Der Bär auf dem Försterball von Peter Hacks: Interpretation und Methodisch-didaktische Konzeption
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German studies

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Eberhard-Karls-Universität Tübingen

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2,5, Mutschler, 2014

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Eberhard Karls Universität Tübingen

Methodisch-didaktische Konzeption zu Peter Hacks‘: „Der Bär auf dem Försterball“


Inhalt

1 .Einleitung

2. Gegenstandsanalyse

2.1,Textanalyse

2.2Interpretation

3. Didaktische Analyse

4. Lernziel und Kompetenzbereiche

5. Methodische Überlegungen

6. Arbeitsanweisungen und erwartete Ergebnisse

7. Anhang

7.1 Text: Der Bär auf dem Försterball

7.2. Skizze einer möglichen Darstellung eines Mentalen Modelles zum Text

7.3. Literaturverzeichnis

7.4. Eigenständigkeitserklärung:


1.                  Einleitung

In dieser Arbeit geht es um eine methodisch-didaktische Konzeption zur Erzählung „Der Bär auf dem Försterball“ von Peter Hacks. Dazu wird zunächst der Text analysiert und interpretiert (Gegenstandsanalyse), um ihn dann einer didaktischen Analyse zu unterziehen. Diese entsteht auf Basis der fünf  didaktischen Leitfragen nach Klafki.

Anschließend werden mögliche Lernziele für den Unterricht und die dabei abgedeckten Kompetenzen nach dem Bildungsplan (Klassenstufe 8/9) aufgezeigt. Es folgen methodische Überlegungen und schließlich konkrete Arbeitsanweisungen sowie deren erwartete Ergebnisse.


2.                  Gegenstandsanalyse

2.1  Textanalyse

Schon die Überschrift „Der Bär auf dem Försterball“ passt nicht in das Wirklichkeitsempfinden des Lesers. Er vermutet, dass es sich um keinen Sachtext handeln wird, sondern wohl eher um einen fiktiven Text, in welchem geschildert wird, wie ein Bär einen Ball besucht.

Dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Ball, sondern ausgerechnet um einen Försterball und es stellt sich die Frage, ob ein Bär sich nicht lieber hüten sollte, den Ball der Förster zu besuchen. Durch dieses kontrastierende Paar Bär – Förster liefert der Titel des Textes schon eine gewisse Spannung.

Der Anfang der Erzählung „ Der Bär schwankte durch den Wald, es war übrigens Winter“ verweist nun nochmal auf den fiktionalen Charakter des Textes: Der Gebrauch des bestimmten Artikels erinnert an die Gattung des Märchens oder der Fabel, wo Tiere spezielle Typen und Eigenschaften verkörpern.

Ein zweiter Aspekt, der in diesem ersten Satz auffällt, ist die Vermenschlichung des Bären durch das Verb „schwanken“, welches normalerweise nicht unbedingt für die Beschreibung von Tierbewegungen gebraucht wird. Auch hier könnte man vom Text als Fabel ausgehen.

Der zweite Teil des Satzes „es war übrigens Winter“ erscheint hier völlig unvermittelt als eine Art Nachschub – als hätte der Erzähler zuerst vergessen, dass er die Jahreszeit, in der die Geschichte stattfindet, erwähnen wollte; dies wäre für eine Fabel aber untypisch.

Im Folgenden wird die Verfassung des Bären beschrieben: „Er war von der besten Laune. Er hatte schon ein paar Kübel Bärenschnaps getrunken“. Auch hier wird der Bär vermenschlicht. Einmal durch das Wort „Laune“ und zum Andern durch den Alkoholkonsum, durch den diese Laune hervorgerufen wird.

Dass der Bär ein paar Kübel (also Unmengen an) ‚Bären‘-Schnaps getrunken hat zeigt aber zugleich auch sein tierisches Wesen. Es folgt die Beschreibung der Zutaten eines solchen Bärenschnapses. Dieser wird aus „Honig, Wodka und vielen schwierigen Gewürzen“ gemischt. Honig ist dem Klischee nach die Hauptnahrung von Bären, Wodka ein Getränk für ‚richtige Männer‘ – der Bär wird dadurch nicht nur vermenschlicht, sondern auch als ‚ganzer Kerl‘ inszeniert.

Die „schwierigen Gewürze“ klingen für den normalen Sprachgebrauch seltsam, aber es ist dennoch ersichtlich, was damit gemeint ist. Später kommt wieder ein ungewohnter Wortzusammenhang: „knarrender Schnee“.

Nun wird die Verkleidung des Bären (im Text altmodisch „Maske“ genannt) beschrieben. Diese ist „sehr komisch“: „er trug einen grünen Rock, fabelhafte Stiefel und eine Flinte auf der Schulter. Auch die Formulierung „Rock“ ist altmodisch.

