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Geo Sciences

University, School

Leuphana Universität Lüneburg

Grade, Teacher, Year

2009, Prof. Dr. Pez

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Megacities und Globalcities Strukturen und Probleme urbaner Ballungsräume in der Dritten Welt Inhalt 1. Einleitung. 3 2. Begriffsklärung­. 3 2.1. Metropole. 3 2.2. „Megacity“ 6 2.3. Globalisierung. 7 2.4. „Global City“ 8 3. Historische Dimensionen von Megacities 9 4. Eigenschaften von Megacities: 11 4.1. Demographische Primacy. 12 4.2. „Funktionale Primacy“ 14 4.3. Der informelle Sektor und Megacities 16 5. Probleme von Megastädten in Entwicklungslän­der­n. 18 5.1. Vermögensgefäll­e und gesellschaftlic­he Polarisierung.…
Risikodiskurse im Umweltbereich: Strukturen und Probleme Kötter, Zentralinstitut für Angewandte Ethik und Wissenschaftsko­mmu­nikation der FAU Erlangen-Nürnbe­rg 1 Einleitung Risikodiskurse im Umweltbereich haben Entstehung, Umfang und Vermeidung anthropogener Umweltbelastung­en zum Thema. Sie sind in mehrfacher Hinsicht schwierige Diskurse. So bereitet schon die Erfassung der zugrunde liegenden Sachverhalte Probleme, da sowohl Schäden wie schadensauslöse­nde­ Ereignisse meist nur statistisch erfasst…

Megacities

Strukturen und Probleme Urbaner Ballungsräume in der Dritten Welt

Leuphana Universtät Lüneburg -Kulturgeographie


Inhaltsverzeichnis

·         Einleitung  3

·         Megacities  4

·         Definition und Arten von Megacities  4

·         Die Entwicklung der Megastädte   4

·         Merkmale und Probleme der Megacities in der Dritten Welt  6

·         Funktionale Primacy  7

·         Vermögensgefälle und gesellschaftliche Polarisierung  9

·         Marginalsiedlungen   10

·         Arbeitslosigkeit und informeller Sektor  11

·         Kriminalität und Sicherheit  11

·         Überlastung der Verkehrsinfrastruktur  12

·         Umwelt- und Gesundheitsprobleme   13

·         Lösungsansätze  16

·         Abbau der demographischen und funktionalen Primacy  16

·         Abbau sozialer Disparitäten   17

·         Fazit  19

·         Literaturverzeichnis  21


Einleitung

„Sometimes it takes just one human being to tipp the scales and change the course of history. In the year 2007, that human being will either move to a city or be born in one. Demographers watching urban trends will mark it as the moment when the world entered a new urban millenium, a period in which, for the first time in history, the majority of the world’s people will live in cities.” (United Nations 2006)


Schon in den frühen Phasen menschlicher Zivilisationsgeschichte waren Städte die Keimzellen des Fortschritts. Hier florierten Technik, Kultur und Handel, hier emanzipierte sich das Bürgertum von der Unterdrückung durch die Aristokratie und den Klerus. Mit der Industrialisierung nahm die Urbanisierung neue Ausmaße an.

Dennoch blieb die städtische Lebensform bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein Minderheitsphänomen. Erst in den letzten Jahrzehnten begann das Verhältnis von ruraler und urbaner Lebensweise zu kippen. Berechnungen von Habitat, einer Unterorganisation der UNO, zufolge, leben im Jahr 2007 erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Dieser Wendepunkt markiert den Beginn eines urbanen Millenniums, das Zeitalter der Städte liegt vor uns.

Lange Zeit versuchte man, den Prozess der Landflucht und der Verstädterung aufzuhalten – ohne Erfolg. Inzwischen gehen die Bemühungen dahin, die Urbanisierung so human und nachhaltig wie möglich zu gestalten. Das Hauptaugenmerk von Entwicklungspolitikern und Stadtplanern liegt dabei auf den Megastädten in den Schwellen- und Entwicklungsländern.

