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Pedagogy

University, School

Universität Koblenz-Landau

Grade, Teacher, Year

2008, Fr. dr. Hollstein

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Workshop Portrait, Donnerstag 11/10, 10-18 Uhr, Raum 121: mit und Begrüssung und Vorstellung (Vorkenntnisse Journalismus/Fi­lm) 10.15-10.30 Vormittags : 1: Theorie () 10.30 – 11.45 Was ist ein guter Beitrag ? Wie baut man einen Beitrag auf ? Unterschied Reportage-gebau­ter Beitrag ? 3 Beispiele (Reportage, gebauter Beitrag, ein Beitrag von mir als gebauter Beitrag mit Reportage-Eleme­nte­n) Schnittplan/Exp­osé­e vor Dreh machen ! 2: Praxis (): 11.45- 13.00 Arbeiten im Team Vertrauensaufba­u zu Protagonisten etc. Beispiele…
§ Menze, Clemens:  Leibniz und die neuhumanistisch­e Theorie der Bildung des Menschen,  Westdt. Berl., Opladen 1980;   § von Miris/ A. Oberländer:  Der pädagogisch verbesserte Struwwelpeter - Ein lustiges Bilderbuch für Kinder von 30- 60 Jahren,  2. Auflage 1986, Machwerk Verlag Siegen 1983;   § Neumann, Josef N./ Sträter, Udo (Hrsg.): Das Kind in Pietismus und Aufklärung - Beiträge des Internationalen Symposiums vom 12.- 15. November 1997 in den Franckeschen Stiftungen zu Halle, Verlag der Franckeschen Stiftungen Halle im Max-Niemeyer…

Universität Koblenz-Landau, Campus Landau

Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter

Arbeitsbereich Grundschulpädagogik

Wintersemester 2008/2009


Seminar: Einsatz von Bilderbüchern im Grundschulunterricht

Dozentin: Dr. A.

Studentin: Peter

Abgabedatum: 08. Januar 2009


Portrait eines Bilderbuchklassikers:

„Der Struwwelpeter“ von Dr. Heinrich Hoffmann


1. Einleitung

Kaum ein Erwachsener kennt ihn nicht. Die Titelfigur eines der erfolgreichsten deutschen Kinderbücher. Sei es dennoch der Fall, wird man sich spätestens bei den Zeilen ,,Sieh einmal, hier steht er, pfui, der Struwwelpeter!" [1] an die eigene Kindheit und natürlich an ihn, den Struwwelpeter erinnern.

Doch mit dem Ursprungstitel (heute noch als Untertitel bekannt) „Lustige Geschichten und drollige Bilder“ würden sich heute sicherlich nicht mehr alle Eltern anfreunden. Damals wie heute erregt das Buch die Gemüter vieler Erwachsener.

Anfänglich als Weihnachtsgeschenk für den dreijährigen Sohn geschrieben und gezeichnet, ist es heute eines der umstrittensten deutschen Kinderbücher.

Dennoch gehört er zur Reihe der Kinderbuchklassiker einfach dazu.


Diese Arbeit stellt das Buch „Der Struwwelpeter“ und seinen Autoren und Illustrator Dr. Heinrich Hoffmann vor.

Sie gibt einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Buches und betrachtet positive und negative Kritiken, die aus Büchern, Kundenrezensionen des Internetversands „Amazon“ und Äußerungen im Seminar zusammengetragen wurden.


Letztendlich soll diese Arbeit den Struwwelpeter aber nicht in Frage stellen, sondern lediglich Aufschlüsse über seine Entstehungsgeschichte und einige Anregungen als Unterrichtsmaterial für den Einsatz in der Grundschule geben.


2. Der Autor Dr. Heinrich Hoffmann


2.1 Leben

Geboren wurde Heinrich Hoffmann am 13. Juni 1809 als einziger Sohn des Architekten Philipp Jacob Hoffmann (1772 – 1834) in Frankfurt am Main.[2] Großgezogen wurde er nach dem Tod seiner Mutter Marianne Caroline 1810 von der jüngeren Schwester seiner Mutter, die der Vater 1813 heiratete.2

Von 1813 bis 1828 besuchte er mehrere Schulen und erhielt zwischenzeitlich auch Privatunterricht.2

Trotz seiner Leidenschaft zum Zeichnen und Schreiben, entschied er sich 1829 für ein Studium der Medizin in Heidelberg, später außerdem in Halle und Paris.[3]

Ab dem Jahr 1835 ließ er sich als praktischer Arzt und Leichenbeschauer in Frankfurt- Sachsenhausen nieder. Dort betreuter er auch mit anderen Ärzten ein Klinikum für Arme, die für eine kostenlose Versorgung Kranker der umliegenden Orte war.[4]

Im März 1840 heiratete er Therese Donner.4 Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Die Söhne Carl Philipp (1841–1868), und Eduard (1848–1920), sowie Tochter Antonie Caroline (1844–1914).[5]

Ab dem Jahr 1844 arbeitete Hoffmann bis 1851 als Anatom und Lehrer am Senckenbergischen Institut[6] in Frankfurt am Main.

