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Literature

University, School

Universität Regensburg

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Jahr 2006

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Mediengeschicht­e Mitschrift Skript 1 – Medien in der 1. Republik Ergänzung Unterhaltungs-, Bildungs-, und Kulturinstrumen­te:­ Film und Radio Kino: erste Art von Fernsehen → etwas dass sich in der Ferne abspielt selbst authentisch zu sehen → spielt in Imperialismus, Kolonialismus, erste Globalisierungs­pha­se 1911 Erste Nationalratswah­len­: Auch Frauen dürfen wählen → Sozialdemokrate­n und Christlichsozia­le bilden Koalition → trotzdem Demonstrationen von Wählern →…
Coco Chanel Jugend Coco Chanel verließ das Weisenhaus des katholischen Klosters Aubauzine im Alter von 16 Jahren . Im Weisenhaus erlernte sie den Beruf als Näherin . Danach hatte Chanel Unterricht im Persionat Norte-Dame der Stiftsdamen von Saint Augustin im Moulis am Allier. In Paris fing Coco Chanel an in Nachtclubs als Sängerin und Tänzerin aufzutreten. Sie trat als Sängerin zusammen mit ihrer Schwester Adrienne im „Rotonde“ im Moulis auf. Durch ihren Nebenberuf als Tänzerin und Sängerin erhielt sie ihren Bühnennamen: “Coco“.…

Universität Regensburg 18. Juli 2006

Institut für Romanistik

Sommersemester 2006

HS Intermediales Erzählen in der spanischen Gegenwartsliteratur

Kursleiter: PD Dr. Christian von Tschilschke

Referentin:


Mediengeschichte und Medienreflexion in Julio Llamazares

      1. Escenas de cine mudo


  1. I. Fotografie


Kurzer Überblick über die Fotografie:

  • 1727: Der deutsche Arzt Johann Schulze entdeckt die Wirkung des Sonnenlichts auf Silbersalze

  • 1802: Thomas Wedgwood gelingt die Herstellung von Bildern auf Glas, allerdings noch ohne Fixierung

    • Bilder aus der Realität können mit künstlichen und technischen Mitteln geschaffen werden

  • 1827: Nièpce gelingt ein dauerhafter Abdruck eines Bildes aus einer Camera obscura

  • 1839: Daguerre gelingt die Fixierung von Bildern aus der Realität (Daguerreotypie), aber noch eine Reproduktion möglich -> jedes Bild ein Unikat

  • 1839: Henry Fox Talbot gelingt erstmals die Reproduktion

  • Bereits vor der Wende zum 20. Jahrhundert wird das Fotografieren zur Massenbeschäftigung: George Eastman trennt mechanischen Vorgang des Fotografierens von den chemischen Vorgängen und macht somit das Fotografieren für jedermann möglich. Er stellt auch einen Entwicklungsservice für Kunden zur Verfügung

Sehr früh beobachtbare Bemühung um die Farbfotografie:

  • Experimente zur Farbfotografie werden sehr früh durchgeführt

  • 1861: Der britische Physiker Maxwell präsentiert die erste Farbfotografie

  • 1873: Vogel legt die Basis für die moderne Kleinbildfarbfotografie und den Farbfilm

  • 1930: Einführung der Farbfotografie

  • 1935: Kodak entwickelt Kodacolor-Film

  • 1936: Deutsches Pendant Agfacolor wird entwickelt

    • Farbfilm ersetzt schwarz-weiß Fotografie

    • Maximale Realitätsannäherung durch Einführung der Farbfotografie

  • Die sehr früh beobachtbare Bemühung um die Farbfotografie entspricht der grundsätzlichen Tendenz, die Bilder aus der Realität trotz aller technischen und chemischen Prozesse so realistisch wie möglich zu gewinnen

  • Farben aber anfangs sehr unnatürlich und keinesfalls realitätsnah, was auf dem Weg zur Popularität allerdings kein Hindernis darstellt

    • Farbe verbinden die Menschen mit Realität, egal wie unecht die Farbe zu sein scheint. Dies lässt sich auch beim Stummfilm (Echtzeitstörungen) und beim Fernsehen beobachten. Hauptsache Farbe.