Hier leben die meisten Stadtbewohner. Insbesondere die Slums wuchern rasant. Schon heute leben in den Elendsvierteln Mumbais mehr Menschen als in ganz Norwegen – und Tag für Tag werden es mehr. Die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Folgen dieser Bevölkerungsexplosion stellen nicht nur die Regierungen der betroffenen Länder, sondern die gesamte Weltgemeinschaft vor völlig neue Herausforderungen.

In dieser Arbeit sollen die wesentlichen Merkmale und Probleme der Metropolisierung in der sogenannten „Dritten Welt“ dargestellt werden. Zunächst werden die grundlegenden Begriffe erläutert und die Entwicklungsgeschichte der Urbanisierung kurz skizziert. Im dritten Teil geht es dann konkret um einige der wichtigsten Problemfelder der Megacities in den Entwicklungsländern.

Im Anschluss möchte ich mögliche Lösungsansätze, die bereits in die Praxis umgesetzt wurden, diskutieren.

Megacities

Definition und Arten von Megacities

Der Begriff Megacity oder Megastadt bezeichnet die größte Form städtischer Bevölkerungsagglomeration. Ab welcher Einwohnerzahl man von einer Megastadt spricht, darüber gibt es in der Literatur unterschiedliche Auffassungen. Einige Autoren ziehen die Grenze bei fünf Millionen Bewohnern (vgl. Bronger 1996, Bronger 1997), die Vereinten Nationen bei zehn Millionen (vgl. Bronger 1994, S. 13).

Einigkeit herrscht jedoch darin, dass eine Stadt eine hohe Bevölkerungsdichte aufweisen muss, um als Megacity zu gelten. Bronger legte diese auf 2000 Einwohner je Km² fest. Des Weiteren weisen Megastädte eine monozentrische Struktur und eine große (oft unkontrollierte) Flächenausdehnung auf (vgl. Bronger 1996, S. 74). Für einige der größten urbanen Agglomerationen mit mehr als 20 Millionen Menschen erscheint selbst der Begriff Megacity n.....[read full text]

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Bis heute hat kein Entwicklungsland den Verstädterungsgrad der Industrieländer erreicht (am nächstem kommen dem die Länder Lateinamerikas, vgl. Bronger 1997, S. 40). Im Innenstadtbereich weisen die Megacities der Dritten Welt eine wesentlich höhere Einwohnerdichte als die Megastädte der Industrienationen auf. Mittlerweile kommt es aber auch hier (wie schon in den Metropolen der Ersten Welt zuvor) zu Suburbanisierungsprozessen (vgl. Bronger 1996, S. 48).

Bronger konstatiert, dass es mittlerweile bei der Wachstumsentwicklung der Megastädte keine wesentlichen Unterschiede mehr zwischen den Ländern der Ersten und der Dritten Welt gibt. Ihm zufolge lässt weder der Anteil der Megastadtbevölkerung an der Gesamtbevölkerung eines Landes noch die demographische Primacy (das Einwohnerzahlenverhältnis zur nächst größeren Stadt) eine eindeutige Zuordnung in eine der beiden Welten zu (vgl. Bronger 1997, S. 38ff).

Daraus folgt, dass es inzwischen anderer Kriterien als allein demografischer Indikatoren bedarf, um Megacities in Schwellen- und Entwicklungsländern zu charakterisieren.


Merkmale und Probleme der Megacities in der Dritten Welt

Wie bereits im ersten Kapitel dargestellt, war die massive Binnenwanderung hin zu den großen Metropolen in den Entwicklungsländern (insbesondere zwischen 1940 und 1980) um ein vielfaches intensiver als in den Industrienationen. Sechsstellige Zuwachsraten mit mehr als 200.000 Zuwanderern pro Jahr waren in den Megacities der Dritten Welt keine Seltenheit (vgl. Bronger 2004, S. 48f).

Diesem enormen  Massenzustrom waren die Städte nicht gewachsen. Die Bevölkerungsexplosion führte zu einer ganzen Reihe von Problemen, von denen einige der wichtigsten im Folgenden erläutert werden sollen.



