Specialised paper

Malaria - Symptome, Heilung, Ausbreitung

1.317 Words / ~4½ pages
<
>
swopdoc logo
Download
a) trade for free
b) buy for 5.23 $
Document category

Specialised paper
Biology

University, School

Kantonsschule Wohlen

Grade, Teacher, Year

Herr Lüdi

Author / Copyright
Text by Matthew S. ©
Format: PDF
Size: 0.54 Mb
Without copy protection
Rating [details]

Rating 4.5 of 5.0 (5)
Live Chat
Chat Room
Networking:
2/0|40.0[0.0]|1/4







More documents
Malaria Referat zum Thema Tropenkrankheit­en Inhaltsverzeich­nis 1. Was ist Malaria? 2. Geschichte 3. Statistik 4. Infektion und Krankheitsverla­uf 5. Symptome 6. Behandlung 7. Zusammenfassung 1. Was ist Malaria? Jährlich verbringen Tausende deutscher Touristen ihren Urlaub in tropischen und subtropischen Gebieten der Erde. Viele von ihnen treten diese Urlaubsreisen ohne die notwendigen Vorsorgemaßnahme­n an. Dieser Leichtsinn kann schlimme Folgen haben. Zum Beispiel kann es durch den Stich einer Mücke zu der gefährlichen Krankheit…

Allgemeines zu Malaria


Malaria ist eine fieberhafte Tropenkrankheit, die durch Parasiten verursacht und durch den Stich von Mücken übertragen wird.[1]

1.      Übertragung


Die Tropenkrankheit Malaria wird hauptsächlich durch weibliche Stechmücken (Anopheles) übertragen. Der Mensch muss von einer Mücke gestochen werden und dabei überträgt sie ihren Speichel ins Innere des menschlichen Körpers.

Selten können auch Erreger während der Schwangerschaft von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Die Übertragung der Krankheit ist auch möglich durch den Austausch von infiziertem Blut oder infizierten Injekti­onsnadeln. Durch andere Körperflüssigkeiten als das Blut ist eine Ansteckung jedoch auszu­schliessen. [2]

2.      Erreger


Der Erreger der Tropenkrankheit Malaria ist ein einzelliger Parasit, der der Gattung Plasmo­dium angehört. Momentan sind fünf verschiedene Plasmodien bekannt, die die tropische Malaria auslösen: Plasmodium ovale, Plasmodium vivax, Plasmodium malariae, Plasmodium falciparum und Plasmodium knowlesi.[3]

Die Plasmodien vollziehen in ihrem Lebenszyklus einen Wirtswechsel. Zu Beginn befindet sich der Erreger in der weiblichen Anophelesmücke, dann wechselt er in einen Zwischenwirt, den Menschen, und Stechmücken dienen wieder als Endwirt.

2.1  Im Menschen (ungeschlechtliche Fortpflanzung)


Sporozoiten (weiterentwickelte Sporentierchen) werden durch einen Mückenstich in den menschlichen Körper injiziert und werden via Blutkreislauf zur Leber transportiert. Sie nisten sich im Lebergewebe ein und vermehren sich durch Zellteilung.

Es entsteht ein Leberschi­zont.[4] Wenn der Schizont eine gewisse Grösse erreicht hat, platzt er auf und setzt die kleine­ren Merozoiten frei. Sie gelangen in den menschlichen Blutkreislauf und befallen die roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Im Innern des Blutkörperchens verwandelt sich ein Teil der Merozoiten zu Trophozoiten (ringförmige Einzeller), der andere Teil zu männlichen und weiblichen Gametozyten (Geschlechtszelle).

Die Trophozoiten wiederum entwickeln sich zu neuen Schizonten, die durch das Aufplatzen der Erythrozyten Merozoiten freigesetzen und neue, noch gesunde Blutkörperchen infizieren. Sobald sich die Erreger im Blut befinden, können sie diagnostiziert werden.

