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History

University, School

Universität Bremen

Grade, Teacher, Year

2006, Wissmann

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Universität Bremen

Fachbereich 08 Geschichte

Proseminar Tochter - Gattin - Alte Jungfer. Weibliche Lebensformen im Bremer Bürgertum des 19. Jahrhunderts (VAK Nr. 08-235)

Wintersemester 2005/2006

Dozentin: Sylvelin Wissmann


Vergleich der Lehrpläne und Lernziele von Anne Corrigeux (1801), Carl Julius Arnold (1831 u. 1835) und H.W.A. Kotzenberg(1841)


Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung S. 3


2. Geschichtlicher Hintergrund:

Die Geschichte Bremen –

Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts S. 4-6


3. Die Pension und Töchterschule der Anne Corrigeux

3.1 Kurzbiografie

der Anne Corrigeux S. 6

3.2 Zum Lehrplan S. 6-7

3.3 Erläuterungen zum Inhalt der

einzelnen Fächer S. 7-8

3.4 Zu den Lernzielen S. 8


4. Die Töchterschule des Carl Julius Arnold

4.1 Zum Lehrplan S. 9

4.2 Erläuterungen zum Inhalt der

einzelnen Fächer S. 10-12

4.3 Zu den Lernzielen S. 12-13


5. Die Töchterschule des H.W.A. Kotzenberg

5.1 Kurzbiografie des

H.W.A. Kotzenberg S. 14

5.2 Zum Lehrplan S. 14-15

5.3 Erläuterungen zum Inhalt der

einzelnen Fächer S. 15-16

5.4 Zu den Lernzielen S. 17


6. Unterschiede der Lehrpläne und Lernziele S. 17-19


7. Fazit S. 20


8. Fachdidaktischer Entwurf S. 21-29


9. Quellen- und Literaturliste S. 30


10. Anhang S. 31


1. Einleitung


Wie sind „Weibliche Lebensformen im Bremer Bürgertum des 19.Jahrhunderts“ genauer zu untersuchen? Die erste Intuition wäre, die Bildung und Erziehung von Mädchen in den höheren Töchterschulen zu betrachten. In meiner Hausarbeit werde ich an expliziten Beispielen diese erste Intuition behandeln. Dabei werde ich auf den Unterricht, bzw. die Lehrpläne und Lernziele, von Anne Corrigeux, Carl Julius Arnold und Heinrich Wilhelm August Kotzenberg eingehen. Wichtig ist es zu betonen, dass der Fokus der Arbeit regional, auf den Raum Bremen, und zeitlich eng, auf die Jahre 1801, 1831 und 1835, und 1841, eingegrenzt ist.

Des weiteren muss beachtet werden, dass die Situation von beispielsweise Töchtern aus Arbeiterfamilien vollkommen anders war und dementsprechend auch anders bewertet werden muss, was in dieser Arbeit nicht näher betrachtet wird. Darüber hinaus ist die Untersuchung der Lehrpläne insofern prekär, dass wenig ergründbares Material vorhanden ist. Besonders desolat fällt daher die Beschreibung der Töchterschule der Anne Corrigeux, wie auch die ihrer Lebensumstände aus.

Gänzlich weg fällt aus diesem Grund die „Kurzbiografie“ des Carl Julius Arnold.

Um die Unterschiede der in verschiedenen Jahren erstellten Lehrpläne herauszustellen, wird an dieser Stelle vor der Analyse der Lehrpläne auf den folgenden Seiten eine ausführliche Einführung in Hintergrundwissen zu geschichtlichem Geschehen und dem Frauenleben allgemein und speziell in Bremen erfolgen.

Darauf folgt, wie bereits erwähnt, die Analyse der Lehrpläne, um sie anschließend in Beziehung zu einander zu setzen. Letzten Endes stelle ich meinen fachdidaktischen Entwurf bzw. meine Unterrichtsplanung bezüglich dieses Themas vor.


