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Interpretation von Pflichtlektüren zum Abitur: Schülerwerke zu Faust I, Iphigenie auf Tauris, Die Leiden des jungen Werthers (Pflichlektüren, Band 3)
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German studies

University, School

Flois-Gymnasium Berlin

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Aspekte der Humanität in Goethes „Iphigenie auf Tauris“ Univeristät in Belgrad Philologische Fakultät Germanistisches Seminar Deutsche Literatur 3 Aspekte der Humanität in Goethes „Iphigenie auf Tauris“ INHALT 1. Einführung 2. Humanität und Menschlichkeit 3. Humanisierung durch Weiblichkeit 3.1. Orest: der Fluch der Inhumanität 3.2. Thoas: „ein König, der Unmenschliches verlangt“ 4. Goethes Betrachtung der Humanität im Vergleich zu den antiken Dichtern 5. Goethes Betrachtung der Humanität im Vergleich zu anderen deutschen…
Die Eigenschaften, die Faber an Maschinen schätzt, nämlich das logische Denken, die Rationalität, sowie die nicht vorhandene Beeinflussung durch Ängste, Emotionen und Hoffnung und Steuerung durch Fantasien (Vgl. S. 80.81), versucht er selbst auf sich zu projizieren, sich nach diesen Maßstäben zu richten und ein solch ähnliches Roboterverhalte­n zu imitieren. Er hat an sich den Anspruch gestellt, wie ein Roboter zu funktionieren und sich somit selbst in ein Bild gepresst, dem er unbedingt entsprechen möchte. So grenzt er sich…

Interpretation von Pflichtlektüren zum Abitur

Texte von Schülern zu Faust I, Iphigenie auf Tauris und
Die Leiden des jungen Werthers

BAND III


Inhalt

1.  "Faust I"  Interpretation der Kerkerszene. 5

2.  "Faust I" Charakterisierung von Faust 8

3.  "Faust I" Szenenanalyse - Studienzimmer Vers 1886-2049. 10

4.  "Faust I" Analyse der Textstelle "Trüber Tag". 11

5.  "Faust I" Personencharakteristik: Gretchen. 14

6.  "Faust I" Analyse der Figurenkonstellation Faust und Mephisto. 15

7.  "Faust I" Analyse: Kapitel Zimmer und Dom 17

8.  "Faust I" Analyse: Kapitel: Ein Gartenhäuschen. 20

9.  "Faust I" Interpretation der Erdgeistszene. 21

10.  "Faust I" Interpretation: Marthens Garten. 23

11.  "Faust I" Gretchen - Eine Interpretation Ihrer Persönlichkeit 25

12.  "Faust I" Inhaltsangabe. 27

13.  "Faust I" Charakterisierung der Figur Fausts. 29

14.  "Faust I"Zusammenfassung aller Kapitel 33

15.  "Faust I" Szenenanalyse - Nacht 37

16.  "Faust I" Szenenanalyse - Prolog im Himmel 39

17.  "Faust I" Textinterpretation: Marthens Garten - Zweiter Teil des Gesprächs. 41

18.  "Faust I" Szenenanalyse - Auerbachs Keller in Leibzig. 43

19.  "Faust I" Szenenanalyse - Straße I 46

20.  "Faust I" Szenenanalyse - Dom - Traum Gretchen. 48

21.  "Faust I" Szenenanalyse - Nacht (V.354-376) 51

22.  "Faust I" Szenenanalyse - Wald und Höhle; Gretchens Stube. 55

23.  "Faust I" Szenenanalyse - Studienzimmer. 58

24.  "Faust I" Szenenanalyse - Prolog im Himmel 60

25.  "Faust I" Szenenanalyse - Spaziergang (V.2804-2864) 64

26.  "Faust I" Szenenanalyse - 3. Szene - Menschenbilder Gott vs. Mephisto. 67

27.  "Faust I" Szenenanalyse - Brunnen (V.3544-3586) 69

28.  "Faust I" Szenenanalyse - Nacht - Straße vor Gretchens Türe. 70

29.  "Faust I" Gesprächanalyse - Studienzimmer (V.1868-1895) 71

30.  "Iphigenie auf Tauris" Zusammenfassung der Handlung. 74

31.  "Iphigenie auf Tauris" Szenenanalyse - 3. Akt 3. Szene. 77

32.  "Iphigenie auf Tauris" Dialoganalyse - 1. Akt 3. Szene (V.300-436) 79

33.  "Iphigenie auf Tauris"  Szenenanalyse - 1. Aufzug 3. Auftritt (V.220-306) 81

