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Term paper
Educational Science / Pedagogy

University, School

Universität Koblenz-Landau

Grade, Teacher, Year

2,0, 2009

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Zieml­ich erstaunlich ist auch, dass sie bis…

Kinderalltag und Kinderkultur


Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung
  2. Kinderkultur
  3. Methoden
  4. Kindertheater
  5. Fazit



1.      Einleitung

Es gibt heut zu Tage eine Menge fantasievoller Projekte mit professionellem Hintergrund. Der Wandel der Lebensbedingungen der Kinder und auch die durch die Gesellschaft vorgegebenen Rahmenbedingungen erfordern eine ständige Anpassung bzw. Erweiterung. Die zunehmende Individualisierung prägt immer mehr das Heranwachsen der Kinder, sowie auch das Leben der Erwachsenen.

Trotz Vergesellschaftung und einer ähnlichen Betroffenheit, durch beispielsweise Arbeitslosigkeit, liegt die Interessenbildung zunehmend beim einzelnen Individuum. Traditionen und Werte verlieren heute immer mehr an Bedeutung. Kirchen, Parteien und Jugendorganisationen, welche nicht nur die Möglichkeiten zur Teilnahme und Mitwirkung bieten, klagen seit Jahren über Nachwuchsmangel.

Doch wo finden Kinder noch Vorbilder und Orientierung fürs Erwachsenwerden? Die traditionellen Familienformen verfallen, die Zahl allein erziehender Eltern steigt. Arbeit und Beruf bieten auch keine solide Grundlage. Die Zukunft ist ungewiss, einzige Ausflucht ist die eigenständige Kinderkultur. (Witte, Wolfgang 1995, S. 23ff.)[1]

Gibt es abgeschlossenen von der Welt der Erwachsenen eine Welt nur für Kinder oder ist es bloß ein theoretischer Begriff der Kinderkultur?

Bestätigen lässt sich eine eigene Kinderkultur schon durch einen Blick in den Alltag. Schaltet man nachmittags den Fernseher an wird eine Vielzahl von Kindersendungen ausgestrahlt. In den Schaufenstern, in den Kindertagesstätten und in den Kinderzimmern werden ebenso Bestandteile der Kinderkultur sichtbar.

Die Regale der Warenhäuser präsentieren eine Vielzahl von Spielzeug und Kleidung allein für Kinder. All dies sind Elemente, welche ausschließlich für Kinder gedacht sind. Doch ist Kinderkultur allein über die Konsumwelt zu erfahren? Wie wird in der Gesellschaft damit umgegangen? Die Gesellschaft selbst konstruierte erst den Begriff der Kindheit. Die Bedeutung von kulturorientierter Arbeit mit Kindern ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen.

Die Kindheit ist eine eigenständige Lebenszeit. Wissenschaftler beschäftigen sich mit der Erforschung dieses Gebietes. Kinder sind nicht mehr bloß Nachkommen, sondern beanspruchen ihren eigenen Platz in der Gesellschaft.   

In meiner Hausarbeit möchte ich daher anfangen den Begriff Kinderkultur zu definieren. Um dieser Definition auf den Grund zu gehen empfiehlt es sich auch die Begriffe Kindheit und Kultur näher zu betrachten.

Anschließend gehe ich auf die Methoden der wissenschaftlichen Beobachtung von kindlichen Lebenswelten ein. Welche Methoden gibt es und welche Anforderungen stellen diese an den Standpunkt des Betrachters?

Abschließend möchte ich am Beispiel des Kindertheaters die Möglichkeiten der Kinderkultur erfassen. Wird Kinderkultur allein für Kinder gemacht oder auch von Kindern? Welcher Spielraum eröffnet sich den Kindern? Welche kulturellen Angebote gibt es? Wie reagieren die Kinder auf diese?

Ziel meiner Hausarbeit ist dem Leser den Begriff Kinderkultur verständlich zu machen und ihn dafür zu sensibilisieren. Kinder sind eigenständige Individuum die ihren eigenen Platz in der Gesellschaft verdient haben. 

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  1. Definitionen

Die Begriffe Kultur, Kinder und Kinderkultur werden in der heutigen Zeit ohne große Überlegung benutzt. Jeder kennt und verwendet sie. Doch was genau beinhalten diese Begriffe?

