Miscellaneous

Kolonisation in Afrika

1.571 Words / ~5 pages
<
>
swopdoc logo
Download
a) trade for free
b) buy for 3.93 $
Document category

Miscellaneous
History

University, School

Johannes-Gutenberg Universität

Grade, Teacher, Year

Exzerpt der Kapitel 6 und 7

Author / Copyright
Text by Christelle R. ©
Format: PDF
Size: 0.15 Mb
Without copy protection
Rating [details]

Rating 4.2 of 5.0 (12)
Live Chat
Chat Room
Networking:
0/0|0[0.0]|0/0







More documents
Herrschaftsform­en Diverse Herrschaftsform­en – griechische Kolonisation – Mythos zum Logos Inhalt Herrschaftsform­en. 2 Hesiod. 3 Die griechische Kolonisation. 4 Vom Mythos zum Logos 5 absolute Monarchie (Alleinherrscha­ft à an der Spitze des Staates steht ein König, Kaiser,.) Ø konstitutionell­e (parlamentarisc­he) Monarchie (König hat keine uneingeschränkt­e Macht à kann keine Gesetzt beschließen; Parlament beschließt die Gesetze) Konstitution = Verfassung Ø Anarchie (= Ablehnung jeder staatlichen Ordnung) Ø Demokratie (= Volksherrschaft­) Ø Timokratie (= Herrschaft der Besitzenden à Wahlrecht wird von der Steuerleistung des Bürgers abhängig gemacht) Ø Plutokratie (= Geldherrschaft) Ø Aristokratie (= Herrschaft der „Besten“, Herrschaft des Adels) Ø Oligarchie (= Herrschaft der Wenigen, eine Adelsclique erobert die Macht) Ø Theokratie (= Herrschaft kirchlicher Vertreter) Ø Diktatur (= Form der absoluten Herrschaft einer einzigen Person oder einer Gruppe von Personen, es gibt keine Gewaltenteilung­) ..
Hochschule Niederrhein BA-KP M 1.1 Prof. Dr. Eisermann Hausarbeit, 1. Semester Bildung ohne Perspektive Über die Bildungsproblem­ati­k in Afrika Matrikelnr.: 948178 Sozialwesen – Kulturpädagogik WS 2013/14 berit.graf@stud­.hn­.de 08.01.2014 Inhaltsverzeich­nis 1 Einleitung 3 2 Problematik der Bildungsreform Afrikas 3 3 Bildung im wirtschaftliche­m Kontext 5 4 Positive Entwicklungen in der Bildung 6 5 Fazit 7 6 Literaturverzei­chn­is 8 Einleitung Noch immer gibt es in der heutigen Zeit Kinder und Jugendliche, welche unter den unterschiedlich­ste­n Lebensbedingung­en aufwachsen. In diesem Zusammenhang möchte ich mein Augenmerk auf Afrika richten, im Besonderen auf die Bildung Afrikas, einem Land zwischen Tradition und Moderne. Mittlerweile haben zwar bereits viele Kinder und Jugendliche in Afrika die Möglichkeit zur Schule zu gehen, doch obwohl die Anzahl der Bildungseinrich­tun­gen stetig steigt, gibt es hier von Land zu Land teilweise große Qualitätsunters­ch­iede. Zudem ziehen sich viele Probleme bezüglich der Schuldbildung über den ganzen Kontinent. Problematik der Bildungsreform Afrikas Die Kinder und Jugendlichen tragen häufig zum Lebensunterhalt der Familien bei oder bestreiten diesen gar allein. Die Jugendlichen sehen in der Arbeit eine Art Verselbstständi­gu­ng. Viele Familien sind aber auch sehr arm und auf zusätzliche Arbeit der

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Institut für Ethnologie und Afrikastudien

Hauptseminar: Geschichte Afrikas seit 1940 (Teil 1, 1940-1970)

WS 2010/11

Leiter: Prof. Dr. Thomas Bierschenk


Exzerpt: Marx Kap. 6 & 7 (S. 113 – 152)


6.      Die koloniale Aufteilung Afrikas

S. 115 – bis in die 1870er europäische Präsenz: drei große territoriale Brückenköpfe in Algerien, Senegal und Südafrika und kleine Besitzungen an Westküste