34.  "Iphigenie auf Tauris" Szenenanalyse - 4. Aufzug 2. Auftritt 83

35.  "Iphigenie auf Tauris" Analysen zu Z.1503-1531. 86

36.  "Iphigenie auf Tauris" Szenenanalyse - 1. Akt 3. Szene - Innterer Monolog aus der Sicht Arkas. 88

37.  "Iphigenie auf Tauris" Szenenanalyse - 3. Aufzug 2. Auftritt 90

38.  "Iphigenie auf Tauris" Zusammenfassung: 1. bis 5. Aufzug. 93

39.  "Iphigenie auf Tauris" Zusammenfassung: Szene 1.1 bis 5.6. 95

40.  "Iphigenie auf Tauris" Szenenanalyse - 1. Aufzug 3. SAuftritt Z.435-534 - Tahos zweiter Antrag. 99

41.  "Iphigenie auf Tauris" Szenenanalyse - 1. Aufzug 2. Auftritt - Dialog zwischen Arkas und Iphigenie. 100

42.  "Iphigenie auf Tauris" Szenenanalyse - 1. Aufzug 3. Auftritt 102

43.  "Iphigenie auf Tauris" Szenenanalyse - 1. Aufzug 1. Auftritt 105

44.  "Iphigenie auf Tauris" Erste Rede des Orest 107

45.  "Iphigenie auf Tauris"  Szenenanalyse - 4. Aufzug 3. Auftritt 109

46.  "Iphigenie auf Tauris"  Szenenanalyse - 3. Aufzug 3. Auftritt - Art der Gesprächsführung. 111

47.  "Iphigenie auf Tauris"  Szenenanalyse - 4. Aufzug 1. Auftritt 113

48.  "Iphigenie auf Tauris"  Szenenanalyse - 2. Akt 1. Szene (680-761) 116

49.  "Iphigenie auf Tauris"  Analyse 2. Aufzug/2.Akt 119

50.  "Iphigenie auf Tauris"  Szenenanalyse - 5. Aufzug 3. Auftritt 122

51.  "Iphigenie auf Tauris"  Szenenanalyse - 5. Aufzug 6. Auftritt 124

52.  "Iphigenie auf Tauris"  Figurencharakterisierung und Figurenkonstellation. 126

53.  "Die Leiden des jungen Werthers"  Vergleich der Briefe vom 4. und 10. Mai und dem 3. November. 130

54.  "Die Leiden des jungen Werthers" Charakterisierung Werthers. 132

55.  "Die Leiden des jungen Werthers" Werthers Einstellung zu Albert nach dem 30. Juli 134

56.  "Die Leiden des jungen Werthers"  Inhalt, Charaktere und Interpretation. 135

57.  "Die Leiden des jungen Werthers"  Werthers Stellung in der Gesellschaft - Nach Goethes Werk. 139

58.  "Die Leiden des jungen Werthers"  Interpretation - Briefe vom 18. August 144

59.  "Die Leiden des jungen Werthers"  Vergleich: Die Leiden des jungen Werthers (Goethe) und Die neuen Leiden des jungen W. (Plentzdorf) 147

60.  "Die Leiden des jungen Werthers"  Interpretation - Brief von 4. Mai 1771. 150

61.  "Die Leiden des jungen Werthers" Die Dreiecksbeziehung zwischen Werther, Lotte und Albert 154

62.  "Die Leiden des jungen Werthers" Analyse des Briefs vom 16. Juni 157

 

1.             Johann Wolfgang von Goethe: "Faust I"
Interpretation der Kerkerszene

Über die Entstehung und den Inhalt des Faustdramas

Faust ist ein zweiteiliges Drama, geschrieben von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832). Der erste Teil wurde von ihm im Jahre 1806 beendet. Insgesamt arbeitete er am Gesamtwerk über 30 Jahre, also einen sehr großen Teil seines Lebens. Im Mittelpunkt der Handlung steht Faust, der einen Pakt mit Mephistopheles geschlossen hat, und sich von ihm verschiedene Wünsche erfüllen lässt.