Die Kulturdefinition der UNESCO lautet wie folgt „Die Kultur kann in ihrem weitesten Sinne als die Gesamtheit der einzigartigen geistigen, materiellen, intellektuellen und emotionalen Aspekte angesehen werden, die eine Gesellschaft oder eine soziale Gruppe kennzeichnen. Dies schließt nicht nur Kunst und Literatur ein, sondern auch Lebensformen, die Grundrechte des Menschen, Wertesysteme, Traditionen und Glaubensrichtungen.“ ([2] Somit ist die Kultur bezogen auf etwas Ganzes.

Die Basis ist die Gesellschaft. Der Mensch bringt die Kultur hervor, er selbst gestaltet und erschafft sie. Es ist seine eigene Lebenskultur.

„Als Kindheit wird die Lebensphase bezeichnet, die der Phase der Jugend vorangeht. Kindheit wird unterteilt in frühe Kindheit (frühkindliche Entwicklung), Kindergartenalter und Schulalter. Nach dem Jugendhilferecht ist Kind, wer noch nicht 14 Jahre alt ist.“ ( )[3] ist eine Definition der Kindheit. Kindheit ist ein Begriff mit gesellschaftlichem und historischem Ursprung.

Der biologische Aspekt sieht darin einen Reifungsprozess des Nachwuchses. Die Länge und Intensität variieren je nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen und Bedingungen und endet in der „Jugendwelt“. Der Nachwuchs nimmt den Platz der ehemaligen Elterngeneration ein. Die kulturelle Beeinflussung, insbesondere die der Institutionen, waren immer Vermittlungsinstanzen der Erwachsenen.

Der Nachwuchs konnte auf die erwartete bzw. erhoffte Aufgabe in der Gesellschaft vorbereitet werden. Selbst erlebte Erfahrungen und Vorstellungen wurden somit weiter gegeben. Die Erwachsenen legten Normen, Verhaltensweisen und Ausdrucksweisen als Grundlage für das spätere Leben fest. Alleine sie hatten die Autorität um etwas fest zulegen. Das Recht der Ältern als Basis für die Weitergabe von Lebenserfahrungen, welche ein junger Mensch für das Leben braucht. 

Die Kultur der Kinder und Jugendlichen ist somit auch gekennzeichnet durch Fremdbestimmung. Die Eltern geben vor was die Kinder zu tun und zu lassen haben. Eine eigene Kultur entwickelte sich erst im 20. Jahrhundert. Eigene Interessen und Ideale traten in den Vordergrund. Doch was ist Kinderkultur heute? Nicht länger sind nur die Erwachsenen Repräsentanten der Wirklichkeit und Instanz zur Weitergabe von Erfahrungen.

Die Entstehung von Subkulturen findet jedoch statt. Diese sind aber meist nicht alterspezifisch, sondern finden ihren Ursprung in der persönlichen Haltung. (Richard, Jörg 1988, S. 5)[4]

Eine weitere Definition des Begriffes Kinderkultur betont das eigenständige kulturelle Handeln der Kinder. In kulturellen Bildungsprojekten sind Kinder als Zentrum zu betrachten. Eigene Konzepte von Wahrnehmung und Gestaltung der kindlichen Lebenswelt grenzen Kinder von den Erwachsenen und Jugendlichen ab.

Gleichzeitig beziehen Kinder sich aber auch auf diese. Sie experimentieren mit dem Fundus an Ritualen, Formen, Rollen und Dingen. Dabei entsteht nicht nur eine Kultur für Kinder sondern auch eine Kultur mit Kindern bzw. eine „Kultur der Kinder“.

Das alles setzt voraus das Kinder als selbstständiger Teil der Gesellschaft zu sehen sind. Nur dann können Kinder gleichberechtigt behandelt werden. Die Gesellschaft steht in der Pflicht Kindern die gleichen Möglichkeiten, wie Erwachsenen und Jugendlichen, zu bieten. Gleiche Möglichkeiten heißt nicht jedem Kind das gleiche anzubieten, sondern auf die vorhandene Situation und das vorherrschende Milieu einzugehen. (Schetelig, Silke; Maschek-Grüneisl, Magrit 2010) [5]

Heinz Hengst betont in seinem Artikel „Zur Verselbständigung der kommerziellen Kinderkultur“ den Zusammenhang des soziokulturellen Wandels mit der Definition der Kinderkultur. Ein angebrachtes Verständnis des Begriffes erfolgt nur im Hinblick auf den sozikulturellen Werdegang. Die Ausbildung und Demonstration von Identitäten ist durch den Konsum der Kinder bestimmt.

