Term paper

Schäden an Wärmedämmverbundsy­stemen

4.414 Words / ~28 pages
<
>
swopdoc logo
Download
a) trade for free
b) buy for 9.28 $
Document category

Term paper
Arcitecture

University, School

HAWK Holzminden

Grade, Teacher, Year

2010, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Metje

Author / Copyright
Text by Maja K. ©
Format: PDF
Size: 1.50 Mb
Without copy protection
Rating [details]

Rating 4.5 of 5.0 (5)
Networking:
4/4|30.0[1.0]|3/6







More documents
Universität Salzburg - Naturwissenscha­ftl­iche Fakultät Skipisten in den Kalkalpen Mehr als ein ästhetisches Problem? ÜBERSICHT 1. Einleitung   2. Pistenerschließ­un­g 3. Pistenpflege Winter 3.1. Mechanische Präparierung 3.2. Pistenpräparier­un­g mit Kunstschnee 3.3. Technische Erzeugung von Kunstschnee 3.4. Folgen der künstlichen Beschneiung 3.5. Chemische Präparierung 3.6. Folgen für die Fauna 4. Pistenpflege Sommer 4.1. Begrünung 4.2. Nutzungsschäden 5. Erosionsformen 5.1. Rinnenerosion 5.2. Tiefenerosion‭¦
Natürliche Strahlenbelastu­ng Auch die elektromagnetis­che Strahlung der Sonne trägt zur effektiven Strahlendosis auf der Erde bei, ausweichen können wir ihr nicht. Radioaktive Strahlung exestiert überall, zu jeder Zeit. Sie stammt sowohl aus natürlichen als auch aus künstlichen Quellen. Die natürliche Strahlenbelastu­ng setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen: der kosmischen Strahlung der terrestrischen Strahlung der Eigenstrahlung des Körpers Terrestrische Strahlung: Die terrestrische Strahlung wird durch die…

Schäden an Wärmedämmverbundsystemen


Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen

Studiengang Immobilienwirtschaft und –management

in Holzminden


Studienarbeit im Fach

Konstruktion und Bautechnik

-

Bauschäden/Sanierung


SS 2010


Vorname, Name:

Adresse: ****

Matrikelnummer: ****

Eingereicht bei: Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Metje

Abgabedatum: 15.03.2010


INHALTSVERZEICHNIS

Abbildungsverzeichnis. II

Tabellenverzeichnis. III

Abkürzungsverzeichnis. IV

1 Einleitung. 1

2 Grundlagen zu Wärmedämmverbundsystemen. 2

2.1 Definition Wärmedämmverbundsystem 2

2.2 Aufbau eines Wärmedämmverbundsystems. 2

2.3 Anforderungen an Wärmedämmverbundsysteme. 4

2.3.1 Bauphysikalische Anforderungen. 4

2.3.2 Anforderungen an den Untergrund. 4

3 Schäden an Wärmedämmverbundsystemen. 4

3.1 Risse in der Putzoberfläche von Wärmedämmverbundsystemen. 4

3.1.1 Putzbedingte Risse durch Schrumpfen und Schwinden. 6

3.1.2 Kerbrisse. 6

3.1.3 Dämmstoffplattenbedingte Risse. 8

3.2 Mikrobieller Befall auf der Oberfläche von Wärmedämmverbundsystemen. 12

4 Sanierung von Wärmedämmverbundsystemen. 17

4.1 Sanierung von Rissen. 17

4.2 Sanierung von Fassaden mit mikrobiellen Befall 19

5 Sanierungskosten eines Wärmedämmverbundsystems. 21

6 Schlussbemerkung. 22

Literaturverzeichnis. 23

Abbildungsverzeichnis



Abbildung 1: Aufbau eines Wärmedämmverbundsystems. 2

Abbildung 2: Übersicht der häufigsten Wärmedämmverbundsystem-Konstruktionen. 3

Abbildung 3: Schwind- und Kerbrisse. 6

Abbildung 4: Rissbildung aufgrund fehlender Diagonalbewehrung. 7

Abbildung 5: Diagonalbewehrung für obere Fenster- und untere Fensterbankecken. 7

Abbildung 6: Rissmuster entlang Polystyrol-Hartschaumplatten. 8

Abbildung 7: Riss durch fehlende Kleberbatzen in der Plattenmitte. 9

Abbildung 8: Riss durch fehlende Randverklebung. 9

Abbildung 9: Riss durch Versprünge in der Dämmebene. 10

Abbildung 10: Riss durch zu breite Stoßfugen. 10

Abbildung 11: Riss durch Nachschwinden von Polystyrolhartschaumplatten. 11

Abbildung 12: Mikrobieller Befall durch starken Bewuchs in Gebäudenähe. 13

Abbildung 13: Mikrobieller Befall durch dauerhafte Kippstellung der Fenster 14

Abbildung 14: Vergrünung der WDVS-Oberfläche durch Algenbewuchs. 15

Abbildung 15: Schwärzung der Fassadenoberfläche durch abgestorbene Algen. 15

Abbildung 16: Pilzmyzel-Wachstum in Untergrund. 16

Abbildung 17: Moosbewuchs auf Oberputz. 17


Tabellenverzeichnis



Tabelle 1: Rissarten und deren Ursachen in der Putzoberfläche von WDVS 5

Tabelle 2: Wachstumsbedingungen für Algen. 12

Tabelle 3: Wachstumsbedingungen für Pilze. 12

Tabelle 4: Checkliste zur Beurteilung von sanierungsbedürftigen WDVS 18

Tabelle 5: Schadensklassen an Wärmedämmverbundsystemen. 18

[read full text]
Download Schäden an Wärmedämmverbundsystemen
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis
This page(s) are not visible in the preview.
Please click on download.
Download Schäden an Wärmedämmverbundsystemen
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis

Abbildung 2: Übersicht der häufigsten Wärmedämmverbundsystem-Konstruktionen

Quelle: Reul, Horst, Die Sanierung der Sanierung, S. 77.


Ferner müssen die vom Hersteller vorgegebenen Bausätze eines WDVS, welche sich immer auf das gesamte System beziehen, eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) erteilt bekommen. D. h. es dürfen keine anderen als die zugelassenen Systemkomponenten verwendet werden.[6]


2.3    Anforderungen an Wärmedämmverbundsysteme


2.3.1     Bauphysikalische Anforderungen


WDVS müssen einen Beitrag zum Schutz der tragenden Konstruktion leisten, d. h. die Standsicherheit der Außenkonstruktion muss dabei gewährleistet sein. Des Weiteren müssen WDVS eine ausreichende Stoßfestigkeit nachweisen, einen ausreichenden Brandschutz gewährleisten, signifikant zum Wärmeschutz beitragen, den Feuchte- und Witterungsschutz erheblich erhöhen, resistent gegenüber Verschmutzungen sein, naturgemäß eine ausreichende Rissüberbrückungsfähigkeit besitzen und das Schalldämmmaß einer Außenwand nicht zu sehr negativ beeinflussen.[7]


2.3.2     Anforderungen an den Untergrund


Neben den Bestandteilen und dem WDVS selbst werden ebenfalls Anforderungen an den Untergrund gestellt, da nicht jeder Untergrund für das Aufbringen eines WDVS geeignet ist. Dieses bedarf entsprechender Vorbereitungsmaßnahmen. Bei verklebten Systemen müssen vorab stichprobenartige Haftzugfestigkeitsversuche nachgewiesen werden.

Bei vollflächiger Verklebung muss eine Mindestabreißfestigkeit von 30 kN/m² und bei teilflächiger Verklebung von 80 kN/m² vorliegen. Weiter muss eine Überprüfung der Kleberverträglichkeit mit dem Altanstrich erfolgen. Liegt ein negatives Ergebnis vor, so muss der Altanstrich entfernt werden. Außerdem muss die Ebenheit Berücksichtigung finden. Liegt diese nicht vor, so kann ein Ausgleichsmörtel oder ein mechanisch befestigtes WDVS Anwendung finden.[8]


3      Schäden an Wärmedämmverbundsystemen


3.1    Risse in der Putzoberfläche von Wärmedämmverbundsystemen


Bei klassischen Putzen auf Mauerwerk werden Rissbildungen in die vier Gruppen putzbedingte Risse (im Putz begründete Ursache, wie z. B. Schwinden), putzgrundbedingte Risse (durch die Eigenschaften des unmittelbaren Putzgrundes bedingt, z. B. Mauerrisse), bauwerks- oder konstruktionsbedingte Risse (durch Bewegungen des gesamten Gebäudekomplexes) und baugrundbedingte Risse (Setzungsrisse) klassifiziert.

