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Term paper
Educational Science / Pedagogy

University, School

Universität Koblenz-Landau

Grade, Teacher, Year

2,0, 2009

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Text by Lotti G. ©
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Unterrichtsskiz­ze Klasse Schülerzahl Datum Stunde Fach 5h 16 09.10.13 2 WAG Unterrichtsskiz­ze zum Thema: Einführung Leimen Thema der Stunde:  Einführen Leimen                Organisatorisch­es: Kernziel: · S können Leimverbindunge­n fachgerecht vorbereiten und herstellen. S erfahren, was geschieht, wenn eine Leimstelle nicht ordentlich vorbereitet oder falsch geleimt wird.          ­   ­        ­             Phase/Zeit Lehrerverhalten Schüleraktivitä­t Sozial-form Medien 8.30 Einstieg 5‘ 8.35 Arbeitsphase 1 10‘ 8.45 Erarbeitung 7‘ Einstiegsgeschi­cht­: Das verwunschene Regal Gruppeneinteilu­ng (5 Gruppen) L gibt Versuchsanleitu­nge­n und Material aus -feuchtes Holz -Staubiges Holz -normal gepresst -normal unge presst -viel Leim ungepresst Was steht auf der Leimflasche? (Je nach Hersteller ggf.: Offene Zeit   Verarbeitungsze­it Presszeit      so lange sollen gefügte Teile gepresst werden Abbindezeit   endgültige Aushärtung) DEMO: Umgang mit Schraub- und Exzenterzwinge Schraubzwinge ohne und mit Zulage Sitzen am Gruppentisch Verteilen sich auf Werkinseln Technisches Experiment gem. Anleitung ausführen. Sitzen am Gruppentisch Plenum Gruppen-arbeit Plenum Geschichte Versuchs-anleit­ung­en Leimflaschen Spann werkzeuge 8.52 Arbeitsphase 2 15‘ Überwachen der Versuchsüberprü­fun­g Ggf. einschreiten, falls zu hohe dynamische Kräfte beim füllen
Übungsaufgaben für Kinder zum Thema Lesen Leseverständnis­: Sachtexte und Kurzgeschichte Sachtext Eichhörnchen Jeder kennt sie und jeder liebt sie: Die kleinen Eichhörnchen, die durch unsere Wälder, Parks und Gärten huschen.
Man findet sie überall da, wo es viele Bäume gibt. Sie klettern sehr geschickt, schnell und präzise. Außerdem können sie mit ihren kleinen Körpern, die gerade mal 200 bis 400 Gramm wiegen, auch kopfüber durch die Eichen, Buchen, Ahornbäume und Birken klettern.
Zieml­ich erstaunlich ist auch, dass sie bis zu fünf Meter weit springen können.
Das Fell des Eichhörnchen ist meistens rotbraun oder braun, einige sind aber auch braunschwarz. Der Bauch ist jedoch immer weiß.
Sie haben kleine braune Augen und Büschelchen an den Ohren.
Außerdem haben die kleinen Nagetiere lange, gebogene Krallen, die ihnen den nötigen Halt zum Klettern geben. 
Der buschige Schwanz dient als Balancierhilfe und beim Springen als Steuerruder.
Si­e wohnen in Kobeln. Das sind Nester, die sie in Bäumen bauen. Diese befinden sich in Nachbarschaft zu Spechthöhlen und Vogelnestern.
E­ich­hörnchen sind Allesfresser. Auf ihrem Speiseplan stehen Beeren, Nüsse, Knospen, Pilze aber auch Insekten, Würmer oder Vogeleier.
Sie werden bis zu 10 Jahre alt. Als Haustiere sind die süßen Geschöpfe nicht geeignet, da sie zu den Wildtieren gehören und in einem Haus wenig Bewegungsmöglic­hke­iten hätten. Quelle:

Kinderalltag und Kinderkultur


Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung
  2. Kinderkultur
  3. Methoden
  4. Kindertheater
  5. Fazit



1.      Einleitung

Es gibt heut zu Tage eine Menge fantasievoller Projekte mit professionellem Hintergrund. Der Wandel der Lebensbedingungen der Kinder und auch die durch die Gesellschaft vorgegebenen Rahmenbedingungen erfordern eine ständige Anpassung bzw. Erweiterung. Die zunehmende Individualisierung prägt immer mehr das Heranwachsen der Kinder, sowie auch das Leben der Erwachsenen.

