Interpretation

"Leise Begleitung" - Rainer Maria Rilke

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Interpretation
German studies

University, School

Gymnasium Ravensburg

Grade, Teacher, Year

11, Hr. Mayer, 2016

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Rainer Rilke Biographie Das Frühwerk (1875-1902) Die mittlere Schaffensperiod­e (1902-1914) Das Spätwerk (1914-1926) 1. 1875: 4. Dezember in Prag geboren / wuchs bei Mutter auf / Tot ersten Kindes (73) 1882: Eintritt in die Volkshochschule der Piaristen /Abgrenzung von Mitschülern 1886: Zögling der Militärrealschu­le 1891: Entlassung Militärschule / Besuch der Handelsschule 1892: Abbruch Handelsschule / Private Vorbereitung aufs Abitur 1895: Bestehen des Abiturs / Beginn Studium Kunst- und Literaturgeschi­cht­e in…
Rainer Maria Rilke Dann geht ein Bild hinein, geht durch der Glieder angespannte Stille - und hört im Herzen auf zu sein. (Der Panther) Jahr Ort Ereignis Alter 1875 Prag 04.12 René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke wird als einziger Sohn des Bahnbeamten Josef Rilke und der Sophie geb. Entz geboren. 1882 Prag Deutsche Volksschule bis 1886 7-11 1884 Prag/Wien Trennung der Eltern. Mutter lebt in Wien 9 1886 Militärschule 10-15 1891 Abbruch der Schule wegen Krankheit. Erste Gedichte in Zeitschriften. 15 1894 Prag Leben und Lieder, erster…

Interpretationsaufsatz:

Leise Begleitung von Rainer Maria Rilke


Die Kurzgeschichte „Leise Begleitung“ von Rainer Maria Rilke (1898), die aus dem Expressionismus stammt, handelt von einer Mutter-Sohn Beziehung, in welcher der Sohn nach Freiheit strebt, die Mutter ihm diese jedoch nicht erlaubt, da sie Angst hat ihren Sohn zu verlieren.

Der Sohn Miroslav, auch „Miro“ genannt, ist ein 18 jähriger, blonder Mann, der sich nach Freiheit sehnt und ein eigenes Leben unabhängig von seiner Mutter führen möchte. Die Mutter hingegen ist eine ruhige und ängstliche aber zugleich geschickte Frau, die im Laufe der Geschichte dem Sohn fiktiv eine Geschichte erzählt.

Zu Anfang sitzt die Mutter an einem Fenster und stickt. „Gestern und heute und morgen und auch alle Tage.“ (Z.1). An dieser Stelle wird bereits deutlich gemacht, dass die Mutter eine typische, alltägliche Lebensroutine führt. „Der Läufer ist noch kaum zur Hälfte fertig und schon welk.“ (siehe Z.1f).

Die Arbeit der Mutter scheint, wenn auch noch sehr unvollständig, schon zu verwelken. Bei dieser Metapher wird bereits ein Bezug zur Mutter-Sohn Beziehung hergestellt. Die Beziehung zwischen den Beiden ist noch nicht komplett ausgereift aber bereits am verwelken, was auch im Verlauf der Geschichte zunehmend verdeutlicht wird. „Aber die Hände sind einfach müd und bleiben liegen mitten im Weg.“ (Z.3f).

Die Hände stehen hier für das Leben allgemein und die Beziehung der Mutter zu ihrem Sohn: die Mutter ist müde und das Heranwachsen der Beziehung zu ihrem Sohn blieb mitten im Weg stehen. Mit dem Satz „Und Schiffe sollten doch in Freiheit fahren über die vielen Flüsse, ins Meer, in alle Meere.“ (Z.5f) wird veranschaulicht, dass die Mutter glaubt, dass ihr Sohn in die Freiheit segelt, sie also genau weiß, dass Schiffe, genau wie ihr Sohn in die Freiheit segeln sollten bis hinaus in das große weite Meer.

Das Meer ist hierbei ein Symbol für das Ungewisse.

Jedoch wird auch die Distanz zwischen Mutter und Sohn im weiteren Verlauf verdeutlicht wie man an den Sätzen „Sie sieht auch nicht auf, als ihr Sohn eintritt.“ (Z.9) oder „Man kann nicht zu ihr flüchten, man läuft an ihr vorbei.“ (Z.12f) erkennen kann.

Hier sagt Miro, dass er nicht zu seiner Mutter flüchten kann, das heißt er kann nicht mir ihr reden weder über seine Probleme noch über seine Gefühle. „Es gibt also keine Aussprache mit ihr.“ (Z.14). Miro verlässt daraufhin das Zimmer. (siehe Z.16). Die Mutter erschrickt dabei und „breitet schnell ihre Seele aus“. (Z.17).

