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Rauchstopp: Der Weg zum Gewinn. Maturaarbeit

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Sociology

University, School

BMS Zürich

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Rauchstopp: Der Weg zum Gewinn

Oberthema: Chancen


Maturaarbeit an der Berufsmaturitätsschule Zürich  Technische Richtung


Inhaltsverzeichnis

Abstract II

Inhaltsverzeichnis III

1        Einleitung_ 1

2        Hauptteil 3

2.1    Methoden zum Rauchstopp_ 3

2.1.1      Selbsthilfe_ 3

2.1.2      Gruppenhilfe_ 4

2.1.3      Suggestivmethoden_ 4

2.1.4      Rezeptfreie Nikotinersatzprodukte_ 5

2.1.5      Medizinische Rauchentwöhnung/Rezeptpflichtige Medikamente_ 6

2.2    Auswirkungen des Rauchstopps 7

2.2.1      Kurzfristige Entzugserscheinungen_ 7

2.2.2      Langfristige Entzugserscheinungen_ 8

2.2.3      Kurzfristige Verbesserungen_ 9

2.2.4      Langfristige Verbesserungen_ 9

2.2.5      Weitere positive Auswirkungen_ 10

2.3    Auswirkungen auf das Umfeld_ 11

2.4    Auswertung 13

2.4.1      Chancen für einen erfolgreichen Rauchstopp_ 13

2.4.2      Eröffnete Chancen durch den Rauchstopp_ 13

3        Schlussteil 15

Quellverzeichnis 16

Tabellenverzeichnis 17


Abstract

In der Berufsmaturitätsarbeit mit dem Titel „Rauchstopp: Der Weg zum Gewinn“ wird aufgezeigt welche Chancen man auf einen erfolgreichen Rauchstopp hat, und wie man diese verbessern kann. Zudem wird behandelt, welche Chancen einem in finanzieller, gesellschaftlicher und gesundheitlicher Hinsicht durch einen Rauchstopp eröffnet werden.

Als Grundlage zur Beantwortung dieser Fragestellung wird beschrieben, welche Methoden und Möglichkeiten es für den Rauchstopp gibt und welche Auswirkungen ein Rauchstopp auf den Raucher und sein Umfeld hat. Die Informationen dazu wurden aus diversen Quellen von verschiedenen Institutionen und Organen zusammengetragen.

Die Auswertung der gesammelten Informationen erbeben, dass die Chancen für einen Rauchstopp trotz schwierigen Zeiten währen des Entzugs sehr gut stehen.  Dies dank diverser Methoden, die von fachkundigen Personen erarbeitet wurden.

Auch die eröffneten Chancen nach dem Rauchstopp stehen positiv. Allem voran geht hier die Aussicht auf ein gesünderes und längeres Leben und eine verbesserte finanzielle Situation.

Allgemein lässt sich also sagen, dass ein Rauchstopp langfristig hauptsächlich positive Veränderungen bewirkt.



1   Einleitung

In meiner Berufsmaturitätsarbeit mit dem Thema „Rauchstopp: Der Weg zum Gewinn“ befasse ich mit zum einen mit Methoden und Möglichkeiten zum Rauchstopp und zum andern mit den Auswirkungen auf die Lebensqualität und das gesellschaftliche Umfeld, die ein Rauchstopp mit sich bringt. Sie behandelt also das Thema des Rauchstopps, wie man seine Chancen auf einen erfolgreichen Rauchstopp verbessern kann und welche Chancen einem im Leben durch einen Rauchstopp eröffnet werden.

Das Thema wird unter den folgenden Gesichtspunkten bearbeitet:

1. Welche Möglichkeiten, Methoden und Wege gibt es, um mit dem Rauchen zu stoppen?

2. Welche Vorteile entstehen aus einem rauchfreien Leben? Welche Folgen hat ein Rauchstopp auf das Leben des Rauchers.

3. Welche Auswirkungen hat ein Rauchstopp auf das Umfeld des Rauchers?


Der Hauptteil der Arbeit ist nach diesen drei Leitfragen in dieser Reihenfolge gegliedert. Am Ende des Hauptteils folgt eine Auswertung der Ausführungen zu den Leitfragen mit dem Schwerpunkt auf die Chancen die man zu einem erfolgreichen Rauchstopp hat und welche Chancen einem eröffnet werden.

