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Sociology

University, School

Georg-August-Universität Göttingen

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1,7, Wille

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t Kriterien der Beobachtungen müssen transparent sein t Erstellen von Beobachtungsber­ich­ten t Gezielte Fokussierung auf spezielle Ausschnitte des Geschehens 14.) Was besagt das ungelöste Basissatzproble­m? Es gibt keine reine Beobachtungsspr­ach­e und keine reine Empirie in Form von theorielosem Datensammeln. Bsp: Es gibt Beobachtungen, die theorieabhängig sind, die anderen aber nicht unbedingt auffallen müssen. Jede Theorie ist paradigmenabhän­gig­, jedes Paradigma ist abhängig von kulturellen Praktiken.…
Examination questions
Qualitative Sozialforschung
Prüfungsfragen Qualitative Sozialforschung 2011 · Text Winter: Wieso sollte qualitative Forschung biographisch, kritisch und interventionist­isc­h sein? Die qualitative Forschung soll biographisch, kritisch und interventionist­isc­h sein, damit wir uns nicht in einem Machtvakuum befinden. Es sollen neue Perspektiven in betracht gezogen werden, um eine Neudefinition von dem Sinn und der Struktur der qual. Sozialforschung zu gewähren. Dadurch kann kreativ auf den problematischen Zustand einer „flüchtig­en…

1. Qualitative und interpretative Sozialforschung


1.1 Was ist qualitative Sozialforschung?


  • Sie beschäftigt sich mit der Verbindung zwischen sozialwissenschaftlichen Theorien und sozialer Wirklichkeit.


Sie ist sehr vielfältig und unterschiedlich. Es existiert kein einheitliches Verständnis im Gegensatz zur quantitativen Methode.

Grundlegend kann man zwischen zwei Sorten unterscheiden: Der einen, die sich der quantitativen Logik anschließt und daher numerische Verallgemeinerungen anstreben. Und der anderen, die sich der Logik der Sache bzw. des Einzelfalls verschreibt. Das bedeutet, dass Hypothesen sich im Prozess der Annäherung an den zu untersuchenden Gegenstand herausbilden. Man folgt einer Logik des Entdeckens.


Verhältnis von Theorie und Empirie


  • Die quantitative Sozialforschung konzentriert sich in erster Linie auf die Überprüfung sozialwissenschaftlicher Theorien.


Überprüfungslogik


  • Die qualitative/ interpretative Sozialforschung konzentriert sich in erster Linie auf die Entdeckung sozialwissenschaftlicher Theorien.


Entdeckungslogik


Diese Konzentration auf die Logik der Sache bedeutet aber auch, dass Instrumente immer wieder angepasst und modifiziert werden müssen. Sie lassen sich nicht standardisieren. Das Vorgehen macht sich vom Gegenstand abhängig.


Die Interpretation beruht entweder auf dem häufigen Auftreten eines Phänomens und folgt einer Logik der Überprüfung oder auf der Rekonstruktion von Wirkungszusammenhängen und folgt der Logik der Entdeckung. Arten, kann man nach ihrem Grad der Offenheit einordnen und unterscheiden.

Dazu: Es existieren zwei verschiedene Paradigma unter denen Sozialforschung die Menschen betrachtet. Einmal das normative Paradigma, nachdem Menschen auf ein gemeinsames System von Symbolen reagieren und das interpretative Paradigma, nach dem der Mensch ein handelndes und erkennendes Wesen ist. Das Individuum erzeugt gemeinsam mit anderen die soziale Wirklichkeit.


Offenes Verfahren:

Den Befragten / Beobachteten wird großer Gestaltungsfreiraum gegeben, dadurch soll die Welt durch die Perspektive der Einzelnen betrachtet werden können.


Auswertung: Wie Individuen durch ihre Wissensbestände, implizite Wissensbestände und in Interaktion die soziale Welt erzeugen und Bedeutungen erzeugen bzw. bestehendes reproduzieren und Vorheriges tradieren.


Zu Beginn einer qualitativen Studie sollte die Forschungsfrage noch nicht eng umrissen sein. Am Beginn sollte eine vages Interesse an einem sozialen Phänomen stehen. Dennoch bestimmt dieses schon die Blickrichtung und so auch in Teilen den methodischen Zugang zum Feld. Schwerpunkte sich schon gewählt.

D.h.: Verschiedene Methoden drücken schon unterschiedliche Interessen der ForscherInnen am Gegenstand aus.:

Offenes Interview: Perspektive der Betroffenen


Gruppendiskussion: Interaktion ist beobachtbar, übereinstimmende Darstellungen bzw. marginale Darstellungen werden sichtbar


Gespräch zw. Verschiedenen Milieus oder Generationen: Auskunft über Interaktionsstrukturen bzw. Interaktionsschranken


Videoaufzeichnung von Alltagssituationen / teilnehmende Beobachtung: Beobachtung von Interaktionsprozessen und der sozialen Wirklichkeit.


