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Term paper
German studies

University, School

Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

Grade, Teacher, Year

3, Polaschegg, 2017

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Besondere Erscheinungen im Zusammenhang Sonne und Himmel Regenbogen Zu den häufigsten Phänomenen zählt wohl der Regenbogen. Foto Im Jahr 1637 konnte der Franzose René Descartes die Physik des Regenbogens zum ersten mal erklären. Sonnenstrahlen die auf die Tropfen eines Regenvorhanges fallen werden dort reflektiert und wie in einer Linse gebrochen. Die Strahlen treten dann genau im Winkel von 42 Grad zur Achse Sonne-Beobachte­r wieder aus. Deshalb entsteht für den Beobachter auch der Eindruck eines Halbbogens. Oft erscheint…
Ist Johanna willensschwach, weil sie den Stimmen folgt? Um diese Frage zu beantworten, würde ich persönlich die Gegenfrage in den Raum stellen: Ist Johanna willensstark, eben weil sie den Stimmen folgt? Als Leser wird man von Anfang an Zeuge ihrer Frömmigkeit und ihrer Überzeugung von einer göttlichen Botschaft. Im Prolog kann man schon erkennen, dass Johanna keine Hemmungen hat, offen zu legen, was sie will und was nicht. Sie appelliert beispielsweise klar und deutlich gegen eine Heirat, ganz gleich, was ihr Vater davon hält. Während…

Karl Franzens Universität Graz

Institut für Germanistik

PS Literaturwissenschaftliches Forschen

Univ-Prof Dr. phil

Wintersemester 2017/2018


Johanna von Orleans zwischen Himmel und Hölle

Hexe oder Heilige?


Inhaltsverzeichnis:


Einleitung: 2

Geschichtlicher Hintergrund: 3

Analyse: 4

Prolog: 4

Erster Aufzug: 8

Zweiter Aufzug: 10

Jungfräuliche Teufelin: 11

Vierter Aufzug: 13

Zusammenfassung: 15

Literaturverzeichnis: 16


Einleitung:


Heilige oder Hexe?“

Gerade diese Frage beschäftigte die Zeitgenossen der historischen Jeanne d’Arc. Sie selbst bestand darauf, eine Abgesandte Gottes zu sein, doch die Engländer glaubten sie mit dem Teufel im Bunde, und man verbrannte sie als Ketzerin auf dem Scheiterhaufen.“1


Die vorliegende Arbeit hat, wie das vorangehende Zitat bereits verrät, die Tragödie von Friedrich Schiller, Die Jungfrau von Orleans, zum Gegenstand. Im Zentrum der Analyse steht die Hauptprotagonistin Johanna, welche auf figuraler Ebene, in Bezug auf die Hauptfrage, inwieweit sie als Heilige oder als Hexe angesehen werden kann, analysiert wird.

Es wird innerhalb der Arbeit, anhand von ausgewählten Textstellen, versucht die in Gegensatz stehenden Seiten zu erarbeiten und dadurch zu einem Ergebnis zu gelangen.


Die Beantwortung dieser Frage ist von Relevanz, da diese Figur in dieser Tragödie, stetig zwischen Beinamen wie Jungfrau, Hexe, Teufel oder Prophetin wechselt.2 Als Leser wird man von einer Wahrnehmung zur anderen gerissen und ist sich nie sicher, ob man Johanna nun als Gottgesandte oder doch eher als Hexe von Orleans interpretieren sollte, was definitiv die Wirkung des Dramas beeinflusst.


Geschichtlicher Hintergrund:


Bereits die reale Jeanne d’Arc, deren Tod Schillers Stück 370 Jahre vorausging, war ein Objekt umfangreicher hermeneutischer Praxis.“3

Die Stimmen, die das Mädchen zu hören behauptete, wurden schon immer zeitgenössisch unterschiedlich interpretiert.

Johanna war 13, als sie selbst sagt das erste Mal die Stimmen zu hören, die ihr dann später den Auftrag geben Frankreich zu retten. Anfangs sind die Stimmen nur allgemein und reden ihr ins Gewissen, dass sie fromm und rein leben sollte. Später jedoch werden sie immer fordernder. Es kommt also schließlich zum Auftrag Orleans zu retten. Binnen eines Jahres soll sich also die einfache Schäferin, die keine Ahnung von Kriegskunst hat, aufmachen und dem König zum Thron verhelfen.

Ihr gelingt, wie bekannt ist dieser Auftrag mit einem jedoch ihrerseits nicht so erfreulichen Ende. Nach einem Prozess im Jahre 1431 wird sie schließlich der Ketzerei beschuldigt.


