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Philosophieren in der Grundschule

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Abstract
Philosophy

University, School

Universität Koblenz-Landau

Grade, Teacher, Year

2010 Müller

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Reflexion zum ProSeminar in Philosophieren Anfangen MatrNr: **** Die Frage, die ich mir stellte, warum ich wieder anfangen sollte zu studieren ist eine, für mich zutiefst komplexe. Warum sollte ich mir in meinem Alter, ich bin schließlich 46 Jahre alt, wieder mit 18‑jährig­en die Schul- resp. Die Universitätsban­k drücken? Die Entscheidung für die Philosophie, war für mich gleichermaßen eine schwierige, denn während der 7.ten und 8.ten Klasse meines Gymnasiums (realistischer Zweig: vermehrt Naturwissenscha­fte­n), hatte ich so meine Probleme mit der Philosophie. Das heißt ich habe mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, etwas so profan Lächerliches zu lernen. Wer diskutiert schon über die Existenz der Welt, wenn sie doch physisch so greif- und erfahrbar ist. Der Gedanke eines Solipsismus war nicht nur unverständlich, sondern auch so weit jenseits normalen Denkens, dass ich mich schlicht und einfach von der Philosophie abwandte und mich den Naturwissenscha­fte­n widmete. Also habe ich mit den sogenannten exakten Wissenschaften zu studieren begonnen. Zuerst Informatik (mit Schwerpunkt auf Mathematik), was mir mit der Zeit aber auch zu trocken wurde, dann wandte ich mich der Biologie und hier wiederum der Zoologie zu. Die Lehre vom Leben. Na, das war doch mal was. Erschrocken musste ich erkennen, dass dieses Studium aber auch so rein gar nichts mit dem Leben zu tun hat, sondern eigentlich
Teilleistung zum Aufbaumodul 6 (Fachdidaktik) Studiengang: B.A. Philosophie (als Ergänzungsfach; mit dem weiteren Ziel „Lehramt auf Gymnasien“) Seminar: „Philosophieren mit Kindern als Unterrichtsprin­zip­“ Essay zum Thema „Gewalt” anhand der Methode des „World Café“ Am Montag, dem 22.11.2010 wurde im Seminar am Themenkomplex Gewalt die Methode des World Café vorgestellt. Dem Seminar sind Sitzungen vorangegangen, in denen u.a. die Methode des sokratischen Gesprächs eingeführt und praktiziert wurde. Darauf aufbauend gestaltete sich das World Café so, dass sich das Seminar in Gruppen á 4-5 Personen aufteilte, um anhand der Fragestellung „Ist die Schule nur Austragungsort oder auch Verursacherin von Gewalt?“ zu philosophieren. Anschließend wurden die Gruppen neu zusammengesetzt­, sodass in einer 2.Phase Aspekte aus anderen Gruppen ergänzt und diskutiert werden konnten. In diesen Neuzusammensetz­ung­en bleibt ein Gruppenmitglied (der jeweilige Moderator) sitzen, um in der Endphase des Plenumgesprächs die Resultate vorzustellen. Im Folgenden werden zunächst die Ergebnisse zusammengefasst­. Im Anschluss daran sollen Teilaspekte aufgegriffen und diskutiert werden, wobei ebenfalls die Methode des World Café reflektiert werden soll. Abschließend wird ein Fazit formuliert, das in einer Art Ausblick weiterführende Gedanken zu dem Them..

Philosophieren in der Grundschule


INHALTSVERZEICHNIS


Einleitung 1


1.     Philosophie und Philosophieren 2

1.1            Philosophie 2

1.2            Philosophieren 2

1.3            Themenbereiche der Philosophie 3

1.4            Philosophieren mit Kindern 4


2.     Methoden und Medien des Philosophierens 4

2.1            Begriffliches Arbeiten 4

2.2            Gute Gründe finden 4

2.3            Sokratisches Gespräch führen 5

2.4            Gedankenexperimente erproben 5

2.5            Medien des Philosophierens 6


3.     Praktische Anregungen zum Philosophieren 6

3.1            Was kann ich wissen? 7

3.2            Was soll ich tun? 7

3.3            Was darf ich hoffen? 7

3.4            Was ist der Mensch? 7


Kritik 8

Quellenangabe 9


Einleitung


Das Leben steckt voller Philosophie und Philosophie ist Bestandteil unseres Lebens. „Wo komme ich her, wo gehe ich hin?“ sind philosophische Fragen, denen Philosophie zu Grunde liegen.