Trotz Vergesellschaftung und einer ähnlichen Betroffenheit, durch beispielsweise Arbeitslosigkeit, liegt die Interessenbildung zunehmend beim einzelnen Individuum. Traditionen und Werte verlieren heute immer mehr an Bedeutung. Kirchen, Parteien und Jugendorganisationen, welche nicht nur die Möglichkeiten zur Teilnahme und Mitwirkung bieten, klagen seit Jahren über Nachwuchsmangel.

Doch wo finden Kinder noch Vorbilder und Orientierung fürs Erwachsenwerden? Die traditionellen Familienformen verfallen, die Zahl allein erziehender Eltern steigt. Arbeit und Beruf bieten auch keine solide Grundlage. Die Zukunft ist ungewiss, einzige Ausflucht ist die eigenständige Kinderkultur. (Witte, Wolfgang 1995, S. 23ff.)[1]

Gibt es abgeschlossenen von der Welt der Erwachsenen eine Welt nur für Kinder oder ist es bloß ein theoretischer Begriff der Kinderkultur?

Bestätigen lässt sich eine eigene Kinderkultur schon durch einen Blick in den Alltag. Schaltet man nachmittags den Fernseher an wird eine Vielzahl von Kindersendungen ausgestrahlt. In den Schaufenstern, in den Kindertagesstätten und in den Kinderzimmern werden ebenso Bestandteile der Kinderkultur sichtbar.

Die Regale der Warenhäuser präsentieren eine Vielzahl von Spielzeug und Kleidung allein für Kinder. All dies sind Elemente, welche ausschließlich für Kinder gedacht sind. Doch ist Kinderkultur allein über die Konsumwelt zu erfahren? Wie wird in der Gesellschaft damit umgegangen? Die Gesellschaft selbst konstruierte erst den Begriff der Kindheit. Die Bedeutung von kulturorientierter Arbeit mit Kindern ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen.

Die Kindheit ist eine eigenständige Lebenszeit. Wissenschaftler beschäftigen sich mit der Erforschung dieses Gebietes. Kinder sind nicht mehr bloß Nachkommen, sondern beanspruchen ihren eigenen Platz in der Gesellschaft.   

In meiner Hausarbeit möchte ich daher anfangen den Begriff Kinderkultur zu definieren. Um dieser Definition auf den Grund zu gehen empfiehlt es sich auch die Begriffe Kindheit und Kultur näher zu betrachten.

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Anschließend gehe ich auf die Methoden der wissenschaftlichen Beobachtung von kindlichen Lebenswelten ein. Welche Methoden gibt es und welche Anforderungen stellen diese an den Standpunkt des Betrachters?

Abschließend möchte ich am Beispiel des Kindertheaters die Möglichkeiten der Kinderkultur erfassen. Wird Kinderkultur allein für Kinder gemacht oder auch von Kindern? Welcher Spielraum eröffnet sich den Kindern? Welche kulturellen Angebote gibt es? Wie reagieren die Kinder auf diese?

Ziel meiner Hausarbeit ist dem Leser den Begriff Kinderkultur verständlich zu machen und ihn dafür zu sensibilisieren. Kinder sind eigenständige Individuum die ihren eigenen Platz in der Gesellschaft verdient haben. 


  1. Definitionen

Die Begriffe Kultur, Kinder und Kinderkultur werden in der heutigen Zeit ohne große Überlegung benutzt. Jeder kennt und verwendet sie. Doch was genau beinhalten diese Begriffe?

Die Kulturdefinition der UNESCO lautet wie folgt „Die Kultur kann in ihrem weitesten Sinne als die Gesamtheit der einzigartigen geistigen, materiellen, intellektuellen und emotionalen Aspekte angesehen werden, die eine Gesellschaft oder eine soziale Gruppe kennzeichnen. Dies schließt nicht nur Kunst und Literatur ein, sondern auch Lebensformen, die Grundrechte des Menschen, Wertesysteme, Traditionen und Glaubensrichtungen.“ ([2] Somit ist die Kultur bezogen auf etwas Ganzes.

Die Basis ist die Gesellschaft. Der Mensch bringt die Kultur hervor, er selbst gestaltet und erschafft sie. Es ist seine eigene Lebenskultur.

„Als Kindheit wird die Lebensphase bezeichnet, die der Phase der Jugend vorangeht. Kindheit wird unterteilt in frühe Kindheit (frühkindliche Entwicklung), Kindergartenalter und Schulalter.

Nach dem Jugendhilferecht ist Kind, wer noch nicht 14 Jahre alt ist.“ ( )[3] ist eine Definition der Kindheit. Kindheit ist ein Begriff mit gesellschaftlichem und historischem Ursprung.