Download Malaria - Symptome, Heilung, Ausbreitung
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis


2.2  In der Mücke (geschlechtliche Fortpflanzung)


Wenn nun ein bereits infizierter Mensch nochmals von einer Mücke gestochen wird, nimmt diese die Gametozyten (Geschlechtszellen) in ihren Darm auf. Der Mikrogamet (männliche Geschlechtszelle) verschmilzt mit dem Makrogamet (weiblichen Geschlechtszelle).

Es wer­den die gesamten Erbinformationen ausgetauscht. Durch das Verschmelzen ist eine Zygote entstande, die sich weiterentwickelt und im Laufe der Zeit zu einer länglichen, beweglichen Zelle wird, die Ookinet heisst. Diese verwandelt sich im Darmgewebe zu einer Oozyste.

In der Oozyste entwickeln sich neue Sporozoiten, die nach dem Aufplatzen der Oozyste freige­setzt werden. Die Sporozoiten wandern in die Speicheldrüse des Moskitos, von wo aus die Krankheitserreger durch erneutes Stechen auf den Menschen übertragen werden können.[5]

Abb. 1: Lebenszyklus der Plasmodien[6]

Abb. 1: Lebenszyklus der Plasmodien


3.      Symptome


Malaria beginnt mit grippeähnlichen Beschwerden. Der Patient leidet zunächst an hohem Fieber. Es tritt in Schüben oder immer gleich bleibend auf, je nach der Art des Erregers. Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Malaria-Formen:

·        Malaria tertiana: Das Fieber tritt in einem typischen Dreitagesrhythmus auf, das heisst der Patient leidet an drei Tagen an hohem Fieber, dann einen Tag lang nicht, dann wiederum drei Tage lang.

·        Malaria quartana: Das Fieber tritt in einem typischen Viertagesrhythmus auf, das heisst vier Tage lang Fieber, einen Tag lang kein Fieber, dann wieder vier Tage lang hohes Fieber. [7]

Ausserdem klagen die Erkrankten oft über Schüttelfrost und abwechselnde Hitzezustände, Übelkeit, Erbrechen, Kopf- und Gliederschmerzen.

Zu einem späteren Zeitpunkt können bei der Malaria tropica noch folgende Symptome auf­treten:

·        Gravierende Blutarmut, weil die Schizonten und Trophozoiten immer wieder die ro­ten Blutkörperchen befallen

·        Blut im Urin

·        Neurologische Beschwerden, wie Bewusstseinsstörungen oder Krampfanfälle

·        Tiefer Blutzucker, kann bis ins Koma führen


Die Beschwerden können in verschiedenen Kombinationen und immer wieder von neuem auftreten.[8]


4.      Vorbeugung und Heilung


In der Malaria-Prophylaxe unterscheidet man zwei verschiedene Massnahmen: den Schutz vor einem Mückenstich und eine allfällige medikamentöse Behandlung.

1.      Schutz vor einem Mückenstich

Mit langärmliger heller Kleidung und langen Hosen sollte man die meisten Körper­stellen mit Stoff bedecken und auf ungeschützter Haut mückenabstossende Mittel, wie Sprays, auftragen. Ausserdem sollten im Schlafraum Moskitonetze, wenn möglich mit Pestiziden imprägnierte, über den Betten gespannt werden. [9]


2.      Medikamentöse Behandlung

Heutzutage werden hauptsächlich vier verschiedene Medikamente zur Bekämpfung von Malaria eingesetzt. Dazu gehören Chloroquin, Mefloquin, Atovaquon und Proguanil.[10] Chloroquin und Mefloquin wirken auf dieselbe Art und Weise.

Coartem D heilt die erkrankten Kinder in 97,8 Prozent der Fälle. [12]


3.      Grossflächig verwendete Insektizide

Zur Malariabekämpfung werden auch Umweltgifte wie DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) und Pyrethroid eingesetzt.[13] Pyrethroid ist ein synthetisch hergestelltes Pestizid, das in Anlehnung an ein natürlich vorkommendes Insektizid entwickelt wurde.[14] Diese beiden Stoffe dienten in den 1950er und 1960er Jahren weltweit als Schädlingsbekämpfungsmittel in der Landwirtschaft.

