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Literaturanalysen zur Neuen Sachlichkeit: Die Abitur & Hausaufgabenhilfe: Interpretationen zu Erich Kästner, Joseph Roth, Irmgard Keun, Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky (Textanalysen, Band 2)
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Das kunstseidene Mädchen“ Irmgard Keun

Analyse der Textstellen:

Hubert- die erste Liebe und Wiedersehen mit Hubert


Die beiden Textauszüge „Hubert-die erste Liebe“ und „Wiedersehen mit Hubert“ stammen aus dem 1932 veröffentlichten Roman „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Keun. Dieser in Ich-Perspektive, tagebuchartig geschriebene Roman handelt von Doris, einer jungen Frau, die unbedingt Karriere machen will und nach Romantik und Ruhm strebt.

Sie ist stark außengeleitet und achtet sehr auf ihr Äußeres, was auch damit zu tun hat, dass sie stark von dem neuen Frauenbildnis der 20er Jahre geprägt ist. Ihr Ziel ist es „ein Glanz zu werden“. Doch sie scheitert und muss sich ihrem sozialen Status anpassen und wird von sozialer Realität eingeholt.

Die vorliegenden beiden Textauszüge beschreiben die Verbindung und Beziehung von Doris, der Hauptprotagonistin und Hubert, ihrer ersten Liebe, die allerdings einen Bruch erfährt. Im Folgenden werden beide Textpassagen analysiert und miteinander verglichen um auf diese Art die Veränderung der Beziehung der Protagonistin Doris und von Hubert nachzuvollziehen.


In „Hubert-die erste Liebe“ beschreibt Doris in einer Art Rückblende, wie sie die gemeinsame Zeit mit Hubert damals erlebt hat und was passiert ist. Gleich zu Beginn, in Zeile 5 zeigt sich, dass ihr Hubert anscheinend auch in der Gegenwart noch sehr wichtig ist, als sie ihn wiedersieht „wurde sie gleich reserviert mit dem Laxinmann“ (vgl. Zeile 5), da sie nicht wollte, dass Hubert sie so sieht.

Aufgrund dieser erneuten Begegnung berichtet Doris ab Zeile 10 aus der Vergangenheit, von schönen und glücklichen Erinnerungen, wie z.B. dem Ausflug in den Kuckuckswald. Weiter schreibt sie über sein „dummes Schlafgesicht“, doch selbst dies liebt sie, was zeigt, dass ihre Liebe nicht unbedingt an Äußerlichkeiten gebunden war.

Ab Zeile 27 befindet sich Doris wieder in der Gegenwart und berichtet von ihrem Zustand, nämlich, dass sie sehr müde sei und nutzt dies um zu erläutern, dass es „Millionen Gründe für ein Mädchen gebe, bei einem Mann zu schlafen“ (vgl. Zeile 36 f.).


Doris beschreibt, dass das Verhältnis zwischen ihr und Hubert mit 16 anfing. Sie erläutert, dass sie ihn durchschaut habe und, dass er in Wirklichkeit nur ein „feiges Schwein“ gewesen sei. Sie verlor ihre Jungfräulichkeit an ihn, was sie damit rechtfertigt, dass sie „verliebt gewesen sei“ und „Wert auf richtige Erfahrung“ gelegt habe (.....[read full text]

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Sie fühlt sich ihrem geklauten Mantel näher und von ihm mehr „geliebt“ und bereichert als von Hubert. Doris beschreibt Hubert als „gestorbene Erinnerung“, die nicht mehr lebendig ist (vgl. Zeile 97) und geht trotz diesem Missbehagen mit und schläft mit ihm.

Er bittet sie sogar um Hilfe, was Doris abstößt und wozu sie aufschreibt, dass man als Frau wissen müsse wofür man mit einem Fremden schläft ob „für Liebe oder für Geld“.


Sie verlässt Hubert und läuft durch die kalte Nacht, nur gewärmt von ihrem Mantel, in dem sie das findet was sie bei Hubert nicht gefunden hat. „Der ist wie ein seltener Mann, der mich schön macht durch Liebe zu mir“ (Zeile 131) . Dann geht sie zu Therese und die Beiden schmieden einen Plan: Doris muss fliehen.

Diese beiden Textstellen zeigen eine völlig unterschiedliche und veränderte Doris, wobei in beiden Texten die Charakterisierung indirekt erfolgt. Die Doris aus „Hubert-die erste Liebe“ wirkt menschlich und voller Gefühle.

Sie liebt Hubert und gibt sich ihm hin. Die sexuelle Beziehung, die eine relativ große Rolle in der Beziehung der Beiden spielt, hat Doris selbst dabei geplant und Hubert durchschaut. Doch gleichzeitig bewundert sie ihn, findet es anziehend, dass er eigentlich sozial höher gestellt ist als sie und findet es auch vollkommen nachvollziehbar, dass er eine gleichgestellte Frau heiraten will und nicht sie.

Dies lässt darauf schließen, dass sie vielleicht genauso handeln würde, und nach einer guten Partie sucht, die sie bereichert. In Zeile 96 wird aber ganz deutlich, dass Doris damals noch nicht nach Ruhm und Glanz strebte, da sie hier erwähnt ,dass ihr „olle, vergammelte Ölsardinen mit Hubert auf seiner Bruchbude besser geschmeckt hatten als todschickes Schnitzel toll garniert mit Käsemann in ausgesprochen .....

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Doch das will Hubert nicht, in diesem Moment indem Doris dies bewusst wird, ekelt sie sich vor ihm.

Diese Textstelle spielt eine große Rolle, denn sie zeigt, dass Doris doch auf eine Weise selbstlos sein wollte und aus Liebe auf den Glanz verzichtet hätte. Doch Hubert ist nicht so selbstlos, auch das zeigt, dass Hubert Doris nicht so geliebt hat, oder zumindest nicht mehr so liebt, wie sie es andersherum tat.

Es stellt sich also heraus, dass sie im Nachhinein weder aus Geld noch aus Liebe mit ihm geschlafen hat und mit dieser Erkenntnis verlässt sie Hubert endgültig. Der geklaute weiße Pelzmantel symbolisiert hier Doris' Streben nach Ruhm und dem „Glanz“ und auch ihre Suche nach einem „seltenen Mann, der sie schön macht durch Liebe zu ihr“ (vgl. Zeile 130), so wie es der Mantel tut.

Abschließend bleibt zu sagen, dass sich die Beziehung verändert hat und letztendlich scheiterte, da Hubert und Doris selbst sich verändert haben, Hubert ist gescheitert und stellt für Doris nichts erstrebenswertes mehr dar und außerdem hat Doris sich insoweit verändert, dass ihr Ruhm und Glanz noch wichtiger sind als früher, was auch darauf schließen lässt, dass dies damit zu tun hat, dass Hubert sie damals so verletzt hat und ihr Vertrauen verloren hat.

Also vertraut sie im zweiten Textauszug sogar mehr dem edlen weißen Pelzmantel, der Ruhm und Reichtum dars.....

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