Funktionale Primacy

Die funktionale Primacy bezeichnet die zusätzlich zur Bevölkerungskonzentration (demografische Primacy) ausgeprägte Dominanz der Megastädte in sämtlichen Lebensbereichen. Mit Ausnahme der Landwirtschaft konzentrieren sich alle wirtschaftlichen, sozialen, administrativen und kulturellen Funktionen, Einrichtungen und Aktivitäten in der Metropole (vgl. Bronger 2004, S. 13).

Ein Indikator für die Dichte der sozialen Versorgung ist beispielsweise die Zahl der Krankenhausbetten relativ zur Einwohnerzahl. Die Zahl der Telefon- bzw. Internetanschlüsse pro Einwohner gibt Aufschluss über die infrastrukturelle Erschließung einer Siedlung. Eine wirtschaftliche Primatstellung lässt sich zum Beispiel am BIP pro Kopf oder dem Einkommenssteueraufkommen erkennen.

Die Industrienationen weisen im Allgemeinen eine geringere Primatstellung der Metropolregionen auf: es gibt keinen großen Versorgungsunterschied zwischen urbanem und ländlichem Raum. In den Entwicklungsländern hingegen ist die herausragende Bedeutung der Megastädte in allen Lebensbereichen überaus deutlich. Bronger sieht in der funktionalen Primatstellung einen zuverlässigen Indikator für den Entwicklungsstand eines Landes:

„Die funktionale Primacy bezeichnet den entscheidenden Unterschied zwischen den Metropolen der Industrie- und der Entwicklungsländer: Bezogen auf den Entwicklungsstand des betreffenden Landes wird die Dominanz der funktionalen Hegemonialstellung der Entwicklungsländer-Metropolen von keiner der Metropolen in den Industrieländern erreicht“ (Bronger 2004, S. 90).

Gestützt wird diese These unter anderem durch das Fallbeispiel Seoul in Südkorea: gehörte das Land noch vor 40 Jahren zu den „least developed countries“ (mit einem BSP pro Kopf von 75 US$), so schaffte es innerhalb nur einer Generation den Sprung zum jungen Industrieland (vgl. Bronger 2004, S. 95). Die Zahlen zur Entwicklung der wirtschaftlichen Primacy in Seoul (Abbildung 2) belegen diese .....

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Schichten mit mittleren Einkommen „zerreiben“ sich zugunsten der Schichten mit sehr hohen oder sehr niedrigen Einkommen (vgl. Bronger 1996, S. 79). Die daraus resultierende Segregation, also die Trennung armer und reicher Bevölkerungsschichten, gibt es zwar auch in den Industrienationen. Weder in der Ersten noch in der Dritten Welt bedeutet wirtschaftliches Wachstum unbedingt Wohlstand für alle.

Aber in den Metropolen der Entwicklungsländer treten die Unterschiede am deutlichsten zu Tage.

Abbildung 3: Ausmaß der innerurbanen Disparitäten New York City - Munizip Rio de Janeiro (Quelle: Bronger 2004, S. 194)

Am stärksten ausgeprägt wiederum sind die Einkommensunterschiede in Afrika und Lateinamerika, bezeichnenderweise die jeweils am wenigsten und am meisten urbanisierten Kontinente der Erde (vgl. United Nations 2006, S. 11).


Marginalsiedlungen

Während sich die reichen Bevölkerungsschichten in den Metropolen der Entwicklungsländer meist in sogenannten „gated communities“ abschotten, leben die Armen in wuchernden Elendsquartieren der Megacities. Favelas, Shanty Towns, Marginalsiedlungen – es existieren viele Begriffe für die Siedlungen der unteren Bevölkerungsschichten.

