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German studies

University, School

Universität Koblenz-Landau

Grade, Teacher, Year

Wintersemester 2009/2010

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Robinson Crusoe Waffen und Umgebung Vergleich von den Texten von Daniel Defoe und Joachim Heinrich Daniel Defoe: Robinson Crusoe In dem Text von Daniel Defoe ist Robinson von vorn herein stark gesellschaftlic­h geprägt. Er schafft sich ein abgesichertes zuhause auf seiner Burg. Diese ist schön hergerichtet, besitzt einen kleinen Hofraum und ist außerdem geschickt verriegelt, nur durch eine Leiter gelangt man dort hinein. Sie wird von einem Wall geschützt und von seiner Warte aus kann er die Insel überblicken. Er besitzt ebenfalls…
´Wildnis, ´Leidenschaft und ´Fremdes in Adalbert Stifter: Der Hochwald 1. Thema, Inhalt und zentrale Aspekte der Arbeit Mit Adalbert Stifter, der 1805 in Oberplan - einem abgeschiedenen Dorf inmitten des Böhmerwaldes - geboren wurde1, verbindet man ohne Zweifel auch seine für ihn charakteristisc­hen und mit Liebe zum Detail verfassten Naturschilderun­gen­, die von Kritikern entweder hochgeschätzt oder auch als langatmig diffamiert wurden.2 Aber gerade diesen Naturschilderun­gen verdankt Stifter seit Hebbel seine Zuordnung…

Robinsonaden: Vergleich „Allein in der Wildnis“ und „Robinson der Jüngere“


1. Einleitung


Robinsonaden und Abenteuerliteratur, sind zwei Gattungen, die bereits vor gut 200 Jahren Einzug in die Literatur erhielten. Im Mittelpunkt der Arbeit werden zwei Werke stehen, die miteinander verglichen werden. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem typischen Abenteuerroman „Allein in der Wildnis“ (1987) von Gary Paulsen und der klassischen Robinsonade „Robinson der Jüngere“(1779) von Johann H. Campe.

Im Detail werden zunächst die Merkmale und Strukturen der beiden Gattungen vorgestellt. Anschließend wird auf die unterschiedliche und gemeinsame Verarbeitung und Variation der Motive in den beiden Werken eingegangen.


2. Die Abenteuerliteratur


2.1     Zur Etymologie des Wortes „Abenteuer“


„Der Begriff „Abenteuer“ leitet sich von dem mittelhochdeutschen „adventiure“ her, das vom französischen „aventure“ stammt. Betrachtet man sich jedoch, den lateinischen Ursprung von „Abenteuer“, trifft man auf das Verb „advenire“, dass so viel heißt wie „geschehen, sich ereignen“. Demnach widerfährt dem Menschen das Abenteuer und wird nicht durch planmäßiges Handeln herbeigeführt.“[1]


2.2 Merkmale der Abenteuerliteratur


„Abenteuerliteratur ist eine der ältesten Erscheinungsformen der Literatur“[2] weltweit.

Sie blieb nie statisch und folgte dem Verlauf der modernen Zeit, jedoch gibt es fünf typische Merkmale, welche eine Abenteuergeschichte ausmachen.


Es handelt sich um fünf klassische Merkmale, die im Laufe der Jahre nicht an Bedeutung verloren haben, allerdings der Zeit entsprechend, anders verarbeitet worden sind.


„Eines der Hauptmerkmale des Genre ist die mit Spannung erfüllte Geschichte und angelegte Erzählstruktur“[3]. Der Leser kann sich mit dem Protagonisten identifizieren, dadurch wird er in entsprechender Situation emotional eingebunden und empfindet den Inhalt als spannend. In der Abenteuergeschichte durchlaufen die „Helden“ oft einen inneren Konflikt und erleben Konfrontationen in der neuen Umgebung.

Sie müssen Herausforderungen meistern und erleben jeden Tag etwas Neues. Das macht die Abenteuerliteratur zu einer der meist gelesenen Literatur.


Das zweite Merkmal steht für die „fremdartige, exotische Welt“[4], in der sich die Handlung vollzieht. Hier steht das Fremde und die Ferne im Mittelpunkt. Es handelt sich meistens um ein Gebiet, welches nicht bekannt oder besiedelt ist und dementsprechend dort auch Ungewissheit und Gefahr vorherrscht.