Der Nachwuchs konnte auf die erwartete bzw. erhoffte Aufgabe in der Gesellschaft vorbereitet werden. Selbst erlebte Erfahrungen und Vorstellungen wurden somit weiter gegeben. Die Erwachsenen legten Normen, Verhaltensweisen und Ausdrucksweisen als Grundlage für das spätere Leben fest. Alleine sie hatten die Autorität um etwas fest zulegen. Das Recht der Ältern als Basis für die Weitergabe von Lebenserfahrungen, welche ein junger Mensch für das Leben braucht. 

Die Kultur der Kinder und Jugendlichen ist somit auch gekennzeichnet durch Fremdbestimmung. Die Eltern geben vor was die Kinder zu tun und zu lassen haben. Eine eigene Kultur entwickelte sich erst im 20. Jahrhundert. Eigene Interessen und Ideale traten in den Vordergrund. Doch was ist Kinderkultur heute? Nicht länger sind nur die Erwachsenen Repräsentanten der Wirklichkeit und Instanz zur Weitergabe von Erfahrungen.

Eine eigene Kultur für Kinder und Jugendliche beansprucht auch dieses Recht. In der heutigen Zeit verschwinden jedoch die Grenzen zwischen Erwachsenen-, Jugend- und Kinderkultur zunehmend. Elektronische Medien und die Konsumgesellschaft lassen alle Generationen glich erscheinen. Die Wirklichkeit wird aus „zweiter Hand“ erfahren. Gerade der Fernseher und Computer bedingen die Verallgemeinerung der altersspezifischen Kulturen.

Eine weitere Definition des Begriffes Kinderkultur betont das eigenständige kulturelle Handeln der Kinder. In kulturellen Bildungsprojekten sind Kinder als Zentrum zu betrachten. Eigene Konzepte von Wahrnehmung und Gestaltung der kindlichen Lebenswelt grenzen Kinder von den Erwachsenen und Jugendlichen ab.

Gleichzeitig beziehen Kinder sich aber auch auf diese. Sie experimentieren mit dem Fundus an Ritualen, Formen, Rollen und Dingen. Dabei entsteht nicht nur eine Kultur für Kinder sondern auch eine Kultur mit Kindern bzw. eine „Kultur der Kinder“.

Das alles setzt voraus das Kinder als selbstständiger Teil der Gesellschaft zu sehen sind. Nur dann können Kinder gleichberechtigt behandelt werden. Die Gesellschaft steht in der Pflicht Kindern die gleichen Möglichkeiten, wie Erwachsenen und Jugendlichen, zu bieten. Gleiche Möglichkeiten heißt nicht jedem Kind das gleiche anzubieten, sondern auf die vorhandene Situation und das vorherrschende Milieu einzugehen. (Schetelig, Silke; Maschek-Grüneisl, Magrit 2010) [5]

Der Warenmarkt zeigt sich jedoch „entkindlicht“. Die Kinderkultur bezieht sich zunehmend auf die Normen, Wünsche und Konsumstile der Jugendlichen. Der Markt richtet sich in erster Linie an die Vorgaben und an das Verlangen der Eltern und Jugendlichen, die das Kaufverhalten bestimmen. Die Prägung auf die Konsumlaufbahn beginnt jedoch schon im Babyalter. Es gibt eine Vielzahl von Waren für Kinder, wobei die Frage nach der Notwendigkeit nicht immer besteht.

In historischer Perspektive kann daher ein Wandel der Kinderkultur zur Konsumkultur festgestellt werden. Dafür sprechen die steigende Verallgemeinerung und der drastische Anstieg der Medien- und Konsumerfahrungen, eine Tendenz der Verjüngung wie auch die Veränderung der altersspezifischen Aneignungsformen. (Hengst, Heinz 2002, S.45ff.) [6]

Winfred Kaminski definiert den Terminus der Kinderkultur in seinem Aufsatz „Literarische Kinderkultur. Zwischen Wirklichkeit und Phantasie“ wie folgt. Der Begriff der Kinderkultur entstand im 20. Jahrhundert in Verbindung mit der Frage nach der Vorschulerziehung und der Debatte um die Geschichte der Kindheit.

Die Kinderkultur beinhaltet die Fragen nach der Lebenssituation, nach der Erziehung, nach der Kinderliteratur, -theater und - musik sowie auch die Frage nach den Umgang und Konsum der Medien.