-        in England seit 1880ern neue nationalistisch inspirierte expansionistische Stimmung → weitet sich auf andere Länder Europas aus

S. 116 – 1893 Abschluss der Aufteilung Afrikas

-        Englische Maxime der Expansion: „The Flag follows the trade“ → eher falsch: Investitionen der britischen Wirtschaft in ihre Afrikabesitzungen sehr gering

-        Oberschicht GBs eher in Indien investiert → Sicherung des britischen Besitzes in Indien → Intervention in Ägypten 1882 –> Kontrolle über Suezkanal und damit Seeweg nach Indien

S. 117 – Aufteilung: - südliches Afrika → wirtschaftliche Interessen

- Ostafrika → geostrategische Interessen (der Briten)

- Zentralafrika → nackte Geldgier

- Westafrika → Handelsinteressen (Briten), militärische Expansions- und Prestigeinteressen (Franzosen)


6.1  Ägypten

-        Muhammed Alis Sohn Ismail (1863-1879) und Vizekönig betrieb Modernisierungspolitik in Ägypten, die stark über seinen finanziellen Besitz hinaus ging → Auslandsanleihen mit 25-27% Zinssatz (von dem viel „unterwegs“ verschwand)

→ Schuldenfalle → Freigabe der ägyptischen Aktien am Suezkanal (1873) an GB

→ Staatsbankrott → finanzpolitisches Kuratel unter GB und Frankreich → staatliche Ausgaben auf absolutes Minimum gekürzt, um Schulden zu tilgen

→ Frankreich wurde von GB hinausgedrängt; GB saß fest, obwohl sie Rückzug geplant hatten →mit Herrschaft hatten sie auch Verantwortung für Schulden übernommen

→ Modernisierung des Landes gestoppt → in eine ökonomische Abhängigkeit als Lieferant von Rohstoffen für europäische Industrie gesetzt

Download Kolonisation in Afrika
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis


6.2  Der Kongo

-        Belgiens König Leopold II suchte keine Kolonie für Belgien, sondern für sich selbst → eigene Bereicherungswünsche

S. 119 – wies sein Vorhaben als „philantrophisches Unternehmen zur Missionierung und Zivilisierung der Bevölkerung Zentralafrikas“ aus

-        1884 rief Bismarck zur internationalen Konferenz zum Thema in Berlin, welche Zentralafrika aufteilte

-        Kongo-Freistaat war keine belgische Kolonie, sondern gehörte König persönlich


6.3  Südliches Afrika: Von der Bergbaurevolution zum Burenkrieg

-        1877 britische Übernahme, 1881 eingeschränkte Souveränität wiedergegeben, 1884 erklärte Berliner Regierung die Südwestküste Afrikas (Namibia) zum deutschen „Schutzgebiet“

S. 120 – in Südafrika Gold gefunden, Abbau benötigt massig Kapital → wenige Konzerne übernehmen gesamte Goldproduktion → viele Einwanderer in die bisher ländliche Burenrepublik

-        Minenindustrie konkurriert mit Farmen um Arbeitskräfte → Löhne der „Schwarzen“ werden niedrig gehalten, Freizügigkeit eingeschränkt

S. 121 – Burenkrieg (1899-1902); 1902 Lebenslage der Buren gefährdet → geben auf → damit war Kolonialeroberung im südlichen Afrika abgeschlossen; nächster Schritt: Zusammenschluss der vier Kolonien zur Union von Südafrika 1910.


-        wechselnde Öffnungspolitik von Beginn der 19. Jahrhunderts; 1869 konvertiert Königshaus zum Christentum; gerät in finanzielle Abhängigkeit durch Modernisierungsprojekte

S. 122 – 1883 von Frankreich erobert; 1885 Regierung Madagaskars entmachtet


6.5  Westafrika

-        immer öfter mischten sich Europäer in Auseinandersetzungen ein und trugen den Sieg davon → afrikanische Modernisierungsregime verschwanden von der Bildfläche

S. 123 – Europäer unterstützten zunächst afrikanische Regierungen; sobald sich aber Alternative bot → direkte Einflussnahme → unterminieren der Regierungen

