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Interpretation von Pflichtlektüren zum Abitur: Schülerwerke zu Faust I, Iphigenie auf Tauris, Die Leiden des jungen Werthers (Pflichlektüren, Band 3)
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Interpretation
German studies

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Hochschule Bremen

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Professor Jannsen

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Iphigenie auf Tauris von Goethe Analyse des 2. Aufzugs / 2.Akt Das Drama Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe, welches in der heute bekannten Fassung erstmals 1786 erschienen ist und am 6. April 1779 uraufgeführt wurde, spielt zur Zeit der griechischen Antike während des Kampfes um Troja und beschäftigt sich mit dem Konflikt zwischen moralisch richtigem Handeln und dem Handeln nach dem eigenen Nutzen. Die Protagonistin des Dramas, Iphigenie stellt durch ihre Ehrlichkeit und Gewissenhaftigk­eit das Humanitätsideal­…

Iphigenie auf Tauris - Goethe

Analyse; 1 Auftritt, 4 Aufzug


Im Folgenden analysiere ich den ersten Auftritt des vierten Aufzugs, indem ich den Text knapp inhaltlich zusammenfasse und einordne, den Aufbau des Monologs darstelle, äußeres und inneres Geschehen voneinander abgrenze und Iphigenies Göttervorstellung erläutere.

Zuletzt untersuche ich die Frage, inwieweit in dieser Szene von autonomen Handeln die Rede sein kann.

Im ersten Auftritt des vierten Aufzugs des Dramas ,Iphigenie auf Tauris' von Johann Wolfgang von Goethe hält Iphigenie einen Monolog. Er ist eine Art Lobpreisung, durch die ihre Göttervorstellung deutlich wird. Sie sagt, wenn die Götter einem Menschen Not, Leid oder Kummer berieten, dann sorgten sie auch gleichzeitig dafür, dass dieser geplagte Mensch einen Freund hat, der ihm hilft.

Aus dem weiteren Verlauf des Monologs geht hervor, dass Iphigenie selbst dieser Mensch ist, in dessen Gemütszustand sich Glück und Freude mit Kummer und Sorge abwechseln. Und in Pylades sieht sie den helfenden Freund. In ihrem Monolog lobt Iphigenie die Taten des Pylades und beschreibt dem Zuschauer, wie er ihr geholfen hat.

Danach geht sie auf den Plan ein, mit dem die beiden Freunde den König Thoas überlisten wollen. Sie erklärt, dass Orest und Pylades gerade auf dem Weg zum versteckten Schiff mit den übrigen Gefährten sind und dass ihre Aufgabe ist, die vereinbarte Ausrede vorzutragen, mit der ihre Opferung hinausgeschoben werden soll.

Des Weiteren trägt Iphigenie ihre Sorgen und Gewissensbisse vor. Im Mittelpunkt steht hierbei die Lüge, zu der sie sich genötigt sieht. Am Ende des Monologs hört Iphigenie sich nähernde Schritte. Damit leitet Goethe zum zweiten Auftritt des vierten Aufzugs über, in dem Iphigenie nämlich ein Gespräch mit Arkas, dem Boten des Königs, führt.

Der Text ist hintern den Auftritt von Orest, Iphigenie und Pylades einzuordnen, in dem es um die Lösung Orests vom Fluch und seine Heilung vom Verfolgungswahn und der Lebensmüdigkeit geht. Nach dem Text folgt­ wie eben erwähnt der Dialog zwischen Iphigenie und Arkas, in dem das Mädchen den Boten anweist, dem König den Aufschub der Opferung mitzuteilen.

In diesem Auftritt lügt Iphigenie, denn sie will ja nicht das Bild der Diana weihen, sondern es rauben und mit ihrem Bruder und dessen Freund nach Griechenland fliehen. Der vierte Aufzug in diesem geschlossenen Drama mit Fünf-Akt-Struktur ist der Akt d.....[read full text]

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Im vierten Abschnitt (Verse 1401 - 1415) kommen Iphigenies Zweifel, Ängste und Befürchtungen zum Ausdruck. Es tauchen Worte wie ,,Ach!" (Vers 1401), ,,Weh!" (Vers 1404) und ,,O weh der Lüge!" (Vers 1405) auf. Hier wird deutlich, dass Iphigenie bestrebt ist, das Ideal der schönen Seele, wie Schiller es formuliert hat, zu erreichen.

In den folgenden Versen erkennt man Iphigenies Neigung zur Wahrheit: ,,O weh der Lüge! Sie befreit nicht, wie jedes andre wahrgesprochene Wort, die Brust; ." (Verse 1405ff).

Der fünfte und letzte Abschnitt (Verse 1415 - 1420) stellt einen Übergang zur nächsten Szene dar. Iphigenie lauscht und hört den Boten herannahen und beschreibt, welches Gefühl sie dabei hat. ,,Es schlägt mein Herz, es trübt sich meine Seele," (Vers 1418).

Das ist ein Hinweis auf die Geschehnisse des zweiten Auftritts. Neben den inhaltlichen Aspekten, die in dieser Abfolge von Abschnitten zum Ausdruck kommen, komponiert Goethe hier einen Wechsel zwischen innerem und äußerem Geschehen. Zum inneren Geschehen gehören Gedanken, Gefühle und Vorstellungen Iphigenies.

Diese kommen in dem ersten und vierten Abschnitt zum Ausdruck (Verse 1369 - 1381 und 1401 - 1415).

Zum äußeren Geschehen gehören die Handlung, der Handlungsablauf und Tatsachen, von denen Iphigenie in ihrem Monolog berichtet. Dies geschieht in den Abschnitten zwei, drei und fünf (Verse 1382 - 1401 und 1415 - 1420). Dadurch entsteht ein Wechsel zwischen reflexiven und berichtenden Teilen.

Iphigenies Göttervorstellung ist nicht stringent und erfährt im Laufe der Ereignisse einige Ambivalenzen. Zunächst denkt sie, dass die Götter für alles verantwortlich seien. Sie könnten einen Menschen so beeinflussen, dass er verwirrt ist und keinen Ausweg findet, dass er Kummer und Verzweiflung erleidet, aber auch so, dass er Freude und Glück erfährt (Verse 1369ff).

Iphigenie führt also den Ursprung jeder Gefühlsregung auf den Willen und die Macht der Götter zurück. Iphigenie hält die Götter für weise Wesen, die allwissend sind, die die Geschehnisse auf der Erde gerecht beurteilen und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft .....

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Ihre Zweifel zeigen dann Ansätze von Autonomie und richten sich gegen die Pläne des von den Göttern gesandten Helfers. Wäre sie nur bedingungslos göttergläubig, würde sie ohne zu zweifeln dem Helfer Pylades Folge leisten.

Betrachtet man die Dinge so, muss man Iphigenie das Vermögen zu freiem und autonomen Handeln zuschreiben. Bezüglich dieser Szene kann ansatzweise von autonomem Handeln gesprochen werden. Autonom zu handeln bedeutet selbstbestimmt zu handeln, also frei zu sein von den Befehlen und Anweisungen anderer, zum Beispiel denen des Königs, der Götter oder auch Orests und Pylades'.

Um autonom zu handeln, muss man aber vor allen Dingen seine eigene Vernunft gebrauchen. Man kann hier eine Entwicklung von Iphigenie beobachten. Zunächst steht sie völlig unter dem Einfluss der Götter, da sie gewillt ist, dem von ihnen gesandten Retter zu gehorchen.

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