Ihr Brandpfahl war mit den Worten beschriftet:


Johanna, die sich selbst die Jungfrau nannte, eine Lügnerin, bösartige Betrügerin des Volks, Zauberin, Abergläubige, Lästerin Gottes, Entehrerin des Glaubens an Jesus Christus – prahlerisch, götzendienerisch, grausam, liederlich, Beschwörerin von Dämonen, Apostatin, Schismatikerin und Ketzerin.“4


Analyse:


Betrachtet man nun die Forschung bezüglich Schillers Drama, der Jungfrau von Orleans, so wird sich oft die Frage gestellt, wer diese berühmt und berüchtigte Figur der Jeanne d’Arc eigentlich ist. Dies zu beantworten fällt jedoch nicht leicht. Wie in der Einleitung bereits erwähnt, hat sie viele Beinamen wie etwa Jungfrau von Orleans, Heilige Johanna beziehungsweise Jungfrau oder aber auch Hexe, Satan und Teufel.

Der Text kontrastiert durchgehend das Göttl.....[read full text]

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Ebenfalls eine beschuldigende Stelle ist ab Vers 148 zu erkennen, als Thibauth seine Tochter warnt dem Baum zu entfliehen und nicht alleine um Mitternacht Wurzeln zu graben, Tränke zu mischen und Zeichen in den Sand zu schreiben.

Hier wird man als Leser sofort in die Richtung geleitet an Hexen und Zauberkunst zu denken.

Durch die Ausführungen Thibauts, welche die göttliche Inspiration Johannas stetig anzweifeln, kommen dann natürlich Fragen auf wie etwa: Ist es nun eine christliche oder eine heidnische Instanz, von der Johanna ihre übermächtigen Gaben und Kräfte bezieht? Und die Hauptfrage der Proseminararbeit: Ist Johanna eine Heilige oder doch eher eine Hexe?

Wenn man sich die Eindrücke, die bisher gewonnen wurden ansieht, ist also eine erste Interpretation hinsichtlich Johanna als Anhängerin satanischer Kulte beziehungsweise Hexe möglich. Sehr beeinflussender Aspekt an dieser Meinung festzuhalten ist, dass es der eigene Vater ist, der Johanna beschuldigt. Man merkt zwar, dass diese zwei Figuren keine typische enge Vater-und Tochterbeziehung haben aber doch ist es als Leser sehr beeinflussend zu wissen, dass der eigene Vater die Tochter als Anhängerin düsterer Mächte beschuldigt.


Doch wie zuvor erwähnt wird der Leser stetig von der einen Annahme zur anderen geführt. Um dieser Behauptung gerecht zu werden, kommt es sogleich zu einer anderen Interpretationsmöglichkeit. Im Gespräch mit Thibauth bringt Raimond, Johannas Freier, sogleich die Gegenseite. Er behauptet, dass sie vom segensreichen Heiligenbild und vom himmlischen Frieden angezogen wird, den dieses um sich verbreite:


Nicht Satans Werk führt eure Tochter her“12 (V. 111).


Hierbei lässt sich erkennen, dass die beiden Figuren aus demselben örtlichen Befund zueinander ausschließenden Interpretationen kommen was bereits im Eingangsbild die „ostenative Deutungskonkurrenz als Suit des Stückes“13 illustriert.

Um der Opposition ausreichend gerecht zu werden, wird natürlich jede Seite noch zusätzlich bestärkt. Im Prolog ab Vers 324 wird der Leser dann wieder auf die christliche Seite gerissen als Johanna selbst sagt:


Der Herr wird mit ihr sein, der Schlachten Gott.

Durch seine zarte Jungfrau wird er sich

Verherrlichen, denn er ist der Allmächt’ge!“14 (ab V. 324).


Hier wird das himmlische Motiv in den Vordergrund gerückt mit der Verstärkung, dass sich Johanna selbst als zarte Jungfrau bezeichnet.


In Vers 399 schildert Johanna dann, dass der Ruf des Geistes an sie ergangen ist. Hier stellt sich nun die Frage was nun das Wesen dieses Geistes ist, der sie beeinflusst. Im Gegensatz zur Jungfrau, die Johanna auch erscheinen ist, gibt er seine Identität nicht preis. Johanna interpretiert die Stimme als die von Gott. Auffällig ist auch, dass Johanna von der Jungfrau und dem Geist unterschiedliche Belohnungen angeboten bekommt.