In dieser fremdartigen Landschaft, geschehen ungewöhnliche Ereignisse. In solchen Situationen hat der Held der Geschichte die Möglichkeit, Mut, Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen, Tapferkeit, Härte und Einfallsreichtum zu beweisen. Diese Eigenschaften und Tugenden entwickeln sich im Laufe des Abenteuers, dies wiederum typisch für das dritte Hauptmerkmal einer Abenteuergeschichte ist.

Ein weiteres Hauptmerkmal beschäftigt sich mit dem Wahrnehmungsvermögen des Lesers. Trotz der Fremdartigkeit des Milieus und der ungewöhnlichen Geschehnissen wird der „Inhalt der Geschichte als potential real dargestellt“[5]. Durch die reale Darstellung, hat der Leser das Gefühl in dem Abenteuer mitzuwirken und ein Teil .....[read full text]

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„Das Abenteuerliche inmitten des Sachlichen wird mit Kategorien der Pädagogik und moralischen Belehrung legimitiert. Neben der geographischen, natur- und völkerkundlichen Belehrung gebe diese Literatur Beispiele für Standhaftigkeit und Gottvertrauen, Mut, Tatkraft und Geistesgegenwart, Begeisterung für alles Große, Heldenmütige, für weiten Geist und weites Herz.“[9]

Die Entfaltung der Abenteuerliteratur fand im 19.Jahrhundert mit der Einführung der Robinsonaden statt. Der Vorläufer ist die Robinsonade „Robinson Crusoe“ (1719) von Daniel Defoe (1660-1731).


Die heutige Abenteuerliteratur hält ebenfalls an den bereits oben genannten fünf Merkmalen fest, aber verknüpft diese mit der heutigen modernen Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen. Die Abenteuergeschichten sind meist an junge männliche Leser gerichtet, jedoch ist die Abgrenzung der Kinder-Jugendliteratur von der Erwachsenliteratur in diesem Genre nicht unproblematisch.

Viele Geschichte sprechen ebenfalls die älteren Generationen an. Auch sie verspüren den Drang in die Ferne, sehnen sich nach dem Abenteuer und der Jugend.


2.4 Funktionen der Abenteuerliteratur


Die Abenteuerliteratur erlaubt dem Leser in eine andere Welt einzutauchen und die Realität hinter sich zulassen. Gerade in der heutigen Zeit finden die Menschen eine vorhandene und als fragwürdige empfundene Ordnung vor, die sie gerne hinter sich zurücklassen würden. Das Gefühl nicht bestimmten Regeln und Erwartungen Anderer befolgen zu müssen, sondern frei von gesellschaftlichen Zwängen zu sein, wird in der Abenteuerliteratur thematisiert.

Der Abenteuerroman bietet dem Leser Freiraum für eigenen Phantasien, Träume und Abenteuer. Meist wird der Protagonist als Held gesehen und hat somit eine Vorbildfunktion. Abenteuergeschichten unterstützen Tagträume und stellen somit ein „iterarisches Fluchtangebot“[10] vieler dar.


„Leben heißt nun einmal immer wieder neu aufbrechen aus der scheinbaren Geborgenheit des Vertrauten, Geordneten, Gedeuteten, sich dem Fremden, Unbekannten und Bedrohlichen aussetzen, auch dem Schrecklichen begegnen, und all das durchstehen oder ihm eine Selbstaufgabe zu erliegen.[11]


3. Die Robinsonade


Dieses Zitat steht sowohl für die Abenteuerliteratur, als auch für die Robinsonade.

Beide Gattungen haben unheimlich viele Gemeinsamkeiten und von Grund auf, gemeinsame Motive und Intentionen.


„Robinsonaden sind ein unerschöpfliches Thema in der Weltliteratur. Immer wieder wurden Motive aufgegriffen und zentral oder episodisch verarbeitet.“[12] Zu Beginn des 18. Jahrhunderts hält jedoch die Robinsonade „Robinson Crusoe“ von Defoe den Einzug in die Literatur und nimmt einen festen Platz als Gattung ein. Jedoch wurde das Motiv vom einsamen gestrandeten Menschen auch schon in der antiken Dichtung gefunden, weshalb man von den Vor- Defoesch.....

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Als psychisches Überleben wird die seelische Mangelsituation durch fehlende Gesellschaft gesehen.“[15]


3.1 Die Robinsonade - Pädagogik


„Die Figur Robinson ist eine exemplarische Gestalt im pädagogischen Denken der letzten 200 Jahre.“[16] Jean- Jacques Rousseau gab damals mit seinem Werk „Emile“ den pädagogischen Impuls und verbreitete so seine Absicht, dass Robinsonaden „belehrend, einheitlich und dem Alter des Kindes angemessen“[17] sein sollten. Robinson wurde Lehrmeister und Vorbild der Jugend.

