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Interpretation
German studies

University, School

Gesamtschule Köln

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Drama Interpretation „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller 3. Akt 4. Szene 3. Akt 4. Szene Zimmer in Millers Wohnung Das Drama „Kabale u Liebe“ von Friedrich Schiller handelt zur Zeit des Sturms und Drangs im 18. Jahrhundert. Inhaltlich bezieht sich Schiller in diesem Drama auf die „verbotene Liebe“ zwischen einer Bürgerlichen und einem adeligen Präsidenten Sohn. In der 4. Szene im 3. Akt findet das Gespräch zwischen Luise und Ferdinand statt, kurz nachdem sich der Präsident und Wurm eine Intrige einfallen ließen, um die Liebe…

Interpretation

Kabale & Liebe - Akt II - Szene 3 - Ausschnitt von S. 39 bis S.42 Z.5


Der Ausschnitt ist aus der dritten Szene des zweiten Akts des Dramas „Kabale & Liebe“ von Friedrich Schiller, welches am 13. April 1784 in Frankfurt am Main uraufgeführt wurde. Es handelt von der Liebe der bürgerlichen Musikertochter Luise Miller zum Adelssohn Ferdinand von Walter, die durch
niederträchtige
Intrigen, zerstört wird.

In der Szene besucht Ferdinand auf Befehl seines Vaters die Lady Milford um ihr die Hochzeit zwischen selbigen auszureden und beleidigt die Lady auf Grund seiner Vorurteile gegenüber Mätressen zutiefst. Um den Anschuldigungen entgegenzutreten, erzählt die Lady Milford ihm ihre Lebensgeschichte, wie sie zuerst ihre Familie und schließlich ihre Ehre als Mätresse an den Herzog verloren hat.

Sie berichtet von ihrer geleisteten Arbeit für das Land, den Kummer des Volkes gelindert zu haben, indem sie den Fürsten verführt hatte, um Einfluss nehmen zu können. Ferdinand entschuldigt sich für sein falsches Bild von ihr, muss ihr aber auf ihr Liebesgeständnis hin die Wahrheit über seine Liebe zu der bürgerlichen Musikertochter Luise Miller gestehen.

Bestürzt gibt die Lady ihm zu verstehen, dass, wenn er sich zu der Ehe mit ihr weigern sollte, sie mit allen Mitteln versuchen würde, die Schmach vor der öffentlichen Bloßstellung zu vermeiden.


Die Szene spielt in einem Saal des Palais der Lady. Aufgrund der vorherigen Szene sind wohl nicht nur die Lady und Ferdinand anwesend, sondern auch einige Bedienstete der Lady, sowie Sophie, die Kammerjungfer der Mätresse, welche wohl aber alle anderweitig beschäftigt sind, da keiner in der Szene auftritt.  Die Verortung der Szene im Aufbau des Dramas lässt sich als Teil der steigenden Handlung festlegen, da die Intrige schon vom Präsidenten und dem Wurm geplant ist, jedoch die Klimax noch aussteht.

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Interpretation von Kabale & Liebe - Akt II - Szene 3 - Ausschnitt von S. 39 bis S.42 Z.5
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Da beide Beteiligten Adlige sind, spiegelt sich dies auch in ihrer Sprache wieder. Beide sprechen in einer gewählten hohen Sprache, die aber von Ferdinand ebenso argumentativ wirkt, da dieser die Lady von seiner Meinung überzeugen möchte. Durch die zahlreichen Regieanweisung kann man entnehmen das zumindest der Ton der Lady erregt ist.


Ferdinand kommt zwar auf Befehl seines Vaters(S. 39 Z.5: „Ich komme auf Befehl meines Vaters“), jedoch aber nicht um die Heirat mit der Lady zu erwidern. Dies klärt sich schon als man erfährt, dass er nicht auf eigenen Wunsch die Lady aufsucht.

Diese ist davon anscheinend sehr enttäuscht, was man durch die Regieanweisung „Lady (entfärbt sich und zittert)“ (S.40 Z.4) und ihre darauf folgende Frage „Nicht ihres eigenen Herzens?“(S.40 Z.4) entnehmen kann. Daraufhin schmeichelt Ferdinand sich selbst, indem er sich als Mann von Ehre, als Kavalier und Offizier bezeichnet (S.40 Z.16-20).

Dies erwidert die Lady, wodurch sie wohl ein wenig Hoffnung schenkt und Ferdinand zu schmeicheln versucht (S.40 Z. 21-23). Dieser bleibt aber abweisend und behauptet dass diese Ehre es ihm verbieten würde die Lady zu heiraten „Für den Einwurf der Ehre, wenn Sie Lust haben sollten, meine Hand zu erzwingen.“(S.40 Z. 27ff), sowie mit einer Metapher „Die Sprache meines Herzens – meines Wappens – und dieses Degens“, welches alles Anzeichen eines ehrenhaften Mannes darstellen sollen.

So beleidigt er die Lady auch indem er behauptet, es wäre wohl „weibliche Eitelkeit – Leidenschaft – Temperament – Hang zum Vergnügen“(S.41 Z.35ff), weswegen sie sich als Mätresse des Herzogs hingibt.

Auffällig sind vor allem die vielen Gedankenstriche auf Seite 41, die zeigen, dass Ferdinand sich nicht wirklich sicher ist was er sagen soll, da der ganze Grund eine Lüge ist und er somit sich etwas einfallen lassen muss um auf die Fragen der Lady antworten zu können.


Ferdinand kommt mit der Absicht die Lady zu beleidigen. Dies erkennt man vor allem an den sich zum Ende des Ausschnitt sich häufenden negativen Worte Ferdinands. Die Lady war zu Anfang noch sehr hoffnungsvoll. Dies geht auch aus der vorherigen Szene hervor, in der sie sehr aufgeregt auf das bevorstehende Gespräch wirkt.

Schiller möchte Aussagen, dass es damals schwer beziehungsweise so gut wie unmöglich war eine nicht-adelige zu heiraten und Ferdinand deswegen versucht die Lady mit Beleidigungen und ihrem daraus resultierenden Hass zu überzeugen, weswegen er nicht gleich die  Wahrheit erzählt.



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