Weihnachten 1844 war es auch, als er sich nach vergeblicher Suche eines Geschenks für Sohn Carl entschloss, den Struwwelpeter zu schreiben und zu zeichnen.[7]

1851 wird er Leiter der Anstalt für Irre und Epileptische in Frankfurt und behandelte dort als Nervenarzt psychisch Kranke.

Hoffmann war einer der Ersten, der psychisch Kranke nicht als „arbeitsscheu, vom Teufel besessen oder als kriminell“[8] ansah, sondern versuchte, ihnen medizinisch zu helfen. So wurde 1864 die nach seinen Plänen realisierte psychiatrische Klinik auf dem Affenstein[9] eingeweiht.

Mit seiner Familie lebte und arbeitete er dort bis zum Jahre 1888, seiner Pensionierung.[10]

Auch politisch war Hoffmann sehr interessiert und engagiert. So wird er 1848 Abgeordneter des Frankfurter Vorparlaments, das die erste deutsche Nationalversammlung vorbereitete.8

Am 20. September 1894 stirbt Dr. Heinrich Hoffmann in Frankfurt am Main. Beigesetzt ist er auf dem Frankfurter Hauptfriedhof.5

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Mit diesem Geschenk begeisterte er aber nicht nur den dreijährigen Sohn, sondern auch Verwandte und Freunde.

Zu Weihnachten 1845[20] veröffentlichte der Verleger und Bekannte Hoffmanns Dr. Loening und dessen Geschäftspartner J. Rütten[21] das Buch mit dem Titel „Drollige Geschichten und lustige Bilder mit 15 schön kolorierten Tafeln für Kinder von 3-6 Jahren“ damals noch unter dem Pseudonym „Reimerich Kinderlieb“.22

Die erste Auflage des Buches unterscheidet sich aber nicht nur im Titel von der uns heute Bekannten:

Statt der heutigen zehn Bildergeschichten enthielt diese lediglich „Die Geschichte vom bösen Friedrich“, „Die Geschichte von den schwarzen Buben“, „Die Geschichte vom wilden Jäger“, „Die Geschichte vom Suppen-Kaspar“ und „Die Geschichte vom Daumenlutscher“ und auf der letzten Seite den „Struwwelpeter“.[22]

Auch das Titelbild entspricht nicht der heutigen Fassung. Zierte der Struwwelpeter damals noch die letzte des Buches21, wanderte er im Jahr 1847 mit der Fünften[23] auf die Titelseite. Grund hierfür waren vor allem die Kinder, die nur noch vom „Struwwelpeter“ sprachen23.

Das Titelblatt der Erstausgabe zierte stattdessen ein mit symmetrischem Muster umranktes Textfeld, in dem mit folgendem Gedicht die Geschichten vorgestellt wurden:

„Es stehn in diesem Büchlein hier

Sechs Mährlein mit schönem Bilderzier:

Vom bitterbösen Friederich,

Und wie er zum durstgen Hunde schlich;

Vom kohlpechrabenschwarzen Mohren dann;

Vom wilden Sonntagsjägermann,

Wie ihn der kleine Haas bezwang,

Daß er in einen Brunnen sprang;

Dann wie’s dem Suppen-Kaspar ging;

Wie den Daumen-Lutscher der Schneider fing;

Und endlich auf dem letzten Bild

Vom Struwwel-Peter, wüst und wild.

Das Alles fein malte und beschrieb

Der lustige Reimerich Kinderlieb.“22

Nach nur vier Wochen waren die ersten 1500 Exemplare des Buches bereits verkauft.[24] Hoffmann war darüber genauso überrascht wie Loening („Das hätte ich mir im Träume nicht eingebildet“)24 doch die zweite Auflage folgte erst zur Weihnachtszeit des darauf folgenden Jahres 1846.

Mit ihr folgte gleich eine Ergänzung: „Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug“ und „Die Geschichte vom Zappel-Philipp“ wurden ergänzend hinzugefügt.[25]

Mit der dritten Auflage wiederum wurde der dann Titel des Buches in „Der Struwwelpeter – oder lustige Geschichten und drollige Bilder“ geändert.25

Diesen Titel trägt das Buch bis heute.

