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Jugendliche Raucher

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Freie Universität Berlin - FU

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Raucher haben mehr Freunde und sind glücklicher Erörterung Rauchen Rauchen ist nicht gesundheitsschä­dl­ich, so wie es in den Medien publiziert wird. Dies konnte eine brandneue Studie der nnn-Universität in Weißrussland belegen. Die Wissenschaftler haben mehrere Testpersonen über Tage hinweg untersucht. Sie konnten beobachten, dass die Testpersonen, trotz übermäßigem Nikotingenuss, keine auffälligen gesundheitliche­n Beeinträchtigun­ge­n aufwiesen. Ein  morgendlicher Hustenreiz ist auch für Nicht-Raucher nichts Ungewöhnliches und ist schnell wieder verflogen. Von wegen Raucherhusten! Die gelben Finger- und Zehennägel wurden sicherlich von der vitaminarmen Kost, die in Osteuropa üblich ist, verursacht. Erhöhte Anfälligkeit für Krebs oder ähnlich schwerwiegendes konnte in kleinster Weise festgestellt werden. „Wir können uns nicht erklären, wie unsere Kollegen und Kolleginnen in der ganzen Welt von einem erhöhten Krebsrisiko bei Rauchern sprechen können. Wir in Osteuropa haben nach Tschernobyl sowieso höheres Krebsrisiko, das hat mit Nikotinkonsum nichts zu tun. Das gleiche gilt für Raucherbeine und Herz- und Kreislaufbeschw­erd­en. Wenn man bei 30 °C einen steilen Berg erklimmen muss, kommt auch der beste Langstreckenläu­fe­r aus der Puste, nicht nur ein Raucher. Die Forschungen müssen die anderen wohl falsch interpretiert
Empfehlung: RAUCHER UNTER DRUCK? Im Rahmen der jüngsten Betriebsvereinb­aru­ng verfasse ich als jugendlicher Vertreter des Betriebsrates eine Empfehlung zum Thema Rauchpausen am Arbeitsplatz. Als Vorlage dient mir dazu dir Zeitungsartikel „Druck auf die Raucher steigt“ von Ulrich Dunst und Manfred Neuper, welcher am 13. Jänner 2012 in der Online-Ausgabe der Kleinen Zeitung publiziert wurde. Jeder kann für sich selbst entscheiden, wann und wieviel er raucht. Doch in Sachen Arbeitsplatz sollten auch in unseren Reihen einige Regeln aufgestellt werden. Viel zu oft führt es beim Thema Rauchen am Arbeitsplatz durch die unterschiedlich­en Interessen und Bedürfnissen beider Seiten zu Diskussionen. Die zentrale Frage hinter der Debatte lautet, ob sich Nichtraucher benachteiligt fühlen, aufgrund zusätzlicher Pausen während der Arbeitszeit. Hier spalten sich die Meinungen, obwohl es dem Gesetzgeber egal ist, wie Arbeitnehmer/in­nen ihre Pause nützen. Wie dem auch sei, Fakt ist, dass ein gemäßigter Raucher im Durchschnitt etwa jede Stunde eine Zigarette konsumiert. Rechnet man hier eine geringe Fehlzeit von 5 Minuten, steht der Arbeitnehmer 40 Minuten nicht zur Verfügung. Für viele steht das Verlassen des Geschäftes oder des Betriebes nicht als Arbeitszeit und sollte somit nicht bezahlt werden. Diese Argumente der Nichtraucher gegenüber dem Rauchverbot halte ich für

Rauchen


Das war so mit zwölf; da zeigte uns David wie das mit dem Rauchen funktionierte.

Der Winter neigte sich dem Ende zu und obwohl schon seit einigen Wochen kein wirklicher Schnee mehr fallen wollte, machten Kälte, Nebel und Nässe keine Anstalten ihren Platz zu räumen. Die Nasen der Menschen hatten noch ihren rötlichen Glanz, die Anzahl der morgendlichen Fahrradunfälle aufgrund von Glätte war konstant hoch und Parkbänke blieben, zur Enttäuschung der Liebespaare, beharrlich feucht.

Paul, Akin und ich lebten in einem Vorort einer übersichtlichen Kleinstadt. Der Vorort war eine künstliche Neubausiedlung und lag auf dem Plateau eines Hügels, den man in besseren Zeiten auch mal Berg nannte. Vom Zentrum der Stadt führten zwei Straßen zu uns, von welchen die eine unsere Ortschaft nur streifte und die andere, die Hauptstraße, quer hindurchführte bis zum Rand des Laubwaldes, der gut die Hälfte der Siedlung umsäumte.

