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Literaturanalysen zur Epoche Barock: Die Abitur & Hausaufgabenhilfe: Interpretationen zu Martin Opitz, Andreas Gryphius, Christian Hofmann von ... von Grimmelshausen (Textanalysen, Band 6)
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Formal stechen die unterschiedlich­en Satzzeichen heraus, insbesondere die Bindestriche welche in den ersten zwei Strophen häufig vorkommen. Dass die Verslängen ab Strophe 2 stufenähnlich abnehmen kann mit der Verzweiflung und Hoffnungslosigk­eit des lyrischen Ichs interpretiert werden. Das weibliche lyrische Ich verweist bereits im Titel schon auf ihre Orientierungslo­sig­keit, was sie durch “wo“ zum Ausdruck bringt. Im Laufe der ersten Strophe wird diese Orientierungslo­sig­keit jedoch von Hoffnungslosigk­eit…
„Zerbrochene Münder“, ein Symbol für Tod und vielen rollenden Köpfen. Ich glaube, wir können uns gar nicht richtig vorstellen, was damals geschah. Verwesung, Sterben und Geister toter Krieger. Aber dieses Gedicht wird nicht nur von Trauer und Blut beherrscht, „goldnen Ebenen“, ich behaupte, diese Zeilen machen das Gedicht noch düsterer. Mir selbst gefällt das Gedicht beim ersten Anblick nicht, umso mehr ich mich mit ihm auseinandersetz­te, desto besser gefiel es mir. 12. Georg Trakl: „Im Winter“ Gedichtanalyse Das Gedicht „Im…

Literaturanalysen zur Epoche „Barock“
Die Abitur
& Hausaufgabenhilfe


Interpretationen zu Martin Opitz, Andreas Gryphius, Christian Hofmann von Hofmannswaldau, Paul Fleming, Simon Dach,
Catharina Regina von Greiffenberg, Sibylla Schwarz, Theodor Kornfeld, Johann Jakob Christoffel von Grimmelshausen

