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Term paper
Applied Linguistics

University, School

Georg-August-Universität Göttingen

Grade, Teacher, Year

2,0 Dr. Volker Harm, 2007

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Text by Norman H. ©
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Der Hobbit Eines Tages trifft der Hobbit Bilbo Beutlin den Zauberer Gandalf und 13 Zwerge zum Tee. Dort erfährt er, dass sie nach einer langen Reise einen Drachen besiegen und ihren von ihm gestohlenem Schatz zurückerobern müssen. Bilbo wir zum Meisterdieb ernannt und Thorin, der Anführer der Zwerge und ein Erbe Durins, bekommt eine Karte und den Schlüssel zur geheimen Nebentür des Berges, in dem der Drache lebt. Die Gefährten machen sich auf den Weg durch das ganze Auenland und weiter in die anderen, für den Hobbit noch unbekannten Länder. Doch bald geraten sie in Schwierigkeiten­. Trolle nehmen die Zwerge und den Hobbit gefangen. Gandalf trickst die Trolle aus. Schon bald gelangen alle in Elronds Haus, wo sie von den Elben freundlich empfangen werden. Nach dieser Rast wandern sie in das Nebelgebirge. Dort gerät die Gemeinschaft in Gefangenschaft der dort lebenden Orks. Bei einem Fluchtversuch verschwindet Bilbo in einem Höhlenlabyrinth­. Er findet den seltsamen Zauberring, der ihn unsichtbar macht. Bilbo muss mit Gollum, einem listigem Geschöpf, um sein Leben rätseln. Er gewinnt und wird verfolgt, kann sich aber dann mithilfe des Rings retten und durch einen Ausgang auf der anderen Seite des Gebirges zu seinen Freunden fliehen. Gemeinsam ziehen sie weiter, werden von Adlern gerettet und treffen den mit zahmen Tieren lebenden Bärenmenschen Beorn. Mit ihrer Geschichte bringen sie ihn dazu, dass er alle in sein Haus aufnimmt.
J.R.R. Tolkien – Der Schöpfer von Mittelerde Inhaltsverzeich­nis­: 1. Vorwort 2. Biographie 3. Der kleine Hobbit 3.1 Inhalt des Romans 3.2 Analyse des Stils und der Sprache 3.3 Analyse der Handlung 4. Der Herr der Ringe 4.1 Inhalt des Romans 4.2 Analyse des Stils und der Sprache          4.2.1 Fantasy – Entstehung eines Genres 4.3 Analyse der Handlung 4.3.1 Auffassung des Bösen und religiöse Hintergründe 5. Quellenverzeich­nis 5.1 Primärliteratur 5.2 Sekundärliterat­ur 1. Vorwort: In dieser Facharbeit, die als Projekt im Deutsch-Unterri­cht unter Herrn Professor Tanzer durchgeführt wurde, möchte ich Professor John Ronald Reuen Tolkien, der mit seinen Werken und Leistungen zweifelsohne die Literaturlandsc­haf­t des 20sten Jahrhunderts deutlich geprägt hat, als Person, Philologen und Autor genauer beschreiben. Neben einem kurzen Lebenslauf beabsichtige ich nicht nur einen kurzen Abriss über seine Bücher, sondern auch eine genauere Beobachtung seines Verhältnisses zu seiner erschaffenen Fantasiewelt zu erstellen. Dabei will ich nicht versuchen die öffentliche Meinung der „so genannten“ und der wahren Literaturexpert­en wiederzugeben, sondern versuchen eine möglichst neutrale und faire Beschreibung seines Lebenswerkes darzulegen. In weiterer Folge ist es auch mein Ziel zu versuchen eine Verbindung zwischen seinen Lebenserfahrung­en und den niedergeschrieb­ene­n Worten zu

Georg-August-Universität

Seminar für Deutsche Philologie

Aufbauseminar: „Wortschatz: Struktur, Variation und Dokumentation

Wintersemester 2007/2008

Dozent: Dr.


Spezielle Lexikologie bei J.R.R.

Tolkien – Welche Kriterien legte Tolkien der Etymologie seiner Elbensprache zugrunde?


11,

Tel.:

Email: _@web.de

2-Fach Bachelor Sport / Deutsch

3. Fachsemester

Einleitung


Ziel dieser Seminararbeit soll es sein, Kriterien und Entscheidungsgründe darzulegen, die den britischen Schriftsteller und Linguisten John Ronald Reuel Tolkien dazu bewogen, sich verschiedenster Elemente von Sprachen zu bedienen, um eine Elbensprache zu erfinden, die er in seinen Werken nutzen konnte.

Meine Ausführungen beziehen sich dabei keinswegs ausschließlich auf seinem wohl bekanntesten Werk „Der Herr der Ringe“, vielmehr wird versucht, sein gesamtes literarisches Lebenswerk mit einzubeziehen, da im Verlauf der Arbeit aufgezeigt wird, dass die Erfindung nicht einzig und allein dem Herrn der Ringe diente, schon allein aus der Tatsache heraus, dass Der Herr der Ringe nicht seine erste Veröffentlichung war.