Mediengeschichte und Medienreflexion in Escenas de cine mudo:

  • Kapitel 2 Retrato de un fantasma: Alter Fotograf macht Fotos von den Schülern: „Se ganaba la vida visitando las escuelas y haciendo fotografías que luego pintaba a mano” (S.27) -> Fotograf macht schwarz-weiß Fotos, die er dann jedoch selbst bemalt. Fotos kommen ein paar Tage später mit der Post.

  • 15. Kapitel: La vida en blanco y negro: Erstes echtes Farbfoto in den 60er Jahren etwa zwischen 1963 und 1969, keine genaue Zeitangabe

    • 60er Jahre also relativ spät für Farbfotografie (normal ab 30er Jahre), war allerdings teuerer als schwarz-weiß und daher vermute ich sind viele Bilder von Julio schwarz-weiß

  • Julio ist kein Anhänger der Farbfotografie: „ [ .] prefiero el blanco y negro de aquella época a las fotografías en color. Se parece más al pasado y, en caso de Olleros, es el único capaz de recordar.”(S.124)

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Für Julio ist schwarz-weiß gleich Vergangenheit, zudem verbindet er es mit Olleros: Olleros („[ .] un sitio en el que la vida transcurría solamente en blanco y negro.“ (S.121) auch schwarz weiß wegen der Kohle (schwarz) und dem Schnee im Winter (weiß) und den Sonnendächern im Sommer (weiß). (S.122) (in 15. La vida en blanco y negro)

  • Für Julio ist Farbe vom Lichteinfall abhängig und dadurch veränderlich. Daher ist sie für ihn nicht ausdrucksstark. Er bevorzugt schwarz-weiß, welche in ihrem Farbton nicht verfälscht werden können. Für ihn wird durch Farbe nichts realistischer.

  • [ .] la fotografía se ha revelado más eficaz que la pintura o que la novela.”(S.127): generelle Einschätzungsschwierigkeiten und Fragen, ob die Erfindung der Fotografie wichtiger sei als die des Buchdrucks

  • Die Fotografie als Medium der Rettung von Wirklichkeit oder aber als Medium der chemischen Auflösung von Wirklichkeit bis heute vieldiskutiert.

Julio: Fotografie und Erinnerungen stellen nicht die Welt dar, wie sie gewesen ist, sondern halten einen bestimmten Moment fest. Sie lässt einen Moment erneut erleben, der längst vergangen ist und holt die Erinnerung an diesen Moment zurück.

  • Ein Fotograf hält auch den Moment fotografisch fest, an dem sein Bruder, als Julio 8 Jahre alt ist, von Olleros zum Studieren nach Madrid geht

    • Die „normalen“ Menschen halten im Gegensatz zu professionellen Fotografen nur wichtige Momente im Leben fotografisch fest und nicht den Alltag

  • Julio: Die authentischsten Bilder sind die unwichtigsten, also Bilder aus dem Alltag. Die Fotografien spiegeln ihre Zeit besser wieder als sämtliche Literatur und Geschichte dieser Epoche.(S.127) Genauso dachten die ersten Fotografen wie der Franzose Henri Cartier-Bresson. FOLIE

  • Jean Baudrillard (französischer Philosoph und Soziologe): Das Schweigen der Fotos. Eines seiner wertvollsten Eigenschaften, im Unterschied zum Film und zum Fernsehen, denen man immer das Schweigen aufzwingen muss, ohne dass es gelingt. Das Schweigen des Fotos, das keinen Kommentar braucht (oder bräuchte!) (Hörisch 2001, S.233)

  • In Julio löst jedes Foto Erinnerungen in ihm aus. Folglich verknüpft er die jede einzelne Fotografie mit Erinnerungen und diese wiederum mit der Vergangenheit. Hierdurch wird klar, dass Julio die Schwarzweißfotografie bevorzugt: Schwarz und weiß stehen für die Vergangenheit und bringen ihm so die Vergangenheit näher!


      1. II. Rundfunk


    1. Kurzer Überblick über den Rundfunk:

    • Militärischer Funk als Grundlage des Rundfunks

    • 1918: Die Deutsche Post schafft sich eine Reichsrundfunkkommission, deren Aufgabe es ist einen staatlichen Rundfunk aufzubauen.