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Zu den Leitfragen habe ich folgende Hypothesen:

1. Ich vermute, dass es diverse medizinische Hilfsmittel wie z.B. Pflaster, Tabletten etc. gibt, die den Rauchstopp stark vereinfachen können. Des Weiteren vermute ich, dass auch der psychische Aspekt eine wichtige Rolle spielt und es diverse Methoden gibt, um mit dem Entzug klar zu kommen. Ein starker Wille wird meiner Meinung nach jedoch die wichtigste Rolle spielen.

2. Ein Rauchstopp wird ohne Zweifel diverse positive Auswirkungen auf das Leben mit sich bringen. Zum einen ist hier der gesundheitliche Aspekt zu beachten. Denn es ist längst bewiesen, dass Rauchen schlecht für die Gesundheit ist. Weiter sind wohl die finanziellen Auswirkungen am schnellsten und direktesten zu spüren.

3. Für das Umfeld wird ein Rauchstopp wahrscheinlich nur positive Veränderungen mit sich bringen. So zum Beispiel das Verschwinden des Rauchgeruchs oder ein allgemein besseres Wohlbefinden des Ex-Rauchers, welches sich auch auf sein Umfeld auswirkt

Ich habe dieses Thema gewählt, da ich selber rauche und neugierig bin, was für Möglichkeiten ich habe um mit dem Rauchen zu stoppen, und welche mir die besten Chancen eröffnen. Zudem bin ich neugierig, welche Chancen ich in Bezug auf meinen gesellschaftlichen Umgang, meine Gesundheit und meine finanzielle Lage durch einen Rauchstopp habe.


2   Hauptteil


2.1   Methoden zum Rauchstopp

Um mit dem Rauchen zu stoppen gibt es viele verschiedene Methoden. Sie lassen sich aber zu folgenden fünf Hauptgruppen zusammenfassen:

  • Selbsthilfe
  • Gruppenhilfe
  • Suggestivmethoden
  • Rezeptfreie Nikotinersatzprodukte
  • Medizinische Rauchentwöhnung

Eine Grundvoraussetzung ist, dass die Motivation für einen Rauchstopp vorhanden ist. Ansonsten ist das Unterfangen von Anfang an zum Scheitern verurteilt, da es durch die psychische und physische Abhängigkeit sehr mühevoll ist rauchfrei zu werden und zu bleiben.[1]


2.1.1   Selbsthilfe

Bei der Selbsthilfe werden vom Raucher selber Informationen zur Rauchentwöhnung eingeholt. Diese findet man vor allem in Büchern und Broschüren. Heutzutage gibt es auch viele Informationen zum Thema im Internet. Bei dieser Methodik spielen vor allem der Wille und die Disziplin des Rauchers die ausschlaggebende Rolle.

Doch auch andere Aspekte spielen eine wichtige Rolle. So zum Beispiel die Frage, was Rauchen mit der eigenen Identität zu tun hat und wie einem Identitätsverlust durch Rauchstopp entgegengewirkt werden kann. Dass ein Rauchstopp oft mit Gewichtszunahme verbunden ist und wie man seine Einstellung zu Sucht und Genuss verändern kann um dem Vorzubeugen ist ebenfalls ein zentrales Thema.

Diese Methode ist jedoch nur für Raucher geeignet, die extrem motiviert sind aufzuhören. Denn man muss strikt bleiben und darf keine Ausnahmen machen. Auch die Erfolgsrate ist bei dieser Methode sehr gering, da man mit den Nebenwirkungen des Entzuges ohne Hilfe fertig werden muss.[3]

Durch begleitende Massnahmen die im Folgenden noch beschrieben werden, kann diese Methode jedoch stark unterstützt werden. Z.B. durch Erarbeitung eines Programms zur Rauchentwöhnung oder den Austausch mit anderen Ex-Rauchern.3


2.1.2   Gruppenhilfe

Wie bei der Selbsthilfe spielen auch hier der Wille und die Disziplin eine wichtige Rolle. Diese Methode richtet sich vor allem an Leute, die gerne in der Gruppe arbeiten und einem strikten Kursprogramm folgen können. Für solche Kurse gibt es diverse Anbieter, die alle mit unterschiedlichen Methoden arbeiten.

