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Term paper
Pedagogy

University, School

Universität Koblenz-Landau

Grade, Teacher, Year

2008, Fr. dr. Hollstein

Author / Copyright
Text by Gabi P. ©
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Workshop Portrait, Donnerstag 11/10, 10-18 Uhr, Raum 121: mit und Begrüssung und Vorstellung (Vorkenntnisse Journalismus/Fi­lm) 10.15-10.30 Vormittags : 1: Theorie () 10.30 – 11.45 Was ist ein guter Beitrag ? Wie baut man einen Beitrag auf ? Unterschied Reportage-gebau­ter Beitrag ? 3 Beispiele (Reportage, gebauter Beitrag, ein Beitrag von mir als gebauter Beitrag mit Reportage-Eleme­nte­n) Schnittplan/Exp­osé­e vor Dreh machen ! 2: Praxis (): 11.45- 13.00 Arbeiten im Team Vertrauensaufba­u zu Protagonisten etc. Beispiele aus seinem Film Nachttanke PAUSE 13.00-14.00 Nachmittags : 14-18.00 3. AUSSAGEWUNSCH der Portraits ( und ) 14-15.00 : Beiträge vom letzten Jahr : Rouaud, Sciamma, Guillard plus Exposées . Erzählen von Drehs, zeigen auch mit Exposées, sowas wollen wir auch von Ihnen ! Erklärungen AUSSAGEWUNSCH eines Beitrages (Fokussierung aller Aussagemittel in einem Satz/ Wichtiges von Unwichtigem trennen) 15-18 .00 : (ich schreibe auf an der Tafel und bin natürlich auch da) Leitung des Brainstormings zu jeder einzelnen protraitierende­n Person um sie zu charakterisiere­n, den Aussagewunsch des Beitrages zu finden Interviewtraini­ng
§ Menze, Clemens:  Leibniz und die neuhumanistisch­e Theorie der Bildung des Menschen,  Westdt. Berl., Opladen 1980;   § von Miris/ A. Oberländer:  Der pädagogisch verbesserte Struwwelpeter - Ein lustiges Bilderbuch für Kinder von 30- 60 Jahren,  2. Auflage 1986, Machwerk Verlag Siegen 1983;   § Neumann, Josef N./ Sträter, Udo (Hrsg.): Das Kind in Pietismus und Aufklärung - Beiträge des Internationalen Symposiums vom 12.- 15. November 1997 in den Franckeschen Stiftungen zu Halle, Verlag der Franckeschen Stiftungen Halle im Max-Niemeyer Verlag, Tübingen 2005;   § Rehle, Brigitte: Aufklärung und Moral in der Kinder- und Jugendliteratur des 18. Jahrhunderts - Philosophische und poetologische Grundlagen, untersucht an ausgewählten Texten, Verlag Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 1989;   § Rühle, Reiner: „Böse Kinder“- Kommentierte Bibliographie von Struwwelpetriad­en und Max- und- Moritziaden mit biographischen Daten zu Verfassern und Illustratoren, Verlag H. Th. Wenner, Osnabrück 1999;   § Rutschky, Katharina (Hrsg.):  Schwarze Pädagogik : Quellen zur Naturgeschichte der bürgerlichen Erziehung,#  Ullstein Verlag, Frankfurt am Main 1977;   § Sauer..

Universität Koblenz-Landau, Campus Landau

Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter

Arbeitsbereich Grundschulpädagogik

Wintersemester 2008/2009


Seminar: Einsatz von Bilderbüchern im Grundschulunterricht

Dozentin: Dr. A.

Studentin: Peter

Abgabedatum: 08. Januar 2009


Portrait eines Bilderbuchklassikers:

„Der Struwwelpeter“ von Dr. Heinrich Hoffmann


1. Einleitung

Kaum ein Erwachsener kennt ihn nicht. Die Titelfigur eines der erfolgreichsten deutschen Kinderbücher. Sei es dennoch der Fall, wird man sich spätestens bei den Zeilen ,,Sieh einmal, hier steht er, pfui, der Struwwelpeter!" [1] an die eigene Kindheit und natürlich an ihn, den Struwwelpeter erinnern.

