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German studies

University, School

Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

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PS Literaturwissenschaftliches Forschen Metropole und Provinz in der Literatur um 2000


Proseminararbeit zu dem Roman

Walpurgistag

Berliner Short-Cuts ohne Zukunft?
von Annett Gröschner


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 4

2 Hauptteil 5

2.1 Großstadtroman in Short-Cuts 5

2.2 Die Personen als Repräsentanten und Berlin als eigentliche Protagonistin 6

2.3 Intertextualität 10

2.4 Gröschners Berlin in der Raumtheorie 12

2.5 Vergleich mit Döblins „Berlin. Alexanderplatz“ 14

3 Zusammenfassung 15

4 Literaturverzeichnis 16


1 Einleitung

Diese Arbeit macht es sich zum Ziel den Roman „Walpurgistag“ von Annett Gröschner, der 2011 erschien, etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Vorneweg soll erklärt werden wie dieser Text überhaupt zustande kam, denn die Autorin wählte nicht unbedingt den herkömmlichen Weg ein Buch zu schaffen. Die Entstehungsgeschichte und Komplexität des Buches erklärt daher auch den langen Schaffensprozess.

Da es vor unterschiedlichen Charakteren nur so wimmelt, wird der nächste Punkt den Personen gewidmet sein. Es soll veranschaulicht werden, dass sie Repräsentationscharakter der heutigen Zeit in einer Großstadt aufweisen. Außerdem soll ein Interpretationsansatz dafür geliefert werden, welche Rolle die Stadt Berlin selbst in dem Werk spielt.

Vor allem die Personen und ihre unzähligen Verstrickungen können allerdings nicht in ihrem ganzen Ausmaß dargestellt werden, da dies die Kapazität dieser Arbeit sprengen würde.

Da Annett Gröschner selbst einen Textnachweis in ihrem Buch anhängt, widmet sich der Punkt „Intertextualität“ der Verbindung zu anderen literarischen und nicht literarischen Texten und soll so helfen das Werk besser zu verstehen.

Da diese Arbeit im Zuge des Proseminars „Metropole und Provinz in der Literatur um 2000“ entstanden ist, liegt auch ein besonderer Fokus auf der Darstellung der Stadt in Gröschners Werk. Wie wird Berlin als Raum wahrgenommen und wie wirkt sich dies auf den Text aus? Die Raumkonzeption soll erschlossen werden und so auch exemplarisch zeigen, was alles unter Raum in der Literatur verstanden wird.

Schlussendlich wird das Werk mit dem wohl bekanntesten Großstadtroman der Moderne verglichen – mit „Berlin. Alexanderplatz“ von Alfred Döblin. Gibt es Gemeinsamkeiten oder doch viel zu große Unterschiede um einen Vergleich anzustellen? Die Meinungen der Rezensionen spalten sich hier, daher werden die wichtigsten Merkmale der beiden Texte überprüft um eigenständig Schlüsse ziehen zu kommen.


2 Hauptteil

2.1 Großstadtroman in Short-Cuts

Walpurgistag von Annett Gröschner ist anders. Es liest sich auch anders. Der Großstadtroman legt von Anfang an ein Tempo vor, an das man sich als Leser erst einmal gewöhnen muss. Im Minutentakt wird ein ganzer Tag beschrieben, der 30. April – Walpurgistag. 78 kurze Kapitel fordern den Leser auf dieses Buch wie eine moderne Großstadt wahrzunehmen: Nämlich schnell und mit unglaublich vielen Eindrücken und Reizen, die gleichzeitig auf einen niederprasseln wie ein Platzregen im Sommer.

In ihrer Danksagung klärt Gröschner den Leser darüber auf, dass die Arbeit an diesem Roman mit dem Aufruf „Was haben Sie am 30. April getan?“ begann. Diese Frage wurde über Zeitungen, Radio, Internet, Plakate und Flyer verbreitet.[1] Etwa zehn Jahre hat es dann gedauert bis daraus ein Berlinroman wurde, der in zahlreichen Short-Cuts die Stadt zum Leben erweckt.