In der 5. Auflage (1847) folgten abschließend die Geschichten vom Hans Guck-in-die-Luft und dem fliegenden Robert.[26]

Die Geschichten waren damit so, wie sie noch in den heutigen Ausgaben veröffentlicht werden.

Ebenfalls mit der 5. Ausgabe, lüftete Hoffmann sein Pseudonym und nannte stattdessen seinen bürgerlichen Namen. [27]

Ab dieser Ausgabe wanderte nun auch, passend zum Buchtitel die Figur des Struwwelpeters an den Anfang des Buches.26

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Die Übersetzungen in andere Sprachen reichen über den “Slovenly Peter“ (Englisch, übersetzt von Mark Twain), „Petros o Mallias“ (Griechisch), «Crasse-Tignasse» (Französisch) und sogar den lateinischen „Petrus Hirrutus“ oder den „Hirthara Petro“ (Esperanto).




4. Was machte den „Struwwelpeter“ zum Klassiker?

Auch wenn die Zahlen über Auflagehöhe und Übersetzungen nur geschätzt werden können, so hat das Buch die Bezeichnung „Klassiker“ redlich verdient und auch bis zur heutigen Zeit hat es an Beliebtheit nicht einbüßen müssen.

Doch warum wird gerade dieses Buch, das so „makaber und grausam“[35] ist so beliebt und berühmt?

Der Kinderbuchforscher Dr. Hans-Heino Ewer ist der Meinung, dass dieses Phänomen nicht nur an der literarischen Qualität allein, sondern auch an dem durch das in der Gesellschaft vorherrschende Kindheitsbild zu erklären ist, welches im Struwwelpeter besonders gut zur Geltung kommt.[36]

Laut Ewer vereinigen Erwachsene in Kindheitsbildern oftmals ihre eigenen Vorstellungen über Kindheit und Kinder, ihre Ängste, Pflichten, Erinnerungen und Ideale.36

Im Laufe der Zeit ändern sich Kindheitsbilder. Sie können sich an „vielfältigen Äußerungen der Gesellschaft (…), ihrer Pädagogik, Literatur, Kunst und der alltäglichen Erziehungspraxis“36 orientieren und davon beeinflusst werden.

Richter beschreibt Kindheitsbilder als „die Entwür.....

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Jedes Kind kann somit sehen, was aus einem Artgenossen wird, der sich den Belehrungen und Anweisungen der Erwachsenen oder moralischen Normen widersetzt.


Rückschläge müssen alle Struwwelpeterhelden einstecken:

Sei es nun Struwwelpeters Verspottung oder Friedrichs „bittre Arzenei“[42], Hans’ Wasserbad, Roberts Sturmflug oder noch schlimmere Folgen, wie der Besuch des Schneiders bei Konrad oder gar Paulinchens Feuertod.

Selbst der Erwachsene, der Jäger, dem während des Mittagsschlafes das Gewehr gestohlen wird, muss sich am Ende dem anfangs Schwächeren, dem Hasen ergeben.


Laut Ewers verstand es Hoffmann so gut, das anarchische Kindheitsbild in den Geschichten im Struwwelpeter zu verdeutlichen, dass sich darauf folgende Darstellungen des anarchischen Typs an diesem Werk orientieren mussten.[43]

In der Vielzahl von diesen so genannten „Struwwelpetriaden“ werden nicht nur ungezogene Kinder, sondern auch Persönlichkeiten, allen voran Politiker karikaturistisch dargestellt.

Im folgenden Kapitel wird auf diese „Struwwelpetriaden“ etwas näher eingegangen.


5. Struwwelpetriaden

Als „Struwwelpetriaden“ werden Veröffentlichungen bezeichnet, die sich an der Figur des Struwwelpeters oder an seinen anderen Geschichten orientieren, diese aber nicht kopieren.

Bereits kurz nach der Ersterscheinung zeigte sich 1846 „die Tendenz der Nachahmung“.[44]

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2.    Bekehrende Struwwelpetriaden:

Diese Form ist vor allem in der Kinderliteratur zu finden. Nachdem die Protagonisten namens „Kleckerklaus“[46], „Struwwelhannes“, „Struwwel-Wilhelm“ oder „Struwwelsuse“[47] von anderen verspottet und angeprangert, einmal sogar erschossen werden, weil der Förster den Schmutzfink für ein Wildschwein hält47, werden sie kurzerhand von den Erwachsenen zurechtgewiesen und mit teilweise qualvollen Maßnahmen (Hacke, Fegsand, Säge, …[48]) in die Sozialisation zurückgeführt.

