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Sociology

University, School

Georg-August-Universität Göttingen

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1,7, Wille

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t Kriterien der Beobachtungen müssen transparent sein t Erstellen von Beobachtungsber­ich­ten t Gezielte Fokussierung auf spezielle Ausschnitte des Geschehens 14.) Was besagt das ungelöste Basissatzproble­m? Es gibt keine reine Beobachtungsspr­ach­e und keine reine Empirie in Form von theorielosem Datensammeln. Bsp: Es gibt Beobachtungen, die theorieabhängig sind, die anderen aber nicht unbedingt auffallen müssen. Jede Theorie ist paradigmenabhän­gig­, jedes Paradigma ist abhängig von kulturellen Praktiken. Immer, wenn ich über menschliches Handeln spreche bin ich mit diesem Problem konfrontiert. Theorie heißt Unterscheidunge­n treffen, wenn Zusammenhänge nicht für jeden evident sind, geht es um Versuche der Erklärung nach den Regeln der Begründung. Kant (Kritik an der reinen Vernunft) „Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. Daher ist es ebenso notwendig seine Begriffe sinnlich zu machen, als seine Anschauungen sind verständlich zu machen.“ „Theorie ohne Empirie ist leer, Empirie ohne Theorie ist blind.“ Wissenschaftsth­eor­etisch ist es streng genommen sinnlos zwischen Theorie und Empirie zu unterschieden. Seit Kant sind sie miteinander verknüpft. Das war nicht immer so. Lange Zeit hat in der empirischen Philosophie die Theorie bzw. der Rationalismus dominiert. Erst mit der Ausbreitung der modernen Naturwissenscha­fte­n
Examination questions
Qualitative Sozialforschung
Prüfungsfragen Qualitative Sozialforschung 2011 · Text Winter: Wieso sollte qualitative Forschung biographisch, kritisch und interventionist­isc­h sein? Die qualitative Forschung soll biographisch, kritisch und interventionist­isc­h sein, damit wir uns nicht in einem Machtvakuum befinden. Es sollen neue Perspektiven in betracht gezogen werden, um eine Neudefinition von dem Sinn und der Struktur der qual. Sozialforschung zu gewähren. Dadurch kann kreativ auf den problematischen Zustand einer „flüchtig­en Moderne“ die sich verschärfende Formen sozialer und kultureller Ungleichheit die sich herausbildende Kontrollgesells­cha­ft des Empires reagiert werden. Der „interpre­tat­ive Interaktionismu­s&#­8220;, die „Autoethn­ogr­aphie­220; und die „performa­nce­ ethnographyR­20;­ sind solche „neuen Perspektiven­220­, die im Detail zeigen, wie qual. Forschung biographisch, kritisch und interventionist­isc­h sein können. · Beschreiben Sie den Beitrag G. Galilei zum Fortschritt der Wissenschaften Galileo Galilei hat eine neue Methode in Hinblick auf die Natur entwickelt und es geht ihm darum, etwas ausschließen zu können und nicht darum ob etwas wahr oder falsch ist. Scholastik wurde mit Galilei gebrochen; Welt ist hierarchisch geordnet, Gott steht ganz oben und wahre Erkenntnis ist nur im göttlichen

1. Qualitative und interpretative Sozialforschung


1.1 Was ist qualitative Sozialforschung?


  • Sie beschäftigt sich mit der Verbindung zwischen sozialwissenschaftlichen Theorien und sozialer Wirklichkeit.


Sie ist sehr vielfältig und unterschiedlich.

Es existiert kein einheitliches Verständnis im Gegensatz zur quantitativen Methode.

Grundlegend kann man zwischen zwei Sorten unterscheiden: Der einen, die sich der quantitativen Logik anschließt und daher numerische Verallgemeinerungen anstreben.

Und der anderen, die sich der Logik der Sache bzw. des Einzelfalls verschreibt. Das bedeutet, dass Hypothesen sich im Prozess der Annäherung an den zu untersuchenden Gegenstand herausbilden. Man folgt einer Logik des Entdeckens.


Verhältnis von Theorie und Empirie


  • Die quantitative Sozialforschung konzentriert sich in erster Linie auf die Überprüfung sozialwissenschaftlicher Theorien.


Überprüfungslogik


  • Die qualitative/ interpretative Sozialforschung konzentriert sich in erster Linie auf die Entdeckung sozialwissenschaftlicher Theorien.


Entdeckungslogik


Diese Konzentration auf die Logik der Sache bedeutet aber auch, dass Instrumente immer wieder angepasst und modifiziert werden müssen.

Sie lassen sich nicht standardisieren. Das Vorgehen macht sich vom Gegenstand abhängig.


Die Interpretation beruht entweder auf dem häufigen Auftreten eines Phänomens und folgt einer Logik der Überprüfung oder auf der Rekonstruktion von Wirkungszusammenhängen und folgt der Logik der Entdeckung.

Arten, kann man nach ihrem Grad der Offenheit einordnen und unterscheiden.

