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Health and Human Development

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FH Rosenheim

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Methoden der empirischen Sozialforschung 1 Grundlagen empirischer Forschung 1.1 Theorie und Empirie Empirie bezeichnet eine auf Erfahrung beruhende Erkenntnis Aktiver Prozess Eine Theorie ist ein System wissenschaftlic­her Aussagen Stellen gedankliche Betrachtungen dar, die wissenschaftlic­he Aussagen ein einen gemeinsamen Zusammenhang bringen Stellen das Herzstück wissenschaftlic­her Forschung dar Empirische Forschung kann ohne theoretische Annahmen ist nicht möglich, theoretische Forschung kann aber sehr wohl…
Atteslander: Methoden der empirischen Sozialforschung I. Entstehung sozialer Daten (Kapitel 1+2) Kapitel 1: Grundprobleme empirischer Sozialforschung 1.1 Drei Hauptfragen: -> Keine Partei wird ohne pol. Meinungsumfrage­n in den Wahlkampf ziehen, kein Parlament erlässt wichtige Gesetze ohne vorher die Einstellung der Bürger durch Umfragen zu erkunden. Empirische Sozialforschung ist die systematische Erfassung und Deutung sozialer Tatbestände/Ers­che­inungen. (Def.) Hauptfragen für Verbindlichkeit dieser…

Methoden der empirischen Sozialforschung (EMPIH01):


Kapitel 1: Grundlagen empirischer Forschung


  • Empirie bezeichnet eine auf Erfahrung beruhende Erkenntnis.

  • Aus dem griechischen empeiria – Erfahrung, Kenntnis, Übung, mit peira/peire – Versuch, Probe

  • Erfahrung als aktiver Prozess, wobei unter Empirie Erkenntnisse verstanden werden, die auf systematisch erworbenen Erfahrungen beruhen


  • Theorie ist ein System wissenschaftlicher Aussagen.

  • Aus dem griechischen theorein- anschauen, betrachten

  • Gedankliche Betrachtungen, die wissenschaftliche Aussagen in einen gemeinsamen Zusammenhang bringen.

Es gibt rein theoretische Forschungen (Logik als Zweig der Philosophie), aber keine rein empirische Forschung, die ohne Theorie auskommt.

  • Empirische Forschung ohne theoretischen Annahmen ist nicht möglich, theoretische Forschung kann aber sehr wohl ohne Empirie auskommen.

Theorie kommt im Alltag oft schlecht weg, z.B. Ärztin die Medikament verschreibt, entscheidet auf Grundlage einer Theorie über Erkrankung des Patienten und auf Grundlage von Hypothesen über die Wirksamkeit ihrer Behandlung.; Stationsleiter wendet psychologische Theorien an, wenn er Aufgaben unter Mitarbeitern verteilt.

  • Sind subjektive Theorien (Alltagstheorien) oft nicht ausformuliert, Betroffenen nicht bewusst und nicht auf logische Konsistenz hin überprüft

Wissenschaftliche Theorie dagegen erfordert, dass:

  • Sie klar und eindeutig formuliert ist

  • Sie die in ihr verwendeten Begriffe einheitlich definiert,

  • Die Begriffe untereinander in einem logischen Verhältnis stehen,

  • Sie über einen Einzelfall bzw. ein singuläres Ereignis hinausgehen d.h Allgemeingültig sind

  • Sie als empirische Theorie prinzipiell durch Erfahrung bestätigt bzw. widerlegt werden können muss, um Gültigkeit beanspruchen zu können

Theorien sind in diesem Sinne Abbilder der Welt. Vorteil wissenschaftlicher Theorien liegt darin, dass überprüft werden kann ob bzw. inwieweit und unter welchen Bedingungen sie in der Lage sind, diese Abbildfunktion zu erfüllen. Wissenschaftliche Theorie sollte mit möglichst vielen Beobachtungen im Einklang stehen, sonst muss sie verändert oder verworfen werden.

Alltagstheorien dagegen keinen strengeren Überprüfungen unterzogen (Stationsleiter wird Theorien über seine Mitarbeiter erst ändern müssen, wenn MA mit ihren Aufgaben nicht zurechtkommen.