Da die Lexikologie Gegenstand unseres Seminars war, wird das Hauptaugenmerk dieser Arbeit auf dem Wortschatz der Elbensprache liegen, d.h. es wird versucht zu klären, ob es ein System seitens Tolkiens bei dem Aufbau der Sprache gab.

Gibt es allgemein gültige Regeln für die Herkunft von elbischen Wörtern? Dafür ist es unerlässlich, im folgenden einen kurzen Überblick darüber zu geben, was man im Allgemeinen unter Tolkiens Elbensprache verstehen kann und zu verstehen hat.

Im Verlauf der Arbeit wird sich zeigen, wie unzureichend sich die Quellenlage diesbezüglich darstellt, es gibt viele Unstimmigkeiten, viele Skripte und Manuskripte Tolkiens sind posthum veröffentlicht worden.

Somit ist der Wahrheitsanspruch nicht immer gegeben, auch weiß man nicht, ob Tolkien selbst eine Veröffentlichung gewollt hätte? Er selbst hat sein Hauptwerk den Herrn der Ringe so häufig umgeschrieben, ergänzt oder gekürzt, dass nicht einmal bei diesem Werk gesagt werden kann, ob es für ihn die letztendliche, finale Version darstellt, denn er auch er unterstand seiner Zeit dem für Autoren allgegenwärtigen Druck des Verlegers.

Trotz dieser unzulänglichen literarischen Situation wird es gegeben sein, auch auf einige grammatische Aspekte der Elbensprache einzugehen, dieser Bereich soll jedoch nur marginal und ergänzend anzusehen sein.

Aufgrund der Tatsache, dass sich herausstellen wird, dass es keine generalisierende Aussage über die Wortherkunft geben wird, ist es doch recht interessant zu sehen, wie sich der Lehnwortschatz des Elbischen gestaltet.

Dieser Gesichtspunkt der Sprachanalyse soll den letzten Punkt der Arbeit darstellen, bevor in den Schlussbetrachtungen dann zum Einen ein Resümee zu finden sein wird, zum Anderen jedoch auch ein Ausblick darauf, wie die mangelhafte Quellenlage verbessert werden kann, um das Thema der etymologischen Sprachbetrachtung des Elbischen zufriedenstellender und eventuell etwas akzentuierter .....[read full text]

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Während des Lesens des „Herrn der Ringe“ fällt schnell auf, dass die elbische Sprache hauptsächlich dafür benutzt wird, um Gegenden, Städte und Orte zu bezeichnen.

Vollständige elbsiche Sätze gibt es dagegen nur spärlich, abgesehen von den reichlich vorhanden Liedern und Gedichten. Jedoch ist dem Elbischen in diesem Werk eine sehr tragende Rolle zugeordnet. Sie bildet sozusagen den roten Faden der Geschichte. Handlungen jener Nutzer dieser Sprache sind für die Geschichte zwar essentiell, sie sind allerdings kein gewichtiger Teil der Handlung.

Die Elben erfüllen in dem Werk meiner Meinung nach nur eine Helfer- und keine Hauptfunktion. Doch warum machte sich Tolkien also soviel Gedanken um die Sprache dieses Volkes? Tolkien selbst erwähnte in seinen nachgelassenen Schriften The History of Middle-Earth3, dass er zuerst die Sprachen der Völker von Mittelerde entwickelte. Und je nachdem, wie sie klangen, entwickelte er die dazugehörigen Völker.

Die elbische Sprache besitzt „eine Schönheit, die weit hinausgeht über den lautlichen Klang und auch aus ihrer Struktur und den vielfältigen Beziehungen ihrer Formen lebt“4. Somit war für ihn die logische Konsequenz, die Elben als die reinsten und schönsten Geschöpfe .....

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Tolkiens Elbensprache lässt sich im Wesentlichen in zwei Teile unterteilen, zum Einen das Quenya – die Sprache der Hochelben, und zum Anderen das Sindarin – in gewisser Weise die Umgangssprache der Elben.

Das Quenya lässt sich oberflächlich recht gut mit dem Finnischen verglichen, einer nicht indogermanischen Sprache und somit nicht vergleichbar mit dem Englischen oder dem Deutschen.

Tolkien musste Finnisch lesen und verstehen können, denn er las mit großer Begeisterung das finnische Nationalepos Kalevala, gedichtet nach mündlichen Überlieferungen von einem finnischen Gelehrten des 19. Jhdt. Dieser Gelehrte gab den Finnen also dass, was Tolkien für England vorschwebte. „Darüber hinaus ist die finnische Grammatik ein Fest für Philologen“7.