Joachim Heinrich Campe (1746- 1818) war ein Vertreter des Philanthropismus, er wollte mit seinem Werk „Robinson der Jüngere“ aufzuzeigen, wie weit es der Mensch durch seine eigene Kraft bringen kann, wenn ihn die Not dazu zwingt. „Campe hatte die pädagogische Absicht Kinder und Jugendliche durch sein Werk angenehm zu unterhalten, sie in Naturgeschichte und häuslichem Leben zu unterrichten und ihnen das Verständnis von Moral und Glauben näher zubringen.“[18] Durch formale und inhaltliche Umgestaltung gelingt es Campe eine pädagogische Eigenwelt in einen weltbekannten literarischen Stoff einzufangen.

Dies ist der Grund, warum das Werk „Robinson der Jüngere“ so einen Erfolg zu verbuchen hatte.



Nachdem die Abenteuerliteratur und die Robinsonade in ihren Grundzügen vorgestellt wurden, ist anzumerken, dass die Abgrenzung dieser beiden Gattungen besonders schwierig und problematisch ist. Es gibt dazu einige Versuche von Annelis Höder (1967), Maier (1993) oder Peter Hasubek (1975), allerdings werde ich diese Aufzählunge.....

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„Das Flugzeug war irgendwo in den Wäldern Kanadas abgestürzt….er wusste nicht, wo er sich befand“ [19]


In beiden Werken wurde das Inselmotiv, bis auf den anderen Schauplatz klassischerweise verarbeitet. „Die „Insel“ fungiert zunächst als Exil und Gefangenschaft. Sie stellt ein geographisches und psychologisches Gefängnis dar.“[20] Die Isolation erzwingt die Auseinandersetzung mit Sich und der Außenwelt. Doch nach einer Zeit erweist dich die „Insel“ zusehends als bewohnbar, sodass eine neue Perspektive entsteht.

Grundbedürfnisse, wie Hunger und Durst können auf Grund der Erkundung der fremden Umgebung und des Lernprozesses meist gestillt werden. Beide Protagonisten müssen schnell dazulernen, um ihr Überleben zu sichern und sich vor der Natur und den Tieren zu schützen. Dazu gehört die Herstellung von Werkzeugen und eines sicheren Schlafplatzes. Das „neue Zuhause“ für „Robinson“ (Robinson der Jüngere) und „Brian Robeson“ (Allein in der Wildnis) stellt eine Aushöhlung in einer Felswand dar.

Diese erhöhte Lage schützt sie und ihre Essensvorräte vor Gefahren. Hierbei handelt es sich um ein „Locus amoenus“. Der Schlafplatz wurde bewusst an diesem lieblichen Ort, verbunden mit Nützlichkeit, Frieden und Ruhe ausgewählt.

„Brian erschrak. Schon war diese Höhle unter dem Felsen für ihn ein Zuhause geworden. Nach so kurzer Zeit“[21]


Eine weitere Gemeinsamkeit stellt das Motiv Dunkelheit dar, in beiden Werken bringt die Dunkelheit immer wieder Katastrophen (z.B.: Tornado, Erdbeben, Unfälle mit Tieren usw.) mit sich. Dunkelheit als Metapher wird besonders gerne in Robinsonaden und Abenteuergeschichten verarbeitet, sodass letztendlich der Wunsch von „Brian Robeson“ nach Feuer immer größer wird.

„Ich halte es nicht mehr aus, so alleine in der Dunkelheit, ohne Feuer“[22]

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„Sein Überleben hing davon ab, dass er die Wildnis verstand und studierte. Es war kein Tag vergangen ohne, dass er lernen musste, die Gesetze der Natur zu befolgen“[25]

Auf der einen Seite bietet die Natur ihnen Nahrung, Unterschlupf, Ressourcen und erlaubt ihnen mit Hilfe von Materialien, Werkzeug zu erstellen. Ohne die Natur und die darin wohnenden Tiere, wäre ein Überleben schlicht unmöglich. Zudem sind die Protagonisten, besonders der Protagonist in dem Abenteuerroman „Allein in der Wildnis“ völlig begeistert von der Schönheit der Natur.

Der Lebensraum Natur wird wieder zu schätzen gelernt und stellt ein Kontrastprogramm zu der lärmenden Stadt dar.

