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Kai Fischer - Erinnerungsangebot­e - Interpretation

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German studies

Kai Fischer Erinnerungsangebote

University, School

Remseck Lise-Meitner Gymnasium

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Erinnerungsangebote von Kai Fischer

Prosainterpretation


Der vorliegende Prosatext von Kai Fischer wurde von jenem im Jahre 2002 veröffentlicht und zählt zu den bekanntesten Kurzgeschichten der vergangenen Jahre. Dass der Text ohne Zweifel der Gattung der Kurzgeschichten zugeordnet werden kann, lässt sich unschwer an dem sofortigen Handlungseinstieg, der kurzen Erzählzeit sowie, sowie dem offenen Ende erkennen.

Liest man sich zunächst einmal den Titel der Kurzgeschichte durch, so gibt alleine dieser einen groben Überblick über den Inhalt der Kurzgeschichte, welche sich augenscheinlich mit alten Erinnerungen auseinandersetzt.

Schon beim ersten Durchlesen des Textes wirkt die Sprache in jenem stark umgangssprachlich, wodurch eine gewisse Nähe zwischen dem in Ich-Perspektive erzählenden Protagonisten und dem Leser aufgebaut wird. Zudem verwendet der Autor auf der einen Seite sehr aggressiv anmutende Ausdrücke, auf der anderen Seite schreibt er abschnittweise aber auch sehr begeistert und zärtlich leidenschaftlich.

So vermittelt der Text gleich zu Anfang an die gespaltenen und mit sich streitenden Gefühle im Inneren des Protagonisten, wodurch dessen Verzweiflung und Verlorenheit sehr deutlich wird. Es lässt sich zudem recht schnell sagen, dass sich die Kurzgeschichte mit der Bewältigung einer Trennung und wiederkehrenden schmerzhaften Erinnerungen auseinandersetzt.

Um in jenem Bereich aber noch mehr Einblick zu bekommen und die Aussageabsicht des Textes und dessen tieferen Sinn erkennen zu können, gestaltet es sich zunächst als sinnvoll, die äußere Form des Textes genauer zu untersuchen.

Wie zuvor schon erwähnt ist die Kurzgeschichte aus der Ich-Perspektive eines jungen Mannes erzählt, welcher vor allem mit Hilfe inneren Monologes und indirekter Rede erzählt, weshalb der Leser einen guten Einblick in das Seelenleben des Jungen bekommt.

Des Weiteren arbeitet der Autor Fischer mit Dialogen, welche die Beziehung des Protagonisten zu seiner Außenwelt verdeutlichen.

Auffallend oft verwendet Fischer zudem, wie oben bereits geschrieben umgangssprachliche Ausdrücke und grammatische Verkürzungen ( Z. 5 beispielsweise), um die Jugend des Protagonisten in den Vordergrund zu stellen und ihn als einen ganz „durchschnittlichen“ jungen Mann erscheinen zu lassen, mit welchem sich vor allem der junge Leser .....[read full text]

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Anschließend daran trifft der junge Mann einen Bekannten, vermutlich einen alten Schulfreund (Z. 35:“ Ein Schulabbrecher“). Zunächst redet der Hauptdarsteller mit jenem recht anständig, wenn auch distanziert. Als jener Unbekannte sich aber nach Saskia erkundigt, die er zu kennen scheint, startet der Protagonist sofort wieder die bekannte „Ablenkungskampagne“, indem er mantraartig in Form einer Alliteration Pizzasorten hinunter rattert.

Gleichzeitig lässt er seine Frustration und Verzweiflung ganz an dem so unschuldigen Bekannten aus, indem er ihn mit Hilfe von bösester Ironie beleidigt und ihn so vermutlich für seine Frage nach Saskia bestrafen will. (z.50-54). Unmittelbar darauf startet der traurige, verzweifelte Jugendliche wieder mit seinem inneren Monolog und versucht auch hier, sich mit dem Wort Pizza abzulenken.

Dies führt jedoch nur wieder zu einer Assoziation, zu Gedanken an Saskia und ihre Eigenart, Spinat und Ketchup auf die Pizza zu schmieren.

Die Verzweiflung des Protagonisten, welche ich schon mehrmals innerhalb meiner Interpretation angesprochen habe., äußert sich nun im folgenden Abschnitt deutlich, in welchem die Hauptperon beim Betreten des Getränkegangs die Befürchtung äußert, einen alkoholreichen, einsamen und sinnlosen Abend auf der Couch verbringen zu werden , wie er ihn offensichtlich schon mehrmals verbracht hat.

Ich glaube, dass der Autor mit diesem Bild noch einmal die Verlorenheit von Menschen zeigen möchte, die ihren Lebensinhalt, ihre Liebe verloren haben und nun nichts mehr mit sich und der Welt anzufangen wissen, die nicht mit Trennungen klar kommen, und diese, wie es so viele junge Menschen tun, vielleicht sogar in Alkohol ertränken.

Immer weiter setzt sich nun der Wechsel zwischen Alltagsgegenstände und hervorgerufenen Erinnerungen fort. Die Hauptperson selbst bezeichnet den sich ständig fortsetzenden Wechsel zwischen Alltagsgegenstände und hervorgerufenen Erinnerungen als „Durchbrechen der Erinnerungen durch den zusammengelogenen Schutzwall“ (z.63-65), wodurch die Theorie des Ablenkens durch die Angebote im Supermar.....

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In einer Rückschau beschreibt er den Tag, an welchem ihm alles glückte und er später diese große Erfahrung machen sollte. Jene skizziert er in lebendigen, leidenschaftlichen Bildern, wobei die emanzipierte, ja geradezu dominante Rolle Saskias während des in einen Klimax mündenden Erlebnisses stark in den Vordergrund gerückt wird.

Diese Emanzipation und Dominanz über den Protagonisten wird eindrucksvoll anhand eines Bildes bestehend aus einer den Akt unterbrechende Teezeremonie abgehandelt, welche von Saskia geradezu provozierend langsam aufgeführt wird. (Z.99-113)

Treffend wird meine Ansicht nach hier von dem Autor die vollkommene Abhängigkeit und Unterwerfung des Protagonisten gegenüber Saskia beschrieben, woraus sicherlich auch dessen nun so vollkommen traurige und hoffnungslose Stimmung nach der Trennung resultiert, während Saskia, wie schon angesprochen, lächelnd (Z.5) durch die Straßen geht.

Der Text endet nun noch mit einem kurzen Abschnitt in welchem der junge, verlassene Mann noch einige aggressive Gehässigkeiten gegenüber der alten Dame im Supermarkt äußert. Schlussendlich steht er an der Kasse und finde in seinem Einkauf nebst den obligatorischen Einkäufen wie Toilettenpapier ganz spezifische und seltsame Einkäufe, welche alle eine Erinnerung an Saskia wach gerufen haben und zuzuordnen sind, wodurch noch einmal die Zerstreutheit und der große Einfluss der Erinnerungen auf das Unterbewusstsein des Protagonisten deutlich werden.

Auch hier kann der Leser noch ein letztes Mal klar erkennen, wie unverarbeitet und frisch die Trennung in der Seele des jungen Mannes noch wütet.


Gerne greife ich am End nun noch einmal die Anfangs geäußerte These auf, der Text beschäftige sich mit der Bewältigung des Verlustes eines geliebten Menschens durch Trennung und der Bewältigung von unliebsamen Erinnerungen, welche noch .....

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