Band VI: Barock

Inhalt

1.          Martin Opitz: „Ach liebste lass uns eilen“ Gedichtanalyse. 6

2.          Martin Opitz: "Ach liebste laß uns eilen" Gedichtanalyse. 8

3.          Martin Opitz: "Sonett von der Liebsten Augen" Gedichtanalyse. 10

4.          Andreas Gryphius: "Morgen Sonett" Gedichtanalyse. 13

5.          Andreas Gryphius: "Morgen Sonett" Gedichtanalyse. 15

6.          Andreas Gryphius: "Menschliches Elende" Gedichtanalyse. 17

7.          Andreas Gryphius: "Menschliches Elende" Gedichtanalyse. 19

8.          Andreas Gryphius: "Thränen des Vaterlandes. Anno 1636" Gedichtanalyse. 21

9.          Andreas Gryphius: "Thränen des Vaterlandes. Anno 1636" Gedichtanalyse. 25

10.       Andreas Gryphius: "Es ist alles eitel" Gedichtnalyse. 27

11.       Andreas Gryphius: "Es ist alles eitel" Gedichtanalyse. 30

12.       Andreas Gryphius: "Es ist alles eitel" Gedichtinterpretation. 34

13.       Andreas Gryphius: "Es ist alles eitel" Gedichtanalyse. 36

14.       Andreas Gryphius: "Es ist alles eitel" Gedichtanalyse. 38

15.       Andreas Gryphius: "An eine Jungfrau" Gedichtanalyse. 41

16.       Andreas Gryphius: "Ebenbild des Lebens" Gedichtanalyse. 43

17.       Andreas Gryphius: "Abend" Gedichtanalyse. 45

18.       Andreas Gryphius: "Abend" Gedichtanalyse. 47

19.       Andreas Gryphius: "Einsamkeit" Gedichtanalyse. 49

20.       Andreas Gryphius: An sich selbst" Gedichtanalyse. 50

21.       Christian Hofmann von Hofmannswaldau: "Die Welt" Gedichtanalyse. 53

22.       Christian Hofmann von Hofmannswaldau: Die Welt" Gedichtanalyse. 56

23.       Christian Hofmann von Hofmannswaldau: "Beschreibung vollkommener Schönheit" Gedichtanalyse. 59

24.       Christian Hofmann von Hofmannswaldau: "Beschreibung vollkommener Schönheit" Gedichtanalyse. 62

25.       Christian Hofmann von Hofmannswaldau:  "Vergänglichkeit der Schönheit" Gedichtanalyse  64

26.       Christian Hofmann von Hofmannswaldau: "Vergänglichkeit der Schönheit" Gedichtinterpretation. 66

27.       Christian Hofmann von Hoffmannswaldau: "Vergänglichkeit der Schönheit" Gedichtanalyse  68

28.       Paul Fleming: "An Sich" Formale und inhaltliche Analyse. 70

29.       Paul Fleming: "Wie er wolle geküsset seyn" Gedichtinterpretation. 74

30.       Simon Dach: "Letzte Rede einer vormals stolzen und jetzt gleich sterbenden Jungfrau" Gedichtinderpretation. 76

31.       Catharina Regina von Greiffenberg: "Auf meinen bestürmeten Lebens-Lauf" und "Für Einen" Gedichtvergleich. 78

32.       Catharina Regina von Greiffenberg: In äußerster Widerwärtigkeit" Gedichtinterpretation  83

33.       Sibylla Schwarz: "Gedicht ohne Titel" Gedichtinterpretation. 86

34.       Theodor Kornfeld: "Ein Sand-Uhr" Gedichtanalyse. 88

35.       Johann Jakob Christoffel von Grimmelshausen: "Der abenteuerliche Simplicissimus" Figurenübersicht. 90

36.       Marscha Kaléko: "Das graue Haat" und Martin Opitz: "Einer Jungfrawen Klage vber nahendes Alter" Gedichtvergleich und Gedichtinterpretation. 92

37.       Andreas Gryhius: "Abend" und Georg Trakl: "Verfall" Gedichtvergleich. 95

38.       Andreas Gryphius: "Morgensonett" und Joseph Freiherr von Eichendorf: "Der Morgen" Gedichtvergleich. 98

39.       Bertold Brecht: "Beobachtungen an einer jungen Frau" und Christian H. von Hofmannswaldau: "Vergänglichkeit der Schönheit" Gedichtvergleich. 101

40.       Martin Opitz: "Sonett von der Liebsten Augen"und  Heinrich Heine: "Ich möchte weinen, doch ich kann es nicht" Gedichtvergleich und Gedichtanalyse. 104

1.            Martin Opitz: „Ach liebste lass uns eilen“
Gedichtanalyse

In der Epoche des Barocks schrieb Martin Opitz, das 1624 veröffentlichte, Gedicht „ Ach liebste lass uns eilen“, welches sich mit der für das lyrische Ich, schönsten Zeit des Lebens, der Jugend beschäftigt. Dabei formuliert das lyrische Ich die Bitte an seine Liebste die schnelle und unaufhaltsame Vergänglichkeit der Schönheit zu genießen.

Das Gedicht besteht aus sechs Strophen und 24 Versen. Jede Strophe ist in vier Verse aufgeteilt, es handelt sich also um Quartette. Es unterliegt einem Jambus als Metrum. Somit besteht ein gleichmäßiges Metrum, das unaufhaltsam fortschreitet, genauso wie die Vergänglichkeit der Schönheit. Die Verse wechseln sich in ihrer Länge, sowie auch in ihrer metrischen Klangfarbe ab.

Auf einen Vers mit weiblicher Kadenz folgt immer ein Vers mit männlicher Kadenz. Dadurch und durch den Kreuzreim als Reimchema wirkt das Gedicht äußert dynamisch und strukturiert. Wenn man das Gedicht genauer betrachtet, bemerkt man, dass es sich in drei Sinnabschnitte gliedern lässt.

Der erste Sinnesabschnitt umfasst die erste und zweite Strophe. Direkt am Anfang des Gedichtes wird deutlich das das lyrische Ich männlich ist, was schon an dem Liebste in Vers eins zu erkennen ist. Auch seine Intention wird direkt zu Beginn des Gedichts deutlich. Er hat es offenbar sehr eilig (Vers 1 „laß uns eilen“; Vers zwei: „Wir haben Zeit“, wobei damit genau das Gegenteil gemeint ist).

Der Seufzer „Ach“ (Vers eins, erstes Wort) zeit außerdem das etwas folgt, was das lyrische Ich bedrückt. Er formuliert außerdem einen Appell an seine Liebste, das lyrische Du, die Zeit nicht verstreichen zu lassen, da „alles“ (Vers 7) irgendwann einmal verschwindet.