Für diesen Gebrauch wurden die Substanzen jedoch 2001 verboten, da die Schadstoffe Umweltschäden hervorrufen und noch nicht geklärt ist, welche Folgen DDT und Pyretroid auf die menschliche Gesundheit haben. Als Ausnahme wurde jedoch der Einsatz der Stoffe gegen Mücken vorgesehen, die Malaria oder andere Tropenkrankheiten übertragen.


5.      Resistenz


Die Malariaerreger sind in vielen Bereichen der Welt resistent gegen die momentan auf dem Markt vorhandenen Medikamente, da diese in der Vergangenheit zu oft prophylaktisch eingesetzt worden waren. Vor allem Touristen, die in malariabedrohte Länder reisten, nahmen bereits vor ihrer Abreise Medikamente zu sich, obwohl sich noch gar nicht mit der Krankheit infiziert wurden.

Heute werden diese Medikamente deshalb mit grösserer Vorsicht und nicht mehr im Voraus verschrieben. Anstelle der Prophylaxe schützen sich die Reisenden mit langer Kleidung und Moskitonetzen und –sprays vor allfälli­gen Stichen. Wenn trotzdem ein Krankheitsfall auftritt, können sich die Patienten mit einer Eigenbehandlung, einer sogenannten Stand-by Therapie, helfen.[16]

Doch der gross­flächige Einsatz des Schadstoffes begünstigte die Resistenzbildung der Mücken. Deshalb kam das gefährlichere DDT wieder zum Einsatz und zwar in jenen Regionen, wo das Pyrethroid nicht mehr wirkte.[17]

Neulich entdeckten Forscher ein Gen, das vor Malaria schützt. Zehn Prozent der Bevölke­rung eines westafrikanischen Stammes tragen dieses Gen. Diejenigen Menschen, die das Gen von einem Elternteil erhalten, erkranken um 26 Prozent weniger häufig an Malaria, als solche, die dieses Gen nicht besitzen.

Erhält nun eine Person von beiden Elternteilen dieses Gen, sinkt die Wahrscheinlichkeit an Malaria zu erkranken sogar um 93 Prozent. Dieses Gen soll nun Vorbild für die Entwicklung eines effektiven Malariamedikamentes oder einer ersten Impfung sein. Die Forscher befinden sich jedoch erst ganz am Anfang dieses Entwicklungs­prozesses und es wird wahrscheinlich noch mehrere Jahre dauern, bis ein solches Produkt auf dem Markt erscheinen wird. [18]







[1] NETZ-Das Gesundheitsnetzwerk, (Abruf: 29.12.2010)

[2] Internisten im Netz, (Abruf: 29.12.2010)

[3] Malaria.info, (Abruf : 29.12.2010)

[4] Onmeda, (Abruf: 29.12.2010)

[5] Wikipedia, (Abruf: 29.12.2010)

[6] Wikipedia, (Abruf: 29.12.2010)

[7] Netdoktor, (Abruf: 30.12.2010)

[8] Sprechzimmer.ch, (Abruf: 30.12.2010)

[9] Tropdo, (Abruf: 30.12.2010)

[10] Malaria.info, (Abruf : 30.12.2010)

[11] Onmeda, (Abruf: 16.05.2011)

[12] Tages Anzeiger, (Abruf: 30.12.2010)

[13] Bergamin, Fabio: Eine Welt ohne DDT In: Neue Zürcher Zeitung. 23.02.2011, S. 60

[14] Wikipedia, (Abruf: 16.05.2011)

[15] Bergamin, Fabio: Eine Welt ohne DDT In: Neue Zürcher Zeitung. 23.02.2011, S. 60

[16] Netdoktor, (Abruf: 21.04.2011)

[17] Bergamin, Fabio: Eine Welt ohne DDT In: Neue Zürcher Zeitung. 23.02.2011, S. 60


Legal info - Data privacy - Contact - Terms-Authors - Terms-Customers -
Swap+your+documents