Interviews → Interesse an Perspektiven.

teilnehmende Beobachtung → Rekonstruktion sozialer Wirklichkeit und interaktiven Bezügen. Diskursanalyse von Texten: Verhandlung des Gegenstandes in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kreisen / Diskuren → Wie entsteht das Phänomen und wie wird darüber gesprochen?


All diese Verfahren greifen durchaus ineinander über, sind also komplementär verwendbar.


Kodieren der Groundes Theory: Strukturierung des Textmaterials anhand von allgemeinen Kategorien.


Rekonstruktives Verfahren: zeitliche Struktur und sequenzielle Gestalt ist wichtig, da durch ihre Analyse, das was „zwischen den Zeilen steht“ gelesen werden kann. Der latente Gehalt wird sichtbar. Das bedeutet die Analyse des Aufbaus des Textes und die Untersuchung jeder einzelnen Seq.....[read full text]

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1.3 Die historischen Anfänge der interpretativen Sozialforschung


Anfänge der Soziologie


  • Emile Durkheim bekleidete ab 1896 einen Lehrstuhl für Pädagogik und Sozialwissenschaften. Vom Jahr 1906 an war er Ordinarius an der Sorbonne für Pädagogik und Soziologie. Er war damit weltweit der erste Professor für Soziologie .


  • Erste ordentliche Professur für Sozio-logie ging 1919 an Franz Oppenheimer (1864 -1943) bis 1929 Lehrstuhl in Frankfurt, emigriert nach Palästina

  • Nachfolger von Oppenheimer:Karl Mannheim (1893-1947), der aufgrund seiner jüdischen Abstammung1933 aus dem Amt entlassen wurde; emigrierte nach England

  • Max Weber (1864 – 1920)Ab 1894 Professor für Nationalökonomie an der Universität Freiburg

  • Georg Simmel (1858 – 1918) Rufannahme an die Uni. Heidelberg aufgrund eines antisemitischen Gutachtens verhindert. Ab 1914 Lehrstuhl für Philosophie in Straßburg


Max Weber – Verstehende Soziologie


Soziologie soll heißen: eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will. ”Handeln” solle dabei ein menschliches Verhalten (einerlei ob äußeres oder innerliches Tun, Unterlassen oder Dulden) heißen, wenn und insofern als der oder die Handelnden mit ihm einen subjektiven Sinn verbinden. ”Soziales” Handeln aber soll ein solches Handeln heißen, welchen seinem von dem oder den Handelnden gemeinten Sinn nach auf das Verhalten anderer bezogen wird und daran in seinem Ablauf orientiert ist.“ (1921: 3)


Max Weber in Wirtschaft und Gesellschaft (1921)


Das für die verstehende Soziologie spezifisch wichtige Handeln nun ist im speziellen ein Verhalten, welches


  1. dem subjektiv gemeinten Sinn des Handelnden nach auf das Verhalten anderer bezogen,

  2. durch dies seine sinnhafte Bezogenheit in seinem Verlauf mitbestimmt und also

  1. aus diesem (subjektiv) gemeinten Sinn heraus verständlich erklärbar ist." (1913/1973: 429)


Erstarken in der BRD in den 1970ern durch die „Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen“. Pioniere der Chicago School: Fokus auf Lösung sozialer Problemstellungen einer Großstadt. Mikrosoziologischer Ansatz.

In Deutschland: Max Weber (subjektiv gemeintes nachvollziehen und Handlungsabsicht verstehen und dadurch erklären → Verstehende Soziologie) und Georg Simmel (Gesellschaft existiert dort wo mehrere Individuen in Wechselwirkung treten) theoretische, makrosoziologische Fragestellungen. Vor der NS-Zeit existierte in Deutschland vorwiegend eine quantitative ausgerichtete Sozialforschung.

Ausnahmen waren nur in der Industriesoziologie und bei den Studien der Fran.....

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  • Ab 1914 auf Einladung von W. I. Thomas Lehrbeauftragter am soziologischen Department der Universität Chicago - erste Vorlesung zu „The Negro in America“, ab 1923 Professur, Emeritierung 1933

  • Begründer der Großstadtsoziologie, Stadt als pars pro toto für die Gesellschaft,


  • Untersuchung menschlichen Verhaltens in der Großstadt


One might fairly say that a sociologist is merely a more accurate, responsible, and scientific reporter“ (Park 1982/1939; 338)

Methodentriangulation: in erster Linie teilnehmende Beobachtung, Interviews, Verwendung von autobiographischen Dokumenten, statistische Daten, jedoch in „acquaintance with“, etc.


Parks Botschaft an die Studierenden:


To see and to know life“ & „Get inside the actor‘s perspective“ „Get your feet wet and get your nose rousing“


Interpretative Soziologie -- nach dem Zweiten Weltkrieg

Phänomenologische Soziologie


    • Alfred Schütz (1899- 1959)


    • Thomas Luckmann(1927)


Interaktionismus


    • Erving Goffman(1922-1982)


    • Anselm Strauss(1916-1996)


    • Barney Glaser(1930)


  1. Grundannahmen und Prinzipien der interpretativen Sozialforschung Allgemeine Prinzipien interpretativer Sozialforschung


      • Prinzip der Kommunikation


      • Prinzip der Offenheit


Die interpretierte Sozialwelt als Gegenstandsbereich der Sozialwissenschaften


SozialwissenschaftlerInnen untersuchen eine bereits interpretierte Welt, die „eine besondere Sinn-und Relevanzstruktur für die in ihr lebenden, denkenden und handelnden Menschen [aufweist]“ (Schütz 1971: 6).


