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Kolonisation in Afrika

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University, School

Johannes-Gutenberg Universität

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Exzerpt der Kapitel 6 und 7

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Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Institut für Ethnologie und Afrikastudien

Hauptseminar: Geschichte Afrikas seit 1940 (Teil 1, 1940-1970)

WS 2010/11

Leiter: Prof. Dr. Thomas Bierschenk


Exzerpt: Marx Kap. 6 & 7 (S. 113 – 152)


6.      Die koloniale Aufteilung Afrikas

S. 115 – bis in die 1870er europäische Präsenz: drei große territoriale Brückenköpfe in Algerien, Senegal und Südafrika und kleine Besitzungen an Westküste

-        in England seit 1880ern neue nationalistisch inspirierte expansionistische Stimmung → weitet sich auf andere Länder Europas aus

S. 116 – 1893 Abschluss der Aufteilung Afrikas

-        Englische Maxime der Expansion: „The Flag follows the trade“ → eher falsch: Investitionen der britischen Wirtschaft in ihre Afrikabesitzungen sehr gering

-        Oberschicht GBs eher in Indien investiert → Sicherung des britischen Besitzes in Indien → Intervention in Ägypten 1882 –> Kontrolle über Suezkanal und damit Seeweg nach Indien

S. 117 – Aufteilung: - südliches Afrika → wirtschaftliche Interessen

- Ostafrika → geostrategische Interessen (der Briten)

- Zentralafrika → nackte Geldgier

- Westafrika → Handelsinteressen (Briten), militärische Expansions- und Prestigeinteressen (Franzosen)


6.1  Ägypten

-        Muhammed Alis Sohn Ismail (1863-1879) und Vizekönig betrieb Modernisierungspolitik in Ägypten, die stark über seinen finanziellen Besitz hinaus ging → Auslandsanleihen mit 25-27% Zinssatz (von dem viel „unterwegs“ verschwand)

→ Schuldenfalle → Freigabe der ägyptischen Aktien am Suezkanal (1873) an GB

→ Staatsbankrott → finanzpolitisches Kuratel unter GB und Frankreich → staatliche Ausgaben auf absolutes Minimum gekürzt, um Schulden zu tilgen

→ Frankreich wurde von GB hinausgedrängt; GB saß fest, obwohl sie Rückzug geplant hatten →mit Herrschaft hatten sie auch Verantwortung für Schulden übernommen

→ Modernisierung des Landes gestoppt → in eine ökonomische Abhängigkeit als Lieferant von Rohstoffen für europäische Industrie gesetzt


6.2  Der Kongo

-        Belgiens König Leopold II suchte keine Kolonie für Belgien, sondern für sich selbst → eigene Bereicherungswünsche

S. 119 – wies sein Vorhaben als „philantrophisches Unternehmen zur Missionierung und Zivilisierung der Bevölkerung Zentralafrikas“ aus

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-        1884 rief Bismarck zur internationalen Konferenz zum Thema in Berlin, welche Zentralafrika aufteilte

-        Kongo-Freistaat war keine belgische Kolonie, sondern gehörte König persönlich


6.3  Südliches Afrika: Von der Bergbaurevolution zum Burenkrieg

-        1877 britische Übernahme, 1881 eingeschränkte Souveränität wiedergegeben, 1884 erklärte Berliner Regierung die Südwestküste Afrikas (Namibia) zum deutschen „Schutzgebiet“

S. 120 – in Südafrika Gold gefunden, Abbau benötigt massig Kapital → wenige Konzerne übernehmen gesamte Goldproduktion → viele Einwanderer in die bisher ländliche Burenrepublik

-        Minenindustrie konkurriert mit Farmen um Arbeitskräfte → Löhne der „Schwarzen“ werden niedrig gehalten, Freizügigkeit eingeschränkt

S. 121 – Burenkrieg (1899-1902); 1902 Lebenslage der Buren gefährdet → geben auf → damit war Kolonialeroberung im südlichen Afrika abgeschlossen; nächster Schritt: Zusammenschluss der vier Kolonien zur Union von Südafrika 1910.