Zusammenfassung der vorrangehenden Handlung

Am Anfang der Handlung treffen sich der Herr und Mephistopheles im Himmel, wo sie über die Menschen sprechen. Während der Herr an das Gute in ihnen glaubt und sagt das sie aus ihren Fehlern lernen, vergleicht sie Mephistopheles mit Tieren und sagt das sie ohne den Herrn viel besser dastehen würden. Daraufhin schließen beide eine Wette darauf ab, in der Mephistopheles behauptet, dass sich die Menschen zum Bösen hinwenden, wenn sie Gelegenheit dazu haben, währen der Herr eben an das Gute in ihnen glaubt, und damit von anderer Überzeugung ist.

Als „Versuchsperson“ wählen sie sich Faust, der auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist, dessen Seele der Gewinner erhält. Daraufhin begibt sich Mephistopheles auf den Weg zu Faust, der sich von ihm zu einem Pakt überreden lässt. Der Inhalt des Paktes besteht darin, dass Mephistopheles Faust solange jeden seiner Wünsche erfüllt, bis er sagt: „Verweile doch! du bist so schön!“ (Seite 48, Zeile 1700), woraufhin Mephistopheles Fausts Seele erhalten soll.

Fausts erster Wunsch besteht darin wieder ein junger Mann zu werden. Deshalb gehen beide zu einer Hexe, die ein Zaubermittel brauen soll, das Faust wieder jung macht. In der Hexenküche sieht er in einen Zauberspiegel, in dem er eine schöne Frau sieht. Mephistopheles entgegnet daraufhin das er durch diesen Trunk bald in jedem Weibe das Ebenbild der Helene, der schönsten Frau des antiken Griechenlands sehen wird (vgl.: Seite 74, Zeile 2605).

Auf der Straße bewahrheitet sich Mephistopheles´ Prophezeiung, als er Margarete trifft, die ihn aber abweist. Mephistopheles soll ihm jetzt seinen nächsten Wunsch erfüllen, der darin besteht Margarete für ihn zu gewinnen. Er erwidert aber dass er mehr Zeit benötigt, Faust entgegnet, dass er das in weniger Zeit selbst schaffen würde. Faust möchte aber wenigstens, dass er ein Geschenk für sie organisiert.

Nach einiger Zeit, als sich beide näher gekommen sind, lässt sich Gretchen von Faust zu einer gemeinsamen Nacht überreden. Da sie aber befürchtet, dass ihre Mutter während der Nacht aufwacht, gibt ihr Faust ein Fläschen, in dem sich ein starkes Schlafmittel befindet. Davon soll sie ihrer Mutter ein paar Tropfen in den Trank mischen. Während der Nacht kommt Valentin, Gretchens Bruder, zu ihr.

Auf der Straße sieht er Mephistopheles und Faust. Er glaubt, dass sie zu seiner Schwester wollen und fordert Mephistopheles zum Kampf heraus.  Dieser fordert Faust auf, ihn zu töten, was er auch tut. Vor seinem Tod prophezeit er Gretchen, dass sie sich, wenn sie weiterhin heimliche Männer hat, ihr ganzes Leben zerstört. Sie ignoriert das aber und setzt ihre Beziehung mit Faust fort, von dem sie dann schwanger wird.

Nachdem sie das Kind zur Welt gebracht hat, tötet sie es. Deshalb wird sie in den Kerker gesteckt, und wegen Mordes an ihrem Kind und ihrer Mutter angeklagt. Faust möchte sie jetzt mit Mephitophels´ Hilfe befreien.

Inhaltszusammenfassung der Kerkerszene

Die Kerkerszene spiegelt die physische und psychische Verfassung Gretchens nach dem Kindesmord wieder. Sie lässt sich in 4 Teile gliedern: Zuerst ist Gretchen verwirrt und glaubt, dass ihr Kind noch leben würde, dass sie es nicht umgebracht hätte und hält den hereintretenden Faust für den Henker.