Dieses Exzerpt befasst sich speziell mit dem Buch „Philosophieren in der Grundschule“ von Barbara Brüning und legt dabei einen Schwerpunkt auf die Begriffe Philosophie und Philosophieren, auf die Methoden und Medien des Philosophierens sowie auf praktische Anregungen zum Philosophieren.

Definitionen der Begriffe „Philosophie“ und „Philosophieren“ sollen die Begriffe klar von anderen Begriffen und Paradigmen abgrenzen. Dabei wird die allgemeine Bedeutung der Philosophie und des Philosophierens im Hinblick auf die Grundschule und die Kinder beleuchtet.

Anschließend werden Methoden und Medien des Philosophierens dargestellt, bevor einige praktische Anregungen zum Philosophieren gegeben werden.

Im daran anschließenden Teil werde ich, im Rückgriff auf die theoretischen Grundlagen, kritisch zum Thema „Philosophieren in der Grundschule“ Stellung nehmen.

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Die Autorin dieses Bandes, Frau Dr. Habil. Barbara Brüning, ist Professorin an der Universität Hamburg mit den Schwerpunkten Didaktik des Ethik- und Philosophie- unterrichts sowie Philosophieren mit Kindern sowie Autorin zahlreicher Sach- und Lehrbücher im Bereich ethische Erziehung.

Eines ihrer Buchtitel lautet „Philosophieren in der Grundschule“. Eben dieses stellt die Grundlage für das folgende Exzerpt dar.

1. Philosophie und Philosophieren

1.1 Philosophie

Der Ausdruck „Philosophie“ geht etymologisch zurück auf die griechischen Wörter „philos“ (Liebe) und „sophia“ (Weisheit) und bedeutet so viel wie „Liebe zur Weisheit“.

Laut Brüning systematisiert die Philosophie „das gesammelte Wissen über fundamentale Probleme menschlicher Existenz. Und zu diesem Wissen gelangen wir nur, indem wir über den Sinn und Zweck der Welt nachdenken, d.h. Philosophieren“.

Grundsätzlich lassen sich zwei Arten der Philosophie – nämlich die esoterische und die exoterische Philosophie - unterscheiden. Unter der esoterischen Philosophie wird die professionelle und wissenschaftliche Beschäftigung mit philosophischen Themen und Fragestellungen verstanden während hingegen die exoterische Philosophie eine Alltagsphilosophie, also eine Philosophie für jeden Menschen, beschreibt.


Seit der Antike besteht die Philosophie aus verschiedenen Elementen, die zusammen den Prozess des Philosophierens bilden und dessen Eigenart konstituieren:

Ø      das Staunen: Nach Platon und Aristoteles ist die Fähigkeit des Staunens der Ursprung der Philosophie. Menschen wunderten sich über für sie Befremdliches, woraus weitere Gedankengänge resultierten.


Ø      das Fragen: Der Mensch möchte Antworten auf seine Fragen erhalten und neue Erkenntnisse gewinnen. In der Philosophie sind es vor allem die Warum-Fragen, durch die versucht wird, den Dingen der Welt auf den Grund zu gehen.


Ø      das Nachdenken: Wer Antworten finden will, beginnt über seine Fragen nachzudenken. Dieses Nachdenken kann in Form von eigenem Nachdenken oder aber auch gemeinsam mit anderen Menschen in einer Dialoggemeinschaft stattfinden. In ihr werden Ideen und Meinungen ausgetauscht.


Ø      das Weiterdenken: Eine vorläufig gefundene Antwort ist nicht das Ende philosophischen Nachdenkens. Auf Grund der Tatsache, dass nicht geklärt ist, ob die Antwort richtig oder gar vollständig geklärt ist, wird immer weiter darüber nachgedacht. Hierbei ist es möglich, eine bereits gefundene Antwort zu festigen oder aber die bisher gefundene Antwort zu korrigieren.


