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Philosophy

University, School

Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

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Aspekte der antiken Philosophie auf die Gegenwart projiziert Von der Mäeutik bis zum modernen Unterricht Université de Luxembourg Einführung in die Philosophie der Antike Volker Zotz Bachelor en Cultures Européennes: Philosophie 2. Semester Sommersemester 2009 Vorgelegt von: Matr.-Nr.: Philippe Schannes --entfernt-- 2. Semester Aus: --entfernt-- Strassen, 16.06.09 Inhaltsverzeich­nis­ Beginn mit Sokrates2 Die Gedanken der Aufklärung3 Neo-Sokratismus­4 Neo-Sokratische Gespräche4 Zusammenfassung und Konklusion4…
Beginn der Philosophie von Die europäische Philosophie entsteht 600 v Chr. im antiken Griechenland. Die ersten griechischen Philosophen heißen Vorsokratiker darauf folgen die Klassiker dann die Hellenisten und enden bei den Neuplatonikern im 6. n. Chr. Berühmt sind heute vor allem die antiken Philosophen: Aristoteles, Platon, Marc Aurel, Socrates und Seneca. Philosophie heißt Liebe zur Weisheit (philia bedeutet Liebe, sophia bedeutet Weisheit). Der Wille der Philosophie ist es, das eigene Selbst- und Weltbild zu hinterfragen.…

Schlüsselbegriffe

 zur Philosohpie der griechischen Antike


Fremdbegriff: Synonym / Erklärung


Die absolute Datierung (eines Werks): Der Zeitpunkt zu dem ein Werk verfasst wurde


Die relative Chronologie (v. Werken): Die zeitliche Reihenfolge, in der bestimmte Werke verfaßt wurden


Fiktion: Schaffung einer eigenen Welt (i.S.v. etwas erfinden)


Ein Anachronismus Eine unmöglich für diesen Zeitpunkt gelten könnende Behauptung, d.i. meistens früher datiert als tatsächlich geschehen


Das perikleische Athen: Athen unter der Herrschaft von Perikles (Athen des Sokrates in seinen besten Zeiten), etwa 450-430 v.Chr.


Der Ephebe: Der Erwachsende (im Vergleich zum Erwachsenen) bzw. in Athen ab etwa 400 v.Chr. der Wehrtüchtige= Wehrpflichtige


Akmé: „Spitze, Schneide, Blüte“; Höhepunkt des Lebens


„freie Bürger“ Athens (um 480): Ca. 10 % der Bevölkerung; erwachsene freie Männer (keine Erwachsenden, Frauen, Sklaven und Ausländer)


Die Metöken: Die Ausländer


Das athener Rotationssystem: Durch dieses System war es geregelt, dass jeder Bürger (Def. siehe oben!) periodisch verschiedene Ämter bekleidete


Hegemoniale Großmacht: Eine Großmacht in Hegemonie (be)herrscht (alles) bzw. Vorherrschaft bzw. Überlegenheit durch eine Institution/Staat/Person…


Autonom: Unabhängig, selbstbestimmend


Scholé: Der erwachsene freie Mann (Bürger) hatte scholé – Zeit und Muße (im Sinne von Rast und Ruhe), daher leitete sich später das Wort für Schule ab


Einfache Bürger wurden als Hopliten: Einfache Bürger wurden als gut gepanzerte

eingesetzt                                             Infanteristen eingesetzt


Der Demos                                          Der Bezirk, dem man angehörte


Der Demagoge                                     Der „Berufspolitiker“, zunächst der Führer eines Demos (ohne den heutigen pejorativen Beigeschmack)


Ein Mann mit Areté                             Ein Mann der zu etwas taugt, ie. ein tüchtiger Mann


Die Theten                                           Der vierte Stand (nach der Verfassung Solons), die Freien, die die unterste Steuerklasse verkörperten


Perikles schaffte den Areopag ab        Die Staatsoberhoheit durch die Aristokratie fällt weg


Die „aristokratische Lebensform“       Entsprach einem Leben in Muße für Politik, Jagd und Kriegsdienst sowie für die schönen Künste


Perikles wird 15x zum Strategos gewählt  Perikles wird 15x ins höchste Amt gewählt


Die Subkultur                                      Die eigenständige Kulturuntergruppe