Hier ist es wichtig, dass man sich in einem Kurs einträgt, der den persönlichen Vorstellungen und Wünschen entspricht.

Zentrale Themen solcher Kurse sind die Analyse und Änderung des Rauchverhaltens in der Gruppe, die Entwicklung von alternativen Aktivitäten, die Erkennung der Rückfallgefahr und das Teilen der Erfahrung eines neuen Lebensgefühls. Das gefürchtete Thema der Gewichtszunahme wird auch hier behandelt.[4]

Die Erfolgsrate bei dieser Methode liegt zwischen 14 und 22%. Die Dauer solcher Kurse bewegt sich zwischen wenigen Tagen bis zu drei Monaten. Es ist jedoch so, dass die Erfolgschancen besser sind, je mehr Treffen man besucht hat. Die Kosten sind je nach Kurs sehr unterschiedlich.[5]


2.1.3  Suggestivmethoden

Bei den Suggestivmethoden werden folgende zwei Hauptmethoden unterschieden: Die Akkupunktur und die Hypnose.

Die Akkupunktur:

Bei der Akkupunktur werden bestimmte Körperpunkte mittels Druck oder Nadeln angeregt. Dadurch wird die Energie wieder zum Fliessen gebracht und das Suchtverhlten soll gebändigt werden. Hier gibt es jedoch die verschiedenste Therapieformen.

Diese Methode eignet sich gut für starke Raucher. Die Therapiedauer beläuft sich bei der Akkupunktur auf bis zu 7 Sitzungen à 15 bis 30 Minuten. Wobei die Kosten pro Sitzung zwischen 100 und 150 Franken liegen was zu einer Gesamtsumme von über 1000 Franken führen kann.[7]

Die Hypnose:

Ziel der Hypnose ist es, den Zwang oder Drang rauchen zu müssen aufzulösen. Die verbreitetste Methode hierbei stammt vom amerikanischen Psychiater Herbert Spiegel. Dabei wird der Patient aufgefordert, sich aktiv an der Therapie zu beteiligen und die Selbsthypnose zu erlernen. Die Selbsthypnose wird auch bei anderen Therapieformen angewandt.

So hilft sie zum Beispiel auch bei der korrekten Atmung zur Entspannung oder der Entwöhnung des Griffs nach der Zigarette oder dem Mund. Wie bei der Akupunktur gibt es aber auch hier diverse Methoden und Techniken der Hypnose. Daher ist es wichtig sich über die verschiedenen Angebote zu informieren und sich für dasjenige zu entscheiden, welches einem am besten entspricht.[8]

Die Hypnose eignet sich grundsätzlich für jeden Raucher, wobei hier zu beachten ist, dass manche Menschen wenig empfänglich für Hypnose sind. Der Entwöhnung findet während ca. sechs Sitzungen statt. Die Kosten für eine Sitzung beträgt je nach dem 150 bis 200 Franken was zu Gesamtkosten von bis zu 1200 Franken führen kann.[9]


2.1.4   Rezeptfreie Nikotinersatzprodukte

Will man sich keinen solchen (Selbst-)Therapien unterziehen, kann man auf Nikotinersatzprodukte zurückgreifen. Diese gibt es in den verschiedensten Formen wie z.B. Nikotinkaugummis, Niktotinlutschtabletten, Nikotinpflaster usw. Durch das Zuführen von Nikotin werden im Körper die Entzugserscheinungen gedämpft.

Diese Produkte richten sich an (Ex-)Raucher, die stark mit dem Nikotinentzug zu kämpfen haben. Die Erfolgsraten betragen hier je nach Produkt 14 bis 29%. Auch die Konsumzeiträume gehen je nach Produkt stark auseinander und betragen sechs Wochen bis drei Monate. Ebenso sind die Kosten sehr unterschiedlich.

So zahlt man für Nikotintabletten ca. 3.50 Franken pro Tag, während man für Nikotinkaugummis bis zu 6.50 Franken pro Tag rechnen muss.[11]


2.1.5  Medizinische Rauchentwöhnung/Rezeptpflichtige Medikamente

Bei der medizinischen Rauchentwöhnung wird mit einer medizinischen Fachperson die optimal Rauchstopp-Programm für jeden Raucher individuell entwickelt, da sich Fähigkeiten, Bedürfnisse und Verhaltensmuster bezüglich Rauchstopp bei jedem Raucher anders sind.