-        GB verlor Zurückhaltung im Erwerb von Territorien

S. 124 – an Elfenbeinküste und anderen, wo Handelsinteressen der Franzosen überwiegen → Expansion weniger gewaltsam und größere Kooperation mit afrikanischen Partnern

-        Konflikte zwischen GB und Franzosen auch hier: Frankreich möchte Verbindung zwischen französischen Besitzungen; GB expandiert → 1898 Frankreich Ziel erreicht und GB erhält Unterlauf des Niger

-        1900 Frankreich beginnt Eroberung des Tschad, um Algerien, Senegal und Kongo in ein riesiges Kolonialreich zusammenzuführen


S. 125 6.5 Ostafrika

-        höhere Zahl an Mitspielern hier; Italien und Deutschland unter ihnen

-        deutsch-engliche Rivalität 1890 über Vertrag ausgeräumt

→ Helgoland → Deutschland = südlich deutsche Sphäre

→ nördlicher Küstenabschnitt und Uganda → England = nördlich englische Sphäre

-        Deutschen wollten über Araber an Festlandküste indirekte Herrschaft aufbauen

→ bringt Aufstand 1888 gegen Deutsche und Araber

→ Resultat: Zusammenbruch der Ostafrika-Gesellschaft und nachfolgende Interventionen des deutschen Staates


6.7  Ägyptens Hinterland, Äthiopien und das Horn von Afrika

S. 127 – Äthiopien hatte sich einen modernen staatlichen verwaltungs- und Herrschaftsapparat aufgebaut und neue Infrastruktur und gutes Militär geschaffen

→ wurde eine Imperialmacht; von anderen offiziell akzeptiert, hintenherum aber bereit untereinander aufgeteilt

S. 128 – Äthiopiens Kaiserreich wollte in den Westen und ins Somaliagebiet expandieren; um es einzudämmen, eroberte GB den Sudan

-        in Fashoda: Ende der Aufteilung Afrikas



7.      Die Kolonialkriege

7.1 Der frühe Kolonialstaat: Terror und Plünderung

S. 133 – umfassender Herrschaftsanspruch und Etablierung eines staatlichen Gewaltmonopols

→ Einrichtung einer Steuer auf Hütten- und später eine Kopfsteuer für gesamte Bevölkerung → strukturelle und negative Auswirkungen auf afrikanische Gesellschaft

Bsp.: in Südrhodesien: Bau größerer Häuser mit mehr Bewohnern und damit weniger Steuern → Kopfsteuer wird eingeführt → brachte Individualisierung der Bevölkerung voran, da jeder Erwachsene zahlen musste anstatt das Familienoberhaupt

S. 134 – auch viele Aufstände aufgrund ständig steigender Steuern

-        in Berliner Konferenz bestimmt, dass Kolonialmächte wirklich über Land „herrschen“ müssen, nicht nur ihre Flagge hissen → Mächte dringen mit großer Härte militärisch in von ihnen beanspruchte Gebiete vor

-        einzige, die sich lange hielt und Kolonialstaat organisierte: Cecil Rhodes British South African Company, die erst 1923 ihre Macht an gewählt Siedler abgab

S. 135 – Der frühe Kolonialstaat war fast durchweg ein Terrorstaat

→ Hauptfinanzierungsgrundlage: Steuern → gewaltsame Eintreibung

→ Kolonialstaat wurde nicht von Europäern, sondern von Afrikanern getragen

-        in Zentralafrika besonders brutal

Bsp.: Kautschuk-Ernte: Zwangsarbeiter für Raubbau an der Natur → Anforderungen (Stückzahl) nicht mit schwindenden Kautschukpflanzen zu decken → Gewalt gegen Arbeiter wird erhöht, damit sie mehr Erträge bringen

S. 136 – Terror verselbstständigt sich und nimmt ökonomisch irrationale Züge an, als Konzessionsgesellschaft den Soldaten Prämien für ihre erteilten Strafen zahlt

→ Kongo-Freistaat wird Belgisch-Kongo

-        Kolonialisierung wäre ohne Hilfe mancher Afrikaner nicht gelungen; diese „Helfer“ wendeten sich jedoch gegen Europäer als sich durch Steuerdruck und Zwangsarbeit ihr wahres Gesicht zeigt