Das Kalon-kagathon, der Kalos-kagathos Das Idealbild des schönen und guten Mannes, des „Schönguten“


Sokrates als Lehrer der Areté              Sokrates als Lehrer männlichen „Sich-richtig-Verhaltens“


Die Aretologie                                     Die Lehre von der Areté


Die Anthropologie                               Die Lehre vom Menschen


Der Psychagoge                                   Ähnlich dem Pädagogen, wörtlich „Seelenführer“


Die Reflexion                                       a) Vernünftige Überlegung bzw. Rückbesinnung

                                                            b) Durch reflektierenden Lehr- und Lernprozesse wird der Schüler zum „vernünftigen“ Menschen


Dem Logos folgt der Eros                   Das grundlegende Gutsein des Menschen entspringt seinem Wissen; liegt das Wissen vor folgt geradezu notwendig die „Anwendung“


Instantan-automatisch                         Spontan-automatisch


Das konsistente Wissen(ssystem)        Das widerspruchsfreie Wissen(sganze)


Intellektualismus/ intellektualistische Lehre        Lehre, die die wesentliche Rolle des Verstandes im Bezug auf den Willen, auf Gemüts- und Charakterwerte betont

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Schlüsselbegriffe der antiken griechischen Philosophie
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Kompatibel                                         Verträglich, Zusammenpassend, aufeinander abgestimmt


Hedonismus                                        Lustethik


Man ist nicht affektiert                        Im Zustand des „reflexiven“ Bewusstseins verfügt man über die eigenen Emotionen/Affekte und wird nicht von ihnen beherrscht


Das Meta-Wissen                                Beschreibt das Wissen über ein bestimmtes bzw über unser Wissen


Die Meta-Ebene                                   Ist eine übergeordnete Ebene, wenn ein Diskurs innerhalb von sich selbst über sich spricht.


Reziprok                                              Wechselseitig, gegenseitig


Protreptisch                                         Werbend


Die „absolute Wissensposition“ des    Der Philosoph kann ein Urteil über Gut und

Philosophen                                        Böse unabhängig vom Hier und Jetzt fällen


Episteme [GoIV.57]                            Wissen (mit Wahrheitsanspruch seit Aristoteles)


„Die Verteidigungsrede“                      Die Apologie


Der Prosaiker                                      Derjenige, der Prosa erzeugt; sonst auch jemand, der (gehobene) Prosa spricht


Altgriechisches Umgangsidiom           Altgriechische umgangssprachliche Ausdrucksweise


Vor- bzw. außerreflexives Wissen       Darunter versteht man Kenntnisse bzw Elemente des Wissens z.B. auf Grund von Begabung und Talent, die nicht durch Lernen oder Reflexion erworben werden können


Der Reflektor                                       Der Nachdenker/ der Reflektierende


Sokratisches Nichtwissen                    Darunter versteht man hauptsächlich triviales Nicht-Know-How und triviale Nichtkunstfertigkeit


Sokratisches Wissen                            Reflexive, metatheoretische Einsicht in komplexe Rechtfertigungs- und Wahrheitsanspruchssituationen


Die Pragmata                                       Die Sachen, also Dinge und Sachverhalte


Der Logos (Plural Logoi) [GoIV.176-181]          Ist u.a. eine allgemeine Form des bewussten, reflexiven Redens bzw auch der Inhalt solchen Denkens oder Redens; bei Aristoteles auch Fachterm für die Definition


Eristiker oder Megariker                     Sokratische Schule (nach Euklid von Megara), welcher dann die hellenistische Schule der Skeptiker entspricht


Kyniker                                               Sokratische Schule (nach Antisthenes), der dann die hellenistische Schule der Stoiker entspricht


Hedoniker oder Kyrenaiker                 Sokratische Schule (nach Aristipp), die der hellenistischen Schule der Epikureer entspricht


Etwas institutionalisieren                    Etwas auf die Beine stellen, etwas errichten


Pathetisch                                            Ausdrucksstark, ja ausdrucksvoll (bis hin zum Kitsch)


Dions „Platonisierung“ des Staatswesens Er wollte an der Spitze des Regiments ein mehrschichtiges Königtum, bestehend aus Philosophenkönigen, einsetzen, über deren Treiben 35 Gesetzeswächter wachen sollten, die über Heeresmacht und Polizeigewalt verfügten. Die Volksversammlung sollte macht- und einflusslos sein