2. Geschichtlicher Hintergrund1

Die Geschichte Bremens –

Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts

Bei der zeitlichen Begrenzung dieses Themas bietet es sich an, die Geschichte Bremens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, zwei besonders markante und einschneidende Ereignisse der Geschichte als Anfangs- bzw. Endpunkt zu wählen, wenngleich die zeitliche Begrenzung damit ein wenig gebrochen wird: Von der Französischen Revolution (1789) bis zur Märzrevolution (1848).

Obwohl in der Zeit nach 1789 politische Unruhe wirkte, befand Bremen sich zunächst in einer wirtschaftlichen Blüte, 1799 gab es eine kurze Wirtschaftskrise, der Handel stagnierte beträchtlich, jedoch blieben fortwährende schwerwiegende Folgen für die Kaufleute aus. Im Schulwesen um 1800 war es nicht unüblich, dass Damen aus dem Bürgertum der oberen Mittelschicht mit guter Bildung in Bremen eine .....[read full text]

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1851 erfolgte der Ausbau der Hafenbecken von Bremerhaven, nachdem hier bereits 1849 das Auswandererhaus eröffnet wurde. Die Auswanderungszahlen stiegen an, am 18. Februar 1857 wurde der Norddeutsche Lloyd gegründet, der sich auf das Auswanderergeschäft spezialisierte.

1866 wurde Bremen Mitglied des Norddeutschen Bundes und 1871 schließlich Teil des Deutschen Reiches. 2



3. Die Töchterschule der Anne Corrigeux


3.1 Kurzbiografie der Anne Corrigeux

Anne Corrigeux wurde als Anne Remy in Frankreich geboren. Sie arbeitete, vor ihrer Heirat mit Dominicus Corrigeux, als Erzieherin im Hause des Hofrats Ebell in Bremen. In einem Bewerbungsschreiben 1801 an den bremischen Senat bittet Corrigeux um Erlaubnis zur Errichtung einer Schule für Mädchen. Aus dem darauf folgenden Werbeschreiben, aus dem Jahr 1806, geht hervor, dass sie die Pension und Töchterschule, um die sie 1801 bat, auf eine Töchterschule beschränken musste.

Ihr Sohn wurde pflegebedürftig und starb nach drei Jahren Krankheit. Nun wirbt Corrigeux 1806 für die wiedereröffnete Pension und beschreibt ihre Lehrgegenstände.2


3.2. Zum Lehrplan3

Bei Anne Corrigeux fällt auf, dass sie für ihre Töchterschule und Pension nur zwei Klassen vorgesehen hat. Da sie nur Mädchen vom sechsten bis achten Lebensjahr aufnimmt handelt es sich hierbei um eine Elementarschule. Beim Betrachten des Lehrplans (siehe tabellarische Ergänzung, S.7), den sie ihrem Bewerbungsschreiben 1801 beilegte, ist die ungleiche Verteilung der Fächer auf die Klassen sehr offenkundig.

Allerdings ist dies begründbar, da es sich hierbei um einen ersten Entwurf handelt und in groben Zügen die Lehrabsichten der Anne Corrigeux darstellt.


Tabellarische Ergänzung4 zum Lehrplan von 1801 (siehe Anhang):

Fächer

1.Klasse

2.Klasse

Religion

2

-

Deutsch

4

6

Geografie, Naturgeschichte

und Physik


2


-

Lesen

2

1

Französisch

3

3

Englisch

-

1

Sport / Körperlehre

-

4

Stricken

2

-

Nähen

4

-

3.3 Erläuterungen zum Inhalt der einzelnen Fächer5

Religion: Den Religionsunterricht beschränkt Corrigeux auf Lektionen in kindlicher Moral, sittliches und tugendhaftes Pressentiment und Verhalten. Für weiteren Religionsunterricht sind, wie es in Bremen üblich war, vom Elternhaus gewählte Prediger verantwortlich.

