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Paris im Film, alles nur Klischee?: Die Darstellung einer Stadt im Film zwischen Klischee und Realität
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Cinematics / Movies

University, School

Richard-von-Weizäcker-Schule Öhringen

Grade, Teacher, Year

2012, 1-

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Text by Amadea Guttenbrunner ©
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0854423 Klischee versus Realität Florenz die Hauptstadt der Toskana, wer kennt sie nicht,zumindest aus Filmen, Reiseprospekten­, Fernsehbeiträge­n oder aus Erzählungen von Personen welche schon dort waren. So gut wie jeder hat wohl das Bild vom Dom, seinem Glockenturm und der mächtigen Kuppel vor seinem geistigen Auge wenn er an die Stadt denkt. Vor der Abfahrt hat man die Klischees der Stadt im Kopf, wie man sie von Verwanden, Bekannten und Freunden vermittelt bekommt. Es werden den Reisenden auch „gute Tipps“ gegeben. Sehr beliebte…
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Seminararbeit


Paris im Film, alles nur Klischee?

Die Darstellung einer Stadt im Film zwischen Klischee und Realität.


Vorwort


Als ich anfing über ein Thema für meine Seminararbeit mit dem Oberthema Paris nachzudenken, kamen mir sehr schnell Bilder und Gedanken über diese Stadt in den Sinn, wie wohl den meisten von uns: der Eiffelturm, Paris - die Stadt der Liebe, der Mode, Kreisverkehr, Kunst, usw. Dabei stellte sich mir die Frage, wie es sich wohl lebt in solch einer Metropole und ob die ganzen Klischees die mir zuerst in den Sinn kamen wirklich zutreffend sind?

Da ich Paris bisher hauptsächlich nur aus Filmen kenne, in denen die Metropole als die wunderbarste, schönste und romantischste Stadt der Welt gepriesen wird, stellte sich mir die Frage, ob diese Parisklischees, wie sie im Film dargestellt werden, auch tatsächlich in irgendeiner Form der Pariser Realität entsprechen.


Wenn wir alle Nächte von dem gleichen Ereignis träumten, so würde es uns ebensosehr beeinflussen, wie die Dinge, die wir alle Tage sehen.“1

Blaise Pascal


Nach kurzer Recherche musste ich überrascht feststellen, dass es eine unglaubliche Anzahl von Paris-Filmen gibt. Klischees in ihnen zu finden war nicht das Problem, eine Auswahl zu treffen schon eher. Letztendlich entschied ich mich für folgender Filme: »Zazie dans le métro«, »Die fabelhafte Welt der Amélie« und »Midnight in Paris«. Auf diese Filme werde ich in meiner Arbeit näher eingehen und sie im Spiegel meiner Frage betrachten.

Ein weiterer Aspekt meiner Arbeit wird die Pariser Realität sein. Wie gestaltet sich der Alltag in Paris, jenseits der bekannten Klischees. Welche historische Hintergründe gibt es? - Wo treffen Klischee und Realität aufeinander? Bei der Beantwortung dieser Frage war mir eine Bekannte, die als Au-Pair ein Jahr in einer Pariser Familie verbracht hat, außerordentlich hilfreich.


1. Klischee


1.1 Definition Klischee


Wer kennt sie nicht, die allgemein bekannten Klischees:

»Frauen können nicht einparken«, »Kranke Männer sind wehleidig«, »Franzosen sind Feinschmecker«, »New York ist die Stadt die niemals schläft«, »Alle Schweden sind blond« und »Paris ist die Stadt der Liebe«, . .


Doch was sind Klischees, woher kommen sie?

Im Sachwörterbuch der Literatur sind Klischees folgendermaßen definiert:

"[Klischees sind] vorgeprägte Wendungen, abgegriffene und durch allzu häufigen Gebrauch verschlissene Bilder, Ausdrucksweisen, Rede- und Denkschemata, die ohne individuelle Überzeugung einfach unbedacht übernommen werden."2


Daraus lässt sich also schließen, dass Klischees feststehende, vorgefasste Meinungen gegenüber Bevölkerungsgruppen, Ländern, Personen, oder Sachverhalten sind, welche in der Regel nicht auf eigenen Erfahrungen beruhen und oftmals nur aus Verallgemeinerungen bestehen. Es gibt einige Klischees, die sogar in Form von Redensarten in die Umgangssprache aufgenommen wurden, wie z.B. »Leben wie Gott in Frankreich« oder »Pünktlich wie die Maurer«.