Ein Tag als geschlossener Zeitraum mit einem Anfang und einem Ende erschien Gröschner als geeignete Rahmenbedingung um ihre Vorstellungen zu verwirklichen. Von einem wahren Protagonisten kann man nicht sprechen, denn unzählige verschiedene Charaktere tummeln sich in dem Roman. Sie alle geben einem das Gefühl eher in der Vergangenheit stecken geblieben zu sein als große Zukunf.....[read full text]

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„Sie haben ihre Scheinehe nicht aufgelöst, wie so viele andere, die vor 1989 nur heirateten, damit einer der Partner den Osten verlassen konnte. Sie haben sich irgendwie zusammengerauft. Mit Bausparvertrag und Lebens-versicherung.

Und Klara. Und ab und an Sex. Ab und an. Micha riecht manchmal nach einer anderen Frau, aber er lässt sich nichts anmerken. Und sie auch nicht. Im Gegensatz zu Micha duscht sie aber sofort. ( .) Als sie wieder ins Bad kommt, sieht sie zwei rosa Striche. Heike Trepte starrt auf die Kontrolllinie und vergleicht das Ergebnis mit der Gebrauchsanleitung. Positiv = schwanger, steht da.

Positiv ist eindeutig negativ.“ (S. 176)


Die Tochter von Micha und Heike Trepte heißt Klara und geht mit Paul Bülow zur Schule. Gröschner mutet ihrem Leser vor allem mit diesem Charakter viel zu. Pauls Mutter ist eine bildende Künstlerin, die allerdings schon seit langem keinen Galeristen mehr aufgesucht hat.

Sie ist dem Alkoholkonsum verfallen und schickt ihren zwölfjährigen Sohn zum Vietnamesen um Schnaps zu kaufen. Dass sie ihre Bilder mit organischen Materialien wie Blut herstellt, beeinflusst den Geruch in der kleinen Wohnung natürlich immens. Den anderen Erwachsenen in Pauls Umfeld ist sie als „alkoholabhängige Menstruationsmalerin“ bekannt, niemand ist allerdings gewillt wirklich etwas zu unternehmen.

Anhand von Paul wird klar wie aussichtslos sich die Welt einem pubertierenden Jungen präsentiert, der Eltern hat, die es nicht schaffen ihr eigenes Leben zu meistern. Er geht auch nicht zur Schule da er keine Sportschuhe mehr besitzt. Klara ist eigentlich der einzige Anker in seinem Alltag. Zufällig findet Paul im Zuge des Schulschwänzens die Truhe in der Annjas Vater aufbewahrt wird und lüftet so dieses Geheimnis in dem er sich später Klara anvertraut.

Das Kapitel „Paul Bülow bewegt sich auf fremdem Terrain und wird vom Obermenschen erschreckt“ kann als Exempel dafür herangezogen werden wie determiniert die Personen in ihren Handlungen sind. Obwohl Paul den Beschluss fasst in den Zug zu steigen und wegzufahren, was eindeutig als Ausbruchsversuch zu deuten ist, wird er blitzartig von seinem Alltag eingefangen und der Plan scheitert.

Das Agieren aller Personen scheint auf diese Weise beschränkt zu sein, wodurch deutlich wird, dass auch eine Großstadt wie Berlin, die primär für Möglichkeiten und Identitätsverwirklichung steht, nichts an den sozialen Schicksalen zu verändern vermag, von denen diese Personen verfolgt werden.

Neben Paul erscheinen Sugar, Cakes und Candy, eine türkische Mädchengang, die von der Supermarktplünderung über Integrationsproblematik bis zur Zwangsverheiratung alles in dem Roman vereinen, was einem spontan zur Jugend abseits von Privatschule und bildungsnahen Familien einfällt.