Wie eingangs dieser Ausarbeitung erwähnt, können WDVS zur Fassadensanierung Anwendung finden. So werden WDVS für die Instandsetzung von bauwerks- und putzgrundbedingten Rissen seit langen verwendet. Zurückzuführen ist dies auf die Rissüberbrückungsfähigkeit, welche auf der Entkopplung des Putzsystems vom Untergrund durch den Dämmstoff beruht.

Dessen ungeachtet gibt es auch charakteristische Risse in der Putzoberfläche von WDVS. Die folgende Tabelle soll hierzu die verschiedenen Rissarten und deren Ursachen aufzeigen.[9]

Tabelle 1: Rissarten und deren Ursachen in der Putzoberfläche von WDVS

Quelle: Neumann, Hans-Hermann, Praxis-Handbuch Wärmedämmverbundsysteme, S. 295.


An dieser Stelle soll jedoch lediglich auf die Rissart der putzbedingten Risse (rot umrahmte Kästen Tabelle 1) aufgrund von Schwinden/Schrumpfen, auf Kerbrisse aufgrund fehlender oder falsch eingesetzter Diagonalbewehrung sowie diverse dämmstoffplattenbedingte Risse eingegangen werden.


3.1.1     Putzbedingte Risse durch Schrumpfen und Schwinden


Schwind- und Schrumpfrisse treten in mineralischen Oberputzen vor allem in Dickputzen auf. Die Entstehung von Schwindrissen ergibt sich aus der Folge der schnelleren Trocknung des Putzes als dessen Festigkeitsentwicklung. Die Putzdicke sowie die Trocknungs- und Erhärtungsgeschwindigkeit sind dabei ursächlich für die .....

Download Schäden an Wärmedämmverbundsystemen
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis
This page(s) are not visible in the preview.
Please click on download.
Download Schäden an Wärmedämmverbundsystemen
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis

Neben Kerbrissen, Rissen an Anschlüssen oder putzbedingten Rissen können auch bedingt durch Dämmstoffplatten Risse bei einem WDVS auftreten. Wie Abbildung 6 verdeutlicht, können sich Dämmstoffplattenränder vollständig als Risse an der Putzoberfläche abzeichnen.


Abbildung 6: Rissmuster entlang Polystyrol-Hartschaumplatten

Quelle: Neumann, Hans-Hermann, Praxis-Handbuch Wärmedämmverbundsysteme, S. 301.


Bei der dargestellten Abbildung handelt es sich um ein WDVS mit Polystyrol-Hartschaumplatten als Dämmstoff. Aufgrund ihrer Schubsteifigkeit und Verklebung treten plattenumlaufende Risse bei diesem Systemtypen am häufigsten auf.

Als Ursache für Rissbilder in Putzsystemen können dabei Verarbeitungsfehler, das Nachschwinden von Polystyrol-Hartschaumplatten sowie eine Verseifung des Untergrundes sein.

Rissursachen, die auf Verarbeitungsfehler basieren, lassen sich u. a. auf nicht ausreichende Klebeflächen bei Teilverklebung, ein Fehlen der Kleberbatzen oder des Randwulstes bei Wulst-Punkt-Verklebung sowie auf nicht ausgeglichenen Versprüngen der Dämmstoffplatten zurückführen. Des Weiteren kommen auch nicht geschlossene bzw. offene Stoßfugen sowie Kreuzfugen oder auch nicht ausreichend einmassierter Kleber und zu geringer Anpressdruck bei Minerallamellenplatten in Betracht.

Müssen Dämmstoffplatten im Wulst-Punkt-Verfahren auf den Untergrund geklebt werden, so kann es bei Fehlen des Kleberbatzens in Plattenmitte zu einer Aufwölbung der Platten kommen, wodurch Risse nahe den Stoßfugen entstehen (siehe Abbildung 7).


Abbildung 7: Riss durch fehlende Kleberb.....