Davon bekommt Miro jedoch nichts mit. Er geht hinaus und denkt sich: „Ich bin frei, ich bin frei .“ (Z.19) während sich seine Mutter einbildet, dass er immer noch im Zimmer sei und mit ihr reden würde. Bis zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte (Z.21) wird die Geschichte von einem auktorial.....[read full text]

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Im Anschluss fragen sie sich „Was?“ und „Hast du etwas gesagt?“ (Z.29). An dieser Stelle wird wieder verdeutlicht, dass die Mutter ihre persönlichen Kommunikationsschwierigkeiten mit ihrem Sohn auf die des Liebespaares projiziert. Sie gibt dem fiktiven Miro zu verstehen, dass Kommunikation zwischen zwei Menschen sehr schwierig sein und zu einem Teufelskreis werden kann.

Die Zeit ist nicht die Richtige. Beide kommen von verschiedenen Orten und lernen mit der Zeit sich zu hassen (siehe Z.33f). Das letzte Szenario findet auf einem Kirchhof statt und beide, der fiktive Miro und die fiktive Freundin finden es plötzlich ganz angenehm wie dem Leser an dem Satz „Denn [sie] wollen nichts mehr, als irgendwo ruhig sitzen dürfen vor lauter Müdigkeit.“ (Z. ) veranschaulicht wird.

Der Kirchhof ist hier ein Symbol für den Tod: beide sind nach diesem Leben damit einverstanden und haben keine Angst mehr von dem Tod, da sie einfach nur noch müde sind. „Und alles was noch dort ist, ist der Wind“ (siehe Z.30). Ein wichtiges Symbol ist hierbei wieder der Wind: Schnell wie die Zeit, verändert er alles und trägt die Liebenden davon und steht für die Kälte und Veränderung in der Beziehung.

Jedoch trägt der Wind den Liebenden die Zeit davon, bis sie sich zuletzt im „dunklen Haustor vielleicht noch einmal atemlos fragen: „Wann?“ (Z.43f). Wie bereits die vorherigen Male gibt es wieder keine ausreichende Antwort nur ein „Nicht Hier und Angst und Abschied.

Und die Seelen der beiden jungen Menschen konnten sich nie fassen.“ (siehe Z.50). Genau wie die Mutter die Seele des Sohnes nicht fassen kann, es noch nie konnte. Mit dem Satz „und das ist das Ende“ (Z.50) erzählt die Mutter nun noch doch dem fiktiven Miro, dass wenn der Vater nicht wäre, sie einmal am Sonntag die Zimmer voll mit weißen Blumen stellen und fortgehen würde (siehe Z.53f).

Die weißen Blumen symbolisieren hierbei den Tod. Miro's Mutter stellt diese auf und geht fort, da sie es nicht mehr ertragen kann für immer einsam zu sein. Sie will jedoch dem Tod nicht ins Gesicht blicken und geht fort trotz Schmerzen. Sie würde in die Kirchen und in die Landstraßen gehen und sich dem Wind stellen (siehe Z.55) und es würde ihr nichts ausmachen, da sie keine Angst hat.

Falls der Sohn sie verlässt, würde ihr ein großer Teil aus dem Leben fehlen, sodass wenn auch noch der Vater sie verlassen würde, sie nur noch den Schmerz hätte und ihren Geliebten in den Tod folgen würde. In diesen Zeilen wird dem Rezipienten deutlich gemacht, wie wichtig Miro ihr ist und wie schmerzhaft es für sie is.....

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Dies verdeutlicht die Flucht der Mutter vor ihrem Mann, der Kommunikation und der bevorstehenden Aussprache. Zu guter Letzt kommt Miro zusammen mit der Mutter die Treppe hinauf „als wären die beiden zusammen fortgewesen“ (Z.78). 

Die Mutter-Sohn Beziehung in der Kurzgeschichte ist größtenteils aus der Sicht der Mutter beschrieben. Sie träumt davon, dem Jungen zu gestehen, wie wichtig er ihr ist und wie schwer es für sie ist ihr Kind loszulassen. Sie weiß zum einem, dass sie Miro gehen lassen muss, da jeder Mensch einmal erwachsen wird und vergleicht ihren Sohn mit einem Schiff, das irgendwann den Horizont erreichen wird.

Zum Anderen will sie dies jedoch nicht tun, da es sie an den Kirchhof, welcher für sie für den Tod symbolisiert, erinnert und an die daraufhin folgende Tatsache, dass sie am Ende allein dastehen wird. Sie kann sich zwar in die Sichtweise von Miro hineinversetzen, da auch sie genau wie ihr eigener Sohn in Freiheit bzw.

Unabhängigkeit leben möchte und neue Wege einschlagen will, aber versucht zugleich ihn fiktiv davon abzuhalten. Dagegen empfindet Miro sein Familienhaus als sehr kühl, da zuhause nicht viel geredet wird, worüber er sich jedoch durchaus bewusst ist. Dies ist einer der Gründe, warum Miro Freiheit möchte: und zwar um ein neues Leben zu beginnen und dem Alltag zu entfliehen.

Zum Schluss jedoch, kommen Mutter und Sohn beide zusammen die Treppe hinauf. Die Mutter freut sich ihr Kind ein Tag länger bei sich zu haben, während der Sohn sich mit Schu.....

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