Dazu: Es existieren zwei verschiedene Paradigma unter denen Sozialforschung die Menschen betrachtet. Einmal das normative Paradigma, nachdem Menschen auf ein gemeinsames System von Symbolen reagieren und das interpretative Paradigma, nach dem der Mensch ein handelndes und erkennendes Wesen ist.

Das Individuum erzeugt gemeinsam mit anderen die soziale Wirklichkeit.


Offenes Verfahren:

Den Befragten / Beobachteten wird großer Gestaltungsfreiraum gegeben, dadurch soll die Welt durch die Perspektive der Einzelnen betrachtet werden können.


Auswertung: Wie Individuen durch ihre Wissensbestände, implizite Wissensbestände und in Interaktion die soziale Welt erzeugen und Bedeutungen erzeugen bzw. bestehendes reproduzieren und Vorheriges tradieren.


Zu Beginn einer qualitativen Studie sollte die Forschungsfrage noch nicht eng umrissen sein.

Am Beginn sollte eine vages Interesse an einem sozialen Phänomen stehen. Dennoch bestimmt dieses schon die Blickrichtung und so auch in Teilen den methodischen Zugang zum Feld. Schwerpunkte sich schon gewählt.

D.h.: Verschiedene Methoden drücken schon unterschiedliche Interessen der Forscher.....[read full text]

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Sie kann den latenten Sinn rekonstruieren: Die Rekonstruktion des sozialen Sinns/Bedeutung.

Dabei stellt das Textmaterial eine eigenständige Realität dar. Es muss zwischen intendiertem und latenten Sinn getrennt werden. Der latente Sinn wird entfaltet, wobei nicht-bewusstes hervor gearbeitet und gesellschaftlich unbewusstes gefunden werden soll. Diese sollten sich finden lassen aufgrund der Wirkung der sozialen Wirklichkeit auf die Individuen: Ideologien und Mythen, historische Phase, abgedrängte Wissensbestände, Handlungsdruck.


Was kann interpretative Sozialforschung nicht leisten?


  • Aussagen über Verteilungen und Repräsentativität der Ergebnisse treffen.


  • numerische Verallgemeinerungen aufstellen; d. h.

    Verallgemeinerungen basierend auf Häufigkeiten


Beschränkungen findet die interpretative Sozialforschung in Ähnlichem. Auch die

WissenschaftlerInnen sind in soziale Kontexte eingebunden und bringen ihre eigene Perspektive in die Forschung ein.

Es ist also die Anstrengung zur Selbstreflexion nötig. Außerdem muss die Reinterpretation durch die Befragten nach zeitlichem Ablauf bedacht werden.


Interpretative Sozialforschung kann soziales Handeln und soziale Milieus beschreiben und Versuch sie zu verstehen.

Sie schreitet dabei von der detaillierten Beschreibung zur Aufdeckung von Wirkungszusammenhängen am konkreten Einzelfall fort. Sie versucht die Komplexität von Handlungsstrukturen am konkreten Einzelfall unter Beachtung der Wechselseitigkeit von Prozessen, zu rekonstruieren. Sie bestimmt dabei die Zusammensetzung von Komponenten die ein konkretes Phänomen erklären und bestimmt auch ungünstige und günstige Bedingungen.

Dabei bleibt zu beachten, dass die gleichen Komponenten in einer anderen Zusammensetzung auch ganz anders zusammenwirken!

Welche Phänomene gleichen Typs sind lässt sich also nicht anhand ihrer Komponenten bestimmen, sonder anhand der Konfiguration.

Es müssen also die Abläufe bzw. Regeln rekonstruiert werden, eine Verwendung von Merkmalsk.....

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Max Weber – Verstehende Soziologie


Soziologie soll heißen: eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will. ”Handeln” solle dabei ein menschliches Verhalten (einerlei ob äußeres oder innerliches Tun, Unterlassen oder Dulden) heißen, wenn und insofern als der oder die Handelnden mit ihm einen subjektiven Sinn verbinden. ”Soziales” Handeln aber soll ein solches Handeln heißen, welchen seinem von dem oder den Handelnden gemeinten Sinn nach auf das Verhalten anderer bezogen wird und daran in seinem Ablauf orientiert ist.“ (1921: 3)


Max Weber in Wirtschaft und Gesellschaft (1921)


Das für die verstehende Soziologie spezifisch wichtige Handeln nun ist im speziellen ein Verhalten, welches


  1. dem subjektiv gemeinten Sinn des Handelnden nach auf das Verhalten anderer bezogen,

  2. durch dies seine sinnhafte Bezogenheit in seinem Verlauf mitbestimmt und also

  1. aus diesem (subjektiv) gemeinten Sinn heraus verständlich erklärbar ist." (1913/1973: 429)


Erstarken in der BRD in den 1970ern durch die „Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen“.

Pioniere der Chicago School: Fokus auf Lösung sozialer Problemstellungen einer Großstadt. Mikrosoziologischer Ansatz.

In Deutschland: Max Weber (subjektiv gemeintes nachvollziehen und Handlungsabsicht verstehen und dadurch erklären → Verstehende Soziologie) und Georg Simmel (Gesellschaft existiert dort wo mehrere Individuen in Wechselwirkung treten) theoretische, makrosoziologische Fragestellungen.

