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Abstract
German studies

University, School

Gymnasium Kirchenfeld Bern

Grade, Teacher, Year

1.5, 2013

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Text by Heidi K. ©
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Lektürejournal

Das Märchen der 672. Nacht

Jedermann

von

Hugo v. Hofmannsthal


1.Teil: Anmerkungen zum Leseerlebnis

„Das Märchen der 672. Nacht“ las ich das erste Mal in den Weihnachtsferien. Der erste Teil bereitete mir keine grossen Probleme, da er zwar eine zauberhafte Welt, jedoch die Wirklichkeit darstellt. Doch da vieles sehr ausführlich beschrieben wird und es dazu keine grosse Handlung gibt, kam mir dieser Teil etwas langatmig vor.

Auch musste ich einige Wörter nachschlagen, so zum Beispiel das Wort „Akanthus“[1]. Im zweiten Teil hatte ich jedoch einige Probleme. Der Abschnitt, als der Kaufmannssohn das Kind im Gewächshaus entdeckt, eingeschlossen wird und dann über einen Fluchtweg zu einem Kasernenhof kommt, finde ich sehr verwirrend. Auf diesen fünf Seiten verschmelzen Traum und  Wirklichkeit, dies machte das Lesen schwierig für mich.

Deshalb las ich diesen Teil auch mehrere Male, bis ich richtig folgen konnte. Die letzten Seiten meisterte ich wieder ohne Mühe. In den Februarferien las ich das Werk weitere zweimal, wobei ich das eine Mal auf die Darstellung der Schönheit und der Hässlichkeit in den beiden Teilen  achtete, und ein weiteres Mal nur auf die Beschreibung des Todes. Das Märchen ist sinnvollerweise in zwei Teile gegliedert, was dem Lesenden eine Stütze gibt und den Kontrast der beiden Abschnitte verdeutlicht.

Die Handlung ist einfach zu verstehen, denn die Sprache ist keineswegs umständlich, der tiefere Sinn erschliesst sich allerdings erst nach mehrmaligem Lesen. Das Märchen ist also ein Werk, das geschickt mit Motiven spielt und dessen Thematik nicht leicht ersichtlich wird. So wird ein wiederholtes und aufmerksames Lesen garantiert.

2.Teil: Textinterpretation

2.1 Einleitung

Ein Ästhet, der in seiner eigenen Scheinwelt lebt, die voller toter Dinge ist, sprich seinem Besitztum. Er geht förmlich auf in den zahlreichen Formen und Farben und sieht in ihnen „ ein verzaubertes Bild der verschlungenen Wunder der Welt“[2]. Doch damit flüchtet er vor der Wirklichkeit, was für ihn fatal endet.

Denn vor der Realität zu flüchten ist keine dauerhafte Option. Dies ist, in wenigen Worten,  die Hauptthematik der Erzählung „Das Märchen der 672. Nacht“ vom österreichischen Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal.

2.2 Inhaltsangabe

Protagonist der Erzählung ist ein junger, reicher Kaufmannssohn ohne Namen, der sich aus der Gesellschaft zurückzieht und zusammen mit vier Dienern lebt. Im ersten Teil wird ausführlich auf seine Beziehungen zu den Dienern eingegangen und darauf, wie er sich in seine eigene Welt zurückzieht. Ein Brief, den der Kaufmannssohn erhält, in dem sein Diener eines schweren Verbrechens beschuldigt wird, stellt den Wendepunkt dar.

Zur Klärung des Falles reist der Jüngling in die Stadt, heraus aus seiner Scheinwelt. In der Stadt verirrt er sich in ärmliche Gegenden. Nach vielen Schreckensmomenten, landet er in einem Hof,  wird von einem Pferd getreten und stirbt.

2.3 Interpretation

2.3.1 Motivik, Leitmotive

Im Märchen allgegenwärtig ist der Tod. Er wirkt als verbindendes Element und ist somit das Leitmotiv des Textes. Obwohl der Kaufmannssohn die Schönheit der Dinge liebt, heisst es: „Nie verliess ihn auf lange der Gedanke an den Tod“[3]. Hier wird der Tod explizit genannt, doch häufig wird er auch implizit erwähnt, beispielsweise in den alten Dienern oder im Selbstmordversuch der jungen Dienerin.