Deutsch: Richtiges Deutsch, Lesen und Schreiben zählt Corrigeux zu den Hilfskenntnissen, die das Fassen anderer Unterrichtsinhalte erst möglich macht. Damit wäre das höhere Aufkommen von Orthografiestunden in der unteren Klasse begründbar.

Geografie, Naturgeschichte und Physik: In diesen Fächern wird nur so viel unterrichtet wie eine gebildete Frau Anfang des 19. Jhd. wissen sollte bzw. musste.

Lesen: Dies gehörte, wie bereits erwähnt, zu den Hilfskenntnissen und wurde vermehrt in der oberen Klasse unterrichtet. Lektürestunden wurden mit Handarbeitsstunden verbunden.

Französisch: da diese die Muttersprache der Anne Corrigeux ist, ebenso die ihres Mannes, wird der Unterricht auch von diesen beiden und einer weiteren Person geleitet. Wichtig ist es Corrigeux, dass die Aussprache und das Schriftbild einwandfrei gelernt wird.

Englisch: Dieses Fach kann zusätzlich unterrichtet werden. In ihrem Lehrplan gibt Corrigeux diesem Fach bereits eine Lehrstunde in der zweiten Klasse.

Sport/Körperlehre: Dem Lehrplan zu entnehmen sind vier Stunden dafür in der zweiten Klasse angesetzt. Diese Stunden sind als „quelques idées de la connaissance de notre corps“(dt. „einige Begriffe des Wissens über unseren Körper“) gekennzeichnet und scheinen nur vermutbar auch dem Sport gewidmet zu sein. Denn in ihrem Werbeschreiben von 1806 ist dies als „Bewegung“ und „anständige Haltung des Körpers“6 a.....

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4.2 Erläuterungen zum Inhalt der einzelnen Fächern13

Geistesbildende Unterrichtsgegenstände:

Religion: Das Fach Religion stellt Carl Julius Arnold besonders hervor. Ihm liegt es sehr nahe die Bindung zu Gott und moralische Werte zu vermitteln. Zwar werden Bibeltexte und Liederverse auswendig gelernt, jedoch „[ .] soll die Religion weniger Gedächtnis- und Mundessache sein, als vielmehr Sache des Herzens und der Empfindung.“14 Deshalb liest Dr.

Arnold in der ersten Klasse eine Textstelle aus der Bibel oder das Sonntagsevangelium vor, um es anschließend zu erläutern und den Schülerinnen die moralischen und nützlichen Inhalte zu erklären bzw. darzustellen. Ähnlich ist es in der zweiten Klasse, hier jedoch werden häufiger Erzählungen aus der biblischen Geschichte beigefügt. In der dritten Klasse werden hauptsächlich biblische Geschichten behandelt, um nachfolgend Anwendung für die noch jungen Schülerinnen in deren Leben zu finden.

Deutsch: Das Fach Deutsch unterteilt er in seinem 1835 verfassten Nachtrag zum Werbeschreiben von 1831 in Rezitieren, Lesen, Deutsche Grammatik, Deutsche Literatur und Erklärung klassischer Gedichte. Jede Schülerin der dritten Klasse ist verpflichtet, wöchentlich zweimal zu rezitieren.

Das Lesen soll prononciert und natürlich sein. In den Grammatikstunden (vierte bis zweite Klasse) werden Ausarbeitungen und Übungen miteinander in Verbindung gesetzt. Die größeren Aufsätze, die jede Schülerin der zweiten bis ersten Klasse (hier in den Stilübungsstunden) alle 14 Tage schreiben, werden in den Grammatikstunden auf die Richtigkeit der Grammatik, des Stils, des Ausdrucks und der Synonymik überprüft.

Die erste Klasse kommt in den Genuss der Deutschen Literatur. Sie dient dazu, etwas über die Literaturgeschichte zu erfahren, sowie über bekannte Schriftsteller und deren Hauptwerke.