Der Warenmarkt zeigt sich jedoch „entkindlicht“. Die Kinderkultur bezieht sich zunehmend auf die Normen, Wünsche und Konsumstile der Jugendlichen. Der Markt richtet sich in erster Linie an die Vorgaben und an das Verlangen der Eltern und Jugendlichen, die das Kaufverhalten bestimmen. Die Prägung auf die Konsumlaufbahn beginnt jedoch schon im Babyalter. Es gibt eine Vielzahl von Waren für Kinder, wobei die Frage nach der Notwendigkeit nicht immer besteht.

Winfred Kaminski definiert den Terminus der Kinderkultur in seinem Aufsatz „Literarische Kinderkultur. Zwischen Wirklichkeit und Phantasie“ wie folgt. Der Begriff der Kinderkultur entstand im 20. Jahrhundert in Verbindung mit der Frage nach der Vorschulerziehung und der Debatte um die Geschichte der Kindheit.

Unter Kinderkultur wird ein Sammelbegriff verstanden, welcher die unterschiedlichen Aspekte der Lebenswelt der Kinder beinhaltet. Dabei müssen mediale, sozialisatorische, juristische, institutionelle, psychologische und intellektuell-kognitive Dimensionen mit einbezogen werden. Eine Wissenschaft und Methode allein vermögen nicht die traditionelle Kinderliteratur, das Spielzeug, die Kleidung und die Sozialgeschichte der Kinder angemessen zu erforschen.

Die Kinderkultur beinhaltet die Fragen nach der Lebenssituation, nach der Erziehung, nach der Kinderliteratur, -theater und - musik sowie auch die Frage nach den Umgang und Konsum der Medien.

Die Kultur der Kinder dient der Orientierung in der Gesellschaft, aber auch zur sozialen Interaktion untereinander u.a. durch Vor- und Nachmachen. Das fördert nicht nur imitative Fähigkeiten sondern auch Fantasie und Kreativität. Die kommerzielle Kindermassenkultur, welche durch Barbie, Pokemon und Co. vertreten werden, stand bislang unter dem Verdacht der Manipulation.

Neuste Forschungen ergaben jedoch, dass Kinder dem breiten Warenangebot der Massenkultur nicht hilflos ausgeliefert sind. Sie entwickeln ihren eigenen Gebrauch und Umgang mit der wechselnden Mode der Massenmedien. Kinder sind beispielsweise imstande Angebote des Mediums Fernseher durch eigene Texte zu überformen.

Kinderkultur versucht die Spanne zwischen geschütztem Raum und Freiheiten zu vereinen. In der heutigen Zeit heißt das, dass Kinderkultur sich zwischen Spielplatz und Spielkonsole ereignet. Die klassischen Lego-Bausteine sind genau so Bestandteil wie die X-Box oder der Computer. Die Spannung zwischen den Gegensätzen darf nur nicht als negativer Faktor gesehen werden.

Die Durchdringung der Kinderkultur beinhaltet eine Vielzahl von Ausdrucksformen. Sogar die kommerzielle Kindermassenkultur ermöglicht Selbstdarstellung. Viele Sachen, angeeignet aus dem Warenangebot, sind Gegensätze zu der technisch vernünftigen Welt. Handlungskompetenz und soziale Mündigkeit entwickeln sich nur durch die Förderung der Kreativität, der Selbstständigkeit und der Eigeninitiative.

Daher sind die spezifischen Gebrauchsweisen wichtig für die spätere Entwicklung. Die Auseinandersetzung mit kulturellen Werten und Prozessen ergibt sich oft erst durch die fantasievolle Übersetzung der Gegebenheiten. (Kaminski, Winfred 2003, S. 24ff.) [7]  


Die kreative Annäherung an Räume und Orte zeichnet den Reiz der künstlerischen Kartografie aus. Mapping erlaubt gerade eine freie Zusammenstellung der Methoden und ermöglicht die Nutzung von innovativen Perspektiven. Aktuelle Annäherung an Räume steht im Mittelpunkt des Mappings. Das gesellschaftlich-kulturelle Interesse an der zeitgenössischen Kunst und dem Wandel des globalen Raums unterstützen diese Tendenz.

