Interpretation

Medea - Euripides Drameninterpretati­on

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German studies

University, School

Evangelisches Gymnasium Kleinmachnow

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13, 2016,

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„Wohin, wohin, lenkst die Verfolgung hier du, Herrscher, Thoas? Höre auf die Worte der Athene hier! Lass ab von der Verfolgung und dem Antreiben des Heeresstroms! Denn vorgesehn vom Schicksal kam durch Götterspruch des Loxias Hierher Orestes, des Erinyen Wut Vermeidend und auf dass der Schwester Leib nach Argos er geleite Sowie das heilige Prunkstück führe in mein Land zum Aufatmen aus gegenwärtigen Leiden.“ Auch ihren Onkel Poseidon veranlasst sie dazu die Wellen zu beruhigen, damit das Schiff ablegen kann. Einer Göttin gemäß…
Drameninterpret­ati­on zu Medea von Euripides, Interpreation Jeden Tag stehen wir vor Herausforderung­en. Wir müssen Tag für Tag entscheiden, welchen Weg wir einschlagen wollen und welche Ziele wir dabei verfolgen. All diese Fragen sind für eine liebende Mutter, wenn sie sie in Bezug auf ihre Kinder beantworten muss, eine immense Aufgabe. In der Tragödie Medea von Euripides steht die Hauptfigur Medea vor einer folgenschweren Entscheidung. Sie hadert mit sich selbst, ob sie ihre Kinder umbringen soll. Die Tragödie basiert…

Medea von Euripides

Interpretation


"Wer denkt an die Frauen? Niemand! So müssen sie denn selbst an sich denken - allein führt zum besten Resultat." sagte einst Ida Hahn-Hahn (19. Jahrhundert) und teilt damit die Meinung Medeas aus Euripides gleichnamiger Tragödie „Medea“ aus dem Jahre 480 vor Christus.

Im nun folgenden interpretierten Textauszug (Z. 213 - 266 ) geht es Medea wie Ida Hahn-Hahn darum, dass Frauen, im Gegensatz zu Männern, mit vielen gesellschaftlichen Problemen umgehen müssen.

Denn nachdem Medea ihrem Mann Iason bei all seinen Abenteuern half, verließ er sie für eine jüngere Königstochter und lässt Medea am Boden zerstört zurück.

Medea spricht einen Monolog (vorliegender Textauszug), zu Beginn des ersten Epeisodion, welcher sich in drei Abschnitte gliedern lässt. Eingangs (Z. 214-229) spricht sie zu den korinthischen Frauen und versucht zu erklären warum sie den Palast verlassen hat und nach Korinth gekommen ist, aber sie spricht auch von der Pflicht eines Fremdlings sich seiner Umgebung anzupassen und möglichst nicht unangenehm aufzufallen.

Im folgenden Abschnitt (Z. 230-250) beklagt sie das Leid der Frau und ihre Notwendigkeit einen guten Mann zu heiraten, um soziale Verurteilungen zu umgehen. Damit auch die eingeschränkte Freiheit einer Frau, im Gegensatz zum Mann, welche sie zu allem auch selbst verteidigen muss.

Schlussendlich (Z. 251-266) erzählt Medea von ihren eigenen misslichen Umständen, alleine, unglücklich und als Fremde in einem Land leben zu müssen. Aber auch von ihren Racheplänen gegenüber Iason, der ihren Schmerz verursachte.

Kreon, der korinthische König, scheint zu ahnen, dass Medea nichts Gutes im Schilde führt und verbannt sie aus seinem Land, jedoch gelingt es ihr ihn zu überreden einen weiteren Tag bleiben zu dürfen. Ein fataler Fehler, denn um Iason leiden zu lassen bringt Medea seine Verlobte Glauke, ihren Vater Kreon und schlussendlich ihre beiden Söhne um.

Um zu verhindern, dass sich Iason wiederum rächt, fährt sie mit einem Wagen voller geflügelter Drachen, welchen sie vom Sonnengott Helios erhält, nach Athen und heiratet Aigeus.