Unterteilung der Kerkerszene in .....[read full text]

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Während einer anschließenden Verjüngungskur in einer „Hexenküche“, die den ältlichen Wissenschaftler als einen jungen Galan entlässt, sieht er in einem Spiegel eine wunderschöne Frau und ist ganz geblendet von ihrer Erscheinung: Eros wird in sein Leben treten; oder wie Mephisto meint: „Du siehst, mit diesem Trank im Leibe,/ Bald Helenen in jedem Weibe.“ Eros, dieser tritt tatsächlich vehement in sein Leben, mit allen Aus- und Nebenwirkungen.

Faust entflammt für ein unschuldiges, junges Mädchen, Grete, deren stille Kleinbürgerlichkeit ihn zutiefst rührt. Schmachtend lässt er sich von Mephisto in ihr leeres Zimmer führen, auch gibt er Geschenke, heimlich: Schmuckkästchen, in Gretchens Zimmer versteckt, sollen der Ahnenden auf die Sprünge helfen. Nach Mephistos Plan muss Faust sogar lügen, um Gretchen zu erringen: Beide bezeugen Gretchens Nachbarin, dass ihr Mann gestorben sei, in der Fremde.  Von nun an entwickelt sich eine teuflische Kuppelei.

Faust häuft Schuld auf sich: um eine Nacht mit Gretchen verbringen zu können, gibt er der Geliebten ein Schlafmittel für die gestrenge Mutter, welches tödlich wirkt. Gretchens Bruder, welcher Faust beim Herumstreunen vor Gretchens Fenster erwischt, wird mit Mephistos Hilfe erstochen. Und Gretchen wird ins Gefängnis gesteckt, nachdem sie ihr beider Kind ermordet hat.

Ein Ablenkungsversuch Mephistos, er führt Faust auf den Blocksberg zur Walpurgisnacht, endet mit dem aufkeimenden schlechten Gewissen Fausts. Die beiden versuchen, Gretchen vor der irdischen Gerichtsbarkeit zu retten - vergebens. Die himmlische Gerichtsbarkeit jedoch wird ihr vergeben.

Faust ist letztendlich ein moderner Mensch: sein Wissensdrang, sein Über-sich-hinaus-Wollen, sein Streben, das sind Eigenschaften, die dem modernen Menschen offen stehen. Eigenschaften, die den Menschen auf den Mond fliegen lassen und Theorien über schwarze Löcher im Weltall, die alles in sich hinein saugen, sogar Licht, ausspinnen. Auch „Genießen“ ist ein modernes Thema.

Der moderne Mensch betäubt immer wieder seine Sehnsucht, sein Verlangen mit übergroßen Dosen an Genuss. Dabei wird er sehr oft schuldig - wie Faust.

3.             Johann Wolfgang von Goethe: "Faust I"
Szenenanalyse - Studienzimmer Vers 1886-2049

Als Faust den Pakt mit Mephisto besiegelt hat, tritt ein Schüler auf. Er will mit dem berühmten Doktor Faust reden, damit dieser im hilft, was die Auswahl seiner Studienrichtung angeht und auch, weil er allgemein Rat sucht. Weil Faust sich nicht fähig fühlt, ihn zu empfangen, bietet Mephistopheles an, sich als Faust zu verkleiden, um mit dem Schüler zu sprechen.

Er redet mit dem Jungen, gibt ihm Ratschläge und verschafft ihm einen Überblick über die verschiedenen Richtungen.

Die Szene im Studierzimmer stellt die Fakultäten und Fachrichtungen der Universitäten satirisch dar. Mephisto beschreibt in jeder Fachrichtung die Sinnlosigkeiten und Widersprüche. Er erwähnt alle Zweige, die auch Faust studiert hat. Dadurch, dass er sie alle sarkastisch beurteilt, zieht Mephisto auch Fausts Streben nach der Wahrheit, die er in den verschieden Studienrichtungen vergebens gesucht hat, ins Lächerliche.

