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Interpretation
German studies

University, School

Universität Mannheim

Grade, Teacher, Year

12 2010

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Text by Hansjörg M. ©
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Traum Gretchen 1.) Szene Gretchen ist in der Dom Szene in Ohnmacht gefallen und nun träum sie. Ich habe viele Aspekte Gretchens wovon sie träumen könnte miteinander verknüpft. Ich habe diese Szene als Basis meines Traumes benutzt, da ich mich in dieser Lage, in der sich Gretchen befindet, am Beste in sie hineinversetzen konnte. Sie fühlt sich hoffnungslos und allein gelassen. Aufgrund diesem Gefühlschaos habe ich meinen Traum verfasst. 2.) Traum Gretchen träumt. Sie ist bereits schweißnass, immer wieder sieht sie ihren Bruder,…
Wie schreibe ich eine Interpretation Unterrichtsmate­ria­l für Schüler 1. Einleitung Titel, Autor, Textart, Jahr, (wenn bekannt), Thema, (ggf. Interpretations­hyp­othese) Sybille Bergs Kurzgeschichte „Nacht“ aus dem Jahr 2001 beschreibt die Flucht aus dem Alltag zweier Jugendlicher, die unabhängig voneinander bei Nacht einen Berg besteigen und sich dort ineinander verlieben. Die Geschichte ist zugleich eine Liebesgeschicht­e sowie eine kritische Betrachtung des hektischen Alltags heutiger Stadtbewohner. 2.…

Erwartungshorizont „Dom“


Aufgabe 1:


  • Die Szene spielt, wie der Titel bereits verrät im Dom, in den Gretchen in ihrer Verzweiflung flieht, um zu beten. Dort ist sie im Zwiegespräch mit dem bösen Geist, ihr eigenes Gewissen und dem Chor, welcher das christliche Weltgericht darstellt. Gretchen reflektiert zum ersten Mal die vergangenen Geschehnisse und wird mit den Konsequenzen konfrontiert.

  • In der Szene „Dom“ sitzt Gretchen mit vielen anderen Menschen in der Kirche und ein böser Geist redet auf sie ein, während gleichzeitig die Menschen im Chor singen. Der Geist macht ihr mit der toten Mutter und der früheren Unschuld ein schlechtes Gewissen und weist sie auf eine etwaige Schwangerschaft mit „Und unter deinem Herzen, Regt sich’s nicht quillend schon, Und ängstigt dich und schon, mit ahnungsvoller Gegenwart?“ hin.

  • Gretchen verkraftet das alles nicht und fällt in Ohnmacht. 

  • Einordnung der Szenen in den Gesamtzusammenhang:

  • Gretchens Tragödie nimmt ihren Höhepunkt, da diese Szene Gretchens Schicksal besiegelt. Wendepunkt und Höhepunkt für das Gretchendrama.

  • Eingeleitet wird dieser Wendepunkt mit dem Tod des Bruders und dessen Verunglimpfung auf dem Sterbebett, die zu einer gesellschaftlichen und damit auch sozialen Ächtung führen.

  • Sie fühlt sich von allen im Stich gelassen, ihre Schuldhaftigkeit wird ihr so massiv bewusst, dass sie in Ohnmacht fällt.

  • Sie verfällt dem Wahn, tötet ihr Neugeborenes und erfährt im Kerker einem Läuterungsprozess, der sie schlussendlich von Faust Abstand nehmen lässt und wieder zu Gott führt.

  • Sie nimmt ihre Schuld an.


Aufgabe 2:


  • Für Gretchen geht es nun an Berg ab und sie sieht Faust erst im Kerker wieder, der sich während Gretchen leidet bei der Walpurgisnacht amüsiert.

  • Gretchen verdrängt eine Schwangerschaft und die Stimme ihres Gewissens, der böse Geist, wird aber von all den Erfahrungen überwältigt und ihr Körper sackt zusammen.

  • Es herrscht eine große Zerrissenheit in ihr, weil sie ihr altes Leben (Frömmigkeit), „Wie anders. Gretchen war dir’s, Als du noch voll Unschuld hier zum Altar tratst, Aus dem vergriffnen Büchelchen Gebete lalltest, , Halb Kinderspiele, Halb Gott im Herzen!“ nicht mit dem neuen Leben (Sünde, Leidenschaft, Lust), „Ihr Antlitz wenden Verklärte von dir ab, Die Hände dir zu reichen, Schauert’s den Reinen.

    Weh!“, vereinen kann und all dies wird ihr in der Kirche klar, beeinflusst von den braven Gesängen der Mitbürger u.....[read full text]

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  • Anschließend singt der Chor ein Teil der Totenmesse auf Latein. „Der Tag des Zorns, jener Tag wird die Welt in Asche legen.“ Der Chor verkörpert das christliche Weltgericht und somit auch die das Weltbild der damaligen Gesellschaft. Gott wird hier als strafender, zorniger Gott dargestellt, welcher Sünden bestraft.