Die Kultur der Kinder dient der Orientierung in der Gesellschaft, aber auch zur sozialen Interaktion untereinander u.a. durch Vor- und Nachmachen. Das fördert nicht nur imitative Fähigkeiten sondern auch Fantasie und Kreativität. Die kommerzielle Kindermassenkultur, welche durch Barbie, Pokemon und Co. vertreten werden, stand bislang unter dem Verdacht der Manipulation.

Neuste Forschungen ergaben jedoch, dass Kinder dem breiten Warenangebot der Massenkultur nicht hilflos ausgeliefert sind. Sie entwickeln ihren eigenen Gebrauch und Umgang mit der wechselnden Mode der Massenmedien. Kinder sind beispielsweise imstande Angebote des Mediums Fernseher durch eigene Texte zu überformen.

Kinderkultur ist ein System von Dingen und Zeichen, welche einen Sinn stiften. Zahlreiche kulturelle Angebote für Kinder sind auf Fixierung aus: Spiele mit Gegebenheiten. Den Gegensatz dazu bietet die Kultur der Kinder mit scheinbar purer Lust: Spiel mit Möglichkeiten. Diese unterschiedlichen Funktionen schließen sich aber nicht aus.

Die Durchdringung der Kinderkultur beinhaltet eine Vielzahl von Ausdrucksformen. Sogar die kommerzielle Kindermassenkultur ermöglicht Selbstdarstellung. Viele Sachen, angeeignet aus dem Warenangebot, sind Gegensätze zu der technisch vernünftigen Welt. Handlungskompetenz und soziale Mündigkeit entwickeln sich nur durch die Förderung der Kreativität, der Selbstständigkeit und der Eigeninitiative.

Daher sind die spezifischen Gebrauchsweisen wichtig für die spätere Entwicklung. Die Auseinandersetzung mit kulturellen Werten und Prozessen ergibt sich oft erst durch die fantasievolle Übersetzung der Gegebenheiten. (Kaminski, Winfred 2003, S. 24ff.) [7]  


  1. Methoden

Der Begriff Mapping beinhaltet die Kartografie von Räumen und deren Repräsentanz in Bildern und in anderen Medien. Künstlerische, alltagsästhetische und wissenschaftliche Inhalte sind Grundlage des Mappings. Die allseits bekannte Schnitzeljagd ist ein Beispiel für die Erschließung eines Raumes.

Die kreative Annäherung an Räume und Orte zeichnet den Reiz der künstlerischen Kartografie aus. Mapping erlaubt gerade eine freie Zusammenstellung der Methoden und ermöglicht die Nutzung von innovativen Perspektiven. Aktuelle Annäherung an Räume steht im Mittelpunkt des Mappings. Das gesellschaftlich-kulturelle Interesse an der zeitgenössischen Kunst und dem Wandel des globalen Raums unterstützen diese Tendenz.

Dabei hilft die Methode des Mappings bei der Annäherung und Untersuchung durch die gestalterische Grundlage. Es handelt sich um ein kulturelles Skript bzw. um einen methodischen Diskurs der die kulturellen Prozesse in alltäglichen, wissenschaftlichen und künstlerischen Zusammenhängen darlegt.

Seit ein paar Jahren ist eine gesteigerte Aufmerksamkeit pädagogischer Kulturprojekte und wissenschaftlicher Forschung für die Raumerkundung und Raumnutzung der Kinder und Jugendlichen festzustellen. Soziale, kulturelle, wirtschaftliche und religiöse Fragestellungen bilden den Untersuchungsschwerpunkt.

Lebensentwürfe und Überlebensstrategien von Kindern auf dem Land und in der Stadt, Zusammenleben der Familien und auch der Freundeskreis sind beispielhafte Untersuchungsgegenstände. Nicht nur Pädagogen und Wissenschaftler beteiligen sich an solchen Projekten auffällig ist gerade die zunehmende Zahl von Künstlern und Künstlerinnen. Sie stiften oft Projekte und Forschungsaufgaben. ([8] Busse, Klaus-Peter, S 1ff.)

Die Projekte des Mappings befassen sich aber auch mit der Herstellung von Bildern, welche die Anschaulichkeit des Geforschten untermalen, genannt „ansichten“. Dieser Sachbestand der Kunsthistorie ist das methodisch-didaktische Grundraster der Kartografie, aufgeschlüsselt in Lernorte, Lernwege und Entkonventionalisierung.

Lernorte werden noch unterschieden in Umgebungsräume, Fern-Nachbarschaften, Zwischenräume, fiktive Räume, Erinnerungstopografien und Institutionen. Umgebungsräume beinhalten lokale Orte (Stadtteil, Garten u.a.) und Nutzungsflächen.