Die UNO definiert einen Slum anhand folgender Merkmale (vgl. United Nations 2006, S. 19):

  • Fehlende dauerhafte Behausung
  • Mangel an ausreichendem Lebensraum
  • Kein ausreichender Zugang zu sauberem Trinkwasser
  • Mangelhafte sanitäre Einrichtungen
  • Unsichere Besitzverhältnisse


Jeder Dritte Bürger einer Stadt lebt heute in einem Slum. Das sind weltweit fast eine Milliarde Menschen. Die große Mehrheit der Marginalsiedlungen – über 90 Prozent – befindet sich in den Entwicklungsländern (vgl. United Nations 2006, S. 11). Aber die Slums befinden sich nicht, wie oft angenommen wird, ausschließlich in den Randgebieten der Städte.

Gerade für die Bewohner der Marginalsiedlungen ist die räumliche Nähe zum wirtschaftlichen Zentrum der Stadt lebenswichtig, da ein Leben in den Außenbezirken zusätzliche Transportkosten bedeuten würde. Diese können sich die Bewohner der Elendsviertel aber meist nicht leisten. Daher konzentrieren sich die Slums auch in den Kernstädten. Allerdings konkurrieren die Elendsviertel im ohnehin hochverdichteten Innenstadtbereich mit Unternehmen, Investoren .....

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Hinzuverdienst darstellt, gilt der informelle Sektor als Überlebensökonomie, allerdings ohne soziale Absicherung (vgl. Bronger 2004, S. 14). In Lateinamerika und der Karibik beispielsweise entstehen 7 von 10 neuen Jobs in urbanen Lebensräumen in diesem informellen Sektor (vgl. United Nations 2006, S. 9).


Kriminalität und Sicherheit

Weltweit sind die Bewohner von Städten einer höheren Kriminalität ausgesetzt als die Bevölkerung in ländlichen Regionen. Etwa 60 Prozent der Stadtbevölkerung Europas und Nordamerikas und 70 Prozent in Lateinamerika und Afrika sind in den letzten fünf Jahren Opfer eines Verbrechens geworden (vgl. United Nations 2006, S. 142).

Insbesondere die Elendsviertel in den Metropolen der armen Länder gelten vielen als Hort des Verbrechens, als rechtsfreie Räume in denen man seines Lebens nicht sicher sein kann. In vielen (aber nicht allen) Fällen jedoch sind solche Einschätzungen stark übertrieben (vgl. United Nations 2003, S. 76). Armut wird oft als unmittelbare Ursache für Gewalt und Verbrechen angesehen.

Allerdings sind es vielmehr die ungleiche Verteilung knapper Ressourcen und schwache Kontrollen, die die Kriminalität begünstigen (vgl. United Nations 2006, S. 143). Die Arbeits- und Perspektivlosigkeit, besonders unter den Jugendlichen in den Slums, die Traumatisierung durch Bürgerkriege, der Reichtum der Oberschicht hinter den Zäunen der „gated communities“ greifbar – diese Realität führt in vielen Metropolen der Schwellen- und Entwicklungsländer zu erhöhter Kriminalität und Gewaltbereitschaft (vgl. ebd., S. 146).


Kriminalität in den Städten betrifft jedoch die Ärmsten Stadtbewohner am stärksten. Zum einen  sind sie oft nicht in der Lage, sich vor Verbrechen zu schützen, zum anderen fehlen meist die finanziellen Mittel, um erlittene Schäden auszugleichen. Der Diebstahl eines Fahrrads, mit dem man zur Arbeit fährt und das man nicht ersetzen kann, führt zwangsläufig zu einer Verschlimmerung der ohnehin schon prekären Lebenssituation.

Dementsprechend bezeichnen die Bewohner der Elendsviertel Nairobis, Johannesburgs oder anderer Städte Sicherheit als eines der Hauptprobleme – genauso wichtig wie Hunger, Arbeitslosigkeit und Mangel an sauberem Trinkwasser (vgl. Unit.....

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Bis 2004 gab es auf dem gesamten afrikanischen Kontinent nur 62 km Metrolinien (vgl. ebd.).


