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Konrad-Adenauer-Gymnasium Meckenheim

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Eine fabelhafte Liebesgeschicht­e 8. Oktober 1997 Liebes Tagebuch, was ist bloß mit den Männern los? Alle wollen sie immer gleich heiraten und Kinder zeugen. Reden von einem Haus mit Garten und sind ja“ so“ verliebt in mich. So ein Unsinn. Die kennen mich doch gar nicht. Ich habe heute mit Mike Schluss gemacht. Er hat sogar geweint und .meine Güte, auch noch gebettelt. Nie wieder fange ich was mit einem Kollegen an! Amelie ist total verrückt. Genau das mag ich an ihr. Sie hat mir einen Gartenzwerg von ihrem Vater gegeben. Er…
Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte (Filmkritik)

Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte – Filmkritik


Michael Moores Film „Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“ verdeutlicht dem Zuschauer schon in den ersten Minuten Moores Standpunkt zum Kapitalismus: Er ist „böse“.

Er verdeutlicht das – seiner Meinung nach einzige – Ziel des Kapitalismus’: Die kurzfristige Profitmaximierung. Und dieses Profitdenken habe alles verdrängt: Rücksicht, Anstand, Menschlichkeit und Fairness.

So kritisiert er das System des mächtigsten kapitalistischen Staats.


Um das zu verdeutlichen interviewt er Menschen, die entlassen wurden oder deren Häuser geräumt wurden und stellt sie als wenige von vielen Opfern des amerikanischen Systems dar.

Eines dieser Opfer sagt: „Es muss eine Art Rebellion geben, zwischen denen, die Nichts haben, und denen, die Alles haben. Ich verstehe das nicht. Es gibt nichts mehr dazwischen. Die einen haben Alles und die anderen haben Nichts.

Eine Frau - ebenfalls Opfer einer Zwangsräumung - fragt den Tränen nahe: „Warum nehmt ihr alles? […] Wir versuchen nur zu überleben!“

Moore erklärt trocken, dass das Kapitalismus sei: „Ein System des Gebens und des Nehmens. Meistens wird genommen. […] Und eigentlich geht es nur ums Nehmen.“


Moore berichtet von den goldenen Zeiten des Kapitalismus in den 50er-Jahren, von funktionierenden Maschinen und Gewinn.

Früher liebten alle Leute den Kapitalismus, denn eine Familie aus der Mittelschicht konnte leicht mit nur einem Gehalt auskommen.

Ein alter Werbespot besagt: „Die Basis des kapitalistischen Systems [ist] Gewinnstreben. [Man] ist im Geschäft, um Geld zu machen.“

Es gab langen bezahlten Urlaub, und viel Geld.

Moore macht in einem historischen Rückblick darauf aufmerksam, dass die Vereinigten Staaten die Industrienationen, die vor dem 2. Weltkrieg am höchsten entwickelt waren (Deutschland und Japan) so zerstörten, dass eine sehr lange Zeit mehr keine Konkurrenz zu erwarten war.

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Er erklärt den aufkommenden Reichtum der Amerikaner, den viele irrtümlicherweise auf den Kapitalismus zurückführten, mit zwei einzelnen, einfachen Sätzen: „Das alles gab es für uns, weil wir unsere größten industriellen Konkurrenten in Schutt und Asche gelegt hatten.

Es ist wohl nicht besonders schwer die Nummer eins zu sein, wenn man allein auf dem Markt ist.“

Doch mitten in der „heißen Liebesaffäre mit dem Kapitalismus“ kam der große „Miesmacher“ Präsident Jimmy Carter, denn er kritisiert die Werte der Menschen. Laut ihm würde ein Mensch nicht mehr darüber definiert, was er täte, sondern darüber, was er besäße.

1980 wurde eine Werbefigur (Ronald Reagan) zum Präsidenten gewählt und die Großkonzerne und die Wallstreet verfügten nun fast „über die uneingeschränkte Macht im Land“.

Die Industriellen, wollten das Land so führen wie ein Unternehmen – ein Unternehmen, das sich nicht besonders gut um seine Mitarbeiter (das Volk) kümmert.