Geschichte: Das Fach Geschichte ist in Altertum, Mittelalter und Neuere Geschichte geteilt. Wichtig für das Fach Geschichte ist es Dr. Arnold, dass aus den Gegebenheiten und dem Handeln einflussreichen Personen der Vergangenheit gelernt wird. Um dies zu erreichen werden in den beiden untersten und gemeinsam unterrichteten Klassen die wesentlichen Fakten der alten Geschichte tabellarisch festgehalten.

Die dritte Klasse beschäftigt sich mit der Geschichte des Mittelalters und die erste mit der Neueren Geschichte. Um den Inhalt zu festigen wird oft abgefragt oder von Schülerinnen wiederholt. Wichtiges wird in „Nösselts kleine Weltgeschichte für Töchterschulen“ niedergeschrieben, der dafür separate N.....

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Sprechübungen werden, um Zeit zu sparen, während der Nähstunden abgehalten. In der ersten Klasse überwiegen Sprechübungen, jedoch sind auch hier schriftliche kleine Ausarbeitungen (z.B. auch Briefe) zweimal pro Woche zu übergeben. Die verwendeten Schulbücher sind: „Ponges französisches Elementarlesebuch“, „Hirzels französische Grammatik“ und „Professor Hundeikers und Professor Plates französisches Lesebuch“.

Englisch: Der Englischunterricht ist für die erste Klasse möglich, ist jedoch gesondert zu bezahlen.

Rechnen: Hier wird auch wieder deutlich, dass die Schülerinnen ausschließlich auf ihre spätere Rolle als Gattin, Hausfrau und Mutter vorbereitet werden. Neben Kopfrechnen und Tafelrechnen, stellt Dr. Arnold besonders heraus, dass seine Schülerinnen zu den Berechnungen des weiblichen Geschäftslebens befähigt sein müssen.

Was genau damit gemeint ist, geht aus seinem Schreiben nicht hervor. Anzunehmen ist, dass die Kontrolle über die Ausgaben des zukünftigen Haushaltes gemeint sind.


Mechanischen Fertigkeiten betreffende Unterrichtsgegenstände16

Handarbeit und Nähen: Handarbeit und Nähen sind zwei unterschiedliche Fächer und auch zeitlich voneinander getrennt. Hergestellt werden nur Dinge, die ihren späteren Nutzen finden. Außerdem wird gebeten, nur Arbeiten in der Schule zu beginnen. Des Weiteren werden diese Stunden zu französischen Sprechübungen genutzt.

Zeichnen und Malen: Ab 1835 ist ein zusätzlicher Lehrer für dieses Fach vertreten. Inhaltlich befasst man sich mit dem Zeichnen Blumen und Mustern. Um das Augenmaß zu schärfen, werden auch Holzklötze zu verschiedenen Figuren zusammengelegt und abgezeichnet. Dieses Fach unterstützt demnach die künstlerischen Fähigkeiten der Handarbeit und des Nähens.

Schreiben: Das Schreiben zählt aus dem Grunde ausschließlich zu den mechanischen Fertigkeiten, da Schülerinnen bei Aufnahme in die Schule das Schreiben bereits erlernt haben und in der höheren Töchterschule nur noch Schönschreiben gelehrt wird. Orthografie kommt nur noch in den untersten Klassen in vereinzelten Stunden vor.



4.3 Zu den Lernzielen17

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Besonders in den geistesbildenden Unterrichtsgegenständen wird explizit und evident auf die spätere Rolle der Mädchen eingegangen.

Beim Unterrichtsgegenstand Geografie wird dies besonders deutlich. Nicht nur die Tatsache, dass Karten zur Visualisierung angefertigt werden, was „[ .] die mechanische Fertigkeit des Zeichnens beabsichtigt[ .]“22und das Interesse der Mädchen erhöhen soll, sondern auch das Eingehen auf fremde Kulturen, insbesondere das genauere Behandeln der weiblichen Lebensformen, einschließlich der Sitten und Gebräuche, ist Indiz dafür.

