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Lesson plan
German studies

University, School

Gymnasium Rostock

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Frische Fahrt – Joseph Eichendorff Gedichtanalyse Das romantische Gedicht Frische Fahrt, verfasst 1810 von Joseph von Eichendorff, handelt von einem Frühlingserwach­en, welches für die Sehnsucht nach der Ferne und einem Aufbruch in das Unbekannte steht. Das lyrische Ich beschreibt die Landschaft und das Erwachen der Natur mit einem weiten Blick. Es möchte sich von dieser Stimmung mitreißen lassen. Eichendorffs Gedicht besteht aus zwei jeweils achtversigen Strophen, zwischen denen es einen Themen- und Perspektivwechs­el…

Unterrichtsstunde: J. W. v. Goethe „Meeres Stille“

Thema der Unterrichtseinheit: Natur- und Stimmungslyrik


Inhaltverzeichnis

1.    Bedingungsanalyse

1.1.    Die Schule und organisatorische Bedingungen

1.2.    Die Lerngruppe

2.    Sachanalyse

2.1.    J. W. v. Goethe „Meeres Stille“

3.    Didaktische Analyse

3.1.    Stellung der Stunde im Unterrichtsganzen

3.2.    Verankerung im Rahmenplan und in den Bildungsstandards

3.3.    Didaktische Rechtfertigung und Reduktion

4.    Lernziele

5.    Methodische Analyse

6.    Planung der Unterrichtsstunde

Didaktische Reserve:

Literatur


1.  Bedingungsanalyse

1.1.                    Die Schule und organisatorische Bedingungen

Das Musikgymnasium „Käthe-Kollwitz“ ist ein allgemeinbildendes Gymnasium, an welchem zurzeit 497 Schüler[1] in den Klassenstufen 5 bis 12 unterrichtet werden. Einige Schüler werden in Musikklassen neben der allgemeinbildenden Schulausbildung verstärkt im musisch-künstlerischen Bereich gefördert. Der Unterricht wird in Blöcken mit jeweils 90 Minuten abgehalten.

Die geplante Unterrichtsstunde findet am Mittwoch, dem 05.06.2013, von 12:45-13:30 im Raum 305 statt. Die Tische in diesem Raum sind so aufgestellt, dass alle Schüler mit dem Blick zur Tafel sitzen. Da der Raum relativ groß ist und auf Grund der geringen Schülerzahl noch ausreichend freie Plätze zur Verfügung stehen, können Phasen der Partnerarbeit problemlos realisiert werden, ohne dass es bei der Partnerwahl zu Gedränge kommt.

Zu Präsentationszwecken befindet sich in diesem Raum ein Overhead-Projektor mit zugehöriger Projektionsfläche.

Des Weiteren ist die Atmosphäre durch die großzügige Fensterfront hell und freundlich.

1.2.                    Die Lerngruppe

Die Klasse 7m1 ist eine Musikklasse, welche bis auf wenige Veränderungen im Wesentlichen seit der Klassenstufe 5 in dieser Zusammensetzung existiert. Es handelt  sich um eine feste Gemeinschaft, wobei jedoch auch deutlich wird, dass sich innerhalb dieser kleine Gruppen gebildet haben. Trotzdem gibt es im Umgang miteinander nur wenige Probleme, was ich bereits auf außerschulischen Veranstaltungen und im Unterricht erleben konnte.

Es ist zu beobachten, dass sich die Schüler in Phasen von Gruppen- oder Partnerarbeit größtenteils gut auf den jeweiligen Partner einstellen können.  

Die Klasse besteht aus 18 Schülern, wobei den 7 Jungen 11 Mädchen gegenüberstehen.

Es gibt ein Mädchen, Ha My, mit Migrationshintergrund, welches jedoch beim Verstehen von Aufgabenstellungen und Arbeitsanweisungen keine Probleme hat und über gute Deutschkenntnisse verfügt. Lediglich in den schriftlichen Leistungen hat sie gegenüber ihren Mitschülern geringe Nachteile, welche sie aber durch fleißiges und ehrgeiziges Arbeiten wettmacht.