Um dem Ganzen eine Spitze zu verleihen, stellt sich heraus, dass Cakes, die in der Realität Emine heißt, einem zwielichtigen Nebenjob nachgeht: Sie arbeitet trotz ihrer Minderjährigkeit für eine Telefonsexhotline. So und nicht anders skizziert Gröschner ein Bild der Berliner Jugend, bei dem der Leser den verlorengegangen Optimismus nach dem Lesen am liebsten aus einem vollen Nut.....

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Sie repräsentieren die bunt gemischte Masse der Berliner Unterschicht, die durch all ihre Schicksale und Geschichten plastisch wird. Berlin selbst kann so als eigentliche Protagonistin des Buches gesehen werden. Dies bestätigt sich auch am Ende des Buches als Viola Karstädt im Mauerpark den Anwesenden um ein kleines Feuer versammelt folgende Textstelle aus einem Berliner Reiseführer vorliest:

„Ein Wort über die Berliner. In einer großen Stadt, in welcher durch steten Zufluß von Personen aller Stände und aus allen Richtungen der Windrose die verschiedensten Elemente sich anhäufen, kann die Physiognomie der Bewohner keine so ausgeprägte sein, wie dies bei Städten geringeren Umfangs der Fall ist.

Diejenigen, welche der Fremde gemeinhin als Berliner bezeichnet, gehören fast ausnahmslos der ungebildeten Klasse an, die von Alters her ihren eigenen Jargon, wie ihren eigenen Typus bewahrt hat. Mißtrauen, Rohheit, Gutmüthigkeit, plötzliches Aufbrausen und ebenso schneller Vergessen, große Neugier und vor allem ein vorlauter, rechthaberisches Wesen, in wunderlicher Mischung mit naivem Witz, sind die Grundzüge des Berliner Volkscharakters.“ (S. 413)


Auch Friedbert Stühler ist der Meinung, dass die Stadt im Großstadtroman nicht nur Schau-platz der Handlung ist. Vielmehr übt sie Einfluss auf die Geschehnisse aus:

„Dagegen ist aber im modernen Großstadtroman die Stadt in ihrer Totalität und dinglichen Übermacht zu jeder Zeit präsent. Sie okkupiert das Romangeschehen und bildet die Existenzbedingung aller auftretenden Personen.

Jenseits der Straßen der Stadt ist das Leben der Figuren nicht denkbar, und der einzelne erfährt sich als ein Teilchen des universalen Großstadtlebens. Die Großstadt als „Condicio sine qua on“ führt die Figuren zusammen und prägt die Erfahrungsstruktur des Subjekts.“[5]


2.3 Intertextualität

Der Roman Walpurgistag stellt an einigen Stellen Bezüge zu anderen literarischen und nicht literarischen Texten dar. Die Autorin Annett Gröschner verweist sogar auf diese Textnachweise (Vgl. S. 443). Die drei alten Damen zitieren beispielsweise Stalin-Gedichte wie in der folgenden Textstelle von dem DDR Schriftsteller Stephan Hermlin als sie in Erinnerung schwelgen:

„Frau Köhnke: Ich hab auch sehr geweint bei Stalins Tod, auch wenn es mir heute peinlich ist. Wir sind doch sehr betrogen worden. Aber ein Gedicht für Stalin kann ich noch (spricht zum Hund): „Aus dem unendlichen Raunen von Inseln und Ländern / Hebt das Entzücken sich mit seiner Botschaft dahin, / Wo die Verheißungen leben und Epochen verändern, / Namenlos sich die Zeit endlich selbst ne.....

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„“Sugar“, ruft Heike, „was machst du denn hier, und seit wann interessierst du dich für Goethe?“ – „Goethe?“, fragt Sugar. „Kenn ich nicht, hatten wir nicht in der Schule.“ ( .) „Manchmal möchte ich den Beruf wechseln und ins Altenheim gehen. Und dann bin ich wieder überrascht, wenn meine Schülerinnen den Faust rezitieren, obwohl sie nächste Woche verheiratet werden.“ (S. 404f.)



