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Phonetik / Phonologie

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German studies

University, School

Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

Grade, Teacher, Year

Erika Windberger-Heidenkumm­er

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Text by Andreas L. ©
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Phonetik
Deutsche Vokale können lang oder kurz sein. In einigen Fällen kann dieser Unterschied Wörter unterschieden, z.B. Saat – satt. Lange gespannte Vokale: Ungespannte kurze Vokale: Gespannte kurze Vokale [ i:] tief, Liebe [ ı ] Mittwoch, Ring [ i ] vital [y:] Hügel, Psyche [ ʏ ] Mütter, erschüttern [ y ] düpieren [e:] These, See [ɛ ] Wetter, Nächte [e] mechanisch [ɛ:] spät, wäre [æ] träge/DUD [ø:] Löwe, töten [ œ] Töchter, Höcker [ø ] Möblieren [a:] Laden, Adam [a] Katze, Adam [o:] Sohn, Mode [ᴐ ] Sonne, Motte…
Exzerpt als Übung für Wissenschaftlic­hes­ Arbeiten Linguistik. Ergänzt um ein Kapitel „Phonetik und Phonologie̶­0; von Urs Willi. 5., erw. Linke, Angelika / Nussbaumer, Markus / Portmann, Paul R. (2004): Studienbuch Linguistik. Ergänzt um ein Kapitel „Phonetik und Phonologie̶­0; von Urs Willi. 5., erw. Aufl. Tübingen: Niemeyer (= Reihe Germanistische Linguistik 121), S. 149-183. [Kapitel 4] gelesen am 9.3.2011 4.1. Problemstellung­en 4.1.1 Semantizität S.153: Semantizität - Existenzgrund der…

PHONETIK (Lehre von Sprachlauten)

traditionelle Dreiteilung:

·         artikulatorische Phonetik (Produktion von Sprachlauten)

·         akustische Phonetik (Übertragung, Schall)

·         auditive Phonetik (Aufnahme und Verarbeitung)

im Zentrum immer Ausdrucksseite im Sinne Saussures → materielle Aspekte

Gegenstand der Phonetik ist nur die gesprochene Sprache

→ griech. phone ~ Laut, Stimme, Klang

Erzeugung von Sprachlauten

drei Bereiche unterteilt

·         Luftströmungsmechanismen (welcher Luftstrom für Laute? Etc. → Deutsch: pulmonal egressiv)

·         Phonationsmechanismen (Mechanismen im Kehlkopf, Stellung der Glottis)

     sanft geschlossene Glottis, regelmäßige Schwingung d. Stimmlippen → stimmhafte Laute

     Stimmlippen inaktiv, Glottis geöffnet → stimmlose Laute

·         Artikulationsmechanismen (Stellung und Bewegung der „Sprechorgane“ im Ansatzrohr)

Glottis-Stellungen

·         Hauchstellung → Hauchlaut, glottaler Frikativ

·         Stellung bei Tiefenatmung → für Sprachlaute nicht relevant

·         Stellung bei Ruheatmung → wichtig bei Produktion von stimmlosen Lauten [s], [f], [p]

·         Phonationsstellung → stimmhafte Laute [z], [v], [b], [a], [o] etc.

·         Verschlussstellung → Knacklaut, fester/harter Vokaleinsatz [Ɂ]

Wichtige Artikulationsstellen (passive Artikulatoren)

·         bilabial → Unterlippe zu Oberlippe [b], [p], [m]

·         labiodental → Unterlippe zu oberen Zähnen [f], [v]

·         dental → Zungenspitze (Apex) / vordere Zungenteil (Lamina) an obere Zahnreihe [t], [d], [n]

·         alveolar → Lamina an Alveolen geführt [t], [d], [n]

·         retroflex → Apex zurückgebogen & gegen Palatum gehoben; nicht im Standarddeutsch

·         palato-alveolar → Lamina bewegt sich auf bereich zw. Alveolen und Palatum zu [ ʃ ], [ʒ]

·         palatal → Lamina oder Dorsum (mittlerer) Richtung Palatum gehoben [ich-Laut] [j], [ɲ]

·         velar → hinterer Zungenrücken Richtung Velum gehoben [x], [g],

·         uvular → hinterer Zungenrücken Richtung Uvula od. umgekehrt [ʁ], [ʀ]

·         glottal → Verschluss oder Enge zw. Stimmlippen [h], [Ɂ]

Artikulationsmodi oder -arten

·         Vokale (Öffnungslaute) → Öffnung so groß, dass kein Reibegeräusch, lediglich modifiziert