Auf der anderen Seite ist das Überleben in der Natur sehr schwierig und die Natur stellt mit ihren Gefahren und Tücken ein Feind gegenüber dem Menschen dar. Es gibt, wie bereits oben genannt Regeln und Gesetze zu befolgen, zudem muss der Mensch Überlebenstechniken entwickeln, um zu überleben. Für den zivilisierten Mensch ist ein langer Lernprozess von Nöten, um in der unberührten Natur leben zu können.

Oft wird mit dem Motiv Natur auf den ursprünglichen Naturzustand des Menschen aufmerksam gemacht. Daraus ergibt sich, dass die Natur sowohl nützlich, als auch teilweise grausam zu dem Menschen ist.


5. Unterschiedliche Verarbeitung der Motive


Um die Unterschiede der beiden Werke herauszuarbeiten, muss man hinter die „Zeilen blicken“.

Das Thema und Motiv Religion wurde von Johann H. Campe sehr ausführlich verarbeitet und er erachtete es für sein Werk als elementar. Die moralische und religiöse Erziehung und Belehrung steht absolut im Mittelpunkt. Alles was dem Hauptdarsteller „Robinson der Jüngere“ geschieht, wird damit begründet, dass „Gott es so wünscht und das er besser weiß, was für ihn gut ist“.[26]

„Robinson der Jüngere“ glaubt, dass Gott ihm die Aufgabe, auf der Insel zu sein, auferlegt hat, um diese Herausforderung zu meistern und ihm zu beweisen, dass s.....

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In dem Abenteuerroman „Allein in der Wildnis“ liegt die Intention darauf, den Leser primär zu unterhalten und zum Lesen zu animieren. Deshalb wurde eine für Kinder- und Jugendliche angemessene Sprache gewählt. Der Roman ist nicht unnötig grammatisch überladen und es befinden sich einige Wörter in einem speziellen Jargon, der Jugendsprache.

Dies ist ein großer Unterschied zu Campes Werk, welches für junge Leute zu schwer und hochgestochen geschrieben wurde. Die Sprache und Thematik des Buches ist ein entscheidendes Kriterium für die Auswahl des Buches. Gerade junge Leser wollen in ihrer Erfahrungswelt abgeholt werden und bevorzugen somit Bücher ohne Fachjargon. Auch die Nebenthematik in dem Abenteuerroman „Allein in der Wildnis“ spricht für einen modernen Roman in der Kinder- Jugendliteratur.

Das Elternhaus des Hauptdarstellers „Brian Robeson“ hat sich als instabil herausgestellt. Die Eltern haben sich scheiden gelassen, auf Grund des Fremdgehens der Mutter. Das ist die Lebenswelt des Protagonisten, die nur manchmal in der Geschichte angedeutet wird. Jedoch können sich viele Kinder mit ihm identifizieren und lassen den Roman noch realistischer erscheinen.

Sekundär, möchte Gary Paulsen nicht nur unterhalten, sondern auch seine Intention der Leserschaft mitteilen. Die Ideologie des Buches oder der geheime Kanon richtet sich nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern ebenfalls an die Gesellschaft.


Gary Paulsen möchte mit diesem Roman den jungen Menschen zeigen, dass es sich lohnt für etwas zu kämpfen, Mut/ Ehrgeiz zu zeigen und die Hoffnung niemals aufzugeben.

„Brian hatte sich verändert. Er hatte gelernt, um sein Leben zu kämpfen. Kalter Zorn packte ihn, tief im Inneren.“[28]


Zudem, zeigt der Roman dem Leser auf, immer an seine Fähigkeiten zu glauben, Durchhaltevermögen aufzubringen und sich selbst nicht aufzugeben. An der Figur „Brian Robeson“ ist zusehen, dass ein ganz gewöhnlicher Junge es schaffen kann 54 Tage in der Wildnis zu überleben. Er musste von der Natur und sich selbst lernen, was es heißt auf sich alleine gestellt zu sein.

Disziplin, Geduld und Hoffnung haben ihm verholfen, sodass aus Brian ein anderer Mensch wurde.

„Ich bin nicht mehr derselbe, dachte Brian. Ich sehe anders, ich höre anders!“[29]

„Brian Robeson“ hat eine auffallende Entwicklung durchgemacht und sich als Mensch verändert. Nachdem er aus der Wildnis gerettet wurde, ist ihm aufgefallen, dass er eine hohe Fähigkeit besitzt, seine Umgebung zu beobachten und jede Art von Nahrung blieb für ihn ein Wunder. Gary Paulsen kritisiert hier indirekt d.....

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