Ein weiteres Kapitel „Sugar und Cakes springen übers Feuer“ (Vgl. S. 434) liefert eine passende Überleitung zu Alex, der spätestens an dieser Stelle des Romans als moderner Mephisto entlarvt werden kann. Die beiden Mädchen sind immer noch dabei über das Feuer zu springen und zu kreischen.

Mittlerweile zitieren sie die Ballade von Goethe „Die erste Walpurgisnacht“ als Alex sie mit den Worten „ Papperlapapp, Schluss für heute.“ in seinen Rucksack steckt. Da es einem früher oder später wie Schuppen von den Augen fällt, dass Alex überall seine Finger im Spiel hat, verwundert es dann klarerweise auch nicht mehr, dass er es war, der den verunglückten Hund Stalin verschwinden hat lassen.

Das einzig Verwunderliche daran ist möglicherweise die Rasse des Hundes: kein Pudel sondern ein Spitz. Doch all zu einfach wollte es Gröschner dann wohl auch nicht machen. Im letzten Kapitel, das da lautet „Alex steckt die Welt in seinen Rucksack“ (Vgl. S. 437ff.) hilft Alex Annja noch mit einem Identitätsproblem vor der Polizei, ohne dass die Autorin verrät, wie er das anstellt und dann heißt es:

„Das elfte Gebot, meine Liebe, du sollst dich nicht erwischen lassen.“ Annja Kobe stiert auf die Erde und schweigt. „ War nicht so gemeint, musst nicht gleich heulen. Helft mir mal, die Figure.....

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Wir sind es gewohnt, dass auf einen Tag der nächste folgt und das soll in unserer Vorstellungskraft so bleiben, damit wir uns sicher fühlen. Zeiträume geben uns, gerade in einer Großstadt, in der sonst nicht viel begrenzt scheint, einen Anhaltspunkt an dem wir uns orientieren können. Gröschners geographischer Handlungsraum ist durch den S-Bahn Ring in Berlin definiert[8].

Innerhalb spielt sich das rege Treiben der vielen unterschiedlichen Charaktere ab. Der zeitlich und geographisch abgesteckte Raum wird so gleichzeitig zum sozialen Raum, der vieles möglich macht, seine Akteure jedoch auf gewisse Weise dennoch nur begrenzt handeln lässt (beispielsweise Alex Funktion als Drahtzieher). Das Nebeneinander der vielen Lebensformen in einer Großstadt wird durch Gröschners Charaktere exemplarisch dargestellt.

Die unterschiedlichsten Kulturen, sozialen Schichten und Individuen teilen sich einen Lebensraum was allerdings bei vielen auch zu einer Identitätsdiffusion führt. Die Jugendlichen werden im Roman vorwiegend orientierungslos dargestellt während die Erwachsenen beispielsweise durch Arbeitslosigkeit an sich selbst zweifeln und in der Vergangenheit leben. Bei Annja Kobe führt dies so weit, dass sie ihre eigene Identität komplett aufgibt und zur Doppelgängerin wird.

Das Spiel mit der Identität wird außerdem auch durch das Motiv der Unbekannten fortgesetzt, die Alex in der Nacht aufgabelt. Sie hat ihre eigene Identität vergessen und fühlt sich der Stadt ausgeliefert.

Innerhalb Berlins spielt der Alexanderplatz im Roman eine große Rolle. Er ist ein stark frequentierter Verkehrsknotenpunkt Berlins und daher nicht zufällig das Pendant zu Alex als Romanfigur. Stark frequentiert ist auch der Roman selbst und zusammengehalten werden die unterschiedlichen Charaktere, wie könnte es auch anders sein, durch Alex.