Der zweite Sinnesabschnitt (dritte und vierte Strophe) beschreibt den fortlaufenden Alterungsprozess, der das lyrische Ich belastet, nun genauer. Nach der deutlich hervorgehoben Zäsur, durch das Wort „Drumb“ in Vers 17, wird nun, im dritten und letzten Sinnesabschnitt, das lyrische Du aufgerufen die Jugend zu genießen und sich der Liebe hinzugeben.

Das „Wir“ und „uns“ in Vers eins und zwei zeigt wer von dieser Vergänglichkeit betroffen ist, demnach sind es sowohl das lyrische Du als auch das lyrische Ich. In dem fünften Vers benennt er nun das Schlagwort „Schönheit“. Dann ab Vers neun beginnt er diese Schönheit zu beschreiben. In Form einer Aufzählung, deutlich gemacht durch eine Alliteration mit dem Buchstaben „D“, werden die Veränderungen vom Schönen ins Hässliche beschrieben.

Mittels der Verwendung von Antithesen erzeugt Opitz ein beeindruckendes Schauspiel. Dem Leser wird jene Veränderung nahezu bildhaft vorgeführt. Opitz beschreibt hier noch einmal die Schönheit (Vers 9 „Wangen Zier“, Vers 13 „Mündlein von Corallen“ usw.) Dramatisch wird es jedoch nun wenn diese Inbegriffe der Schönheit erst „verbleichen“ (Vers 9), dann „weichen“ (Vers 11) und zum Schluss sogar „v.....[read full text]

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Hier könnte zusätzlich eine Verbindung zum Heliozentrischen Weltbild gezogen werden, welches von Nicolaus Copernicus 1543 veröffentlicht wurde. Dieses besagt, dass sich die Planeten um die Sonne bewegen. Die Sonne ist somit unser Zentrum des Universums und nicht die Erde. Deshalb gilt die Sonne als wichtiger Bestandteil, damit Leben auf  der Erde stattfinden kann.

So könnte dieser Vers ebenfalls wissenschaftlich betrachtet worden sein. Stilistisch fallen in diesem ersten Quartett einige Besonderheiten auf. Das Sonett beginnt mit einer Paraphrase, also einer Umschreibung eines Sachverhaltes. Die Worte „Diß wunderliche Werk“ könnten auch durch den Begriff „Erde“ ersetzt werden. Danach folgt eine Enumeratio, eine Aufzählung der von Gott geschaffenen Bestandteile der Erde.

Schließlich erscheint dem Leser der dritte Vers als Paradoxon. Erst wird beschrieben, dass all das bewohnt werden kann und dann beschreibt das lyrische Ich, dass all das auch nicht bewohnt werden kann. Daher wirkt der dritte Vers als ein Scheinwiederspruch. Martin Opitz weist somit in diesem ersten Quartett bewusst auf die Schöpfungsgeschichte hin.

In dem vierten Vers fällt einem als Leser der Konjunktiv II  auf, in den anderen Versen eins bis drei spricht das lyrische Ich im Indikativ. Bei dem Wechsel von dem Indikativ zum Konjunktiv entsteht ein Wechsel von der Wirklichkeit zu unmöglichen, irrealen Bedingungen.

Im zweiten Quartett geht das lyrische Ich erneut auf die zwei Sonnenlichter ein, allerdings schildert das lyrische Ich sie im fünften bis achten Vers als etwas Gefährliches „Ich arm betrübtes Thier muß zweyer Sonnen licht Vertragen, die mir arg für meine Liebe lohnen, Ja die bey Tag und Nacht auch meiner nicht verschonen, Doch ärger ist die Pein, wann mir der Glantz gebricht, […]“[4].

Die Worte „arm betrübtes Thier“ symbolisieren den Leidenszustand des lyrischen Ichs. Bei dieser Gelegenheit wird die Überschrift mit einbezogen „Sonnet von der Liebsten Augen“[5]. Die zwei Sonnenlichter, die das lyrische Ich beschreibt sind die zwei Augen einer geliebten Person. Im zweiten Quartett wird somit die Sonne wieder aufgenommen und eine Verbindung zu den Augen der geliebten Person dargestellt.

An dieser Stelle lässt sich sagen, dass das Gedicht eine klassische Gedichtform eines Sonetts aufweist, welche aus vierzehn Verszeilen besteht. Diese lassen sich wiederrum in zwei Quartette und zwei Terzette gliedern. Das Reimschema ist ebenso typisch für ein Sonett und lässt sich in abba abba cdd cee gliedern. Durch die Verwendung der Quartette werden die inhaltlichen Aussagen besser verdeutlicht.