Auch sozial ist sie gut in den Klassenverband integriert, sodass es diesbezüglich keine hemmenden Faktoren zu nennen gibt.

Seit drei Monaten hat die Klasse einen neuen Schüler, Michel, welcher aus der Klassenstufe 8 zurückversetzt wurde. Insgesamt ist seine Arbeitseinstellung wenig zufriedenstellend. Da ihm bewusst ist, dass er bereits in Klasse 8 versetzt wurde und die Noten, die er nun bekommt, im Prinzip keine Wirkungen haben, nimmt er die ihm erteilten Aufgaben oft nicht ernst.

Insgesamt ist in der Klasse spürbar, dass sich die Schüler im Alter zwischen 12 und 13 Jahren in der Pubertät befinden und für einige von ihnen viele Dinge außerhalb des schulischen Bereichs im Fokus des Interesses stehen. Laut Oerter/Montada befinden sich die Schüler am Punkt des Überganges von der Kindheit in die frühe Adoleszenz.[2] In dieser Übergangsphase zwischen Kindheit und Erwachsenenalter befinden sich die Schüler in einer Zwischenposition, die durch zwei wesentliche Veränderungen gekennzeichnet ist: „Verhaltensformen und Privilegien der Kindheit aufzugeben und Merkmale/Kompetenzen zu erwerben, die Aufgaben, Rollen und Status des Erwachsenen begründen.“[3] In diesem Prozess sind die Schüler der Klas.....[read full text]

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Die unterschiedlichen Stimmungen, die in den Gedichten  spürbar werden, kommen vor allem durch die rhythmische und metrische Gestaltung zur Geltung. Für die „Getragenheit des ersten Gedichts benutzt Goethe die mögliche Monotonie des fallenden Trochäus“[6] während durch den Daktylus mit einer betonten Silbe und zwei unbetonten Silben „der Schwung des Dreiviertel-Taktes“[7] im zweiten Gedicht nachempfunden wird.

Bereits die Schreibweise des Titels „Meeres Stille“ verweist auf die besondere Betonung des Aspekts der Stille. Für die Bedeutung des Wortes Stille existieren im Duden zwei Einträge. Zum einen bezeichnet es einen (wohltuenden) Zustand, der durch kein lärmendes Geräusch gestört wird, meint also eine akustische Stille. Zum anderen wird damit Bewegungslosigkeit ausgedrückt.

In dem Titel steht eindeutig die zweite Bedeutung der Stille im Vordergrund, wobei auch die akustische Ruhe des bewegungslosen Meeres für die beklemmende Stimmung des Gedichts eine Rolle spielt. In späteren Fassungen trägt das Gedicht den Titel „Meeresstille“, was den Aspekt der außerordentlichen und bedrohlich wirkenden Bewegungslosigkeit und Ruhe etwas aus dem Fokus rückt.

In den acht Versen des Gedichts wird auf eine anschauliche und bildhafte Weise eine Flaute auf dem Meer beschrieben. Weil sich die Luft überhaupt nicht mehr bewegt, befindet sich der Schiffer in Lebensgefahr. Diese bedrückende Stimmung wird, wie bereits angedeutet, durch den vierhebigen Trochäus unterstützt oder sogar getragen.   Durch den Reim, der in den ersten vier Versen ein unterbrochener und erst in den letzten vier Versen ein gewöhnlicher Kreuzreim ist, spürt der Leser beinahe eine spiralförmige Abwärtsbewegung, die die Ausweglosigkeit dieser Situation in besonderem Maße veranschaulicht.

Es entsteht das Gefühl, sich um seine eigene Achse zu drehen und außer der Weite des Meeres nichts, weder visuell noch haptisch, wahrnehmen zu können.

In den ersten vier Versen werden drei Hauptsätze parataktisch aneinandergereiht. Hier gelingt es Goethe, mithilfe von Inversionen die Wortgruppen „Tiefe Stille“ (V. 1), „Ohne Regung“ (V. 2) und „Glatte Fläche“ (V. 3) ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu stellen. Es handelt sich dabei um Substantive mit dazugehörigen Attributen, die den Stillstand verdeutlichen.