Der Platz ist ein Bindeglied der unterschiedlichen Stadtteile so wie Alex ein Bindeglied für die Charaktere im Buch. Die unterschiedlichsten Leute passieren den Alexanderplatz täglich, dennoch ist er nur für die wenigsten ein Ort zum Verweilen.


2.5 Vergleich mit Döblins „Berlin. Alexanderplatz.“

„Denn natürlich steht «Walpurgistag» in literaturgeschichtlicher Beziehung mit Alfred Döblins «Berlin Alexanderplatz» aus dem Jahr 1929, Annett Gröschner zeichnet ihrem Roman diese Linie mit dem doppelten Alex des Anfangs wie eine Leuchtspur ein.“[9]

Doch ist es wirklich so offensichtlich und eindeutig wie Frauke Meyer-Gosau es sieht? Natürlich gibt es einen gewissen Bezug zu dem bekanntesten Großstadtroman der Moderne von Alfred Döblin. Schauplatz ist immer wieder der Alexanderplatz selbst. Allerdin.....

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3 Zusammenfassung


Der Roman „Walpurgistag“ von Annett Gröschner ist kein herkömmlicher Roman. Das beweist allein schon seine Entstehungsgeschichte. Die Autorin lies sich nämlich von den realen Tagesabläufen vieler Berliner beeinflussen. Daher nahm der Schaffensprozess auch etwa zehn Jahre in Anspruch. „Walpurgistag“ ist ein Großstadtroman, der an einem einzigen Tag in Berlin spielt.

Unzählige Personen tummeln sich durch den Roman, verwickeln ihre Handlungen und Geschichten ineinander und trennen sich wieder. Alex, ein Obdachloser der am Alexanderplatz lebt scheint als moderner Mephisto zu agieren und überall seine Finger im Spiel zu haben. Darauf weist die Autorin indirekt selbst hin, da sie Faustpassagen zitieren lässt und diese im Textnachweis auch anführt.

Berlin übernimmt die typische Großstadtrolle und ist somit die eigentliche Protagonistin. Das Raumkonzept des Romans ist zeitlich und geographisch beschränkt. Die Großstadt bindet alle Personen an sich, so dass das Leben der Personen stark determiniert erscheint. Zu guter Letzt können einige Parallelen zu Döblins „Berlin.Alexanderplatz“ herausgearbeitet werden so wie auch einige erhebliche Unterschiede.


Womit Gröschner ihren Roman beginnen lässt, soll diese Arbeit enden:

„Vor Gott sind eigentlich alle Menschen Berliner“

– Theodor Fontane


4 Literaturverzeichnis


Primärtext:

GRÖSCHNER, Annett: Walpurgistag. München: Deutsche Verlags-Anstalt 2011.

.....

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[4] Vgl. Florian Kain: Schwaben sollen „Schrippe“ sagen - findet Thierse. Erstellt am 31.12.2012. URL: [10.03.2013]

[5] Firedbert Stühler: Totale Welten: der moderne deutsche Großstadtroman. Regensburg: Roderer 1989. (= Theorie und Forschung. Bd. 70 : Literaturwissenschaft. Bd. 2) S. 34.

[6] Wolfgang Hallet; Birgit Neumann: Raum und Bewegung in der Literatur: Zur Einführung. In: Raum und Bewegung in der Literatur. Die Literaturwissenschaft und der Spatial Turn. Hrsg. von Wolfgang Hallet, Birgit Neumann. Bielefeld: transcript 2009. S. 11

[7] Vgl. Ebda

[8] Vgl. Ulli Müller: „Sex ist kein Designergetränk, sondern Bier“. Erstellt am 18.11.2011. URL: [10.03.2013]

[9] Frauke Meyer-Gosau: Oben, unten und retour. Erstellt am 07.12.2011. URL: [10.03.2013]

[10] Edgar Neis: Struktur und Thematik der traditionellen und modernen Erzälkunst. 3. Auflage. Paderborn: Sch.....


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