Im ersten Quartett geht es um die Schöpfungsgeschichte und der Sonne als wichtigen Bestandteil und im zweiten Quartett entsteht dann die Verbindung zu der geliebten Person. Das Metrum wird durch einen Alexandriner bestimmt, welcher durch Opitz ein wichtiger Bestandteil der deutschen Lyrik wurde. Dieser ist somit ein sechshebiger Jambus mit einer Pause nach der dritten Hebung[6].

Zudem beginnen die Verse mit einem Auftakt. Außerdem fällt dem Leser nach der Bestimmung des Metrums auf, dass die Verse mit einer männlichen Kadenz enden.

Im ersten Terzett ist es für den Leser offensichtlich, das lyrische Ich ist ein männliches lyrisches Ich. Das lyrische Ich spricht von „ihr“, die geliebte Person ist somit eine Frau, in die er verliebt ist „Was wunder ist es dann, daß ihr mich sehet sterben Mehr als zehn tausentmal, eh`kaum hingeht ein Tag? Und immer widerumb belebt zur newen Plag?“[7].

Das Sterben von „Mehr als zehn tausentmal“ wirkt übertrieben und soll nochmals den Leidenszustand des männlichen lyrischen Ichs verdeutlichen. Wird unter diesem Blickwinkel noch einmal das zweite Quartett betrachtet, könnte gesagt werden, dass das lyrische Ich die Wichtigkeit der Sonne mit der Wichtigkeit der Liebe gleich setzt. Die zwei Sonnenlichter symbolisieren die Augen seiner Liebsten, es sucht sowohl Nähe als auch Distanz zur Liebe, da es von der Liebe nicht verschont bleibt.

Zudem stellt das männliche lyrische ich zwei Fragen. Diese Fragen spiegeln die Situation und die Gefühle des lyrischen Ichs wieder.

Im zweiten Terzett schildert das lyrische Ich den Tod durch die verlorene Nähe „Ist sie mir allzunah, muß ich durch sie verderben: Ist sie denn gantz hinweg, so hab ich lauter Nacht, Doch wehl´ ich mir den Todt, den mir die Hitze macht.“[8]. Durch den verwendeten Indikativ werden die Wirklichkeit und ihre Folgen dargestellt. Wenn das lyrische ich der Liebe zu nahe kommt, droht es daran zu zerbrechen.

Doch falls die Liebste ihn verlässt und das männliche lyrische Ich gar keine Nähe bekommt sieht es den Tod darin. Im Vergleich zu dem Anfang des Sonetts, wo ein Wechselspiel zwischen Realität und Möglichkeit entstand, ist das Ende durch eine düstere Stimmung geprägt. Der Tod spielt hier eine bedeutende Rolle für das lyrische Ich.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Sonett nach alten Rechtschreibregeln und im poetischen Sprachstil geschrieben wurde. Es ist sowohl inhaltlich als auch strukturell dem Barock zuzuordnen, welcher in dem deutschen Geschichtsteil „Von der Reformation bis zum Sturm und Drang verankert wurde. Zwei der wichtigsten Motive des Barocks „ Memento Mori - Bedenke, dass du stirbst“ und „Carpe diem – Nutze den Tag“ wurden von Opitz in dies.....

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Wie es im Barock typisch war beschäftigt sich das Sonett mit Gegensätzen, also der Antithetik. Diese Gegensätze zwischen Tag und Nacht werden vor allem im ersten Quartett durch die Zäsuren deutlich, die den Vers brechen (V.2: „Diane steht erblasst; die Morgenröte lacht“) Die Nacht, verbreitet durch die Dunkelheit nur „Schmerzen-Finsternis“(V.10)  Während der Tag durch die „Strahlen-Pracht“ (V.6) ein positives Lebensgefühl mit sich bringt.  Auch durch den Titel des Gedichts lässt sich, schließen, dass Andreas Gryphius das Sonett an den Morgen gewidmet hat.

Desweitern erinnert das Gedicht sehr stark an ein Gebet, da Gryphius zum einen Elemente aus der Bibel verwendet  (V.7: „O dreimal höchste Macht“) und zum anderen das lyrische Ich zu der Sonne spricht, sie anhimmelt und bittet selbst nach seinem Lebensende bei ihm zu bleiben.