Es kann zwischen rezeptfreien Nikotinersatzprodukten oder rezeptpflichtigen Medikamenten unterschieden werden. Bei den rezeptpflichtigen Medikamenten kann wiedderum eine Unterscheidung vollzogen werden. Es gibt Medikamente, welche das Rauchverlangen und die Niedergeschlagenheit während des Entzuges lindern.  Andere verhindern den angenehmen Effekt des Nikotins und führen unter Umständen sogar zu Übelkeit oder Ähnlichem, wenn eine Zigarette konsumiert wird.[12]

Diese Methode ist für starke Raucher und Leute geeignet, welche sich vor einer Gewichtszunahme fürchten oder bereits. Die Erfolgschancen sind je nach Produkt um die 17%. Die Einnahmedauer liegt zwischen sechs Wochen und drei Monaten wobei die Kosten zwischen 5.80 Franken pro Tag und 11.90 Franken pro Tag betragen.[13]


2.2   Auswirkungen des Rauchstopps

Rauchen verkürzt bei einem lebenslangen Raucher die Lebenserwartung um ungefähr 12 Jahre. Je früher man deshalb aufhört, desto mehr erhöht man die krankheitsfreie Zeit und die Lebenserwartung. Ein Rauchstopp wirkt sich also sehr positiv auf die Gesundheit aus. Schon nach kurzer Zeit sind gewisse Veränderungen spürbar.

Nebst den gesundheitlichen Veränderungen bringt ein Rauchstopp auch positive Auswirkungen auf andere Bereiche des Lebens mit sich. So wird zum Beispiel die finanzielle Situation des „Nichtmehr-Rauchers“ extrem verbessert.

Doch nicht alle Veränderungen nach der letzten Zigarette sind positiv. Denn der Körper hat sich währen der Zeit als Raucher an die Nikotinzufuhr gewöhnt. Nun fehlt ihm das Nikotin. Dies führt zu mehr oder weniger stark ausgeprägten Entzugserscheinungen, die unter Umständen sehr unangenehm für den Ex-Raucher und sein Umfeld sein können.

2.2.1   Kurzfristige Entzugserscheinungen

Als kurzfristige Entzugserscheinungen bezeichnet man jene Entzugserscheinungen, welche in den ersten 3 Wochen nach dem Rauchstopp spürbar sind und danach abklingen. In dieser Zeit sind die Entzugserscheinungen hauptsächlich körperlicher Natur, da dem Körper Stoffe fehlen, an den er sich gewöhnt hat. Diese Zeiträume können je nach Person sehr unterschiedlich sein.


Zeitraum

Entzugserscheinungen

3 Tage

  • Verlangen nach Zigaretten
  • Unruhe
  • Reizbarkeit
  • Schlechte Laune
  • Angst
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Schweissausbrüche
  • Gesteigerter Appetit

3 Wochen

  • Entzugserscheinungen treten nur noch schubweise auf
  • Nach ca. 7 Tagen ist der körperliche Entzug vorüber

Ab 3 Wochen

  • Zeit des psychischen Entzuges
  • kann unter Umständen das Leben lang mehr oder weniger stark anhalten

Tabelle 1: Kurzfristige Entzugserscheinungen


2.2.2   Langfristige Entzugserscheinungen

Diese Entzugserscheinungen setzen erst nach den ersten drei Wochen ein oder sind länger als drei Wochen nach dem Rauchstopp noch spürbar. Sie sind hauptsächlich für die hohe Rückfallrate verantwortlich.

Die langfristigen Entzugserscheinungen vom Rauchen sind von rein psychischer Natur. Dies kann jedoch ein Leben lang anhalten. .Denn die psychische Gewöhnung an das Rauchen hält den neuen Nichtraucher noch lange im Griff.

In vielen Situationen kann unvermittelt wieder eine starke Lust aufs Rauchen auslösen. So zum Beispiel:

Nornikotin führt zu schnellerer Alterung, kann Diabetes hervorrufen und steht auch im Verdacht auf Zusammenhang mit der Entstehung von Alzheimer.[15]


2.2.3   Kurzfristige Verbesserungen

Schon sehr kurze Zeit nach der letzten Zigarette setzt sich der Regenerationsprozess des Körpers ein. Dieser hält jedoch sehr lange an. Gewisse Veränderungen sind unmittelbar zu spüren. Andere Funktionen des Körpers brauchen jedoch eine gewisse Zeit, bis sie wieder vollständig oder teilweise regeneriert sind.