Sämtliche Aktivität kann nur vom Meer ausgehen, welches in dieser Situation jedoch „ruht“ (V. 2). Durch diese Personifikation wird der Natur eine Macht zugesprochen, gegen welche der Schiffer mit seiner sehr geringen Möglichkeit, aktiv zu werden („sieht“ (V. 3)), nicht anzukämpfen vermag. Das Adjektiv tief weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Stille sehr intensiv und stark ausgeprägt ist.

Diese enorme Ausprägung der Laut- und Bewegungslosigkeit wird gleich im ersten Wort des Gedichts explizit. Diesen Eindruck bekräftigt auch die Metapher „Glatte Fläche“, indem sie darauf verweist, dass sich das Meer nicht, wie sonst üblich, durch stetige Wellen in seiner Form ständig verändert. Es ist erstarrt und erscheint als eine ebene Ausdehnung.

Während das lyrische Ich in den Versen drei und vier noch über den Schiffer und seine aussichtslose Lage berichtet, scheint es in den zwei folgenden Versen so, als würde der Schiffer selbst verzweifelt in die endlose Weite des Meeres rufen: „Keine Luft von keiner Seite! / Todesstille fürchterlich!“ Diese elliptischen Ausrufe zeigen sehr deutlich, welche Angst und .....

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Obwohl sich beide Gedichte inhaltlich und thematisch auf das Meer und die Schifffahrt beziehen, transportieren sie völlig unterschiedliche Stimmungen und Gefühle. Thematisch kann man sie als eine Einheit lesen, wobei „Glückliche Fahrt“ die positive Fortsetzung von „Meeres Stille“ darstellt.

Da diesen Gedichten eine gewisse Musikalität zu eigen ist, wurden verschiedene Komponisten zu Stücken inspiriert. Neben den Vertonungen von Beethoven, Reichardt und Schubert ist hier hauptsächlich auf die Konzertouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“ D-Dur op. 27 von Mendelssohn-Bartholdy zu verweisen, da diese zur Vorbereitung auf die Auseinandersetzung mit dem Gedicht zum Einsatz kommt.

Das gesamte Stück hat eine Länge von etwa zwölf Minuten. In dieser Stunde lernen die Schüler nur die ersten drei Minuten kennen, da hier die Meeresstille durch den Einsatz vieler Streichinstrumente musikalisch interpretiert wird. Die Musik ist zunächst sehr langsam und ruhig, wird jedoch zunehmend hektischer und panischer. Durch den Einsatz der Holzbläser wird diese Aufregung spürbar.

Nach etwa drei Minuten setzt ein Flötensolo ein und die Musik wird schneller – der Wind treibt das Schiff voran.

3.   Didaktische Analyse

3.1.                    Stellung der Stunde im Unterrichtsganzen

Die gezeigte Unterrichtsstunde ist die siebte von neun geplanten zu dieser Lyriksequenz. Im ersten Block (1./2. Std.) werden die bereits bekannten Merkmale der Lyrik (Strophen, Vers, Reim, lyrisches Ich) wiederholt und die Schüler lernen die beiden Metren Jambus und Trochäus sowie die sprachlichen Bilder Metapher und Personifikation kennen. Dazu werden die Gedichte „Nacht ist schon hereingesunken“ von J. W.

Goethe und „Meeresabend“ von M. Strachwitz gemeinsam gelesen und besprochen.

Im zweiten Block (3./4. Std.) geht es darum, das neu Kennengelernte zu festigen und auf einen anderen Text zu übertragen. Zu diesem Zwecke beschäftigen wir uns mit dem Gedicht „Kurzes Unwetter“ von Karl Krolow. Durch die Erklärung des Ausdrucks „Wolkenpferd“ lernen die Schüler die Metapher als sprachliches Bild kennen, finden selbstständig weitere Metaphern aus dem Gedicht und beschreiben deren Wirkungsweise.