Ø      und das Infragestellen: Manche Fragen bzw. Antworten werden immer wieder neu durchdacht. Dadurch dass diese in der Diskussion bleiben, werden immer wieder neue Denkanstöße gegeben und das somit das Nachdenken bzw. das philosophieren fortgeführt.


1.3 Themenbereiche der Philosophie

„Philosophie beschäftigt sich mit wichtigen Sinnfragen menschlichen Daseins, welche sich nach Immanuel Kant in vier große Fragenkomplexe unterteilt“: Was kann ich wissen?, Was soll ich tun?, Was darf ich hoffen? Und Was ist der Mensch?.

1.      die Erkenntnistheorie,

Die Erkenntnistheorie geht auf Fragen und Grenzen ein, die sich mit der menschlichen Existenz beschäftigt sowie an Vernunft, Denken und Erfahrung vernetzt sind.


2.      die Ethik,

Die Ethik (griechisch von ethos „Gewohnheit, Brauch, Sitte“) geht der Moralität menschlichen Handelns, mit seinen Bedingungen, Folgen, Motiven und Prinzipien nach, wobei dieses Handeln der Idee des Guten verpflichtet ist.


3.      die Religions- und Gesellschaftsphilosophie und

Diese Disziplin beschäftigt sich mit dem Phänomen Religion und frag nach deren Ursprung und Wesen, dem Verhältnis von Religion und Philosophie, den Beziehungen Wissen und Glauben sowie der existenziellen Grundbedeutung religiöser Erfahrungen. Die Gesellschaftstheorie (im engeren Sinne die politische Philosophie) wiederum untersucht die Bedingungen und die Struktur einer Gesellschaft und eines gerechten Staates.




Hierunter wird jene philosophische Disziplin verstanden, „die sich mit dem Menschen und seinem Selbstverständnis im Unterschied zum übrigen Seienden befasst.“ Sie fokussiert die Stellung des Menschen in der Welt und seinen Blick „auf diese, wobei einzelwissenschaftliche Aussagen der Naturwissenschaften berücksichtigt werden.“


1.4 Philosophieren mit Kindern

Bereits in der Grundschule kommen Fragen, Geschichten oder Situationen auf, die zum Philosophieren einladen, weil sie sich „in irgendeiner Weise mit wichtigen Sinnfragen menschlichen Lebens“ beschäftigen. Beschäftigt man sich mit diesen, so sollte dabei das eigene Nachdenken der Kinder im Vordergrund stehen.

Möglichkeiten unabhängig von den Fächern Ethik oder Religion in der Grundschule zu philosophieren sind beispielsweise im Morgenkreis kleine Nachdenkaufgaben zu stellen, im Sachunterricht über die Natur und das Verhältnis von Menschen und Tieren zu philosophieren oder im Kunstunterricht darüber nachzudenken, warum ein Mensch schön oder hässlich ist oder ob alle Menschen den gleichen Geschmack haben.


2. Methoden und Medien des Philosophierens

2.1 Begriffliches Arbeiten

Begriffliches Arbeiten ermöglicht es, schwierige philosophische Begriffe inhaltlich näher zu bestimmen. Diesbezüglich gibt es diverse Verfahren die dazu beitragen, das Begriffsumfeld eines philosophischen Begriffs näher zu bestimmen. „Die Begriffserläuterung ermöglicht es, den zu klärenden Begriff, das Explikandum, in verschiedene Bedeutungen zu zerlegen, um dadurch einen exakten Begriff, das Explikat, zu erhalten.“ Dabei soll den Kindern verdeutlicht werden, dass Begriffe keine starr festgelegten unveränderlichen Inhalte haben, sondern handlungs- und kontextabhängig sind.


Das begründen von Meinungen (Behauptungen, Thesen, Überzeugungen) ist ein wichtiges methodisches Verfahren des Philosophierens. Jede geäußerte Meinung soll durch mindestens ein Argument gerechtfertigt werden, durch das sie in sich logisch erscheint. Die einfachste Möglichkeit des philosophischen Argumentierens ist die Bezugnahme auf empirische Gründe (Bsp.: Lebt ein Stein?).