    • 23.10.1923: Erste Radiosendung in Deutschland durch den Sender Königswusterhausen (im Süden von Berlin)

    • Der Empfang war sowohl genehmigungs- als auch gebührenpflichtig: Pro Monat kassierte die Post von den registrierten Nutzern zwei Reichsmark.

    • Ziviler Rundfunk in den USA seit 1921, in GB seit 1922 (BBC)

    • Autoradio in den USA schon ab 1932

    • Propaganda, starke politische Abhängigkeit

  • Sommer 1950: mehrere Rundfunksender schließen sich zur ARD (Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten) zusammen

    • politische Unabhängigkeit als wichtigstes Merkmal

  • Nachkriegszeit: „Das wichtigste Medium jener Jahre war unbestritten das Radio.“ (Höning 2001, S.336)

  • Das Fernsehen manövriert das Radio vom Leitmedium zum Begleitmedium, das beim Kochen oder Autofahren eingeschaltet ist.

  • Radio als erstes elektronisches Massenmedium auch heute noch ein Massenmedium, aber „eins, das Hintergrundgeräusch produziert.“ (Hörisch S.338)


    2. Mediengeschichte und Medienreflexion in Escenas de cine mudo:

  • Aquí Radio Intercontinental, Madrid. Son las nueve de la noche.

    Von 9 bis 12 Uhr nachts wird täglich, sogar beim Abendessen, Radio gehört.

    Son las doce de la noche. Noticias en Radio Nacional de Espana.

    • El murmullo de la radio acompaña, pues, como una banda sonora, el recuerdo de las noches de mi infancia.” (S.67)

      • Radio als Routine, als alltäglicher Begleiter

    • Una banda sonora cuajada de interferencias y de sonidos lejanos” (Aquí Radio Intercontinental, Madrid . Ici Radio France, Paris . Aquí Radio León, emisora decana de la… Aquí Radio Andorra, emisora del Principado de Andorra…) (S.67)

    • Yo la escuchaba mientras cenaba o, mientras me dormía, desde la cama e imaginaba cómo serían los países y las ciudades desde los que llegaban aquellas voces que cada noche venían a acompañarnos. Pensaba que aquellas voces no eran reales, o por lo menos no como la mía, pues siempre decían lo mismo y sonaban casi iguales, pero a mí eso, entonces, no me importaba.”(S.68)

  • Una noche, sin embargo, una noticia vino a romper la rutina de la radio y de mi casa. Recuerdo aún que estábamos cenando. De repente, la música se interrumpió y una voz grave annunció escuetamente, tras la correspondiente senal de alarma, que el presidente de los Estados Unidos había sido asesinado.” (S.68)

  • En la radio volvió a sonar la música y mi padre [ .] empezó a buscar otra emisora que estuviera dando noticias de lo que había pasado. En seguida la encontró. Era una emisora extrana. Decía, entre continuas interferencias, que hacía sólo unos minutos, en la ciudad de Dallas, alguien había disparado contra el presidente Kennedy mientras éste desfilaba por las calles en un coche descubierto, matándolo en el acto. [ .] la voz volvió a callarse.

    • Information durch das Radio

  • Un día – ya no recuerdo cuándo -, llegó la televisión y la radio pasó a un segundo plano. Seguía en el mismo sitio, en la reprisa de la pared, entre la foto del Papa y el calendario, pero ya sólo se oía a la hora de comer y en esas horas muertas de la tarde en las que mi madre solía planchar y la casa se llenaba de aquel olor a humedad y a ropa recién planchada que tenía la virtud de ponerme siempre triste.