Die Wahrheit in diesen Studien zu suchen ist sinnlos, weil die einzelnen Wissenschaftler eigentlich selbst nicht wissen, was sie lehren und was der eigentliche Sinn hinter ihren Weisheiten ist. Die Szene ist also nicht nur eine Nebenszene an das Stück, eine reine Satire auf die Schulen, sie bestätigt auch Fausts Scheitern und bietet auch gleich eine Art Erklärung, wieso es soweit gekommen ist.

Sie ist also in das Gelehrtendrama sehr wohl integriert.

Der Schüler selbst ist ein junger Mann, der neu an der Universität ist. Er kommt aus gutem Hause, hat Geld und ist behütet aufgewachsen. „Meine Mutter wollte mich kaum entfernen“ Er ist verwirrt und auch verängstigt, die Universität mit ihren grauen Mauern und der einengenden Atmosphäre macht ihm Angst. Er kommt „voll Ergebenheit“ zu Faust und hat großen Respekt vor dem Gelehrten.

Der Schüler weiß noch nicht, was er studieren möchte. Es geht ihm eigentlich nur um das Studieren um des Studierens Willen. Er wünscht nur „recht gelehrt zu werden“ und „möchte gern was Rechts Hieraußen lernen“. Genauere Vorstellungen von dem, was er lernen möchte, hat er eigentlich nicht.

Die erste Fachrichtung, die Mephisto dem Schüler zu studieren rät, ist das Kollegium Logicum. Er stellt es als Wissenschaft dar, die das Ganze aus den Augen verloren hat. Die Studenten sollen brav dressiert werden, um möglichst gut auswendig zu lernen. Die Gedanken sollen geordnet ablaufen, man solle nur ja nicht abschweifen und phantasieren. „Der Philosoph, der tritt herein und beweist euch, es müsst so sein“.

Warum es allerdings so ist, soll nicht hinterfragt werden. Auch erfasst diese Wissenschaft nur Bruchstücke, sieht aber keinen größeren Zusammenhang. „Dann hat er die Teile in der Hand, fehlt, leider! Nur das geistige Band“.

 Als nächstes analysiert er die Metaphysik. „Da seht, dass ihr tiefsinnig fasst, was in des Menschen Hirn nicht passt“, meint Mephisto. In dieser Wissenschaft werden Dinge erklärt und mit möglichst komplizierten Worten beschrieben, deren Sinn eigentlich niemand wirklich erfassen kann. Mephisto nimmt auch die Professoren ins Visier und meint, dass sie nichts anderes lehrten, als in den Büchern ohnehin stehe.

Zur Juristerei meint Mephisto, dass sie das Recht, „das mit uns geboren ist“ im Laufe der Zeit teilweise ignoriert beziehungsweise pervertiert hat. „Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage“. Der Schüler ist der Rechtslehre aber von vornherein abgeneigt.

Über die Theologie sagt Mephisto, dass es hier wichtig sei, dass man nur „einen hört und auf des Meisters Worte schwört“. Man solle sich auch möglichst genau an Worte halten. Denn es sei schwer, „den falschen Weg zu meiden“.

Als letztes bittet der Schüler ihn um seine Meinung zur Medizin. Mephisto meint zu sich „Ich bin des trocknen Tons nun satt, muss wieder recht den Teufel spielen“ So ist die Medizin die einzige Wissenschaft, die er für den Schüler positiv darstellt. Allerdings wirft diese Analyse kein gutes Licht auf die Medizin selbst. Er beschreibt die Medizin als Wissenschaft, die nicht schwer zu erlernen sei.

Sobald man dann einen Titel habe, habe man die Achtung, vor allem der Damenwelt sicher. „Dann habt ihr sie alle unterm Hut“. Mephisto weiß, was die Menschen wollen, die fleischliche Darstellung gefällt dem Schüler gut. Hier zeigt sich die Macht, die er dank seiner Überredungskunst .....

