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Interpretation: Die Linkshänder von Günther Grass

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German studies

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Berufliches Gymnasium Wildeshausen

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Interpretation „Die Linkshänder“ von Günther Grass Die Kurzgeschichte „Die Linkshänder“ von Günther Grass entstanden 1958 und spielt in einem abgelegenen Wochenendhäusch­en von Erich, dem Freund des Erzählers. Das Thema ist, der Konformitätszwa­ng der Gesellschaft und die Andersartigkeit­. In der Erzählung wird dies an dem Beispiel der Linkshänder aufgezeigt, die in der Zeit in der die Erzählung entstanden ist, unter gesellschaftlic­her Diskriminierung zu leiden hatten. Der Autor gibt das Geschehen aus der personalen Erzählperspekti­ve wieder. Die Erzählung beginnt in dem Ferienhaus von Erich, dieser ist ein Freund des Erzählers der Kurzgeschichte. Die Stimmung wirkt von Beginn an bedrohlich. Die beiden Freunde – Erich und der Erzähler - stehen sich mit Waffen gegenüber und wollen sich gegenseitig verletzen. Durch Rückblenden wird dem Leser der Grund klargemacht, ihre „Andersartigkei­t­“, denn beide sind Linkshänder. Aufgrund dieser, müssen sich die beiden Freunde regelmäßig Ausgrenzungen und Kritik durch die Gesellschaft gegenüberstelle­n. In der Erzählung wird klar, dass die beiden Freunde des ständigen Zwiespaltes - zwischen Anderssein und „Normalsein“ wollen - müde zu sein scheinen. Die Tat ist gut d..

Die Linkshänder von Günther Grass

Textanalyse


Die Kurzgeschichte „Die Linkshänder“, welche von Günther Grass geschrieben wurde, handelt von zwei Freunden, dem Ich-Erzähler und Erich, die auf Grund ihrer beider Linkshändigkeit sich gegenseitig die jeweils linke Hand abtrennen. Die Linkshändigkeit wurde in den 50er Jahren als sogenanntes „Handicap“ angesehen und führte somit zum Zwang, Rechtshänder zu werden.

Schauplatz dieses Ereignisses ist Erichs abgelegenes Wochenendhäuschen.

Der Ich- Erzähler und sein Freund Erich kennen sich aus dem Verein „Die Einseitigen“, in welchem sich einige Linkshänder zusammengefunden haben. Gemeinsam haben sie schon viele schwierige Situationen durchgemacht und durch verschiedene Wege versucht, Rechtshänder und somit „normal“ zu werden.

Seitdem sie ein Kind sind, ist ihnen gepredigt worden, die gute, rechte und brave Hand zu benutzen, statt der linken Hand. Bisher haben sie es mit Bandagen, Tricks oder Verboten versucht, rechtshändig zu leben. Doch letztendlich greifen sie nach der Notlösung und schießen sich gegenseitig in den linken Arm, so dass dieser zukünftig bewegungsunfähig ist und sie somit gezwungen sind, den rechten Arm zu benutzen.

In der heutigen Gesellschaft, würde man beim Lesen auf völliges Unverständnis treffen, da die Menschen sich nicht die Frage stellen können, warum man so etwas tun sollte bzw. einem Freund so etwas antun sollte. Beim Lesen wird jedoch auch deutlich, wie stark der Zusammenhalt der Linkshänder zu dieser Zeit gewesen ist. Dennoch wird deutlich, wie verzweifelt, die beiden Charaktere sind.

Diese Verzweiflung wird schon zu Beginn sehr deutlich („unsere Waffen sind geladen, Z.4). Auch die Selbstaussage „wir sind keine Träumer“ (Z.13) zeigt dies.

Erich und der Ich – Erzähler kennen sich aus dem Verein uns sind beide Linkshänder. Das Treffen in dem Verein gilt vor allem der Schulung für die Benutzung der rechten Hand. Auch den Namen des Vereins findet der Ich – Erzähler misslungen, da er nicht deutlich genug ausspricht, was sie eigentlich verbinden und auch stärken sollte (Z.81-84).

Erich und der Ich – Erzähler werden außerdem zu den beiden extremen Flügeln zugezählt, welche den Satz: „Wir wollen auf unsere linke Hand stolz sein und uns nicht unseres angeborenen Griffes schämen“ (Z.36-37) verfolgen. Dieser Gedanke zeigt die Andersartigkeit und widersetzt sich dem Zwang der Gesellschaft. Doch aufgrund der negativen Erfahrungen, sie die beiden Charaktere nicht mehr von d.....[read full text]

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Man kann textextern erschließen, dass während des kalten Krieges im Deutschland der 50er Jahre, die politische Linke, in der Besatzungszone der Alliierten, übermäßig unter Druck gesetzt wurde, worauf der Text auch eingeht, indem links gleichbedeutend mit radikal gesetzt wird: „[ .] ist es zur Sitte geworden […] links […] eine gefährliche Radikalität anzudichten(Z 106).“ Die wichtigste politische Anspielung des Textes ist deshalb in der Mehrdeutigkeit des Begriffs „links“ zu verstehen und kennzeichnet damit die Stellung des Vereins, gegenüber der ihn umgebenden Gesellschaft.

Die Bedeutung des Begriffs „linker Verein“ kann man in diesem Zusammenhang auch als link in Bezug auf hinterhältig verstehen. Der Text transportiert im Rahmen seiner politischen Anspielungen damit recht genau, dass die politischen Parteien so gesehen wurden.

Abschließend kann man sagen, dass der Text sehr deutlich, den politischen Zwang der Gesellschaft in den 50er Jahren zeigte. Selbst während der Nachkriegszeit sind die politischen Situationen nicht geklärt und werden zum privaten Verhängnis vieler junger Menschen, die schließlich bis aufs .....

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