Grund dafür ist vor allem die Tatsache, dass – vergleichbar mit dem Deutschen oder Lateinischen – es verschiedene grammatische Fälle gibt, aber nicht 4 oder 5 sondern 15. Auch im Quenya finden sich 3 solcher Fälle. Abgesehen von den üblichen Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ, sowie Possessiv und Instrumentalis, sind diese drei die sogenannten Lokalkasus: Ablativ, Lokativ und Allativ.

  • Beispiel: Deutsch „im Turm“; „zum Turm h.....

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Das Sindarin ist, wie eingangs bereits erwähnt, die Umgangssprache der Elben in der Welt von J.R.R.

Tolkien. Es ist eine weiche und wohlklingende Sprache. Der dominanteste Unterschied zum Quenya ist die Bewahrung des elbischen „th“ im Sindarin (im Quenya veränderte es sich im Laufe der Zeit zu „s“). Pluralformen im Sindarin werden nicht mehr durch Präfixe gebildet, stattdessen mit Hilfe von Apophonien. Des weiteren ist interessant, dass sich im Sindarin nicht das Wortende, sondern der Wortanfang verändern lässt.

Derartige Mutationen sind größtenteils aus keltischen Sprachen bekannt. Viele Mutationen des Sindarin sind „absichtlich so angelegt, dass sie dem Walisischen im lautlichen Ursprung oder in der grammatischen Funktion ähnlich wurden, sind aber weder im lautlichen Ursprung, noch in der grammatischen Funktion dieselben“8. Tolkien selbst erwähnte mehrfach, dass ihn die walisische Sprache von Anfang an fasziniert hat und bezeichnete sie oft als „Sprachästhetik“9.

Gerade deshalb hat er das Sindarin in einigen Punkten ganz bewusst nach dem Walisischen Vorbild geformt. Jedoch hat er grammatische Regeln dahingehend verändert, dass ihm die Sprache schön erschien.

Eine der markantesten Formen der Mutation in Tolkiens Sindari.....

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Mit dieser Ausführung soll das kurze grammatische Kapitel sein Ende finden.

Man könnte zweifelsohne jene Grammatik weiter aufschlüsseln, unterteilt für die einzelnen Bereiche der elbischen Sprache betrachten, doch dazu müsste man sich noch eingehender mit der Genealogie der verschiedenen Elbenvölker Mittelerdes beschäftigen.


  1. Etymologie


In dem nun folgenden Kapitel soll das eigentliche Thema dieser Seminararbeit, die Etymologie der Elbensprache, behandelt und betrachtet werden.

Es wird versucht aufzuzeigen, ob, und wenn ja, welche Kriterien Tolkien bei der Entwicklung dieser Sprache der Wortherkunft zugrunde legte. Ziel soll es dabei nicht sein, auf einzelne Lexeme oder Phänomene einzugehen, vielmehr gilt es zu zeigen, ob es allgemeingültige Regeln für die Wortbildung gibt oder gab. Um dies zu bewerkstelligen, erscheint es sinnvoll, einen knappen Exkurs in die Geschichte der Linguistik zur Zeit Tolkiens anzustreben.

Die Linguistik, wie sie zu Anfang des 20. Jahrhunderts betrieben wurde, war ein ausschließlich historisch.....

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Diese verwirrende Konstellation könnte damit zusammenhängen, dass Tolkien die Geschichten aus Mittelerde immer wieder neu erzählte, man könnte fast meinen er erfand sie kurzerhand aus dem Stegreif neu. Dies ist aber eigentlich eins der markantesten Kriterien für eine Sprache, nämlich dass sie ein dynamischer Prozess ist. Und dieser dynamische Prozess war für ihn stets damit verbunden, dass Sprache sich dahingehend veränderte, welche Völker im Laufe ihres Lebens in Mittelerde mit welchen anderen Völkern zusammentrafen.


    1. Woher stammen die elbischen Wörter?


In seinem Text „The Etymologies“ – veröffentlicht von Tolkiens Sohn Christopher – wird zum erstem mal ansatzweise klar, wie die elbischen Wörter gebildet werden.

Dieser lexikon-artige Text ist eigentlich eher ein Wörterbuch der Wortverwandtschaften, ein alphabetisch geordnetes Verzeichnis jener Wurzeln und Basen und ihrer Derivate. Eine Aufzählung jener Basen und Wurzeln, und sei sie nur exemplarisch, würde den Rahmen dieser Arbeit übersteigen. Jedoch sei am Rande erwähnt, dass Tolkien selbst in diesem Text ca. 640 Wurzeln und Basen aufgelistet hat.

Auch nach intensiven Studium dieses Essays wird nicht klar, woher denn genau die Wortstämme der Elbensprache stammen. Eventuell ist dazu ein exemplarischer Vergleich einer Base oder Wurzel mit dem Ursprachschatz des Finnisch-Ugrischen, des Keltischen oder auch des Indogermanischen, doch dazu ist die Kapazität dieser Seminararbeit zu schnell erschöpft. Somit können die anfänglich angestrengten Ausführungen bezüglich allgemeingültiger Regeln der Wortherkunft im Elbischen an dieser Stelle z.....

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