    Por las noches, era la televisión la que sonaba en las casa y la que se oía al pasar por las ventanasabiertas de todas las demás casas.”(S.71)

  • La radio seguía sonando con su acento y su rutina de costumbre […]”(S.113)

  • Aufgabe der Informationsverbreitung wird durch das Fernsehen übernommen, Radio nur noch zur Unterhaltung

  • Musik aus dem Radio wird mit dem Ruf des Muezzin verglichen: “Una música triste, monótona e interminable, como la del muecín de Bagdad [ .]”(S.86)

    • Musik wird als traurig und eintönig empfunden

    • Musik als Begleiterscheinung


          1. III. Fernsehen


    Kurzer Überblick über das Fernsehen:

    • kein anderes Medium hat unter Gebildeten einen so schlechten Ruf wie das Fernsehen

    • kein anderes Medium hat sich derart schnell verbreitet und war so erfolgreich

    • 1884: „Abtastscheibe zur mechanischen Bilderzeugung“ von Paul Nipkow als Grundidee zur TV-Übertragung

    • 1931: „TV-Aufnahme- und Monitorapparatur“ von Manfred von Ardenne

  • 1939: TV-Programm auch in den USA (NBC), bald darauf gibt es schon 40 TV-Sender in den USA

  • 1952: Sendebetrieb in Deutschland; ; zwischen 1950 und 1955 beginnen die meisten Länder Westeuropas mit der Ausstrahlung von Fernsehsendungen

  • ab den 60er Jahren findet sich bereits in sehr vielen Haushalten ein TV-Gerät, ab den 70er Jahren geht die Tendenz schon zu einem Zweitgerät!

  • 1953: rund 1000 Fernsehgeräte in D, 1968: bereits über 14 Millionen (in allen anderen Ländern ähnliche Zahlen)

    Farbfernsehen:

    • ab 1954 in den USA: Farbnorm NTSC, qualitativ schlecht („Never the same color“)

    • 1967: TV-Farbsystem PAL, qualitativ besser als NTSC

    • Fernsehen als neues Leitmedium verdrängt das Radio


    • Das Fernsehen übt auch auf die Einwohner des Dorfes Olleros eine ungeheuere Faszination aus. In der Beschreibung des Verhaltens dieser Menschen spiegeln sich die Reaktionen der übrigen Welt wider.

    • Im Jahre 1963 findet das erste Fernsehgerät seinen Platz in einer Bar in Olleros: “En 1963, llegó la televisión a Olleros. La primera llegó al bar de Martiniano y supuso todo un acontecimiento. Al menos, el día en que la estrenó estaba allí todo el pueblo. Ni siquiera el día del pago había visto a tanta gente.”(S.113)

      • Fernsehen als Großereignis

      • Faszination des Fernsehens

      • Neugier der Menschen

    • Hacía ya varios meses que se venía rumoreando. En Sabero ya había dos – en los chalés de los ingenieros y en el Casino – y en Cistierna tres o cuatro. Los que la habían visto decían que era mejor que el cine, entre otras cosas porque se podía tener en casa.”

  • TV als Sensation

  • Beschreibung des Tages, an dem Martiniano mit dem Fernsehgerät ankommt: “Por eso, el día en que Martiniano tajo la televisión, yo fui de los primeros en ir a verla, y la vi, aunque fuera solamente a través de la ventana.” (S.113f)

  • Llegó en el coche de línea un sábado por la tarde. Martiniano abía ido a comprarla hasta León y la tría embalada en una caja tan grande que entre el cobrador y él apenas podían bajarla.” (S.114)

  • Julio bietet seine Hilfe an, Martiniano lässt sich jedoch nicht helfen: “Pero Martiniano rechazó mi ayuda diciéndome que aquella caja era muy delicada y me tuve que conformar con seguirlo junto con toda la gente que también había ido a esperarlo.”(S.114) Lässt sich von niemandem anderem helfen die Kiste zu tragen (S.114 unten)

  • No lo olvidaré jamás.” (S.115)

  • [ .] vi cómo Martiniano desembalaba la caja y, tras quitar un montón de plásticos, saba al fin la televisión y la posaba sobre una mesa con más cuidado que si hubiese sido un nino.” (S.115)

  • Al día siguiente, domingo, Martiniano estrenó la televisión. La noticia había corrido por el pueblo y, ya desde por la manana, el bar se llenó de gente que iba a ver aquel invento del que todos hablaban con entusiasmo, pero que muy pocos habían visto antes.” (S.115)

  • Yo apenas comí ese día. Estaba tan nervioso que ni siquiera fui al cine, como todos los domingos por la tarde, pese a que la televisión no empezaba hasta las siete y la película del cine acababa una hora antes.” (S.115)


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