Zeitraum

Verbesserungen

8 Stunden

  • Das giftige Kohlenmonoxid ist abgeatmet und erreicht die gleichen Werte wie bei einem Nichtraucher
  • Rauchgeruch verschwindet aus dem Atem

24 Stunden

  • Herzinfarktrisiko beginnt zu sinken

2 Tage

  • Der Geruchs- und Geschmackssinn verfeinern sich wieder

3 Tage

  • Die Atmung wird deutlich besser

Tabelle 2 : Kurzfristige Verbesserungen

Quelle:

Schon sehr kurze Zeit nach der letzten Zigarette setzt sich der Regenerationsprozess des Körpers ein. Dieser hält jedoch sehr lange an. Gewisse Veränderungen sind unmittelbar zu spüren. Andere Funktionen des Körpers brauchen jedoch eine gewisse Zeit, bis sie wieder vollständig oder teilweise regeneriert sind.


2.2.4   Langfristige Verbesserungen

Diese Verbesserungen sind erst nach einem längeren Zeitraum von ca. drei Monaten spürbar. Diese Zeit variiert jedoch auch stark je nach Person, da jeder Körper ein andres Tempo bei der Regeneration vorlegt. Die Vollständige Regeneration des Körpers nach dem Rauchstopp dauert mit bis zu 20 Jahren sehr lange.

Zeitraum

Verbesserungen

3 Monate

  • Die Blutzirkulation hat sich verbessert
  • Lungenkapazität (Aufnahmefähigkeit für Atemluft) ist um 30% erhöht

9 Monate

  • Weniger Infektionen
  • Raucherhusten und Kurzatmigkeit verschwinden
  • Die Leistungsfähigkeit steigt an
  • Die Lungenfunktion kann sich bis zu 10% verbessern

1 Jahr

  • Das Risiko für eine koronare Herzerkrankung ist nur noch halb so hoch wie bei einem Raucher
  • Die Zahnfleischentzündungen sind weitgehend abgeheilt

2 Jahre

  • Das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen sinkt auf das Niveau von Nichtrauchern

5 Jahre

  • Das Schlaganfallrisiko beginnt auf das Niveau eines Nichtrauchers zu sinken
  • Das Herzinfarktrisiko hat sich halbiert

10 Jahre

  • Das Risiko, an einem Lungenkrebs zu sterben ist noch halb so gross wie bei einem Raucher.
  • Das Risiko für Mundhöhlenkrebs, Kehlkopfkrebs, Speiseröhrenkrebs, Blasenkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs ist wesentlich gesenkt.

15 Jahre

  • Das Herzinfarkt- und das Schlaganfallrisiko sind auf das Niveau eines Nichtrauchers gesunken

20 Jahre

  • Das Lungenkrebsrisiko ist vermutlich gleich gross wie bei Nichtrauchern

2.2.5   Weitere positive Auswirkungen

Ein Rauchstopp hat jedoch nicht nur positive gesundheitliche Auswirkungen, sondern beeinflusst auch andere Bereiche im Leben. Zum Beispiel:

  • Bessere körperliche Leistungsfähigkeit und gesteigertes Wohlbefinden
  • Kein schlechter Atem
  • Kein Gestank an Kleidern, Haaren, in der Wohnung, im Auto usw.
  • Besserer Geruchs- und Geschmacksinn
  • Geringere Infektanfälligkeit
  • Langsamerer Alterungsprozess
  • Schönere Zähne und gesünderes Zahnfleisch
  • Weniger schnelle Hautalterung, besser durchblutete Haut
  • Keine negativen Auswirkungen auf das werdende Kind
  • Vorbildrolle gegenüber Kindern und Jugendlichen
  • Keine Probleme mit Nichtraucherzonen
  • Kein schlechtes Gewissen
  • Kein Abhängigkeitsgefühl[16]



2.3  Auswirkungen auf das Umfeld

Was dem Umfeld des Ex-Rauchers in den ersten Tagen seiner Rauchfreiheit vor allem zur Last fallen wird, ist (je nach Typ) eine mehrere Tage anhaltende Gereiztheit und Nervosität. Diese Entzugserscheinungen legen sich aber nach ungefähr einer Woche und sind somit ein akzeptabler Preis für ein nichtrauchendes Umfeld.