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S.147: „Wer war’s, der sie ins Verderben stürzte?“ - Rückblick auf die Liebesbeziehung zwischen Faust und Gretchen und der Schwangerschaft Gretchens (Szenen Marthens Garten S.113, Am Brunnen S.117). Vorschau auf die Erzählung der Ermordung ihres Kindes (Szene Kerker S.148). Vorschau auf den Tod Gretchen (Szene Kerker S.148): „Wisse, noch liegt auf der Stadt Blutschuld von deiner Hand“ - Rückblick auf die Ermordung Valentins durch Faust (Szene Nacht S.120); „Des Türners Sinne will ich umnebeln, bemächtige dich der Schlüssel und führe sie heraus mit Menschenhand!“ - Vorschau auf die versuchte Befreiung Gretchens durch Faust (Szene Kerker S.148)

Inwiefern zeichnet sich diese Szene in der Stilistik des Sturm und Drang aus?

Stilistische Merkmale dieser Epoche sind vor allem Metaphern, Chiasmen und viele Ausrufezeichen. Besonders Metaphern und Ausrufezeichen, also Ausdruck der Gefühlsbetonung, sind in dieser Szene vorhanden.

Metaphern: „Wälze die teuflischen Augen […] im Kopf herum!“

„Wandle den Wurm wieder in seine Hundsgestalt […]“

„Den unschuldig Entgegnenden zu zerschmettern […]“

Ausrufezeichen:

„Im Elend! Verzweifelnd! Erbärmlich auf der Erde lange verirrt und nun gefangen!“

„Hund! Abscheuliches Untier!“

„Rette Sie! Oder weh dir! Den grässlichsten Fluch über dich auf Jahrtausende!“

Weitere äußere Merkmale sind unter anderem, dass dieser Teil im Prosastil geschrieben ist, und nicht in der, vom Rest der Tragödie vorgegebenen, Regelpoetik. Inhaltlich ist diese Szene stellvertretend für den Sturm und Drang. Faust als Genie und Liebender rennt kompromisslos gegen die Wirklichkeit und Wahrheit an.

5.             Johann Wolfgang von Goethe: "Faust I"
Personencharakteristik: Gretchen

Margarete, auch Gretchen genannt, ist ein sehr junges Mädchen, dass in dem Theaterstück „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe, Fausts Geliebte symbolisiert. Sie lebt in sehr armen bürgerlichen Verhältnissen ist aber trotzdem zufrieden mit ihrem Leben. Gretchen hat keinerlei Bildung und denkt nicht viel über ihr Leben nach. Sie ist sehr religiös und geht regelmäßig in die Kirche und zur beichten obwohl sie ihr Leben lang unschuldig war. (V.2626) „Es ist ein gar unschuldiges Kind, das eben für nichts zur Beichte ging“

Gretchen neigt dazu sich selbst negativ darzustellen und sich bei jeder Gelegenheit zu kritisieren, was sich bemerkbar macht in ihrer Begegnung mit Faust. Sie beschreibt sich als „ weder schön noch Fräulein“ (V.2607) und kann nicht glaube dass ein gebildeter Mann wie Faust sich für sie interessiert. (V.3215) „Bin doch ein arm unwissend Kind, Begreife nicht, w.....

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Doch als sie bemerkt dass sie von Faust schwanger ist, ist sie todunglücklich und bereut ihr Verhältnis mit Faust zutiefst. Sie betet an Gott und sagt „Hilf rette mich von Faust und Tod“(Zwinger) danach erscheint ihr als einziger Ausweg ihr Kind zu töten.

Was Gretchen von Faust unterscheidet, und am Ende sogar rettet ist ihre Liebe und Glaube zu Gott. Deswegen flieht sie nicht aus dem Kerker, und bekommt im Gegenteil zu Faust ihre Sünden von Gott vergeben. „Mephistopheles. Sie ist gerichtet!/Stimme (von oben). Ist gerettet! (V. 4611-4612). Durch diese Stärke die sie in diesem Moment beweist ist sie Faust erstmals überlegen und kann wieder auf die Seite des Guten wechseln.



6.             Johann Wolfgang von Goethe: "Faust I"
Analyse der Figurenkonstellation Faust und Mephisto

In folgenden möchte ich mich mit der Figurenkonstellation Faust-Mephisto aus der Tragödie ,,Faust“ (erster Teil) beschäftigen. Das Werk wurde um 1800 von Johann Wolfgang von Goethe geschrieben und gilt heute als eines der bedeutendsten Dramen in der Literatur.