    Der darauf einsetzende böse Geist verstärkt die sich aufbauende bedrohliche Stimmung. Die einfachen Ausrufesätze („Grimm fasst dich! Die Posaune tönt! Die Gräber beben!“) stehen im Kontrast zu dem lateinischen Chorgesang. Es verdeutlicht die kleinbürgerliche Herkunft Gretchens.

    Außerdem steht der „Grimm“ als Tier für den Tod und die Posaune für die Hölle und das Böse. Diese Strophe ist eine Drohung und Vorwarnung für Gretchen: Sie ist für schuldig empfunden worden und wird in der Hölle kommen und dort verbrennen „Aus Aschenruh Zu Flammenqualen Wieder aufgeschaffen, Bebt auf!“

  • Gretchens Wunsch ist es diesem schrecklichem Schicksal zu entkommen und denlt in ihrer Verzweiflung über eine Flucht nach. „Wär ich hier weg!“ „Mir ist, als ob die Orgel mir Den Atem versetzte“ symbolisiert die Gesellschaft und die Kirche, dessen strenge Regeln und Werte einen zwingen sich „einzureihen“ und Ausgestoßene bestrafen.

  • Gretchen geht das sehr nah „Gesang mein Im Tiefsten löste.“ Sie war bis jetzt immer ein Teil der Kirche und somit auch ein Teil der Gesellschaft. Sie war sicher und erfuhr Schutz und Gemeinschaft. Doch sie hat gesündigt und muss nun mit den Konsequenzen leben.

    Der Chor singt erneut „Wenn der Richter auf seinem Thron sitzen wird, wird offenbar werden, was verborgen ist, nichts wird ungesühnt bleiben.“ Gott tritt als Richter für Gut und Böses auf, dem nichts entgeht: Für Gretchen gibt es also kein Entkommen.

    Sie wird panisch, da sie nun erkennt, dass keine Flucht möglich ist. „Mir wird so eng! Die Mauernpfeiler Befangen mich“ Die Mauernpfeiler sind metaphorisch gemeint und symbolisieren die Gesellschaft und an alle Werte, an die Gretchen vorher geglaubt hat. Sie merkt, dass sie ihre moralischen Grundsätze verloren hat und die Gewissensbisse und die Unsicherheit, in der sie sich jetzt befindet, sie konfrontieren. „Das Gewölbe Drängt mich! – Luft“ Die Luft steht hier metapho.....

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  • Die Szene ist der Wendepunkt des Gretchen Dramas. Im weiteren Verlauf des Dramas geht Faust auf eine Walpurgisnacht, um sich zu amüsieren. Anschließend kehrt er aber wieder zu Gretchen zurück, welcher aber in der Zwischenzeit ihr gemeinsames Kind getötet hat und sich nun im Kerker befindet und zum Tode verurteil ist.

    Faust und Mephisto versuchen sie zur Flucht zu überreden, aber Gretchen bekennt sich ihrer Schuld und übergibt sich in das Gericht Gottes.

    • Stilmittel:

    • Ein wichtiges Stilmittel, das Goethe in der Szene „Dom“ benutzt , ist „Dies Irae“. Dies ist ein lateinischer Gesang, der für die Totenmesse benutzt wird und auf das Jüngste Gericht vorbereitet. Der Richter sitzt bereits und niemand kann diesem Gericht entkommen Vorausdeutung, Vorausahnung.

  • Szenerie dramatisch, festlich und förmlich (Orgel, Chor etc.).

  • Der Böse Geist repräsentiert das schlechte Gewissen von Gretchen, dessen Bruder tot ist und dessen Mutter ebenfalls den Folgen einer Vergiftung durch den Schlaftrunk erlag.

  • Für beide Tragödien trägt sie eine moralische Mitschuld oder ist sogar der unmittelbare Auslöser. Gretchens Schuldgefühle (gegenüber dem Tod ihrer Mutter und ihres Bruders), ihre Gewissens- und Glaubenskonflikte (hinsichtlich der unstandesgemäßen und unehelichen Beziehung zu Faust) gipfeln in dieser Szene zu einem tragischen Höhepunkt, der ihr sogar das Bewusstsein raubt. 

  • Die Sprache des bösen Geistes ist bewusst unstrukuriert und locker, während die Messe einer strengen sprachlichen Struktur gehorcht. Die Messe wird, wie es sich gehört, vom Chor in lateinischer Sprache zelebriert. Um die Dramatik der Ereignisse noch hervorzuheben wird die Szenerie mit .....

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    • Strukturierte Darstellung

    • Strukturiert ihren/seinen Text schlüssig und gedanklich klar, Gliederung des zu bearbeitenden Textes.

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    • hinreichend komplex und

    • in der Tempuswahl stimmig

    • gibt übernommene Aussagen durch den Gebrauch des Konjunktivs wieder.

    • stellt Analyseergebnisse / Sachverhalte präzise und differenziert dar.


    • Verwendung von Fachsprache

    • wendet eine fachsprachliche Termino.....


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