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Essay
German studies

University, School

Engelbert von berg Gymnasium

Grade, Teacher, Year

2+, Herr Kohlhaas, 2013

Author / Copyright
Text by Oliver K. ©
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Die Wolke – Gudrun Pausewang Inhalt · Einleitung: · Informationen zum Autor: · Inhaltsangabe: · Charakterisieru­ng in Stichworten: · Die Analyse der Sprache: · Meine Eigene Meinung: Einleitung: Die Wolke ist ein Jugendroman, der von Gudrun Pausewang geschrieben wurde, der Roman erschien 1987 zum ersten Mal und wurde in Ravensburg von dem Verlag Ravensburger Buchverlag heraus gegeben. Informationen zum Autor: Gudrun Pausewang, geboren 1928, war lange Zeit als Lehrerin in Deutschland und an deutschen Schulen in Südamerika tätig.…
Buchbesprechung Titel: Die Wolke Autorin: Gudrun Pausewang Inhaltsangabe Janna Berta ist in der Schule als der Feueralarm losgeht. Alle denken es sei nur ein normaler Einsatz. Auf einmal dröhnt aus den Lautsprechern in der Schule dass es ein ABC Alarm sei und alle Schüler sofort nach Hause gehen sollten. Die Schüler strömten aus den Klassen auch Janna Berta. Da sie nicht weiß wie sie nach Hause kommen sollte nimmt sie Lars in seinem Auto mit. Auf dem Heimweg erfahren sie dass es Probleme mit dem Kernkraftwerk in Grafenrheinfeld gibt.…

Die Wolke

Tagebuch einer Überlebenden

* * *

von K*****

* * *

Liebes Tagebuch, 6. Mai 1988

Ich sitze hier zwischen Konserven und Einmachgläsern und versuche die Geschehnisse der letzten Stunden zu verarbeiten. Doch was ist passiert? Vorab muss ich erwähnen dass meine Eltern und Kai heute In Schweinfurt sind. Vati auf einer Tagung und Mutti zusammen mit Kai zu Besuch bei Jo, meiner Großmutter. Heute, in der dritten Stunde während des Biologieunterricht wurde ABC-Alarm gegeben.

Was das ist weiß ich auch nicht so genau, aber auf jeden Fall hat es etwas mit freigesetzter Radioaktivität in Grafenrheinfeld zu tun. Ich erinner mich noch gut an Tschernobyl, den Unfall. Damals war ich in der Grundschule und hab das, was der Lehrer uns über Rem und Becquerel erzählt hat, nicht so wirklich verstanden. Allerdings habe ich verstanden dass eine giftige Wolke voller tödlicher Strahlung aus der Reaktorruine entwichen ist und über unser Land zog.

Deshalb durften wir wenn es regnete in der Pause auch nicht raus.
Vielleicht war so etwas ja auch bei uns passiert?

Die Schüler wurden gebeten sich auf den schnellsten Wege nach Hause zu begeben. Für Schlitz fuhr um diese Zeit natürlich kein Bus, aber glücklicherweise hat mich Lars, ein Oberstüfler aus Schlitz mitgenommen. Dabei waren noch drei Freunde von Lars, die ebenfalls in Schlitz wohnten und sich gut mit Radioaktivität auskannten. Sie sahen keine große Gefahr für Schlitz, weil es hier fast nie Südostwind gibt.

Um alle Befürchtungen aus dem Weg zu räumen, bestimmten sie dann schließlich die Windrichtung mithilfe eines Taschentuchs. Sie hatten sich geirrt. Südostwind.

Zynisch erwähnte nach einiger Zeit einer von ihnen dass in Schweinfurt wohl nur noch Totengräber notwendig seien. Schweinfurt liege direkt neben Grafenrheinfeld. Keine Chance für die Einwohner. Ich war entsetzt als ich das hörte, denn Mutti, Vati, Kai und Jo waren noch in Schweinfurt! Kai, mein kleiner Bruder, gerade einmal 3 Jahre, und Jo, die quirlige Großmutter mit dem Ökotick! Was sollte nur aus ihnen werden?! Völlig in meine Ängste vertieft bekam ich nicht mehr viel vom Heimweg mit.