Download Schäden an Wärmedämmverbundsystemen
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis
This page(s) are not visible in the preview.
Please click on download.
Download Schäden an Wärmedämmverbundsystemen
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis

Das Armierungsgewebe liegt bei Versprüngen meist auf der Vorderkante der vorstehenden Platte auf und konnte folglich nicht mittig bzw. im oberen Drittel der Armierungsmasse eingebettet werden. Somit kann das Armierungsgewebe auftretende Spannungen nicht reduzieren. Überstände sind deshalb bei Polystyroldämmplatten abzuschleifen.[17] Werden Dämmplatten hingegen nicht fugenlos verlegt, liegen zu breite Stoßfugen vor, sodass Mörtel bei der Applikation des Untergrundes eindringen kann.

Als Folge zeigen sich Kerbrisse sowie zwangsbedingte Risse aufgrund einer Verformungsbehinderung des Putzsystems (siehe Abbildung 10).[18]


Abbildung 10: Riss durch zu breite Stoßfugen

Quelle: Neumann, Hans-Hermann, Praxis-Handbuch Wärmedämmverbundsysteme, S. 303.


Zur Rissvermeidung müssen Fugen daher mit gleichwertigem Material geschlossen werden bzw. bis zu einer Fugenbreite von 5 mm kann auch ein spezieller, schwer entflammbarer Fugenschaum der Baustoffklasse B1 verwendet werden, wobei Bauschaum nicht zulässig ist.[19]


Ein weiterer Verarbeitungsfehler liegt in der Verwendung zu frischer Polystyrolhartschaumplatten. Ursächlich für Rissbildungen ist dabei ein stärkeres Nachschwinden im Bereich der Plattenstöße, wodurch größere Zugspannungen in den Außenputz übertragen werden (siehe Abbildung 11).[20]


Abbildung 11: Riss durch Nachschwinden von Polystyrolhartschaumplatten

Quelle: Neumann, Hans-Hermann, Praxis-Handbuch Wärmedämmverbundsysteme, S. 303.


Um Risse infolge von Nachschwinden zu vermeiden, sollte diese Art von Dämmstoffplatten ausreichend lang abgelagert sein.[21]


3.2    Mikrobieller Befall auf der Oberfläche von Wärmedämmverbundsystemen


Mikroorganismen, wie z. B. Algen und Pilze kommen in der Natur auf beinahe jedem Untergrund vor. Überwiegend befinden diese sich auf Schattenseiten von Felsen und Bäumen sowie an feuchten Steinen und feuchter Erde. Mikroorganismen werden dabei häufig erst dann als störend empfunden, wenn diese die Fassaden .....

Download Schäden an Wärmedämmverbundsystemen
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis
This page(s) are not visible in the preview.
Please click on download.
Download Schäden an Wärmedämmverbundsystemen
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis

Des Weiteren bieten die Baustoffzusammensetzungen häufig die notwendigen Salze für die Organismen. Neben Algen (Grünalgen) und Pilzen, können auch weitere Mikroorganismen wie Blaualgen, Flechten und Moose an WDVS-Fassaden nachgewiesen werden.[23]

Für den Algen- und Pilzbefall sind immer mehrere Faktoren ursächlich. Der Zeitpunkt eines möglichen Befalls ist jedoch nicht vorhersehbar. Eine Ursache ist dabei objekt-/standortbedingt. D. h., dass die Umgebung und die geographische Lage einen großen Einfluss auf einen möglichen mikrobiellen Befall haben. So sind Fassaden, die an Gewässer, Seen, Biotopen, Komposthaufen, landwirtschaftlich genutzte Flächen und Bäumen angrenzen, stärker gefährdet als innerstädtische Gebäude.


Abbildung 12: Mikrobieller Befall durch starken Bewuchs in Gebäudenähe

Quelle: Kussauer/Ruprecht, Die häufigsten Mängel bei Beschichtungen und WDVS, S. 123.


Wie in der Abbildung 12 zu erkennen ist, ergibt sich aus dem Bewuchs eine höhere Feuchtigkeit. Zu dem ist keine ausreichende Luftzirkulation und Abtrocknung mehr gegeben. Ein Befall kann jedoch auch in verkürzte Bauzeiten begründet sein. Eine nicht ausreichende Austrocknung hat eine erhöhte Restfeuchte im Mauerwerk zur Folge, welches einen mikrobiellen Befall begünstigt.