Laut Duden stammt das Wort Klischee vom französischen Wort cliché ab und hat folgende Bedeutungen:

1. a) mittels Stereotypie oder Galvanoplastik hergestellte Vervielfältigung eines Druckstocks.

b) Druckstock. "

Damit ist eine fototechnisch oder maschinell hergestellte Druckform für das Hochdruckverfahren in der Zeitungs- bzw. Buchdrucktechnik gemeint.

„ 2. a) unschöpferische Nachbildung; Abklatsch

[Der sogenannte Abklatsch ist ein Probeabzug im Druckwesen]

b) eingefahrene, überkommene Vorstellung

c) abgedroschene Redewendungen." 3


Geht man nun davon aus, dass das Wort Klischee ursprünglich aus der Drucktechnik kommt und im eigentlichen Sinn „Abklatsch“, bzw. „unschöpferische Nachbildung“ bedeutet, wird einem klar, dass ein Klischee niemals eine erfundene, der Phantasie entsprungene Begebenheit sein kann.

Das Klischee hat immer einen wahren Ursprung, es gib immer eine tatsächliche Begebenheit die durch Weiterverbreitung, in jeglicher Form, irgendwann .....[read full text]

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Ein Stück Paris wie aus dem Bilderbuch, nichts stört die Idylle kein Autolärm, keine moderne Technik, keine Touristen, geschweige denn soziale Probleme.Wer sich nicht bereits in Amélie verliebt hat, hat sich bestimmt zumindest in den Montmartre verliebt. Auch Woody Allen lässt seinen Protagonisten Gil in „Midnight in Paris" ganz bewusst durch das Paris der Ansichtskarten wandern, um erst sich selbst und dann die Liebe zu finden.

Schon der Vorspann dieses Films zeigt nahezu alle schönen Gebäude, Plätze und Ansichten die Paris zu bieten hat, untermalt von sanfter, leichte Akkordeonmusik. Die schönen Bilder mit der dazu passenden Musik erzeugen dabei eine angenehme entspannte Stimmung, die auf das kommende Geschehen einstimmen soll. Paris als romantische Kulisse für Liebesfilme bleibt unübertroffen. Doch auch die andere Seite der Liebe, die käufliche Liebe, gehört zu Paris.

In Film „Zazie dans le mètro" von Louis Malle dreht sich alles um erotische Anziehung und Sexualität. Er zeigt die schlüpfrige Welt der Erwachsenen aus der Sicht „einer unverschämt frechen Provinzgöre". Pigalle, das Moulin Rouge, der Cancan und das Lido sind weltbekannt, oft besungen und vielfach verfilmt. In „Irma la Douce", von Billy Wilder oder im Film „Moulin Rouge", von Baz Luhrmann geht es um Prostitution und Begierde.

Im französischen Film sind Nachtclubs, Cabarets und Prostitution kein seltenes Thema. Es gehört anscheinend wie selbstverständlich zu ihrer Kultur und wurde nie so tabuisiert, wie lange Zeit in Deutschland und Amerika. Ein geschichtlicher Rückblick gibt Auskunft über die Wurzeln dieses Klischees. Paris gilt schon seit sehr langer Zeit als „Stadt der Liebe“ - jedoch nicht nur der romantischen, sondern vor allem, der käuflichen Liebe.