Uli war schon da als ich zuhause ankam. Ich erzählte ihm vorerst nichts von meinen Befürchtungen. Er hatte schon nach der dritten Stunde freigehabt und war gerade fleißig am Kartoffeln reiben, für den Reibekuchen denn wir heute machen wollten. Doch dazu wird es nicht mehr kommen. Almut hat angerufen, wir sollen in den Keller gehen und uns verbarrikadieren. Dosen und Konserven gibt es hier genug um mehrere Monate zu überleben, allerdings weiß ich noch nicht wie wir unten auf Toilette gehen können .

Ein Eimer würde bestialisch stinken, und ich weiß nicht ob wir das aushalten.
Oh, das Telefon schrillt! Hoffentlich ist es Mutti, ich laufe schnell nach oben.


Uli.

Schotter spritzt auf, ein dumpfer Schlag.
Uli liegt seltsam verdreht in einer Blutlache. Stille. Das Rad an seinem Fahrrad dreht sich langsam weiter. Uli. Das kann nicht sein. Ich halte seinen schlaffen Körper in meinen Händen. Blut, überall Blut. Motorengeräusche dringen heran. Ein bärtiger Mann zieht mich hoch, schreit mich an. Er trägt Uli ins Rapsfeld. Seine Frau hält mich zurück.

Ich schreie, versuche mich loszureißen. Dann schlägt mich der Bärtige. Ich sinke zu Boden. Der Mann trägt mich in sein Auto.

Als ich wieder zu mir komme, sitze ich auf der Rückbank eines Autos. Neben mir drei kleine Kinder die mich verängstigt, aber neugierig anschauen. Als sie merken dass ich aufgewacht bin, schauen sie schüchtern weg. "Wo ist Uli?", frage ich "Du solltest etwas schlafen, du bist ja ganz durch den Wind" ist alles was ich als Antwort bekomme.
Jetzt sitze ich hier auf der Rückbank in einem fremdem Auto, zusammen mit einer fremden .....[read full text]

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Dort herrschte ein unglaubliches Chaos. Eine riesige Menschenmasse versuchte durch die Fronttüren ins Innere des Bahnhofs zu kommen und eine weitere Ansammlung von verzweifelten Flüchtlingen sammelte sich vor einem eisernem Gittertor an der Nordseite. Zwei Männer entwaffneten zwei Polizisten die den wütenden Mob zuvor daran gehindert hatte das Tor einzudrücken.

Jetzt wo es frei war, drängte sich der Strom aus Menschen an die Mauer und schob mich und die Heublers (oder Heuners) mit. Wir schafften es uns unmittelbar bis an die Mauer zu kommen. Die Mauer war zum Glück nur mannshoch und hatte ein Lochmuster, deshalb war es ein Leichtes für mich über die Mauer zu klettern. Auf der anderen Seite angekommen, reichte mir Bert die Kinder an.

Ich versuchte mir einen Weg zum Zug zu bahnen, doch just in dem Moment in dem ich in die Nähe der Türen gelangte fuhr der ohnehin schon überfüllte Zug ab. Verzweifelt presste ich die Drei fest an mich. Annika schrie ohrenbetäubend, doch in dem Gedränge nahm ich fast nichts mehr wahr. Wo blieben denn die Heublers? Erst jetzt sah ich, dass Bundesgrenzschutzsoldaten niemanden mehr über die Mauer klettern ließen.

Ich kauerte mich zusammen mit den Kindern in eine Ecke. Nach einer Viertelstunde fuhr dann wieder ein Zug ein. Ich befahl den Kindern ganz still zu halten, damit sie nicht von den Menschen die zum Zug wollten zerdrückt werden. Trotzdem ließ Nina irgendwann los und ging in der rennenden Menge unter. Susanne rannte ihr natürlich gleich hinterher und so blieb mir nur noch Annika.

Die Heublers hatten es anscheinend irgendwie geschafft die Blockade zu überwinden und zogen mich hoch. "Wo sind sie?" Ich hörte alles nur wie durch eine dicke Wand. "Hör mir zu, wo sind sie?", schrie Marianne hysterisch. Ich weiß nicht wieso, aber plötzlich fing ich an hysterisch zu lachen. Lachend rannte ich auf den Bahnhofsvorplatz hinaus, direkt dem Unwetter entgegen.

Ich irrte eine Zeit lang durch die Gegend, und irgendwie landete ich schließlich auf der Autobahn. Ich bekam noch mit wie mich eine sommersprossige Frau fragte, ob ich nicht mitfahren wollte, danach wurde es dunkel.