  • Theorien umso besser, je mehr sie sich in der Praxis bewähren- gilt für Alltagstheorien, aber auch wissenschaftliche Theorien.

Wissenschaftliche Theorie, die bestimmte Begriffe verwendet, muss sie klar und eindeutig definieren – wie z.B „Mein Kind ist krank“ (Wann Kind? Was wird unter krank verstanden?). Wissenschaften benötigen diese sogenannten nominalen Definitionen. Sie bestimmen den Gebrauch der Begriffe und haben damit auch eine sprachökonomische Funktion. Wenn WIWI- Wissenschaftlerin von „Nutzwert“ spricht, muss sie ihren Kolleginnen nicht immer wieder dazugehörige Definition nennen.

Begriff gehört zum Sprachrepertoire der WIWI, über den Einigkeit erzielt wurde. Jede neue Generation von Studierenden muss sich diese Definitionen aneignen.

  • Nominale Definitionen sind sprachliche Umschreibungen eines Begriffs.

  • Sagen noch nicht über Wahrheitsgehalt eines Begriffs

  • Z.B Seele kann definiert werden, ohne davon ausgehen zu müssen, dass es eine Seele gibt.

  • Wenn sie einen theoretischen Begriff über Art und Weise definieren, wie er erfasst (gemessen) wird, handelt es sich um eine operationale Definition.

  • Oft Ausdruck unzureichender theoretischer Auseinandersetzung und sollten vermieden werden

Wissenschaftliche Definitionen müssen bedeutsam sein und gemeinten Sachverhalt klar kennzeichnen. Können nicht per se wahr oder falsch sein- das können sie erst dann werden, wenn sie Zusammenhänge mit empirischen Sachverhalten herstellen, z.B in Form einer Theorie einer einzelnen Hypothe.....[read full text]

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  • Stetige, d.h. kontinuierliche Variablen weisen in jedem Intervall theoretisch unendlich viele Merkmalsausprägungen auf (Alter einer Person)

  • Diskrete, d.h. diskontinuierliche Variablen, nur begrenzte Anzahl von Ausprägungen auf (Geschlecht, Schulklassenstufen); Kategorien können natürlich vorliegen (Anzahl Geschwister) oder künstlich erzeugt werden (Zuordnung Personen zu Altersstufen)

  • Dichotom = 2 Abstufungen

  • Polytom = mehrere Abstufungen


  • Qualitative Variablen können verbal beschrieben werden


Manifeste versus latente Variablen:

  • Manifeste Variable ist direkt beobachtbar, z.B. Gewicht

  • Latente, nur indirekt über beobachtete manifeste Variablen erschlossen werden kann, z.B. Depressivität.

Latenten Variablen müssen theoretische Konstrukte zugrunde liegen, die mit manifesten Variablen (Symptome einer depressiven Erkrankung) nur indirekt erfasst werden können.


  • Hypothesen, Theorien, Gesetze:

  • Eine wissenschaftliche Hypothese ist eine Aussage in der Bedingungsform. Sie ist wohlerwogen, theoretisch begründet, empirisch nahe liegend, aber nicht allseitig gesicherte Erklärung. Sie formulieren Beziehungen zwischen 2 oder mehreren Variablen.

  • Inhaltliche Hypothese z.B.: je besser die Qualität der medizinischen Behandlung ist, umso größer ist die Zufriedenheit des Patienten. ODER: Ältere Patienten weisen gegenüber jüngeren eine höhere Patientenzufriedenheit auf.

Um diese Hypothesen empirisch überprüfbar zu machen, müssen die in ihr verwendeten Begriffe operationalisiert, also konkretisiert werden.