                                                           

Opus                                                   Das Werk; das geschriebene Werk eines Autors/Dichters


Urban                                                  Städtisch


Sokrates war radikaler als die

Durchschnittssophisten                       Sokrates war selbst Sophist, bestand aber als Aufklärer auf ausnahmslose Rechtfertigung

                                                           

Der Liebling                                         Der jüngere Partner einer homoerotischen Gemeinschaft zwischen Epheben und Erwachsenen


In der vorsokratischen Sophistik ging man        Man ging davon aus, dass sich bestimmte Tugenden nicht

von Spannungen bei der Verwirklichung  gleichzeitig/gleichermaßen entwickeln könnten (Sokrates

des Tugendkataloges aus                     und Plato sahen das nicht so!)


Unbestaubt                                          Unbesiegt (beim Ringkampf)


Die Dithyramben                                 Eine bestimmte Art von Chorlyrik


Die Akademie                                      Die Platonische Akademie; wörtlich: die Gegend wo der Akademos seinen Bildstock hat (vgl. Zeittafel GoIV.483)


Das Lykeion/Lyzäum                          Die Schule der Aristoteliker


Plato wurde zur „persona non grata“  Platos Aufenthalt in Sizilien wurde nicht mehr geduldet


Die Tyrannis                                       Ist eine Herrschaftsform der griechischen Antike (und zwar eine Art Alleinherrschaft)


Die Retrospektive                                Der Rückblick


Aftermath(Englisch)                            Folge, Nachwirkungen


Der Scholarch                                      Der Leiter einer Schule (zB der athener Akademie)


Die Summe von „80 Talenten“            1 Talent = ca. 30 kg Feingold


Die Platonische Lehre im Orginal        Platos Lehre in seinen Dialogen (Primärliteratur)


Sekundärliteratur Platos                      Auseinandersetzungen, Fortschreibungen und Berichte in den Schriften u.a. seiner Schüler


Semantisch                                          Bezogen auf die Bedeutung von Wörtern oder Zeichen


Der Rhetor                                          Der Redner


Dihairetisch                                         Methodisch in Zweierschritten vorgehend/einteilend


Die Aporie                                           Die Ausweglosigkeit, Antwortlosigkeit


Die Anamnesislehre [GoIV.182-186]  Die Wiedererinnerungslehre (zB Meno)


Die Theorie der Formen                      Die Ideenlehre, Platos Ideologie


Transmundan                                      Überweltlich, über- bzw. nichtempirisch


Die Ontologie                                      Die allgemeine metaphysische Seinslehre


Das Axiom                                          Der (unmittelbar einleuchtende) Grundsatz


Apriorisches Wissen                           Wissen, das nicht unserer Erfahrung, sondern unserer Vernunft entspringt („Wissen, das schon VOR der Erfahrung da war“)



Die Eristik                                           Ist eine logisch und formal entwickelte Dialektik


Propositionen und Wahrheitsträger    Sätze und das, worin/woran man Wahrheit findet


Sokratisch-aporetische Dialoge           sokratisch-antwortlose Dialoge


Philosophische Dogmatik                    Inhaltlich Philosophisches, philosophische Lehrstücke, inhaltlich-philosophische „Kost“


Logoi                                                   hier: Allgemeine Begriffe oder Definitionen

                                                            sonst auch: Sätze, eventuell Prämissen in einem Argument


Generelle Terme                                  Ein genereller Term/Begriff umfasst auf das Sprachereignis bezogen zwei Aspekte: die Bedeutung und auch das Zeichen/Wort


Rubrizieren                                          In Rubriken einteilen, klassifizieren, „abstempeln“


Der Common Sense                             Der gesunde Menschenverstand, der Alltagsverstand


Wahrnehmungstranszendent               Sinneswahrnehmungsunabhängig; nicht durch die Sinne erfassbar, „jenseits“ der Sinneswahrnehmung


Die Agnosie                                         Die Unwissenheit


Natürliche Arten                                  Darunter werden die Spezies von Tieren, Pflanzen u.ä. verstanden


Eine analytisch-syllogisierende Behandlung       Sokrates brachte mehrere Logoi zusammen und

durch den analytisch-antwortlosen Sokrates      argumentierte dann


Das WAS der Formen                         Das, was die Formen aussagen, das Wesen der Ideen