„Ihr merkt schon, er ging als Förster“: An dieser Stelle spricht der Erzähler die Leser oder Zuhörer (Kinder?) direkt an, wie im ersten Satz durch „übrigens“ schon angeklungen, kommt der Erzähler hier nun deutlich zum Vorschein. Nachdem beschrieben wird, wie dem Bären „einer entgegen“ kommt, der ähnlich gekleidet ist, schließt der Erzähler mit dem Parallelismus „Ihr merkt schon, da.....[read full text]

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Im Verlauf der Jagd kommt der Bär wieder zu tierischem Verhalten mit menschlichen Attributen, indem er  „im Vorübergehen eine Handvoll trockener Hagebuttenvom Strauch“ reißt und „frisst“. Die Förster bemerken dies und schöpfen aber keinen Verdacht. Sie tun es ihm sogar gleich und begeben sich somit auf die Ebene eines Tieres.

Die Spannung der Geschichte wird weiter gesteigert, als der Bär die Förster zu seiner eigenen Behausung bringt, um dort nach dem Bären zu suchen. Natürlich finden sie ihn nicht, denn „der Bär ist ausgegangen“ (Tier – Mensch), wie der ‚Oberförster‘ „schnüffelnd“ feststellt.

Nach dieser Enttäuschung kehren die Förster zum „Krug zum zwölften Ende“ zurück, wo es wieder zu einer „Um Vergebung“-Szene kommt als der Bär die Förster in den Massen, die er trinken kann, übertrifft. Diesmal schließen die Förster: „Sie sind ein großartiger Oberförster“.

Im Folgenden Löst der Bär beinahe die Katastrophe aus, indem er noch waghalsiger wird: „Der Bär steckt nicht im Walde, und er steckt nicht in seinem Loch; es bleibt nur eins, er steckt unter uns und hat sich als Förster verkleidet“. Entgegen der Erwartung, dass die Förster nun vielleicht auf ihren Irrtum kommen, verdächtigen sie ausgerechnet einen jungen Förster, „der einen verhältnismäßig kleinen Bart“ hat und der „Schwächste und Schüchternste“ von allen ist.

Die absurde Verdächtigung wird mit der Formulierung „so beschlossen sie, dieser sei der Bär“ auf die Spitze getrieben. Erst als sie drohen, den jungen Förster zu erschießen, greift der Bär ein: „Man muß untersuchen, ob er einen Schwanz hat und Krallen an den Tatzen“. Die Förster erkennen, dass dies beim Verdächtigten zwar nicht der Fall ist und sehen, dass der Bär all diese Merkmale hat aber sprechen ihn dennoch mit „ Herr Oberförster“ an („aber, potz Wetter, Sie selbst haben einen Schwanz und Krallen an den Tatzen, Herr Oberförster“ – an dieser Stelle steht mit „Potz Wetter“ wieder eine ungewohnte Formulierung).

Bevor die Situation tatsächlich eskalieren kann, betritt die Frau des Bären den Raum und bringt damit eine überraschende Wendung, da es nun offen bleibt, ob die Förster den Bären nun als solchen erkannt haben, oder nicht.

Auch die Bärin wird vermenschlicht (als typische Ehefrau) dargestellt indem sie ausruft: „Pfui Teufel“ und „in was für einer Gesellschaft du dich rumtreibst“. Der eben noch in der Rolle des Anführers stehende Bär muss sich nun seiner Frau fügen, die ihn nach Hause bringt.

Der Bär bedauert ihr Kommen: „Schade, daß du so früh kamst […] eben hatten wir ihn gefunden, den Bären“. Diese Stelle ist interessant, da der Bär durch das Pronomen „wir“ seine Zugehörigkeit zu den Förstern ausdrückt und vom Bären, also sich selbst, in der dritten Person spricht.

Mit der Äußerung „Na, macht nichts. Andermal ist auch ein Tag“, die an den ersten Satz des Bären erinnert, wird der Rahmen geschlossen. Die zuletzt gebrauchte Redewendung, lässt anklingen, dass es sich bei den geschehenen Ereignissen nicht um etwas Einmaliges handelt, sondern, dass sich die ganze Geschichte noch wiederholen könnte.

Eine Mor.....

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Dem Hinweis des Bären, dass der Bär sich als Förster verkleidet haben müsste, folgen die autoritär-gebundenen Förster sofort und finden sogleich den Verdächtigen, der ihnen  ihren Vorstellungen nach am wenigsten gleicht: Der junge und schwache, am wenigsten männliche Förster.