Vor allem aber die Sprichwörter „Wo du sterben sollst, dahin tragen dich deine Füsse“[4] und „Wenn das Haus fertig ist, kommt der Tod“[5] spielen auf ein vorzeitiges Ableben des Kaufmannssohnes an. Im zweiten Kapitel werden sowohl die Stadt wie auch das Mädchen im Glashaus mit dem Tod und der Hässlichkeit assoziiert und werden mit Adjektiven wie „totenstill“, „hässlich“ und „tote.....[read full text]

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Weil jeder seinen Weg zu Gott allein antreten muss, ohne seinen Beitz und seine Gefährten, kann er dieses aber nicht mitnehmen. Nur die Werke werden einen begleiten, so die Aussage des Werkes. Die Diener, hier als sein Geselle und seine Freunde, erscheinen auch im Spiel, sie begleiten ihn aber nicht auf seiner Reise. Im Vergleich zum Märchen erfährt Jedermanns Leben zum Schluss eine positive Wende.

2.3.2 Handlungsorte und Raummotivik

Im Märchen gibt es viele Handlungsorte, die für das Verstehen der Handlung äusserst wichtig sind. Der erste Teil spielt sich im Haus ab, in dem der Kaufmannssohn mit seinen Dienern wohnt und im Landhaus, das seinen Zufluchtsort während des Sommers darstellt, ab. Währenddessen geschieht zwar nicht viel Handlung, doch wird man sich seiner Situation und seines Wesens bewusst.

Dieses Landhaus, auch dessen Umgebung, die Natur, wird sehr märchenhaft beschrieben und stellen demnach Schönheit dar.

Der erste Handlungsort des zweiten Teiles ist das Haus des Gesandten von Persien in der Stadt, wo jedoch niemand anwesend ist. Also kann der Protagonist seinen Fall nicht lösen. Er irrt umher, gelangt in einen Juwelierladen und von dort weiter in einen verschlossenen Gemüsegarten mit Glashäusern, ein weiterer wesentlicher Ort des Geschehens.

Dort begegnet ihm nämlich das kleine Mädchen, das ihn mit grosser Furcht erfüllen lässt. Das Kind schliesst ihn ein und über einen gemauerten Gang klettert er auf ein Brett, um frei zu kommen. Von diesem Brett, kann er sich auf die Strasse retten und kommt weiter zu einem schmutzigen Hof, in dem viele Pferde in einer Reihe stehen. Dort tritt ihn das letzte Pferd.

Der letzte Handlungsort ist ein schlichtes Zimmer, in dem er auf dem Bett liegt, sich nicht regen kann und auf den Tod wartet. Ihn überfällt eine Todesangst, er wird sich seines Lebens bewusst und klagt seine Diener an. Alle Orte des zweiten Teiles stellen seine Reise dar, seine Reise in den Tod. Dabei wird er von seinen Dienern symbolisch begleitet. Das Glashaus und das Brett sind Teil des Motivkomplexes der Angst und des Todes, während der Hof zu den Motiven „Hässlichkeit“ und „Tod“ gehört.

Das Zimmer stellt seinen Tod in aller Einsamkeit, da es fast leer steht, und die Todesangst dar, die ihn vor seinem sc.....

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Normalerweise muss in einem Märchen eine Aufgabe bewältigt werden, auch im hofmannsthalschen Märchen muss dies der Kaufmannssohn tun, nämlich den Fall seines Dieners lösen und so begibt sich der Protagonist auf eine Reise in die Stadt.[9] Ein weiteres typisches Merkmal eines Märchens ist, dass die Figuren allgemein und namenlos gehalten werden. Im Werk ist dies auch so, denn die Hauptperson ist namenlos, also entpersönlicht und nur gestisch.

Allgemein kommt  im Märchen keine Formelhaftigkeit wie „es war einmal“ vor und auch keine magischen Gestalten oder Fabelwesen treten auf. Diese Aspekte sprechen gegen ein Märchen. „Das Märchen der 672. Nacht“ zählt zu den Kunstmärchen, da der Urheber bekannt ist. Häufig wird es auch als Antimärchen angesehen, weil das Leben des Protagonisten eine negative Wende erfährt.