Diese umfassen Tatsacheninformationen, die gegebenenfalls nachgeprüft werden können. Nichtempirische Gründe (Bsp.: Können Blumen glücklich sein) hingegen sind begriffliche Konstruktionen, die nicht an Fakten überprüft werden können und dienen dazu, das Verständnis einer Handlung bzw. eines Urteils zu „verbessern“, und zu erklären, warum jemand eine bestimmte Meinung oder Haltung vertritt.

Das Schema einer einfachen Argumentation lautet:

M G

(Meinung) (Grund)

Bsp.: Blumen können glücklich sein? 1. weil sie Gefühle haben.

2. weil sie Wohlbefinden zeigen können.

aufgrund von w(arrant)

Blumen richten ihre Blätter nach der Sonne aus

und haben eine kräftige Farbe, wenn sie sich wohl fühlen.


2.3 Sokratisches Gespräch führen

Das sokratische Gespräch geht auf den griechischen Philosophen Sokrates (470-399 v.Chr.) zurück und unterscheidet sich von anderen Gesprächsformen dadurch, dass in ihm ein philosophischer Gegenstand (wie z.B. Wahrheit, Lüge) diskutiert und systematisch „eingekreist“ wird. Ein sokratisches Gespräch kann in drei Phasen unterteilt werden:

2.      Phase: philosophisches Gespräch (Diskussion, Begriffserklärung, Argumentation)

3.      Phase: Metagespräch (Reflexion)


2.4 Gedankenexperimente erproben

Bei Gedankenexperimenten handelt es sich um „den spielerischen Umgang mit Gedanken, die von faktischen Gegebenheiten abstrahieren und Beziehungen der Gegenstände betreffen, die in der Wirklichkeit so nicht vorkommen, aber dennoch existieren können, selbst wenn sie dem gesunden Menschenverstand widersprechen.“ Sie haben immer die Form von „Was wäre, wenn (nicht)“-Kombinationen.


2.5 Medien des Philosophierens

Ø      Verbale Medien

Verbale Medien umfassen Kinderbücher und Geschichten, die mit dem Ziel geschrieben wurden, Kinder zu philosophischem Denken anzuregen. Zu dieser Kategorie gehören auch kurze Geschichten bzw. Gedankenexperimente, di ein Problem nur andeuten, über das dann in der Klasse philosophiert werden kann.

Ø      Visuelle Medien

Ausgangspunkt philosophischer Überlegungen können auch Zeichnungen, Bildergeschichten, Fotos, Filme, Gemälde, etc. sein. Der Vorteil dieser Medien besteht in ihrer Mehrdimensionalität. Die Kinder können mit diesem Medium Beziehungen, Zusammenhänge oder Widersprüche in mehreren Dimensionen wahrnehmen und erkennen bzw. selbst darstellen.

Ø      Handlungsbezogene Medien

Hierunter versteht man vor allem philosophische Spiele wie Sprach- und Argumentationsspiele. Diese unterstützen den bewussten Umgang mit Begriffen und wecken die Bereitschaft, gute Gründe für Meinungen anzuführen. Darüber hinaus ist es die Intention von Sprachspielen, die Sensibilität dafür zu schärfen, dass philosophische Begriffe keine allgemeinverbindlichen Bedeutungen zugrunde liegen und dass zwischen bestimmten Wörtern eine Ähnlichkeit besteht, zwischen anderen nicht.


Die in Kapitel 2 charakterisierten Methoden des Philosophierens „begriffliches Arbeiten, gute Gründe finden, sokratische Gespräche führen sowie Gedankenexperimente erproben“ werden in dem folgenden Kapitel durchgehend als methodische Bausteine verwendet und gekennzeichnet.

Die in diesem Kapitel angeführten konkreten Vorschläge sollen als Anregungen dienen, die jedoch nach Alter und Interesse der Lerngruppe von LehrerInnen modifiziert werden können.


3.1 Was kann ich wissen?

Dieser Wissenskomplex betrifft in erster Linie wichtige Sinnfragen, die sich mit der Entstehung der Welt und des Menschen, dem Problem der Zeit einschließlich des Themenkreises Älterwerden sowie Sterben und Tod beschäftigen. Hinzu kommen noch der Komplex Sprache und Denken.



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