Aufgrund seiner tragischen Lebensgeschichte durch den dreißigjährigen Krieg und der Pest, die während der Epoche des Barocks wütete galt Gryphius als Verkünder der Nichtigkeit und Vergänglichkeit. So ist auch das „Morgen Sonett“ von dem Vanitas Motiv geprägt, welches sich vor allem im letzten Terzett wiederspiegelt. Denn das lyrische Ich spricht von seinem Ende und hofft somit auf ein besseres Leben im Jenseits (V.13ff.  „ wenn mein End und jener Tag bricht ein, Dass ich dich, meine Sonn, mein Licht, mög ewig schauen!“).

Das Gedicht ist ein typisches aus der Epoche des Barocks, die verwendete Sonettform, die Struktur, das Vanitas Motiv als auch die Sorgen des lyrischen Ichs spiegeln die Epoche deutlich wieder.

Mein zu Anfang gewonnener Leseeindruck hat sich also nach dieser Analyse bestätigt. Das lyrische Ich will durch den neuen Tag auch neue Lebensenergie schöpfen, die soll ich ihm die Sonne bringen, indem sie die Dunkelheit und die damit verbundenen Schmerzen vertreibt.


5.            Andreas Gryphius: "Morgen Sonett"
Gedichtanalyse

Der äußerst berühmte Autor Andreas Gryphius verfasste 1663 das Werk „Morgen Sonett“. Dabei handelt es sich um ein Sonett. Grundsätzlich handelt es von einer Morgenstimmung. In der ersten Strophe handelt es noch von dem Himmel, der sich langsam erhellt und von Vögeln, die erwachen. Steigernd geht die Sonne in der 2. Strophe auf. In den 2 Terzetten werden mit Hilfe von Imperativen Bitten ausgedrückt.

Das letzte Terzett erinnert sehr stark an ein Gebet.

Formal handelt es sich um ein Sonett, da die 14 Verse in zwei Quartette und zwei Terzette gegliedert sind. Auch wenn die einzelnen Strophen auf den ersten Blick nicht leicht zu unterscheiden sind, kann man sie doch aufgrund von inhaltlichen und formalen Aspekten trennen. Die Quartette bestehen aus dem umarmenden Reim (Reimschema: abba/abba), die Terzette aus Schweifreim mit dem Reimschema ccd/eed.

Auffällig sind unreine Reime wie verschlissen-grüß.....

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Mit der Änderung des Formalen liegt im ersten Terzett auch ein deutlicher Unterschied im Inhalt vor. Im ersten Vers soll „die dicke Nacht“ vertrieben werden. Die Nacht stellt mit ihrer Finsternis nicht nur Kälte, sondern auch Schutzlosigkeit vor Feinde und die Ungewissheit was passieren möge, dar. Dadurch zeigt der Aufgang der Sonne auch ein Gefühl von Sicherheit und Freude.

Im nächsten Vers wird dies mit den Worten „Finsternüß, die Hertz und geist betrübt“ verdeutlicht.

Mit zwei Bitten wird diesen Terziett abgeschlossen. Vor allem die letzte zeigt die Verbindung zu Gott, da um eine Stärkung des Vertrauens gefragt wird.

Das letzte Terzett ähnelt einem Gebet, wie auch schon der vorige Vers, stark. Auch wenn das gesamte Gedicht bis hier voller Optimismus war, so ändert sich dies hier ein wenig. Die Bitte, dass nach dem Tod das „Licht mög ewig schawen“ erinnert an das Vanitas Motiv.


6.            Andreas Gryphius: "Menschliches Elende"
Gedichtanalyse

Das Sonett "Menschliches Elende" von Andreas Gryphius wurde im Jahr 1663 veröffentlicht.

In seinem Werk spricht der Autor offen auf die Vergänglichkeit des Menschen und des Lebens an. Das ist ein Beweis dafür, dass es ein Gedicht aus der Zeit des Barock ist. Ein weiterer Begriff dafür heißt Vanitas- Motiv.

Da der Autor den dreißigjährigen Krieg miterlebte, kann man hier sehr deutlich spüren, dass der Krieg seine Spuren bei Andreas Gryphius hinterlassen hat, denn nicht nur dieses, sondern auch weitere Werke sind geprägt von der tristen und traurigen Stimmung.