Wie das Märchen Kritik am Ästhetizismus ausübt, üben auch Antimärchen oft Kritik an einer Lebensweise aus.[10]

Im Märchen ergibt sich eine personale Erzählsituation, die teils einen Hang zur auktorialen Erzählsituation hat. Für einen personalen Erzähler spricht, dass nur das Innenleben des Kaufmannssohns dargestellt wird und andere Figuren in der Aussensicht geschildert werden. Weiter sagen Worte wie „ wahrscheinlich“[11], dass der Erzähler nicht mehr weiss als die Hauptperson selbst. Er ist also innerhalb der Welt der Figuren.[12]

Der Satz beginnt oft mit „er“ und meistens werden Konjunktionen ganz weggelassen. Die Sätze im Werk sind hypotaktisch aufgebaut, die Nebensätze werden zu Satzgefügen zusammengefügt. Im ersten Teil werden märchenhafte Begriffe wie „verzaubert“ und „wundervoll“ gewählt, auch das Wort „Schönheit“ kommt häufig vor.

Dies ändert sich im zweiten Teil, dort wird die Stadt mit negativen Attributen beschrieben, wie „hässlich“ und „toten-“und  „grauenhaft“ und „furchtvoll“. Hofmannsthal bediente sich auch rhetorischer Figuren und Tropen wie dem Oxymoron „dunkelleuchtend“[13] oder der Synästhesie „Augen, die beben“[14].

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Zu Beginn wird  auf das Innenleben des Kaufmannssohnes eingegangen, ein weiteres epochentypisches Element, in dem seine Diener und die Erinnerungen an seine Eltern geschildert werden. Weitere grundlegende Motive der jener Dichtung sind der Zerfall der Gesellschaft, der Werte und der Traditionen (Dekadenz) Im Märchen kommen diese aber nicht explizit vor. Der Zerfall von wichtigen Werten findet sich aber eindeutig im „Jedermann“, denn Gott wird nicht mehr beachtet.

Ein weiteres Merkmal der Wiener Moderne ist das schicksalshafte Leben. Im Märchen scheint es, als sei das Leben vom Kaufmannssohn schon vorbestimmt. Denn von Anfang an wird durch die Symbolik deutlich, dass er sterben wird. Damals ging man auch wieder der Sinnesfrage nach, da damals unter dem Volk viel Unsicherheit herrschte. Sowohl „Jedermann“ als auch das Märchen thematisiert dies, wobei die simple Antwort bei „Jedermann“, die auch schon Luther proklamierte, lautete: Glaube und du wirst.

Ich möchte auch kurz auf den Autor Hugo von Hofmannsthal und sein Leben eingehen. Zumal Hofmannsthal interessanterweise das Märchen schrieb, als er in einer Sprachkrise steckte. Er kritisierte im „Brief des Lord Chandos“ die feste Sprache und kam zur Einsicht, dass Wort und Wirklichkeit einander nicht mehr decken.

Dieser Brief bedeutete seine Wegwendung von der Lyrik und dem lyrischen Drama hin zur Dramatik und zur Epik.[20] Das Märchen ist eine Schnittstelle, da es kein lyrisches, sondern ein episches Werk ist, „Jedermann“ hingegen schon ein Drama. Auch zu sagen ist, dass sich Hofmannsthal in seinem Leben viel mit dem Tod beschäftigt hat, so starben seine Mutter und ein Jugendfreund früh.

2.6 Hauptaussage des Werkes

Abschliessend möchte ich die Raffinesse des Märchens betonen. Es überrascht den Lesenden mit einer Erzählung und nicht wie erwartet mit einem Märchen. Obwohl es auf den ersten Blick simpel und real scheint, ist es auf den zweiten Blick sehr vielschichtig und komplex. So verbindet es viele verschiedene Motive zu einem Komplex, die Aussage wird dadurch nicht immer klar ersichtlich.

Im Werk wird aufgezeigt, dass eine Lebensweise nach dem Ästhetizismus nicht der beste Weg ist. Das Flüchten vor der Wirklichkeit in eine Scheinwelt kann auf die Dauer nicht gut gehen. Man sollte also an der Wirklichkeit teilha.....

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[15] Andreotti, 2009, S. 56/454

[16] Hofmannsthal, 2009, S. 61

[17] Andreotti, 2009, S. 73

[18] Andreotti, 2009, S. 73

[19] Hofmannsthal, 2009, S. 8

[20] An.....

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