Das DASS der Formen                        Die Existenz der Formen, das Sein der Ideen


Der Formenrealismus                          (später: der Universalienrealismus); eine Auffassung, dass eine real existierende Idee in ihrem Wesen unveränderlich, zeitlos, eine über vielen, logifizierbar und eben eine unabhängige Realität/Entität ist


Logifizierbar                                        Man kann einen Logos oder mehrere Logoi erzeugen


Reale Entität                                        Ein existierendes Etwas

Realität                                                Gesamtheit existierender „Etwasse“, di. die Wirklichkeit


Dem Denken zugängliche Gegenstände     Sind Gegenstände der idealen Welt der Formen (z.B. Tugend, Gerechtigkeit, gleichschenkeliges Dreieck .)


Subjekt und Prädikat                           Stellen die zwei Teile, in die sich elementare Behauptungen von Wahrheit und Falschheit aufteilen lassen. Vom Subjekt wird etwas prädiziert, das Prädikat wird von Etwas ausgesagt.


Der Subjektsterm                                Der Subjektsterm benennt das/ein Subjekt, insofern er aus einem Teil besteht


Die Prädikatsphrase                            Das Prädikat wird auch Prädikatsphrase genannt, da diese aus mehreren Teilen besteht/ bestehen kann


Signifikant                                           Bezeichnend


Syntax                                                 Der Satzbau


Die Subjekts-Prädikats-Anatomie       Die Subjekts-Prädikats-Struktur (siehe Subjekt, Prädikat)


Metochê oder Methexis [GoIV.196-197]   Brückenprinzip der Teilhabe; (kommt von „metechein/ teilhaben, teilnehmen“)- Sokrates ist ein Ding und die Weisheit ein anderes Ding und Sokrates (das Ding) hat für eine Zeit lang an der Weisheit (dem Ding) teil.


Philosophem                                       Philosophischer Lehrsatz/Fragestellung/Ausspruch


Szientifizierung                                    Verwissenschaftlichung, wissenschaftliche Entwicklung


Idealitäten                                            Idealisierte Gegenstände, Idealisierungen


Finit                                                     Begrenzt, endlich (eben nicht unendlich)


Die obere Welt                                     Das Reich der Ideen, die Welt der Formen, das Paradigma [GoIV.19-20], „formae omnium“ (Apuleius)


Die Weltweisen                                    Die Philosophen


Die Weltklugen                                    NICHT die Philosophen (ihnen wird sogar ein Mangel von Weltklugheit vorgeworfen)


Euphemi(sti)sch                                  beschönigend über- oder untertreibend


Die Harmonielehre                              Musik im weiteren Sinne


Räsonieren                                          Überlegen um zu einer wahren Antwort zu gelangen


Fragen von außen in sich (Anamnesis           anzugeben) seine falsche Antwort zu erkennen und der     

auf Grund Sokratischer Elenktik)                 Sklave kann so aus sich heraus die richtige Antwort                                                                  produzieren


Eudämonie [GoIV.17-19]                   Das Glück, als Gegenstand der Suche nach dem Zweck des Lebens


Die Telosfrage [GoIV.18-19]              Die Sinnfrage bzw die Frage nach dem Ziel des Lebens


Ethik [GoIV.17-19]                             praktische Philosophie; beschäftigt sich mit dem Sinn des    Lebens und der Suche danach; ebenso beschäftigt sie sich

                                                         mit der Frage nach der Beschaffenheit eines guten/glücklichen Lebens   


Physik [GoIV.19-23]                          Beschäftigt sich (neben der Physik im engeren Sinne und neben der Kosmologie) mit dem Wesen und der Wirksamkeit der höchsten Prinzipien (Materie, die Welt der oberen und unteren Dinge, Paradigmata, Gott)


Monas [GoIV.33-36]                          Die Zahl Eins, die Einheit, die Monade, das Prinzip der E.