Die Jungfrau verspricht Größe im Jenseits und der Geist militärische Ehren im Diesseits. Der Kontrast zwischen den Versprechen lässt vermuten, dass Geist und Jungfrau völlig unterschiedliche Wertvorstellungen haben. Zusätzlich wird der Gegensatz auch laut Robin Harrison dadurch verstärkt, dass die Erscheinung der Jungfrau mit dem Heiligenbild und Johannas aktiver Teilnahme verbunden ist, während die Stimmen des Geistes aber aus dem Baum kommen, ohne dass Johanna dies bewirkt.15

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Johanna erkennt natürlich sofort den Schwindel und wendet sich an den richtigen König. Im Gespräch mit Karl wird Johanna sogleich mit der christlichen Seite in Verbindung gebracht und beschreibt schließlich dem Erzbischof wie sie dazugekommen ist dem König zu helfen:


Und einsmals als ich eine lange Nacht

In frommer Andacht unter diesem Baum

Gesessen und dem Schlafe wiederstand,

Da trat die Heilige zu mir, ein Schwert

Und Fahne tragend, aber sonst wie ich

Als Schäferin gekleidet, und sie sprach zu mir:

>>Ich bin’s. Steh auf Johanna. Laß die Herde.

Dich ruft der Herr zu einem anderen Geschäft!“16 (ab V. 1072).


Hier weicht Schiller von den historischen Berichten ab, nach denen zufolge Johanna nicht die Jungfrau, sondern Heilige erschien. Trotzdem wird hierbei darauf eingegangen, dass Johanna jede Verbindung zwischen den Stimmen und dem Druidenbaum bestritt. Hier ist absolut nennenswert, dass Johanna hier noch die Verbindung zu dem Druidenbaum und seine Fähigkeiten abstreitet, doch wie wir später in der Arbeit sehen werden sich dies in eine andere Richtung wendet.

Laut Forschungsliteratur erscheint diese Selbstaussage Johannas unter welchen Umständen sich ihr die Gottes Mutter offenbart habe, bereits durch die Ausführung Thibauts in einem ambivalenten Licht.17

Wie im Prolog schon erwähnt, erscheint dem Vater des Mädchens der Platz unter dem Eichenbaum als ein kultischer Raum, wo heidnische Riten begangen werden. „Damit ist ein Symbolwert artikuliert, von dem Johanna offenkundig weiß, wenn sie die Eiche später selbst als Zauberbaum bezeichnet.“18

Faszinierend ist, dass Figuren wie König Karl zum Beispiel diese Örtlichkeit nicht nur der „Dignität von Johannas Gotteserfahrung“19 angepasst wird und die Eiche zu einer heiligen Eiche gemacht wird. Es werden auch alle denkbaren Aspekte, die Johanna mit paganen Mächten in Verbindung bringen könnten ausgeblendet. Diese Erkentnis unterstütze ich vollkommen, da man durchgehend bei der Lektüre merkt, dass zum Beispiel bei Raimond alle Aspekte die Johanna mit satanischen Mächten in Verbindung bringen könnten ausgeblendet .....

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Was ist unschuldig, heilig, menschlich gut,

Wenn es der Kampf nicht ists um’s Vaterland?“ 21 (ab V. 1778).


Jungfräuliche Teufelin:


In feindlicher Einschätzung ist Johanna wie am Ende des vorherigen Kapitels bereits erwähnt definitiv eine Negativfigur. „Ähnlich wie Maria Stuart von englischer Seite zu einer Rachegöttin verzeichnet wird, entsteht im Rahmen der Jungfrau auf antifranzösischer Seite das Bild, Johanna sei eine Verderben bringende Schreckensgöttin“22

Es ist natürlich klar, dass Johanna als Feindin der Engländer nicht mit positiven Merkmalen beschrieben wird, was aber sehr auffällig ist, sind wieder die klaren Verbindungen mit den Worten wie Teufel und Satan. Es wird auch hier wieder auf das absolute Gegenteil des Göttlichen verwiesen, und zwar in starkem Maße.

Hier kommen wir also erneut zur Gegenseite der sonst Heiligen. Verstärkt wird dieses Bild der Schrecklichen auch für den Leser durch Textstellen wie:


Die Höll ist los, der Satan kämpf für Frankreich!“23 (V. 1254).


Und dies Phantom des Schreckens zu zerstören.“24 (V. 1478).


Laßt uns mit diesem jungfräulichen Teufel

Uns messen in persönlichem Gefecht.“25 .....

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Vierter Aufzug:


Sehr zweideutig zu interpretierende Stelle ist die Szene im vierten Aufzug, neunter Auftritt ab Vers 2905.:


Wo war ich? Sagt mir! War das alles nur

Ein langer Traum und ich bin aufgewacht?

Bin ich hinweg aus Dom Remi? Nicht wahr!