Moore schafft es dem Zuschauer nahe zu bringen, was die Wall Street seiner Meinung nach wirklich ist: Ein „krankes Casino”.

Um das zu unterstützen, zeit Moore in seiner Dokumentation, wie er an der Wallstreet die zur Mittagspause gehenden Angestellten fragt, ob sie ihm erklären können, was Derivate sind. Das kann – oder will – niemand, denn kaum einer beachtet ihn, aber ein Mann gibt Moore einen Rat: „Stop making movies!“ Doch das stört ihn nicht, denn es zeigt, wie unangenehm solche Dokumentationen der Wallstreet sind.

In Washington D.C. deckt die Dokumentation daraufhin auf, wie die Banken die Abgeordneten unter Druck setzten, als es im Oktober 2008 um die Verabschiedung eines 700-Milliarden-Dollar-schweren Konjunkturpakets („Bail Out“) ging.


Moore enthüllt auch, dass riesige Konzerne Lebensversicherungen auf ihre Angestellten aufnehmen und das oft ohne Wissen der Beschäftigten oder deren Familien, die schließlich feststellen müssen, dass die Arbeitgeber ihrer Ehepartner von deren Tod erheblich profitierten.

Denn wenn ein Arbeiter stirbt, erhalten diese Firmen tausende, oder Millionen Dollar, während die Familie die Rechnung für die Begräbniskosten bezahlen muss und nichts von dem Versicherungsgeld für ihre Liebsten zu sehen bekommt.

Wenn man eine Lebensversicherung abschließt, hofft und will man normalerweise nicht, dass dieser Mensch stirbt. Doch laut der Dokumentation ist genau das die Hoffnung der Firmen. Denn „die Angestellten nützen den Firmen tot mehr als lebendig.“



Der Titel der Dokumentation - „Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“ - ist wahrscheinlich nicht so spöttisch gemeint, wie er auf den ersten Blick wirkt.

Wenn man die Dokumentation und die in ihr vorhandenen Geschichten der schönen Vergangenheit gesehen hat, kann man vermuten, dass es sich wirklich um eine Liebe zum Kapitalismus handelt, denn anfangs gefiel er allen. Es ist einfach nur so, dass sich das mit der Zeit änderte, die Liebe und das Vertrauen zum und in den Kapitalismus also immer mehr enttäuscht wurde.


Die Beispiele für die Rücksichtslosigkeit des kapitalistischen Systems, die Moore dem Zuschauer zeigt sind vielleicht nur einige Einzelfälle, die er sich herausgesucht hat und von denen er auf das ganze Amerika schließt.

Denn sobald man ein wenig über Moores Film nachdenkt, erkennt man, dass diese aneinandergereihten Beispiele sich eher nicht eignen, um den Kapitalismus vollständig zu verurteilen.

Sollte es wirklich so sein, wie es ein gieriger Immobilienmanager im Film gesagt hat: „Jeder versucht sich am Unglück anderer zu bereichern, es geht nur um das Nehmen. Mehr nicht“?

Durch solche einzelnen Statements soll der Film den Zuschauern vermitteln, wie „böse“ Kapitalismus ist, doch das gelingt nicht ganz, denn dem Film fehlt – trotz der ganzen Beispiele - der rote Faden.

Rom, Sklaven, Fabriken, Amerika – schon nach wenigen Minuten fällt es schwer die Logik der Argumentation noch zu sehen und nachzuvollziehen.

Aber weil der Film durch seine - eher einseitigen - Beispiele manipulativ aufgebaut ist, scheint Moores Ansicht auf den ersten Blick absolut logisch und berechtigt.

Erst, wenn man die ironischen Witze des Films nicht mehr ganz im Gedächtnis hat und hinterfragt, ob die Dokumentation über die vielen schlechten Seiten des Kapitalismus intelligent und logisch aufgebaut ist, bemerkt man, dass das nicht der Fall ist und die Dokumentation den Zuschauer größten Teils blendet.



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