Dem Totschlag entgeht dieser schließlich nur deshalb, weil der Bär in seiner Konsequenz den Bären finden zu wollen, die Förster davon abhält, indem er ihnen weitere Hinweise gibt. Die Förster gehorchen dem Bären wegen seiner Rolle. Als Oberförster ist er Vorgesetzter und sie selbst Untergebene.  Dem entsprechend handeln am Ende der Erzählung auch der Bär und seine Frau, die als dea ex machina die Situation auflöst, in den typischen Rollen: Die Frau als durchsetzungsstarke ‚Bestimmerin‘, die ihren Mann, den Pantoffelhelden, nach Hause holt.

Dass der Bär zu seiner Frau sagt, dass sie den Bären doch gerade gefunden haben, kann als Identitätsverlust durch die Annahme einer anderen Identität durch die Rolle als Oberförster gesehen werden oder aber auch gar ganz ironisch, wenn man davon ausgeht, dass der Bär weiß, was er tut.


„Der Bär auf dem Försterball“ ist eine performative Erzählung mit parabolischem Charakter.  Der Leser wird durch ein Paradox, das den Text vorantreibt, provoziert. Dies kann bei unterschiedlichen Lesern unterschiedliche Wirkungen hervorrufen. Jeder Leser wird deshalb (Je nach Alter, Erfahrungen, Interesse, Stimmung etc.) anders auf die Geschichte reagieren.

Doch ergeben sich die Wirkungen nicht nur aus den situativen Gegebenheiten, sondern hängen auch vom Text selbst ab. Die Wirkungsweise In Hacks‘ Erzählung resultiert vor allem aus dem Kontrast zwischen der „plakativen Einfachheit der Erzählgestaltung auf sprachlicher und narrativer Ebene und den immer weiter radikalisierten Paradox der Nicht-Entlarvung des Bären, das sowohl die narrative Spannung als auch die Enttäuschung nach der ersten Lektüre produziert.“[3]


3.                  Didaktische Analyse


In diesem Teil soll versucht werden, eine didaktische Analyse des Textes nach den Leitfragen von Wolfgang Klafki[4] durchzuführen.

Exemplarische Bedeutung des Inhaltes:

„I. Welchen größeren bzw. allgemeinen Sinn- und Sachzusammenhang vertritt und erschließt dieser Inhalt? Welches Urphänomen oder Grundprinzip, welches Gesetz, Kriterium, Problem, welche Methode, Technik oder Haltung lässt sich in der Auseinandersetzung mit ihm ‚exe.....

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Die Schüler können sich schon vorweg mit diesen Themen auseinandersetzen und zeitgleich schon gemachte Erfahrungen in dieser Richtung aufarbeiten.


Struktur des Inhalts:

„IV. Welches ist die Struktur des (durch die Fragen I. II, III in die spezifisch pädagogische Sicht gerückten) Inhaltes?“

Soll der Text als Beispiel innerhalb eines Unterrichtsinhaltes „Gattungen von Texten“, „Interpretation von Texten“, „Rollen und Identität“ oder ähnlichem  verwendet werden, so muss nicht der Text, sondern eben diese Inhalte einer didaktischen Analyse unterzogen werden.

Sieht man den Text an sich jedoch als Unterrichtsinhalt, so ist es schwierig diese Frage zu beantworten, da je nach Altersstufe, verschiedene Aspekte deutlicher als andere aus dem Text hervortreten.


Zugänglichkeit:

„V. Welches sind die besonderen Fälle, Phänomene, Situationen, Versuche, Personen, Ereignisse, Formelemente, in oder an denen die Struktur des jeweiligen Inhaltes den Kindern dieser Bildungsstufe, dieser Klasse interessant, fragwürdig, zugänglich, begreiflich, ‚anschaulich’ werden kann?“

Auch bei dieser Frage ist es natürlich nötig zu wissen, in welcher Klassenstufe ein solcher Text für die Schüler interessant und überhaupt zugänglich ist. Der Text sollte die Schüler nicht kognitiv überfordern, das Thema nicht fremd und abstrakt sein.

Intentionen und Strukturen der Interaktion müssen aufgrund der sozialkognitiven Entwicklung der Schüler nachvollziehbar sein. Poetische Mittel und ästhetische Struktur müssen zugänglich sein und die Sprache darf die Sch.....

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-         Zusammenhänge zwischen Inhalt, Sprache und Form eines Textes herstellen;

-         Verschiedene Textarten an grundlegenden Gattungsmerkmalen und Gestaltungsmitteln erkennen und unterscheiden



5.                  Methodische Überlegungen


Nun stellt sich die Frage, wie die Lernziele und Kompetenzen erreicht werden können.