·         Konsonanten → alle Laute, die nicht zu Vokalen gehören; Enge gebildet, Luft behindert

·         Orale Laute → Luftstrom durch Mund, da Velum gehoben (Nasenraum abgetrennt)

·         Nasale Laute → Zugang zu Nasenraum offen, Verschluss im Mundraum

·         Nasalierte Laute → Velum gesenkt, Luft durch Mund- und Nasenraum (Untergruppe d. Vokale)

Untergliederung der Vokale

·         Monophthonge → Vokale mit gleich bleibender Stellung d. Artikulationsorgane [a], [a:], [u] …

·         Diphthonge → Stellung d. Artikulationsorgane ändert sich während Laut [aɪ], [aʊ], [ɔɪ]

Untergliederung der Konsonanten

·         Plosive (totaler Verschluss im Ansatzrohr, Velum gehoben, dann Sprengung)

     bilabial [p], [b]

     dental/alveolar [t], [d]

     velar [k], [g]

     glottal [Ɂ]

·         Nasale (totaler oraler Verschluss, Velum gesenkt, Luft durch Nasenraum)

     bil.....[read full text]

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IPA (International Phonetic Alphabet – International Phonetic Association)

·         Lautschriftsystem (international verständl.) → Zeichen als eindeut. Symbole für gewisse Laute

·         [ fiʃ ] (dt. und engl.), [peʃ:e], [peʃe] → anders geschrieben, aber gleicher Laut

·         Phonetische Transkription muss durch eckige Klammern gekennzeichnet sein!!! [ ]

·         weite und enge Transkription

·         Phonologische Transkription wird dagegen mit Schrägstrichen gekennzeichnet / /

·         Orthographische Darstellung: < > (Einheiten der geschriebenen Sprache dargestellt)

·         phonetisch – phonologisch → Gemeinsamkeit: Darstellung von Elementen der gespr. Sprache Unterschied: konkret vs. Abstrakt; materiell vs. funktionell; nicht klassifiziert vs. klassifiert

PHONOLOGIE

Phonetik → materielle Aspekte der Sprache (konkrete Realisierungen etc.)

Phonologie → funktionelle Aspekte der Sprache (Bedeutung der Laute)

Grundzüge der strukturalistischen Phonologie

Phoneme → kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit der Sprache (langue)

→ abstrakte Einheiten (Muster) → realisiert immer phon. Varianten / Allophone

Allophon → Realisierung eines Phonems einer bestimmten Sprache

in Sprachsystem 2 Arten von Zusammenhängen

·         paradigmatische Relation

     durch Austausch von Segmenten nach Oppositionen gesucht

     Kommutations- / Substitutionstest an Minimalpaaren durchgeführt (nur 1 Phon unterschiedl)

     führt nicht immer sofort zu Phonemen (manchmal nur scheinbar; R-Realisationen)

     Phone [r],[ɾ], [ʀ], [ʁ] sind freie Allophone des Phonems /r/

     wenn sich kein Bedeutungsunterschied ergibt → freie Allophone/fakultative Varianten e. Ph.

     Aber nicht in allen Sprachen gleich → span. [r] und [ɾ] → Bedeutungsunterschied

     Endgültige Klassifizierung als Phonem erst nach Zuordnung der freien Allophone

     vor Klassif.....

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→ gleiche Vorgehensweise bei Vokalen!!!

·         distinktive Merkmale entsprechen phonetischen Eigenschaften, in denen sich Phoneme systematisch voneinander unterscheiden

·         in Merkmalsphonologie ist das Ziel nicht eine Erstellung eines Phoneminventars, sondern eines Inventars der distinktiven Merkmale

     meist als Matrix dargestellt

Suprasegmentalia

Lautkette hat auch lautliche Phänomene, die über den Segmenten liegen (suprasegmentalia)

→ oft zusammengefasst als Prosodie (prosodisch oft speziell für phonologischen Blickwinkel)

davon können folgende phonologisch relevant sein:

·         Quantität (phonetisch → Dauer)

·         Ton und Intonation (phonetisch → Tonhöhe)

·         Akzent (phonetisch → Prominenz / Hervorhebung)

→ zuerst geklärt waas nächstgrößte Einheit ist, dem Suprasegmentalia zugeordnet sind (SILBE)

Die Silbe (σ)

Die Silbe=kleinste segmentübergreifende prosod. Einheit (kleinste. nat. Sprecheinheit → Buchstab.)

phonetisch unter zwei Blickwinkel:

·         Bewegungssilbe = elementare Öffnungsbewegung;Mund/Artikul. von max offen → max geschl.

oder umgekehrt (erste Wörter der Kinde.....