Einen Bäcker gab es, einen Friseur und eine Tätowierstube, vor der die zwei Angestellten scheinbar endlos rauchten und finstere Blicke in die Gegend warfen.

Es war kurz nach Mitternacht und Paul war mies gelaunt.

„Der kommt doch gar nicht. Ist schon letztes Mal nicht gekommen.“

„Schau mal auf die Uhr, es ist erst fünf nach. Kann ja sein, dass er noch warten muss bis seine Eltern pennen .“

Akin und ich hatten uns unter, wie uns schien, Lebensgefahr aus dem Haus geschlichen und waren aus der Not heraus nicht so schnell den ebenso bedrohlichen Rückweg wieder antreten zu wollen um einiges geduldiger als Paul.

Pauls Mutter, die Krankenschwester war, arbeitete unter der Woche meistens in der Nachtschicht und Pauls größere Schwester Lena, die in dieser Zeit auf Paul hätte aufpassen sollen, verschwand seit einigen Monaten augenblicklich nach Betreten der Wohnung in ihrem Zimmer, verschloss die Tür und fiel bei Paul zu Hause lediglich durch ihre Abwesenheit auf.

Paul musste also mit keinerlei Konsequenzen rechnen, wenn er unter der Woche abends, nach eigenem Gutdünken zu Hause ein- und ausmarschierte. Die Weisungen seiner Mutter bezüglich des Abendessens, der Hausaufgaben und der rechtmäßigen Zubettgehzeit verpufften augenblicklich nachdem die Mutter die Tür hinter sich zufallen ließ und Lenas aktuelle Lieblingsband die Herrschaft über die Wohnung an sich riss, in Form von rührseligen Rockballaden und minutenlangen Gitarrensoli, die Paul selbst beim besten Willen keinen Deutschaufsatz über seinen Traumberuf schrieben ließen.

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Wir Jungen in der Nachbarschaft beneideten Paul.

Kurz vor dem Ende der Hauptstraße, kurz bevor sie in den Wald mündete, ging von ihr ein schmaler, namenloser Weg ab, der überhalb einer Böschung ein Stück am Waldesrand entlangführte. Eine einzige Straßenlaterne stand am Anfang dieses Weges und ihr Lichtkegel reichte nicht sehr weit.

Akin und ich saßen einige Schritte von der Laterne entfernt, ausserhalb ihres Lichtkegels auf einer Bank. Paul lief zunehmend entnervt zwischen Bank und Hauptstraße hin und her, wohl in der Hoffnung Davids Ankunft so zu beschleunigen.

Akin murmelte, mit dem Oberkörper nach vorne und hinten wippend, vor sich hin: „Mann, is das kalt, verdammt. Ich hätte im Bett bleiben sollen. War eh ne bekloppte Idee Und auf David kann man sich sowieso nich verlassen. Wie will der überhaupt Zigaretten auftreiben, raucht doch keiner in seiner Familie. Die Mutter joggt ja jeden zweiten Tag und .“

„Akin, halt die Klappe. Der kommt schon, keine Sorge.“

„Keine Sorge! Du spinnst ja . Keine Sorge, wenn ich das schon höre, keine Sorge .Wenn ich erwischt werde, bin ich tot. Morgen is Schule. Meine Mutter wird mich umbringen. Und wieder zum Leben erwecken, nur um mich nochmal umzubringen.“ Paul und ich lachten. Akin stimmte für einen kurzen Moment mit ein.

Paul und ich waren tief beeindruckt, dass er überhaupt erschienen war, hatte er sich doch an seinem Vater, der bis spät in die Nacht hinein im Wohnzimmer fern zu sehen pflegte, vorbeischleichen müssen. Und wollte er ungeschoren wieder ins Bett kommen, musste er dieses Kunststück auf dem Rückweg noch einmal durchzuführen.

Wir warteten.

„Hast du Deo und Kaugummis dabei, Paul?“, fragte Akin und nestelte dabei nervös an dem klemmenden Reißverschluss seiner Jacke herum. „Ja, Mann, hab ich . Aber ich glaub nich, dass es dir viel hilft, wenn du später vollgesprüht und mit nem Orbit im Maul von deinem Alten erwischt wirst.“

Ob Paul sich vorgenommen hatte Akin zu triezen, weiß ich nicht. Jedenfalls wurde Akin jetzt, seiner einzigen Hoffnung im Falle des Falles beraubt, noch nervöser, nestelte weiter wie ein Verrückter an seinem klemmenden Reißverschluss herum und blickte dann entsetzt abwechselnd den Mond und mich an.