Doch mit dem Ursprungstitel (heute noch als Untertitel bekannt) „Lustige Geschichten und drollige Bilder“ würden sich heute sicherlich nicht mehr alle Eltern anfreunden. Damals wie heute erregt das Buch die Gemüter vieler Erwachsener.

Anfänglich als Weihnachtsgeschenk für den dreijährigen Sohn geschrieben und gezeichnet, ist es heute eines der umstrittensten deutschen Kinderbücher.

Dennoch gehört er zur Reihe der Kinderbuchklassiker einfach dazu.


Diese Arbeit stellt das Buch „Der Struwwelpeter“ und seinen Autoren und Illustrator Dr. Heinrich Hoffmann vor.

Sie gibt einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Buches und betrachtet positive und negative Kritiken, die aus Büchern, Kundenrezensionen des Internetversands „Amazon“ und Äußerungen im Seminar zusammengetragen wurden.


Letztendlich soll diese Arbeit den Struwwelpeter aber nicht in Frage stellen, sondern lediglich Aufschlüsse über seine Entstehungsgeschichte und einige Anregungen als Unterrichtsmaterial für den Einsatz in der Grundschule geben.


2. Der Autor Dr. Heinrich Hoffmann


2.1 Leben

Geboren wurde Heinrich Hoffmann am 13. Juni 1809 als einziger Sohn des Architekten Philipp Jacob Hoffmann (1772 – 1834) in Frankfurt am Main.[2] Großgezogen wurde er nach dem Tod seiner Mutter Marianne Caroline 1810 von der jüngeren Schwester seiner Mutter, die der Vater 1813 heiratete.2

Von 1813 bis 1828 besuchte er mehrere Schulen und erhielt zwischenzeitlich auch Privatunterricht.2

Trotz seiner Leidenschaft zum Zeichnen und Schreiben, entschied er sich 1829 für ein Studium der Medizin in Heidelberg, später außerdem in Halle und Paris.[3]

Ab dem Jahr 1835 ließ er sich als praktischer Arzt und Leichenbeschauer in Frankfurt- Sachsenhausen nieder. Dort betreuter er auch mit anderen Ärzten ein Klinikum für Arme, die für eine kostenlose Versorgung Kranker der umliegenden Orte war.[4]

Im März 1840 heiratete er Therese Donner.4 Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Die Söhne Carl Philipp (1841–1868), und Eduard (1848–1920), sowie Tochter Antonie Caroline (1844–1914).[5]

Ab dem Jahr 1844 arbeitete Hoffmann bis 1851 als Anatom und Lehrer am Senckenbergischen Institut[6] in Frankfur.....[read full text]

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„(…) da hatte ich genug. Was soll damit ein Kind, dem man einen Tisch und einen Stuhl abbildet. Was es in dem Bilde sieht, das ist ihm ein Stuhl oder ein Tisch (…) ob es daran oder darauf sitzen kann oder nicht (…).

Das Kind lernt einfach nur durch das Auge, und nur das, was es sieht, begreift es. Mit moralischen Vorschriften zumal es weiß gar nichts anzufangen. Die Mahnung: (….) sei vorsichtig mit dem Feuerzeug und lass es liegen! (…) das alles sind leere Worte für das Kind. Aber das Abbild des (…) brennenden Kleides (…), das Anschauen allein erklärt sich von selbst und belehrt. Nicht umsonst sagt das Sprichwort: ’Gebrannter Finger scheut das Feuer.’ “18


Kurz entschlossen gestaltete er sodann ein eigenes Buch mit kurzen Reimgeschichten und passenden Bildern.

Einige der Ideen hatte Hoffmann bereits vorher, bei seiner Tätigkeit als Arzt gesammelt, um ängstliche Patienten zu beruhigen:

„Da nahm ich das Notizbuch aus der Tasche, (…) ein kleiner Bube mit dem Bleistift schnell hingezeichnet und nun erzählt, wie sich der Schlingel nicht die Haare, nicht die Nägel schneiden lässt; (…) Das frappiert den kleinen Desperaten derart, daß er schweigt, hinschaut, und mittlerweile weiß ich, wie es mit dem Pulse steht (…)“ [19.....





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Vom Struwwel-Peter, wüst und wild.