Außerdem kann auch der Nutzer mit einem falschen Lüftungsverhalten zu einem Befall beitragen. Bei einer Dauerkippstellung der Fenster strömt feuchtwarme Luft aus, welche an den kühleren Sturzflächen kondensiert (Siehe Abbildung 13).[24]


Abbildung 13: Mikrobieller Befall durch dauerhafte Kippstellung der Fenster

Quelle: Kussauer/Ruprecht, Die häufigsten Mängel bei Beschichtungen und WDVS, S. 130.


Ferner stellt ein konstruktiver/baulicher Schutz eines Gebäudes den wichtigsten Schutz dar. Der Planer sollte daher – zur Verringerung eines mikrobiellen Befalls – bereits bei der Planung eines Gebäudes Details wie die Größe des Dachüberstandes, die Größe von Fensterbänken, den Sockelbereich, die Regenwasserführung, die Ausrichtung der Fassade oder die Dämmstoffdicke berücksichtigen, da diese die Größe der Feuchtebelastung und ebenfalls auch die Verweildauer der Feuchte an der WDVS-Oberfläche beeinflussen.[25]

Typisch für den Befall durch Algen ist die Vergrünung der Fassade, wobei diese überwiegend auf der Nord- und West.....

Download Schäden an Wärmedämmverbundsystemen
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis
This page(s) are not visible in the preview.
Please click on download.
Download Schäden an Wärmedämmverbundsystemen
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis

Dass mikrobieller Bewuchs eine optische Beeinträchtigung auf der Fassadenoberfläche darstellt, wird anhand der aufgezeigten Grafiken deutlich. Zu klären gilt es daher, ob damit auch langfristig eine Schädigung am WDVS verbunden sein kann.

Bei Algen wird davon ausgegangen, dass diese das Gefüge der Putzoberfläche nicht zerstören, da sie keine Nährstoffe für ihr Wachstum beziehen sowie kein Substrat für ihre Verankerung benötigen. Dennoch können Folgeschäden aufgrund von Algenbewuchs möglich sein. Zurückzuführen ist dies auf den entstehenden Biofilm, welcher die Oberflächeneigenschaften[26]/Beschichtung, wie z. B. das Wasserrückhaltevermögen bzw. die Wasseraufnahme/-abgabe verändern.

So halten Algenbiofilme die Oberfläche von WDVS lange feucht, wodurch Feuchtigkeit in den Anstrich, den Putz oder das Mauerwerk eindringen kann und die Untergründe schädigt. Zu dem können Algen einen Pilzbefall beschleunigen oder gar auslösen.[27]

Im Gegensatz zu den Algen benötigen Pilze für ihr Wachstum organische Nährstoffe, wodurch es möglich ist, dass das Substrat bzw. der Putz zerstört werden kann. In der Fachliteratur ist bisher jedoch keine Gefügeveränderungen durch Pilze am Putzsystem von WDVS beschrieben worden. Indirekt können Schäden durch Myzelwachstum von Schwärzepilzen in beschichteten mineralischen Putzen auftreten.

Die Myzelien durchwachsen dabei den Anstrich und somit in den Putz hinein. In Folge des zusätzlichen Wassertransports über das Myzel kann ein Schaden entstehen.


Abbildung 16: Pilzmyzel-Wachstum in Untergrund

Quelle: Neumann, Hans-Hermann, Praxis-Handbuch Wärmedämmverbundsysteme, S. 280.


Die Abbildung 16 zeigt das Pilzmyzel (fadenförmige Geflecht) auf einem Oberputz mit Anstrich, bei dem deutlich wird, dass die Fäden in den Untergrund hineinwachsen.

Des Weiteren können Flechten mineralische Untergründe schädigen, da sie als Stoffwechselprodukte organische Säuren erzeugen. Moose können ebenfalls Schäden an der Beschichtung hervorrufen. Voraussetzung hierfür ist z. B. ein kleiner Riss, in den Wasser eindringen kann. Damit es überhaupt zum Auskeimen kommen kann, muss der Putz unter der Beschichtung lange feucht bleiben.[28]


Abbildung 17: .....

This page(s) are not visible in the preview.
Please click on download.
Download Schäden an Wärmedämmverbundsystemen
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis

Legal info - Data privacy - Contact - Terms-Authors - Terms-Customers -
Swap+your+documents