Es war David.

In seiner Hand hielt er eine Packung Zigaretten.

Gemächlich, ohne Hast und mit dem überbordenden Selbstbewusstsein eines Achtklässlers, der sich seiner Überlegenheit vollauf bewusst ist, kam er, aus dem Lichtkegel der Laterne heraustretend, schweigend an uns heran, öffnete die Zigarettenpackung und schnippte, mit einer geübten Handbewegung, auf den Boden der Packung, sodass vier Zigaretten wie von Geisterhand mit dem Filter voraus heraussprangen und wir, einer nach dem anderen, ebenso schweigend, zugriffen.

Da saßen wir nun, jeder mit einer Zigarette in der Hand und noch bevor wir sie überhaupt angezündet hatten, meinten wir bereits eine Ahnung davon bekommen zu haben, wie das wohl läuft mit dem Erwachsensein.

„Also, Jungs, seht her. Das hier sind L&Ms, guckt sie euch an, fühlt sie mal in der Hand. Ich find die ja ganz gut, auf jeden Fall besser als die Marlboros, von denen kriegt man übel Kopfweh. Mädchen stehen eher so auf Gauloises, die sind halt weicher und kratzen nich so, aber ich find die sind nichts rechtes, die schmecken einfach auch nach nichts.

Die L&Ms sind so nen bisschen günstiger als die meisten anderen, also ganz gutes Preis-Leistungsverhältnis, find ich. Die muss man halt auf jeden Fall auf Lunge ziehen, sonst bringt das halt gar nichts, weil .“

David philosophierte eine gefühlte Stunde über Ziehtechniken, Marken und die Vorzüge des Rauchens, bevor wir die erste Zigarette anzündeten. Ich stellte mir vor, wie er wohl an allen Abenden von immer verschiedenen Sechstklässlern engagiert wurde, um sie in die Geheimnisse des Rauchens einzuweihen.

„So, und jetzt wird mal gemütlich eine geraucht.“ David griff in seine Jackentasche, zog ein schwarzes Feuerzeug heraus und zündete sich seine Zigarette an. Wahnsinn, dachte ich. So einfach. Er nahm einen Zug, blickte uns verdutzt an und meinte: „Was is? Hier is das Feuerzeug. Kippe in Mund und anzünden. Wozu hab ich mir den Ärger gemacht hierher zu kommen .“

Paul war als erstes an der Reihe. Er hatte immer behauptet, er hätte schon einige Male geraucht und jedesmal wenn ich ihn gefragt hatte, wann und wo das geschehen sei, waren die Umstände andere. Im Grunde müsste er doch Kettenraucher sein, dachte ich, bei den ganzen Gelegenheiten, bei denen er schon geraucht hat.

Umständlich nutzte Paul seine Jacke als Windschutz, obwohl ja gar kein Wind wehte; er hatte das wahrscheinlich irgendwo so gesehen. Die Zigarette brannte.

„Ziehen! Du Idiot!“, meckerte David und machte es Paul noch einmal vor.

Paul zog, wobei er die Lippen spitzte und unfreiwillig komisch aussah. Einen Augenblick lang sah er uns erschrocken an; er wusste nichts mit dem Rauch in seinem Mund anzufangen. Dann schluckte er. Und dann wurde er bleich.

„Und wie wars?“, fragte Akin und konnte die Aufregung in seiner Stimme kaum unterdrücken.

Paul, noch immer bleich, blickte Akin erst entgeistert an und begann dann zu husten. Das ging so eine ganze Weile vor sich hin, das Husten, wobei Paul die Zigarette währenddessen in der Hand behielt, als wolle er uns sagen, dass er mit der Zigarette noch nicht fertig sei. Und immer wieder meinte man auch einen Würger zu vernehmen; jedenfalls wurde Akin jetzt etwas panisch; nicht etwa, dass er sich um Pauls Gesundheit gesorgt hätte, sondern weil die nächsten Wohnhäuser in unmittelbarer Nähe standen und man nicht absehen konnte, wie ein, um seinen Schlaf gebrachter Familienvater das kleine Nachtkonzert aufnehmen würde.

„Du hast den Rauch ja gar nicht ausgepustet, du Depp.“ Über soviel Dilletantismus musste David sich natürlich ärgern.