A         Die Überschrift des Textes wird gezeigt (àInteresse wecken). Welche Erwartungen kommen auf, was für ein Text erwartet die Schüler?

B         Erstlektüre (Vorlesen (lassen) oder /dann Schüler selbst still lesen lassen).

Leseeindrücke sammeln (Was ist das besondere an dem Text? Wo irritiert er? Welche Reaktion ruft er hervor? Wurden die Erwartungen erfüllt?…): Den Schülern wird die Möglichkeit gegeben, sich zum Text zu äußern. Verständnisfragen können geklärt werden.

C         Fragen zur äußeren Form, dem Inhalt und den Charakteren fordern ein erneutes (abschnittsweises), genaues Lesen des Textes. Dies kann in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit stattfinden; je nach Klasse wird eine Sozialform vorteilhafter sein als eine andere.

Partner- und Gruppenarbeiten ermöglichen einen frühen Austausch der Schüler, der sehr fruchtbar sein kann. Um die Sozialformen zu kombinieren und ein kooperatives Lernen zu ermöglichen, könnte die Methode des Think-Pair-Share eingesetzt werden. Auch ein literarisches Unterrichtsgespräch wäre bei entsprechender Stundenlänge (90min) denkbar.



6.                  Arbeitsanweisungen und erwartete Ergebnisse

Bei der Erstellung von Arbeitsaufträgen sollten nach Lösener (2010)[6] folgende .....

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Die Schüler umschreiben den parabolischen Charakter der Erzählung (der Begriff der Parabel ist womöglich noch nicht bekannt, aber die Schüler merken, dass er Text, ähnlich einer Fabel, etwas unter der Oberfläche vermittelt). Evtl. kommen schon Beispiele in puncto Gruppenzwang, Anführer-Sein und ähnlichem aus der Lebenswelt der Schüler. Ist dies der Fall kann direkt zu den Motiven im Text übergeleitet werden, ansonsten kann die Frage nach diesen extra gestellt werden, etwa: Könnt ihr bestimmte Motive im Text ausfindig machen? An welchen Stellen treten sie auf? Die Schüler sollten in der Lage sein, Textstellen, die Kleider- und Standesattribute, Macht und Unterordnung, Rolle und Status, Rang und Gehorsam betreffen zu finden.

Spätestens jetzt wird der Lebensbezug des Textes klar. Die Schüler gebrauchen verschiedene Lesekompetenzen (s.o.), die Alterität des Textes wird erfahrbar, die Schüler können ihre Texterfahrungen artikulieren und werden durch ihre Lebenswelt betreffende Themen motiviert. Während des Unterrichtsgesprächs wird ein Mentales Modell vom Text entwickelt und graphisch festgehalten.

Zweiter Arbeitsauftrag/ Hausaufgabe:

Der Bär erzählt seiner erzürnten und gleichzeitig erstaunten Frau am nächsten Morgen ausgenüchtert von seinem Erlebnis. Verfasse einen Dialog.

Erwartetes Ergebnis: Die Rollenzuschreibung der Förster an den Bären wird reflektiert. Die Förster werden als Typus mit bestimmten Attributen dargestellt. Ob der Bär seine wirkliche Identität verloren hat, wird thematisiert. Sprache und Stil der Erzählung werden eingehalten.

Bei dieser Aufgabe können die Schüler zeigen, ob sie die Grundmuster des Textes verstanden haben und selbst umsetzen können. Durch die vorhergegangene genaue Beschäftigung mit den im Text enthaltenen Motiven, sollte die Kreativ-Aufgabe auch von Schülern angemessen bewältigt werden können, die sonst eher Schwierigkeiten mit dieser Art von Arbeitsauftrag haben.

Die Kompetenzen im Umgang mit literarischen Texten werden gefördert und durch die Besprechung der Aufgaben evaluiert.


7.                  Anhang

7.1  Text: Der Bär auf dem Försterball


Der Bär schwankte durch den Wald, es war übrigens Winter, er ging zum Maskenfest. Er war von der besten Laune. Er hatte schon ein paar Kübel Bärenschnaps getrunken, - den mischt man aus Honig, Wodka und vielen schwierigen Gewürzen.

Des Bären Maske war sehr komisch. Er trug einen grünen Rock, fabelhafte Stiefel und eine Flinte auf der Schulter, ihr merkt schon, er ging als Förster. Da kam ihm, quer über den knarrenden Schnee, einer entgegen: auch im grünen Rock, auch mit fabelhaften Stiefeln und auch die Flinte geschultert. Ihr merkt schon, das war der Förster. Der Förster sagte mit einer tiefen Bassstimme: "Gute Nacht, Herr Kollege, auc.....

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