Mätressen, frivole, lasterhafte Feste, bis hin zu Orgien prägten schon das Leben am Hof des Sonnenkönigs Ludwig des XIV in Versailles. Offen zur Schau gestellte Sexualität, zur Befriedigung der Lust oder als Mittel zum Zweck im Spiel um Macht und Intrigen, waren hier an der Tagesordnung, also nichts Außergewöhnliches.6

Im 19.Jahrhundert entwickelten sich aus öffentlichen Tanzsälen die ersten Varietees. Hauptattraktion dieser Etablissements war der Cancan. Ursprünglich war der Cancan der Tanz der Pariser Wäscherinnen7, jedoch entwickelte er sich in jener Zeit, durch die Aufnahme in die Varietees zur erotischen Attraktion. Ein Tanz bei dem die Frauen die Röcke hoben, Bein, Strumpfhalter und Unterwäsche zeigten, war eine Sensation.

Die Eröffnung des Moulin Rouge machte 1889 Paris zur Erotik-Hauptstadt Europas. Durch die Weltausstellung 1899 stieg die Zahl der Bordelle in die Höhe, viele Besucher strömten in die Stadt, die den Ruf des legendären Nachtlebens von Paris in der Welt verbreiteten.8 Pigalle, das berühmte Pariser Vergnügungsviertel, ist auch heute noch ein Touristenmagnet.


Paris die Stadt der Mode“ – es ist allgemein bekannt, dass die bekanntesten Modelabels in Paris ihre Ateliers und Geschäfte haben und mit ihren großen Haute Couture Modeschauen weltweite Trends setzen. Für Modeschöpfer, die Schönen und Reichen, für junge aufstrebende Designer, Modells und alle Modeinteressierten ist Paris die Sonne im Modeuniversum.

Die Vorstellung, dass junge Pariserinnen aussehen als kämen sie direkt vom Laufsteg und auch, dass Frauen in reiferem Alter stets modisch und elegant gekleidet sind ist Teil dieses Klischees.

Bei diesem enormen Stellenwert den die Mode für Paris hat könnte man nun davon ausgehen, dass sich dieses modische Interesse der Welt an Paris auch in der Filmbranche bemerkbar macht. Doch konnte ich bei meinen Recherchen nur einen einzigen Film finden, dessen Handlung sich um Paris als Stadt der Mode, der Kollektionen und Modeschauen dreht: „Barbie - Modezauber in Paris“, ein Animationsfilm aus dem Jahr 2010, von William Lau.

Ansonsten ist es wieder Louis Malle der in seiner Komödie „Zazie, dans le mètro“ das Thema Mode aufnimmt, indem er es leicht überzeichnet. Zazies Onkel ist immer vom feinsten gekleidet, er parfümiert sich, beleidigt und beschimpft seine stinkenden Mitmenschen, seine Frau näht seine Bühnenkostüme, der Schuster um die Ecke fabriziert extravagante Stiefel und Zazie ergattert und trägt eine der ersten Blue Jeans für .....

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2. Dreimal - Paris im Film - unter besonderer Betrachtung der dargestellten Klischees


2.1 Zazie dans le métro, Louis Malle (1960)


Ohne das es mir bewusst war, habe ich in Zazie mein zentrales Thema gefunden, die Begegnung eines Kindes oder einer Heranwachsenden mit der Korruption und dem Chaos der Erwachsenenwelt.“12 Louis Malle


2.1.1 Inhaltsangabe


Der Film „Zazie dans le métro“, von Louis Malle, handelt von einer frühreifen, unverschämt frechen Provinzgöre, die von ihrer Mutter für ein Wochenende bei ihrem Onkel in der Hauptstadt Paris abgeladen wird. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, einmal mit der Métro zu fahren, die jedoch gerade zu diesem Zeitpunkt geschlossen ist, weil gestreikt wird.

Auf das Wochenendprogramm ihres Onkels Gabriel, der als Transvestit in einem Nachtclub arbeitet, hat Zazie überhaupt keine Lust und macht sich einfach selbstständig auf den Weg durch die Stadt. Auf ihren Streifzügen findet sie sich in grotesken Situationen mit skurrilen Gestalten wieder. Nach einer wild durchfeierten Nacht wird eine übermüdete Zazie am nächsten Morgen ihrer Mutter am Bahnhof übergeben.