Das Alles fein malte und beschrieb

Der lustige Reimerich Kinderlieb.“22

Nach nur vier Wochen waren die ersten 1500 Exemplare des Buches bereits verkauft.[24] Hoffmann war darüber genauso überrascht wie Loening („Das hätte ich mir im Träume nicht eingebildet“)24 doch die zweite Auflage folgte erst zur Weihnachtszeit des darauf folgenden Jahres 1846.

Mit ihr folgte gleich eine Ergänzung: „Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug“ und „Die Geschichte vom Zappel-Philipp“ wurden ergänzend hinzugefügt.[25]

Mit der dritten Auflage wiederum wurde der dann Titel des Buches in „Der Struwwelpeter – oder lustige Geschichten und drollige Bilder“ geändert.25

Diesen Titel trägt das Buch bis heute.

In der 5. Auflage (1847) folgten abschließend die Geschichten vom Hans Guck-in-die-Luft und dem fliegenden Robert.[26]

Die Geschichten waren damit so, wie sie noch in den heutigen Ausgaben veröffentlicht werden.

Ebenfalls mit der 5. Ausgabe, lüftete Hoffmann sein Pseudonym und nannte stattdessen seinen bürgerlichen Namen. [27]

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Auf der Homepage des Struwwelpetermuseums[34] sind unter anderem „Übersetzungen“ in Berlinerisch, Fränkisch, Bayerisch, Schwäbisch und natürlich auch Pfälzisch zu finden.

Die Übersetzungen in andere Sprachen reichen über den “Slovenly Peter“ (Englisch, übersetzt von Mark Twain), „Petros o Mallias“ (Griechisch), «Crasse-Tignasse» (Französisch) und sogar den lateinischen „Petrus Hirrutus“ oder den „Hirthara Petro“ (Esperanto).


4. Was machte den „Struwwelpeter“ zum Klassiker?

Auch wenn die Zahlen über Auflagehöhe und Übersetzungen nur geschätzt werden können, so hat das Buch die Bezeichnung „Klassiker“ redlich verdient und auch bis zur heutigen Zeit hat es an Beliebtheit nicht einbüßen müssen.

Doch warum wird gerade dieses Buch, das so „makaber und grausam“[35] is.....

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Laut Ewers verstand es Hoffmann so gut, das anarchische Kindheitsbild in den Geschichten im Struwwelpeter zu verdeutlichen, dass sich darauf folgende Darstellungen des anarchischen Typs an diesem Werk orientieren mussten.[43]

In der Vielzahl von diesen so genannten „Struwwelpetriaden“ werden nicht nur ungezogene Kinder, sondern auch Persönlichkeiten, allen voran Politiker karikaturistisch dargestellt.

Im folgenden Kapitel wird auf diese „Struwwelpetriaden“ etwas näher eingegangen.


5. Struwwelpetriaden

Als „Struwwelpetriaden“ werden Veröffentlichungen bezeichnet, die sich an der Figur des Struwwelpeters oder an seinen anderen Geschichten orientieren, diese aber nicht kopieren.

Bereits kurz nach der Ersterscheinung zeigte sich 1846 „die Tendenz der Nachahmung“.[44]

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Hier ist der Struwwelpeter nicht nur äußerlich, sondern auch „innerlich“ den gesellschaftlichen Normen angepasst. Er weißt Disziplin, Vaterlandliebe und Opferbereitschaft[49] auf, Werte, wie sie von einem Soldaten erwartet werden. Und ein solcher wird er in Hertwigs „Struwwelpeter auf Reisen“ (1897)49 oder Waldecks „Struwwelpeter wird Soldat“ (1915)[50] auch.


Eine genaue Zahl an Struwwelpetriaden ist auch hier nicht möglich. Es sind alleine 1577[51] durchnummerierte Titel ohne die zusätzlichen Auflagen, Veränderungen oder angelehnte Bildgeschichten berücksichtigt zu haben.


6. Der „Struwwelpeter“ in der Kritik

Es scheint ein Widerspruch in sich zu sein, dass Hoffmann den Struwwelpeter schrieb, weil er selbst kein geeignetes und kindgerechtes Bilderbuch für seinen Sohn fand und man heute über genau dieses Buch Lesermeinungen findet, die es als „Nicht für Kinder geeignet!!!“[52] bezeichnen.

Doch wer glaubt, dass der Struwwelpeter erst in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr in die Kritik ger.....

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