6.4  Madagaskar

-        wechselnde Öffnungspolitik von Beginn der 19. Jahrhunderts; 1869 konvertiert Königshaus zum Christentum; gerät in finanzielle Abhängigkeit durch Modernisierungsprojekte

S. 122 – 1883 von Frankreich erobert; 1885 Regierung Madagaskars entmachtet


6.5  Westafrika

-        immer öfter mischten sich Europäer in Auseinandersetzungen ein und trugen den Sieg davon → afrikanische Modernisierungsregime verschwanden von der Bildfläche

-        GB verlor Zurückhaltung im Erwerb von Territorien

S. 124 – an Elfenbeinküste und anderen, wo Handelsinteressen der Franzosen überwiegen → Expansion weniger gewaltsam und größere Kooperation mit afrikanischen Partnern

-        1884 deutscher Reichskommissar hisst deutsche Flagge in Kamerun-Küste

-        Konflikte zwischen GB und Franzosen auch hier: Frankreich möchte Verbindung zwischen französischen Besitzungen; GB expandiert → 1898 Frankreich Ziel erreicht und GB erhält Unterlauf des Niger

-        1900 Frankreich beginnt Eroberung des Tschad, um Algerien, Senegal und Kongo in ein riesiges Kolonialreich zusammenzuführen


S. 125 6.5 Ostafrika

-        höhere Zahl an Mitspielern hier; Italien und Deutschland unter ihnen

→ Helgoland → Deutschland = südlich deutsche Sphäre

→ nördlicher Küstenabschnitt und Uganda → England = nördlich englische Sphäre

-        Deutschen wollten über Araber an Festlandküste indirekte Herrschaft aufbauen

→ Araber verdrängten aber Swahili-Oberschichten von der Macht

→ bringt Aufstand 1888 gegen Deutsche und Araber

→ Resultat: Zusammenbruch der Ostafrika-Gesellschaft und nachfolgende Interventionen des deutschen Staates


6.7  Ägyptens Hinterland, Äthiopien und das Horn von Afrika

S. 127 – Äthiopien hatte sich einen modernen staatlichen verwaltungs- und Herrschaftsapparat aufgebaut und neue Infrastruktur und gutes Militär geschaffen

S. 128 – Äthiopiens Kaiserreich wollte in den Westen und ins Somaliagebiet expandieren; um es einzudämmen, eroberte GB den Sudan

-        in Fashoda: Ende der Aufteilung Afrikas


Chronologie der Aufteilung Afrikas auf S. 130


7.      Die Kolonialkriege

7.1 Der frühe Kolonialstaat: Terror und Plünderung

S. 133 – umfassender Herrschaftsanspruch und Etablierung eines staatlichen Gewaltmonopols

→ Einrichtung einer Steuer auf Hütten- und später eine Kopfsteuer für gesamte Bevölkerung → strukturelle und negative Auswirkungen auf afrikanische Gesellschaft

Bsp.: in Südrhodesien: Bau größerer Häuser mit mehr Bewohnern und damit weniger Steuern → Kopfsteuer wird eingeführt → brachte Individualisierung der Bevölkerung voran, da jeder Erwachsene zahlen musste anstatt das Familienoberhaupt

-        in Berliner Konferenz bestimmt, dass Kolonialmächte wirklich über Land „herrschen“ müssen, nicht nur ihre Flagge hissen → Mächte dringen mit großer Härte militärisch in von ihnen beanspruchte Gebiete vor

-        um Kosten der Kolonien klein zu halten → Geschäft der Kolonialisierung an „Subunternehmer“ übertragen; meisten davon waren dem personell und finanziell nicht gewachsen, haben auf und versetzten Kolonien mit ihren brutalen Methoden in Aufruhr

-        einzige, die sich lange hielt und Kolonialstaat organisierte: Cecil Rhodes British South African Company, die erst 1923 ihre Macht an gewählt Siedler abgab

S. 135 – Der frühe Kolonialstaat war fast durchweg ein Terrorstaat

→ Kolonialstaat wurde nicht von Europäern, sondern von Afrikanern getragen

-        in Zentralafrika besonders brutal

Bsp.: Kautschuk-Ernte: Zwangsarbeiter für Raubbau an der Natur → Anforderungen (Stückzahl) nicht mit schwindenden Kautschukpflanzen zu decken → Gewalt gegen Arbeiter wird erhöht, damit sie mehr Erträge bringen

S. 136 – Terror verselbstständigt sich und nimmt ökonomisch irrationale Züge an, als Konzessionsgesellschaft den Soldaten Prämien für ihre erteilten Strafen zahlt

S. 137 – dieser Terror im Kongo-Freistaat kommen zu Tage, König muss Kongo abgeben

→ Kongo-Freistaat wird Belgisch-Kongo

-        Kolonialisierung wäre ohne Hilfe mancher Afrikaner nicht gelungen; diese „Helfer“ wendeten sich jedoch gegen Europäer als sich durch Steuerdruck und Zwangsarbeit ihr wahres Gesicht zeigt

→ leicht: Eroberung zentralisierter Staaten

→ schwer: Eroberung nicht zentral organisierte Gesellschaften= nicht ein Gegner, sondern gesamte Bevölkerung in einzelnen Dörfern