  • Dann können diese inhaltlichen Hypothesen in statistische Hypothesen übersetzt werden:

  • Begriffe älter und jünger über Altersgrenze definieren-

alt = 65J und älter

jung = jünger als 65J

Patientenzufriedenheit über Fragebogen ZUF-8

  • Der Mittelwert der Patientenzufriedenheitsskala ZUF-8 ist bei den älteren Patienten (Alter ≥ 65J ) signifikant höher als bei den jüngeren Patienten (< 65J)

Meist reicht eine einzige Variable nicht aus, die Ausprägungen einer abhängigen Variable zu erklären


  • Theorien fassen verschieden Hypothesen in ein erklärendes Netzwerk zusammen. Sie sollten möglichst alle relevanten erklärenden und moderierenden Variablen umfassen und auch die relative Bedeutung der einzelnen unabhängigen Variablen bestimmen.

Eine Theorie über den Unterschied zwischen älteren und jüngeren Patienten in Bezug auf die Zufriedenheit, sollte nach Erklärungen für den gefundenen Zusammenhang suchen. Möglicherweise kann der Unterschied zwischen den älteren und jüngeren Patienten über unterschiedliche Erwartungshaltung bzw. Anspruchsniveaus erklärt werden. Diese neue Variable sollte Teil einer Theorie über Patientenzufriedenheit sein.

Aus dem vermuteten Zusammenhang sollte inhaltliche Hypothese abgeleitet und empi.....

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  • Analyse als sich wiederholender (iterativer) Prozess: bei quantitativer Studie kann Analyse sehr einfach sein, im besten Fall reicht Darstellung einer Zahl (z.B. Anteil der Privatversicherten unter allen Bürgern der Bundesrepublik)

    Dagegen kommt qualitative Analyse nie ohne mehrfache Prozesse aus (Textmaterial wird gelesen, Kategorien und Codes entwickelt, weiterer Text gelesen, Kategorien und Codes hinzugefügt bzw. modifiziert, Hypothesen formuliert, geprüft, verworfen und angepasst)

    • Sensibilität für soziale Rekonstruktion von Realitäten: qualitative Forschung gekennzeichnet von der Vorannahme, dass unsere soziale Realität konstruiert ist und sich damit prinzipiell der Möglichkeit einer einzig wahren Beschreibung entzieht.

    Annahmen Quantitativ orientierter Forschung stehen dazu nicht im prinzipiellen Widerspruch.

    • Integration des Prinzips der Induktion in den Forschungsprozess: Die Gültigkeit von Theorien lässt sich prinzipiell nicht aus Einzellaussagen (z.B. auf Beobachtungen basierten Sätzen) ableiten. Es kann also nicht zwingend von einer Beobachtung auf eine allgemeine Aussage geschlossen werden (nicht aus Tatsache bisher nur weiße Schwäne gesehen, ableiten, dass alle Schwäne weiß).

  • Der Schluss von einem Beobachtungssatz auf eine allgemeine Aussage kann grob gesprochen als Induktionsschluss verstanden werden.

    Qualitativen Forschung kommt Verdienst zu, dass durch Integration des Prinzips der Induktion (also aus einer Beobachtung eine allgemeine Aussage abzuleiten, der Theorieentwicklung einen eigenen Stellenwert zuzugestehen)

    Theorieentwicklung wird in der quantitativen Forschung vernachlässigt und gilt als vorwissenschaftlich.

    • Exploration und umfassende Theorieentwicklung: qualitative Forschung erkundet ein Forschungsfeld. Darüber hinaus kann sie viele weitere Funktionen parallel oder im Anschluss an quantitative Untersuchungen übernehmen. Insbesondere das Potenzial der Entwicklung von Theorien in komplexen Forschungsumgebungen zeichnet qualitative Forschung aus. Qualitative Theoriebildung ist eher in der Lage, komplexe Zusammenhänge zwischen Wirkfaktoren aufzuzeigen, als die quantitativen Methoden mit den statistischen Modellen leisten können.

    • Einstellungen, Werte, Rolle des Forschers werden expliziert und integriert: Qualitative Forschung hat auch den Vorteil, die Rolle des Forschers und seine Bedeutung für den Forschungsprozess zu thematisieren. Forschung findet nie in wertfreiem Raum statt. Qualitative Forschung ruft Forscher auf, über ihre eigenen Einstellungen, Werte und Rollen zu reflektieren und ihren Einfluss auf die jeweiligen Phasen des Forschungsprozesses zu formulieren (z.B. auf Formulierung der Fragestellung, Auswahl der Methodik, Auswahl der Untersuchungsobjekte, Vorgehen bei der Datenauswertung, Inter.....

