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Essay
German studies

University, School

Gymnasium Oberursel

Grade, Teacher, Year

10, Schuster, 2018

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Frauenbilder und -konzepte in Heinses Roman Ardinghello und die glückseligen Inseln - im Vergleich mit der historischen Entwicklung der Frau bis ins 18. Jahrhundert LV: VA Literarische Kultur (Literarische Reisen nach Italien im 18. Jahrhundert) Prof.: Mitterbauer, , Mag. Dr. Inhaltsverzeich­nis­ 1. Einleitung3 2. Frauenbilder und –konzepte bis ins 18. Jahrhundert 4 - 9 2.1. Das Bild in der Antike 5 - 4 2.2. Das Bild der Frau im Mittelalter 6 - 7 2.3. Das Bild der Frau im 18. Jahrhundert 7 - 8 2.4. Die Emanzipation der Frau bis…

Männer- und Frauenbilder in Medea. Stimmen

Der Roman „Medea. Stimmen“ von Christa Wolf, dessen Erstausgabe 1996 erschienen ist, ist eine Neuinterpretation des griechischen Mythos von Medea.

Die Protagonistin Medea ist die Tochter des kolchischen Königs Aietes. Als Jason, ein Abenteurer, nach Kolchis kommt, um das goldene Vließ zurück nach Korinth zu bringen, um seinen Vater zum Thron zu verhelfen, hilft Medea ihm und flieht mit ihm gemeinsam nach Korinth.

In Korinth angekommen wird Medea das Opfer eines Komplotts: Durch Medeas besondere Art und weil sie eine Zauberin ist, wird sie von den Kortinthern verabscheut. Das führt schließlich dazu, dass sie des Mordes an ihren Bruder Absyrtos beschuldigt wird. Letztendlich wird sie für schuldig befunden und wird anschließend im Zuge eines Volksentscheids aus Korinth verbannt.

Der Roman ist nicht in Kapitel, sondern in elf einzelne innere Monologe eingeteilt. Dadurch kann man die Motive jeder Figur logisch nachvollziehen und sich besser in den jeweiligen Charakter hineinversetzen.

Im weiteren Verlauf des Textes werden die von den Charakteren Medea und Jason dargestellten Frauen- und Männerbilder analysiert und sowohl mit der heutigen, als auch mit der damaligen Zeit im antiken Griechenland verglichen.

Medea ist die Tochter von Aietes, König von Kolchis, und der Königin Idya. Sie hat zwei Geschwister: ihren Bruder Absyrtos und ihre Schwester Chalkope. Ihr Äußeres ist für Korinther sonderlich. Ihre Haut ist sonnengebräunt und sie trägt schwarzes „Wollhaar“(S.17).

Sie besitzt „Glutaugen“(S.17) mit „Goldfunken“ in der Iris(S.111). Medea praktiziert Heilkunst und ist eine anerkannte Priesterin und Zauberin in Kolchis(S.92). Sie ist sehr selbstbewusst und stolz(S.47) und nimmt eine aktive Rolle im Geschehen des Romans ein.

Sie wird zum Subjekt, indem sie die Initiative ergreift und Sachen in die eigene Hand nimmt. Zum Beispiel geht sie der korinthischen Königin nach, um herauszufinden, dass der König seine eigene Tochter ermordet hat lassen, um den Thron weiter für sich zu sichern.

Sie lässt sie sich nicht von dem Patriarch in Korinth unterdrücken. Ihre selbstbewusste Art wird jedoch bei den Korinthern als Hochmut angesehen(S.49), woraufhin sie in Schwierigkeiten gerät. Ihre fehlende Achtung der sozialen Hierarchie und die verweigerte Unterordnung ihrerseits zu den dortigen Autoritäten zeigen sich zum Beispiel während des Festessens im Schloss von Korinth; sie nimmt die Sitten nicht ernst und verlässt .....[read full text]

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Der Prozess ihrer Verbannung und die Steinigung ihrer Kinder hatten eine Einwirkung auf ihre Psyche. Dies lässt sich an der Satzstruktur ihrer inneren Monologe erkennen. Am Anfang sind die Sätze ausgeschmückter und gestaffelt strukturiert, wohingegen die Sätze in ihrem letzten Monolog kaum mehr als ein paar Worte lang sind.

