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Interpretation
German studies

Streuselschnecke Analyse

University, School

St. Paulusheim Bruchsal

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„Streuselschnec­k­e“ (Julia Franck) Die vorliegende Kurzgeschichte „Streuselschnec­k­e“ von Julia Franck aus dem Jahr 2000 schildert den Verlauf einer Vater-Tochter-B­ezi­ehung aus der Sicht eines Trennungskindes­. Dieses Thema ist besonders in der heutigen Gesellschaft aktuell angesichts der steigenden Scheidungsraten und die Zunahme Alleinerziehend­er. Sie handelt von einem jungen Mädchen, das seit ihrem dreizehnten Lebensjahr nicht mehr zuhause, bei ihrer Mutter und ihren Schwestern, sondern bei Freunden…

Interpretation der Kurzgeschichte „Streuselschnecke“

Julia Franck

Die meisten Menschen misstrauen fremden Männern die auf öffentlichen Plätzen kleine Kinder ansprechen, meist werden sie als Pädophilie abgestempelt und man lehrt seinen Kindern bereits früh, diesen kein Vertrauen zu schenken.

Anders ist es in der Kurzgeschichte „Streuselschnecke“ von Julia Franck aus dem Jahr 2000. Dort wird ein 14 jähriges Mädchen, das keinen Vater hat von einem Fremden angerufen und trifft sich oft mit diesem Mann. Da er weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat, erklärt er ihr seine Gefühle.

Dieser Mann war ihr Vater und musste Sterben, bevor sie ihn richtig kennenlernen konnte.

Durch das geringe Interesse der Mutter an ihrer Tochter, lebt das Mädchen in Berlin bei ihren Freunden (vgl. Z.1 f), dadurch wird ihr Vater zum Fokus der Geschichte (Z.1 f). Das Verhältnis von Vater zu Tochter wird verstärkt dargestellt.

Anhand der Ich-Erzählerin wird der Text subjektiv und es gibt einen begrenzten Blickwinkel, dadurch erfährt der Leser das Geschehen so, wie es die Ich-Erzählerin erlebt hat. Diese Erzählstruktur spiegelt die Entwicklung der Beziehung der Figuren, sodass der Leser an gewissen Stellen die logischen Beziehungen selbst herstellen muss.

Außerdem kann man sich besser in die Personen hineinversetzen und ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Durch diese Erzählperspektive und der angewendeten Sprache, wird gewährleistet, dass der Leser sich mit der Protagonistin identifiziert.

Trotz der häufigen Treffen erfährt das Mädchen nicht viel über den Mann und er ist ihr noch fremd (vgl. Z.20), jedoch sind sie sich in vielen Punkten ähnlich und dadurch lässt sich schon früh schließen, dass er ihr Vater ist.

Die Ähnlichkeit der  Figuren zeigt sich an ihrer Spontaneität (vgl. Z.8 ff) und Schüchternheit (vgl. Z.9). Anhand der Zeitraffung (vgl. Z.21 f) wird gezeigt, dass sich die Personen trotz aller Treffen immer noch nicht sonderbar gut kennen, dennoch haben sie nicht de.....[read full text]

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