Vor der NS-Zeit existierte in Deutschland vorwiegend eine quantitative ausgerichtete Sozialforschung. Ausnahmen waren nur in der Industriesoziologie und bei den Studien der Frankfurter Schule zu finden.

Größere Bedeutung für die Entwicklung qualitativer Methoden hatten die ProtagonistInnen der Chicago School (interdisziplinär und pragmatisch), der Verstehenden Soziologie in Dtl. & Österreich (wechselseitige Beei.....

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Robert Ezra Park (1864 - 1944)


  • Studium der Philologie, Geschichte und Philosophie, danach hat er als Journalist gearbeitet, u.a. als Polizeireporter

  • wissenschaftlichen Reportagen


  • 1899 Studium in Berlin (u.a. bei Simmel), danach Straßburg


  • 1903 Promotion in Philosophie („Masse und Publikum“), in Heidelberg


  • Ab 1914 auf Einladung von W.

    I. Thomas Lehrbeauftragter am soziologischen Department der Universität Chicago - erste Vorlesung zu „The Negro in America“, ab 1923 Professur, Emeritierung 1933

  • Begründer der Großstadtsoziologie, Stadt als pars pro toto für die Gesellschaft,


  • Untersuchung menschlichen Verhaltens in der Großstadt


One might fairly say that a sociologist is merely a more accurate, responsible, and scientific reporter“ (Park 1982/1939; 338)

Methodentriangulation: in erster Linie teilnehmende Beobachtung, Interviews, Verwendung von autobiographischen Dokumenten, statistische Daten, jedoch in „acquaintance with“, etc.


Parks Botschaft an die Studierenden:


To see and to know life“ & „Get inside the actor‘s perspective“ „Get your feet wet and get your nose rousing“


Interpretative Soziologie -- nach dem Zweiten Weltkrieg

Phä.....

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Der Mensch handelt entsprechend seiner Deutung der Situation.

  • Wenn eine Situation von den Menschen als wirklich definiert wird, so ist sie in ihren Konsequenzen wirklich.“


    Thomas, W.

    J. & Thomas, D. (1928): The Child in America. New York, 572

    Das Thomas-Theorem bedeutet nun jedoch nicht, dass die Konsequenzen unserer Handlungen

    entsprechend der Situationsdefinition zu antizipierten sind.

  • Diese Definition der Situation durch den Handelnden ist nicht beliebig: der Handelnde kann allein durch seine Definition die Beschaffenheit der Situation nicht verändern.

    Er muss vielmehr die Elemente der Situation – wie materielle Ressourcen, Anwesenheit anderer Handelnder, Existenz von Machtdifferenzen, Erwartungen anderer Handelnder, normativer Einschränkungen möglichen Handelns etc. – in seinem Handlungsentwurf berücksichtigen, will er nicht Gefahr laufen sein Handlungsziel zu verfehlen“ (ABS 1976: 98).


    Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen (1976): Kommunikative Sozialforschung.

    München:

    Grundannahmen


    • Die Deutungen der Situation werden im Verlauf des interaktiven Prozesses beständig modifiziert und kontextabhängig in Reaktion auf die Deutungen des jeweiligen Gegenübers gerahmt.


    Kommunikative Regeln .....

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    SozialwissenschaftlerInnen untersuchen eine Welt, die von ihren Bestandteilen, den Subjekten bereits interpretiert worden ist und der Sinn zugeschrieben wurde.

    Sie ist strukturiert durch die Subjekte. Gedankliche, von Menschen gemachte Dinge bestimmen ihr Handeln.


    Sozialwissenschaft muss also herausfinden, wie diese Welt im Alltag konstruiert wird.

    Diese Konstruktion vollzieht sich in sozialer Interaktion, beruhend auf ihren Deutungen. Diese sind nicht beliebig, sondern beruhen auf internalisierten, in der Sozialisation erlernten Wissensbeständen. Im Alltagshandeln wird auf diese kollektiven Wissensbestände spontan, kreativ und reflexiv Bezug

    genommen → Dadurch kann in den Situationen auch immer etwas Neues und Unerwartetes geschehen bzw. entstehen.


    Eine Situation, wenn sie als wirklich definiert wurde, hat wirkliche Konsequenzen (subjektive Situationsdefenition).

    Reale und wirkliche Konsequenzen lassen sich aber nicht subjektiv abschätzen bzw. steuern, sondern sind abhängig von Erwartungen, Machtkonstellationen und materiellen Ressourcen.

    Oft verhält es sich dann so, dass Subjekte die Situation las eine „sein sollende“ begreifen und sie nicht „schaffen“, sich aber trotzdem der „sein sollenden“ entsprechend verhalten.

    Dadurch kann es zu Krisen und Konflikten in der Interaktion kommen. Dies drückt ein wechselseitiges Verhältnis von Handlungsprozessen und Situationsdefinitionen aus. Die Definition einer Situation unterliegt im Prozess mehreren kleineren, aber auch durchaus drastischen Veränderungen.


    Rahmen un.....

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