Umwelt- und Gesundheitsprobleme

Luftverschmutzung

Hoffnungslos überlastete öffentliche Massentransportmittel lassen den Menschen in den Riesenstädten oft nur PKW oder Moped als Transportmöglichkeit. Gerade in den Entwicklungsländern sind diese zudem in einem schlechten technischen Zustand und verursachen hohe Schadstoffemissionen. Aber nicht nur Millionen von Autos verschmutzen die Luft.

Auch oft veraltete Industrieanlagen schleudern Tonnen von Feinstaub, Giften und Treibhausgasen in die Atmosphäre. Besonders schlimm ist die Verschmutzung in den Großstädten Chinas. 16 der 20 Städte mit der weltweit höchsten Luftverschmutzung liegen in dem aufstrebendem Schwellenland, das zudem hinter den USA der zweitgrößte CO2 -Produzent der Erde ist (vgl. United Nations 2006, S. 131).


Wasserversorgung

Der Zugang zu sauberem Wasser hat sich laut statistischen Untersuchungen der UNO in den letzten Jahren merklich verbessert. Inzwischen haben 83 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zu Trinkwasser (1990 waren es 77 Prozent, vgl. United Nations 2006, S. 74). Aber die Wasserversorgung ist noch immer stark unterschiedlich – nicht nur zwischen den armen und reichen Ländern dieser Erde.

Auch zwischen ländlichen und städtischen Gebieten herrscht ein hohes Gefälle: während in den Städten mittlerweile 95 Prozent der Bewohner Zugang zu Wasser haben, sind es auf dem Land nur 72 Prozent (vgl. ebd.). Diese Zahlen relativieren sich jedoch in den meisten Entwicklungsländern, wenn man die Qualität des Wassers und den nötigen Aufwand der Wasserversorgung mit einbezieht.


Abbildung 4: Die Zahlen für den Zugang zu Wasser sinken dramatisch, wenn Aufwand und Qualität mit einbezogen werden, Bsp. Addis Ababa (Quelle: Uni.....

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Dort leben unzählige Menschen buchstäblich im Müll, der ihr Grundwasser vergiftet und der Luft zum Atmen noch weiter verpestet (vgl. ebd., S. 132).


Gesundheitsprobleme

Führt man sich das Ausmaß der Umweltverschmutzung und die teilweise katastrophalen Lebensbedingungen besonders in den Slums der Megacities vor Auge, so scheinen zahlreiche gesundheitliche Schäden die direkte und unausweichliche Folge der Armut zu sein. Lungenentzündungen und Durchfallerkrankungen, meist verursacht durch verseuchte Nahrung und Luftverschmutzung, fordern gerade unter älteren Menschen und Kindern viele Todesopfer.

Schätzungen zu Folge sterben allein an diesen beiden Krankheiten jedes Jahr über zwei Millionen Kinder in den Entwicklungsländern (vgl. United Nations 2006, S. 111). Insgesamt ist die Kindersterblichkeit in der Dritten Welt etwa 10 mal so hoch wie in den Industriestaaten. Auch die HIV-Pandemie betrifft die Slum-Bewohner der Megacities am stärksten. In Schwarzafrika leben etwa 60 Prozent der Bevölkerung mit dem HI-Virus – mehr als 25 Millionen Menschen.

Dieses enorme Ausmaß der AIDS-Krankheit bedroht inzwischen die Stabilität ganzer Volkswirtschaften, da die Sterblichkeit insbesondere unter den Leistungsträgern der Gesellschaft (Menschen zwischen 18 und 49 Jahren) besonders hoch ist (vgl. ebd., S. 119).  Verstärkt werden diese massiven Gesundheitsschäden noch durch ein unzureichendes Gesundheitssystem in den Städten.

Auch hier lassen sich starke Disparitäten zwischen Arm und Reich feststellen: während beispielsweise in Mumbai die wohlhabenderen Einwohner in der Kernstadt relativ gut medizinisch versorgt sind, gibt es für die Unterschicht in den suburbanen Zonen kaum Krankenhausbetten (siehe Abbildung 5).

Abbildung 5: Krankenhausbetten je 100 Einwohner in Mumbai 1971-2000 (Quel.....

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