Nach einiger Zeit wachte ich wieder auf, in viel zu weiten Jeans und einem T-Shirt das einmal himmelblau gewesen sein musste. Meine Sachen haben sie, es waren drei Männer und drei Frauen, weggeschmissen, sie seien ja völlig verseucht gewesen und das ist auch der Grund, wieso mir mein Tagebuch abhanden gekommen ist.

Wir fuhren auf der Autobahn nach Eisenach. Sie hatten die Absicht in die DDR oder nach Berlin zu fliehen, doch die Grenze war schon seit einer Stunde zu. Ich beschloss alleine weiterzuziehen und gelangte schon bald in einen Ort nahe der DDR-Grenze. Ich bettelte um Wasser, wurde jedoch abgewiesen. Die Leute wollten möglichst wenig Kontakt mit den Flüchtlingen aus dem Katastrophengebiet haben.

Ich irrte noch etwas umher, dann brach ich zusammen.
Als ich wieder zu mir kam lag ich in einem ehemaligem Klassenzimmer. Es ist wohl zum Lazarett umfunktioniert worden. Im ganzem Zimmer stehen Betten dicht an dicht und das Geplärr von Kindern dringt Tag und Nacht an mein Ohr. Ich schätze es sind ungefähr 25. Ich fühle mich vollkommen elend und liege schon seit Tagen im Bett, ernähre mich von Kraftbrühe und trinke viel Wasser.

Ich habe bis jetzt n.....

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Ist ja auch alles verseucht. In ganz Europa gibt es Proteste. Die Rede ist von abertausenden Toten.

Tünnes war sogar so nett und hat uns ein Fernsehgerät mit aufs Zimmer gebracht. Seitdem hängt der halbe Saal tagein tagaus vor der Mattscheibe.

Außerdem habe ich mich mit Ayse angefreundet. Sie ist Türkin, und hat ihre Eltern in der Hektik der Flucht verloren. Gestern kam dann ihr Vater um sie mitzunehmen. Sie haben lange miteinander geredet, ich habe allerdings kein Wort verstanden. Der Arzt sagt allerdings Ayse muss noch 14 Tage hier bleiben, um zu genesen.

Sie hat mir heute erzählt, dass das Gerücht umgeht, man hätte im Umkreis von ein paar Kilometern des Reaktors auf die Leute geschossen, sie seien ja schließlich vollkommen verseucht gewesen. Ich habe eine kleine Zeichnung gemacht, ich glaube nicht dass Mutti und Vati und Kai dazugehören. Ich bin mir sicher, sie haben noch einen Bus erwischt. Ich habe immer noch Hoffnung.


Liebes Tagebuch 21. Mai 1988

Eine Rot-Kreuz-Schwester hat mich heute um Mutti, Vati und Kai in die Vermisstenliste aufzunehmen ausgefragt. Meine Familie steht aber noch nicht drin. Ich habe mir überlegt das Hospital heimlich zu verlassen und mich auf die Suche nach ihr zu begeben. Wenn sie bis dahin noch nicht aufgetaucht sind… Ich habe Tünnes damit beauftragt in der Kartei nachzuschauen. Er sagt er guckt am Wochenende nach.


* * *


1. Juni

Mir geht es wieder schlechter. Nach meiner scheinbaren Gesundheit kam die Krankheit mit voller Wucht. Ayse geht es auch sehr schlecht. Uns fallen die Haare aus. Ich habe kaum die Kraft diesen Eintrag zu schreiben. Vielleicht ist es mein Letzter. Tünnes vergisst andauernd in der Suchkartei nach meinen Eltern zu schauen, aber ich glaube er verschweigt mir etwas. Wenigstens stehe ich jetzt in der Suchkartei.

Wer weiß, vielleicht stehen schon morgen Mutti und Vati an meinem Bett und holen mich ab.
Heute habe ich mich mit Ayse gestritten. Sie hat mir ein Büschel Haare ausgerissen und nur gelacht. Darauf habe ich sie geschlagen. Sie wirkt in letzter Zeit so verändert und schwach. Ich ha.....

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Es geht mir immer noch sehr schlecht. Heute Morgen wurde Ayse in einen anderen Saal verlegt. Miittags habe ich dann erfahren dass sie tot ist.


* * *


Immer noch im Nothospital, Zustand wieder gut, 28. Juni 1988.

Ich liege schon seit 7 Wochen hier im Hospital und meine Blätter für mein improvisiertes Tagebuch sind auch bald aufgebraucht. Bald werde ich ein neues Tagebuch haben, in Hamburg, und in eine neue Schule gehen. Helga wird versuchen über mich zu bestimmen wo es nur geht, weil sie ja "nur das Beste für mich will". Ich fürchte mich ein wenig vor dieser Zeit.