Für Nichtraucher ist in erster Linie der Geruch des Rauchs und des Rauchers und seiner Kleidung sehr unangenehm. Diese Belastung entfällt bei einem Rauchstopp und macht das Beisammensein mit dem Ex-Raucher um einiges angenehmer. Da der Rauchgestank der Kleider entfällt, müssen auch die Kleider des Ex-Rauchers weniger gewaschen werden.

Dies macht eine gemeinsame Nutzung einer Waschmaschine um einiges einfacher. Dies setzt jedoch ein nahes Beieinanderleben mit einem Raucher voraus. Ist dies der Fall, hat der Mitbewohner auch nicht mehr mit überfüllten Aschenbechern und stinkenden Mülleimern zu leben.

Ein weiterer positiver Effekt für das Umfeld ist auch, dass der Raucher nicht ständig entschwindet, um seine Sucht zu befriedigen. Kollegen, Bekannte und Familie können sich so seiner ständigen Anwesenheit bei gemeinsamen Aktivitäten erfreuen.

Ein Rauchfreies Leben macht den Ex-Raucher zudem glücklicher. Dies wirkt sich direkt auf sein Umfeld aus, da Fröhlichkeit nun einmal ansteckend ist. Es ist also für Umfeld allgemein viel Angenehmer mit dem Ex-Raucher Umgang zu haben.

Als Nichtraucher geht man zudem als gutes Beispiel voran. Dies vor allem für Kinder. Für diese ist es wichtig zu sehen, dass das Rauchen nicht mehr zur heutigen Umgangsform passt und sehr schlechten Einfluss auf die Lebensqualität hat.

Als Nichtraucher trägt man zudem einen nicht unbedeutenden Teil zum Umweltschutz bei, da man keine Zigaretten mehr in der Natur auf dem Boden entsorgen muss.

Es entstehen also folgende Verbesserungen für das Umfeld des Ex-Rauchers:

  • Rauchgestank in Kleidern etc. entfällt
  • Kleider müssen weniger gewaschen werden
  • Keine überfüllten Aschenbecher und stinkenden Mülleimer
  • Kein Entschwinden von gesellschaftlichen Aktivitäten
  • Allgemein glücklicher Zeitgenosse
  • Beitrag zum Wohlbefinden von Mitmenschen
  • Beitrag zum Umweltschutz



2.4   Auswertung

Die Auswertung wird unter zwei Gesichtspunkten gemacht:

  1. Welche Methoden bieten die besten Chancen für einen Rauchstopp
  2. Welche Chancen eröffnen sich für den Raucher nach einem Rauchstopp in Bezug auf sein Umfeld, seine finanzielle Lage und seiner Gesundheit.


Den „Einen richtigen Weg“ gibt es beim Rauchstopp nicht. Jeder Raucher muss sich individuell über die verschiedenen Methoden informieren und die für Ihn geeignetste aussuchen.

Dem Raucher steht eine Vielzahl von Wegen offen um mit dem Rauchen zu stoppen. Diese sind in folgende Gruppen aufgeteilt:

  • Selbsthilfe
  • Gruppenhilfe
  • Suggestivmethoden
  • Rezeptfreie Nikotinersatzprodukte
  • Medizinische Rauchentwöhnung

Da es so viele verschieden Wege gibt ist es anfangs schwierig sich für die richtige Methode zu entscheiden. Doch das breite Angebot eröffnet viele Chancen, da es für jeden einen Weg gibt, der ihn in die Rauchfreiheit führt.


2.4.2  Eröffnete Chancen durch den Rauchstopp

Ein Rauchstopp eröffnet einem in gesundheitlicher, finanzieller und gesellschaftlicher Hinsicht sehr viele Chancen.

Bereits wenige Stunden nach der letzten Zigarette sind positive körperliche Veränderungen festzustellen. Da der Körper jedoch eine gewisse Zeit braucht bis alles regeneriert ist, kann eine vollständige Genesung bis zu 20 Jahren dauern. So steigt also die Chance auf ein gesünderes und längeres Leben mit jedem zigarettenfreien Tag.


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