Die Fern-Nachbarschaften stellen die globalisierten Räume da. Die Bewegung im Raum wird durch die Zwischenräume dargelegt. Fiktive Räume sind wie der Name schon vorgibt erfundene Räume und Utopien. Die Geschichte des Raums und der Raumnutzung sowie die kulturelle Seite finden sich in den Erinnerungstopografien wieder. Der letzte Bereich der Institutionen ist mittels Rathäuser, Kirchen, Museen, Schulen und Industriearchitektur definiert.

Die Sichtbox ist eine künstlerische Perspektive, welche entworfen und angewandt werden muss und Teil der Entkonventionalisierung. Das Gründeln, eine Handlung reflektieren, und das Einlassen, sich auf eine Situation einlassen, vervollständigt das Grundraster der Kartografie.

Voreinstellungen und fixierte Erwartungen vom Raum prägen häufig den didaktischen Prozess des Mappings. Der Verlauf des Mappings offenbart Entdeckungen und schließt mit einem Erkenntnisgewinn ab. In der vertrauten und gewohnten Umgebung löst das künstlerische Handeln oft Lernprozesse aus.

Der künstlerische Aspekt individualisiert den Lernprozess und ermöglicht einen anderen Blick auf Vertrautes, Gewohntes und auch Fremdes. (Busse, Klaus-Peter, S. 2ff.)[9]

Die aktuelle Nachfrage nach dem Mapping-Konzept ist durch die Nähe zu den interdisziplinären, selbsttätigen und projektorientiertem Lernformen zu erklären. Der lebensweltliche Bezug der Lernprozesse wird mittels der an Ort und Raum gebundenen künstlerischen Handlung gewahrt.

Die wichtigste Frage jedoch bleibt die Frage nach dem konkreten Thema. Mapping in der Schule und im Kunstunterricht fördert nicht nur das künstlerische Erforschen, sondern auch durch die vorher beschriebenen Methoden das eigene situativ geprägte Mappen des Lebensraums. Hierzu gehört der lokale Geographie- und Biologieunterricht sowie die Vernetzung von Räumen mittels Verkehr und Technik. (vgl.

Busse, Klaus-Peter 2007, S. 159)[10]

Insgesamt kann Mapping als Lernmethode, welche einen Lebensraum erkundet und seine kulturelle und kulturgeschichtliche Bedeutung beschreibt, gesehen werden. Jeder Form des ästhetischen Lernens liegt eine Methode zu Grunde, das Mapping ist bloß eine davon.

Die Kunstpädagogik lernt von den Methoden und schöpft neue Impulse, wenn die Zielsetzung des Mappings in der Vermittlungssituation bezeichnet bzw. begründet wird. Das ermuntert Schüler dazu Räume zu beobachten, zu unterscheiden, zu erkennen und zu erkunden, Erfahrungen künstlerisch zu dokumentieren und im besten Fall einen kommunikativen Austausch zu betreiben.

Busse, Klaus-Peter 2007, S. 238)[11]  

 

  1. Kindertheater

Die kindliche Bildung in Deutschland hat erst seit ein paar Jahren intensive politische Aufmerksamkeit erfahren. Die PISA Studie der UNESCO hat ihren Teil dazu beigetragen. Bildung wird als sozialer Prozess begriffen, welcher das Kind in den Mittelpunkt stellt und das nicht nur in der Kindertagesstätte oder anderen öffentlichen Einrichtungen, sondern gerade auch zu Hause in der Familie.

Die Bildungspläne der Länder unterstützen diesen Trend durch die Ausarbeitung eines Planes speziell für die Bildungs- und Erziehungsprozesse der Kinder. Die Umsetzung der Bildungspläne findet im Theater, in der Musikschule, in der Konzertpädagogik, in der Leseförderung, in der Museumspädagogik und in der Tanzdarstellung statt. Diese Institutionen erarbeiten Konzepte und bringen die Wirkung ihrer Arbeit in Einklang mit den Kindern, Erziehern sowie den Eltern.

Die Eltern haben eine besondere Verantwortung, welcher sie durch die Vermittlung von Kultur für ihre Kinder gerecht werden. Somit spielen soziale Herkunft und der kulturelle Hintergrund der Familien eine entscheidende Rolle für das weitere Leben und den Bildungsweg der Kinder. Kulturelle und künstlerische Angebote für Kinder sollten demnach Grundlage ästhetischer Bildungsprojekte in der Kindheit sein.


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