Ohne Mutti und Vati, Kai, Jo und Uli. Wenn ich doch nur wüsste ob Almut und Reinhard noch am Leben sind, bei ihnen würde ich mich wohl fühlen. Morgen früh will Helga mit mir nach Hamburg fahren.


* * *


Liebes Tagebuch! (1. Juli)

Ich bin eine Hibakushi. Das ist der Name der Überlebenden von Hiroshima den jetzt auch die Überlebenden von Grafenrheinfeld tragen. Die Leute auf der Straße gucken mich schief an, distanzieren sich von mir, man sieht mir die Strahlenkrankheit an. "Die hat was abgekriegt", flüstern sie sich zu. Auch in der neuen Schule werden ich und die anderen Flüchtlinge gemieden.

Helga will dass ich eine Mütze aufziehe, um mir Unannehmlichkeiten ersparen. Aber ich ziehe keine Mütze auf. Ich will die Menschen daran ERINNERN, was geschehen ist, ich will sie wachrütteln, sie anschreien, "Wacht auf! Ihr könnt nicht weitermachen wie bisher!" Außerdem sieht man mir die Krankheit auch mit Mütze an, kränkli.....

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* * *


Liebes Tagebuch. 6. Juli

Wie gerne wäre ich doch bei Almut und Reinhard. Wenn ich doch nur wüsste wo sie sind, und ob sie noch leben.

In ein paar Wochen werde ich 15. Helga hat die gesamte überlebende Verwandtschaft eingeladen und mir zu diesem Anlass extra eine Perücke gekauft. Ich habe nicht vor sie anzuziehen, auch wenn Helga meint, der Besuch fände es schlimm und unpassend. Alle wollen das Unglück immer nur unter den Tisch kehren, das Unglück und seine Folgen.


* * *


Liebes Tagebuch! 9. Juli

Heute ist Almut gekommen. Sie stand einfach vor der Tür, schmal und mit Ringen unter den Augen. Almut sagt, ein Anruf wäre zu unpersönlich gewesen. Ich habe heute seit langem wieder sehr viel geredet, hab ihr von der Flucht erzählt und wie es mir im Nothospital ergangen war. Auch sie hat stundenlang erzählt. Ihr Kind hat musste sie abtreiben, wie alle Betroffenen die im ersten Drittel der Schwangerschaft waren.

Ich glaube, diesen Verlust wird sie noch lange Zeit nicht verkraften, da sie ja auch nicht weiß ob sie jemals Kinder, ich meine gesunde Kinder, kriegen kann.
Oh, es gibt Abendessen. Mahlzeit!




L.....

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Liebes Tagebuch 15. Juli 1988

Eine der Flüchtlinge aus meiner Klasse, ein Mädchen aus Bad Brückenau ist krank. Leukämie. Sie hat schon in den letzten Wochen sehr schwach gewirkt. Jetzt ist sie in seiner Spezialklinik.

Ich habe große Angst dass mir das auch passiert.


* * *


Mein Tagebuch. 22. Juli 1988

Heute war der letzte Schultag. Ich werde probewiese versetzt da ich erst sehr spät zur Schule gekommen bin und meine früheren Leistungen nicht bekannt sind. Elmar hingegen ist nicht versetzt worden. Er hat sich einfach hängen lassen. ich versteh das nicht, daheim war er doch immer der Beste! Hoffentlich gibt er nicht auf!

In einer Woche am 29. Juli habe ich Geburtstag. Helga hat mir extra für diesen Anlass eine Perücke besorgt, eine mittelblonde, kurzgelockte. Ich will sie nicht anziehen. Auch wenn ich meine Verwandtschaft damit vor den Kopf stoße.


* * *


Liebes Tagebuch. Hamburg, den 23. Juli 1988 um 23:46

Hier geht es nicht mehr weiter. Ich ersticke in einem Meer aus Einsamkeit, Langeweile und Traurigkeit. Elmar. Er hat Schluss gemacht. Tabletten, ist ruhig und friedlich eingeschlafen. Irgendwo tief in mir drin habe ich es schon länger gewusst, aber ich wollte es nicht wahrhaben.
Dann auch noch die ganze Atmosphäre bei Helga, ich halt es nicht mehr aus.

Ich habe einen Entschluss gefasst.
Ich gehe nach Wiesbade.....

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