Faust und Mephisto sind die Protagonisten des Werkes und treten dementsprechend am häufigsten auf. Die Beziehung zwischen Faust und Mephisto hat sich über den gesamten Verlauf der Handlung stetig geändert.

Mephistopheles oder Mephisto übernimmt die Rolle des Teufels. Er ist ein Untergeordneter Gottes, was ihm aufgrund seiner Machtbesessenheit nicht passt. Er möchte sich einen höheren Rang erkämpfen, indem er mit Gott eine Wette schließt. (Z. 313: ,,Was wettet Ihr?“) Sollte er es schaffen Faust auf den bösen Weg zu leiten so erhält er Fausts Seele.

Wer sich schon einmal mit Religionen auseinandergesetzt hat wird wissen, dass jede Seele nach dem Tod der Person wieder zu Gott gelangt. Wenn Mephisto die Wette gewinnt, weist er somit eine gemeinsame Eigenschaft mit Gott auf und ist auf einer höheren Ebene als zuvor. Fest steht also: Mephisto liegt nichts an Faust außer seiner Seele.

Faust ist der wohl intellektuellste Wissenschaftler den es je gegeben haben wird. Er hat alle irdischen Wissenschaften gelernt, fühlt sich aber dennoch unwohl, was sich direkt in seiner Anfangssequenz zeigen lässt (ab Z.358: Da steh ich nun ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor…“- Z. 375: ,,… Noch Ehr und Herrlichkeit der Welt.“)Was ihn von anderen Wissenschaftlern unterscheidet ist, dass er Sachen selbst erkunden möchte und sich nicht nur mit dem Geschri.....

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Nachdem sie aufbrachen und sich im Laufe der Zeit sich gegenseitig vertrauter fühlten, taucht eine gewisse Margarete und auf sorgt für Unordnung im Plan des Mephistopheles. Nachdem Faust durch den Verjüngungstrank wieder jünger ist, sorgt Mephisto für ein Treffen zwischen dem Gretchen und Faust. (Z.2618:,,Hör zu du musst mir die Dirne schaffen!“) Während dieses Treffens kommen sie sich näher und Liebe kommt ins Spiel.

Grund dafür ist, dass Faust anlässlich der Verjüngung die Lust am Leben erweckt wurde. Das gefällt Mephisto ganz und gar nicht, da es seinem Plan widerspricht und er gerät ins Verzweifeln( Z.2805:,,Bei aller verschmähten Liebe!…“)

Faust schwängert Gretchen und zu dieser Zeit wurden schwangere Mädchen schlecht behandelt. Dementsprechend wird Gretchen eingesperrt. Da Faust dies aufgrund seiner Liebe zu ihr nicht ertragen kann, sieht er sich gezwungen etwas zu unternehmen. Die einzige Lösung ist die Hilfe durch Mephisto, welche er auch schließlich einfordert. Er realisiert erst dann den teuflischen Plan des Mephistos und verflucht ihn.(S.128:,,Hund! Abscheuliches Untier!…“) Das obwohl sie zuvor ein besseres Verhältnis zueinander hatten.

Mephisto weiß nun, dass sein Plan gescheitert ist, da Faust sich wieder nach dem Leben sehnt. (S.128:,, Nun sind wir schon wieder an der Grenze des Witzes, da wo euch Menschen der Sinn überschnappt.“)

Zusammengefasst kann man sagen, dass das Verhältnis zwischen Mephisto und Faust nie sehr stabil war. Mephisto hat immer versucht ein Stück näher an Faust zu kommen, doch dieser wusste, dass er einen Pakt mit dem Teufel höchstpersönlich geschlossen hat. Er wusste also, dass Gefahren bestanden und dementsprechend hielt er sich immer etwas zurück.

Mephisto hat sogar versucht sich als Diener Fausts zu erweisen um das Vertrauen zu wecken, doch dieser blieb stets misstrauisch. Inwiefern sie sich gegenseitig geholfen haben lässt sich schwer sagen, da das Ende offen ist. Fest steht aber, dass Mephisto Faust nicht gewinnen konnte.

