünfzig kannte ich den Willen des Himmels. Als ich sechzig war, hatte ich ein feines Gehör, um das Gute und das Böse, das Wahre und das Falsche herauszuhören. Mit siebzig konnte ich den Wünschen meines Herzens folgen, ohne das Maß zu überschritten.“ (Lunyu, 2.4)51

Kong Zi besuchte eine Schule für junge Krieger, wo er verschiedene Kampftechniken, Riten, Geschichte des Fürstentums, die Gesetze und die moralischen Regeln für Zusammenleben im Staat erlernte.52
Mit 19 wurde Konfuzius zum ersten Mal verheiratet und bekam eine Arbeit in der Verwaltung des Fürstentums. Sehr früh fing er an Schüler zu unterrichten und durfte eine Schule für junge .....

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