Aktuelle Themen wie Migration, Globalisierung und Nachhaltigkeit bestimmen daher das Geschehen. Diese Prozesse verändern auch das Verhalten der Menschen. Es entstehen Neuerungen, Innovationen aber auch Gefahren. Räumen und Orten nähert sich die zeitgenössische Kunst durch die Untersuchung der Nutzung, der Struktur und Veränderung an. Die objektive Recherche und der subjektive Zugriff bedingen einander.

Dabei hilft die Methode des Mappings bei der Annäherung und Untersuchung durch die gestalterische Grundlage. Es handelt sich um ein kulturelles Skript bzw. um einen methodischen Diskurs der die kulturellen Prozesse in alltäglichen, wissenschaftlichen und künstlerischen Zusammenhängen darlegt.

Lebensentwürfe und Überlebensstrategien von Kindern auf dem Land und in der Stadt, Zusammenleben der Familien und auch der Freundeskreis sind beispielhafte Untersuchungsgegenstände. Nicht nur Pädagogen und Wissenschaftler beteiligen sich an solchen Projekten auffällig ist gerade die zunehmende Zahl von Künstlern und Künstlerinnen. Sie stiften oft Projekte und Forschungsaufgaben. ([8] Busse, Klaus-Peter, S 1ff.)

Die künstlerische Kartographie im Zusammenhang mit Mapping-Projekten beschränkt sich nicht nur auf den Umgang mit Karten. Es wird vielmehr mit dem visuellen Ausdruck des Ordnens, Forschens und Vermessens, namens „aufsichten“, gearbeitet. Die Projekte des Mappings befassen sich aber auch mit der Herstellung von Bildern, welche die Anschaulichkeit des Geforschten untermalen, genannt „ansichten“.

Dieser Sachbestand der Kunsthistorie ist das methodisch-didaktische Grundraster der Kartografie, aufgeschlüsselt in Lernorte, Lernwege und Entkonventionalisierung.

Lernorte werden noch unterschieden in Umgebungsräume, Fern-Nachbarschaften, Zwischenräume, fiktive Räume, Erinnerungstopografien und Institutionen. Umgebungsräume beinhalten lokale Orte (Stadtteil, Garten u.a.) und Nutzungsflächen. Die Fern-Nachbarschaften stellen die globalisierten Räume da.

Die Lernwege beinhalten folgende Punkte: das Aufsichten (vermessen, erkunden, forschen), das Ansichten (Bilder über Räume), das Ausschneiden (Bilder von Räumen sammeln), das Bewegen (an einen Ort gehen), das Einrichten (planen und einrichten) und das Verändern (einen Ort verändern). 

Die Sichtbox ist eine künstlerische Perspektive, welche entworfen und angewandt werden muss und Teil der Entkonventionalisierung. Das Gründeln, eine Handlung reflektieren, und das Einlassen, sich auf eine Situation einlassen, vervollständigt das Grundraster der Kartografie.

Voreinstellungen und fixierte Erwartungen vom Raum prägen häufig den didaktischen Prozess des Mappings. Der Verlauf des Mappings offenbart Entdeckungen und schließt mit einem Erkenntnisgewinn ab. In der vertrauten und gewohnten Umgebung löst das künstlerische Handeln oft Lernprozesse aus.

Der künstlerische Aspekt individualisiert den Lernprozess und ermöglicht einen anderen Blick auf Vertrautes, Gewohntes und auch Fremdes. (Busse, Klaus-Peter, S. 2ff.)[9]

Mapping ist der künstlerische Handlungsrahmen für den Ablauf und die Wiedergabe vieler Lernprozesse. Schulkinder leisten jenes, was auch Künstler und Künstlerinnen in Mapping-Projekten erarbeiten. Arbeitspläne und Aufgaben werden entwickelt, deren Machbarkeit geprüft und anschließend evaluiert um einen Erkenntnisfortschritt zu erlangen. Die wichtigste Frage jedoch bleibt die Frage nach dem konkreten Thema.