7.             Johann Wolfgang von Goethe: "Faust I"
Analyse: Kapitel Zimmer und Dom

Kapitel Zwinger

Es gibt viele verschiedene Arten mit Schuld umzugehen. Daran hat sich seit der Klassik bis zur heutigen Zeit nicht viel geändert. Man kann an seiner Verzweiflung zu Grunde gehen, wie Faust das Vergangene vergangen sein lassen oder aber nach einem Ausweg suchen, sein Gewissen reinzuwaschen. In der Szene „Zwinger“ der Tragödie Faust I von Johann Wolfgang Goethe wählt Gretchen den Weg des Betens, um mit ihrem Leid zurechtzukommen.

Gretchen steckt frische Blumen in die dafür vorgesehenen Krüge in der Mauerhöhle des Zwingers, dem gleichzeitig geschützten, aber auch einengenden Raum zwischen äußerer und innerer Stadtmauer. Dabei betet sie zur Mater Dolorosa, der Jungfrau Maria. Zu Beginn des vierteiligen Gebets (V. 3589) fleht Gretchen die Mutter Gottes an, sie in ihrer Not anzuhören und gn.....

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Dadurch werden diese beiden Textstellen besonders hervorgehoben. Besonders die Verse 13 bis 15 spielen eine zentrale Rolle in dem Gebet, da sie die enge Beziehung zwischen Gretchen und Maria aufzeigen. Außerdem fällt auf, dass auch die Kadenzen eine gewisse Regelmäßigkeit aufweisen. In den Strophen 1 bis 5 haben die ersten beiden Verse immer eine klingende Kadenz, während der dritte Vers eine stumpfe Kadenz hat.

Dadurch werden diese betonten Silben noch weiter unterstrichen. Dass es sich dabei fünfmal um die Wörter „Not“ und „Tod“ handelt, ist kein Zufall. Sie zeigen Gretchens aussichtslos erscheinende Lage und ihre Angst vor der Hinrichtung. In den Strophen 6 und 7 wechseln sich weibliche und männliche Kadenz ab und in der 8. Strophe umschließen zwei männliche Kadenzen zwei weibliche.

Im Gedicht sind alle drei Arten von Sätzen vertreten: Aussagesatz, Fragesatz und Befehlssatz. Gretchens Flehen ist beispielsweise im Imperativ formuliert: „Ach neige,/ Du Schmerzenreiche,/ Dein Antlitz gnädig meiner Not!“ (V.1-3) In Vers 10-13 formuliert Gretchen dagegen eine Frage. Dies zeigt ihre Hilflosigkeit und dass sie sich von Maria Antworten erhofft.

In Vers 21 stellt sie fest, dass „das Herz [in ihr zerbricht]“. Gretchens Gebet enthält viele Wörter aus dem Bereich der Trauer, z.B. „Not“ (V.3), „Herzen“ (V.4), „Schmerzen“ (V.5), „Tod“ (V.6), „Seufzer“ (V.8), welche ihre Gefühlslage widerspiegeln. Dadurch wirkt es sehr emotional. Eine weitere Ursache für die Gefühlsbetonung des Gedichts sind die vorkommenden Adjektive und Adverbien, wie z.B. „gnädig“ (V.3). Über den ganzen Text verteilt kommt auch viermal der Ausruf „ach!“ vor, was Gretchens Verzweiflung zeigt.

Auf der Bildebene lässt sich feststellen, dass Goethe einige Metaphern in Gretchens Monolog eingefügt hat. So stehen „die Scherben vor [Gretchens] Fenster“ (V.22) für ihre zusammenbrechende Welt und ihr gebrochenes Herz. Auch die für die Mater Dolorosa gepflückten Blumen haben Symbolcharakter. War die Blume zu Beginn der Gretchen-Tragödie Zeichen für Margaretes Unschuld und später durch das Zerpflücken Symbol für den Keuschheitsverlust, so ist sie nun Ausdruck von Reue und Demut.

Ebenso ist „Das Schwert im Herzen“ in Vers 4 eine Metapher. Neben Gretchens Schmerz symbolisiert es auch ihr drohendes Schicksal durch den Scharfrichter. Auf der Klangebene fällt besonders die W-Konsonanz in Vers 10-18 auf. Da es sich bei den mit „W“ beginnenden Wörtern meist um Fragewörter handelt, wird auf diese Weise Gretchens Hilfl.....

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