Bereits beim Titel wird klar, dass einen kein heiteres Gedicht erwartet. Die Überschrift Menschliches Elende deutet sozusagen schon die Stimmung an, die dann später im Sonett vermittelt und verstärkt wird. Es ist ein sehr schwermütiges Gedicht, welches schon in der ersten Zeile eine rhetorische Frage aufwirft: "Was sind wir Menschen doch?" (Z. 1).

Durch das "Wir" stellt er eine Verbindung zum Leser her und lässt ihn am Folgenden teilhaben. Es folgen drei Anaphern ("Ein"). In diesen Versen wird nun eine Antwort auf die Frage gegeben. Es sind jedoch sehr negative Gedanken die der Autor hier angibt. So findet das lyrische Ich nichts positives am Menschen und betont stattdessen den Schmerz (Z.1), die Angst (Z. .....

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Denn in dieser Epoche spielte sich nicht nur der dreißigjährige Krieg ab, sondern es gab auch noch die Pest und viele andere Plagen und Leiden. Deshalb stellt es in gewisser Weise nicht nur die Stimmung des Autors sondern der ganzen Bevölkerung dar.

Ich finde das Werk ist Andreas Gryphius sehr gelungen. Die Wiedergabe der gesellschaftlichen Situation verknüpft mit dem Vanitas- Gedanken ist beinahe beeindruckend. Jedoch kann einem die pessimistische Denk- und Ausdrucksweise auch ein bisschen aufs Gemüt schlagen.


7.            Andreas Gryphius: "Menschliches Elende"
Gedichtanalyse

Das Gedicht „Menschliches Elende“ wurde 1637 von Andreas Gryphius verfasst, und ist damit in die literarischen Epoche des Barock einzuordnen.

Das Gedicht ist in der Form eines Sonetts verfasst, bestehend aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Als Versmaß wird der für den Barock übliche Alexandriner verwendet, also ein sechshebiger Jambus, welcher nach jeder dritten Hebung eine Zäsur aufweist.

Das Reimschema ist in den ersten beiden Strophen „a-b-b-a“, also ein umarmender Reim. In den beiden letzten Strophen hingegen handelt es sich mit „c-c-d und e-e-d“ um einen Schweifreim.

In der ersten Strophe schildert das lyrische Ich die Verlorenheit und Vergänglichkeit der Menschen, vor allem aber das Ausgeliefertsein an ein grausames, willkürliches Schicksal, welches er selbst nicht beeinflussen kann. Dieses ausgeliefert sein an ein Schicksal, wird besonders in den Versen zwei und drei deutlich:

„Ein Ball des falschen Glücks, ein Irrlicht dieser Zeit, ein Schauplatz herber Angst.“ (Z.2-3).

Die Menschen werden hier als Spielball oder als Objekt einer höheren Macht dargestellt, die alles mit ihnen machen kann und gegen die sie s.....

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Die drei letzte Verse der zweiten Strophe können eigentlich zu einem einzigen Satz zusammengefasst werden:

„Die vor uns abgelegt des schwachen Leibes Kleid

 Und in das Totenbuch der großen Sterblichkeit

 Längst eingeschrieben sind, sind uns aus Sinn und Herzen.“(Z.6-8)

Damit möchte das lyrische Ich verdeutlichen, dass der Mensch schnell vergisst, wer und was vor ihm war und trägt so selbst dazu bei, dass sich auch an ihn niemand erinnern wird, wenn er tot ist.

Auch die letzten beiden Strophen handeln von den Qualen und der Vergänglichkeit des Lebens. In der letzten Zeile der dritten Strophe meint das lyrische Ich zudem, dass es zwingend notwendig die menschliche Existenz zu beenden und schließlich zu vergessen:

 „So muss auch unser Nam, Lob, Ehr und Ruhm verschwinden.“(Z.11).

Der letzte Vers beginnt zudem ebenfalls mit der rhetorischen Frage „Was sag ich?“(Z.14),

Und auch auf diese rhetorische Frage folgt eine sofortige Antwort, welche das Gedicht gut zusammenfasst:

„Wir vergehn wie Rauch von starken Winden.“(Z.14).

Auch diese Zeile handelt von der Vergänglichkeit des Lebens und unserer Ausgeliefertsein an das Schicksal. Eine Anapher, wie sie sich sonst nur in der ersten Strophe des Gedichts findet, verbindet die letzten drei Verse der vierten Strophe:

Was itzung Atem holt[…]

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