Akin war aufgestanden und klopfte Paul verärgert oder kameradschaftlich – so genau konnte man das nicht wissen – auf den Rücken, nahm ihm die glühende Zigarette ab, betrachtete sie noch kurz und warf sie dann mit unnötig großer Kraft auf den Boden. David sprang auf. „Alter, spinnst du! Heb’ die sofort wieder auf. Wenn du sie nich willst, gib sie halt mir, du Pfeife!“

Als Paul sich ausgehustet hatte, wollte Akin dann nicht mehr rauchen. Ihm wurde das wohl alles zu wild. David warf Akin einen kurzen, verächtlichen Blick zu und wendete sich dann zu mir.

Um der ganzen Zeremonie etwas mehr Würde zu verleihen oder aus irgendeinem anderen Grund stand ich auf.

Jetzt ist es soweit, good-bye Kindheit, good-bye Unschuld.

Paul und Akin hatten sich wieder gesetzt und schenkten mir ihre ungeteilte Aufmerksamkeit.

Ich nahm den Filter in den Mund und blickte noch einmal David an, der wie ein Trainer, vor dem entscheidenden Elfmeter, auf der Bank saß.

Und dann glühte die Zigarette und ich zog den Rauch in den Mund. Der Geschmack war selbstverständlich ekelhaft, abstoßend und dennoch, wie ich den Rauch langsam wieder aus meinen Lippen gleiten ließ, war ich der tiefen Überzeugung etwas durch und durch Richtiges zu tun, ja, ich kam nicht umhin das Wort „cool“ zu denken.

„Was geht, du musstest ja nich mal husten! Wie haste das denn hingekriegt, alle müssen immer erstmal husten.“ Akin war ausser sich. Tiefe Verblüffung spiegelte sich in den Gesichtern meiner Zuschauer. Ich meinte meinen Sold an Männlichkeit für den heutigen Tag abgeliefert zu haben – vor allem wollte ich nicht nochmal an der Zigarette ziehen, sie schmeckte schließlich scheußlich – und hielt die Kippe also in die Runde, um in verschwörerischem Tonfall zu sagen: „Will noch jemand ziehen?“

David, der noch mit Pauls Zigarette beschäftigt war, winkte ab und im Grunde setzte ich auf Akin, der als offensichtlich schwächstes Glied in der Kette noch einiges an Coolness aufzuholen hatte. Einen spannungsgeladenen Moment schwiegen alle und dann sagte Akin: „Ja, gib mal her.“

„Du hast ja gar nicht auf Lunge gezogen, du Niete.“ David hängte, wenn er mit Akin sprach, konsequent eine Beleidigung hintenan und Akin, der sich eigentlich mittlerweile damit hätte abfinden können, war konsequent beleidigt. „Klar hab ich auf Lunge gezogen! Woher willst du das denn wissen, he?“ „Das hat man doch gesehen, das ging viel zu schnell, Idiot.“ Um nicht selbst in den Verdacht des Paffers zu geraten, der ich ja war, nickte ich Davids Erläuterung wissend zu.

David hatte jetzt auch genug; ihm wurde das alles wahrscheinlich zu kindisch.

Er drückte seine Zigarette unter der Bank aus, sammelte von jedem noch einen Euro für seine Dienste ein und verabschiedete sich mit den Worten: „Lasst euch nicht von Mama erwischen!“

Die Straße war menschenleer und nur ein paar Katzen huschten gelegentlich an uns vorbei. Paul gab uns als Abschied vor seinem Zuhause noch einen Handschlag, wobei er auf die präzise einstudierte Choreographie (high-five, low-five, middle-five, Faust), die wir bei dieser Gelegenheit normalerweise zum Besten gaben, verzichtete.

Auf den letzten Metern vor unserem Zuhause versicherte Akin mir noch einmal eindringlich, dass er tatsächlich auf Lunge gezogen hätte. „Das konnte der doch gar nich wissen, ob ich auf Lunge gezogen hab oder nich. Der tickt nich ganz richtig, ich sags dir. Ich spür das Kratzen ja noch im Hals, hier unten, guck.“ „Es sah halt nich richtig danach aus, verstehste. Ich mein, David is schon ein Profi in diesen Dingen.“

Im Kopf rekapitulierte ich noch einmal den Weg, den ich von der Wohnungstür bis zu meinem Zimmer zurückzulegen hatte. Meine Schuhe am Besten gleich ausziehen, die Jacke an die Garderobenstange hängen, an der Küche vorbei und dann links in mein Zimmer. Eigentlich ganz einfach, dachte ich. Und dann griff ich in meine Jackentasche und dann war der Schlüssel nicht da. Einfach nicht da.



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