Zu Hause setzen sich die Schüler mit „Drinnen im Strauß“ von Max .....

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In den Bildungsstandards im Fach Deutsch für den Mittleren Schulabschluss wird darauf verwiesen, dass die Inhalte und Methoden des Faches, dazu beitragen sollen, dass die Schüler ihre Gefühle und Vorstellungen sprachlich ausdrücken können[9]. Insbesondere zur Entwicklung der Fähigkeit, sich über die verschiedenen Darstellungsweisen von Gefühlen und Stimmungen auszutauschen, leistet die Arbeit an lyrischen Texten einen enormen Beitrag.

Der Kompetenzbereich „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“, sieht vor, dass die Schüler Texte nach funktionalen und ästhetischen Gesichtspunkten analysieren und ihre Erkenntnisse auch für die Entwicklung ihrer eigenen Sprachentwicklung nutzen.

Es ist bereits erkennbar, dass es hier enge Verknüpfungen zum Kompetenzbereich „Sprechen und Zuhören“ gibt. Indem sich die Schüler in der Stunde darauf vorbereiten, ihre erarbeiteten Ergebnisse vor der Klasse vorzustellen, wird dieser Kompetenzbereich außerdem gefördert.

Der Bereich „Lesen – mit Texten und Medien umgehen“ sieht die Erarbeitung wesentlicher Fachbegriffe zur Erschließung von Literatur vor, um die Schüler dazu zu befähigen, literarische Texte verstehen und nutzen zu können. Dabei gilt es zu beachten, dass sprachliche Gestaltungsmittel immer in ihrer Wirkungsweise betrachtet und bewertet werden müssen.

3.3.                    Didaktische Rechtfertigung und Reduktion

Gedichte und Abzählreime sind oft die ersten literarischen Texte, denen Kinder beim Sprechenlernen begegnen. Die besondere sprachliche Gestaltung, die Wirkung der Sprache durch Reim, Metrum und Rhythmus begeistert sie. Später, im Jugendalter, wird Lyrik oft als schwer und unverständlich empfunden. Was dennoch bestehen bleibt, ist die Schönheit der Sprache, die durch die Verwendung von sprachlichen Bildern sowie rhetorischen Figuren durch einen bestimmten Sprechrhythmus erzeugt wird.

Der Deutschunterricht hat die Aufgabe, die Schüler mit verschiedenen Gedichten bekannt zu machen und ihnen einen Zugang zu dieser Gattung zu ermöglichen. Das Gedicht „Meeres Stille“ erscheint auf den ersten Blick aufgrund seiner Kürze und scheinbaren Einfachheit sehr zugänglich. Es werden verständliche Wörter gewählt, sodass der Inhalt von den Schülern gut erfasst werden kann.

Trotz dieser einfachen Wortwahl handelt es sich dabei um einen sehr anspruchsvollen Text. Um dessen Wirkung angemessen zu erklären, ist es wichtig, sich die Bedeutung der einzelnen Wörter genau bewusst zu machen. Die Sachanalyse hat gezeigt, dass die Stimmung des Gedichts und die Gefühle des lyrischen Ichs durch das Zusammenwirken von verschiedenen stilistischen Mitteln auf Wort- und .....

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Auf Grund der Komplexität der Analyse von Lyrik muss der Lerngegenstand deutlich reduziert werden, um ihn für die Schüler fassbar zu machen. Welche Fachbegriffe in der Klasse 7m1 in dieser Unterrichtseinheit eingeführt und wiederholt wurden, ist bereits im Punkt 3.1. beschrieben worden. Aus einer bereits zurückliegenden Unterrichtseinheit zu Balladen kennen die Schüler die rhetorische Figur Ellipse.

Um die Schüler nicht zu überfrachten, wurde auf die Einführung weiterer stilistischer Mittel verzichtet. Mithilfe dieser ihnen bekannten Fachbegriffe zur Lyrikanalyse gelingt es ihnen jedoch bereits, die im vorliegenden Text verwendete Sprache angemessen zu beschreiben und die Wirkungsweise zu erklären.