Dyas [GoIV.33-36]                             Die Zweiheit, die Vielheit, die (präexistente) Materie


Der Demiurg                                       Platos „Schöpfergott“


Der Nûs                                              Der Geist, das Denken, das (göttliche/menschliche) Denkvermögen, auch: der höhere Seelenteil


Logik (im antiken Schulverständnis)   Beschäftigt sich mit der Suche nach einem Fundament [GoIV.23-26]                                      sicheren Wissens und dem „Kriterium der Wahrheit“


Die Amalgamierung                            Vermischung, Verschmelzung


Der peripatetische Einfluss                 Der Einfluss aristotelischer Lehre


Der Neupythagorismus                       Die Wiederbelebung/ Renaissance pythagoreischer                                                             Philosophie


Eine Adaption von Platos Philosophie     Die Anpassung von Platos Philosophie


Der Asket                                            Bezeichnet den Zugehörigen zu einer philosophischen Schule, welche für ihre Enthaltsamkeit (Verzicht auf sinnliche Genüsse und Vergnügen…) bekannt ist


Homoiôsis Theô [GoIV.44-45 und 67-68]          Gottangleichung, Gottanähnlichung, Gottwerdung


Die vier klassischen Tugenden [GoIV.33] Weisheit, Tapferkeit, Besonnenheit und Gerechtigkeit


Gerechtigkeit und Gleichheit haben einen Gottesfurcht wurde teilweise sogar als die „Tugend der          

„theologischen“ Überbau erhalten       Tugenden“ bezeichnet und so „über“ Gleichheit und

                                                            Gerechtigkeit gestellt



Mathêsis                                             Das, was man durch Bildung erlernen kann


Askêsis                                               Übung, Einübung, Erwerbung des Gelernten


Kynische Abstinenz; quasi-monastischer  Philosophisch motivierter Rückzug aus den Geschäften

Quietismus                                          für das Gemeinwohl


Die eschatologische Ordnung              Das ist eine Ordnung, die von den letzten Dingen/ Ereignissen her betrachtet wird, vom „Gericht“ her


Philos transzendenter Gottesbegriff    Gott ist bei Philo das höchste Prinzip; er ist Erst- und Allursache (GoIV.30-34; bei Philo ist er außerdem ein persönlicher Vatergott und ein Schöpfergott!)


Negative bzw. apophatische Theologie     Gott ist für Philo UN-begreiflich, UN-benennbar, UN-ausdenkbar, UN-aussprechlich… (deshalb NEGATIV)


Die Dynameis                                     Schaffende Kräfte/Mächte


Die Allegorese/Exegese                       Die (allegorische) Interpretation heiliger Schriften


Theos (als Titel bei Philo]                   Die schaffende Macht (Dynamis) treffend


Kyrios (als Titel bei Philo)                  Die königliche Macht (Dynamis) treffend


Der Hyparchos                                   Der Unterherrscher


Der unvernünftige Teil der Seele         Der Teil der Seele, der keinen Logos, keine


Soziomorph                                        Der Gesellschaft/den sozialen Umständen nachgebildet


Pronoia (im göttlichen Sinne)              Vorhersehung (ausschließlich positiv), „Vorsehung“


Pronoia (im menschlichen Sinne)        Vorbedacht, Vorsatz (kann positiv und negativ sein)


Säkular                                               Weltlich, nicht kirchlich


Die christliche Ära                              Die Zeitrechnung nach Christi Geburt, Anno Domini


Die hellenistische Zeit                         Ist die Zeit der letzten 3 Jahrhunderte vor der Zeitenwende


Avancieren                                          Emporkommen, hochkommen


Das Pallium                                        Ein weiter, ursprünglich griechischer Philosophenmantel


Der Apologet                                      Der, der etwas verteidigt


Die Polemik                                        Ein (häufig unsachlicher) verbaler Angriff


Rudimentär                                         Bruchteilhaft

 

Philhellenisch                                      Griechenfreundlich


Die Gnosis [GoIV.79-80; 244-250]     Ist eine spätantike, vor- bzw. nicht-christliche Bewegung, die sich durch einen ausgeprägten Dualismus aufgrund einer Urkatastrophenlehre auszeichnet


Die Barbelognostiker                          Waren eine gnostische Sekte


Die Gnostizismen                                Die Typen der Gnosis


Der Skeptizismus                                Die skeptische Erkenntnistheorie


Ataraxie                                              bedeutet „Gemütsruhe“ = Telos für Epikureer



Telos-Antwort als Leben in                 Natur kann im Sinne von 1. Natur des Weltganzen

Übereinstimmung mit der Natur         (Kosmos und Gesetzmäßigkeiten) oder auch als 2.