2.1.2 Klischees


Die Außenaufnahmen im Film Zazie sind an Originalschauplätzen gedreht und vermitteln beim Betrachter das Gefühl bei einer Stadtrundfahrt mitzufahren: in schneller Abfolge rennt oder fährt Zazie über Flohmärkte und überdachte Passagen, kommt an Bistros, der Kirche Saint-Vincent-de-Paul, dem Place-Franz-Liszt, dem Gare de l`Est, dem Eiffelturm und einem Cabaret im Pigalle vorbei, um nur einige gezeigte Orte und Sehen.....

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2.2.2 Klischees


Der Film von Jean-Pierre Jeunet spielt fast ausschließlich im Viertel Montmartre. In einer kleinen, abgeschlossene Welt, in der jeder jeden kennt, in der die Tage immer ähnlich beschaulich ablaufen, ohne Drama, Stress und Hektik.

Der Film spielt im Jahr 2002, könnte jedoch auch 1920, - 40, oder - 80 spielen. Die moderne Welt mit all ihren technischen Errungenschaften wird einfach ausgeblendet um die romantische Verklärung nicht zu gefährden. Keine Handys, keine Computer, keine Satellitenschüsseln und keine modernen Autos stören das klischeehafte Bild. Ein Paris wie aus dem Bilderbuch!

Man könnte meinen, Jeunet drehte einen Werbefilm für den Stadtteil rund um Montmartre. Wer auf eine Szene beim Louvre, Eiffelturm oder dem Arc de Triomphe hofft, wartet vergebens. Man bekommt fast den Eindruck, Amélie lebe in ihrem ganz privaten, kleinen Dorf.

Die Liebe ist auch hier das zentrale Thema des Films, dieses Mal jedoch in der romantischen Version. Neben der Liebe spielt das Café, in dem Amélie arbeitet, eine wichtige Rolle. Hier trifft sie auf die Menschen, die sie glücklich machen will. Das Café als Ort der Begegnung, als wichtiger Teil ihres Lebens.

Alles spielt sich rund um Montmartre ab. Und hier werden auch alle Sehenswürdigkeiten gezeigt. Das Karussell, die Kirche Sacre Coeur, mit allen Stufen, wie überhaupt alle Stufen und Treppen im Montmartre. Es gibt mehrere Einstellungen in denen der Betrachter über die Dächer von ganz Paris schauen kann, eine sehr beliebte Kameraeinstellung.

Ein Künstlerviertel, ein Café und die Liebe, in warmen angenehmen Farben aufgenommen, viele sonnendurchflutete, wunderschöne alte Treppenhäuser, Gassen, Treppen, Hinterhöfe, Märkte, Gemüsestände. Skurrile, aber dennoch sympathische Charaktere, gewürzt mit einer kräftigen Priese Humor und fertig ist ein Film, der viele Paris Klischees bedient und es sich dennoch leisten kann die weltbekannten Wahrzeich.....

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Letztendlich findet er in einer Flohmarktverkäuferin eine Seelenverwandte und neue Liebe. Er lässt alles hinter sich, Paris hat sein Leben verändert.




        2.3.1 Klischees

Midnight in Paris“ ist kein Film bei dem man die Klischees suchen muss, im Gegenteil, er ist ein einziges, zu Film gewordenes Klischee! Genauso wie man sich Paris vorstellt wird es hier gezeigt. Sowohl in den in der Gegenwart spielenden Passagen, als auch in denen der Parallelwelt. Der Film ist eine einzige Hommage an die angeblich schönste Stadt der Welt.

Schon im Vorspann zeigt Woody Allen das Paris der Ansichtskarten: Die Boulevards, die engen kleinen Gassen, Treppen, Montmartre, die Kirchen, den Eiffelturm, die Seine und ihre Brücken, … alles kommt einem bekannt vor, alles hat man schon einmal gesehen, alles ist alt und trotzdem schön.