S. 138 – Widerstandskriege sind Teil der Eroberungskriege und keine Aufstände gegen etablierte Mächte

→ leicht: Eroberung zentralisierter Staaten

→ schwer: Eroberung nicht zentral organisierte Gesellschaften= nicht ein Gegner, sondern gesamte Bevölkerung in einzelnen Dörfern


7.2  Feldzüge: Die Unterwerfung der Asante

-        Aufstieg des Reichs Asante (Mittelpunkt in Ghana) um Mitte des 18. Jahrhunderts; beteiligt am Sklavenhandel und systematischer Eroberung

S. 140 – 1826 viel es mit England in Krieg, weil Engländer Fehler im Umgang mit Herrscher machten

-        ihre vielen siegreichen Kriege waren verlustreich an Männern und Waffen alterten, da Sklavenhandel verebbte und damit die Gelder für neue Waffen

-        Briten wollte sie aufgrund ihrer Siege und ihrer Macht endlich unterwerfen; zwingen 1874 den König abzudanken → Küstenregion wird zur britischen Kronkolonie


7.3  Abnutzungskriege: Samori Touré und die französische Armee

S. 141 – Franzosen expandieren von Senegal in den Osten und stoßen in 1880ern auf Reich des Dyula-Kaufmanns Samori Touré (Guinea)

→ unterschiedliche ausgelegte Verträge zwischen Frankreich und ihm steigern sich zu Konfrontationen; Expansionsstreben französischer Offiziere unvereinbar mit Existenz eines mächtigen Reiches


7.4  Religion als Spaltpilz: Die Eroberung von Buganda

-        Mitte 19. Jahrhundert: Karawanenstraße von Ostküste nach Buganda

-        islamischer Einfluss aus dem Osten für Herrscher Sicherheitsrisiko

→ 1876 Gewaltvorgang gegen Muslime und Willkommen von christlichen Missionaren

-        Konflikte zwischen christlichen Missionaren und Bevölkerung, islamischen Händler-Diaspora an Königshof + Handelsrivalität in Region = Bürgerkrieg → britische Intervention = Sieg protestantischer Mächte und Absetzung des Königs


7.5  Völkermord: Der Herenokrieg in Deutsch-Südwestafrika

-        erste 10 Jahren deutsche Herrschaft: wenig mehr Präsenz als Ansprucherhebung

-        1894-1904 Stabilisierung der deutschen Stellung und stellen neuen Mitspieler in Machtkämpfen im Land

-        Deutsche Siedler lösen durch ihre Aggressivität Krieg aus, in dem der Maharero Herrscher wieder auf andere Seit an die Spitze des Widerstandskriegs wechselt

-        General Lothar von Trotha wurde für Krieg eingesetzt → wünschte sich nicht nur Sieg, sondern völlige Ausrottung des Herero Volkes

→ ab 1904 Völkermord der Herero und später auch der Nama (zunächst Verbündete)

S. 147 – große Teile des Volkes vernichtet; verloren führende Stellung im zentralen Teil des Landes

-        nach diesen Gräueln wurde Sorge getragen, dass die soziale Struktur und kulturelle Tradition der Überlebenden zerstört wurde

→ Verbot der Rinderhaltung, Lösung sozialer Verbände, Aufteilung an Farmen und Militär


-        hier dominierte keine afrikanische Bevölkerungsgruppe zahlenmäßig oder politisch-militärisch

-        Besitzungen sollten schnell zu tragenden Unternehmen ausgebaut werden

→ Anbau vermarktungsfähiger Pflanzen erzwungen; Ziel: Plantagenwirtschaft

S. 148 – Propheten erlangten Gehör unter Bevölkerung; einer initiierte Bewegung zur Vertreibung der Deutschen; Gruppe nannte sich nach dem Geist „Hongo“

-        Anführer integrierte islamische Glaubenselemente, um Muslime Beteiligung zu erleichtern; sie griffen Deutsche an, die besonders brutal im Süden vorgingen

-        Deutscher Gouverneur setzte auf Strategie „verbrannte Erde“ um Lebensgrundlage der Gegner zu vernichten


Legal info - Data privacy - Contact - Terms-Authors - Terms-Customers -
Swap+your+documents



Parse error: syntax error, unexpected '{' in /var/www/bodo/dokumente-online.com/caching_ende.inc on line 23