Im Unterschied zu solch qualvollen Maßnahmen, ist Hoffmann mit seinen Struwwelpeter-Protagonisten wesentlich realistischer, sieht man vom Daumenlutscher und dem Sonntagsjäger ab: So sind die Konsequenzen des kindlichen Fehlverhaltens bei ihm Naturgesetzlichkeiten. Es ist nun einmal so: Ist man beim Spiel mit dem Feuer nicht achtsam genug, kann man selbst in Flammen geraten (Hier spreche ich sogar selbst aus Erfahrung).

Schaukelt man zu übermütig auf dem Stuhl, fällt man herunter.

3.    Soldatisch-Disziplinierte Struwwelpetriaden:

Hier ist der Struwwelpeter nicht nur äußerlich, sondern auch „innerlich“ den gesellschaftlichen Normen angepasst. Er weißt Disziplin, Vaterlandliebe und Opferbereitschaft[49] auf, Werte, wie sie von einem Soldaten erwartet werden. Und ein solcher wird er in Hertwigs „Struwwelpeter auf Reisen“ (1897)49 oder Waldecks „Struwwelpeter wird Soldat“ (1915)[50] auch.


Eine genaue Zahl an Struwwelpetriaden ist auch hier nicht möglich. Es sind alleine 1577[51] durchnummerierte Titel ohne die zusätzlichen Auflagen, Veränderungen oder angelehnte Bildgeschichten berücksichtigt zu haben.


6. Der „Struwwelpeter“ in der Kritik

Es scheint ein Widerspruch in sich zu sein, dass Hoffmann den Struwwelpeter schrieb, weil er selbst kein geeignetes und kindgerechtes Bilderbuch für seinen Sohn fand und man heute über genau dieses Buch Lesermeinungen findet, die es als „Nicht für Kinder geeignet!!!“[52] bezeichnen.

Doch wer glaubt, dass der Struwwelpeter erst in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr in die Kritik ger.....

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Und auch im Nachwort von Andreas Bode wird der noch skeptische Leser eines Besseren belehrt: „Absicht des Buches war nicht so sehr, die Abstrafung alltäglicher kindlicher Verfehlungen der Kinder zu schildern, als vielmehr dem Vergnügen der Kinder an drastischen Geschichten Nahrung zu geben“[58]

Diese Vergnügen scheint gelungen zu sein, betrachtet man die Tatsache, dass der Struwwelpeter 1876, 31 Jahre nach Veröffentlichung der Erstausgabe bereits in der 100. Auflage und 1925 bereits in der über 539. Auflage erschien.[59]

Ebenfalls erwähnt werden muss die Tatsache, dass es, wie bereits im 5. Kapitel erläutert unzählige Nachahmungen des Buches gibt. Demnach scheint die Bezeichnung „Klassiker“ in aller Hinsicht als verdient.

Ob grausam oder nicht, beim genaueren Betrachten fällt auf, dass eigentlich nur vier der zehn Geschichten ein böses Ende vorweisen, nämlich die von Friedrich, Paulinchen, dem Daumenlutscher und dem Suppen-Kaspar, während die übrigen sechs teils gerecht („Die Geschichte von den schwarzen Buben“), lustig und im Falle Roberts sogar abenteuerlich enden.

In Bodes Nachwort ist außerdem herauszulesen, dass damals wie heute der junge Bilderbuchbetrachter wohl eher mit dem gequälten Hund als mit dem bösen Friedrich sympathisieren.58 Und welches Kind findet es nicht lustig, dass der Hans-guck-in-die-Luft am Ende mit einem Bad im Fluss büßen muss?

Auch die Illustrationen unterstützen den Text allemal:Vor allem die Zeichnungen sind super und bringen das ganze erst so richtig zur Geltung“[60]


Selbstverständlich liegt es im Auge des Betrachters, doch hüten diese Geschichten Kinder vielleicht nicht heute noch vor manchem Unsinn? „Schaukle nicht auf dem Stuhl“, „Spiel nicht mit Streichhölzern“. Sätze, wie sie auch heute noch von Eltern (und Lehrern) gebraucht werden. Ist es da nicht besser, anhand einer Geschichte zu erfahren, was passiert, wenn man einen Hund ärgert oder tagelang sein Essen verweigert?

„Mit diesem Buch werden Werte und Verhaltensweisen vermittelt, die auch heute noch Gültigkeit haben .“[61]

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