7.2  Feldzüge: Die Unterwerfung der Asante

-        Aufstieg des Reichs Asante (Mittelpunkt in Ghana) um Mitte des 18. Jahrhunderts; beteiligt am Sklavenhandel und systematischer Eroberung

→ investierte Gelder daraus in moderne Feuerwaffen

S. 140 – 1826 viel es mit England in Krieg, weil Engländer Fehler im Umgang mit Herrscher machten

-        ihre vielen siegreichen Kriege waren verlustreich an Männern und Waffen alterten, da Sklavenhandel verebbte und damit die Gelder für neue Waffen


7.3  Abnutzungskriege: Samori Touré und die französische Armee

S. 141 – Franzosen expandieren von Senegal in den Osten und stoßen in 1880ern auf Reich des Dyula-Kaufmanns Samori Touré (Guinea)

→ unterschiedliche ausgelegte Verträge zwischen Frankreich und ihm steigern sich zu Konfrontationen; Expansionsstreben französischer Offiziere unvereinbar mit Existenz eines mächtigen Reiches

S. 142 – trotz Reihe militärischer Erfolge erodiert Macht von Samori Touré bis er 1898 gefangengenommen und ins Exil gebracht wird


7.4  Religion als Spaltpilz: Die Eroberung von Buganda

-        Mitte 19. Jahrhundert: Karawanenstraße von Ostküste nach Buganda

-        islamischer Einfluss aus dem Osten für Herrscher Sicherheitsrisiko

-        Konflikte zwischen christlichen Missionaren und Bevölkerung, islamischen Händler-Diaspora an Königshof + Handelsrivalität in Region = Bürgerkrieg → britische Intervention = Sieg protestantischer Mächte und Absetzung des Königs


7.5  Völkermord: Der Herenokrieg in Deutsch-Südwestafrika

-        erste 10 Jahren deutsche Herrschaft: wenig mehr Präsenz als Ansprucherhebung

-        1894-1904 Stabilisierung der deutschen Stellung und stellen neuen Mitspieler in Machtkämpfen im Land

-        machten Sohn des Herrschers von sich abhängig → Landabgaben → deutsche Siedler machen sich breit

-        Deutsche Siedler lösen durch ihre Aggressivität Krieg aus, in dem der Maharero Herrscher wieder auf andere Seit an die Spitze des Widerstandskriegs wechselt

→ ab 1904 Völkermord der Herero und später auch der Nama (zunächst Verbündete)

S. 147 – große Teile des Volkes vernichtet; verloren führende Stellung im zentralen Teil des Landes

-        nach diesen Gräueln wurde Sorge getragen, dass die soziale Struktur und kulturelle Tradition der Überlebenden zerstört wurde

→ Verbot der Rinderhaltung, Lösung sozialer Verbände, Aufteilung an Farmen und Militär


7.6  Flächenbrand in Ostafrika: Der Majimaji-Krieg

-        hier dominierte keine afrikanische Bevölkerungsgruppe zahlenmäßig oder politisch-militärisch

-        Besitzungen sollten schnell zu tragenden Unternehmen ausgebaut werden

→ Anbau vermarktungsfähiger Pflanzen erzwungen; Ziel: Plantagenwirtschaft

-        Anführer integrierte islamische Glaubenselemente, um Muslime Beteiligung zu erleichtern; sie griffen Deutsche an, die besonders brutal im Süden vorgingen

-        Deutscher Gouverneur setzte auf Strategie „verbrannte Erde“ um Lebensgrundlage der Gegner zu vernichten

S. 149 → größter Aufstand in Ostafrika, der von Juli 1905 bis August 1907 dauerte


7.7  Die letzte große Eroberung: Libyen

-        Italien Interesse an Libyen, das bis dahin noch zum Osmanischen Reich gehört

→ startet mit ökonomischer Durchdringung, um Abhängigkeit zu schaffen, die sich mit Hinblick auf politisch-militärischer Expansion auszahlen würde

-        1911 Ultimatum an Libyen –> nach Ablauf Besetzung libyscher Hafenstädte

→ Reaktion der Italiener brutal

-        1912 nötigen Italien Osmanen an Verhandlungstisch

→ religiöse Autorität des Sultan aufrecht erhalten, aber Errichtung einer italienischen Herrschaft durch Abzug osmanischer Truppen

-        Bevölkerung leistet weiterhin Widerstand -->Krieg nicht vorüber

-        italienische Herrschaft im Landesinneren bleibt bis zum 1. WK auf einige befestigte Stützpunkte beschränkt; Eroberung dauert in manchen Regionen bis in die 1930er


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