Ich war entschlafen unterm Zauberbaum,

Und bin erwacht, und ihr steht um mich her,

Die wohlbekannten traulichen Gestalten?

Mir hat von diesen Königigen und Schlachten

Und Kriegestaten nur geträumt- es waren

Nur Schatten, die an mir vorüber gingen,

Denn lebhaft träumt sich’s unter diesem Baum.“ 32


Hierbei bestätigt Johanna, wie zuvor in der Arbeit bereits angemerkt, selbst, dass der Baum ein „Zauberbaum“ ist und es sich unter ihm lebhaft träumt. Dies wäre eine Bestätigung ihrerseits, dass es eher ein Zauber hätte sein können, der sie die ganzen Heldentaten vollbringen ließ und sie vielleicht doch von etwas Satanischem geleitet wurde.

Frage die sich mir hierbei stellt und somit die Gegenseite der Heiligen Johanna stärkt, ist zum Beispiel warum sollte Gott sie nur träumen lassen und nicht bewusst in seinem Namen die Taten vollbringen lassen. An dieser Stelle ist man als Leser wieder der Meinung, dass Johanna von Orleans vielleicht doch eher die dunklen Künste begehrt und besessen von etwas war.


Wie schon zu Beginn im Prolog brangt nun hier, im elften Auftritt des vierten Aufzuges, der eigene Vater noch einmal seine Tochter des Paktes mit dem Teufel an. Wie auch die Figur des Burgund so schön sagt, dass man dem Vater glauben muss der gegen seine eigene Tochter zeugt, so ist es auch für den Leser eine sehr intensive Stelle. Man kann hier natürlich viele Erklärungen suchen, um das Verhalten des Vaters zu rechtfertigen und doch regt es zum Nachdenken an, dass der Vater durch das ganze Stück hindurch seine Interpretation, hinsichtlich der dunkeln Künste unter dem Zauberbaum und dem Pakt mit dem Teufel seine.....

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Er stebt einen Rehabilitierungsprozess an, in dem das Urteil von 1431 revidiert wird. Im Jahr 1909 wird Johanna zunächst seliggesprochen und 1920 dann folgt schließlich die Heiligsprechung.34

Man kann dieses Ende des Dramas als Leser definitv als Heiligentod statt Hexentod bezeichnen. Johanna wird noch einmal zu hundert Prozent mit dem Himmlischen in Verbindung gebracht und erlebt das Aufsteigen in den Himmel. Somit lässt sich hier erkennen, dass Johanna den Auftrag der Jungfrau erfüllt hat und ihre versprochene Belohnung bekommt: Größe im Jenseits.

Auch eine Annahme der Forschung ist, dass es sich beim Ende um eine Apothese handelt. Also um die Vergöttlichung einer Person. Hier kann man aber auch von einer möglichen Selbsterhöhung sprechen. Im Endeffekt ist es doch so, dass Johanna im Prinzip keine Himmelsfahrt erfährt sondern tot auf den Boden sinkt. Die Umstehenden sind zwar gerührt aber ob Johanna nun wirklich in den Himmel aufgenommen wurde und dort ihre letzte Ruhe findet, bleibt definitv offen.

Zusammenfassung:


Zusammenfassend kann man sagen, dass man es als Rezipient nicht leicht hat sich für eine Seite zu entscheiden, da man wie am Beginn schon erwähnt immer vom einem Gegensatz zum Anderen gezogen wird und jede Seite für sich im Laufe des Dramas immer wieder bestärkt wirkt.

Wie in der Einleitung erwähnt, ist die große Frage definitiv durch welche Macht das einfache Hirtenmädchen es schafft plötzlich zur Volksheldin aufzusteigen. Dies jedoch bleibt meiner Analyse nach offen. Man kann nicht klar sagen, durch wen oder was Johanna schließlich genau angetrieben und unterstützt wird.

Wenn man sich an die Ausführungen ihres eigenen Vaters hält, den geschichtlichen Aspekt miteinfließen lässt und dies für die ausschlaggebende Meinung ansieht, so ist man dazugeleitet eher an das Satanische als an das Heilige in ihr zu glauben.

Was meines Erachtens nach definitiv ein aus der Analyse resultierendes Ergebnis ist, ist die Tatsache, dass man bei genauerer Betrachtung feststellt, dass Johanna weder auf die eine noch auf die andere Seite fix festgelegt werden soll. Ein sehr auffallender Aspekt ist, dass Johanna auf französischer Seite als Retterin und Gottgesandte erscheint und auf englischer Seite dagegen als Vernichterin und Hexe.

Man könnte also d.....

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