Beim Lesen des letzten Monologs lassen die Sätze sie als kalt und gefühlslos wirken.

Als Königssohn von Jolkos und Anführer der Argonauten lernt Medea Jason kennen, als er mit seinem Schiff an der Küste von Kolchis anlegt. Er ist ein attraktiver Mann (S. 104), aber ordnet sich der starken Persönlichkeit von Medea unter. Das Motiv seiner Handlung besteht darin, den Thron für sich zu beanspruchen, indem er seinem Vater zum Thron verhilft, um Thronfolger zu werden.

Als er vor der Wahl steht, Medea zu verteidigen und ihre Verbannung zu verhindern oder seine Thronfolge zu sichern, indem er Glauke, die Tochter des Königs von Korinth, heiratet, entscheidet er sich dazu, Glauke zu heiraten, obwohl er keine Gefühle für sie empfindet und keine Liebe zu ihr verspürt (S. 206).

Er entscheidet sich für die unschöne Glauke, nur um seine politische Macht festigen und zu erweitern.

Im Verhältnis zu Medea nimmt Jason eine eher passive Rolle ein. Schon zu Beginn ihrer Beziehung ist Jason von Medea abhängig, zumal er von Anfang an Medea braucht, um das goldene Vließ zu beschaffen. Dieses Verhaltensmuster setzt sich im Laufe der Handlung fort, dadurch dass Medea im Gegensatz zum korinthischen Frauenbild Jasons (S. 56) eine starke und unabhängige Frau ist.

Das lässt sich zum Beispiel daran erkennen, dass Medea sich nicht auf Jasons politische Spiele einlässt und so handelt wie sie es für richtig hält, ohne auf Jasons Anweisungen Rücksicht zu nehmen. Letztlich bricht Jason Medea, indem er sie vergewaltigt, um seine männliche Dominanz zu demonstrieren: „Das war zuviel. (…) Jason kann einen schönen männlichen Zorn in sich .....

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Zum anderen lässt sich in Kolchis eine gleichberechtigte Rollenverteilung der Geschlechter beobachten; im Gegensatz zu den Korinthern werden kolchische Frauen und Männer auf dieselbe soziale Ebene gestellt. Medeas selbstbewusster Charakter, den die Korinther als einschüchternd empfinden, lässt sich möglicherweise auf die sozialen Verhältnisse in Kolchis zurückführen.

Auch Jason äußert sich verwundert über das Ansehen der Frauen in Kolchis: „Wir fanden es eigentlich übertrieben, wie die Kolcher ihre Frauen hielten, als hinge von ihrer Meinung und ihrer Stimme etwas Wesentliches ab“ (S.56). Es lassen sich in den zwei Städten auch unterschiedliche Männerrollen beobachten: In Korinth lässt sich ein dominantes Männerbild vorfinden.

Männer dürfen in Korinth jedoch ihren Gefühlen keinen freien Lauf lassen und müssen in der Lage sein, ihre Emotionen zu kontrollieren, um ihre Männlichkeit zu bewahren. In Kolchis jedoch wird es akzeptiert, wenn Männer eine sentimentale Seite haben: „(…) nach ihrer Erinnerung hätten Männer in Kolchis ihren Gefühlen freien Lauf gelassen“ (S. 30).

Fazit:

In Medea lassen sich sowohl für heute stereotypische Männer- und Frauenbilder, als auch stereotypisch abweichende Charaktere vorfinden. Auf der einen Seite gibt es Charaktere wie Jason, die das altmodische Männer- und Frauenbild innehaben und durch ihr Verhaltensmuster aufzeigen, wie schädlich eine patriarchalische Hierarchie für das Zusammenleben der Menschen und für die Demokratie ist.

Auf der anderen Seite zeigt insbesondere Medea, dass eine Frau auch eine unabhängige und starke Persönlichkeit haben kann. Sie hat sich von Männern nicht unterkriegen lassen, indem sie ihr Handeln nicht von anderen Personen abhängig machte. In Medea. Stimmen wird ihre starke Persönlichkeit ihr jedoch tragischerweise .....


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