                                                            vernünftige Natur des Menschen verstanden werden


Der Determinismus                             Die Beeinflussung


Göttliche Providenz                            Göttliche Vorsehung; Pronoia


Die stoische Heimarmenê-Lehre          Determinismus mit einer Tendenz zum Fatalismus


Die drei höchsten Prinzipien (siehe Physik)        Materie, Ideenwelt als Vorbild der Welt der Dinge, Gott                                        


Hyperanô Theos                                 Begriff v. Eudor, bedeutet „höchsthoher Gott“, sozusagen                                            „Gott oben drüber“


Dualistisch                                          zweiwertig bzw. zweigeteilt


Die Psychê                                          Die Seele


Postulieren                                          fordernd äußern


Die Dämonen                                      sind Mittlerwesen, die das Universum bevölkern. Man

                                                            fragte sich, ob es sich um dauernde Bewohner des

                                                            Kosmos handle, oder ob sie Seelen im Reinigungsprozess

                                                            sind.


Die Heroen und Engel                         werden neben den Dämonen erwähnt, haben aber

                                                            größeres Ansehen als sie


Das Duplikat                                       Die Vervielfältigung, die Kopie


Der Traktat                                         Die Abhandlung (Werk)


Die Häretiker                                       So wurden Angehörige einer Glaubensrichtung genannt,                                                            die im Widerspruch zur christlichen Lehre steht



Der sublunare Raum                           Der Bereich des Himmels unterscheidet sich in seiner

                                                            Zusammensetzung qualitativ vom sublunaren Raum

                                                            (wörtlich „unter-dem-Mond“-Raum) und zwar in der

                                                            Weise einer Mittelstellung zwischen der Erde unten und

                                                            dem intelligiblen Reich unveränderlicher Ideen oben.


Intelligibel (Adjektiv)                          damit bezeichnet man Gegenstände oder Gegebenheiten,

(auch: intellegibel möglich)                  die nur über Verstand/Vernunft erfasst werden können


kataleptisches Wissen                         Wissen, das sich selbst als wahr ausweist


Die Phantasia                                      Die durch die Sinne hervorgerufene Vorstellung


Hegemonikon                                      Führerelement in der Seele (zB in Bezug auf Erkenntnis)


Die Epistemologie                               Die Erkenntnislehre


Das aussagenlogische Schließen          Ist eine bestimmte Art von Logik; unterscheidet zwischen                                                            „reinen“ und „gemischten“ hypothetischen Schlüssen


Die Dihärese                                        Ein Begriff wird in zwei Subbegriffe unterteilt und dann

                                                            weiter in Zweierschritten analysiert


Die Statuierung                                   Der Beweis durch Vorzeigen/Aufweisen


Emsig                                                  fleißig


Konsistent                                           in sich schlüssig (in Bezug auf Logische Aussagen)


                                                            Logik


Die Kosmologie                                   Die Wissenschaft, die sich mit der Frage um das

                                                            Entstehen des Kosmos beschäftigt


Präexistent                                          vorausexistierend (zB der Schöpfungstat eines Gottes)


Konvergierend                                     zusammenlaufend, verträglich


Transmundan                                      überweltlich


Der Polytheismus                                Der Mehrgottglaube


Die Theorie der „notiones communes“ ist eine stoische Theorie, die annimmt, dass auf Basis der                                                       kataleptischen Sinneswahrnehmung „kognitive

                                                            Erkenntnisse“ als Basis der Wissenschaft gewonnen

                                                            werden, die den Grundsätzen der Ethik und Physik

                                                            zu Grunde liegen.


Die Syllogistik                                     ist die Lehre der Syllogismen(logische Schlüsse

                                                            verschiedener Arten). Sie ist eine Theorie, die

                                                            alle möglichen Arten der Gewinnung eines wahren

                                                            Schlusssatzes aus Prämissen mit Hilfe von

                                                            Mittelbegriffen untersucht.