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→ [t] in [mɪtə] <Mitte> → Silbengrenze liegt im [t] (nur ein Laut / Phonem) → ambisyllabisch

Gegensatz → [mi:tə] <Miete>

Grenze im IPA durch Punkt auf der Zeile (normalerweise nur wenn 2 Vokale aufeinanderfolgen)

[te.a:tɐ]

→ synchron dazu: $ [te$a:$tɐ]

Quantität

·         gehört zu Suprasegmentalia, weil es kein selbstständiges Segment sein kann

     <Staat> [ʃta:t] → [:] haftet [a] an, ist also kein eigenes Segment

     IPA → kurz unbezeichnet, lang mit [:] bezeichnet, halblang mit ['] nach Grundzeichen

·         in dt. Standardsprache gibt es Quantitätsunterschied nur bei Vokalen (Monophthongen) → meist distinktiv gewertet, aber nicht in allen Beschreibungen der dt. Sprache

Ahd. und Mhd. auch Quantitätsunterschiede bei Konsonanten

Ton und Intonation

→ Phonetische Basis = Tonhöhe; ergibt sich aus Grundfrequenz der Schwingung der Glottis

·         Ton:

Unterschiedliche Tonhöhen bzw. Tonhöhenverläufe können distinktive Funktionen haben, also dasselbe bewirken wie Phoneme. Man nennt sie Töne oder Toneme

→ besonders wichtig bei Tonsprachen (Chinesisch)

·         I.....

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Wortakzent → Silbe eines Wortes hervorgehoben

Phrasenakzent → Silbe einer Äußerung hervorgehoben

Satzakzent → Silbe eines Satzes hervorgehoben

→ Phrasen-/Satzakzent kann nur auf Silbe liegen, die potenziell auch Wortakzent hat!!!

Unterscheidung in Haupt- und Nebenakzent (Haupt ['] und Neben [,] am Beginn der bet. Silbe)

/'raizəgə,zɛlʃaft/ bzw. /'rai$zə$gə$,zɛl$ʃaft/ <Rei-se-ge-sell-schaft> (orth. bet. Silbe fett)

weiters unterschieden zwischen festem und freiem Akzent

·         fester ist auf bestimmte Silbe im Wort fixiert → vorhersagbar; im Deutschen ist Position des Wortakzent von morph. Gegebenheiten bestimmt

     meist auf ersten Silbe des Wortstamms → Stammsilbenakzent <Rei-se> <ver-rei-sen>

     aber tlw. Auf ersten Silbe des Wortes → Initialakzent <Ab-reise>

→ in beiden Fällen fester Akzent. Verändert sich nicht durch Flexion und (normal) Derivat.

·         Freier/beweglicher Akzent → nicht vorhersagbar, kann auf jeder Silbe liegen (distinktiv!!!)

     <ancora> „der Anker“ vs. <ancora> „noch“ (Italienisch sehr verbreiten)

Deutscher Akzent fest oder frei?

Meistens fest, doch nennenswerte Anzahl von Fällen, wo Akz.....

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selbiges bei /o:/ und /oe/ und /o:/ vs. /ɔ/

aber andererseits auch Fälle, wo die beiden Merkmale nicht gekoppelt sind:

<Staat> vs. <Stadt> → /ʃta:t/ ≠ / ʃtat/

<äßen> vs. <essen> → /'ɛ:sən/ ≠ /'ɛsən/

phonologische Systeme sollen keine Redundanzen enthalten → Zahl von Merkmalen gering halten

→ verschiedene Lösungen

Lösung 1

·         distinktiv ist Zungenhöhe in Kombination mit Gespanntheit, Quantität nicht relevant

·         aber eigentlich nur Merkmal [lang] durch [gespannt/ungespannt] ersetzt

·         Unterdeterminiertheit bei e-Vokalen

·         nach wie vor Redundanz bei /o/, /o/ [obermittelhoch, gespannt] vs. /oe/, /ɔ/ [untermittelhoch, ungespannt] → Beseitigung durch Definition /o/, /o/ [mittelhoch, gespannt] und /oe/, /ɔ/ [mittelhoch, ungespannt]

·         e-Vokale, wo 3 Phoneme zu unterscheiden sind, können aber durch [mittelhoch] und [+- gespannt] nicht hinreichend differenziert werden → weiteres Merkmal notwendig

·         unbefriedigend → tiefen Vokale /a/, /a:/, in solchen Modellen oft als [vorne] vs. [hinten] klassifiziert; aber hinteren Vokale immer gerundet /a:/ aber definitiv ungerundet

     hintere Ausprache ist nur .....

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