Trotz der deutlichen Reduktion der Fachtermini zur Lyrikanalyse wurden die Schüler im Unterricht stets dazu aufgefordert, die Stimmung eines Gedichts mithilfe der verwendeten Sprache (Verwendung von bestimmten Wörtern) zu erklären und eine Struktur-Funktionsanalyse auf einfachem Niveau durchzuführen. Somit soll erreicht werden, dass die Schüler die sprachliche Besonderheit von lyrischen Texten verinnerlichen.

4.   Lernziele

Das Grobziel für diese Stunde lautet:

Die Schüler erfassen und bewerten das Gedicht „Meeres Stille“ von J. W. v. Goethe hinsichtlich seiner Wirkungsweise.

(Lesen, Sprachgebrauch reflektieren, Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Anforderungsbereich I, II, III)


Es lässt sich in folgende Feinziele unterteilen:

Die Schüler erschließen die durch die Musik transportierte Stimmung und erkennen die Problemfrage der Stunde.

(Sprechen und Zuhören, Anforderungsbereich I)


Die Schüler erkennen sprachliche und strukturelle Merkmale des Gedichts.

(Lesen, Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Anforderungsbereich II)


Die Schüler bewerten die analysierten Strukturmerkmale des Textes hinsichtlich ihrer Wirkungsweise und nutzen diese Erkenntnis für ihre eigene Rezitation des Gedichts.

(Sprachgebrauch reflektieren, Sprechen und Zuhören, Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Anforderungsbereich III)

5.   Methodische Analyse

Motivation/Zielorientierung

Um die Schüler auf den zu behandelnden Text einzustimmen, werden sie aufgefordert, sich vorzustellen, sie befänden sich an einem schönen Tag mit einem Schiff auf dem Meer.

Nachdem die Schüler nun wissen, um welche bestimmte Situation es geht, hören sie die ersten drei Minuten der Konzertouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“ von F. Mendelssohn-Bartholdy. Sie werden aufgefordert, die Stimmung zu beschreiben, welche durch die Musik transportiert wird. Nachdem die Stimmung als ruhig, bedrohlich, gefährlich oder hilflos beschrieben wurde, stellt der Lehrer den Titel des zu b.....

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Für die Form der Partnerarbeit mit einem vorher festgelegten Partner habe ich mich entschieden, weil die Schüler erfahrungsgemäß auf diese Weise gute Ergebnisse erzielen. Es wird somit nicht nur das formale Analysieren und Interpretieren geübt, sondern die Schüler üben auch, ihr subjektives Verständnis von Literatur zu begründen und andere Standpunkte nachzuvollziehen.

Während dieser Phase arbeiten die Schüler mit Markierungen, Unterstreichungen und Stichworten am Text. Auf eine ausformulierte Interpretation wird verzichtet, da der Austausch über das Gedicht im Vordergrund steht. Während die Schüler arbeiten, hält sich der Lehrer zurück, stellt jedoch fest, welches Paar die Aufgabe entsprechend seiner Erwartung sehr gut löst.

Dieses Paar erhält den Text des Gedichts auf einer OHP-Folie und den Auftrag, seine Lösungen darauf zu übertragen, um somit die Ergebnisse später vor der Klasse präsentieren zu können.


Auswertung

In der Auswertungsphase stellt ein Paar seine Ergebnisse der Klasse vor. Hierbei wird besonderer Wert auf die Erklärung der Situation des Schiffers gelegt. Gut ist es, wenn die Schüler auch Stellung zum Reim und zum Metrum nehmen. Da dies jedoch zu dem neu eingeführten Stoff gehört, wird es im Arbeitsauftrag als Zusatz gekennzeichnet. Gehen die präsentierenden Schüler nicht darauf ein, wird die Frage nach Reim, Metrum und deren Funktion im Unterrichtsgespräch erörtert.


Sicherung

Zum Schluss stellt der Lehrer die Frage, warum die eingangs gehörte Musik so gut zu dem Gedicht passt?