Es sind in Bilder umgesetzte, romantische Träumereien von allen möglichen künstlerischen Ambitionen, vom Kaffee trinken, flanieren, philosophieren, verlieben! Paris „die Stadt der Liebe“, Kultur, Romantik, der Sehenswürdigkeiten, der schönen Hotels, Restaurants, Lichter, Treppen und vieles mehr. Mit der Unterscheidung einerseits von Gil, der den tieferen Sinn seines Daseins in einer Stadt der Kunst, Kultur und Lebensart sucht und auf der anderen Seite die Darstellung von oberflächlichen „Restamerikanern", die sich zwar in der gleichen schönen Kulisse bewegen, bei denen sich aber alles nur um sich selbst dreht, die diese Lebensart nicht einmal annähernd erspüren, zeigt Allen ein weiteres Klischee auf: Der unsensible, egoistische, reiche Karriereamerikaner, der die europäische Kultur bestaunt, jedoch nicht versteht.16


Gil ist anders, er ist Künstler, er taucht ein in die Welt der Künstler, er fühlt das Paris im Regen, das schon Ernest Hemingway beschrieb und dem Gustave Caillebotte ein eigenes Kunstwerk widmete: das „Rue de Paris, temps de pluie“17. Und er erlebt das romantische Paris im Regen, indem er auf einer Seine-Brücke die seelenverwandte Flohmarktverkäuferin wieder trifft und mit ihr durch den Regen in .....

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Nach dem ersten Weltkrieg war Paris weiterhin Schauplatz und Kulisse für die Filmschaffenden. In den neuen Großstadtfilmen diente Paris als Schauplatz menschlicher Dramen, Tragödien und Komödien. Zwischen den Weltkriegen vollzog sich die Entwicklung vom Stummfilm zum Tonfilm. Amerikanische Filmemacher wie Lubitsch und Chaplin waren bereits in Paris um ihre Screwball-Komödien zu drehen.

Einige einheimische Filmaufnahmer wie Clair, Carné und Vigo interessierten sich mehr für das Leben der kleinen Leute und wurden dadurch zu Vorreitern des sozialkritischen Vorstadtfilms. Die meisten Filmemacher sahen ihre Aufgabe jedoch eher im Unterhaltungsfilm, indem sie Boulevardkomödien verfilmten und den frivolen Charme des Cabarets inszenierten.

Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Paris von amerikanischen Filmteams förmlich überschwemmt. Ihre groß inszenierten, opulent- bunten Tanz- und Revuefilme etablierten das Klischee von Paris als Stadt der Liebe weltweit. Auch der arme Künstler, der in der Dachkammer lebt und durch die Gassen von Montmartre schlendert, kam nicht zu kurz. Pigalle, Moulin Rouge, die Pariser Cafés und Bistros, Kreisverkehr und fließendes Verkehrschaos wurden durch diese Filme weltbekannt.

Die einheimische Filmindustrie produzierte weiterhin altbewährte Nachtclubdramen und Kriminalgeschichten. Dies änderte sich Anfang der 60er Jahren mit Beginn der Nouvelle Vague. Junge Regisseure wie Truffaut, Malle und Godard wagten einen Neuanfang. Sie wollten einen Gegenpol zu den bisherigen Filmen schaffen. Keine Studiofilme, Musicals, Nachtclubdramen und Krimis mehr.

Die Nouvelle Vague wollte die Realität darstellen. Durch die Weiterentwicklung der Technik war es möglich, leichtere, lichtempfindlichere Kameras zu bauen, mit denen man überall in der Stadt drehen konnte. In den nächsten Jahren entstanden vermehrt gesellschaftskritische Filme, die sich auch mit den Randgruppen der afrikanisch-französischen Bevölkerung befassten.

Neben harten Krimis, Außenseiter- und Familiendramen wird etwa seit 1980 auch wieder vermehrt „postmodernes Unterhaltungskino“ produziert. Die amerikanische Filmindustrie hat sich längst wieder nach Hollywood zurückgezogen und kommt nur noch zu einzelnen Projekten in die Seine-Metropole.19


„Paris und das Kino sind untrennbar miteinander verbunden. Paris hat alle Epochen des filmischen Schaffens begleitet oder gar inspiriert: vom Stummfilm bis zur Nouvelle Vague, vom poetischen Realismus bis zur Postmoderne ( .).“20 Prof. Dr. Jacques-Pierre Gougeon Durch die amerikanische Filmindustrie vor, während und nach dem Weltkrieg, wurde Paris mit all seinem Charme und seinen Sehenswürd.....

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