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  • Mit qualitativer Forschung wird eine offene, sinnverstehende Forschung bezeichnet

  • Mit quantitativer Forschung wird überprüfende, störende Einflüsse kontrollierende und auf Messung basierte bezeichnet.

  • Aber prinzipielle Unterscheidung nicht möglich und sinnvoll, da verschiedene Aspekte im Forschungsprozess sowohl qualitative als auch quantitative Eigenschaften haben können


    Kapitel 2: Der Forschungsprozess und sein Ausgangspunkt

    • Phasen des Forschungsprozesses: es gibt 4 Forschungsphasen wobei die ersten beiden Phasen der Planung der Studie dienen (konzeptionelle Phasen). Die anderen beiden beschäftigen sich mit der Durchführung bzw. Aufarbeitung der Ergebnisse (Realisierungsphasen).

    1. Phase: rein theoretische geprägte Phase. Hier wird eine wissenschaftliche Arbeit durch ein Forschungsproblem initiiert. Dieses muss zuerst in eine Ausgangsfragestellung übersetzt werden und in Kontext zu vorhandenem theoretischen Wissen gestellt werden sowie ggf. Theorien zur Ausgangsfragestellung entwickelt werden. Auch gilt es Begriffe zu klären bzw. zu definieren, z.B. wäre es an dieser Stelle notwendig zu spezifizieren, was mit dem Begriff „Behandlungsqualität“ gemeint sein soll oder was unter „Patientenzufriedenheit“ verstanden wird.

      Ziel ist die Formulierung der Untersuchungsfragestellung, die den zentralen Ausgangspunkt für alle weiteren Schritte darstellt.

    2. Phase: beschäftigt sich mit der Übersetzung der theoretischen Begriffe in die Welt der Empirie. Die Untersuchungsfragestellung bzw. Hypothese muss empirisch fassbar „messbar“ gemacht werden (Operationalisierung). Es geht va darum die in Phase 1 definierten Begriffe in einer begründeten Art und Weise abzubilden, d.h. messbar zu machen. Zudem muss ein Untersuchungsdesign ausgewählt werden, das in der Lage ist Untersuchungshypothese zu testen.

      Reicht Querschnittstudie aus (Erhebung zu Messzeitpunkt), um festzustellen, ob sich unter den zufriedenen Patienten erhöhter Anteil Patienten mit schlechter Behandlungsqualität befindet? Oder Längsschnittstudie (arbeitet mit mehreren Messzeitpunkten bei einem Befragten), um mögliche Zusammenhänge (= Kausalzusammenhänge) zu identifizieren? In dieser Phase muss auch bestimmt werden, in welcher Form die Daten erhoben werden sollen, z,B. mittels F.....

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    Hier ist das Thema bzw. das Problem in aller Regel mehr oder weniger konkret vorgegeben. Von Forschern initiierte Projekte geben dagegen mehr Freiheitsgrade.

    Im ersten Schritt muss also das Forschungsproblem in Ausgangsfragestellung übersetzt werden. Dazu gehört es das Forschungsproblem zu spezifizieren. Was ist mit dem Problem gemeint? Welche unterschiedlichen Bereiche werden von dem Problem berührt? Auf welche Personen bzw. Personengruppen zielt das Problem? Kann mit der eigenen fachlichen Expertise das Forschungsproblem bearbeitet werden? Welche weitere inhaltliche Fachrichtung bzw.

    Expertise ist möglicherweise nötig?

    Die Konkretisierung des Forschungsproblems ist va in der Auftragsforschung ein wichtiger Schritt. Dient dazu mögliche Missverständnisse zwischen Auftraggeber und Nehmer aufzudecken, sowie Grenzen aufzuzeigen oder weiterführende Fragen und ggf. die Erwartungen zu korrigieren.