Mapping in der Schule und im Kunstunterricht fördert nicht nur das künstlerische Erforschen, sondern auch durch die vorher beschriebenen Methoden das eigene situativ geprägte Mappen des Lebensraums. Hierzu gehört der lokale Geographie- und Biologieunterricht sowie die Vernetzung von Räumen mittels Verkehr und Technik. (vgl. Busse, Klaus-Peter 2007, S. 159)[10]

Insgesamt kann Mapping als Lernmethode, welche einen Lebensraum erkundet und seine kulturelle und kulturgeschichtliche Bedeutung beschreibt, gesehen werden. Jeder Form des ästhetischen Lernens liegt eine Methode zu Grunde, das Mapping ist bloß eine davon. Die Kunstpädagogik lernt von den Methoden und schöpft neue Impulse, wenn die Zielsetzung des Mappings in der Vermittlungssituation bezeichnet bzw. begründet wird.

Ein Blick in den Alltag der Menschen zeigt, dass wir dies täglich tun. Eine Wiese an einem Flussufer wird hinsichtlich der Eignung für Freizeitaktivitäten geprüft und schnell entstehen daraus Rituale, wie das Grillen an heißen Sommerabenden. (vgl. Busse, Klaus-Peter 2007, S. 238)[11]  

 

  1. Kindertheater

Die kindliche Bildung in Deutschland hat erst seit ein paar Jahren intensive politische Aufmerksamkeit erfahren. Die PISA Studie der UNESCO hat ihren Teil dazu beigetragen. Bildung wird als sozialer Prozess begriffen, welcher das Kind in den Mittelpunkt stellt und das nicht nur in der Kindertagesstätte oder anderen öffentlichen Einrichtungen, sondern gerade auch zu Hause in der Familie.

Die Bildungspläne der Länder unterstützen diesen Trend durch die Ausarbeitung eines Planes speziell für die Bildungs- und Erziehungsprozesse der Kinder. Die Umsetzung der Bildungspläne findet im Theater, in der Musikschule, in der Konzertpädagogik, in der Leseförderung, in der Museumspädagogik und in der Tanzdarstellung statt. Diese Institutionen erarbeiten Konzepte und bringen die Wirkung ihrer Arbeit in Einklang mit den Kindern, Erziehern sowie den Eltern.

Dies ermöglicht die Einbindung der Kunst und Kultur im Familienalltag und zusätzlich schafft die Vermittlungsarbeit der Kindertagesstätten Chancengleichheit für Kinder aus allen sozialen Schichten.

Künstler und Kulturpädagogen erschaffen mit ihrer Arbeit öffentliche Begegnungsräume für Kinder und ihre Eltern. Neben dem Elternhaus und den Kindertageseinrichtungen sind dies die dritten Orte der ästhetischen Bildung. Theater, Musikschulen, Museen oder Familien- und Freizeitzentren sind Teil der öffentlichen Gesellschaft.

Sie ermöglichen Kindern gemeinsam mit ihren Eltern am alltäglichen Leben teilzuhaben. (vgl. Taube, Gerd 2009, S. 35 ff)[12]  

Das Kindertheater ist ein Ort des Lernens und des Bildens. In seiner Spezifizität und Produktivität erkennt das Kindertheater dem handelnden Körper und seiner Leiblichkeit eine große Bedeutung zu (vgl. Burk, Karin 2009, S. 185).[13] Problematisch ist nur der Trend, dass das Kindertheater angesichts der Medienkonkurrenz eher in den Hintergrund gerät.

Dem Kindertheater bleibt nur noch die Chance Themen aus den Massenmedien aufzugreifen und umzusetzen. Ihre spezifischen Mittel als Medium der ästhetischen Kommunikation werden eingesetzt um z.B. die Harry Potter Geschichte umzusetzen. So verwundert es nicht, dass es oftmals eine Geschichte in mehreren medialen Formen gibt. Die Astrid Lindgren Werke gibt es als Bücher, als Hörspiel, als Film, als Theateraufführung und auch als Computerspiel.

Die Formen der Arbeit mit der Kinderkultur im Hinblick auf das Theater sind sehr vielfältig im Kindergarten und in der Schule vorzufinden. Ein fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit sind die Rollenspiele. Es werden Situationen entwickelt in den die Kinder sich frei entfalten können.

Das Rollenspiel ist nicht in Rollenvorgaben und Handlungsstrukturen festgelegt wie das klassische Theater. Soziale und kommunikative Kompetenzen, wie Empathie, Kreativität und Situationsbewusstsein, stehen im Mittelpunkt des Spiels. Desweiteren werden ästhetische und emotionale Fähigkeiten gefördert. Die Körper- und Raumerfahrung, die Wahrnehmung der Innen- und Außenwelt und die Partnererfahrung sind nur einige davon.


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