Außerdem sollen die Mädchen erkennen, was „[ .] auf einer richtigen Reise besehens- und bemerkenswerth wäre.“23

Zur Didaktik des Geschichtsunterrichts äußert Arnold sich nicht sonderlich auffallend konträr zur heutigen Vorgehensweise der Vermittlung der Geschichte. Man könnte sogar Konformität mit Inhalten des Buches „Geschichte unterrichten“ von Michael Sauer konstatieren, wie z. B. die Personalisierung und Chronologisches Verfahren24.

Wichtig ist es Arnold, dass die Schülerinnen aus der Vergangenheit und aus mehr oder weniger guten Taten ihre Schlüsse ziehen und ihr zukünftiges Handeln in Erinnerung an den Unterricht danach bestimmen.

Des weiteren ist bei den Lernzielen der Lehranstalt des Dr. Carl Julius Arnold gesondert herauszustellen, dass sehr viel Wert auf „[ .] religiöse Weckung des Kindesherzens, Belebung des moralischen Gefühls [und] hinanführen des Gemüths zum Allvater der Liebe [ .]“25, gelegt wird.


5. Die Töchterschule des Heinrich Wilhelm August Kotzenberg


5.1 Kurzbiografie des Heinrich Wilhelm August Kotzenberg (1813 bis 1881)26

Heinrich Wilhelm Kotzenberg ist im Jahr 1813 als Sohn eines Lehrers in Wasserhorst geboren. Nach kurzer Beschäftigung an einer Volksschule wurde er Lehrer an der Handelsschule und am Jansonschen Lehrerseminar. Er war neben E.F. Feldmann Mitverfasser der „Sturmpetition“. Außerdem Präsident und Archivar der „Bürgerschaft“ und Verfasser anerkennend besprochener Lehrbücher, die seinen ohnehin guten pädagogischen Ruf als Privatlehrer für Spanisch, Englisch und Französisch noch erhöhten.

A. Kühtmann schreibt über ihn in der „Bremischen Biografie“: „Die natürliche Begabung, die Ruhe und Vornehmheit, womit Kotzenberg seinen demokratischen Standpunkt verteidigte, machten ihn bald zu einem der hervorragendsten Führer der Partei der Linken.“ Kotzenberg setzte sich engagiert fü.....

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Lesen: Dieses Fach wird als solches ausschließlich in der Elementarschule bezeichnet.

Schreiben: Richtiges Schreiben wird in der Elementarschule gelehrt, wobei Orthografie bzw. Schönschreiben in der höheren Schule seinen Platz findet.

Rechnen: In der Elementarschule wird innerhalb von eins bis 1000 gerechnet, in der höheren Schule werden das weibliche Geschäftleben betreffende Rechnungen durchgenommen.

Zeichnen: Das Zeichnen in der Elementarschule ist mit der Anschauungslehre verbunden. Es werden nur einfache Zeichnungen von Figuren und deren Umrissen angefertigt. Des Weiteren dient dieser Unterricht zur Vorbereitung auf den Geografieunterricht der höheren Schule. Erst in der nächsten Schulstufe werden umfassendere Zeichnungen produziert.

Musik: Zunächst werden Lieder zur Schulung des Gehörs und Belebung der Psyche gesungen, erst in höherer Schule wird näher auf Theorie eingegangen.

Naturgeschichte: Die ersten Kurse dieses Faches umfassen Erkundungen der Natur der näheren Umgebung zur Übung der Sinne, des Nachdenkens und der Beobachtung. Der Unterricht der höheren Schule befasst sich hingegen mit dem geschichtlichen Teil.

Deutsch: Die Elementarschule beschäftigt sich in diesem Fach mit Erzählungen, Fabeln, Märchen und Versen, um auch hier die Psyche des Kindes positiv zu beeinflussen. Die Mädchen der höheren Schule hingegen arbeiten an ihrem Stil, der Ausdrucksweise und richtigen Grammatik.

Geografie: Der Elementarunterricht befasst sich mit geologischen und geografischen Aspekten der gesamten Erdoberfläche, allerdings ausschließlich mit Entfernungen und Bestimmung des Standortes mit Hil.....

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