.....

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Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen (1976): Kommunikative Sozialforschung. München:

Grundannahmen


  • Die Deutungen der Situation werden im Verlauf des interaktiven Prozesses beständig modifiziert und kontextabhängig in Reaktion auf die Deutungen des jeweiligen Gegenübers gerahmt.


Kommunikative Regeln der Alltagskommunikation


Erving Goffman kritisiert das Konzept in Hinblick auf die individuellen Wahlfreiheiten und Eigenleistungen der Subjekte wie folgt:


  • Akteure definieren zwar die Situation, doch sie „schaffen gewöhnlich diese Definition nicht;


gewöhnlich stellen sie lediglich ganz richtig fest, was für sie die Situation sein sollte, und verhalten sich entsprechend.“ (Goffman 1977:9)

D.h. Menschen greifen auf ein System von Regeln/ Interpretationen zurück


Soziale Handlungssituationen beinhalten:


  • die subjektive Definition der Situation


allgemeine Regeln, die für solche Situationen gelernt wurden


individuelle Erfahrungsaufschichtung mit solchen Situationen


  • Änderung/Ausgestaltung der Rahmung (framing)


gesamte Erhebungsprozess maßgeblich an zwei Prinzipien orientieren:


    • Prinzip der Kommunikation


    • .....

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genommen → Dadurch kann in den Situationen auch immer etwas Neues und Unerwartetes geschehen bzw. entstehen.


Eine Situation, wenn sie als wirklich definiert wurde, hat wirkliche Konsequenzen (subjektive Situationsdefenition). Reale und wirkliche Konsequenzen lassen sich aber nicht subjektiv abschätzen bzw. steuern, sondern sind abhängig von Erwartungen, Machtkonstellationen und materiellen Ressourcen.

Oft verhält es sich dann so, dass Subjekte die Situation las eine „sein sollende“ begreifen und sie nicht „schaffen“, sich aber trotzdem der „sein sollenden“ entsprechend verhalten. Dadurch kann es zu Krisen und Konflikten in der Interaktion kommen. Dies drückt ein wechselseitiges Verhältnis von Handlungsprozessen und Situationsdefinitionen aus. Die Definition einer Situation unterliegt im Prozess mehreren kleineren, aber auch durchaus drastischen Veränderungen.


Rahmen und Rahmung:

Rahmen ist die sozial vorgegebene Sinnstruktur einer Situation, während Rahmung die Inszenierung (prozesshaftiges Geschehen der Interaktion) bezeichnet.


Sequenzanalyse:

Muss den Prozess der Auswahl, der möglichen Deutungen und Alternativen rekonstruieren. Im Prozess hat das Handeln immer einen offenen Horizont und somit die rekonstruierende Analyse auch.


2.2 Das Prinzip der Kommunikation


Die Auswertung muss die interaktive Rahmung und Modifikationen sichtbar machen. Daher Forschung muss sich kommunikativer Verfahren bedienen und Raum für alltägliche Prozesse lassen. (siehe Prinzip der Offenheit)

Datenerhebung ist eine kommunikative Le.....

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    • Möglichkeit der Befragten, ihre Definition der Forschungssituation zu verdeutlichen


    • d.h keine Einschränkung des Darstellungsspielraums der Befragten


  1. Zum Prinzip der Offenheit im Forschungsprozess und bei der Erhebung


2.4.1 Offenheit zur Modifikation des Forschungsplans


Offene Forschungsfrage mit Möglichkeit zur Modifikationen


Hypothesenbildung im Verlauf des Forschungsprozesses


Entwicklung einer theoretischen Stichprobe während des Forschungsprozesses


Verzicht auf hypothesengeleitete Datengenerierung


Hypothesenbildung auf Grundlage der Beobachtungen und deren Überprüfung, Veränderung und Verwerfung


Die Stichprobe kann zu Beginn nicht klar umrissen werden


Aufhebung der Phasentrennung von Erhebung und Auswertung, immer wieder Rückkehr ins Feld zu neuen Erhebungen und anschließender Auswertung, die zu Modifikationen der weiteren Erhebung führen können.


Interpretationen sind ohne Fragen und Vorwissen auch nicht möglich ABER! dieses Vorwissen hat einen heuristischen Charakter, d.h. Vorläufig, mit Möglichkeit anderer Erklärungen

Entdeckungen von neuen Erklärungen nicht verhindern! Erhebungsverfahren nicht entlang des eigenen Vorwissens strukturieren.


Das Prinzip der Offenheit bezeichnet zunächst eine H.....

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