    Ausgangsfragestellung muss dann in einzelne, innerhalb der empirischen Studie beantwortbare, Untersuchungsfragestellungen heruntergebrochen werden. So kann komplexe Ausgangsfragestellung („ Was führt zur Zufriedenheit mit dem Krankenhausaufenthalt auf einer chirurgischen bzw. internistischen Station?“) aufgeteilt werden. So soll unter möglichen Einflussfaktoren in einer eigenen Studie die Bedeutung der Behandlungsqualität für Patientenzufriedenheit untersucht werden.

    Formulierung der Untersuchungsfragen sollte vor dem Hintergrund relevanter Theorien zum Untersuchungsgegenstand erfolgen. Im Idealfall sollte sich die Frage aus einer substanziellen, d.h. inhaltlichen Theorie ableiten lassen. Diese Entwicklung von Untersuchungsfragestellungen muss immer mit einer Reflexion relevanter vorliegender Theorien einhergehen. Es kann auch für die Untersuchungsfrage eine eigene Theorie gebildet werden, die entsprechend indirekt selber zum Untersuchungsgegenstand wird.


    Tipp: Untersuchungsfragestellung findet man in der Veröffentlichung meist am Ende des Einleitungsteils, d.h. an der Übergangsstelle zwischen theoretischem Teil und den Methoden, die die Brücke zu den empiri.....

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    Börtz und Döring (2006) unterscheiden 4 Strategien zur Entwicklung von Theorien:

    1. Die theoriebasierte Exploration besteht darin, vorhandene wissenschaftliche und auch Alltagstheorien zu sichten und zu systematisieren. Die Auseinandersetzung mit vorhandenen Theorien sollte Bestandteil der Darstellung des Hintergrunds einer empirischen Studie sein. Entgegen mancher verbreiteter Forschungspraktiken sollte Formulierung des theoretischen Hintergrunds vor jeder empirischen Erhebung und auch vor der Wahl der zu verwendenden Methoden erfolgen.

    2. Die methodenbasierte Exploration. Hier wird dem Umstand Rechnung getragen, dass in empirischen Wissenschaften Methoden und Inhalte immer untrennbar miteinander verwoben sind. Eine bewusste Analyse der Abhängigkeit bestehender Theorien von den verwendeten Methoden kann helfen, ein Forschungsfeld weiterzuführen.

  • Die empirisch- quantitative Exploration. Hier geht es darum, vorhandene Datenquellen zu nutzen, um in Form von Reanalysen (Sekundäranalysen) neue Hypothesen zu entwickeln. Zum Bereich dieser Exploration gehört eine große Zahl veröffentlichter Studien, deren Ziel zu Beginn nicht in der Testung konkreter Hypothesen bestand.

  • Empirisch-qualitative Exploration zur Theoriebildung. Material hierfür liegt insbesondere in Text- oder Bildform in unerschöpflichen Ausmaße vor. Auch die Exploration in Form von zu diesem Zweck durchgeführten Untersuchungen gehört in diesen Bereich.

    Zusammenfassung:

    Ablauf einer empirischen Studie vom Forschungsproblem zur Publikation gliedert sich in 4 Phasen. Ziel der ersten, theoretischen Phase ist die Formulierung einer Untersuchungsfragestellung. Diese wird aus der Ausgangsfragestellung und unter Berücksichtigung vorliegender Theorien abgeleitet. In der 2., zur Planung der Studien zu zählenden Phase geht es darum, die theoretische Untersuchungsfrage „untersuchbar“ zu machen, d.h. empirisch angemessen umzusetzen (Operationalisierung, Auswahl der Untersuchungsdesigns und der Untersuchungseinheiten).

    Die 3. Phase kennzeichnet die eigentliche Durchführung der Untersuchung von der Datenerhebung, der Erfassung und Aufbereitung der Daten bis hin zur Auswertung. In einer letzten Phase erfolgt die Interpretation der Daten und die darauf aufbauenden Schlussfolgerungen für die Ausgangsfragestellung bzw. die Theoriebildung. Charakteristisch für qualitative Studien ist, dass bestimmte Phasen des Forschungsprozesses wiederho.....

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