Hier erwarte ich, dass die Schüler die enge Beziehung zwischen Musik und Text in Ansätzen erkannt haben. Bei einer Musikklasse kann man davon ausgehen, dass sie ihre Aussagen mithilfe des Einsatzes von bestimmten Instrumenten, wie z.B. Streicher, Holzbläser oder Flöte, begründen.


Didaktische Reserve

Da das Gedicht „Meeres Stille“ thematisch eng mit dem Gedicht „Glückliche Fahrt“ zusammenhängt, erscheint es sinnvoll die Schüler Mutmaßungen darüber anstellen zu lassen, was mit dem Schiffer passieren wird Dabei könnten sie ihre Aussagen wiederum mithilfe der Musik begründen.


6.   Planung der Unterrichtsstunde

Zeit

Didaktische

Funktion

Sozialform/

Methode

Lehrerhandlung

erwartete Schülerhandlung

Medien/Tafelbild

12:45

Motivation


LV




UG




Begrüßung

Stellt euch vor, ihr seid mit einem Schiff auf dem Meer.


Hört euch nun folgenden Musikausschnitt an! Beschreibt das Gefühl, welches mit dieser Musik übermittelt wird!




Der Text, den wir heute lesen wollen, trägt den Titel „Meeres Stille“.


à AB austeilen





- sehr ruhige Musik (Streicher)

- wirkt bedrohlich, gefährlich (Holzbläser)

- Gefühl der Einsamkeit und Hilflosigkeit

- Stimmung wird besser (Flötensolo)









MP 3 + Lautsprecher

12:53

Erstbegeg-nung mit dem Text

LV



UG

Ich werde euch das Gedicht jetzt vortragen.

- rezitiert das Gedicht


Beschreibt eure Eindrücke! (Wie hat euch das Gedicht gefallen?)

- hören aktiv zu, lesen mit

- hat gefallen / nicht gefallen

- es „passiert“ nichts

- hört sich gut an

- ruhig, gefährlich, panisch


12:55

Zielorien-

tierung




Problemati-sierung


LV

Wir wollen den Text untersuchen und dabei vor allem herausstellen, wie das lyrische Ich die Situation auf dem Wasser darstellt.



Wie wird die Situation des Schiffers sprachlich dargestellt?


Titel, Autor und Problemfrage an die Tafel schreiben.

12:58




Erarbeitung





PA

Untersucht, wie das lyrische Ich in dem Text die Situation des Schiffers beschreibt. Berücksichtigt dabei die Wortebene, Satzebene und die stilistischen Mittel.

Bereitet einen Gedichtvortrag vor, in dem die Situation deutlich wird!

Zusatz: Erklärt, welche Funktion das Metrum und der Reim in diesem Zusammenhang haben!


Arbeitet mit Markierungen und Stichworten am Text. Bereitet euch darauf vor, eure Ergebnisse vor der Klasse zu präsentieren!

- arbeiten mit einem vom L festgelegten Partner am Text


à siehe Erwartungsbild


Kopien mit dem Text

13:15

Auswertung




EA




UG


- bittet ein Paar nach vorne

Beginnt mit eurem vorbereiteten Gedichtvortrag und begründet ihn!


- im UG auf nicht genannte Aspekte hinleiten


1 Paar präsentiert seine Ergebnisse

 (siehe Erwartungsbild)



- andere S ergänzen ggf.


Folie mit dem Text

13:22

Sicherung

UG

Begründet, warum die eingangs gehörte Musik so gut zu dem Gedicht passt?



Die Musik war leise und ruhig. Es war, als würde nichts passieren. Durch den Einsatz der Holzbläser wurde die Musik ein wenig panisch. In dem Gedicht wird auch beschrieben, dass nichts passiert. Es weht kein Wind. Der Schiffer befindet sich deswegen in Lebensgefahr und ruft in Panik vom Schiff.


13:28

Hausaufgabe

LV

Goethe hat noch ein weiteres Gedicht geschrieben, welches thematisch eng mit dem Meer verbunden ist. Zu Hause lest ihr das Gedicht und bearbeitet die Aufgaben auf dem AB.



Didaktische Reserve:

Überlegt, wi.....

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