Schon zu Beginn des Dramas bemerkt man als Leser die Stärke und die Klugheit Medeas, welche sie auch in ihrem Monolog klar zum Ausdruck bringt. Schon den ersten Satz: „Korinthische Frauen, ich verließ den Palast, damit ihr mir keine Vorwürfe macht“ (Z. 213), nutzt sie um sich mit den Frauen im Dorf K.....[read full text]

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Sie baut also auf das Mitleid der Frauen mit ihr, was an verschiedenste Stellen klar wird: „zu sterben wünsche ich“(Z. 226), „ich aber bin einsam, heimatlos, beleidigt“ (Z. 255), „ nicht Mutter habe ich, nicht Bruder, nicht Verwandten“ (Z. 256).

Auffällig ist ebenfalls die direkte Anrede gegenüber den korinthischen Frauen: „du hast noch eine Stadt“(Z. 252), „Auf dich jedoch“ (Z. 251), „zu sterben wünsche ich, ihr Lieben.“ (Z. 226). Sie schließt sich aber auch in den Kreis der Frauen ein, indem sie sagt: „sind wir Frauen“ (Z. 231), „Wir aber sind gezwungen“ (Z. 246).

Es gibt also einen sprachlichen Wechsel zwischen Stärke und Schwäche. Sie will energisch die Meinung der Frauen beeinflussen, aber verfällt zwischendurch wieder in die Realität und schiebt Aussagen ein, wie beispielsweise: „Mir hat das unverhoffte Leid, .die Seele zerrissen“ (Z. 225) oder „ich aber bin einsam, heimatlos, beleidigt“ (Z. 255).

Rhetorisch gesehen enthält Medeas Monolog einige Alliterationen, zum Beispiel: „sie Seherin sein“ (Z. 239) , „sich sorgsam der Stadt“ (Z. 222), welche den Auszug melodischer machen und auch ansprechender für den Zuhörer (die korinthischen Frauen). Des weiteren gibt es Akkumulationen, um möglichst viel Spannung aufzubauen oder wichtige Aussagen stärker zu untermalen: „ die einen fern von den Blicken, die anderen draußen im Freien.

Wieder andere erwarben .“ (Z. 215 ff), „ich aber bin einsam, heimatlos, beleidigt“ (Z. 255). Deutlich auffällig ist eine Anapher als Medea von der Bestimmung der Frauen berichtet: „Wenn sie in neue Sitten und Gesetze kommt ., wenn wir dies dann mühsam fertig gebracht haben .

Wenn nicht, sollte man sterben.“ (Z. 239). Sie verdeutlicht durch die Wiederholung nicht nur den bedeutenden Inhalt ihrer Worte, sondern durch das beginnende „wenn“ zeigt sie, wie viele Bedingungen es für eine Frau gibt um gl.....

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Euripides lässt Medea in diesem Textabschnitt zum ersten Mal nahbar wirken. Dies schafft er zum Einen durch die bereits oben beschriebene emotionale Brücke zu den einfachen korinthischen Frauen, denn viele Leser werden sich mit ihnen identifizieren können und damit, wie die korinthischen Frauen, von Medeas Schicksal überzeugt sein.

Möglicherweise hat er aus dem selben Grund, bis auf das Land Korinth, keinen Raum oder keine Zeit vorgegeben. Ebenfalls möchte er den Rezipienten auf die zu dieser Zeit schwere Rolle der Frau, wie auch des Fremden, näher bringen und so vielleicht auch an die Population der damaligen Zeit appellieren, das Leben dieser beider Bevölkerungsgruppen zu vereinfachen.

Zum Anderen versucht er mit Medea auch eine moderne Form der Frau zu schaffen, denn sicherlich gab es im damaligen Athen viele betrogenen Frauen, doch es war üblich, dass diese klein bei geben. Doch Medea lässt sich nicht unterdrücken und rebelliert für ihre Gerechtigkeit in einer solch extremen Form, wie es vielleicht nur ein Mann tun würde.

Euripides emanzipiert die Frau und versucht ein Stück weit sie aus ihrer eingeschränkten Situation zu befreien. Er verpackt dies in seinem Drama mit der attraktiven Medea, die als ein Leitbild durch ihre Schönheit in Erinnerung bleiben soll. Ich denke auch zu Aufführungen im Theater wird Medea ihren Monolog mit einer solchen Inbrunst und Emotionalität dargestellt haben, dass nicht nur der Inhalt den Zuschauer in ihren Bann gezogen hat sonder a.....


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