Trivial                                                 einfach, banal


Obskur                                                dunkel, unbekannt, verdächtig


Der Pythagoras-Adept                        Der Pythagoras-Anhänger (-Fan; -Schüler)


Genuin                                                Ursprünglich


Archai (Singular: Archê)                     Prinzipien (Uranfang=Erstursache)


Doxographie                                       bezeichnet die Teile des Werkes klassischer Historiker

                                                            auch Dogmen früherer Philosophen und Wissenschaftler

                                                            dargestellt werden.


Die Emendation                                  Die Veränderung der Überlieferung


Die Doktrin                                         ist ein System von Ansichten und Aussagen


Die Phronêsis                                      ist (schulplatonisch) eine besondere Anlage im Menschen

                                                            die die Angleichung an Gott überhaupt erst ermöglicht


Euphyia                                              „die gute Naturanlage des Körpers“


Proêgoumena                                      Das ist der stoische Fachausdruck für angenehme und

                                                            daher bevorzugte Widerfahrnisse, welche aber als solches

                                                            keine moralischen Güter sind.


Technai (Singular: Technê)                  Wissen und Fertigkeiten


Die „Symbole“ der Pythagoreer          in kurze Sätze gefasst Lehrinhalte


Pythagoreismus                                   die „echte“ Lehre Pythagoras


Pythagorismus                                    die pseudo-pythagoreische (pythagoreisierende) Lehre


Die platonische Gradation                  Die platonische Stufenleiter des Seins


Kohärent                                             widerspruchsfrei


Die Säkularisierung                             Die Verweltlichung


Inkarniert                                            wörtlich „fleischgeworden“


Proselytentum                                     Vorbereitung zum Eintritt ins Judentum, dann allgemein Übertritt zu einer neuen Religion



Das Attribut                                        Die Eigenschaft


Der Fatalismus                                    Weltanschauung, die davon ausgeht, dass das Schicksal

                                                            für alles verantwortlich ist


Der Philhellenismus                            Ist eine neuhumanistische, geistige Strömung (die

                                                            freundlich gegenüber der griechischen Bildungswelt ist)


Die Barbelognostiker                          waren eine gnostische Sekte


Die Patristik                                        ist die Wissenschaft, die sich mit den Kirchenvätern

                                                            beschäftigt       


Heterodox                                           von der kirchlichen Lehre abweichend, auch häretisch


Orthodox                                            Gegenteil von heterodox oder häretisch; der kirchlichen Lehre folgend


Der Gigantenurkampf                         Der Kampf von Licht und Finsternis (Dualismus)


Asketisch                                            Verzichtend auf sinnliche Genüsse und Vergnügungen

                                                            zugunsten der Erreichung eines als höherwertig oder                                                            innerlich befriedigender erachteten Ziels


Libertinistisch                                     freizügig; (moralisch oft) leichtfertig


Der teleologische Existenzbeweis Gottes   (ein locus classicus bei Irenäus) legt er die Schönheit und

                                                            Wohlordnung des Kosmos zu Gunsten des christlichen

                                                            Schöpfergottes aus


Das Testimonium                                Das Zeugnis, die (schriftliche oder mündliche) Zeugnaussage



Die Eschatologie                                 ist ein theologischer Begriff, der die Lehre von den

Hoffnungen auf Vollendung des Einzelnen beschreibt; die Lehre von den „letzten Dingen“


Die Trinität                                         Die Dreifaltigkeit


Der Rigorismus                                   allgemein: eine starre, übertrieben strenge Verhaltens-

                                                            und Denkweise

                                                            speziell: ein ethischer Standpunkt, nach welchem die

                                                            Moralgesetze unter allen Umständen einen

                                                            verpflichtenden Charakter besitzen

Der Puritanismus                                war eine vom 16. bis zum 18. Jahrhundert wirksame

                                                            Reformbewegung in England und Schottland, die für eine

                                                            Weit reichende Reformation der Kirche nach

                                                            calvinistischen Grundsätzen eintrat.               


Das Schisma                                       bezeichnet die Spaltung innerhalb einer etablierten

religiösen Glaubensgemeinschaft ohne notwendige Ausbildung einer neuen theologischen Auffassung (von griech. s\chizo= spalten); Abtrennung mit/ohne dogmatischen/m/ Grund


Der Montanismus                               war eine christliche prophetische Bewegung


Traduzianismus                                   ist eine Lehre, die davon ausgeht, dass die Seele des

                                                            Kindes bei der Zeugung entsteht, da der Same des Vaters


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